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Thema des Monats Schnipp, schnapp!

Seniors
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31.10.2003
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Schnipp, schnapp!

„Schnipp, schnapp, Finger ab!
Oh weh, oh weh, wie das blutet. Nur nicht hektisch werden. Reiß dich zusammen, und hör auf zu zucken!“

„Oh ja, das tut weh, aber warte, gleich kommt der Nächste dran. Die Kunst zur Kompensation des Schmerzes liegt in seiner Vervielfältigung, hast du das nicht schon mal gehört? Nein? Macht nichts. Schnipp, schnapp, mit der großen scharfen Scher; hei, da schreit der Konrad sehr! Ich habe diese Geschichte geliebt.“

„So, und jetzt: Konzentration! Uuuund … schnipp!
Uaah, das war geil; absolut geil. Bis zum Küchentisch rüber.
Jetzt weiß ich endlich, warum uns der liebe Gott fünf Finger pro Hand beschert hat, der Gute.
Wobei, wenn ich bedenke, dass da ja auch noch diese süßen kleinen Zehen sind. So viele an der Zahl, so zart, so zerbrechlich.
Und, wie schmecken sie? Frisst der echt die Finger auf. Und so was nennt sich Freund.
Da wirft sich mir doch die Frage auf, was stärker blutet? Finger oder Zeh? Aijaijai, das hört ja gar nicht mehr auf. Vielleicht sollte ich es doch abbinden?
Pschh, lass uns für einen Augenblick diesen bohrenden Moment der Verzückung genießen. Pschh. Ein eingepflanztes Insekt, das sich durch die Adern frisst, kann deliziöser nicht sein.
Ich glaube doch, ich binde es ab.“

* * *

„Kennst du den Unterschied zwischen einer Axt und einem Beil? Na klar, dieses kleine Ding hier ist ein Beil. Das glänzende Metall bildet einen interessanten Kontrast zum bleichen Fleisch, findest du nicht? Gut, dass ich die Haare wegrasiert habe. Wenn ich das so betrachte, hätten durchaus die Fußnägel geschnitten werden können. Der war gut, nicht wahr?!
So, und jetzt nicht bewegen. Stillhaaaalten!“

„Oh scheiße, scheiße! Ich muss kotzen. Das war ja der halbe Fuß. Ich muss das Zielen mit diesen Dingern lernen. Oh scheiße, tut das weh. Durchatmen! Ein und aus. Ganz langsam.
Was sagte mein alter Herr immer so schön? Beende stets, was du begonnen hast. Hehe… das werde ich. Wie damals auch.“

* * *

„Diese Position ist äußerst ungünstig, ich weiß. Du denkst, ich werde ohnmächtig? Niemals, aufgeputscht bis unter die Zehnägel; ja genau, die, die du gerade gefressen hast, du dummer Köter. Willst du noch mehr?
Warte.“

* * *

„Oh …
... Mann …
... du hattest Recht … Wie lange war ich weg? Labiler Kreislauf. Hast du tatsächlich das ganze Blut aufgeschleckt? Braver Hund.
Hey, was ist das denn? Du hast dran rumgenagt, du elender Scheißköter. Natürlich hast du das, sieh dir das ausgefranste Fleisch an. So schlecht kann ich gar nicht zugeschlagen haben. Oh scheiße, tut das weh. Wolltest du, dass ich vorher an ´ner Blutvergiftung krepiere?

So, und jetzt geh zur Seite, dummer Köter. Gleich kannst du dich richtig satt fressen. Ich muss nur genau zielen.
Schon mal frisches Hirn probiert?“

 

PS Den Titel fand ich ... doof.
Äh... Ich, ehrlich gesagt, auch. Allerdings wollte ich auch keinen Hochtrabenden erfinden, da die Geschichte ja auch eigentlich nicht hochtrabend ist.

Hi Chazar.

ja, ich fand auch, dass es zum Ekligsten gehört, was du seit langem geschrieben hast.
Echt??? :confused: Ich meine, ich freue mich natürlich, wenn du sowas sagst, aber eigentlich war es einer dieser berühmten "Schnellschüsse". Vielleicht sollte man sich beim Schreiben keine großen Gedanken machen ... *grübel*

Ich fand allerdings gut, dass du den ganzen Text nur in wörtlicher Rede erzählt hast - und das auch noch überzeugend.
Mich als absoluten "Wörtliche-Rede-Fan" macht das echt stolz. Ich hatte Tama mal geschrieben, dass ich überhaupt nicht auf diesen "Zweite-Personen-Erzählstil" stehe. Deshalb entstand der Hund, mit dem er sich unterhält.
Schön, dass es überzeugend rüberkam.

Lustig fand ich es aber nicht. War es so gedacht? *verwirrt sei*
Nö, eigentlich nicht.

Danke für deinen Kommentar.

Gruß! Salem

 

Hey Salem, altes Haus

Schnipp, schnapp, mit der großen scharfen Scher; hei, da schreit der Konrad sehr! Ich habe diese Geschichte geliebt.“
Oh man, ich fand die Geschichte sowas von grauenhaft als kleiner Bub. Wie der da dann in seiner Blutlache stand und auf seine abgeschnittenen Finger gestarrt hat, aber ich glaube es hat gewirkt, also erziehungstechnisch. :D Und was für eine kranke Geschichte. Ein Typ, der sich da selber zum Essen zubereitet, für sein Hundchen. Leider sehr unrealistisch, die Geschichte, was das große Manko ist, denn das wahre Grauen lauert ja immernoch im Realen, nicht im Fiktiven.

Trotzdem natürlich gern gelesen,
Eike

 

Huhu Segler!

Bist du nicht der Autor der realistischen Geschichte "Das tiefe Loch" oder so ähnlich?:D

Oh man, ich fand die Geschichte sowas von grauenhaft als kleiner Bub. Wie der da dann in seiner Blutlache stand und auf seine abgeschnittenen Finger gestarrt hat
Ich auch. Trotzdem musste ich sie mir immer wieder angucken. Vielleicht war das schon der Entstehungsbeginn des kleinen Salem ...:hmm:


Leider sehr unrealistisch
Trotz diesem hier?:

"Du denkst, ich werde ohnmächtig? Niemals, aufgeputscht bis unter die Zehnägel"
Ich war tatsächlich der Meinung, dass das so geht.

Trotzdem natürlich gern gelesen,
Das freut mich natürlich!

Gruß! Salem

 

Find sie gut ..

Hallo Salem,
ich muß sagen, ich find sie gut. Egal, was andere sagen.

Splatter schreckt mich nicht ab, Langeweile schon.

LG
Spalatus

 

Moin Spalatus.

ich muß sagen, ich find sie gut. Egal, was andere sagen.
Das weiß zu erfreuen!!!:D

Splatter schreckt mich nicht ab, Langeweile schon.
So gehts mir auch, wobei zuviel Splatter ja auch schon wieder langweilig sein kann ...

Habe mich auf jeden Fall über deinen Kommentar gefreut.

Gruß! Salem

 

Hi Salem

Das wird eine Kritik so kurz wie deine Geschichte. Nee kürzer. :D
Also dein Prot hat ordentlich einen an der Waffel und der Plot so schön sarkastisch und eklig geschrieben. Was soll Frau da noch sagen. Schöner Quickie, gern gelesen - brauchst dir also nicht die Finger abhacken und darfst weiter Geschichten schreiben. ;)

Lieben Gruß, Phoenix

 

Hi Phoenix.

Das wird eine Kritik so kurz wie deine Geschichte. Nee kürzer.
Ich glaube, das Monatsthema wäre erfüllt, wenn die Kritik wirklich mal länger wäre ...


Also dein Prot hat ordentlich einen an der Waffel
Ehrlich??? Bei welcher Szene denn? :confused: :hmm:

brauchst dir also nicht die Finger abhacken und darfst weiter Geschichten schreiben.
Und das sagst du erst jetzt??? Egal, zwei hab ich ja noch!

Dank dir für´s Lesen und den netten Kommentar. Dann werd ich jetzt mal weiterschreiben.

Lieben Gruß! Salem

 

Ehrlich??? Bei welcher Szene denn? :confused: :hmm:
Willst du mir jetzt etwa erzählen das so ein Verhalten normal ist? *Psychologie Lehrbuch auf Tisch pack*:D

 

Da musste ich lachen:

Uaah, das war geil; absolut geil. Bis zum Küchentisch rüber.

:)

Anonsten fand ich die Geschichte nicht gut. Keine Charaktere, keine Spannung - nur eine vage Erinnerung an den Struwwelpeter.

Liegt aber ganz sicher daran, dass ich kurze Stories grundsätzlich nicht mag ;)

MFG
Markus

 

Huhu, Herr der Plantagen!:D


Anonsten fand ich die Geschichte nicht gut. Keine Charaktere, keine Spannung - nur eine vage Erinnerung an den Struwwelpeter.
Wobei Letzteres gar nicht beabsichtigt war; war lediglich ein Satz, der mir spontan beim Schreiben einfiel.

Liegt aber ganz sicher daran, dass ich kurze Stories grundsätzlich nicht mag
Ach, das glaube ich nicht. Mit Sicherheit gibt es auch kurze Kurzgeschichten, die spannend sind, ja gar eine nachvollziehbare Handlung und realistische Charaktere haben (sollte ja auch eigentlich Ziel der Monatsaufgabe sein, wenn ich mich nicht irre).

Mein Ziel war mal wieder: Unterhaltung durch Ekel :shy:

Dank dir trotzdem fürs Lesen und Kommentieren. Ich sagte ja bereits, die Nächste wird wieder länger (könnte da ansonsten noch "Anopheles" empfehlen ...:D )

Gruß! Salem

 

Tja, lange Geschichten sind einfach unterhaltsamer, finde ich - dh. natürlich nur, wenn sie auch gut sind :) Aber da brauch ich bei dir ja keine Bedenken zu haben.

Ich werde Anopheles lesen, sobald ich wieder Tinte im Drucker hab.

MFG
Markus

PS: Irgendwie hab ich den Eindruck, dass ich hier auf kg.de komplett auf "Die Plantage" reduziert werde *g*

 

Ji Salem

Großes Lob:
1) kurze Geschichte und alles (was ich von dir gewohnt bin) ist drinnen
2) Du zeigst, sehr schön, wie man mit wenigen Sätzen eine Geschichte schreiben kann, zu der andere 10 Seiten brauchen.
3) Du schaffst es auch noch eine Pointe einzubauen und die ganze Zeit ist die Geschichte spannend.

Eine Kleinigkeit:

Damals, sowie heute.

Gefällt mir einfach nicht. Damals und auch heute; Damals wie auch heute klingen für mich einfach passender

L.G.
Bernhard

 

Hi Bernhard.

Toll, dass es dir gefallen hat!


Du zeigst, sehr schön, wie man mit wenigen Sätzen eine Geschichte schreiben kann, zu der andere 10 Seiten brauchen.
Och, ich könnt das auch in zehn Seiten schreiben ... oder in zwanzig ...:D

Du schaffst es auch noch eine Pointe einzubauen und die ganze Zeit ist die Geschichte spannend.
Vielen Dank!

...auch fürs Lesen.

Gruß! Salem

 

Im Prinzip ist die Story sehr gut. Kurz, pervers und abstoßend.

Aber sie hat ein Manko, das nicht direkt mit der Story als mit dem Gesamtwerk des Autors zu tun hat. Sie variiert schon wieder die Story des Psychopathen, der Freude an der Selbstverstümmelung hat. Und das nutzt sich langsam ab bei mir.

r

 

Ich schwöre bei meinen Extremitäten, dass es vorerst die letzte dieser Art war.
Obwohl, betrachtet man die Zeitspannen, die zwischen den Geschichten lagen, muss ich gestehen, dass es mich wohl ab und an überkommt ...:shy:

 

Ich kapier echt net was des alles heißen soll. Worum geht's da eigentlich richtig, des kommmt überhaupt nicht zur Geltung!!!!

Gruß
Fantasygirl

 

Ich kapier echt net was des alles heißen soll. Worum geht's da eigentlich richtig, des kommmt überhaupt nicht zur Geltung!!!!
Nun, Thema des Monats war, eine Horrorgeschichte mit einer Länge von einer DIN A4-Seite zu schreiben.
In dieser Geschichte hier hat sich jemand mit Drogen zugedröhnt und beginnt, sich selbst zu zerhacken, um sich an seinen Hund zu verfüttern.
Ich gebe dir allerdings Recht, dass der Hintergrund recht dürftig, wenn nicht sogar gar nicht vorhanden ist :Pfeif:

Dank dir trotzdem fürs Lesen und für deinen ehrlichen Kommentar.

Gruß! Salem

 

Hi Salem,

ich wollte nur mal kurz Rückmeldung geben. Ich fand die Geschichte nicht besonders eklig, weil ich mich überhaupt nicht in den Prot einfühlen konnte. Die Situation ist mir dermaßen fern, dass ich dem Text nahezu keine Bedrohung meines Selbst entnehmen konnte, ich fand sogar Deine obige Zusammenfassung

In dieser Geschichte hier hat sich jemand mit Drogen zugedröhnt und beginnt, sich selbst zu zerhacken, um sich an seinen Hund zu verfüttern.
wesentlich verstörender, weil da der Grund ("Drogen") thematisiert wird, und damit eine Verbindung zum Leser (jeder kann ja unfreiwillig Opfer von solchen Substanzen werden) hergestellt wird.

Ansonsten schließe ich mich den Lobeshymnen an, geschrieben ist es nämlich gut.

Grüßlichst,
Naut

 

Hi Naut.

Du denkst, ich werde ohnmächtig? Niemals, aufgeputscht bis unter die Zehnägel;
Hier war der kleine versteckte Hinweis. War aber wohl wirklich zu versteckt ...:Pfeif:

Dank dir vielmals für deinen Kommentar. Vielleicht sollt ich nochmals drüberlesen ...

Gruß! Salem

 

Hi Salem,

ich nochmal.

Das hatte ich eher der Hormonausschüttung durch den Schmerz zugeschrieben. Aber jetzt wo du's sagst, wird es klar. Allerdings wirkt der Satz, als habe sich der Prot selbst wissentlich aufgeputscht, quasi im vollen Wissen um die Konsequenzen, was mich wiederum von ihm distanziert (ist aber wohl eine persönliche Sache).

Viele Grüße,
Naut

 

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