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Leichte Beute
Die Nacht war sternenklar, nur hie und da bahnten sich kleine Wolkenfetzen ihren Weg über den Nachthimmel. Der Vollmond tauchte die Gasse, durch die Dero lief, in einen matten Farbton. Dero bemerkte, dass jemand in die Gasse einbiegen wollte; er erblickte den Schein einer Laterne vor sich und verbarg sich in einem Hauseingang direkt neben sich. In weiter Ferne hörte er einen Wolf heulen. Dero bemerkte nicht, dass er von einem scharfen Augenpaar beobachtet wurde.
Der Lichtschein näherte sich und Dero riskierte es, um die Ecke zu lugen. Er sah seine Vermutung bestätigt: wieder einer aus dem Wirtshaus, der wahrscheinlich von seinen Heldentaten prahlte und auf dem Weg nach Hause war...
Sofort zog er seinen Kopf in die dunkle Nische zurück und presste sich gegen die Tür hinter ihm. Ein Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab – Typen wie der waren leichte Beute, obwohl sie in ihrem leicht angeheiterten Zustand manchmal auf den Gedanken kamen, den Helden spielen zu müssen. Die meisten waren jedoch leicht vom Gegenteil zu überzeugen...
Der Laternenträger war inzwischen fast auf gleicher Höhe mit Dero und hatte anscheinend noch nichts bemerkt. Dero ließ seine Hand lautlos zu seinem Gürtel wandern und das Heft seines Dolches umschließen. Was jetzt kam hatte er schon etliche Male erlebt, aber er war immer wieder aufs Neue angespannt. Der Laternenträger schritt zügig an Deros Versteck vorbei und ihm war nicht das Geringste aufgefallen; erst als er den Dolch an seiner Kehle und Deros flüsternde Stimme in seinem Ohr wahrnahm, erkannte er was passiert war.
„Keine hastigen Bewegungen, ich will dein ganzes Gold und es wird dir nichts passieren!“
Deros Beute, die er im Laternenschein als älteren Mann mit leicht ergrautem Vollbart erkannte, tastete nach seinem Goldsäckchen, löste den Knoten, mit dem es an seinem Gürtel befestigt war und übergab es Dero. Seine Hand zitterte merklich und er stotterte: „Bitte, das ist alles was ich bei mir habe, Ihr müsst mir glauben!“
„Jaja, ich glaube dir, aber ich will mich lieber selbst überzeugen, Väterchen!“ Das Letzte, was der Mann spürte, war ein dumpfer Hieb auf den Hinterkopf. Er ging zu Boden und ließ dabei die Laterne fallen. Ihr Glas zerbarst auf der gepflasterten Straße und das Licht erlosch. Der Vollmond war wieder die einzige Lichtquelle.
Dero hatte wieder Gewinn gemacht – nach dem Gewicht des Beutels zu urteilen sogar erheblichen! Nachdem er die Taschen des Mannes durchsucht hatte, allerdings nichts von Wert fand, ging er zufrieden weiter seines Weges.
Er hatte keine zwei Schritte gemacht, als er ein surrendes Geräusch wahrnahm und von einem Armbrustbolzen in die Halsschlagader getroffen wurde. Warmes Blut tränkte die Pflastersteine der Gasse. Dero war tot, bevor er den Boden berührte. Im Schein des Mondes konnte man eine verhüllte Silhouette erkennen, die über Deros Leiche kniete und seine Beute in ihren Besitz nahm. Einen Wimpernschlag später lagen nur noch zwei Körper leblos am Boden...

Nun, wie dem auch immer sei, so könnte der Text beispielsweise wie folgt lauten: Das licht des vollen Mondes tauchte die (schmale) Gasse durch die vorbeieilenden Wolken in eine rasche Folge von gespentisch weißem Licht und dann wieder wieder völlige Dunkelheit; die Schatten spielten irre Tänze auf dem Boden und den nahen und bedrohlich wirkenden Wänden der Häuser.
Ein Uhu uhu(e)t?!? Meine Güte!!! Wenn wir die Anwedungen aus der englischen Sprache übernehmen, aus der shlcihten Tätigkeit auch ein Verb zu bilden, dann haben wir so oder so bereits 'kartieren' für 'Eine Karte zeichnen' und in logischer Konsequenz bereits aus dem 'He captains (the ship)' auch 'Er kapitäniert'. Daraus folgert jedoch unweigerlich, dass das Huhn entweder 'huhnt' oder schlimmstenfalls 'eiert', wenn es seiner regulären Tätigkeit nachkommt. Allerdings würde es ja gerade im letzteren Falle möglicherweise für Verwirrung sorgen, mit welcher Tätigkeit es sich nun wirklich gerade beschäftigt ... Und also würde ich es bei einem schlichten 'in weiter Ferne hörte er einen Uhu.' belassen. Und wenn der Uhu nun heult, gut ... dann lassen wir ihn eben heulen.
Dero hat entweder zu viel Zeit oder ist ein Labersack. Versetze Dich bitte in die Lage und frage Dich selbst, was Du Deine Opfer sagen würdest! Englisch ist da eine gute Anleitung: " Freeze! Don't ye move (and) gimme al ye'r coins!" Nun müssen wir das noch in kurze deutsche Umgangssprache übertragen ...
Okokok ... war ja auch von mir nicht wirklich ernst gemeint. Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung ob der olle Uhu nun heult, krächzt oder was auch immer von sich gibt ... Frag mal einer einen Ökologen oder Jäger 
Uhus hu-huuten sicher, wenn man es denn umschreiben mag, aaaaaber ... Neeeee, also wirklich. Ich habe herumgesucht und nicht wirklich gefunden, was genau der Uhu und der Rest der Eulen so treibt, aber nichts gefunden.
Lass einfach einen Wolf heulen!