Hi Woltochinon,
ohne Zweifel hast du jetzt eine Rahmenhandlung drumherum gefügt und damit aus deinem ursprünglichen Text eine Geschichte gezaubert, ohne und das find ich wiederum bemerkenswert, an dem eigentlichen Text etwas inhaltlich zu ändern oder gar die von dir bislang verwendeten Sätze stark abändern und anpassen zu müssen.
Insoweit gelungen!
Sicherlich wirst du aber nachvollziehen können, dass ich meine romantische satt mit venezianischem Lokalkolorit des damaligen Zeitalters versehene Variante viel besser gefunden hätte.
Aber: du bist ja nicht auf der Welt, um so zu sein bzw. zu schreiben, wie ich dich haben bzw. es haben will.
Schade eigentlich 
Stell dir nur vor, dieser Signore, dessen Namen du noch erfinden müßtest, der ja die Lauten herstellt, gerät nun in einen furchtbaren Verdacht, denjenigen erdolcht zu haben, der dieses neumoderne Instrument in den höheren Kreisen eingeführt hat. Er wird inhaftiert, muß warten, bis sein Prozeß beginnt, lernt einen Mitgefangenen, nämlich Casanova kennen (habs jetzt nicht überprüft, ob der zu der Zeit überhaupt hätte schon oder noch anwesend sein dürfen...
) und läßt sich von seinen Berichten zusätzlich gefangen nehmen....*schwelg* 
Was für ein Stoff!
Gut, ich kann auch unromantisch, aber dann wünsch ich mir wenigstens in deinem Text eine kleine Passage, wo der Zuhörer, der tötlich gelangweilte, sich überlegt, was er zu seiner erbaulichen Ablenkung tun könne, um sich die Langeweile erträglicher zu gestalten und sich erinnert, in seiner Hosentasche einen Bonbon zu haben. Klar, dass dieser Bonbon nicht geräuschfrei ausgepackt werden kann, was letztendlich dazu führt, dass Bonbon zwar im Mund des Protogonisten landet, denn wir wollen ja keine Sadisten sein, aber der Redner komplett für ein paar Sekunden aus dem Konzept gerät. Übrigens könnte man in diesem Zusammenhang auch gleich die marode Ehe des Protagonisten miterwähnen und andeuten, dass Ehefrau diesen Faux pas des Protagonisten unentschuldbar findet und zum Anlaß nimmt, die Scheidungsklage einzureichen. Yeah...ich hör jetzt lieber auf, sonst fällt es auf, dass ich heute meinen kreativen Kritikertag hab.
Lieben Gruß
Elvira