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Hilflos

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22.07.2008
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Hilflos

HILFLOS

Es ist dunkel und sie hat furchtbare Angst, denn sie ist allein!
Allein auf der Welt, niemand ist da, der sie beschützt,
niemand, der sie in den Arm nimmt ,sie rausholt...
Sie ist doch fast noch ein Baby und trotzdem tut er ihr immer wieder so weh .Warum nur?

Es war ein warmer Sommerabend, der ihr Leben so stark verändert hat. Nur noch wenige Kinder waren auf dem Spielplatz, keine Eltern, denn es waren bloß 30 Meter bis zum sicheren Ort. Eine ruhige Gegend, so dachte man.
Sie spielte mit ihrer Puppe, saß im Sandkasten in ihrem blauen Kleidchen und ihren weißen Sandalen. Ihre kleinen Hände umklammerten ihre Puppe, denn sie merkte, dass etwas nicht stimmte. Hilfesuchend schauten ihre großen blauen Augen umher und da sah sie ihn. Ihr kleines Herz pochte so sehr und er kam immer näher, näher zu ihr, näher an sein Opfer. Als er ihr direkt gegenüberstand, streckte er seine Hand aus und lächelte ihr zu. Sie solle keine Angst haben, sagte er, er würde sie nach Hause bringen. So klein und hilflos, so ängstlich und allein war sie. Doch ebenso ahnungslos. Sie legte ihre kleine Hand in seine und ging mit ihm mit. Sie kannte den Weg nicht und wollte sich losreißen, doch er hielt sie fest und redete auf sie ein, wie hübsch sie doch aussehe, in ihrem Kleidchen. Ihre Puppe hielt sie immer noch fest in ihrer Hand, auf gar keinen Fall wollte sie loslassen. Sie wollte nicht allein sein…mit diesem fremden Mann. Er nahm sie auf seinen Arm und drückte ihr kleines Gesicht an seinen Hals…der beißende Geruch von seinem Parfum zog in ihre Nase und sie musste husten. Tränen schossen ihr in die Augen und liefen an seinem Hals hinunter.
Keine Spur von Mitleid, er riss dieses arme Wesen aus der gewohnten Umgebung, weil er es wollte! Was sie wollte, war ihm egal. Sie konnte nicht schreien, sie hatte Angst, einen Ton von sich zu geben. Bei ihm angekommen, legte er sie ins Bett und zog ihr das Kleidchen und die Sandalen aus. Er flüsterte ihr ins Ohr, dass sie so süß aussehe und sie keine Angst haben müsse, weil er ihr nicht wehtun wolle.
Er liebte sie nämlich schon lange. Er liebte sie so sehr, obwohl er sie nicht kannte, er wollte sie schon so lange für sich haben. Doch ist eine so abscheuliche und egoistische Denkweise mit Liebe zu verbinden? Er liebte nicht sie, er liebte es, seine Macht ausleben zu können. Er liebte es, ihr nachzustellen, ohne dass sie es wusste. Er liebte es, all ihre Gesten, Bewegungen und Worte in sich aufsaugen zu können. Er liebte es, ein doch so fremdes Mädchen, trotz Distanz, so gut kennen zu können. Er beobachtete sie schon seit so langer Zeit, er hatte alles geplant und vorbereitet. Im Keller seines Elternhauses richtete er ihr sogar ein Zimmer ein. Alles in rosa, denn sie war seine kleine Prinzessin.
Alles war ihm egal, nur seine kleine Geliebte zählte noch für ihn…nur sie!!! Was er mit ihr machte, war ihm ebenfalls egal, denn er konnte nicht wissen, dass er ihr etwas Schlimmes antat. Er hätte es wissen müssen! Er wusste es!
Nacht für Nacht zog er ihr Kleider an, die eigentlich nur richtige Frauen tragen sollten, keine kleinen Kinder… Was er dann tat, bohrte sich tief in ihre kleine Seele und zerstörte sie innerlich. Wie einen Gegenstand, befleckte er ihre Unschuld mit Schmutz, Schmerzen und Scham…Er war so groß, so kräftig…sie war klein, zart und schwach…Nach sechs Monaten packte er sie und reiste mit ihr weit weg…weg aus ihrer Umgebung, weg aus seiner Umgebung…auf einen anderen Kontinent!
Gefälschte Papiere machten sie zu seiner Tochter. Ganz einfach aus einem alten Leben entrissen. Ganz einfach ein anderer Mensch. Einfach eine neue Welt. Darf man jemals aufgeben? Durfte so etwas Schreckliches so einfach geschehen? Nein! Aber sie war viel zu klein, um zu begreifen, was geschah. Sie vertraute ihm fast schon und nun war es zu spät.
Sie waren angekommen. In seinem Paradies, in ihrer Hölle.
Dort hat er sie weiter benutzt, über viele Jahre hinweg. Sie erlebte weitere zwölf Jahre der Schmerzen, der Scham, doch sie kannte es nicht mehr anders. Er hatte sie geheiratet, schwängerte sie sogar!
Sie war erst sechzehn als sie ihr Kind gebar. Ein kleines Mädchen, das sie mit sich in den Tod nahm…
Sie sprang die Klippen hinunter mit ihrer kleinen Tochter in den Armen, damit er ihr nicht genau das Selbe antun konnte!

 

nimmt ,sie rausholt
Erst Komma, dann Leerzeichen
Sie ist doch fast noch ein Baby
Das mit dem "baby" ist etwas übertrieben...
weh .Warum nur
Selbiges hier
Doch ist eine so abscheuliche und egoistische Denkweise mit Liebe zu verbinden? Er liebte nicht sie, er liebte es, seine Macht ausleben zu können
Sagt das der Erzähler, bzw. denkt er es? Vorher wurde das ganze in einem recht kindlich-naiven Stil verfasst, aber ich bezweifel dass ein Kind in diesem Alter auch nur annährend solche Denkansätze hat.
Sticht etwas aus dem Text, eventuell solltest du den Übergang fließender gestalten?
Im Keller seines Elternhauses
Ganz schön krasser gegensatz, Elternhaus---> Geborgenheit, und das Kind empfängt genau das Gegenteil.
in einen anderen Kontinent!
reiste mit ihr IN einen anderen Kontinent? Vielleicht nochmal einen Bezug auf die Umgebung nehmen, bin über die Stelle ziemlich gestolpert.
Sie sprang die Klippen hinunter mit ihrer kleinen Tochter in den Armen, damit er ihr nicht genau das Selbe antun konnte!
Der Schluß kommt etwas plötzlich. Ich dahcte er habe sie im keller eingesperrt? Und warum nimmt sie ihr Kind mit? Hat sie keine Schuldgefühle dem Kind gegenüber? Es war schließlich ihr eigener Fehler dass sie dem mann vertraut hat, warum sollte ein Neugeborenes darunter leiden müssen? Und vorallem, woran erkennt sie als sie noch klein war, dass es falsch ist? Wo sind die Gefühle zum Täter, vllt ein pflichtgefühl o.Ä.? Die Sachen würde ich etwas besser herausarbeirten, gefällt mir aber anosnsten "gut". Wenn man bei einer solchen Thematik von "gut" sprechen darf.
LG

 

Danke für die Antwort! Ich werde mir die Kritik zu Herzen nehmen und noch daran arbeiten! Ja, ist schon ein niderschmetterndes Thema...
Die Sache mit dem Säugling geschah aus Angst, dass ihr Baby ebenso leiden muss wie sie selber! Was hatte das Baby denn für ein Leben, wenn sie tot ist und es bei dem "Mann" leben muss, welcher ihr quasi das Leben nahm?
Generell muss ich natürlich alles noch genauer erklären und auf die Umgebung und Gefühle des Mädchens eingehen.
"Fast noch ein Baby"...das sollte auch übertrieben klingen!
Liebe Grüße
Muckel

 

Ja, aber gerade aus dieser Angst heraus würde jede Mutter zuerst Hilfe annehmen bevor sie flüchten würde, und Selbstmord ist nichts anderes als eine Flucht.

"Fast noch ein Baby"...das sollte auch übertrieben klingen!
Hab ich geahnt, aber es fällt trotzdem etwas aus dem textgefüge. War nur ein Vorschlag es zu verändern...
Lg

 
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Nun ja, wenn man sich vor Augen führt, dass sie erst 16 war und über 12 Jahre von diesem Mann "gefangen" wurde, so kann man verstehen, dass sie nicht normal handeln konnte. An wen sollte sie sich wenden? Sie war doch allein mit diesem Mann und wie sollte sie sich so geistig normal entwickeln? Das soll nicht heißen,dass sie dumm war, aber halt emotional sehr "kaputt".
Das erklärt ihr Handeln vielleicht ein wenig besser und macht es verständlicher!
LG
Muckel

 

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