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Grauzone

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20.02.2021
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Grauzone

Grau in grau zeigt sich die Stadt. Es ist ein kalter nebliger Herbsttag. Es regnet in strömen. Den Regenschirm tief über die Schulter gezogen, laufe ich eilend durch die Gassen. Ich hetze von Laden zu Laden. Nicht der Regen ist für meine Eile verantwortlich, meine Kinder. Das Zeitfenster ist kurz bis die Kinder von der Schule zurück sind.

Hilfe bekam ich nie. Obwohl ich sie gesucht habe. Flehend danach gebettelt habe. Sie verschwand in der Grauzone.

Wann überschreitet etwas die Grenzen? Wann wird das verschwommene Graue klar? Wieviel grau braucht es?

In letzter Minute geschafft. Sie sind da frustiert irritiert. Ich bin das Ventil.

Ich bin ratlos. An verschiedenen Stellen wurde es deponiert. Immer und immer wieder hiess es, da müssen sie ausharren. Ich empfehle sie weiter. Doch niemand half. Es war zu wenig schwarz. Irgendwann ist das grau zu grau. Ich ertrage es nicht mehr.

Ich schicke die Kinder ins hintere Zimmer und befehle ihnen dort zu bleiben.

Ich greife zum Kaminhaken. Als er nach Hause kommt schlage ich zu. Er sackt in sich zusammen. Die Grauzone verschwindet. Frei.
 
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22.01.2021
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Moin und erst einmal Willkommen im Form.
Ich habe ein riesiges Problem mit deiner Geschichte, neben der simplen tatsache, dass ich trotz der Kürze nicht aus ihr Schlau werde. Sie ist langweilig. Zumindest für mich. Ich werde einfach nicht warm mit dem Rythmus und jeder Satz wirkt so, als hättest du ihn einzeln geschrieben und dann aneinander gelötet, ohne wirklich zu wissen, wie sich eine Geschichte aufbaut.
Es gibt für mich auch zu wenige Informationen was die Protagonisten oder den Protagonisten angeht. Allein die Tatsache, dass er/sie anscheinend unzufrieden mit der Gesamtsituation ist, trägt die Geschichte einfach nicht. Vielleicht solltest du dir klarmachen, was du eigentlich erzählen willst und dann darauf deine Geschichte aufbauen und ihr einen roten Faden geben, dem man gut und gerne folgen kann und will.

Ein paar Dinge:
Es regnet in strömen.
in Strömen
Eile verantwortlich, meine Kinder.
, sonder meine Kinder, ansonsten wirkt es wie eine Anrede an den Leser, was an dieser Stelle mehr verwirrt und auch im Kontext keinen Sinn ergibt.
Nicht der Regen ist für meine Eile verantwortlich, meine Kinder. Das Zeitfenster ist kurz bis die Kinder von der Schule zurück sind.
Das Zeitfenster ist kurz bis sie aus der Schule kommen. Wortwierderholung und es wirkt ein wenig kantig.
Hilfe bekam ich nie. Obwohl ich sie gesucht habe. Flehend danach gebettelt habe. Sie verschwand in der Grauzone.
Fett ist überflüssig. Wird aus dem Kontext klar, das Hilfe gesucht war. Kursiv ergibt hier auch keinen Sinn. Wenn etwas in der Grauzone verschwindet, interpretiere ich es so, dass etwas vom Ding her da ist, sich jedoch verflüchtigt, beziehungsweise unwichtig oder aber in anderer Interpretation moralisch fragwürdig wird.
Wann wird das verschwommene Graue klar
Grau
Sie sind da frustiert irritiert.
Sie sind da. Frustriert. Irritiert
das grau zu grau. Ich ertrage es nicht mehr.
Das ergibt alles für mich keinen Sinn. Das ist auch nicht, wie in deinem Tag erwähnt seltsam, sondern baut sich einfach nicht auf.
Ich greife zum Kaminhaken. Als er nach Hause kommt schlage ich zu. Er sackt in sich zusammen. Die Grauzone verschwindet. Frei.
Scheint eine Art Haustyrann zu sein. Die Idee ist nicht schlecht und taugt auch was, aber das muss besser aufgebaut werden und der Leser braucht von Anfang an zumindest etwas, wo man sich entlang hangeln kann.

Auch wenn das jetzt alles recht hart klang, so denke ich, dass die Geschichte im Kern einen Punkt anspricht, der es wert ist, dass darüber geschrieben wird. Am Ball bleiben und weitermachen. Schreiben besteht aus Handwerk und Wahnsinn. Den Wahnsinn kann ich erkennen, aber an der handwerklichen Seite musst du noch arbeiten (Ich weiß da aus eigener Erfahrung wovon ich rede. Wir sind alle keine Meister ;) )

Mit besten Grüßen

Helge
 
Zuletzt bearbeitet:
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26.12.2014
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Moin Harry,

ich empfehle dir, hier im Forum erst mal eine Weile zu lesen, zu kommentieren, warm zu werden. Du kannst viel lernen dabei.

Besten Gruß
Manlio
 
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16.07.2020
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22
Hallo @Harry Green ,

willkommen hier bei den Wortkriegern!
Du hast eine wirklich sehr kurze Kurzgeschichte geschrieben. Deswegen werde ich leider auch nicht so ganz schlau daraus... Ich denke aber, dass man daraus sicherlich noch was machen kann.
Ich finde es gut, wie du das "grau" beschreibst. Das scheint eine Metapher und gleichzeitig auch der Leitfaden zu sein. Allgemein enthält deine Geschichte viele Metaphern... Das "grau" ist als Metapher schon gut, aber wie genau du das mit dem "Ventil" meinst, verstehe ich noch nicht so ganz... Vielleicht könntest du das ein wenig klarer machen... Ich denke, das Ziel der Protagonistin ist, das grau zu vernichten... Vielleicht ist das Hauptproblem deiner Protagonistin der Ehemann und sie leidet unter ihm... Vielleicht sind die Folgen des Verhaltens des Mannes das "grau". Sicher bin ich mir dabei aber nicht... Es wäre super, wenn du mir diesbezüglich antworten könntest.

Allgemein fehlt mir aber so ein bisschen die Handlung. Du beschreibst ziemlich viel die Situation und die Gefühle, aber es fehlt ein Handlungsstrang. Dazu könntest du dir vielleicht etwas überlegen. Ich denke, mit ein bisschen wörtlicher Rede könntest du deine Geschichte auch aufpeppen. Vielleicht kannst du auch sowas wie eine Moral einbauen...
Mach aber auf jeden Fall weiter mit dem Schreiben, auch wenn es anfangs hart ist...

LG chouette
 

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