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Nach Plan

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07.09.2008
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Nach Plan

Endlich liegt sie vor mir, wie der liebe Gott sie geschaffen hat. Das Licht was durch die Baumkronen auf, sie herunter scheint, lässt ihre Haut noch schöner wirken. Vielleicht ist ihr kalt, denn sie liegt mit ihrem nackten Körper auf dem Waldboden. Ich streichele sie, lasse keinen Zentimeter aus. Ich muss mich zurückhalten, möchte nicht, dass die Zeit mit ihr jemals vorüber geht. „Wir Beide, haben noch viel vor heute!“, flüstere ich ihr ins Ohr. Ich sehe, ihre Augen sind geschlossen. Jetzt schließe ich auch meine und gebe mich meiner Sehnsucht hin. Ich liebe sie voller Leidenschaft, wie es mir Spaß macht und spüre die Ekstase in mir aufsteigen. Nachdem ich den Höhepunkt des Horizonts erreicht hatte, wird mir klar, ich habe völlig das Zeitgefühl verloren. Ich muss mich beeilen, Ängste steigen in mir auf. Zum Abschied, streichele ich ihr noch mal über die Haare und bedecke ihren wunderschönen Körper mit Laub.
In Windeseile habe ich meine Kleidung wieder an. Auch den kleinen Fußmarsch, durch das Baumlabyrinth, bis zu meinem Wagen, bringe ich schnell hinter mich. Der Müllbeutel mit ihren Kleidern liegt noch auf dem Beifahrersitz. Ich kann nicht widerstehen, noch einmal daran zu riechen. Noch ein letztes Mal, ihren Geruch in mir aufnehmen.
Als ich in der Stadt ankomme, läuft alles wie geplant. Zwei Blocks vor meinem Wohnhaus halte ich, um die Tüte, in die Tonne am Straßenrand zu werfen. Wie schade, am liebsten hätte ich die Sachen behalten.
Zu Hause angekommen, läuft es ab wie immer.
Ich setze mich an den gedeckten Mittagstisch. Durch den Essensgeruch, verspüre ich sofort ein Hungergefühl. Meine Tochter stürmt auf mich zu vor Begeisterung und ruft: „ Mama…! Papa, ist heute schon früher von der Arbeit zurück!“

 

Hallo LuckyStar,

was soll ich dazu sagen?
Erst mal:
"Das Licht, das ..."

"mit ihrem nackten Körper ..." - entweder: weil sie mit nacktem Rücken ..., oder weil sie nackt ... aber aufliegen tut sie per def nicht mit ihrem Körper, dann wären sie zu zweit. Sie und der Körper.

Noch dazu ist der Text sprachlich holprig. Kommas, wo keine hingehören, Rechtschreibfehler, Formulierungen, die nicht einmal in der umgangssprachlich korrekt sind, geschweige denn literarischen Wert haben.

Wenn Du den Protagonisten sagen lässt, er hätte noch was mit jemandem vor, und dann vögelt er die Leiche bloß und verbuddelt sie, ist das zu wenig.

Die nekrophile Sexszene ist schwach. Unkonkret, unsinnlich (gottseidank!). "Höhepunt des Horizonts" - was soll das sein? Ist er die Sonne?

Ängste steigen in ihm auf? Eine reicht.

Warum wird ihm klar, dass er das Zeitgefühl verloren hat?

Und dass er zum Schluss als normaler Familienvater in eine heile Familie zurückkehrt, ist auch keine Pointe die es rausreißt. Das gehört bei Psychopathenstories zum Standardrepertoire.

Insgesammt: ärgerlich.

Trotzdem schönes Wochenende.
Pardus

 

Hallo LuckyStar!

Willkommen auf kg.de.

Sorry, aber derartige Kommasetzung: "Das Licht was durch die Baumkronen auf, sie herunter scheint" => tut weh! Also, unbedingt daran arbeiten!

"Vielleicht ist ihr kalt, denn sie liegt" => Jeder halbwegs erfahrene Leser weiß bereits hier (spätestens hier), dass "sie" tot ist.

"Nachdem ich den Höhepunkt des Horizonts erreicht hatte, wird mir klar, ich habe" => Auf die Zeiten (Tempus) achten.

"Zum Abschied, streichele ich" => ohne Komma, streichle

Inhaltlich: Du hast da einen Mörder, der eine Familie zu Hause hat. Ja, und? Ist doch nichts Ungewöhnliches, sieht man dauernd in den Nachrichten.
Wenn du eine Geschichte erzählen willst, dann gib Butter bei die Fische! Wenn dir das "Mörder mit Familie"-Thema wichtig ist, dann charakterisiere den Mörder, und vor allem, charakterisiere die Familie. Wissen sie etwas, ahnen sie etwas? Und falls nicht, warum nicht?
In der jetzigen Form ist das nichts, sorry.

Grüße
Chris

 

Bisschen kurz, das Ding, ist wohl eher als Skizze anzusehen.
Der Protagonist müsste eingeführt und ausgestaltet werden, erst dann entwickele ich Empathie (Sympathie oder Antipathie, egal). Es interessiert mich auch weniger, was passiert, sondern warum es passiert.
Zu guter Letzt: Ein solch sensibles Thema wie Kindesmords braucht einfach eine entsprechende sensible Behandlung. Das ist hier nicht der Fall.
Vorschlag: Den Protagonisten nehmen und ihn als liebenden/hassenden/unsicheren Familienvater/Ehemann zeigen. Dann ihn als Mörder.
Fällt mir jetzt spontan ein: Es geschah am hellichten Tag, mit Rühmann und Fröbe.

nasowas

 

Hallo LuckyStar,
ich meine, Kürze muss kein Nachteil sein, wenn der Leser mitgenommen wird und die Effekte stimmen. Ich meine aber, dass die Erotik am Anfang besser ausgebaut sein sollte. Da passiert doch was und der Leser will mitgenommenh werden. Gerade hier bietet es sich an weiter ins Detail zu gehen. Ich meine dabei nicht die Penetration.. kennt ja jeder ... Erotisch ist das Anfassen, Streicheln, Fühlen der Haut ... Nebenbei erhöht das dann sicher auch den schock später.
Man kann durchaus den Eindruck bekommen, als sei das normale Liebe.
Was danach kommt finde ich ok.
Zum Thema selbst ... Ich habe da starke Probleme mit solchen Verbrechen und mit der Darstellung in der Unterhaltung.
Ist aber ja nur meine Sache. Als Kindesmord habe ich das nicht unbedingt gesehen.
Blöd finde ich, dass du dich dazu nicht äußerst.
Egal .. du wirst es ja wohl eh nicht lesen.
Gruß 3

 

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