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Machtpositionen

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21.02.2026
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Machtpositionen

"Noch Fragen?"
Der Raum regte sich nicht. Selbst die laut tickende Standuhr hinter mir hatte inne gehalten.
Ich zögerte jedoch nicht. Meine Hand schnellte entschlossen in die Höhe. Sein Blick wanderte durch den Raum. Erst einmal. Von links nach rechts quer durch. Dann nochmal bis er mich schließlich ansah. Seine Augen verengten sich. Doch seine Mundwinkel blieben gehoben. Er nickte mir zu.
Ich stellte meine Frage. Es war eine, die ich mir zuvor zurecht gelegt hatte. Inhalt war seit meinen gestrigen Recherchen bestimmt. Formulierung bis zur Perfektion geschliffen. Mehrmals stumm wiederholt, bis meine innere Stimme sie selbstsicher auch hätte rückwärts aufsagen können.

Die Luft erstarrte. Es schien, als würde eine gemeinsame Lunge den Atem anhalten. Dann erfüllte ein Murmeln den Raum. Erst leise Stimmen aus der hinteren Reihe, bis diese zu einem regelrechten Kichern anschwollen. Ein Lachen, das von allen Wänden widerhallte. Ein Lachen, das ich in meinem Mark spüren konnte. Meine Hände verkrampften sich. Mein Blick wurde steif. Meine Pupillen weiteten sich. Kaum merklich. Aber sicherlich erkennbar, wenn mich jemand genau angesehen hätte. Mir Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Durch aufrichtiges Beobachten. Durch stille Blicke geformt durch die zielgerichtete Bewegung beider Augen.
Er schaute mich an.

Seine linke Augenbraue hatte sich erhoben. Er ließ den Blick durch den Raum schweifen. Ich sah, seinen Ausdruck amüsiert aufblitzen. Sein Gesicht entspannte sich. Nur für den Bruchteil eines Wimpernschlags. Dann blickte er mich ernst an. Worte verließen seine Lippen.

Umschwellige Umschreibungen. Wie eine schwere Glocke vor der Haustür, während die Türklingel Alarm schlägt. Ein dauerlaufender Schallplattenspieler, der angestrengt versucht die Nachrichten des Radios zu übertönen.
Ich saß. Mein Blick bohrte sich in ihn. Meine Augen wollten ihn durch Starren festnageln. Massige Eisenketten aussenden, die ihn unsanft umschlingen.
Er war völlig unberührt. Geschützt durch einen Schutzwall entstanden aus steinerner Ignoranz. Zusammengehalten durch eisernes Unwissen. Sein Blick traf meinen nicht. Unaufhaltsame Ströme an Buchstaben verließen seinen Schlund. Er sprach weiter. Ein Antwort-Frage-Spiel ergab sich vor mir. Hin und her wie der träge Ballwechsel zwischen einem Vater und seinem übermotivierten Kind, welchem er erfolgslos versucht, simples werfen und fangen beizubringen. Sie stellten Fragen so sinnvoll wie ein Spiegel im Dunkeln. Er reflektierte ihr Denken auf eine fast schon lustige Art und Weise. Tiefe Frustration blockierte den Schwall an Kichern in meiner Kehle allerdings wie ein jahrhunderte alter Damm. Stück für Stück zusammengesetzt durch das Fehlen von Anerkennung und das Vorhandensein von Inkompetenz.

Die Worte seiner Zunge schlängelten sich durch die Luft. Der Klang so süß wie die knallpinken Beeren an einem immer grünen Busch. Fortlaufend schickten seine Lippen fremde Gedanken aus. Wie übermutige Krieger, die mit wackeligen Helmen an die Front stürmten. An der Grenze prallten sie ab. Schlugen hart auf dem Boden auf und hinterließen nichts als einen unsichtbaren Kratzer an den Wänden und Mauern.

Ich stieg die Treppe hinauf. Mit jedem Schritt entfernte sich mein Körper weiter von ihm. Meine Hand weigerte sich stur das Gelände zu berühren.

 

Hallo @Writing Star und herzlich Willkommen,

dein Text ist leider an mir vorbeigerauscht, ohne Eindruck zu hinterlassen. Woran liegt das? Zum einen bleibst du bei allem sehr allgemein, wirst nie konkret außer bei den Körperreaktionen, die unverständlich bleiben, weil sie entkoppelt vom Inhalt im leeren Raum stehen. Das ist wie eine BT-Debatte anzuschauen ohne Ton, weißt?
Zum anderen erfahre ich nichts über den Protagonisten, nichts über den Antagonisten, noch nicht einmal die gestellte Frage wird benannt, geschweige denn der Inhalt der Antwort.
Es geht um Frage und Gegenreaktion, aber alles was du schreibst, verharrt im Stadium der Behauptung, nichts wird offenbart, nichts gezeigt und streng genommen auch nichts erzählt. Deshalb kann ich an keiner Stelle andocken und nirgendwo mitfhühlen. Sorry, für mich funktioniert das in keinster Weise, aber das lässt sich erlernen. Ich würde dir anraten wollen, dich mit den Bausteinen des Schreibhandwerks zu beschäftigen, vllt. schaust du hier mal rein:
https://www.wortkrieger.de/showthread.php?29289-Tipps-f%FCr-Schreibanf%E4nger-und-Fortgeschrittene

Noch ein paar Hinweise:

Der Raum regte sich nicht
die laut tickende Standuhr hinter mir hatte inne gehalten
Die Luft erstarrte
Gegenstände werden zu agierenden Kräften, das passt zu magischem Realismus aber nicht zum Setting einer nervlich angespannten Pressekonferenz.

Umschwellige Umschreibungen.
Das Wort kenne ich nicht, was bedeutet das?
Dann nochmal bis er mich
noch mal getrennt, es ist eine Verkürzung von noch einmal.
Er war völlig unberührt.
meinst du ungerührt?
entstanden aus steinerner Ignoranz. Zusammengehalten durch eisernes Unwissen.
Hier nur mal exemplarisch festgemacht: das sind reine Behauptungen, die nicht bewiesen werden. An welcher Handlung, welcher Äußerung, welcher Gesichtsregung kann ich das ableiten?
simples werfen und fangen beizubringen
Das Werfen, das Fangen, Verb ist in dem Satz beibringen.
Sie stellten Fragen so sinnvoll wie ein Spiegel im Dunkeln. Er reflektierte ihr Denken auf eine fast schon lustige Art und Weise.
auch hier behauptest du, ich sehe aber nichts, weil du nichts zeigst. Was stellt wer für Fragen, wie lauten die Antworten?
Tiefe Frustration blockierte den Schwall an Kichern in meiner Kehle
kann nicht folgen, wo kommt das her? Nicht nachvollziehbar.
Die Worte seiner Zunge schlängelten sich durch die Luft
Auch eine Worthülse, die nichts transportiert, weil du den schönen Anschein über den leeren Inhalt stellst.
Meine Hand weigerte sich stur das Gelände zu berühren.
Geländer?

Hilfreich ist auch, bei anderen Autoren reinzulesen, zu schauen, wie die ihre Geschichten aufziehen, welche Kommentare dazu geschrieben werden und wie sich die Texte entwickeln.
Peace, l2f

 

Hallo @Writing Star,

ganz herzlich willkommen hier im Forum. Ich habe deinen Text auch gelesen und sage mal: Wenn du schreiben lernen willst, dann bist du hier richtig. Hier kannst du wirklich viel lernen. @linktofink hat dir ja schon einen Link geschickt und auch schon was zum Inhalt gesagt. Das waren in etwa auch meine Gedanken. Interessant ist doch: Was fragt sie genau? Und vor allem: Warum lachen die anderen alle? Was ist das überhaupt für eine Situation? Ist das eine Vorlesung? Und warum heißt das ganze Ding: Machtpositionen? An welcher Stelle geht es dort um Macht? Ich lese vor allem von einer Figur, die sich vorher etwas zu sagen zurecht legt und dann ausgelacht wird. Aber ich verstehe nicht, warum. Also, wenn du weiterarbeiten willst, an dem Text, dann wäre Punkt 1 wohl der Inhalt. Was passiert ganz konkret? Und Punkt 2 ist die Sprache, die ist im Moment noch nicht sehr präzise. Hier kurz aus dem ersten Absatz:

"Noch Fragen?"
Der Raum regte sich nicht.
Wie sollte ein Raum sich auch regen?
Selbst die laut tickende Standuhr hinter mir hatte inne gehalten.
okay, das heißt wohl es ist keine Vorlesung, es gibt eine laut tickende Standuhr. Und die hält inne, weil? Ich vermute, das soll ein Symbol sein für ihre Emotionalität? Ich würde das mit sowas wie Angst oder Überforderung verbinden, aber dann hebt das Ich ohne zu Zögern die Hand, das passt also nicht so richtig zusammen (bzw ich versteh halt irgendwas falsch)
Inhalt war seit meinen gestrigen Recherchen bestimmt.
ich verstehe nicht, was die Satz aussagen soll.

Vielleicht setzt du dich ja noch mal ran an diesen Text.
Viele Grüße
von Katta

 

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