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Sühne

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06.11.2007
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Sühne

Es fing bereits an zu dämmern, die Dunkelheit legte sich langsam wie eine riesige schwarze Decke über den gesamten Platz. Für einen Herbstabend war die Temperatur sehr angenehm. Trotz des leichten Nieselregens war der Jahrmarkt an diesem Abend gut besucht.
Obwohl Rocky in eine Großfamilie mit sechs Kindern aufgewachsen war, er war der Älteste, machte ihm der Lärm zu schaffen. Es war nicht die eintönige Musik, die aus dem Karussellhäuschen neben ihm unaufhörlich in seinem Kopf eindrang oder die permanenten nach Kundschaft geifernden Durchsagen des Losverkäufers, nein, es waren die Kinderstimmen, die den Lärmpegel auf eine für ihn unerträgliche Stärke stiegen ließen. Die Kinder liefen, die Erschöpft wirkenden Eltern ignorierend, mit Zuckerwatte, Eiscreme und Lakritze über den Rummel, zeigten hysterisch mit ihren kleinen Fingern auf die verschiedenen Attraktionen oder schrieen sich auf dem Karussellpferd Schwachsinnigkeiten zu. „Eine Flut“ sagte er leise zu sich, „die müsste jetzt über den Platz fegen und ihn vom ganzen Geschrei und der Zuckerwatte und Lakritze sauber spülen, dann würde mein Kopf nicht mehr so dröhnen.“ Das Fatale an der Sache war, dass er diese Kinder für sein Vorhaben brauchte. Er brauchte das laute Geschrei, die Menge, die Anonymität, um nach getaner Arbeit abzutauchen.
Man sah Michael Keggen, von seinen Bekannten aufgrund seines boxerischen Talents Rocky genannt, gar nicht an, dass er auf die Vierzig zuging. Sein Äußeres hatte er sich durch viel Sport redlich erarbeitet: breite Schultern, muskulöse Arme und ein schiefer Blick bei 1,90m Körpergröße ließen seine Gegner das Blut in den Adern gefrieren. Er neigte seit früher Kindheit zur Gewalttätigkeit, heute verdiente er seine Brötchen damit.
Den Plan, den er sich ausgedacht hatte, nochmals im Kopf durchspielend, begab er sich in Richtung seines Opfers.

Der Kopf des Opfers, ein gerade mal 15-jähriges Mädchen, gekleidet in dunkelblauen Jeans, einem gelben T-Shirt mit chinesischem Schriftzug und weißen Nike-Turnschuhen, war widernatürlich nach hinten verdreht und hing schlaff zwischen den Schulterblättern herunter. Der Köper wies ein Duztend Kratzspuren und Aufschürfungen auf, der weiße Slip war ihr gewaltsam in den Mund geschoben worden. Die Tasche wurde unachtsam beiseite geworfen, wobei die Sportbekleidung über mehrere Meter verteilt auf dem schmutzigen Asphalt der Gasse lag, in der die grausame Tat verübt worden war.
Nachdem sich das Mädchen mehrere Stunden verspätet hatte, hatte sich sein besorgter Vater auf die Suche gemacht, da der Weg zur Volleyballhalle, wo es jeden Mittwochabend trainierte, nur wenige hundert Meter vom Elternhaus entfernt lag. In der kleinen Gasse hinter dem verlassenen Restaurant unweit der Sporthalle war er dann fündig geworden.

„Schausteller“ sagte er mit unüberhörbarer Verachtung in der Stimme, „ein Haufen hässlicher, stinkender Diebe!“ Schon öfters hatte er mit Menschen diesen Schlages zu tun gehabt und jedes Mal verabscheute er sie umso mehr. In seinen Augen waren sie minderwertige Menschen, mit ihren schmutzig weißen Unterhemden, den schmalzigen Haaren, den fetten Bäuchen und dem unverständlichen Akzent. Er strich sich über die einzige Narbe auf seinem Gesicht, die von einem Fausthieb eines groß gewachsenen Schaustellerjungen stammte, dem er in der Schule sein Taschengeld nicht geben wollte. An diesem Abend würde er seine Schuld endlich begleichen können und dabei auch noch kräftig absahnen.

„Schanze“, ertönte die niedergeschlagene Stimme am Ende der Leitung.
„Hauptkommissar Meier, hallo Herr Schanze. Ich habe leider schlechte Neuigkeiten. Wir mussten heute den Tatverdächtigen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Es deutet zwar vieles darauf hin, dass er der Täter ist, leider haben wir nicht genügend stichhaltige Beweise gegen ihn. Er hatte die Tat wahrscheinlich genau geplant, hatte den richtigen Zeitpunkt abgepasst und seine Spuren sorgfältig beseitigt. Auch der DNA-Test konnte ihn nicht überführen. Wir werden aber nicht aufgeben, wir kriegen ihn, das verspreche ich Ihnen!“
Der Kommissar hatte mit Entsetzen, Trauer oder zumindest Wut gerechnet, nicht jedoch mit „Danke für Ihren Anruf!“, dann das Freizeichen.

Schanze starrte mit ausdruckloser Miene mehrere Minuten auf das Telefon und wählte schließlich eine Nummer, die er seit dem Mord an seiner Tochter schon mehrere Male wählen wollte. „Hallo Rocky…“

Theo Schanze war ein untersetzter, fröhlicher, aber listiger Mann in den Vierzigern. Er und Rocky hatten für einige Monate die Zelle geteilt und sich auf Anhieb gut verstanden. Der Kleine, wie ihn Rocky nannte, hatte sich in Steuerhinterziehungsgeschichten verwickelt, die ihn sowohl seine Bäckerei als auch seine Ehe gekostet hatten, ganz zu schweigen von den sieben Monaten Knastaufenthalt. Der Kleine hatte stets ein paar lustige Worte auf den Lippen, trieb die Wärter mit seinen flapsigen Bemerkungen zur Weißglut, was ihm viele Sympathiepunkte bei den Mithäftlingen einbrachte.
An dem Tag, an dem Schanze Rocky den Auftrag erteilte, seine Tochter zu rächen, war von seiner Heiterkeit keine Spur mehr übrig. Er hatte etwas diabolisch Böses in seinen Augen, das sogar Rocky einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.

Rocky stand jetzt etwa zwanzig Metern von dem Stand seines potentiellen Opfers entfernt, hielt sich aber interesseheuchelnd in einem Schuppen, der mit Plüschtieren vollgestopft war, auf, um nicht sonderlich aufzufallen.
Der Mörder des Mädchens stand nun vor ihm, als wäre nichts geschehen und las in einem Männermagazin. In Natura sah er noch ungepflegter aus, als auf dem Foto, das Rocky von Schanze bekommen hatte: übergewichtig, gekleidet in einem fleckigen Unterhemd und Jeanshosen, die fleischigen Arme tätowiert, die Haare zurück geschleimt.
„Hey, Schätzchen, willste nu watt kaufen, oder nur der Teddybärdame über deinem Kopf zwischen die Beine schnuppern?“ Die Besitzerin des Plüschtierstandes, eine ungepflegete, ältere Frau, hatte ihn bemerkt.
„Na na na, warum denn so giftig? Sind dir etwa die Batterien für dein Dildo ausgegangen, oder schmeckt es dir nicht, dass die Mülltonne draußen mehr Ausstrahlung hat als du?“ entgenete Rocky.
„Wenn du nichts kaufen tust, dann verschwinde, sonst ruf ich gleich Gino und er tut dir das Gesicht einschlagen!“
Gerne hätte er jetzt auf Gino gewartet, während er dieser Frau immer wieder ins Gesicht gespuckt hätte, konnte sich aber kein Aufsehen zu diesem Zeitpunkt erlauben, was das Scheitern seines Plans zur Folge hätte.
„Nee, lass gut sein. Mehr Gestank kann ich nicht mehr ertragen!“ Mit diesen Worten verließ er den Stand und ließ eine vor Wut kochende Schaustellerin zurück.

„Die Bullen können mir nicht helfen. Sie haben dieses Monster nach einigen Tagen frei gelassen. Ich werde nicht dabei zu gucken, wie er frei rum läuft, ich will dass er stirbt. Es ist mir sehr wichtig, dass er einen qualvollen und langen Tod hat. Das hier ist mein letztes Geld, das sollte dich für deine Bemühungen entschädigen.“
Schanze holte einen Umschlag mit Geldscheinen aus seiner Tasche und überreichte diesen Rocky. 10.000,- Euro und ein Foto von dem Mörder.
„Wo finde ich ihn?“
„Nächste Woche wird er mit seiner Sippschaft in dem Kaff Waldhausen sein. Das ist die beste Gelegenheit.“
„Bist du sicher, dass du das willst? Die Bullen können sich sicher denken, wer hinter allem steckt.“
„Seitdem mich meine Frau verlassen hat und ich die Bäckerei verloren hatte, war Susi der einzige Mensch, der meinem Leben einen Sinn gegen hat. Dieses Schwein hat sie mir weggenommen, einfach so. Wenn das alles vorbei ist, werden mich die Bullen nicht finden. Niemand wird mich mehr finden!“

Rockys Sinne waren geschärft, sein Puls ging schneller. Er hatte alles vorbereitet und jetzt konnte er sich ans Werk machen.
Zunächst musste er die Aufmerksamkeit der Menge in eine andere Richtung lenken.
Er holte aus seiner Tasche ein kleines quadratisches Elektrogerät heraus, worauf sich ein Knopf befand und betätigte diesen. Es gab in einigen hundert Meter Entfernung eine Explosion. Von seinem Standpunkt aus war nur zu sehen, dass ein kleiner, unbenutzter Schuppen in Flammen aufging. Die Leute liefen wild umher, bis die Panik sich in Neugier wandelte und sie schaulustig in die Richtung des Feuers liefen.
Diesen Tumult machte sich Rocky zu Nutze und sprintete zum Stand seines potentiellen Opfers. Er stellte sich daneben und wartete, bis der Schausteller ausstieg, um seine Neugier zu befriedigen und sich in Richtung des Brandes zu begeben.
Einige Augenblicke später war es soweit. Nachdem er anscheinend seine Tageseinnahmen in einer Truhe in Sicherheit gebracht hatte, ging die Tür auf und der dicke tätowierte Mörder des Mädchens trat hinaus.
Rocky, der einen Becher Kaffee in der Hand hielt, taumelte auf ihn zu und kippte ihm, einen Betrunkenen spielend, das heiße Getränk über die Hose.
„Heeeeyyyy, du versoffenes Stück Scheisse, ich klatsch dich gleich an die Wand und piss dir auf den Kopf! Guck dir nur meine Hose an“, sagte der Schausteller und blickte den Schaden überprüfend nach unten. Rocky sah seine Chance kommen. In dem Augenblick, in dem er wieder seinen Kopf hob, traf ihn Rocky mit einem brachialen Faustschlag direkt auf dem Kinn. Er sackte augenblicklich zusammen und fiel zu Boden. Mit einem geübten Griff packte in Rocky über seine Schulter und setzte sich zu seinem etwa 30 Metern entfernt parkenden Auto in Bewegung. Die ganze Aktion dauerte nur wenige Sekunden und blieb von der schaulustigen Menge absolut unbemerkt. Rocky gelangte zu seinem Wagen, der auf einem menschenverlassenen und dunklen Parkplatz stand, warf den bewusstlosen Körper in den Kofferraum, knebelte ihn hastig fest und fuhr davon.

Aus dem Nieseln war inzwischen ein Gewitter geworden. Das Plätschern der Regentropfen war deutlich auf dem Dach des verlassenen Restaurants zu vernehmen. Für den Bruchteil einer Sekunde wurde es draußen ganz hell, woraufhin ein gewaltiges Donnern das leise Plätschern übertönte. Der Schausteller öffnete langsam seine Augen. Er sah sich um und bemerkte dann, dass er nackt auf einem Stuhl saß, die Hände auf den Rücken gebunden, die Füße an die Stuhlbeine gefesselt. Rocky sah die Panik in seinen Augen.
„Na, hast du schöne Träume gehabt?“
„Wer zum Geier biste? Was willste Pisser von mir?
„Schau dich mal um. Erkennst du diesen Ort, genauer gesagt, die Gasse hinter diesem Laden?“
Der Mann schaute sich einige Minuten um und erkannte offenbar, dass er sich in dem leerstehenden Restaurant befand, wo er sich versteckt hatte und auf das Mädchen gelauert hatte. Jetzt dämmerte es ihm, warum er hier war.
„Was haste denn mit der kleinen Muschi zu tun, he? Denkste, du kannst mir Angst machen, nur weil du mich hier bringen tust? Lass mich frei du feige Sau, dann tu ich’s dir zeigen!“ Er rüttelte wild an seinen Fesseln, konnte sich aber nicht befreien.
Rocky nährte sich ihm und versetzte ihm mehrere Schläge auf den Körper, so dass er nach Luft schnappend das Gesicht vor Schmerz verzog „Ihr wisst einfach nicht, wann ihr das Maul halten müsst.“ sagte Rocky wütend.
„Die Bullen schnappen dich, du Hurensohn.“ fing der Schausteller wieder an zu provozieren, nachdem er sich von den Schlägen erholt hatte. „Glaubste, du kommst einfach davon, wenn du mich entführst und hierher verschleppen tust? Du kriegst einige Jahre aufgebrummt und kommst in die Zelle. Da tun meine Jungs auf deinen Arsch warten. Jede Nacht werden se mit dir Spaß haben!“ Der Schausteller zeigte immer noch keine Angst.
„Da ist was Wahres dran, die Bullen werden einen Schuldigen suchen. Ich mach mir meine Finger an so einem Scheißhaufen wie dir nicht schmutzig. Meine Arbeit ist getan, ich hau ab“
„Ich wusste, dass du ne feige Ratte bist und nicht den Mumm hast, mich anzupacken. Lass mich jetzt frei, hast dich doch lange genug an meinem nackten Schwanz augegeilt, du Ficker. Lass mich frei, oder glaubste, ich würde zu den Bullen gehen und alles gestehen, nur weil du mich die ganze Nacht hier alleine und gefesselt zurück lässt, du Penner?“
„Die Nacht wirst du mit Sicherheit hier verbringen, aber alleine wirst du nicht sein. Ich habe einen Spezialisten dabei!“ sagte Rocky mit einem Grinsen auf dem Gesicht.
In diesem Moment tauchte aus der Dunkelheit eine weitere Gestalt auf. Der Kopf war durch eine Kapuze verhüllt und sie trug eine Tasche mit sich. Wenige Meter vor dem gefesselten blieb sie stehen und leerte den Inhalt der Tasche auf den Boden aus. Zum Vorschein kamen verschiedene Messersorten, ein kleiner Brenner, Nadeln in verschiedenen Längen und Variationen, Knüppel, diverse Skalpelle, eine Säge und eine Pistole. Die Gestalt deutete Rocky mit einer Kopfbewegung in Richtung Ausgang, worauf hin sich dieser zum Ausgang begab und davon fuhr. Er hat seine Arbeit getan und was dem Schausteller für Qualen bevor standen, wäre sogar für ihn zu viel gewesen.

Schanze nahm die Kapuze ab und griff zum Skalpell. „Ich hoffe du hast Hunger. Du wirst nämlich als Erstes deinen Penis fressen!“

 

Hallo Achilles!

Das ist nun dein vierter Text. Da du ihn hier postest, gehe ich davon aus, dass du Kommentare bekommen willst. Aber warum gehst du dann nicht auf Kommentare ein, beantwortest sie nicht und korrigierst nicht mal sauber aufgelistete Fehler? (Und ich hoffe, ich mache mir die Mühe jetzt nicht umsonst. Das würde ich dir übel nehmen.)
Mal davon abgesehen, dass du dich hier auch sonst nicht einbringst, keinen einzigen Text von anderen kritisiert hast?
So ein Forum funktioniert nicht, wenn nur Texte gepostet werden, Kommentare müssen her. Also, beteilige dich.


Aber zu deinem Text:

"in seinem Kopf eindrang" => in seinen

"es waren die Kinderstimmen, die den Lärmpegel auf eine für ihn unerträgliche Stärke stiegen ließen. Sie liefen" => Hier steht, dass die Kinderstimmen liefen. Du meinst aber bestimmt die Kinder, also umformulieren.

"erschöpftwirkenden" => zwei Wörter

"Zuckerwatten, Eiscreme und Lakritzen" => Ich bin der Meinung, dass weder Zuckerwatte noch Lakritze zählbar ist.

"Flut", sagte er leise zu sich „die" => Komma nach "sich".

"Das fatale an der" => Fatale groß

"Anonymität um nach getaner Arbeit abzutauchen" => Komma vorm "um".

"Man sah Michael Keggen, von seinen Bekannten aufgrund seines boxerischen Talents Rocky" => Es ist unklug, den Namen des Protagonisten erst am Ende des ersten Abschnitts einzuführen. (Das liest sich so, als wäre dem Autor gerade erst eingefallen, wie der Mann heißt, als hätte der Autor aber kein Lust gehabt, den Anfang des Textes ein wenig zu überarbeiten. Im Übrigen ist der Name absolut unwichtig, schließlich kommt er im gesamten Text nicht wieder vor.)

"hatte er sich durch viel Sport redlich erarbeitet: breite Schultern, muskulöse Arme und ein schiefer Blick bei 1,90m Körpergröße" => Er hat sich seine Körpergröße durch Sport erarbeitet? Außerdem verwendet man in literarischen Texten kein Abkürzungen. Was ist gegen "einem Meter neunzig" einzuwenden (schreiberische Faulheit)?

"Er neigte seit früherer Kindheit" => Früherer? Früher als seine frühe Kindheit? Also im Mutterleib?

"ausgedacht hatte nochmals im" => Komma nach "hatte".

"15-jähriges Mädchen, gekleidet in einer dunkelblauen Jeans, ein gelbes T-Shirt" => Abkürzung raus (kommt noch öfter), außerdem: in dunkelblauen Jeans und gelbem T-Shirt.

"Der Köper" => Körper!

"wies ein Duzend Kratzspuren" => Die Kratzspuren werden geduzt? Dutzend.

"Schausteller," sagte er" => Das Komma muss hinter die Anführungszeichen.

"Schaustellerjungen stammte, den er in der Schule sein Taschengeld nicht geben wollte." => dem

"Heute wird er seine Schuld" => Da du in der Vergangenheit schreibst, stimmt dieser Satz hinten und vorne nicht.

"Schanze" ertönte die" => Komma nach der wörtlichen Rede.

"seine Spuren sorgfältig beseitigt. Auch der DNA-Test konnte ihn nicht überführen" => Verständnisfrage: Wenn die Polizei keine DNA-Spuren am Tatort gefunden hat, warum sollte sie dann einen DNA-Test vom Verdächtigen verlangen? Das macht keinen Sinn (und ist außerdem teuer).

"verspreche ich ihnen!" => Das Anrede-Sie, bzw. Ihnen schreibt man groß.

"Der Kommissar hatte mit Entsetzen, Trauer oder zumindest Wut gerechnet, nicht jedoch mit „Danke für Ihren Anruf!", dann das Freizeichen." => Satzbau überprüfen.

"fröhlicher aber listiger Mann" => Komma vorm "aber".

"Steuerhinterziehungsgeschichten verwickelt, die sowohl seine Bäckerei als auch seine Ehe gekostet hatten" => ihn seine ... gekostet hatten

"von dem sieben Monaten" => den

"An dem Tag, an dem er Rocky den Auftrag erteilte" => Er hat also seine eigene Tochter killen lassen?

"Er stand jetzt etwa zwanzig Metern" => Er? Wer? Hier wäre ein Name angebracht, sonst hat man die Wahl zwischen Schanze und Rocky.

"Er stand jetzt etwa zwanzig Metern von dem Stand" => stand und Stand ist unschön

"der mit Plüschtieren übersät war" => Das ist ein schiefes Bild. Beim Säen geht es um Saatkörner, die wie Punkte verteilt sind. Der Raum ist vermutlich mit Plüschtieren vollgestopft.

"Der Mörder des Mädchens stand nun vor ihm" => Ich habe immer noch Verständnisprobleme. Wer steht vor wem? Wenn ich das richtig sehe, steht Schanze vor Rocky. Aber seit wann hat Rocky einen Stand auf dem Jahrmarkt? Das hast du bisher nicht erwähnt. Er hielt doch Schausteller für "hässliche, stinkende Diebe". Nun soll er selbst einer sein?

"noch ungepflegter aus als auf dem Foto, das er von Schanze bekommen hatte" => Und jetzt kapiere ich nichts mehr. Ich dachte, Rocky wäre der Mörder, und der saß mit Schanze in einer Zelle?

"Die Schaustellerfrau hatte ihn bemerkt." => Und wieso bemerkt die "Schaustellerfrau" ihn, aber nicht den, der vor ihm steht?

"Na na na, warum denn so giftig?" => Und was soll giftig sein? Nach deinem Text hat er sich weder gerührt noch etwas gesagt.

"mehr Ausstrahlung hat als du?"
„Wenn du nichts kaufen tust" => Und welche Sprecher wechseln hier?

"zu gucken" => ein Wort
"Seit dem" => dito

Also, ich muss sagen, dass du die verschiedenen Handlungsstränge für die Leser unverständlich durcheinanderwirbelst. Daran solltest du arbeiten. Eine Möglichkeit wäre, den aktuellen Handlungsstrang in die Gegenwart zu setzen.

"Seine Sinne waren geschärft, sein Puls ging schneller" => Auch diesen Absatz solltest du mit einem Namen beginnen. Wie soll der Leser sonst begreifen, dass du nun wieder bei Rocky bist?

"kleines quadratisches Elektrogerät heraus, worauf sich ein Knopf befand und betätigte diesen. Es gab in einigen hundert Meter Entfernung eine Explosion" => Du hast bisher nur erwähnt, dass Rocky ein Schläger ist. Nun ist er ein technisch versierter Bombenbauer. Dass passt nicht.
Außerdem finde ich einen solchen Aufwand unangemessen. Er hätte dem Schausteller auch einfach irgendwo auflauern können, wenn der z. B. pinkeln geht.

"bis der Schausteller ausstieg" => Aus einem Stand ausstieg? Klingt nicht so toll.

"der dicke tätowierte Mörder des" => Komma nach "dicke". Kommafehler kommen noch einige, aber ich werde sie nicht mehr anmerken. Geh selbst suchen.

"Rocky, der einen Becher Kaffee in der Hand hielt, sah ihn heraus kommen" => Natürlich sah er das. Das hast du doch gerade zuvor (aus seiner Sichtweise) beschrieben.

„ Heeeeyyyy" => Leerzeichen zuviel. Außerdem sind die vier e und vier y unelegant.

"Hose an." sagte der Schausteller" => Statt Punkt in der wörtliche Rede Komma nach der wörtlichen Rede. Dementsprechende Fehler sind auch noch mehr im Text.

"In dem Augenblick, in dem er wieder seinen Kopf hob, traf ihn Rocky mit einem brachialen Faustschlag direkt auf dem Kinn. Er sackte augenblicklich zusammen und fiel zu Boden" => Bezugsprobleme. Du solltest den Schausteller auch mit Namen benennen, damit die ers und die ihns klar zuzuordnen sind. Das Problem stellt sich im Text auch noch häufiger.

"Aus dem Nieseln war inzwischen ein Gewitter geworden." => Wo hattest du erwähnt, dass es nieselt?

"Das Plätschern der Regentropfen war deutlich zu vernehmen." => Der Leser nimmt an, dass sich deine Protagonisten noch immer im Auto befinden. Solche Sprünge solltest du vermeiden.

"Wer zum Geier biste?" => Übrigens muss ich sagen, dass dieses Klischee vom hirnlosen Schausteller eben ein Klischee ist, und Klischees sollte man beim Schreiben möglichst aus dem Weg gehen.

"an so einem Scheißhaufen wie dich nicht schmutzig" => wie dir

„Ich hoffe du hast Hunger. Du wirst nämlich als Erstes deinen Penis fressen!" => Es wäre interessant zu erfahren, wie er den Schausteller dazu bringen will, das zu tun.

Naja, wie du sicher schon bemerkt hat, konnte ich dem Text nicht allzuviel abgewinnen. Die formalen Fehler solltest du ausmerzen und dann den Text mal aus Lesersicht lesen und die unklaren Stellen in eindeutige verwandeln.
Zum Thema: Eine der üblichen Rachegeschichten. Worum es geht, wird wenigstens im Nachhinein klar, das ist gut.
Was allerdings fehlt (bei Rocky ebenso wie bei Schanze) ist Persönlichkeit. Auch daran solltest du noch arbeiten.

Das war's dann von mir.

Grüße
Chris

 
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Hi Chris!

Vielen Dank für die Zeit und Mühe, die du in diese Korrektur investiert hast. Und warum ich die Kommentare nicht beantworte, ist einfach. Guck dir bitte meine erste Geschichte an, die ich veröffentlicht habe und achte dann auf die Kommentare. Der Erste bezieht alles auf die Sexualität, als wäre er ein direkter Nachkomme von Siegmund Freud und der andere vergleicht mich mit einem Pavian. Wenn man von solchen pseudo Intellektuellen als ein Idiot dargestellt wird, dann wirst du sicher verstehen, dass man dann keine Lust auf weitere Diskussionen hat.
Deine Anmerkungen sind sachlich und wenn auch zum Teil berechtigt, dafür danke ich dir.

Nun zum Text. Meine Zeichensetzung ist ja katastrophal. Ich werde die Korrekturen bald vornehmen.

Er hat sich seine Körpergröße durch Sport erarbeitet?
"...breite Schultern, muskelöse Arme... bei 1,90m.

"An dem Tag, an dem er Rocky den Auftrag erteilte" => Er hat also seine eigene Tochter killen lassen?
Du hast dir die Geschichte anscheinend nicht genau durchgelesen. Es geht aus mehreren Stellen hervor, dass Rocky und Schanze befreundet sind. Schanze gibt Rocky den Auftrag, den Mord an seiner Tochter zu rächen.
Hier einige Beispiele:
Er und Rocky hatten für einige Monate die Zelle geteilt und sich auf Anhieb gut verstanden.
An dem Tag, an dem er Rocky den Auftrag erteilte, war von seiner Heiterkeit keine Spur mehr übrig.
Schanze starrte mit ausdruckloser Miene mehrere Minuten auf das Telefon und wählte schließlich eine Nummer, die er seit dem Mord an seiner Tochter schon mehrere Male wählen wollte. „Hallo Rocky…“

"Der Mörder des Mädchens stand nun vor ihm" => Ich habe immer noch Verständnisprobleme. Wer steht vor wem? Wenn ich das richtig sehe, steht Schanze vor Rocky. Aber seit wann hat Rocky einen Stand auf dem Jahrmarkt? Das hast du bisher nicht erwähnt. Er hielt doch Schausteller für "hässliche, stinkende Diebe". Nun soll er selbst einer sein?

"noch ungepflegter aus als auf dem Foto, das er von Schanze bekommen hatte" => Und jetzt kapiere ich nichts mehr. Ich dachte, Rocky wäre der Mörder, und der saß mit Schanze in einer Zelle?

"Die Schaustellerfrau hatte ihn bemerkt." => Und wieso bemerkt die "Schaustellerfrau" ihn, aber nicht den, der vor ihm steht?

"Na na na, warum denn so giftig?" => Und was soll giftig sein? Nach deinem Text hat er sich weder gerührt noch etwas gesagt.

"mehr Ausstrahlung hat als du?"
„Wenn du nichts kaufen tust" => Und welche Sprecher wechseln hier?

Wenn man erst verstanden hat, dass Rocky nicht der Mörder ist, sondern den Mörder jagt, dann ergeben sich die Fragen von selbst.

"Na na na, warum denn so giftig?" => Und was soll giftig sein?
Ihr Blick!

"kleines quadratisches Elektrogerät heraus, worauf sich ein Knopf befand und betätigte diesen. Es gab in einigen hundert Meter Entfernung eine Explosion" => Du hast bisher nur erwähnt, dass Rocky ein Schläger ist. Nun ist er ein technisch versierter Bombenbauer. Dass passt nicht.
Außerdem finde ich einen solchen Aufwand unangemessen. Er hätte dem Schausteller auch einfach irgendwo auflauern können, wenn der z. B. pinkeln geht.
Ich hätte aber ganz gerne eine Explosion! ;-) Außerdem habe ich geschrieben, dass Rocky zu Gewalttätigkeit neigt. Das impliziert nicht nur köperliche Gewalt, also muss er nicht nur ein Schläger sein.

"Aus dem Nieseln war inzwischen ein Gewitter geworden." => Wo hattest du erwähnt, dass es nieselt?
Siehe zweiten Satz der Geschichte.

„Ich hoffe du hast Hunger. Du wirst nämlich als Erstes deinen Penis fressen!" => Es wäre interessant zu erfahren, wie er den Schausteller dazu bringen will, das zu tun.
Das Ende soll die Phantasie anregen. Wenn ich es ausführen würde, wie Schanze mit seinem Skalpell dem Gefesselten den Penis abschneidet und ihn zwingt, diesen zu "fressen", wäre es genau so, als würde ich dir ein Steak kaufen, es aber erst schön vorkauen, damit du es leichter verdauen kannst.

Deine Korrektur ist aber sehr hilfreich für mich. Ich hab den Text mehrere Male durch gelesen, aber die vielen Fehler sind mir nicht aufgefallen, also vielen Dank nochmal.
Ich werde mich auch künftig mehr in dieses Forum einbringen, denn dein Einwand ist völlig berechtigt. Kritik kann ich sehr wohl vertragen, Sarkasmus jedoch nicht.

Viele Grüße
Achilles79

 

Hallo Achilles!

"Und warum ich die Kommentare nicht beantworte, ist einfach. Guck dir bitte meine erste Geschichte an, die ich veröffentlicht habe und achte dann auf die Kommentare. Der Erste bezieht alles auf die Sexualität, als wäre er ein direkter Nachkomme von Siegmund Freud und der andere vergleicht mich mit einem Pavian."
=> Ich gebe zu, dass ich diese Kommentare nicht gelesen habe, kann mir aber denken, von wem (zumindest der erste) kommt (- nachgesehen und recht gehabt). Persönliche Beleidigungen sind keinesfalls angebracht, und wenn das zu weit geht, dann wende dich an einen der Moderatoren.

Ich beziehe mich immer auf die Texte (was natürlich auch manchmal beleidigend aufgefasst wird) und alles, was ich sage, spiegelt meine Meinung wider (abgesehen von Rechtschreibung und Zeichensetzung), aus du dir rauspicken kannst, was dir weiterhilft.

Ganz zum Anfang: "Du hast dir die Geschichte anscheinend nicht genau durchgelesen." => Am Ende wird es klar, wie erwähnt, aber der Anfang ist mir zu verwirrend. (Bei Texten aus dem Internet ist es nicht so wie bei einem Buch, dass man sich interessehalber kauft. Wenn der Anfang einer Geschichte nicht gefällt, etwas unstimmig erscheint ... wird oft nicht bis zum Ende gelesen.)

"Na na na, warum denn so giftig?" => Und was soll giftig sein?
"Ihr Blick!" => Okay, ich dachte, zwischen der ersten Anmerkung und "der Besitzerin" wäre ein Zeilenumbruch, was aber nicht so ist. Aber den Blick hast du nicht erwähnt - es ist also eher ihre Anmerkung, die giftig ist.

"Ich hätte aber ganz gerne eine Explosion! ;-)" => Das habe ich mir gedacht, aber es ist im Text nicht nachvollziehbar. Wie kommt Rocky, der Schläger (anders hast du ihn nicht beschrieben), an Sprengstoff, woher hat er das nötige Wissen ...?

"Aus dem Nieseln war inzwischen ein Gewitter geworden." => Wo hattest du erwähnt, dass es nieselt?
"Siehe zweiten Satz der Geschichte."
=> Okay, (es ist der dritte) aber das ist viel zu lange her. Nimm die Situation auf dem Rummel, wo der Mörder entführt wird. Da wurde der Regen mit keinem Wort erwähnt, was aber angebracht wäre.

"Wenn ich es ausführen würde, wie Schanze mit seinem Skalpell dem Gefesselten den Penis abschneidet und ihn zwingt, diesen zu "fressen", wäre es genau so, als würde ich dir ein Steak kaufen, es aber erst schön vorkauen, damit du es leichter verdauen kannst." => Herrlich. Du solltest trashige Horrortexte schreiben.
Meine Phantasie ist angeregt, ich stelle mir das allerdings praktisch vor. Wenn man dem Typen sein bestes Stück abschneidet, ist es sehr wahrscheinlich, dass er ohnmächtig wird, sei es wegen der Schmerzen oder wegen des Blutverlustes.

Eine Sache noch, die mir beim letzten Scrollen über den Text aufgefallen ist: Wenn ich dich richtig verstehe, ist der in normalen Lettern gesetzte Text Gegenwart (sozusagen, da du in der Vergangenheit schreibst), und der kursive Vergangenheit. Da stimmt aber nicht alles, denke ich. Sieh nochmal drüber.

Grüße
Chris

 

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