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Miss Linski

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08.04.2021
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Miss Linski

Es gab eine gute und eine schlechte Nachricht in der Longfield Street sechs. Die schlechte war, dass Miss Linski sich zwei Stunden nach dem Aufstehen bereits betrogen fühlte. Seit Sonnenaufgang hatte sie mit ihrem Fön einen Kampf auf Leben und Tod ausgefochten. Das Mistding war – wenn es hochkam – ein halbes Jahr alt. Dabei war sie schon den Kompromiss eingegangen, sich auf die Farbe lila statt rot einzulassen, da der Grabbeltisch im Discounter um die Ecke nichts anderes mehr herzugeben hatte. Und dann so was. Da kann sich der Geschäftsführer warm anziehen, sofern sie die Quittung finden würde. Und außerdem, wer kauft denn solch eine B-Ware ein? Das würde sie dem langen Lulatsch auch genau so sagen. Sie sah seinen eingeschüchterten Gesichtsausdruck bereits vor Augen.

Aber egal, ob A oder B-Ware, sie ließ an keinem Hersteller je ein gutes Haar, um dem Ganzen ein wackliges Wortspiel beiseite zu stellen. Verfluchtes Kapitalistenpack.

Die gute Nachricht war das Wetter. Niemand hatte heute im sonst so verregneten England mit strahlendem Sonnenschein gerechnet. Der Wetterfrosch auf BBC hatte gestern Abend noch von einem Sturmtief geschwafelt. Dieser Rotschopf mit seiner Solariumbräune und der blutrkrustigen Wunde an seinem Kinn. Wahrscheinlich ohne Vater aufgewachsen, mutmaßte Miss Linski. Niemand da gewesen, der es ihm richtig zeigen konnte.
Wie dem auch sei, die Sonne strahlte und die Vögel zwitscherten aus den Baumkronen hervor. Apropos Vögel: Louie, der kleine Wellensittich, zählte neben ihrem Kopfkissen, dass öfter auf der Fensterbank statt im Bett zum Einsatz gekommen war, zu ihren besten Freunden. Ganz genau. Diese zwei. Nicht mehr, nicht weniger.


Louie war in die Jahre gekommen. Verlor seine gelben und grünen Federn wie ein Kurzhaarhund sein Winterfell. Dennoch hatte er immer ein fröhliches Piepsen auf dem Schnabel. Miss Linski behauptete immer gern, dass er ihr ihr zugeflogen sei, um der Geschichte etwas Poesie beimischen zu können. Dabei hatte sie ihn an einem stinknormalen Samstag in einer stinknormalen Zoohandlung gekauft.
Nun saß der Racker bereits acht Jahre lang auf der Stange in seinem Käfig und schien mit seinem Umfeld relativ zufrieden zu sein. Er hätte etliche Chancen gehabt, das Weite zu suchen, da im Hause Linski viel Durchzug herrschte, doch ergriffen hatte er keine von ihnen. Vielmehr saß er auf seinen alten Tagen dort und schloß sekundenlang die Augen, was immer den Anschein machte, als genieße er die frische Morgenluft. Miss Linski quiekte dabei immer wie eine Maus, da sie das Verhalten so zuckersüss fand.
Der empathielose Sack von Tierarzt hatte Louie nur noch zwei Monate gegeben. Das war aber bereits zehn her. Er sei zu schwach, um sich aufrecht auf einer Stange halten zu können. Als er hörte, dass Ms. Linski mit dem Gedanken spielte, den normalen Balken durch einen Korkenzieherhasel mit mehreren Sitzstangen zu ersetzen, hätte er ihr beinahe einen Vogel gezeigt, was wohl unfreiwillig für etwas Situationskomik gesorgt hätte.
Bei einem Spaziergang hatte Ms. Linski spontan beim Doc angehalten und ihm stolz berichtet, wie wacker Louie sich hielt. Der Arzt hatte sein jovialstes Grinsen aufgesetzt, dass er hinbekam. Zeigte der alten Frau schlussendlich doch den Vogel, nachdem sie die Praxis verlassen hatte.
Ihr Kopfkissen hatte keinen Namen. War ebenso gepflegt wie der kleine Wellensittich, verlor aber keine Federn. Die brauchten Ms Linskis Ellenbogen auch unbedingt. Tag ein, Tag aus observierte sie von der Fensterbank aus ihren Block und schaute dabei so ernst wie ein Richter.
„Wir warten alle auf den Tag, an dem du das Kissen heiratest“, hatte eines ihrer fünf Großkinder gesagt, doch sie hörte ihm nie zu. Ohnehin waren die Jungs ihr nie wohlgesonnen gewesen. Phil, der mittlere, so ein sommersprossiger Bursche, der irgendwo zwischen Rock-und Hipster hängengeblieben war, hielt sich für besonders komisch, als er meinte, man könnte Oma doch einen Kurzhaarschnitt verpassen und mit der gewonnen Schafswolle das Kissen stopfen.
Ganz ehrlich, jemand, der zwei Mal im Jahr einen vorüberläufigen Personalausweis beantragt, sich noch immer beim Kartoffelschälen die Finger schneidet, und nicht mal den Unterschied zwischen Chips und Flips erkennt, bräuchte wohl kaum den Intellektskomiker raushängen zu lassen. Für Unterhaltung sorgten schon andere im Block.

Da war zum Beispiel Mister Davids. Ein typischer Brite. Er war höflich, lief in kurzen Hosen rum, egal wie kühl es war, und war der sportverrückteste Mann, den sie kannte. Auch wenn man ihm das aufgrund seines Schmerbauches kaum ansah. Er müsste um die sechzig gewesen sein. Also gut zehn Jahre jünger als Ms Linski. Ihren siebzigsten Geburtstag feierte sie vor drei Wochen oben an der Fensterbank mit einer Portion Fish and Chips. Und natürlich war Loiue dabei. Er bekam ein paar Krümelchen ab.
„Hanna“, rief er vom Hof aus hoch, als sie gerade ihre Fensterbank vorbereitete. Er hatte als Einizger im Haus das Privilieg, sie bei ihrem Vornamen zu nennen. „Ist das nicht ein tolles Wetter?“
Hanna zögerte. Ihr Kissen war noch nicht ausgeschlagen. Als sie es ellenbogengerecht positioniert hatte, antwortete sie lächelnd: „Jawohl, Christian. Gott segne den Verantwortlichen für dieses Wetterchen.“
Louie piepste im Hintergrund, als wolle er ihr zustimmen.
Christian ließ den Müllbeutel in seiner Hand sinken und schirmte seine Augen ab. „Ist denn Gott nicht dafür verantwortlich?“
„Jedenfalls holt dich der Teufel, wenn du heute wieder den Haus- mit dem Plastikmüll vertauschst.“
Er blickte kurz zu dem Beutel neben seinem Knöchel herab. „Wer sagt, dass ich das jemals getan hab?“
„Meine kleinen grauen Augen, die übrigens noch gut funktionieren.“
Abermals piepste Louie hinter ihr.
„Stimmt schon“, meinte Chris und schaute wieder zu ihr auf. „Klein sind die wirklich.“
„Linke Tonne“, sagte sie und deutete mit dem Finger auf das hüfthohe Behältnis mit dem blauen Deckel.
Chris hatte kurz rechts angesetzt, um seiner Nachbarin einen Schrecken einzujagen, bog im letzten Moment jedoch kichernd links ab.
„Was liegt denn heute an?“, fragte Hanna ganz unverfroren, als läge ihnen die Welt zu Füßen.
„Das Übliche. Einkaufen, Fernseher schauen und das gute Abendbier. Was auch sonst?“, sagte er, nachdem er den miefenden Beutel in der Tonne versenkt hatte.
„Deckel zu“, forderte Hanna noch schnell, bevor sie hinten anfügte, dass ihr das gut in den Kram passen würde, da sie mit dem Riesenbaby aus dem Supermarkt noch ein Hühnchen zu rupfen hatte.
Christian schaute zu seinen schmutzigen Stiefeln und stammelte irgendwas, das Hanna von da oben nicht verstanden hatte. Desto näher sie ihn betrachtete, wirkte er so, als sei er auf dem Sprung zur Queen, um sich seinen Ritterschlag abzuholen. „Ich werd dann mal …“ rief er hoch, doch Hanna streckte eine Hand zum Fenster heraus, um ihm Einhalt zu gebieten. Der Ärmel ihres weißen Sweatshirts flatterte im Wind.
„Einen Moment. Ich komme mit.“, johlte sie.
Die beiden verabredeten sich für ein Treffen im Hof um viertel nach zwölf, was noch zehn Minuten entfernt gewesen war.
Hanna streichelte ihrem Louie noch mal über den schmalen Kopf, bevor sie aufbrach.

Als sie und Christian losgegangen waren, klebten ihre Blicke an den Fenstern der Nachbarschaft. Dabei schüttelte sie verärgert mit dem Kopf.
„Was ist denn los?“, fragte Chris.
„Sieh dir doch nur die Gardinen an. Sehen aus wie in einem versüfften Pub. Unsere Gegend strotzt so schon nicht vor Sehenswürdigkeiten, da kann man doch mal einen gewissen Teil zur Besserung des Gesamteindrucks beitragen.“
Chris kratzte sich hinterm Ohr und zündete sich eine Zigarette an. „Die schauen auch wahrscheinlich etwas limitierter aus ihrem Fenster als du.“
Sie boxte seine Schulter. „Was soll das denn heißen?“
„Na ja,“ murmelte er und rieb sich erstaunt über ihre Kraft die Schulter. „Dass du halt öfter rausschaust als andere.“
„Das hab ich schon verstanden, du Depp“, raunzte sie und wickelte die Schlaufe ihrer Handtasche fest ums Handgelenk, als wollte sie das Stück Stoff zu einem Wurfgeschoss umfunktionieren. „Aber macht mich das zu einem schlechteren Menschen?“
Christian zog zwei Mal kräftig an seiner Kippe und schien über irgendetwas nachzudenken. Dann sagte er: „Also ich mag dich jedenfalls.“
„Wer ist sie?“
„Was?
„Na, sag schon. Welche dieser Hexen im Haus kann mich nicht leiden?“
„Die mit dem kürzesten Besen?“
Hanna knallte ihm die Handtasche vor die Brust.
„Herrgott nochmal, ist das denn so wichtig? Ich hatte gestern nur kurz ein Gespräch im Treppenhaus belauscht. Die Postbootin und noch irgendwer.“
„Wer ist irgendwer? Und Brief oder Paket?“, fragte Ms. Linski erzürnt.
„Ich hab keine Ahnung. Die paar Gesprächsfetzen reichten nicht aus, um herauszufiltern, zu wem die andere Stimme gehörte. Hör zu, können wir nicht ganz entspannt einkaufen gehen?
„Klar, können wir das. Und ich hoffe, die haben dort anständige Hörgeräte für dich.“

Kurz vor dem Supermarkt trat Hanna an Chris heran. Ein Krümel Zigarettenasche hatte sich in seinen buschigen Augenbrauen verfangen. Gewissenhaft entfernte sie das Stück.
„Was guckst‘n so?“, fragte sie auf seinen überraschten Blick hin. Erst überlegte sie, ob sie es dabei belassen sollte, versuchte jedoch sein Kinn zu fassen zu bekommen. Er schrak zurück, als wäre er ein Kind, dessen Mutter ihm mit einem feuchten Finger den Mundwinkel säubern wollte. Dabei machte er ungeschickten Ausfallschritt, über den Hanna herzhaft lachen musste. „Du bist mir ne’ Marke“, gluckste sie.

„Dem hast du es aber gegeben“, merkte Chris an und bezog sich damit auf den Umtausch des beschädigten Föns.
„Ja, da hat Bigfoot blöd aus der Wäsche geguckt. Nicht mir“, sagte sie und wedelte mit edem Zeigefinger in der Luft. „Nicht mit mir.“

Im Treppenhaus, als ihnen die Mittzwanziger über den Weg lief, machte Hanna sie darauf aufmerksam, dass es eine Erfindung wie Aschenbecher gäbe. Die Zigarettenstummel im Hinterhof würden sich nicht so gut machen.
„Ich werde jetzt meinen Blaubeer-Topfkuchen backen“, verkündete sie anschließend stolz. Von Chris‘ Reaktion war sie jedoch etwas enttäuscht. Wo war sein jugendliches Grinsen, dass er aufsetzte, sobald er das Wort Kuchen hörte?
„Komm doch mit hoch auf ein Stück. In unserem Alter kann jeder Kuchen eine Henkersmahlzeit sein, und würde es dich nicht ärgern, ohne meinen Blaubeer-Topfkuchen abzudanken?“
Nach einem verträumten Blick über das Treppengeländer stimmte er letztendlich zu.

Beim Auspacken der Backutensilien hielt Hanna kurz inne und beobachtete die junge Kettenraucherin, wie sie ihren Freund begrüßte. Sie nahm zumindest an, dass es ihr Freund war. Mit den anderen Kerlen stieg sie bestimmt auch ins Bett, dennoch war der Glatzkopf am häufigsten da. „Was ist nur mit den jungen Leuten los?“, seufzte sie.
„Was meinst du?“, fragte Chris, der gerade mit dem Kalender an der Küchenwand beschäftigt war.
„Ach, schon gut. Ich bin gleich zurück.“
Doch Hanna kam nicht zurück. Sie wird doch nichts ins Klo gefallen sein? War sie überhaupt im Badezimmer? Chris machte sich auf die Suche. Er fand Hanna schluchzend vor Louies‘ Käfig hocken.
„Oh nein“, sagte er und kniete neben ihr.
Tränen liefen ihre Wangen hinab. „Louie, alter Knabe.“
Der arme Wellensittich lag regungslos am Boden. Er war von der Stange gefallen. Seitlich seines Brustkorbes hatte sich ein großer blauer Fleck gebildet, der an einer kahlen Stelle zum Vorschein kam. Ein grauenhaftes Bild.
„Ich habe ja schon einige Tierdokus gesehen, aber das ist echt brutal“, meinte Chris und schluckte hörbar.
Hanna bettete den Kleinen in einen Heuhaufen, mit dem sie den Boden des Käfigs für den Fall der Fälle ausgelegt hatte. Niemals – und schon gar nicht an so einem sonnigen Tag – hatte sie damit gerechnet, den kleinen Racker in solch einer misslichen Lage vorzufinden. Mehrmals täglich hatte sie erfolgreich den Gedanken von sich weggeschoben. Hatte über die absurdesten Dinge nachgedacht, nur um keinen Notiz davon zu machen, wie sehr Louies‘ Tod ihr das Herz brechen würde.
Während Hanna in aller Seelenruhe ihren Louie fertig machte, schaute Chris durch das Wohnzimmer. Anscheinend suchte er nach einer Möglichkeit, Hanna wieder aufzumuntern, wenn sie überhaupt aufgemuntert werden wollte. Aber dann verwarf er die Idee.
Hanna kehrte mit feuchten Augen zurück. Sie schnäuzte in ein Taschentuch und warf es auf den kleinen Beistelltisch, wo sie Louies‘ Futter hortete. Sie nahm eine Schachtel von dem Tisch und las unter Tränen laut vor: „Das Schnupper-Menü …“ Schluchz. „Basismischung … Kanariensaat, Silberhirse … Japanhirse, Senegalhirse, Echte … echte La Plata Hirse.“
Christian tätschelte ihre Schulter.
„Er hat es so geliebt“, meinte sie und schaute Chris mit roten Wangen an.
„Ich weiß“, versuchte er sie zu beruhigen.
„Was mach ich denn jetzt?“
„Weißt du, er ist da oben jetzt an einem besseren Ort. Ich bin mir sicher, die anderen werden ihn dort gut aufnehmen“, sagte er.
Ob der Spruch so viel Sinn machte, da Vögel ohnehin den halben Tag damit beschäftigt sind, in luftige Höhen aufzusteigen, sei mal dahingestellt. Ach, es war ein Graus. Man konnte in solch einer Situation so viel falsch, aber nichts richtig machen.

Hanna stand wieder auf und suchte das Telefon. Orientierungslos suchte sie das Wohnzimmer ab, ohne zu registrieren, dass der Apparat seit zwanzig Jahren an derselben Stelle in der Küche hing.
Christian führte sie behutsam dorthin.
Er legte ihre Hand in seine.
Nachdem sie aufgelegt hatte, fragte er besorgt: „Dieser Stricher aus dem Stadtzentrum?“
„Ja, leider“, entgegnete Hanna mit gesenktem Kopf. „Er ist der einzige Tierarzt in der Nähe, der so was macht.“
„Allerdings. Er ist der einzige, der seine Dinge macht. Da hast du recht.“
„Ich weiß, aber es ist ja das letzte Mal, dass ich ihn ertragen muss. Irgendwer muss Louie hier rausholen. Ich ertrage es nicht, ihn dort liegen zu sehen.“
„Wir können ihn doch selbst vergraben. Wer weiß, was der Gauner mit ihm macht.“
Hanna traten wieder Tränen in die Augen.
„Oh, sorry. Schon gut. Warten wir auf ihn.“ Chris klemmte seine Nachbarin unter den Arm und brachte sie an den Küchentisch.
„Ich habe sowieso schon für bezahlt“, sagte Hanna, als sie saß.
„Jep“, stimmte er tonlos mit ein.

Ring.
„Ich mach das schon“, sagte Chris und drückte auf den Summer , um Doktor James ins Haus zu lassen.
Der Kerl schien mit irgendwem zu telefonieren, während er das Treppenhaus hochstolzierte.
„Ich sagte doch der Kleine macht bald den Schirm zu.“

„Gott sei Dank ist es ja nicht so weit. Nur für so einen kleinen Vogel extra rauszufahren.“

„Jawoll, bis später.“
Hanna erhob sich von ihrem Stuhl und stürmte ins Wohnzimmer, wo Doktor James und Chris bereits vor dem Käfig standen.
„Wissen Sie, was uns beiden neben dem gesellschaftlichen Standpunkt unterscheidet?“, fragte sie den entgeisterten Arzt. „Das Gespür für Anstand und Respekt.“
„So? Tut es das?“, erwiderte er in seiner gewohnt arroganten Art.
„Ich denke schon“, sagte Chris und baute sich vor dem Mediziner auf.
„Wer sind Sie überhaupt?“
„Derjenige, der Ihnen gleich den Arsch aufreißt.“
„Miss Linski“, sagte der Tierarzt empört, drückte Chris beiseite und ging einen großen Schritt auf Hanna zu. „Wenn sie den Gorilla nicht gleich …“
Die beiden diskutierten weiter, und Chris sah für einen Moment abwesend aus. Schweiß hatte sich auf seiner Stirn gebildet und er fummelte an seinem Hosenbund herum, als versuche er ein Geschwür zu erreichen.
Dann fuhr eine Art Fauchen, ein Zippen durch den Raum. Qualm kräuselte sich die Decke empor.
Kaum zu fassen, was geschehen war, aber Chris hatte eine Waffe gezogen und abgedrückt. Zwei gerade Schüsse in den Kopf. Der Mediziner starrte Hanna mit groß aufgerissenen Augen an. Zwei breite Blutstreifen purzelten seine Stirn über Joch-und Nasenbein herab, ehe er wie ein losgeschraubtes Holzbrett nach hinten kippte.
Im ertsen Moment trug sie es mit Fassung und beäugte nur langsam die Blutspritzer an ihrer Kochschürze.
„Tja, das Leben ist kürzer als so manches Regalbrett“, säuselte Chris und schaute auf den toten Mediziner herab.
Schweigend schaute Hanna ihn an. Sie hatte das Atmen vergessen.
Chris zuckte mit den Schultern und tippte Dr. James mit der Fußspitze an. „Mausetot,“ stellte er fest.
„Wo hast du?“, Hanna schluckte einen golfballgroßen Speichelhaufen herunter. „Wo hast du so eine Knarre her? Und dann auch noch mit so einem Schwengel vorne dran?“ Mit gerümpfter Nase deutete sie auf die Pistole, als sei sie ein ekelhafter Schleimbeutel.
„Das nennt man einen Schalldämpfer. Die kriegt man doch an jeder Ecke. Teilweise leichter als deinen Kuchenteig.“
„Bist du Auftragskiller oder so?“
„Wäre ich gern geworden, aber meine Bewerbungsunterlagen waren nicht vollständig.“
„Bist du irre? Was machen wir denn jetzt mit dem?“
„Na, was wohl“, sagte Chris und klappte die Beine der Leiche zusammen. „Sind wir nicht alle ein Produkt der Natur? Und das geben wir ihr jetzt zurück. Den Penner wollte doch eh keiner haben. Wir verbuddeln ihn, ganz einfach.“
„Und wo?, fragte Hanna mit tellergroßen Augen. „Ich meine, irgendwann wird doch jemand nach ihm suchen.“
„Bist du dir da sicher?“, äußerte Chris und versuchte weiterhin die Leiche kleinzufalten.“

Da klingelte es.
„Erwartest du jemanden?“ Chris schaute von der Leiche zu Hanna auf.
„N-nein.“
Dann stratzte er zur Tür.
Es war die junge Frau, die mit den tausend Kerlen und den Zigarettenstummeln. Ihr schien eine passende Antwort eingefallen zu sein. Etwas verspätet, aber sie gab sich Mühe. „Also, wenn ich rauche – und soviel rauch ich gar nicht, wie sie meinen – halte ich es für angebracht …“
Chris zog sie am Kragen rein, als sei sie sein Kontrahent in einer Kneipenschlägerei.
Von dem Schwung, den ihre Beine mitgenommen hatten, war sie über ihre Füße gestolpert und neben dem Schuhschrank auf die Nase gefallen. Aufgrund des irren Blickes den Chris aufgesetzt hatte, unterließ sie jegliche Frage und tastete die Perlenkette an ihrem Hals ab. Alles schien an seinem Platz zu sein. Nachdem die Wohnungstür zugeknallt war und Margret sich gesammelt hatte, stierte sie den Flur entlang, an dessen Ende ein brauner Schuh hinter dem Türrahmen hervorlugte. „Ist das ... ist das eine ... Leiche?“
„Ja, und eine tote noch dazu.“
Hanna steckte den grauen Kopf aus dem Wohnzimmer.
„Aber sag mal,“ meinte Chris und tippte auch sie mit der Fußspitze an. „Wie kamst du so schnell darauf?“
„Bin Krimi-Fan.“
„So so.“ Er packte sie am Arm und zog sie hoch. Musterte sie von oben bis unten.
„Oh Gott,“ rief Hanna durch den Flur. „Konntest du nicht sagen, dass wir Besuch haben?"
„Du hast das Klingeln doch gehört.“
„Ich dachte, du hättest sie abgeschüttelt. Kennst sie doch. Neugierig wie ein Waschbär.“
„Dann scheinen deine Ohren aber nicht so gut zu funktionieren wie deine Augen.“
„Ihr wisst schon, dass ich anwesend bin, oder?“, warf Margret ein.
Beide schauten Margret wortlos an. Dann diskutieren sie weiter.
„Was machen wir mit ihm?“
„Was ist passiert mit ihm?“, wollte Margret wissen.
„Geht dich nichts an“, sagten beide im Chor.

Von nebenan hörte man die alleinerziehende Nachbarin, die versuchte, mit wackligem Gesang ihr Baby zu beruhigen.
Hanna beugte sich indessen zu der Leiche vor, soweit es ihre Arthritis gestattete. Als sie aufschaute, fragte sie: „Und was ist mit ihr?“
Margret stöhnte. Verärgert darüber, dass sie noch immer keiner im Raum beachtete. Aber sie schlug etwas vor. „Wisst ihr was? Ich geh ganz einfach wieder. Habe nichts gehört, nichts gesehen. Erwarte noch ein Paket.“
„Apropos“, meinte Hanna und wechselte das Standbein. „Hast du zufällig gestern auch ein Paket bekommen?“
„Ja, war aber für mich. Sie glauben ja wohl kaum, dass ich für irgendwen in diesem Haus was annehmen werde.“
„Ach, ist sich Smoky dafür zu schade?“
„Die Treppen halten alte Knochen fit.“
„Ich weiß, was du mit der Postbootin gesprochen hast. Also nicht im Wortlaut, aber welchen Gräul du gegen mich hegst.“
„Ach ja? Dann bestell ich in Zukunft nur noch über Brieftauben, wenn’s der Dame recht ist.“
Wieder Zisch, wieder Zipp.
„Chris-tian!“
„Wir können keine Zeugen gebrauchen.“
„Sie hatte uns doch ein Angebot gemacht.“
Er schaute sie an als würde sie eine andere Sprache sprechen. „Das hast du dem Miststück doch nicht etwa abgenommen?“
„Was ist denn los mit dir?“ Sie stierte auf die Knarre in seiner Hand, als hätte sie die Frage dem Eisen statt dem Besitzer gestellt.
„Und die willst du jetzt auch vergraben?“
Er hielt den Kopf schräg und musterte beide Leichen am Boden. „Sie bekommen einen schönen Pärchen-Urlaub. Passen doch gut zusammen, findest du nicht?“
Hanna schmunzelte. Sie gab sich all erdenkliche Mühe, ein Lachen zurückzuhalten. Doch sie war zu schwach. Jetzt prustete sie los. „Du bist doch echt wahnsinnig.“
Es war ein irres Lachen. So eins, dass sich nicht konkret für eine Richtung entscheiden konnte. Trauer, Wut, Hass, Verzweiflung, Belustigung, und vielleicht ein bisschen Unglaube über das ganze Theater hier.

Chris machte die beiden Leichen ausgehfertig und Hanna wich zurück, als hätte er ein sperriges Paket in der Hand. Jetzt hieß es, auf die Nacht zu warten.
„Na dann wollen wir mal“, schnaufte Chris und wischte sich den Mund mit dem Handrücken ab.
Zweifel gehen oft mit zu viel Zeit einher, die man zum Nachdenken bekommt. So auch bei Hanna. „Wirklich heute noch?“
Er fixierte einen Punkt gegenüber von sich. Wahrscheinlich die Fußleiste oder so. „Ich habe nur noch heute Zeit.“ Dann schaute er Hanna an. Plötzlich war er wieder bei sich. „Willst du etwa warten, bis unsere Turteltauben zu Dünger werden?“
„Was hast du denn noch vor?“
„Erzähl ich dir später. Komm schon.“

Sie wuchteten die Leichen in den Kofferraum und machten sich auf den Weg.
Auf einer Landstraße, etwa vierzehn Kilometer von Zuhause entfernt, kam Hanna auf eine Idee. „Wir können sie auch in einem See versinken. Ich war früher mit meinem Mann öfter dort. Der ist extrem tief. In den letzten fünf Jahren sind dort sogar zehn Leute ertrunken. Macht zwei pro Jahr.“
„Keine schlechte Bilanz“, entgegnete Chris, den Blick stur auf die Straße gerichtet.
„Da rein“, sagte sie und deutete an der Kreuzung links.
Die Leichen rumpelten im Kofferraum, da Chris die Kurve schärfer nahm, als es ihm sein üblicher Fahrstil zugestand.
„Ich dachte, das wäre ein See und kein Teich. Da passt der Otto doch niemals rein“, stellte Chris fest, als sie am Ziel angekommen waren.
Hanna kaute ratlos auf ihrer Unterlippe rum.
Chris runzelte die Stirn. „Ich kann dir unter alle Garantie sagen, dass seine krummen Beine am anderen Ende rausschauen werden.“
„Und Smoky haben wir ja auch noch“, fügte Hanna mit dünner Stimme hinzu.
„Wen?“
„Na, den Schornstein.“ Hanna deutete zum Auto hinter sich.
„Ach so, ja“, bestätigte Chris und kratzte sich am Kopf.
Kurze Stille trat ein.
„Tja“, seufzte er. „Und da sag noch einer in England regnet es viel. Das Ding ist ja völligst ausgetrocknet.“ Er entfernte etwas Dreck von seinem Hosenbein und schreckte wieder hoch. „Ich hab‘s.“
Hanna blinzelte, als hätte jemand neben ihr einen Brotbeutel platzen lassen.

Die Fahrt zum nächsten Ziel hatte Hanna merkwürdigerweise beruhigt. Das Adrenalin wurde langsam abgebaut. Mit jeder voranschreitenden Minute kam ihr die Autofahrt wie ein ganz gewöhnlicher Tagesausflug vor. Selbst wenn sie sich gegen die immer stärker werdende Gelassenheit mit allen Kräften sträubte, war sie machtlos geblieben. Und wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, tat es in diesem Moment gut. Wie eine verstopfte Nase, die endlich frei geworden war.
Wenn sie nicht alles getäuscht hatte, konnte sie während eines flüchtigen Blickes wahrnehmen, wie Christians Augen zugefallen waren. Möglicherweise waren es auch einfach nur ihre eigenen gewesen, die schwer geworden waren. Die kleinen Lüftungsschlitze im Wagen pusteten ihr warme Luft ins Gesicht und gegen den Hals. Sie ließ sich im Sitz sinken und verkroch sich in den hochgeklappten Kragen ihres dunklen Mantels.

Er bremste. Das Auto rutschte ein paar Meter über den Schotterweg. Die beiden Leichen hinter ihnen machten erneut von sich reden. Ein strammer Ruck durchfuhr die beiden Cockpitinsassen.
Christian ging an den Kofferraum und holte die Schaufel heraus. Doktor James hatte sie etwas mit seiner Schulter verdeckt. Jetzt war er schon tot, und machte immer noch Ärger.

Eifrig begann er zu buddeln. Mehrere Male fragte Hanna, ob sie etwas tun könnte, doch jedes Mal winkte er schweigend ab.
Selbst die Leichen schliff er mit aller Kraft ans Grab heran. „Und tschüß“, murmelte er kaum hörbar, als er den Tierarzt mit einem mürrischen Blick in das ausgegrabene Loch plumpsen ließ. Im Anschluß – als Smoky an der Reihe war – scherzte er noch, wie leicht die Schnecke war. Kein Vergleich zu dem Großkotz da unten.
Hanna begann zu frieren. Sie hatte die Arme um sich geschlungen und beobachtete etwas konstaniert, was Christian als Nächstes tat. Statt die rote Schaufel zu nehmen und mit dem Zuschütten zu beginnen, kontrollierte er die Kugeltrommel seines unheilvollen Revolvers. Wortlos nickte er vor sich hin. Danach wandte er sich Hanna wieder zu. Hinter ihm klaffte das frisch ausgehobene Grab. „Du fässt hier nichts an“, verlangte er. „Es wird alles aussehen, als hätte ich die beiden, und hinterher mich umgebracht. Was auch lediglich der Wahrheit entspricht. Meine Waffe, meine Fingerabdrücke. Der Schmauch an meinen Händen. Meine Schaufel. Mein Auto. Du bist fein raus. Leb dein Leben weiter.“

„Was wird‘n das, wenn‘s fertig ist?“
„Bevor mich der Krebs zerfrisst, beende ich es lieber selbst.“
Sie schüttelte ratlos den Kopf. „Was redest du denn da?“
„Ich bin der glückliche Besitzer einer krebsverseuchten Leber, meine Liebe. Endstadium. Game over.“
„Hör auf mit dem Mist. Wir haben gerade mal März, und du kommst schon mit dem schlechtesten Witz des Jahres ums Eck.“
Sie dachte über die verworrene Taktik nach, die man öfters in Spielfilmen sieht. Der Ermittler redet beruhigend auf den Selbstmordkandidaten ein, und versucht sich währenddessen ihm zu nähern. Doch um ehrlich zu sein, den Mut hatte sie nicht. Sie stand wie festgewurzelt. Angekettet von Unsicherheit und Angst.
Was wäre, wenn er kurz vorher wild um sich schießt? Sie hatte ja keine Ahnung , wie viele Kugeln in so eine Pistole passten. Darauf aufbauend, versetzte ihr der Gedanke daran, dass einige Leute im Block froh über ihren Abgang wären, einen heftigen Schlag in die Magengegend. Gott sei dank ist die alte Schnepfe weg, hörte sie die Nachbarn reden. Die war ja lästiger als Weihnachtsschmuck.
„Du bist die einzige Person in diesem Haus, die ich jemals mochte. Weißt du noch, wie du mir einen Tee gemacht hast?“, sagte er mit dem zitternden Finger am Abzug. „Diese Himbeermischung. Schmeckte scheußlich. Aber ich hatte dein Grinsen von diesem Tag nie vergessen.“
„Himmel, Chris“, sagte Hanna weichherzig und wiegte ihren Kopf.
Er kramte noch ein paar weitere Anekdoten heraus, während er die Waffe langsam sinken ließ.
Hanna bemerkte es, versuchte jedoch seinem traurigen Blick standzuhalten.
Er sinnierte über die heißen Sommertage, an denen sie spazieren gingen. Oder die feuchtfröhlichen Abende bei den Sonntagsspielen der Premier League. „Chelsea fünf, Arsenal null“, gröhlte er, ohne den Anschein zu erwecken, sich das Leben nehmen zu wollen.
Hanna nickte bestätigend und bedeckte unter Tränen Nase und Mund.
Dann wurde er wieder ernst. „Behalt das Haus im Auge.“

Sie rieb sich gedankenverloren die Ellenbogen. Einen Moment später ließ sie von ihren zwei unzerbrechlichen Stützen jedoch ab, da Christian wieder seine Waffe zog. Jetzt bin ich dran, dachte sie, und nun ergab die Erinnerung über den schrecklichen Himbeertee, die er zuvor mit ihr geteilt hatte, ein stimmiges Bild. Mit ein paar bedeutungsschwangeren Beimischungen, würde es wie eine Abschiedsrede klingen. Ein Abschied vom Leben. Von dieser Welt. Von dieser Dimension. Tschüss alte Fensterbank.
Als sie die Stelle Schorf an ihrem rechten Ellenbogen mit den Fingerspitzen berührte, umspielte Chris‘ Mundwinkel ein kleines Lächeln. Er hätte Hanna niemals was angetan. Hier ging es um ihn. Um sein Leben. Um das alles, was er aufgegeben hatte. Er säuselte noch einige Dinge in den vernebelten Morgen hinein. Der Weg zum Ziel führe nur über den Tod und so weiter. Doch dann ... drückte er ab. Er fiel samt der Waffe in das Loch. Genau wie er es geplant hatte.
Hanna sank auf die Knie. Krabbelte auf allen Vieren zum Loch und schaute vorsichtig über die Kante hinweg. Ein schreckliches Bild. Ohne den Hauch einer Ahnung wie sie es machte, aber sie hielt ihren Mageninhalt zurück. Hätte sie neben oder in das Loch gekotzt, hätte sie gleich ihre Visitenkarte hinterlegen können.
Solch ein trauriges Ende wäre passender für ihre rotzigen Enkelkinder statt Chris gewesen, dachte sie.

Sie berappelte sich und marschierte den langen Weg zurück. So wie es Chris ihr geraten hatte. Alles drum herum wirkte wie eine schlafende Welt. Kaum ein Windstoß, kaum Bewegung in der Vegetation. Es kam ihr wie ein Wandbild vor, in das sie hineinging.

Zuhause feuerte sie den Haustürschlüssel in die nächste Ecke und klatschte sich mehrere Ladungen kalten Wassers ins Gesicht. Jetzt fläzte sie sich in den Sessel, in dem Chris noch Stunden zuvor gesessen hatte. Man könnte sein Eau de Toilette noch riechen.
Sie atmete tief durch. War froh aus dem Wald davongekommen zu sein.
Doch wo war Louie? Er wird wohl kaum weggeflogen sein. Oder war er tatsächlich in den Himmel aufgestiegen und hatte ihre Boshaftigkeit mitgenommen? Die Zeit wird es zeigen.

 
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Hallo @Pepe86,

leider muss ich Dir sagen, dass ich deinen Text nicht allzu gelungen finde.
Vielleicht habe ich die Satire darin aber auch einfach nicht verstanden?

Ich habe aufgehört zu lesen, als Chris und Hanna zum einkaufen aufbrechen.
Zu wenig spannendes passiert, zu seltsam, bzw. unpassend finde ich deine Wortwahl, konnte die Charaktere nicht greifen und überhaupt wirkte zu viel "unrund" auf mich.
Besser kann ich es gerade nicht formulieren, sorry.
Ich habe den Rest des Textes überflogen, bin mit hochgezogenen Augenbrauen an der Stelle, wo die erste Leiche auftaucht erneut kurz eingestiegen, musste jedoch wieder aus o.g. Gründen abbrechen und habe den Rest ebenfalls bloß überflogen.
Die schiere Anzahl an Stellen, die mich aus deinem Text rausreißen, hält mich davon ab, sie hier zu zitieren.

Not my Cup of tea, wie der Franzose sagt. ;)
Beste Grüße,
Seth

 
Seniors
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"Satirisch ist der Dichter, wenn er die Entfernung von der Natur und den Widerspruch der Wirklichkeit mit dem Ideale (in der Wirkung auf das Gemüth kommt Beides auf Eins hinaus) zu seinem Gegenstande macht", heißt es in den ästhetischen Schriften beim ollen Schiller und die bissigste Form von Satire fern von Politik hat überraschender Weise für mich der olle Tucho in "Deutsch für Amerikaner" in dem Satz zusammengefasst "Fräulein, werfen Sie Ihr KInd weg, ich mach Ihnen ein neues" (jetzt so aus'm Gedächtnis zitiert,) aber,

lieber Pepe86,

bei Dir beißt leider nix (0der ich bin mal wieder blind - und da will ich auch erst gar nicht auf den Unterschied Comedie und Satire hinweisen) - und eine Satzfolge mit den Variationen über das Verb haben ist auch sprachlich kein Höhepunkt, dass dann sogar ein eher unfreiwilliger Witz eine kleine Auflockerung bringt, wenn es heißt

Die Postbootin und noch irgendwer.“
Vllt. morgen oder schon nachher mehr als ein erstes Lesen ... bis dahin zumindest schon mal ein

herzlich willkommen hierorts!

Friedel

 
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72

Hallo @Friedrichard,
danke für deine überaus eloquente Beurteilung. Ich denke aber auch, dass ich den Tag Satire etwas falsch gewählt habe. Im Endeffekt ist es eine Geschichte zweier durchgeknallter Rentner, die schon zu viel Verlust in ihrem Leben erlitten haben, sodass sie an einem Punkt angelangt sind, an dem sie die Kontrolle verlieren.
Aber danke für dien zeit und ein schönes Wochenende:)

 

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