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Lila

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Anmerkungen zum Text

Ich habe oft sehr merkwürdige Träume. Manche sind so merkwürdig, dass ich sie aufschreibe. Nachfolgend einer davon ...

Lila

(Offline genommen, da ich den Text gerne bei einem Wettbewerb einreichen würde.)

 
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Hallo @DK-Denz ,

ich finde deine Geschichte von der Erzählart her schwer einzuordnen. Sie wirkt, als würde sie entweder ein Kind oder eine emotionslose Person erzählen. Was sie jedoch m.E. ganz interessant macht, wenn man sich einmal darauf einlässt. Ein deutlicher Gegensatz zwischen den Ereignissen und dem sachlichen/beobachtenden Erzählton.

Der Text wird wohl eher Lesern gefallen, die eine seltsame/skurrile Handlung gut finden und bereit sind zu akzeptieren, dass nicht alles erklärt wird.

Den Anfang finde ich inhaltlich nicht ganz stimmig, siehe nachfolgende Details, aber insgesamt eine ... seltsam-unterhaltende Geschichte, oder so ähnlich ...

Es war eine Stadt wie eine Arena. Quadratisch, von hohen Mauern umringt. Man konnte problemlos von einer zur anderen Seite sehen. Außerhalb der Wände war nichts. Nur karge, ebene Wüste.
Wie das, wenn sich Hochhäuser in der Stadt/Arena befinden?
Den vorletzten Satz würde ich streichen, anscheinend ist ja doch etwas außerhalb der Mauern. Die Wüste, das Monster ...

Die Hochhäuser waren nur Attrappen, fensterlose graue Bauklötze. Es gab eine große Straßenkreuzung im Zentrum, aber kein Auto weit und breit. Die Verkehrsschilder waren willkürlich aufgestellt, an völlig sinnlosen Stellen, teilweise der Straße abgewandt. Die Ampeln funktionierten nicht. Die Grünflächen bestanden aus Kunstrasen und Plastikblumen.
Hier würde ich beim Satzbeginn mehr variieren.

Ich erstarrte und hielt die Luft an. In der Stadt war es totenstill. Das war es eigentlich immer. Aber jetzt konnte man sogar die Stille hören.
Was meinst du mit dem markierten Satz? Ist es nun immer still oder nicht? Das Wort "eigentlich" würde ich grundsätzlich vermeiden, was soll es aussagen?

Niemandem waren diese Situationen unbekannt.
Eine interessante Formulierung, doppelt negativ ;)
Also könntest du auch einfacher schreiben: "Alle kannten diese Situation."

Als die Frau anfing zu schmelzen, bat der Arzt um seinen Koffer. Ich reichte ihn ihm.
Vielleicht findest du für den zweiten Satz eine bessere Endung als "ihn ihm".

Wie in einer Lupe tauchten einzelne Körperteile auf, grotesk vergrößert.
"unter" statt "in"

Es änderte jetzt auch seine Farbe. Beziehungsweise nahm es zum ersten Mal eine wirkliche Farbe an.
... überhaupt eine Farbe an.

Der Sack wurde geöffnet, und aber auch nicht. Er war prall gefüllt, und aber auch leer.
"aber" reicht jeweils nach dem Komma

Viele Grüße,
Rob

 
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Hi @Rob F ,

vielen Dank für Dein Feedback. Besonders interessant finde ich Deinen Eindruck, dass der Text von einem Kind oder einer emotionslosen Person stammen könnte. Tatsächlich schreibe ich meine Träume automatisch immer in diesem Ton nieder, warum auch immer. Freut mich aber, wenn es zumindest neugierig gemacht hat.

Auch danke für die textlichen Anmerkungen. Du hast hier gute Punkte herausgegriffen. Werde mich weiter verbessern.

DK

 

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