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Immer wenn der Regen fällt!

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17.11.2020
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Immer wenn der Regen fällt!

„Es tut mir leid, Linda.“ Meine Mutter schaute mich traurig und mitfühlend an, doch in mir kochte es. Ich war so wütend und doch so traurig. Wie konnte Markus mir das antun? Er hatte mir versprochen keine Illegalen Sachen mehr und jetzt musste er den Preis dafür zahlen.

„Wir suchen noch nach den Tätern, aber die Spuren sind sehr vage.“ Erklärte einer der zwei Polizisten und stand etwas unsicher in unserem Wohnzimmer. Ich hatte meine Hände zu Fäusten zusammengeballt und versuchte meine Tränen zu unterdrücken, aber es klappte nicht. Dicke Tränen kullerten mein Gesicht entlang und ich spürte wie mich innerlich etwas zerriss. Mein Herz brach in tausend Teile. Warum? Warum musste er sterben? War das wirklich nötig?

„Wie ist es passiert?“ fragte ich mit wackliger Stimme.

„Wir gehen davon aus das er von hinten erschossen wurde, als er sich umgedreht hat um die Dealer den Rücken zu kehren.“ Antwortete mir einer der Polizisten. „Es tut uns leid, aber wir müssen wieder los. Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie einfach auf die Wache.“ Läutete der Polizist den Abschied ein. Ich nickte nur stumm und meine Mutter brachte die beiden Polizisten zur Tür. Als sie wiederkam, war ich schon längst durch die Terrassentür entwischt.

Weinend und voller Schmerz rannte ich durch die dunklen Straßen meiner Stadt. Es regnete und die Kälte durchdrang meine dünnen Klamotten. Ich fror aber ich rannte trotzdem weiter. Meine erste große Liebe wurde mir genommen. Einfach so. Wie sollte ich den Schmerz überleben? Wie? Es fühlte sich einfach schrecklich an und innerlich fühlte ich mich so kaputt und traurig. Meine Lungen brannten. Mein Herzschlag wurde immer schneller und der Schweiß ran mir an der Stirn entlang. Der Regen prasselte auf mich ein und meine nassen Haare klebten mir im Gesicht. Warum wurde sowas getan? Warum wurde MIR sowas angetan? Schluchzend rannte ich die Straße runter, stolperte und fiel hin. Ich heulte vor Schmerz auf und drehte mich um. Meine Arme waren leicht aufgeschürft und mein Knie hatte eine dicke Wunde. Es blutete. Meine Arme bluteten und mein Knie. Wütend über mir selber stand ich wieder auf und lief weiter. Mein Knie konnte ich nicht mehr so sehr belasten also humpelte ich etwas weiter. Es regnete immer noch. Der Regen schien meinen heißen Kopf etwas abzukühlen und ich versuchte mich zu beruhigen, aber der Schmerz innerlich so wie körperlich tat einfach so schrecklich weh. Was gab es für Wege? Was war jetzt noch wichtig? Und noch viel wichtiger? Würde ich jemals aus diesem tiefen Loch herausfinden?
 
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Monster-WG
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Hallo @Katana-Uchiha
Willkommen bei den Wortkriegern.

Auch wenn dein Text noch arg holpert, möchte ich zunächst auf den Inhalt zu sprechen kommen.

Ich erkenne an deinem Einstand, dass du Geschichten erzählen möchtest, in denen Gefühle eine zentrale Rolle spielen sollen.

Der Eröffnungsteil ist dir gelungen. Ich bin gleich im Bild, dass da die Mutter ihre Tochter Linda tröstet, weil ihr Freund Markus irgendwas kriminelles angestellt hat und nun zum Opfer wurde. Das macht schon mal neugierig und animiert zum Weiterlesen.

Danach steigerst du mit den Polizisten die Fakten, das blöde waren also krumme Drogengeschäfte, der Preis dafür der Tod.

Nun hast du den Leser "angefixt", denn er möchte natürlich wissen, was waren die Hintergründe, wieso gibt sich Linda mit so nem Typen überhaupt ab, ist die Mutter insgeheim erleichtert, dass ihre Tochter nicht auf die schiefe Bahn gerät, wer sind die Täter, wer ermittelt, usw. Es fehlen nun die Zutaten für einen richtigen Krimi.

Denn nachdem die Polizisten gegangen sind, bleibst du sehr nahe bei Linda und ihrem Schmerz über den Verlust ihrer ersten (grossen) Liebe. Das driftet dann eher in einen Tagebucheintrag ab, als dass es dem Leser seine Fragen, die sich ja auch Linda stellt, zu beantworten.

Da könntest du noch etwas daran arbeiten, denn so kann ich mit Linda nicht richtig mitfühlen, da ich Markus nicht kenne, das Verhältnis Mutter/Tochter, Lebensumfeld (Villa oder Plattenbau) , du siehst, es herrscht Ausbaupotential.

Nun zum Stil.
Dein Text enthält noch einige Grammatikfehler, sowie unschöne Wortwiederholungen. Da solltest du noch einmal drüber gehen.

Meine Mutter schaute mich traurig und mitfühlend an, doch in mir kochte es. Ich war so wütend und doch so traurig.
Hier findest du sicher noch andere Adjektive, oder lass einfach das erste traurig weg, die Mutter ist sowieso eher mitfühlend, als traurig über den Tod des in krumme Geschäfte verstrickten Freundes.

Er hatte mir versprochenKOMMA keine Illegalen Sachen mehr [zu machen] und jetzt musste er den Preis dafür zahlen.
illegalen

Vorschlag:
Er hatte mir versprochen, von illegalen Sachen die Finger zu lassen. Und jetzt zahlte er den Preis dafür. (Vergangenheit, da er schon "bezahlt" hat.)
versuchte meine Tränen zu unterdrücken, aber es klappte nicht. Dicke Tränen kullerten mein Gesicht entlang und ich spürteKOMMA wie mich innerlich etwas zerriss.
Wortwiederholung, sollte man vermeiden.

Wie ist es passiert?“KOMMA fragte ich mit wackliger Stimme.

„Wir gehen davon ausKOMMA dass er von hinten erschossen wurde, als er sich umgedreht hat um die Dealer den Rücken zu kehren.“ Antwortete mir einer der Polizisten.
Vorschlag: als er den Dealern den Rücken zuwandte", antwortete der kleinere der Polizisten.

„Es tut uns leid, aber wir müssen wieder los. Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie einfach auf die Wache.“ Läutete der Polizist den Abschied ein.
kommen Sie einfach auf die Wache“, läutete der Polizist ...
Mensch, hier handelt es sich um Mord. Ich nehme an, du hast schonmal einen TV Krimi gesehen? Die fragen dir Löcher in den Bauch. Woher kennen Sie diesen Markus? Nehmen Sie Drogen? usw.

Hier hör ich mal auf, du hast damit genug Futter, um deinen Krimi zu überarbeiten.

Mach was draus, ich bin gespannt.
Liebe Grüsse,
dot
 
Monster-WG
Beitritt
20.08.2019
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280
Liebe @Katana-Uchiha

ich habe Deinen Einstand eben gelesen. Einige Stellen sind flüssig, ich bin nah an der Protagonistin, es gibt aber auch holprige Stellen. Insgesamt fehlt mir für ne Kurzgeschichte etwas. Eine Entwicklung. Sie könnte detaillierter sein.

Hier einige Anmerkungen:

Ich war so wütend und doch so traurig.

Vorschlag: Ich war zugleich wütend und traurig / oder: Wut vermischte sich mit Trauer

Ich hatte meine Hände zu Fäusten zusammengeballt und versuchte meine Tränen zu unterdrücken, aber es klappte nicht.

"zusammen" könntest Du streichen

Ich hatte meine Hände zu Fäusten zusammengeballt und versuchte meine Tränen zu unterdrücken, aber es klappte nicht. Dicke Tränen kullerten mein Gesicht entlang und ich spürte wie mich innerlich etwas zerriss.

Wortwiederholung.
Vorschlag: Ich hatte meine Hände zu Fäusten geballt und versuchte, die Tränen zu unterdrücken. Keine Chance. Sie kullerten über mein Gesicht und ich spürte, wie es mich innerlich zerriss.

„Wir gehen davon aus, dasser von hinten erschossen wurde, als er sich umgedreht hat, um die Dealer den Rücken zu kehren.“ Antwortete mir einer der Polizisten.

"Wir gehen davon aus, dass er von hinten erschossen wurde, als er sich umgekehrt hat", antwortete einer der Polizisten.

„Es tut uns leid, aber wir müssen wieder los. Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie einfach auf die Wache.“ Läutete der Polizist den Abschied ein.

"Es tut uns leid, aber wir müssen wieder los. Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie einfach auf die Wache", läutete der Polizist den Abschied ein.

Weinend und voller Schmerz rannte ich durch die dunklen Straßen meiner Stadt.

... der Stadt

Ich fror, aber ich rannte trotzdem weiter.

Ein Komma nach frohr

Meine erste große Liebe wurde mir genommen.

... war mir genommen worden

Es fühlte sich einfach schrecklich an und innerlich fühlte ich mich so kaputt und traurig.

Wortwiederholung.

Mein Herzschlag wurde immer schneller und der Schweiß ran mir an der Stirn entlang.

rann

Meine Arme waren leicht aufgeschürft und mein Knie hatte eine dicke Wunde. Es blutete. Meine Arme bluteten und mein Knie.

Vorschlag: Meine Arme waren aufgeschürft, am Knie entdeckte ich eine Wunde. Überall war Blut.

Mein Knie konnte ich nicht mehr so sehr belasten, also humpelte ich etwas weiter.

Komma nach belasten

Der Regen schien meinen heißen Kopf etwas abzukühlen und ich versuchte mich zu beruhigen, aber der Schmerz innerlich so wie körperlich tat einfach so schrecklich weh.

Klingt holprig.
Vorschlag: Der Regen kühlte meinen heißen Kopf etwas ab. Ich versuchte, mich zu beruhigen, aber der Schmerz brodelte zu heftig in mir. Innerlich wie äußerlich.

Was gab es für Wege? Was war jetzt noch wichtig? Und noch viel wichtiger? Würde ich jemals aus diesem tiefen Loch herausfinden?

Wortwiederholung.

Ich finde, dass Du Talent hast. Mit ein wenig Übung können da tolle Geschichten entstehen.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag,
Silvita
 
Mitglied
Beitritt
25.06.2020
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Liebe @Katana-Uchiha,
zu den handwerklichen Holprigkeiten ist schon viel gesagt. Daher möchte ich mich im Kommentar auf den Inhalt beschränken.

Der Anfang hat mir gut gefallen. Ich war sofort neugierig wie es weitergeht und du hast dem Leser gleich ein paar Basisfakten, um wen und was es geht, an die Hand gegeben.

Am Ende der Geschichte konnte ich gar nicht glauben, dass es schon der Schluss war. Es waren so viele Fragen ungelöst. In deine Protagonistin kann ich mich gut einfühlen, aber auch da hätte ich gerne so viel mehr von ihr und ihrer Rolle am Geschehen (wie hat sie mit dem Opfer über seine illegalen Geschäfte gesprochen? War das ein ihr unbekannter/unheimlichger Anteil von ihm? Wollte er was für sie tun oder eher trotz der Beziehung zu ihr...) gewusst. Sicherlich hätte sie viel mehr Fragen der Polizei beantworten müssen und darüber könnten sich für Linda neue Perspektiven ergeben. Die Beziehung zur Mutter birgt viele literarischen Möglichkeiten (hat die Mutter sie gewarnt? Lief das alles eher heimlich? Hat Linda ihrer Mutter ihre Ängste und Sorgen anvertraut? Was macht das dramatische Ende des Freundes mit der Mutter-Tochter-Beziehung? Kann da Trost zu finden sein?...) Ich würde mir wünschen, einen inneren Entwicklungsprozess deiner Protagonistin zu finden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich finde in der Geschichte steckt viel Potential und es würde sich lohnen, sie inhaltlich auszubauen und dabei auch sprachlich (siehe die lieben Vorkommentatoren) weiter daran zu feilen.

Ich bin gespannt und würde mich über eine bearbeitete Version freuen!

Viele Grüße
Traumtänzer
 

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