Was ist neu

Geschlossene Gesellschaft

Seniors
Beitritt
31.10.2003
Beiträge
1.541
Zuletzt bearbeitet:

Geschlossene Gesellschaft

Und Jesus sprach: Nehmt und esset alle davon. Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; tut dies zu meinem Gedächtnis.

*

Während sanfte Töne – es ist Mendelssohns Violin Concerto Opus 64 – durch die Glasscheibe zu uns hindurchdringen, bin ich noch immer beeindruckt von der Atmosphäre, die von diesem Anwesen ausgeht.
Gemächlichen Fußes durchschreiten wir einen langen Flur, der durch die Glasscheibe von einem sich dahinter befindlichen und in seinen Ausmaßen gewaltigen Raum getrennt ist. Ein flauschiger Teppich bannt die Geräusche, die von meinen Lloyds ausgehen, ins Unhörbare.
Irgendwie hatte ich mir alles wesentlich furchteinflößender vorgestellt, doch das, was mir bisher zu Augen gekommen ist, erstrahlt in einer Warmherzigkeit, dass es einem schier ein permanentes Lächeln auf die Lippen zaubert.

Die Person, die vor mir den langen Gang entlangschreitet, hält inne. Ich handle ebenso, und Sekunden später blickt mir Herr Vladimir in die Augen und lächelt gutmütig. Ich folge seinem Blick durch die leicht getönte Scheibe, die auf etwa einer Länge von sechs bis sieben Metern die rechte Wand des Flurs ausfüllt.
Dahinter befindet sich besagter monumentalistischer Saal mit einer Tafel in der Mitte von ebenfalls gewaltigen Ausmaßen. Um ihr herum stelle ich eine Anzahl von zehn Personen fest, zu gleichen Teilen weiblich wie männlich, auf Stühlen, die ich der barocken Epoche zuordne, obwohl ich davon zugegebenermaßen nicht die größte Kenntnis besitze.

Herr Vladimir faltet die Hände vor den Knöpfen seines schwarzen Jacketts, sein Blick wirkt auf mich verträumt, als er mich vom Scheitel bis zur Sohle mustert. Er sagt nichts und schaut wenig später wieder in Richtung der anderen Personen.
Ich spüre, wie der Koffer in meiner Hand an Gewicht zuzunehmen scheint und stelle ihn ab, äußerst bemüht, dieses leise zu tun nur um diesen besinnlichen Augenblick nicht zu zerstören; doch führt der flauschige Teppich meine Tat ad absurdum.

Die Mitte der Tafel besteht aus einer langen, silbernen Fläche. Kurzerhand wird meine Aufmerksamkeit wieder auf die Gäste gelenkt. Sie sind ansehnlich gekleidet, und eine blonde Dame mit hochgestecktem Haar fällt mir besonders ins Auge. Sie trägt ein hochgeschlossenes, dunkles Abendkleid, aus dem am Kragen das kleine, weiße Schildchen herausschaut. Ein unbändiger Drang, es wieder hineinschieben zu wollen, überkommt mich. Ich kompensiere ihn durch das Kratzen meiner Handflächen; ein Tick, den ich nicht unterdrücken kann.
Auf der silbernen Fläche, die sich bis auf einen breiten Rand für die Teller über die gesamte Tafel erstreckt, brutzeln kleinere Fleisch- und Gemüsestücke. Von einigen steigen Rauchfäden auf, die, immer filigraner werdend, nach einigen Metern einen gewaltigen Kronleuchter erreichen, der über der Szenerie schwebt wie die imposante Hand des Schöpfers.

Einige der Gäste speisen genüsslich, schneiden mit spitzen Fingern und teurem Besteck an winzigen Stücken Fleisch. Ein hochgewachsener Herr im Smoking serviert Soße, die er mit einer silbernen Kelle gekonnt auf den Porzellantellern verteilt.
Mein Magen gibt ein sanftes Grummeln von sich, und ich hoffe, dass Herr Vladimir es durch die leisen Violinentöne hindurch nicht hört.
Er lächelt mich an.

Am Kopfende der Tafel sitzt ein Mann, der aus der Gediegenheit der übrigen Gruppe hervorsticht. Es ist nicht seine Kleidung, die ebenfalls das Geld erkennen lässt, vielmehr ist es sein auffallend bleiches Antlitz. Sein Körper steckt bauchabwärts in einer Art überdimensionalem Latz, der den gesamten Unterleib einschließlich der Beine verdeckt. Sich an den Ecken befindliche Stangen spreizen den Umhang vom Körper ab, so dass es scheint, er stecke er in einer Plastikdecke.
Hinter seinem Stuhl erkenne ich einen hüfthohen Metallschrank auf Rollen, aus dem zwei durchsichtige Schläuche unter den Latz führen. In den Schläuchen bewegt sich eine dunkelrote Flüssigkeit.
Der Rücken einer gebeugten Person, die mit dem Kopf unter dem Plastiklatz verschwunden ist, wirkt auf mich deplaziert, und einige der Gäste harren mit gespanntem Blick in seine Richtung.

„Kommen Sie, Herr Martin.“
Ich wende den Blick ab. Herr Vladimir deutet mir an, ihm zu folgen, und wir gehen weiter den Gang hinunter, die bizarre Situation hinter der Scheibe hinter uns lassend.

*

„Ich darf Sie mit Herrn Johann bekannt machen?“ Herr Vladimir führt mich in ein kleines, schlicht eingerichtetes Zimmer mit jeweils einem Bett an der rechten und linken Wandseite. Ein Fenster gibt es nicht.
Der Mann auf dem rechten Bett sieht zu uns herüber, legt sein Buch beiseite, schließt die Augen und schläft ein.
Herr Vladimir sieht mich an und lächelt. „Ein leichtes Beruhigungsmittel“, sagt er mit gedämpfter Stimme. „Sie können Ihren Koffer dort hinten abstellen. Ich werde Frau Doktor Laura Bescheid geben, dass Sie eingetroffen sind.“ Er macht sich auf zum Gehen. Im Türrahmen bleibt er noch einmal stehen. „Es kann ein Weilchen dauern. Gern dürfen Sie sich bei Bedarf zur nächtlichen Ruhe begeben.“

Nachdem er das kleine Zimmer verlassen hat, sehe ich mich um. Zwei Betten mit jeweils einem aus der Mode gekommenen Nachttisch mit kitschiger Lampe. Ein Waschbecken neben der Tür. Es fehlt allerdings die Armatur. Ich schüttle den Kopf.
„Wann bist du dran?“
Ich wirble herum und hätte beinahe laut aufgeschrieen, als ich den anderen Herrn auf der Bettkante sitzen sehe. Sein Blick wirkt teilnahmslos. Meine übertriebene Schreckhaftigkeit erschüttert mich.
„Mein Name ist …“
„Sowas von egal“, unterbricht er mich mit schläfriger Stimme.
Ich stelle den Koffer an seinen zugewiesenen Platz, öffne ihn und klappe den Deckel nach hinten. Ein weiteres Paar Schuhe, ein dunkler Anzug, Unterwäsche und ein Hemd. Oben auf liegt die Heilige Schrift.
„Wann bist du dran?“, fragt er erneut.
Ich hänge meinen Anzug an einen Haken, der sich neben dem Bett an der Wand befindet. „Ich weiß es nicht genau“, sage ich. „Die Herren haben sich noch nicht geäußert.“
Er reibt sich durchs Haar, und ich erkenne eine frische Narbe über dem linken Ohr. „Ich morgen“, sagt er.
Ich setze mich aufs Bett und befreie mich von den Lloyds. Leichter Fußgeruch dringt wenig später in meine Nase. Peinlich ist es mir nicht.

Mein Zimmergenosse steht mühselig auf, wankt ein wenig und kommt auf mich zu. „Hallo. Mein Name ist Herr Johann.“ Er streckt mir die Hand entgegen. „Mit wem habe ich die Ehre?“
„Äh… Martin. Ich meine Herr Martin.“ Herr Vladimir hatte mir bei unserem ersten Gespräch die Wichtigkeit dieses Zusatzes erörtert. Ich hatte es akzeptiert ohne es zu hinterfragen.
„Angenehm, Herr Martin. Ich freue mich, dich kennenzulernen.“ Er dreht sich um und sitzt wenig später wieder auf seinem Bett. „Ich hoffe“, flüstert er so leise, dass ich ihn kaum verstehe, „dass dieses Mittel bald nachlässt.“ Seine Finger kratzen über die frische Narbe. Augenblicklich schieben sich die von schwarzen Fäden gehaltenen Hautlappen auseinander. Als das Blut über seine Finger läuft, zuckt er zusammen und hält sie sich vors Gesicht.
Er blickt herüber. „Man spürt nichts mehr. Nach der Operation, mein ich. Nichts mehr.“ Sein Körper sinkt langsam aufs Bett und kurz darauf ist er wieder eingeschlafen.

Nie zuvor hätte ich vermutet, dass es neben mir noch andere Menschen gibt, die den gleichen Wunsch hegen, wie ich; und während ich über diese weltergreifende Tatsache sinniere, schlafe ich ebenfalls ein.

*

„Weißt du was, Herr Martin?“ Herr Johann schließt den Gürtel seiner Hose und greift nach einer Krawatte.
Ich liege auf dem Bett, habe die Arme hinter dem Kopf verschränkt und blicke zu ihm hinüber. Mein Zeitgefühl schwindet, denn ich könnte nicht sagen, wie lange ich geschlafen habe; es muss länger gewesen sein, denn ein leichter Anflug von Zorn, hervorgerufen durch das noch immer nicht Erschienensein der Frau Doktor, macht sich in meinem Innern breit.
Mein Zimmernachbar streift ein Jackett über und wiederholt seine Frage.
„Nein“, antworte ich mit ungeduldigem Klang. Im selben Moment bedaure ich meine böswillige Antwort. „Bitte entschuldige“, füge ich hinzu.

„Die zahlen einen fünfstelligen Eurobetrag für ein einziges Wochenende.“
Ich stütze mich auf die Unterarme. „Wer zahlt für was?“
„Na, die feinen Pinkel.“ Er hält in seiner Tätigkeit inne. „Die, die hier das Wochenende auf diesem exquisiten Anwesen verbringen. Verpflegung inklusive.“
„Weißt du, wo genau wir uns befinden?“, will ich wissen.
Herr Johann kommt näher, setzt sich zu mir aufs Bett. Als er mich ansieht, erkenne ich, dass seine Narbe verkrustet ist. „Der Herr von gestern, der, der hier geschlafen hat“, er deutet auf mein Bett, „war Moldauer. Sprach ein wenig deutsch. Und der sagt, wir seien direkt in der Hauptstadt.“
„Direkt in Minsk? Ich bezweifle dies.“
„Warum denn nicht? Hier ist es doch viel unauffälliger als in irgendeinem gruseligen Draculaschloss auf einem einsamen Berg.“
Wenn ich darüber nachdenke, dann könnte ich dem sogar zustimmen. „Sie haben mir an der weißrussischen Grenze die Spritze gesetzt“, sage ich nachdenklich. „Zwischenzeitlich bin ich einige Male aufgewacht, doch sah es immer ländlich aus.“
Herr Johann lacht. „Du kannst hier stundenlang rumfahren, und es sieht immer ländlich aus. Nichtsdestotrotz zahlen die über zwanzigtausend Euro für ein Wochenende.“ Er steht wieder auf und zieht sich weiter an.
Ich denke über seine Worte nach, die mich doch ein wenig bestürzen. Sollte wahrhaftig Kommerz dahinter stecken?

„Warum tust du es?“, frage ich ihn nach einer Weile.
Er scheint einen Moment lang zu überlegen, greift sich dann in den Schritt. „Allein die Vorstellung macht mich geil. Ich werde in einer Tour abspritzen, das kannst du mir glauben, Herr Martin.“ Er lacht unecht. „Und du?“
Ich denke über seine Intention nach, und ein aufkeimender Würgereiz durchflutet mein Inneres. Es widerstrebt mir, ihm meine Bestimmung kundzutun, doch öffne ich, während sein fragendes Gesicht nicht von mir ablässt, nach kurzer Zeit die Schublade meines Nachttisches und hole die Bibel hervor.
Herr Johann nimmt die Hände von seinem Schritt. „Das ist nicht dein Ernst“, sagt er.
„Auch Jesus gab sein Fleisch.“ Mir ist bewusst, dass ich ihn nicht mit einer Silbe erreiche, dafür ist sein geistiger Horizont zu bedauernswert. Fleischliche Gelüste, die ihn treiben. Ich schlucke.
„Du bist krank“, sagt er.
Ich lächle ihn an, will etwas sagen, als Herr Vladimir eintritt.
Er nickt kurz, dann an mich gewandt: „Herr Martin, wenn Sie mir bitte zur Operation folgen wollen?“
„Der Herr sei mit dir“, sagt Herr Johann mit auffallend ironischem Unterton, als ich an ihm vorbei den Raum verlasse. Ich lasse ihn gewähren.

*
Der Eingriff in einen der spezifischen Kerne des Thalamus verläuft ohne Komplikationen. Genauso, wie es Herr Vladimir bei unserem ersten Gespräch versprochen hatte.
Keine Weiterleitung von Schmerzimpulsen an die Großhirnrinde, hatte er weiter ausgeführt.
Nur ein minimaler Eingriff …

*

Das weißrussische Ärzteteam versteht sein Handwerk. Ich fühle mich benommen. Leichter Schwindel wechselt sich mit unscharfem Sehen und eingeschränktem Sichtfeld ab. Ich bin müde.

Das Zimmer, in das mich Frau Doktor Laura und Herr Vladimir führen ist jetzt leer. Herr Johann ist fort.
Ich lege mich aufs Bett, bekämpfe den Drang, mich zu übergeben und schlafe ein.

*

Als ich erwache, bin ich bis auf meine Unterhose nackt. Der Raum ist warm und die Nachttischlampe verbreitet ein besinnliches Licht. Mühsam erhebe ich mich, warte auf das Schwindelgefühl, das aber nicht eintritt.
Meine Beine sind seltsam bleich, und als ich mit dem Handrücken darüber streiche, stelle ich fest, dass sie haarfrei sind. Ich lächle und genieße kurz dieses ungewohnte und interessante Gefühl. Ein Blick in meine Unterhose zeigt das gleiche Resultat.
Nach einer Weile öffne ich die Nachttischschublade und hole die Bibel hervor. Ich spreche ein Gebet und bitte Gott, seine schützenden Hände über Herrn Johann zu halten. Während des Gebetes fällt mir auf, dass ich schon lange kein Handjucken mehr verspürt habe.
Ich freue mich auf die Menschen, denen ich alles geben werde, und ich danke Gott, dass er mich empfänglich für diese Erkenntnis gemacht hat. Ich denke an meine kleine Gemeinde in unserem gemütlichen Ort, tausende von Kilometern entfernt und doch so nah, und eine leichte Wehmut umschlingt mein Herz. Was werden sie denken, wenn sie es erfahren? Wird Pfarrer Christian, mein junger Nachfolger, es ihnen erzählen? Hat er den Brief, den ich ihm in das Gebetbuch auf den Altar gelegt habe, bereits gefunden? Wird er verstehen?

Herr Vladimir betritt das Zimmer und entreißt mich meinen Gedanken. „Sie können sich vorbereiten, Herr Martin. Ich hole Sie in fünfzehn Minuten ab.“
Nachdem er wieder gegangen ist, entdecke ich zum ersten Mal die beiden Schläuche, die rechts und links aus meiner Leiste ragen. Umleitung des Blutkreislaufes mittels Bypass, hatte mir Herr Vladimir bei unserem ersten Gespräch erklärt.
Ich berühre sie vorsichtig und spüre nichts.

*

„Ich darf Sie mit Herrn Martin bekannt machen.“ Der hochgewachsene Mann, der vorgestern für die Soßen zuständig war, spricht in einem klaren Englisch mit leicht russischem Akzent. Er macht eine einladende Verbeugung, und ich betrete den Saal. Sofort fällt mir die mannsgroße Madonnenstatue auf, die am Ende des Raumes auf einem Sockel steht, und um die ich gebeten hatte.
Die Damen und Herren, die ich bereits bei meiner Ankunft gesehen habe, erheben sich von ihren barocken Stühlen und applaudieren zart. Die blonde Frau mit dem hochgesteckten Haaren trägt dasselbe schwarze Abendkleid, wie bereits zwei Tage zuvor. Ob das Schildchen wieder herausguckt, kann ich von hier aus nicht ausmachen.

Herr Vladimir umfasst sanft meinen Arm und führt mich zu dem einzig freien Stuhl am Ende der Tafel. Der glitzernde Kronleuchter spiegelt sich in der blanken Platte auf der Tafel wider. Mehrere gefüllte Tomaten liegen darauf. Die Weingläser der Gäste sind ebenfalls gefüllt.
Als ich die blonde Dame passiere, erkenne ich, dass eines ihrer Augen ein Glasauge ist; zumindest bewegt es sich nicht, als sie mir auffällig auf den Po starrt. Auch für dich gebe ich mich hin.

Hinter dem Stuhl mit seiner gewaltigen, verschnörkelten Rückenlehne steht der hüfthohe Metallwagen mit noch herabhängenden Schläuchen. Inzwischen wurde ich aufgeklärt, dass es sich hierbei um eine Maschine handelt, die meinen Blutkreislauf ab der Hüfte umleitet.
Wir wollen doch nicht, dass Sie bereits nach dem ersten Schnitt verbluten, Herr Martin, hatte Frau Doktor Laura nach der Operation gesagt.
Warum sie die Adern nicht einfach veröden oder abklemmen, hatte ich gefragt.
Es seien ästhetische Überlegungen, hatte sie lediglich erwidert.
Ich hatte ihr zugestimmt, und wenn es nach mir gegangen wäre, so hätte es die Operation an meinem Gehirn ebenfalls nicht gegeben, denn Jesus hatte schließlich auch alle Qualen auf sich genommen. Doch Herr Vladimir hatte mir erörtert, dass ich keine zehn Sekunden durchhalten würde, bevor die Schmerzen mich durch eine Ohnmacht erlösten. Und diese Option entbehrte selbstredend jede weitere Diskussion.

Herr Vladimir führt mich zu einem Paravent mit dem Motiv von Michelangelos Die Erschaffung Adams. Ich erfreue mich an dieser Aufmerksamkeit.
Sanftes Gemurmel dringt zu mir herüber, während ich mich hinter der Wand von meinen Schuhen und den Socken befreie. Diesmal sind meine Füße frisch gewaschen. Der Boden ist angenehm warm.
Meine Anzughose und den Slip falte ich sorgfältig und lege sie auf den kleinen Hocker. Ein weiteres Mal betrachte ich den ungewöhnlichen Anblick meines Schambereichs, schlinge ein weißes Satintuch um die Hüften und trete wieder hervor.
Noch immer stehen die Gäste. Ein Raunen durchdringt den Raum, welches Erinnerungen an das erfreuliche Gemurmel meiner Gemeinde beim Betreten der Kanzlei weckt.

Nachdem ich mich unter sanftem Applaus hingesetzt habe – nicht, ohne zu merken, dass der Stuhl an vielen Stellen dunkle Flecken im Holz aufweist -, betritt ein weiterer, gut gekleideter Herr mit kahlem Haupt den Raum. Die Gäste nehmen ebenfalls Platz. Ein vollschlanker Herr, der links neben der blonden Frau über seinen Stuhl quillt, steckt sich eine weiße Stoffserviette in den Kragen; er sagt etwas, doch bin ich des Russischen nicht mächtig. Die blonde Dame lacht leise.
Während der hochgewachsene Herr eine Rede auf Russisch hält, wird mir dieser gewaltige Plastiklatz um die Hüfte geschlungen, verwehrt meinem Blick das, was darunter geschieht. Der Kahlköpfige schiebt den metallenen Wagen heran, nickt mir freundlich zu und verschwindet unter dem Umhang.

Zwei weitere Herren, die sich als Kellner herausstellen, betreten den Raum. Einer von ihnen dreht an ein paar Knöpfen in der Nähe der metallenen Platte. Wenig später schlägt mir eine sanfte Hitze entgegen, und unter den Tomaten beginnt es zu brutzeln. Der andere Kellner trägt eine kleine Ledertasche – sie erinnert mich an diese Ärztekoffer aus frühen Zeiten – und bringt sie dem Kahlköpfigen, der sich immer noch unter meinem Plastikumhang befindet. Die Gäste lächeln mich an.

Als wenig später die sanften Violintöne von Mendelsohn durch den Raum klingen, stößt etwas gegen mein Bein. Noch einmal. Der Kellner entzündet eine Kerze, die er auf einem Board an der Wand drapiert.
Ich atme schneller.
Ein metallisches Klimpern unterbricht die Harmonie der Töne für einen winzigen Augenblick, doch scheint es, dass nur ich es höre. Mir wird ein wenig schwindlig.
Der hochgewachsene Herr verteilt die Tomaten auf die Teller. Herr Vladimir, der neben mir steht, spricht mit dem kahlköpfigen Herrn unter dem Umhang. Wieder stößt etwas gegen mein Bein; diesmal im Bereich der Wade.
Herr Vladimir winkt den Kellner heran, der sich jetzt mit einem Porzellantablett nähert. Auch er beugt sich unter den Latz.

Etwas passiert in meinem Magen. Mir wird übel. Herr Vladimir scheint es zu bemerken und reicht mir ein Glas mit Wasser. Er füllt ein weißes Pulver hinein. „Trinken Sie, Herr Martin.“
Mein Herz rast, ich kann sehen, wie mein Hemd vibriert.
„Trinken Sie“, sagt er noch einmal und wischt mir mit einem feuchten Tuch über die Stirn. Es tut gut.
Der Kellner neben mir erhebt sich, und als er sich der Tafel zuwendet, erkenne ich auf seinem Tablett zwei handtellergroße Fleischstücke mit auffallend bleicher Haut. Ein Schweißtropfen rinnt über meinem Nasenrücken. Schnell wische ich ihn fort.
Die Gäste raunen erfreut, als der Kellner mit geschickten Schnitten die Stücke in mundgerechte Happen aufteilt, und sie auf der heißen Platte verteilt. Zischende Rauchfäden steigen empor, und ein zarter Bratengeruch dringt zu mir herüber.
Gewürze werden herumgereicht, die Gäste unterhalten sich angeregt, die blonde Frau, deren Schildchen tatsächlich wieder zu sehen ist, tupft sich mit der Serviette den Mund.

„Das erste Stück gebührt unserem Ehrengast“, posaunt der hochgewachsene Herr jetzt wieder in diesem klaren Englisch. Er winkt dem Kellner, der augenblicklich meinen Teller holt.
Erneut spüre ich harte Schläge gegen mein Bein, gegen meinen Unterleib. Zumindest fühlt es sich wie ein Schlagen an. Ein Laut, der klingt, als falle ein feuchter Lappen in einen Metalleimer, dringt zu mir herauf. Ich höre den Herrn unter dem Umhang schnaufen. Herr Vladimir schenkt mir etwas Wein ein. „1945er Mouton“, lächelt er dabei.

Die Gäste applaudieren wieder kurz, als der Kellner den Teller vor mich stellt. Das knusprig aussehende Stück Fleisch schwimmt in einem charaktervollen Soßensee. Ein Lorbeerblatt liegt oben auf, der Duft ist betörend.
Mechanisch greifen meine Hände nach dem Silberbesteck. Ich genieße Gottes Schöpfungswerk mit geschlossenen Augen.
„Ich habe euch ausgewählt“, sage ich wenig später stolz. Die meisten der Anwesenden reagieren nicht einmal.

„Bon appétit“, ruft der Gastgeber wenig später. Neue Stücke werden gereicht, während die Szenerie sanft aus meinem Blickfeld verschwindet. Nur die Madonna blickt mich aus traurigen Augen an. Sie hebt den Kopf und ich erkenne, dass sie versucht zu lächeln. Dankbarkeit und Trauer zugleich sprechen aus ihrem Blick.
„Bist du stolz auf mich, Mutter?“
Jetzt lächelt sie.
Tränen laufen meine Wange hinab.
Ein freudig klingender Ausruf einiger Gäste dringt zu mir herüber. Mein Blick fällt auf den stummen Kellner, der meinen Penis auf das heiße Blech legt. Die blonde Frau schlägt die Hände zusammen. Der Vollschlanke neben ihr wischt sich einen Speichelfaden mit dem Ärmel seines Jacketts weg.
„Danke, Mutter“, flüstere ich.
Sie nickt.

Ich erhebe mein Glas. Dies ist mein Blut des neuen Bundes, das für euch vergossen wird.

Schlagen. Keuchen unter dem Umhang.

Wahrlich ich sage euch: Ich werde fortan nicht trinken vom Gewächs des Weinstocks bis zu dem Tag, an dem ich neu trinke im Reich Gottes.

Die Mutter Gottes lächelt zu mir herüber. Ich weiß, dass es gut ist.

 

Hallo Salem!

Du meine Güte, ist das eklig! :) Der Horror entwickelt sich langsam, erreicht aber dafür durchaus Höhepunkte. Am schlimmsten finde ich, dass der Typ das freiwillig macht.
Die Bibelzitate in diesen Kontext zu stellen, zeugt von schwarzem Humor, passt aber sehr gut zur Geschichte. Gefällt mir!
Den Titel "Geschlossene Gesellschaft" finde ich ein bisschen langweilig. Er hat den Vorteil, dass nichts über den Inhalt verraten wird, aber ich würde es besser finden, wenn der Titel auch irgend etwas mit Religion zu tun hätte - passend zum Erzähler (mir fällt leider spontan nur "Abendmahl" ein, was auch nicht sonderlich kreativ ist ...)
Insgesamt habe ich die Geschichte gern gelesen.

Zum Abschluss noch ein paar Detailanmerkungen:


Dahinter befindet sich besagter monumentalistische Saal

monumentalistischer

doch als ich an den flauschigen Teppich denke, strafe ich meine Tat ad absurdum.

ich kenne die Redewendungen "xxx Lügen strafen" (Synonym für widerlegen) und "xxx ad absurdum führen" (Synonym für "Unsinnigkeit nachweisen") - die sind hier anscheinend durcheinander geraten, aber eigentlich scheint keine von beiden hier so richtig zu passen. Ich würde wahrscheinlich schreiben: "Als ich an den flauschigen Teppich denke, wird mir klar, wie absurd meine Tat ist".

Ich kompensiere ihn durch das Kratzen meiner Handflächen, ein Tick, der mir schon lange nicht mehr bewusst wird.

Erzählperspektive: Wenn's ihm nicht bewusst ist, wieso erzählt er dann davon?

Ich stelle den Koffer an seinem zugewiesenen Platz, öffne ihn und klappe den Deckel nach hinten.

an seinen

obgleich des immer noch nicht Aufgetauchtseins der Frau Doktor, macht sich in meinem Innern breit.

obgleich heißt ungefähr dasselbe wie "obwohl", aber eigentlich ist er doch ärgerlich, weil die Frau Doktor nicht auftaucht - also meines Erachtens müsste es "ob des noch nicht Aufgetauchtseins" heißen.

Grüße von Perdita

 

Hallo Perdita!

Du meine Güte, ist das eklig!
Echt??? Danke!
Das Faszinierende beim Schreiben solcher Geschichten ist immer, dass man als Autor null Ekel empfindet und immer das Gefühl hat, man müsste wesentlich mehr einbauen. Schön, dass es wirkt :D

Den Titel "Geschlossene Gesellschaft" finde ich ein bisschen langweilig.
Das Ding sollte tatsächlich "Das letzte Abendmahl" heißen, nur fand ich das auch äußerst abgegriffen.
Der jetzt gewählte klingt wirklich zunächst befremdlich, doch irgendwie finde ich, dass er passt.

Insgesamt habe ich die Geschichte gern gelesen.
Das freut mich wirklich.

Für das Finden der Fehler dank ich dir ebenfalls. Wurden bereits ausgemerzt ;)

Gruß! Salem

 

Hallo Salem,

wie Du schon weißt, tue ich mich mit Geschichten dieser Art eher schwer. Ich kann mit diesem Ekel-Horror schon manchmal was anfangen, wenn es richtig eingesetzt ist, "richtig" natürlich nur für mein Empfinden. Ich kann es ertragen, wenn es um Vampire geht, um Monster oder ähnliches, weil es dann fiktiv bleibt, eben ein Stück weit unrealistisch. Das ist hier nicht der Fall und das ist der Grund, warum es mir nicht gefällt. Ich hoffe, dass man das irgendwie nachvollziehen kann.

Zudem muss ich gestehen, dass mir nach dem Zitat eingangs eigentlich klar war, wie es enden würde, was aber an den "Zusatzinformationen" lag, die ich hatte. Die Geschichte ist, denke ich, in dieser Beziehung nicht vorhersehbar.

Dein Stil ist routiniert, wie immer, da ist man nichts anderes gewohnt, wenngleich ich auch zugeben muss, dass es mich dieses Mal nicht beeindruckt hat. Ich finde sogar den Anfang etwas träge. Diese illustre Gesellschaft, dieses Warten, die Operation (da musste ich an James Bond denken, mit diesem Bond Gegner, der eine Kugel in seinem Hirn hat, genau am "Schmerzzentrum" und das fand ich damals schon etwas ... naja), und dann das Festmahl.
Wobei mir dieses Ende doch eine Spur zu simpel war, nur zu billig auf den Ekel aus, irgendwie erlebt der Protagonist das alles aus einer sehr distanzierten Perspektive, somit bleibt auch das Ende für mich eher distanziert. Gott sei Dank im Übrigen.

Naja. Das war schon alles, was ich schreiben kann.
Eines noch: Die Schuhmarke, die Du meinst, schreibt man meines Wissens: Lloyds, also Doppel-l am Anfang.

In diesem Sinne,
c

 

Hallo chazar,

wie Du schon weißt, tue ich mich mit Geschichten dieser Art eher schwer.
Ja, ich weiß. Umsomehr erfreut es mich, dass du dich durchgequält hast ;)

Ich finde sogar den Anfang etwas träge.
Ich war mir diesmal auch nicht so sicher, wie es wirkt, da ich (ich denke zum ersten Mal) versucht habe, ohne Rückblenden auszukommen. Somit ist der Handlungsablauf linear, was eigentlich nicht so mein Ding ist.

(da musste ich an James Bond denken, mit diesem Bond Gegner, der eine Kugel in seinem Hirn hat, genau am "Schmerzzentrum" und das fand ich damals schon etwas ... naja),
:p

irgendwie erlebt der Protagonist das alles aus einer sehr distanzierten Perspektive, somit bleibt auch das Ende für mich eher distanziert.
Hm... da muss ich wohl noch mal drüberlesen.

Gott sei Dank im Übrigen.
:D

Eines noch: Die Schuhmarke, die Du meinst, schreibt man meines Wissens: Lloyds, also Doppel-l am Anfang.
:Pfeif: geändert!

Dank dir wirklich für deinen Kommentar.

Gruß! Salem

 

Hallo Salem,

auch ich vermutete schon nach dem ersten Bibelzitat, dass es sich um eine Kannibalengeschichte handelt. Trotzdem wurde ich angenehm (/unangenehm? *würg*) überrascht, du hast meiner Meinung nach was aus dem Thema rausgeholt. Sehr ekelhaft, wirklich.
Die Idee, dass ein Gläubiger ein Bibelzitat verdreht und falsch versteht, finde ich ein Interessantes Thema. Ist ja schon öfter vorgekommen, mit verheerendem Ausgang. Als Thema einer Horrorgeschichte ist es mir aber noch nie begegnet, das ist wahrscheinlich der Grund, warum mir ein eher durchgekautes Thema (Kannibalismus) gefallen hat.

mit diesem Bond Gegner, der eine Kugel in seinem Hirn hat, genau am "Schmerzzentrum"
interessant, ich hatte zuerst an Hannibal gedacht, besonders an den Teil, indem er dem Polizisten das Hirn rausoperiert. Hatte auch irgend was mit dem Schmerzzentrum zu tun.

Trotz all dem Lob, hier noch ein winziger Fehler:

äußerst bemüht, dieses leise zu tun
dies

Das wars.
gruss, bajonett

 

Hey Bajonett.

Trotzdem wurde ich angenehm (/unangenehm? *würg*) überrascht
Das freut mich natürlich ;)

Die Idee, dass ein Gläubiger ein Bibelzitat verdreht und falsch versteht
Wieso falsch versteht??? Hehe...

An die Hannibalszene habe ich beim Schreiben übrigens auch gedacht, wobei er ja, soviel ich weiß, die schmerzunempfindlichen Teile des Hirns herausschneidet.

Zu deinem Fehlerchen: so viel ich weiß, kann man beides sagen, oder?!

Dank dir auf jeden Fall fürs Lesen und Kritisieren! Hat mich gefreut.

Gruß! Salem

 

Hi Salem,
Dieses Mal hast du es langsam angehen lassen. Fast zu langsam. Hätte ich deine Geschichten nicht gekannt, womöglich hätte ich da zu lesen aufgehört. Aber andererseits: Villeicht wäre das sogar besser gewesen - :D
Gott sei DAnk, bist du es langsam angegangen. Nicht vorzustellen, was daraus geworden wäre, hättest du im üblichen Tempo diverse Körperteile an unpassende Plätze verfrachtet.
Im Ernst:
Zum weiteren Verlauf gratuliere ich herzlich. Wie der Ekel sich in so einer ruhigen Geschichte versteckt. Das ist ausgezeichnet. Die Stimmung des Schlosses ist hervorragend eingefangen. Nur am Ende wirds ein bißchen derb. Da könntest du noch ein paar Umschreibungen anbringen

LG
Bernhard

 

Hi Bernhard,

Dieses Mal hast du es langsam angehen lassen. Fast zu langsam. Hätte ich deine Geschichten nicht gekannt, womöglich hätte ich da zu lesen aufgehört
Also ist der Anfang definitiv langweilig? Liegt es an der Schreibe oder passiert zu wenig?
Okay, eigentlich passiert ja wirklich wenig, doch sollte es der Vorstellung der Lokation und des Prot dienen.

Ich werde mal versuchen, ein paar mystische Effekte einzubauen; vielleicht sollte ich das Gespräch auf dem Zimmer ausbessern? :hmm:

Zum weiteren Verlauf gratuliere ich herzlich. Wie der Ekel sich in so einer ruhigen Geschichte versteckt. Das ist ausgezeichnet.
Oh danke. Wie bereits gesagt, als Autor empfindet man komischerweise keinen Ekel; daher freut es mich natürlich, dass ein Solcher rüberkommt :D

Nur am Ende wirds ein bißchen derb. Da könntest du noch ein paar Umschreibungen anbringen
Umschreibungen??? Ich wollte das Ganze noch ein wenig ausführlicher beschreiben ... :D

Dank dir sehr fürs Lesen und Kommentieren. Mal sehen, was mein krankes Hirn noch so austüftelt ...

Gruß! Salem

 

Hallo Salem,

Die Person, die vor mir den langen Gang entlangschreitet, hält inne. Ich handle ebenso
Ist Stehenbleiben denn wirklich eine Handlung?

dass Herr Vladimir es durch die leisen Violinentöne hindurch nicht hört. Doch als er mich im selben Moment lächelnd ansieht, weiß ich, dass dem nicht so ist.
„dass dem nicht so ist“ ist irreführend, weil es sich ebenfalls auf eine Verneinung bezieht (nicht hört) – „weiß ich, dass er mich gehört hat“ wäre viel einfacher als so eine doppelte Verneinung.

Sein Körper steckt in einer Art überdimensionalem Latz, der, um den Bauch geschlungen, den gesamten Unterleib verdeckt und durch sich an den Ecken befindlichen Stangen vom Körper absteht.
Da fehlt was im letzten Satzdrittel. „durch sich … absteht“? Hä? Es ist auf jeden Fall ganz furchtbares Deutsch. Vielleicht: der sich durch an den Ecken befindlichen Stangen … ähm, nee, ich krieg’s nicht hin.

Hinter seinem Rücken erkenne ich einen Metallbehälter auf Rollen, aus dem Schläuche unter den Latz führen.
Ich finde das furchtbar kompliziert mir das so vorzustellen. Ich seh’s echt nicht.

Ich finde die Grundidee gut. Der Kannibale von Rothenburg (genauer: sein Opfer) trifft in der Zelle auf einen Priester mit Jesus-Komplex. Die Idee hat mir gefallen, dass da zwei aus ganz anderen Antrieben so etwas machen. Aber mir passt – ganz ehrlich – der Stil nicht. Ich finde es nicht sauber durchgezogen. Auch wenn der Priester durch seine Sprache als „trocken und steif“ charakterisiert werden soll … dann muss das trotzdem noch gut lesbar sein für mich. Gerade am Anfang entsteht da gar nix, später hat es ein paar gute Passagen, gegen Ende, aber stilistisch zündet das für mich überhaupt nicht. Ich hatte nicht das Gefühl als hätte der Text seine Stimme gefunden. Und wenn sich die Stimme dann vor den Inhalt stellt, und die Stimme dann kratzt und stottert, dann drückt das den Text ziemlich runter.

Gruß
Quinn

 

Hallo Salem!

Oh, mein Magen knurrt...
Etwa eine halbe Stunde später.
So, nach Deiner Geschichte musste ich mir erstmal ein leckeres Steak machen :D.
Mir hat diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Ich finde, dass Du eine tolle, irgendwie surreale Atmosphäre geschaffen hast, die man sich gut vorstellen kann. Ich überlege schon die ganze Zeit, wie Du das geschafft hast, aber ich glaube, Sätze wie

Nachdem ich mich unter sanften Applaus hingesetzt habe

haben im Gesamtzusammenhang irgendwie dazu beigetragen :hmm:. Nebenbei: Es heißt "sanftem".
Auch der Umstand, dass Deine Formulierungen - zumindest bei mir - einen langsamen Lesefluss begünstigt haben, hat diese Atmo unterstützt, finde ich.

Hier noch ein paar klitzekleine Kleinigkeiten, die Dir hoffentlich nicht zu pingelig erscheinen :D:

Von einigen steigen zarte Rauchfäden auf, die, immer filigraner werdend, nach einigen Metern einen gewaltiger Kronleuchter erreichen,

Ich finde es unrealistisch, dass ohnehin zarte Rauchfäden noch immer zu erkennen sind, nachdem sie einige Meter in die Höhe gestiegen sind. Vor allem auf diese Entfernung, in der der Prot das Geschehen beobachtet.
Mein Magen gibt ein sanftes Grummeln von sich, und ich hoffe

Kein Komma.
hervorgerufen durch das noch immer nicht Aufgetauchtseins der Frau Doktor,

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das "s" am Ende von "Aufgetauchtseins" gehört glaube ich weg.
„Der Herr von gestern, der, der hier geschlafen hat“,

Vorschlag: "Dieser Herr von gestern, der hier geschlafen hat"
Ich bezweifle dies.

"Dies" klingt irgendwie komisch ... lieber "das".
Umleitung des Blutkreislaufes mittels Beipass,

Bypass
wird mir dieser gewaltige Platiklatz um die Hüfte geschlungen,

Plastiklatz

Insgesamt eine super Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Ich finde auch nicht, dass Du es zu langsam hast angehen lassen, gerade bei Horrorgeschichten finde ich das eigentlich ganz gut. Die Frage "Wann passiert denn endlich was?" führt bei mir nämlich nicht zu Unmut, sondern motiviert mich sogar noch, weiterzulesen! :thumbsup:
Ach ja: Irgendwo hast Du geschrieben, dass Herr Vladimir erklärt hat, warum unbedingt "Herr" und "Frau" vor die Namen gehören. Erklär's mir bitte auch!

Gruß
Friedesang

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Quinn, hallo geronemo, hallo Friedesang.

Wie verschieden Geschmäcker doch sind. Toll.
Ich fang ma an:

Herr Quinn:

Zitat:
Die Person, die vor mir den langen Gang entlangschreitet, hält inne. Ich handle ebenso
Ist Stehenbleiben denn wirklich eine Handlung?
Öh, nicht? Ich bin verwirrt ...

„dass dem nicht so ist“ ist irreführend, weil es sich ebenfalls auf eine Verneinung bezieht (nicht hört) – „weiß ich, dass er mich gehört hat“ wäre viel einfacher als so eine doppelte Verneinung.
ich wollte das doppelte "hören" vermeiden

Da fehlt was im letzten Satzdrittel. „durch sich … absteht“? Hä? Es ist auf jeden Fall ganz furchtbares Deutsch. Vielleicht: der sich durch an den Ecken befindlichen Stangen … ähm, nee, ich krieg’s nicht hin.
Oh weh, ich hatte es befürchtet. Ich habe da ein Bild vor Augen und tat mich so schwer, dieses zu beschreiben. Ich werde nochmals überlegen ...

Ich hatte nicht das Gefühl als hätte der Text seine Stimme gefunden. Und wenn sich die Stimme dann vor den Inhalt stellt, und die Stimme dann kratzt und stottert, dann drückt das den Text ziemlich runter.
Auch unter diesem Gesichtspunkt werde ich die Geschichte noch einmal überdenken. Wobei ich den Priester auch nicht als zu verrückt darstellen wollte. Ich bin der Meinung, gerade diese Trägheit, ich will nicht Coolness sagen, machen das eigentlich Verrückte aus. Und das sollte sich in der Sprache wiederspiegeln.

Dank dir vielmals für die Hinweise! Und fürs Lesen ;)

Und zu unserem Häuptling:

Mensch, geronemo, da brauch ich ja ein Wörterbuch, um deinen Kommentar zu verstehen ... ;)

insofern in der Tat nackter Horror.
das versteh ich :D

Wobei die Perspektive des sich selbst mampfenden Erzählers ja eine perfide sondergleichen ist.
vielen Dank!

Nein, jetzt mal im Ernst, du sprichst mir aus der Seele. Dank dir fürs Lesen.

Herr Friedesang:

Ich finde, dass Du eine tolle, irgendwie surreale Atmosphäre geschaffen hast, die man sich gut vorstellen kann.
Das freut mich, danke!

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie Du das geschafft hast, aber ich glaube, Sätze wie
Zitat:
Nachdem ich mich unter sanftem Applaus hingesetzt habe
Ich habe versucht, Charaktere anders agieren zu lassen, als man es annehmen würde. Dinge, die eigentlich nicht zusammenpassen (z.B. Kannibalismus und Applaus) wirken auf mich echt gruselig. Schön, dass es bei dir ähnlich wirkte.

Auch der Umstand, dass Deine Formulierungen - zumindest bei mir - einen langsamen Lesefluss begünstigt haben, hat diese Atmo unterstützt, finde ich.
Soviel zu den unterschiedlichen Geschmäckern :D

"Kleinigkeiten" werden berichtigt!! Danke fürs Finden.

Ach ja: Irgendwo hast Du geschrieben, dass Herr Vladimir erklärt hat, warum unbedingt "Herr" und "Frau" vor die Namen gehören. Erklär's mir bitte auch!
Ne, der Prot erwähnt nur nebenbei, dass Herr Vladimir darauf Wert legt. Nähere Erklärung gibt es nicht im Text. Bewusst nicht, genauso, wie es keine Erklärungen über das Anwesen oder wie sie sich getroffen haben, gibt.

Ich danke euch nochmals für eure Mühe. Hat mich gefreut!

Gruß! Salem

Kurzer Nachtrag für Friedesang:

Die zarten Rauchfäden habe ich in Rauchfäden geändert. Ich denke schon, dass man sie je nach Lichteinfall sehen kann. Sagen wir einfach, es ist so (sonst kann ich auch den ollen Kronleuchter nicht so gut einbauchen ;))

Zitat:
Mein Magen gibt ein sanftes Grummeln von sich, und ich hoffe
Kein Komma.
Da bin ich nicht so sicher. Dachte immer, wenn ein Hauptsatz folgt, setzt man vor dem "und" ein Komma.

Zitat:
„Der Herr von gestern, der, der hier geschlafen hat“,
Vorschlag: "Dieser Herr von gestern, der hier geschlafen hat"
Da es sich hier um wörtliche Rede handelt, würde ich es gern so belassen. Der gute Herr Johann spricht halt so. Dein Vorschlag klingt natürlich schöner, aber wie gesagt, der Herr Johann ... der olle Proll ...

Zitat:
Ich bezweifle dies.
"Dies" klingt irgendwie komisch ... lieber "das".
Auch hier hast du Recht. Doch verhält es sich hier genau anders herum. Der Priester spricht etwas "gehobener" :D

Rest wurde geändert. Dank dir nochmal!

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo salem,

...
bin gerade etwas sprachlos. Vielleicht hätte ich die kg nicht auf nüchternen magen lesen sollen. Mir ist jetzt wirklich mulmig zu Mute. Nihct schön, aber das spricht natürlich für die Erzählkraft deiner Geschichte.
Junge, Junge, was hast du nur für Fantasien ...

Dein Schreibstil wurde von Quinn bemängelt, ich fand ihn hervorragend, gerade auch in Bezug auf den Plot. Elegant, mit aller Zeit der Welt (so wie sich eben die illustre Gesellschaft zu bewegen hat) führst du den Leser in deine Handlung ein und tischst ihm Absatz um Absatz mehr des Widerlichen auf.
Ich war wegen der Anspielungen (Schloss, Name Vladimir, bleiche Personen) die ganze Zeit darauf vorbereitet, es gleich mit Vamoiren zu tun zu bekommen. So von wegen Aufnahmeritual oder etwas in der Art. Bin also überrascht worden, was deine Auflösung anging.

Die Nachvollziehbarkeit bleibt bei mir jedoch auf der Strecke. Warum sich dein Prot selbst hingibt, ist mir nicht deutlich genug präsentiert, das Bibelzitat hat mir nicht gereicht. Kann aber gut sein, dass sich da schlicht in mir etwas weigert, diese Vision nachvollziehen zu wollen ...

schneiden mit spitzen Fingern und teurem Besteck an winzigen Stücken Fleisch
Doppeldeutigkeit Absicht? -> Schneiden die Damen und Herren auch mit ihren spitzen Fingern?

grüßlichst
weltenläufer

 

Ich fand den Anfang definitiv nicht zu langatmig...du hast schöne sprachliche Bilder benutzt, bzw. alles gut umschrieben, man hat sofort das Haus vor Augen, die Tafel, das Doppelzimmer...und ehe man sich versieht steckt man drin in deiner Geschichte, supi :)
Ich dachte auch erst, dass es letztenendes doch um eine Vampistory geht, weil im Horrorgenre solche Eigenschaften wie "bleich" oder "kreidebleich" so abgelutscht sind, das würde ich ändern, ich würde es eher als "er sah krank aus" oder "farblos" titulieren...
Es war recht drastisch, was mir gefiel, aber ich hätte es trotzdem umschrieben am Ende, lieber weniger Details (Der Penis oO), sondern mehr so, dass die Fantasie des Leser angeregt wird...denn das ist schauriger ^^
Alles in allem eine gute Geschichte, die lese ich bestimmt noch einmal morgen, mach weiter so :)

 

Hi weltenläufer, hi Freaknot.

Vielen Dank für euren Kom. Im Einzelnen:

weltenläufer:

Junge, Junge, was hast du nur für Fantasien ...
:sealed:

Dein Schreibstil wurde von Quinn bemängelt, ich fand ihn hervorragend,
Hier muss ich Quinn in Schutz nehmen. Ich habe inzwischen den Text überarbeitet und dabei großen Wert auf die Sprache des Priesters gelegt, die anfangs wirklich unstimmig war. Schön, dass es jetzt passt.

Ich war wegen der Anspielungen (Schloss, Name Vladimir, bleiche Personen) die ganze Zeit darauf vorbereitet, es gleich mit Vamoiren zu tun zu bekommen.
Also, da habe ich nicht einmal ansatzweise dran gedacht, aber jetzt, wo du es sagst ... schon seltsam :D

Die Nachvollziehbarkeit bleibt bei mir jedoch auf der Strecke.
Es sollte schon rüber kommen, dass er es aus religiösem Wahn tut. Wenn dem nicht der Fall ist, muss ich noch mal drüber arbeiten. Danke für den Hinweis

Zitat:
schneiden mit spitzen Fingern und teurem Besteck an winzigen Stücken Fleisch
Doppeldeutigkeit Absicht? -> Schneiden die Damen und Herren auch mit ihren spitzen Fingern?
Hier verstehe ich nicht, was du meinst.

Freaknot:

Ich fand den Anfang definitiv nicht zu langatmig..
das freut mich. Vielen Dank!

Ich dachte auch erst, dass es letztenendes doch um eine Vampistory geht,
... kaum zu glauben ...

weil im Horrorgenre solche Eigenschaften wie "bleich" oder "kreidebleich" so abgelutscht sind, das würde ich ändern, ich würde es eher als "er sah krank aus" oder "farblos" titulieren...
da bin ich anderer Meinung. Auch wenn manche Begriffe häufig benutzt werden, so heißt es doch noch nicht, dass sie "schlecht" sind. Viele dieser "ausgelutschten" Wörter passen doch immer noch hervorragend in bestimmte Situationen. Und solange man nicht den ganzen Text damit spikt, kann man sie ruhig verwenden. Finde ich ...

Es war recht drastisch, was mir gefiel, aber ich hätte es trotzdem umschrieben am Ende, lieber weniger Details
Und ich wollte das Ganze noch ausbauen ... :D Ich finde, ich habe mich schon wirklich und wahrhaftig arg zurückgenommen. Ganz ehrlich ... Und daher würde ich den Penis gern drin lassen.

Freut mich aber, dass sie dir insgesamt gefallen hat.

Euch beiden einen schönen Gruß! Salem

 

Hey salem!

Eigentlich ist's überflüssig aber ich will jetzt doch mal wieder meinen Senf dazu geben, schon weil ich deine Geschichten gemeinhin sehr gern lese.

Dass der "Herr" am Ende gegessen war klar (so ein Mist aber auch, wenn Bibelzitate dann doch mal so eindeutig sind!:)). Und doch lässt du den Leser nicht von der Angel, bis er am Ende angelangt ist - find ich super! Die salemtypischen Splatterszenen fehlten mir jetzt irgendwie, oder hab ich was überlesen???:confused:
Auf jedenfall hast du es geschafft, dass ich jetzt ein unwohles Gefühl an der Wade hab, und dafür: schönen Dank auch!;)


Gruß, scharker

 

Auf jedenfall hast du es geschafft, dass ich jetzt ein unwohles Gefühl an der Wade hab,
:lol: Geiles Kompliment. Danke!

Hi Scharker,

darfst gern deinen Senf dazu geben, denn natürlich interessiert es mich, wie meine Geschichten wirken.

Die salemtypischen Splatterszenen fehlten mir jetzt irgendwie, oder hab ich was überlesen???
Hab mich wirklich arg zusammengerissen :D

Schön, dass es dir gefallen hat, und danke für deinen Kommentar.

Gruß! Salem

 

Hi Mr Salem.


Eine Erinnerung an Sartre, der Titel? Oder nur Zufall?
Die ersten Fragen, die ich mir stelle.


Ein unbändiger Drang, es hineinstecken zu wollen, überkommt mich.
Stecken ist ein unschönes Wort im Zusammenhang mit der restlichen Geschichte.
Es hineinschieben zu wollen wäre vielleicht angebrachter.
Mein Magen gibt ein sanftes Grummeln von sich, und ich hoffe, dass Herr Vladimir es durch die leisen Violinentöne hindurch nicht hört. Doch als er mich im selben Moment lächelnd ansieht, weiß ich, dass dem nicht so ist.
Meines Erachtens ist es immer besser, je subtiler man vorgeht.
Ein einfaches: Er lächelt mich an. (jedoch mit einem Zeilenumbruch voraus) würde der Szene viel mehr Nachdruck verleihen.

„Sowas von egal“, unterbricht er mich mit schläfriger Stimme.
Auch hier würde ich nur: Egal ... schreiben. Das klingt resignierter. Eben schläfriger.

es muss länger gewesen sein, denn ein leichter Anflug von Zorn, hervorgerufen durch das noch immer nicht Erschienensein der Frau Doktor, macht sich in meinem Innern breit.
Das ist ein weniger zu dick aufgetragen.
„Direkt in Minsk? Ich bezweifle dies.“
Auch dies.
Allein die Vorstellung macht mich geil. Ich werde in einer Tour abspritzen, das kannst du mir glauben, Herr Martin.“
Vor allem, wen direkt danach das hier kommt. ;)


Ach, großer Gott, Salem. Würde ich dich nicht kennen, würde ich dich für einen wahrlich kranken Mann halten. So weiß ich aber, dass du sicher kaum anders bist als ich. :D
Aber ob das so gut ist?

Diese Geschichte tritt meiner Meinung nach schon ein wenig weit über die Grenze des guten Geschmacks. Was jedoch, so schätze ich, völlig von dir beabsichtigt war.
Ich habe die Geschichte nicht gern gelesen, was aber überhaupt nichts damit zu tun hat, ob sie gut war. Im Gegenteil. Ich fand es richtig widerwärtig, die meisten Szenen triffst du gut und mir wurde mehr als einmal übel dabei.
Obwohl ich ja die Gruselvarianten der Horrorgeschichten bevorzuge.


Irgendwie gern und ungern gelesen, Salem. Also irgendwie auch das, was du beabsichtigt hast. ;)


Liebe Grüße
Tamira

 

Hi Tama.

Schön, dass du dich mal wieder hierher verirrst. Dann wollen wir mal:

Eine Erinnerung an Sartre, der Titel? Oder nur Zufall?
"Die Hölle, das sind die anderen" :hmm: Könnte passen ... aber nein, ist wirklich nur Zufall.


Zitat:
es muss länger gewesen sein, denn ein leichter Anflug von Zorn, hervorgerufen durch das noch immer nicht Erschienensein der Frau Doktor, macht sich in meinem Innern breit.
Das ist ein weniger zu dick aufgetragen.
Zitat:
„Direkt in Minsk? Ich bezweifle dies.“
Auch dies.
Das möchte ich so belassen, da es sein Sprachbild darstellt. Er redet eben ein wenig dick aufgetragen.

Zitat:
Allein die Vorstellung macht mich geil. Ich werde in einer Tour abspritzen, das kannst du mir glauben, Herr Martin.“
Vor allem, wen direkt danach das hier kommt.
Das sagt doch der Andere. Und der ist prollig.

Deine anderen Anmerkungen werde ich einbringen, denke ich. Danke für die Tipps.

Ach, großer Gott, Salem. Würde ich dich nicht kennen, würde ich dich für einen wahrlich kranken Mann halten. So weiß ich aber, dass du sicher kaum anders bist als ich.
:lol: Ich nehme das mal als Kompliment ...


Diese Geschichte tritt meiner Meinung nach schon ein wenig weit über die Grenze des guten Geschmacks. Was jedoch, so schätze ich, völlig von dir beabsichtigt war.
Wobei das Problem bei solchen Geschichten ja immer ist (ich erinnere mich, du hattest einmal das gleiche Gefühl), dass man als Autor keinen Ekel beim Schreiben empfindet. Von daher ist es natürlich schön, wenn es die Leser tun.

Obwohl ich ja die Gruselvarianten der Horrorgeschichten bevorzuge.
Hab mal "Das Kreidemonster" geschrieben. Meintest du sowas? :D

Dank dir wie immer fürs Lesen und natürlich fürs Kommentieren. Hat mich gefreut. So, jetzt muss ich was essen ...

Gruß! Salem

 

Hallo Salem,

Ja, da hat dein Priester eine ziemlich ungünstige Auslegung für diese Bibelstelle gefunden. ;)
Für eine Ekel-Geschichte hat mir die hier ausnehmend gut gefallen. Besonders die unterschiedliche Motivation von Martin und Johann fand ich sehr interessant.
Tja, was soll ich, nach allem, was bereits gesagt wurde, noch sagen?
Vielleicht, dass ich die Heilige Schrift groß geschrieben hätte, zumal bei der gewählten Perspektive.


Gruß,
Abdul

 

Neue Texte

Zurück
Anfang Bottom