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Spencer Berry

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05.07.2020
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Spencer Berry

Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Spencer Berry die zerknitterte Zeitung. Während er las, wanderte sein Finger langsam die Zeilen entlang. Stockte. Wanderte wieder zurück. Schließlich nahm er seine verstaubte Brille ab, legte sie vor sich auf den Tisch und versuchte, sich einen Reim auf das zu machen, was er soeben gelesen hatte.
Wechselstrom. Elektromagnetische Wellen. Resonanztransformatoren. Der Wahnsinn!
Es war ein schwieriges Terrain, zugegeben. Und da das Lesen nicht unbedingt zu seinen vielfältigen Stärken gehörte, brauchte es Geduld und eine Menge Durchhaltevermögen, sich da durchzukämpfen. Nichtsdestotrotz hatte Spencer die vergangenen Stunden ununterbrochen damit zugebracht, die vergilbte Ausgabe des weekly scientific minutiös zu studieren. Freilich begriff er nicht mal die Hälfte von dem, was da stand, aber zumindest eine Erkenntnis hatte sich durchgesetzt. Dieser verrückte Serbe war ein echter Teufelskerl!
Zufrieden grinsend begann Spencer damit, sich eine Zigarette zu drehen. Wobei ihm natürlich nicht entging, dass er beobachtet wurde. Seit einer ganzen Weile schon drückte sich an der Theke so ein junger Kerl herum und tat so, als genieße er seinen Whisky. Dabei war es kaum zu übersehen, dass er immer mal wieder einen verstohlenen Blick in seine Richtung warf. Er wäre nicht Spencer Berry, wenn ihm so etwas nicht auffallen würde. Aber es kümmerte ihn nicht sonderlich. Er war mit ganz anderen Fragen beschäftigt.
Spulen. Patente. Wechselstrom. In was für einer verrückten Zeit er doch lebte. Hier trieben sie Rinder übers Feld, während in New York mit Blitzen herumexperimentiert wurde. Wenn er es richtig verstanden hatte, ging es darum, bald überall elektrisches Licht zu haben. Überall! Und dieser Tesla hatte sogar davon gesprochen, dass es möglich sein würde, sich mit allen möglichen Menschen über die größten Entfernungen hinweg zu unterhalten.
Die Zigarette war fertig gedreht und der Fremde erhob sich. Spencer suchte nach Streichhölzern, während der Mann auf seinen Tisch zukam.
"Sie sind es!“
Spencer versuchte sein Glück in der anderen Tasche.
„Sie sind Spencer Berry!“
Treffer. Er förderte eine Packung Zündhölzer hervor und riss eines davon an. Durch den Rauch seiner Zigarette sah er, dass der Mann mit einem Revolver auf ihn zielte. Nun ja, damit hätte er eigentlich auch rechnen können.
„Ich hab sie erst nicht erkannt. Nichts für ungut, aber ich hab sie mir immer größer vorgestellt und irgendwie ... imposanter. Aber ...“ Der Fremde kramte ein Stück Papier hervor und legte es vor Spencer auf den Tisch. „Sie sind es! Ohne Zweifel!“ Er pochte begeistert mit seinem Finger auf das Plakat.
Spencer betrachtete das Bild. Nun, da hatte ihn wohl wieder einmal irgendwer aus dem Gedächtnis gemalt und ein wenig mit der künstlerischen Ausgestaltung übertrieben. Ebenmäßige Zähne blitzten ihm entgegen, dazu ein markantes Kinn, ein gewagter Schnauzer sowie ein kühler, entschlossener Blick. Eine gewisse Ähnlichkeit war schon da, aber die Darstellung seiner Person schmeichelte ihm doch sehr. Wenigstens seinen Namen hatte man richtig geschrieben. Grinsend schob er das Stück Papier zurück über den Tisch.
„Erwischt. Spencer Berry, angenehm. Und mit wem habe ich die Ehre?“
„Willy Smith.“
Mit leichter Missbilligung musste Spencer feststellen, dass Willy seine höfliche Nachfrage offensichtlich mit einer Einladung zum Platz nehmen verwechselt hatte. Tja, das würde sich dann wohl eindeutig zu einer etwas längeren Sache hinziehen. Seufzend warf er Earl hinter dem Tresen einen Blick zu und machte eine Geste, ihm ein Bier und einen Whisky zu bringen.
„Willst du auch was trinken?“
Willy überging die Frage.
„Spencer Berry, nicht zu fassen. Sie müssen wissen, dass ich schon lange auf der Suche nach Ihnen bin!“
Earl, der das kleine Kunststück fertigbrachte, zu gleichen Teilen immer etwas gelangweilt und gefährlich auszusehen, trat wortlos an ihren Tisch. Mit dem Blick einer müden Bulldogge stellte er Bier und Whisky vor Spencer ab. Dann warf er sowohl ihm als auch Willy Smith einen langen, nur schwer zu deuteten Blick zu und schlurfte zurück zur Theke.
„Danke, Earl!“, rief Spencer ihm hinterher. Er zwinkerte seinem Gegenüber zu und leerte den Whisky in einem Zug.
„So, Karten auf den Tisch, bist wegen des Geldes da, eh?“ Spencer nickte in Richtung des Plakats. „Blöde Frage. Natürlich biste deswegen da.“
„Mr. Berry, das ist nicht ganz richtig. Ich muss ihnen gestehen, dass ich ein großer Bewunderer ihrer Person bin! Sie sind eine Legende, eine ...“ Willy fehlten ganz offensichtlich die passenden Worte. Er brach ab, errötete und setzte dann stockend neu an. „Mr. Berry, ich habe so viel gelesen, aber ... Aber ich würde gerne ein paar der Geschichten von Ihnen hören. Aus erster Hand sozusagen.“ Willy machte eine Pause und strahlte Spencer an. „Die Wilson-Gang. Erzählen Sie mir davon, wie Sie es geschafft haben, es gleichzeitig mit sieben Männern aufzunehmen? Ich hab gehört, sie haben sich in einem Kirchturm verschanzt? Und haben dann jedes Einzelne dieser Schweine abgeknallt? War´s nicht so?“ Vor Begeisterung überschlug sich die Willys Stimme und der Colt, mit dem er unvermindert auf Spencer zielte, zitterte.
„Willy, weil wir uns ja gerade so nett unterhalten und unter uns sind, würds dir vielleicht was ausmachen, deine Knarre für den Moment wegzustecken? Macht mich ein wenig nervös, wenn ich ehrlich sein soll. Und einer netten Gesprächsatmosphäre ist das ja auch nicht gerade zuträglich, oder?“
Willy hörte auf zu grinsen.
„Mr. Berry, bei allem Respekt für Ihre Person, missverstehen Sie offensichtlich Ihre Lage und unterschätzen mich. Können Sie sich vorstellen, warum ich hier bin?“
„Nun, ich ahne es.“
Willy lächelte.
„Mein Name ist Willy Smith. Und ich habe mir vorgenommen, der Größte zu werden! Und sie, Mr. Berry, werden mein vorläufiger Höhepunkt! Billy Hudson und Cold Eye Joe. Sagen diese Namen Ihnen irgendwas?“
„Davon abgesehen, dass das ziemliche Aufschneider sind?“
Willy zuckte für einen kurzen Moment zurück, begann dann aber wieder zu grinsen.
„Genau. Im Vergleich zu Ihnen waren das natürlich kleine Fische. Die Betonung liegt im Übrigen auf waren.“ Willy strahlte sein Gegenüber an. Spencer vermutete, dass dieser Kerl nicht ganz bei Trost war. Keine Seltenheit hier draußen.
„Und jetzt bin ich hier, um mit Ihnen abzurechnen, Mr. Berry. Sie sind schließlich einer der Größten! Und eben genau aus diesem Grund werde ich einen Teufel tun und meine Waffe wegstecken. Verstehen Sie mich nicht falsch, ist nichts Persönliches, aber ich weiß nun mal, wozu Sie in der Lage ...“
„Willy, einen Scheiß weißt du.“ Spencer begann zu grinsen und entblößte dabei sein nicht ganz so strahlend weißes Gebiss. „Nen ernst gemeinter Rat, Junge. Zögern ist gefährlich. Wenn du also wirklich hier bist, um Ernst zu machen, dann ziehs gefälligst auch durch, solange du im Vorteil bist. Kann dir doch egal sein, heißt ja schließlich nicht umsonst tot oder lebendig, right? Die wissen schon ganz genau, warum die das drauf schreiben, meinste nicht? Also, worauf wartest du?“
Willy machte keinerlei Anstalten, dem Ratschlag Spencer Berrys zu folgen.
„Mr. Berry, ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie Sie mir im Moment gefährlich werden sollten, solange ich mit einer Waffe …“
„Gute Güte ...“, unterbrach ihn Spencer und warf die Hände zur Decke. „Unterhalten wir uns eben. Die alten Geschichten willste hören, was? Muss dich leider vorwarnen, könnte ne Enttäuschung werden.“
Willys Blick flackerte.
„Was soll das heißen?“
Spencer machte eine Pause und nahm einen Schluck Bier.
„Soll heißen, dass es in besagtem Kaff gar keine Kirche gab. Stell dir vor, die hatten noch nicht mal nen anständigen Saloon.“ Anerkennend nickte er in Richtung Earls, der diese wohlwollende Geste gewohnt gelassen an sich abprallen ließ.
„Aber selbst wenn da irgend nen Turm rumgestanden wäre, hätten mich da keine zehn Pferde hochbekommen. Ich habs nicht so mit der Höhe, musst du wissen. Und son Kirchturm? Vergiss es.“ Spencer machte eine wegwerfende Geste und nahm einen Schluck Bier. Dann lehnte er sich nach vorne und raunte:
„Wir sind ja unter uns, Willy. Ich fürchte, son Turm hätte mir ohnehin nichts gebracht. Ich bin nämlich ein ganz hundsmiserabler Schütze, musst du wissen. Ehrlich gesagt, wäre ich mir nicht mal sicher, ob ich den guten Earl von hier aus treffen würde.“ Die beiden warfen Earl einen verstohlenen Blick zu.
„Und der ist immerhin mindestens so breit wie hoch“, ergänzte Spencer.
„Hat vermutlich was mit meinen Augen zu tun. Ist irgendwie immer alles ein wenig verschwommen und diesig. Deswegen auch dieser Zwicker hier. Jesses, hätten mich mal besser mit Brille auf dem Plakat malen sollen, was?“ Spencer kicherte und nahm einen weiteren Schluck Bier, während Willy ihn misstrauisch anstarrte. Das passte nun gar nicht zu dem Spencer Berry, den er kannte. Beziehungsweise, von dem er geglaubt hatte, ihn zu kennen.
„Nein nein, mein Guter, so leids mir tut, aber es gab weder nen Kirchturm, noch ne ausufernde Schießerei und im Grunde noch nicht mal ne richtige Gang.“
„Die Wilson-Ga ...“
„… bestand aus genau zwei Personen. Ein Brüderpaar irgendwo aus Oklahoma. Hatten wahrscheinlich genug vom anstrengenden Farmerdasein und wollten mehr vom Leben. Jesses, wer solls ihnen verdenken, eh? Na ja, wir waren jedenfalls in derselben billigen Absteige und haben gelangweilt vor uns hin gesoffen. Und wer hätts gedacht, gabs irgendwann mächtig Streit. Die beiden haben da ne Riesensache draus gemacht. Ich hab keine Ahnung mehr, worums eigentlich ging, aber die beiden waren echt angezündet. Und dazu noch ziemliche Heißsporne. Der eine gerade mal fünfzehn Jahre alt, aber schon mindestens son Arschloch wie sein verkommener Bruder. Irgendwann kamen die beiden jedenfalls auf den Trichter, es für ne gute Idee zu halten, sich draußen mit mir duellieren zu wollen. Haben große Töne gespuckt und sind breitbeinig und siegessicher vor mir her zur Tür stolziert. Nicht die hellsten Kerzen, aber immerhin mit einem stabilen Grundvertrauen ausgestattet. Eigentlich n feiner Charakterzug, wenn ich so drüber nachdenke. Aber haben sich zu sehr aus der Ruhe bringen lassen und den Überblick verloren. Ungesund so was, merk dir das.
Was soll ich sagen? Hab natürlich keine Sekunde gezögert und den beiden aus nächster Nähe sechsmal in den Rücken geschossen, bevor sie zur Tür raus waren. Ein Wunder, dass ich überhaupt sooft getroffen hab, blau wie ich war.“ Spencer lachte leise und schüttelte den Kopf.
„Bin mir mittlerweile im Übrigen auch gar nicht mehr so sicher, was da draußen wirklich passiert wäre. Wer weiß, vielleicht hätten wir uns nur angeblafft und ein wenig mit unseren Colts rumgefuchtelt? Solange bis es zu peinlich geworden wäre. Aber man weiß ja schließlich nie. Und deswegen, mein lieber Willy, hab ich eben Nägel mit Köpfen gemacht.“ Spencer entblößte sein Gebiss. Das Grinsen eines Haifischs.
„Danach muss ichs irgendwie auf mein Pferd geschafft haben. Und nen paar Stunden später wach ich in nem Feld auf, mit dem schlimmsten Kater, den du dir vorstellen kannst und ner Scheißangst. Hab natürlich gedacht, dass die mich hängen wollen. Ist ja nun nicht gerade die feine Art, zwei Farmerjungen in den Rücken zu schießen, was? Aber stellt sich raus, dass die beiden Wilsons keiner vermisst hat. Ham da wohl schon ein paar Wochen lang ordentlich Stunk gemacht. Die örtlichen Autoritäten nahmens jedenfalls ziemlich gelassen.
Und weiß der Teufel warum, über die Monate und Jahre hat sich da diese völlig bescheuerte Wilson-Gang gegen Kirchturm-Spencer Posse draus entwickelt. Jesses.“ Spencer spuckte aus, was ihm einen vorwurfsvollen Blick Earls einbrachte.
„Tschuldige Earl, Gewohnheit.“
Mit einem traurigen Grinsen wandte er sich an Willy.
„Und? War diese Geschichte einem Spencer Berry angemessen? Haben die verdammten Schweine bekommen, was sie verdient haben? Oder hab ich dein Bild von mir gerade ein wenig ramponiert? Jesses.“ Er zog die Nase hoch, hatte dieses Mal aber genug Anstand, den dafür vorgesehenen Spuckeimer zu benutzen.

Willy wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Weil er aber das Gefühl hatte, irgendwie reagieren zu müssen, druckste er unsicher herum. Er murmelte irgendetwas davon, dass die anderen ja diejenigen gewesen seien, die den Streit vom Zaun gebrochen hatten. Und dass er, Spencer Berry im Grund ja nur von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch gemacht hatte. Sein Gestotter war schal und überzeugte weder ihn selbst noch Spencer, der ihn nur mitleidig angrinste.
„Schon gut, Willy, spar dir die Mühe. Daraus kannste beim besten Willen keine Heldengeschichte mehr stricken. Hab in den Jahren danach noch ne Menge krumme Dinger gedreht. Aber ne Heldentat war nicht dabei. Bei Gott nicht. Na ja, immerhin hats fürn solides Fahndungsplakat gereicht. Das ist doch schon mal was. Und diese ganzen Geschichten haben immerhin dazu beigetragen, dass ich mir son paar Gedanken gemacht hab.“ Spencer räusperte sich und hob entschuldigend die Hände.
„Ich weiß, ist nicht gerade die populärste Ansicht, aber ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass wirs mit den Waffen hierzulande übertrieben haben. Ich mein, was soll denn das, jedem letzten Hinterwäldler zu erlauben, mehr Flinten als Hühner zu besitzen? Nichts gegen Hühnerbesitzer, aber ...“
Willy sah sein Idol verständnislos an. Das Gespräch entwickelte sich von Minute zu Minute mehr in eine Richtung, die er weder erwartet hatte, noch sonderlich guthieß.
„Mal im Ernst, Junge, ich mein, du, ich und Earl da hinten haben ja schon mindestens mal jeder ne Waffe. Kann man jetzt natürlich sagen, dass wir zu den vernünftigeren Leute gehören, aber trotzdem ...“ Spencer machte eine Pause und dachte einen Moment nach.
„Wenn jeder Krethi und Plethi ne Waffe tragen darf, muss man wohl damit rechnen, dass die auch benutzt werden, right? Zwei Leute unterhalten sich, trinken was, es gibt nen Missverständnis und statt ner ehrlichen Keilerei ziehen die beiden ihre Colts. Das ist doch Quatsch.“ Spencer machte eine Geste durch den Raum. „Das ganze Glas würde kaputt gehen. Vielleicht sogar Earls Spiegel.“ Er wandte sich in Richtung Tresen und rief: „Earl! Wie teuer war noch gleich dein Spiegel hier?“
„Sauteuer“, murmelte Earl, während er ein Glas polierte.
„Siehste, sauteuer. Und am Ende wird vielleicht sogar noch jemand verletzt? Also, du kannst mir erzählen, was du willst, Willy, aber diese ganze Waffensache war unterm Strich ne ziemliche Scheißidee. Sieht ja jedenfalls momentan nicht danach aus, als würden hier morgen wieder die Rotröcke antanzen, oder? Stattdessen ballern wir uns betrunken gegenseitig über den Haufen, Jesses.“
Willy war sich nicht sicher, was genau hier gerade passierte. Hatte er sich etwa verhört? Hatte Spencer Berry gerade kritische Worte über das Waffenrecht verloren? Ja, war denn die ganze Welt verrückt geworden?

Spencer tat ihm indes nicht den Gefallen, aufzuhören. Er reihte eine haarsträubende Wahrheit an die andere. Spencer Berry, der vor dem Feind in die Wüste davonläuft und sich mit fragwürdigen Körperflüssigkeiten am Leben hält, bis es ihm schlussendlich gelingt, so einem armen Tropf das Pferd abzuluchsen. Spencer Berry, der seine eigene Bande an den Sheriff verkauft. Spencer Berry, der im Vollrausch gleich mehrere Duelle verschläft. Spencer Berry, der sich wiederholt ungebührlich gegenüber Frauen verhält.
Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Selbst Earl schien zwischenzeitlich peinlich berührt mit den Füßen zu scharren.

„Weißt du, mein Junge, mein ganzes Leben war bis hierhin im Grunde eine einzige Farce. Alles, was du meinst über mich zu wissen, ist Humbug!“ Spencer brach ab und schaute betreten zur Seite. Willy musste mit Entsetzen feststellen, dass sich die Augen seines einstigen Idols mit Tränen füllten. Mit Tränen!
„Ich bin ein Aufschneider. Nicht mehr als ein saufender Strauchdieb. Mittlerweile kann ich kaum noch in den Spiegel ...“
„Hör auf!“ Verdammt, hör auf! Du … du bist eine Schande!“ Willy war aufgesprungen. Fahrig fuhr er sich mit einer Hand durchs Haar. Er konnte es nicht fassen. Wie hatte er sich nur so täuschen können? Und was fiel diesem Versager überhaupt ein, ihn um seinen wohlverdienten Triumph zu bringen?
„Kein Wort will ich mehr hören! Dieses wehmütige Gefasel von dir wird diesen Raum nicht verlassen!“
Spencer griff nach seinem Bierglas und blickte traurig in Willys Richtung.
„Ja, es ist wohl so. Ist nicht schön, die eigenen Helden sterben zu sehen, was?“ Langsam nahm er einen Schluck. „Schlimmer ist´s wohl nur, selbst ins Gras zu beißen.“
Mit einer einzigen schnellen Bewegung schleuderte er den Bierkrug in Willys Gesicht. Willy brach zusammen. Und nur eine Sekunde später stand Spencer bereits amüsiert grinsend über ihm. Willys Colt in der Hand. Mit dem Fuß hielt er ihn auf dem Boden und zielte in dessen blutüberströmtes Gesicht.
„Bei aller Liebe, jetzt sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt, mein Junge.“ Mit der freien Hand begann Spencer aufzuzählen. „Erstens. Niemals zögern, solange du im Vorteil bist. Zweitens. Lass dich bloß nicht aus der Ruhe bringen, sonst verlierste am Ende nur den Überblick. Ungesund so was.“ Spencer richtete sich in Richtung Tresen, während er gleichzeitig den Druck auf Willys Brust verstärkte.
„Weißt du Earl, die jungen Leute hören einfach nicht mehr richtig zu! Ne echte Schande so was. Jesses. Mal ehrlich, mein Junge, die Sache mit den Frauen? Ja, wofür hälst du mich denn? Ich bin ein Gentleman! Und ist doch außerdem hinlänglich bekannt, dass ich mich zu Männern hingezogen fühle.“ Spencer begann lauthals zu lachen. „Aber das will ja auch wieder keiner hören, was? Earl? Was sagst du eigentlich dazu?“
„Solange du dein Bier zahlst, kannst du rumhuren wie du's für richtig hälst“, erklang es hinter dem Tresen.
„Hach, der gute Earl. Ein echter Pragmatiker.“ Spencer zwinkerte dem am Boden liegenden und stöhnenden Willy verschmitzt zu.
„Nun, das meiste, was ich dir heute erzählt habe, war jedenfalls Quatsch. Mit Ausnahme von den Waffen vielleicht. Halt ich im Grunde tatsächlich für Unsinn. Siehst ja, wohin uns das gebracht hat, nicht wahr? Aber was soll man machen? Sind wohl alle nur Kinder unserer Zeit, was?“ Spencer stockte. „Abgesehen von Nikola Tesla natürlich. Der ist uns in der Tat meilenweit voraus. Unter anderen Umständen könnte ich dir ein paar wirklich kaum zu glaubende Dinge über drahtlose Energieübertragung erzählen.“ Spencer schüttelte den Kopf. „Von diesem Teufelskerl werden wir jedenfalls noch einiges zu erwarten haben.“ Er machte eine Pause.
„Nur du eben leider nicht mehr. Farewell, mein Junge.“
Und mit einem letzten, bedauernden Blick schoss er Willy ins Gesicht.

 

MRG

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Moin @Habentus,

schön mal wieder etwas von dir zu lesen. Ich finde, dass deine ersten Sätze extrem stark sind. Du hast mich damit total abgeholt und ich habe eine spannende Geschichte erwartet, die mit einem wissenschaftlichen Hintergrund arbeitet, allerdings daraus eine interessante Rahmenerzählung baut. Daher war ich dann total perplex, dass sich das dann zu einem Western entwickelt. Das hat für mich leider überhaupt nicht gepasst. Meiner Meinung nach hast du hier zwei unterschiedliche Geschichten. Einerseits die Geschichte mit Tesla und die Ausgabe des "Weekly Scientific" und andererseits die Westernstory. Ich hätte wirklich große Lust die mit dem Weekly Scientific zu lesen. Daher konnte ich mich dann auf die Western Geschichte nur schlecht einstellen. Anbei mein detaillierter Leseeindruck:

Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Spencer Berry die zerknitterte Zeitung vor sich. Während er las, wanderte sein Finger langsam die Zeilen entlang. Stockte. Wanderte wieder zurück.
Finde ich einen großartigen Anfang. Du arbeitest hier auch geschickt mit den kurzen Sätzen, das verdeutlich für mich die gesamte Szenerie auch sprachlich. Ich war sehr gespannt auf die weitere Geschichte!

Freilich verstand er nicht mal die Hälfte von dem, was da stand, aber zumindest eine Erkenntnis hatte sich durchgesetzt. Dieser verrückte Serbe war ein echter Teufelskerl!
Du arbeitest hier mit der Technik, dass du bewusst Informationen für den Leser zurückhälst und das erzeugt für mich Spannung. Finde ich gut gemacht, du hattest mich am Anfang zu 100%.

Wenn er es richtig verstanden hatte, ging es darum, bald überall elektrisches Licht zu haben. Überall! Und dieser Tesla hatte sogar davon gesprochen, dass es möglich sein würde, sich mit allen möglichen Menschen über die größten Entfernungen hinweg zu unterhalten.
Ich war mir sicher, dass Tesla und die wissenschaftliche Erkenntnis für die Geschichte im Zentrum steht, denn diese Erwartung hat die Einleitung bei mir geweckt. Daher war ich dann erstaunt und leider negativ überrascht, als sich dann plötzlich der zentrale Konflikt als etwas ganz anderes herausstellt:

Durch den Rauch seiner Zigarette sah er, dass der Mann mit einem Revolver auf ihn zielte. Nun ja, damit hätte er eigentlich auch rechnen können.
Denn das hier ist ja der zentrale Konflikt: Spencer Berry gegen Willy Smith. Was ist die Geschichte, die du erzählen willst? Mein Vorschlag wäre, dass du dementsprechend dann auch den Anfang anpasst, damit ich mich als Leser darauf einlassen kann.

Nun, da hatte ihn wohl wieder einmal irgendwer aus dem Gedächtnis gemalt und ein wenig mit der künstlerischen Ausgestaltung übertrieben.
Mir ist aufgefallen, dass Billy Spencer häufig das Wort "Nun" verwendet. Ich kann mir vorstellen, dass du das mit Absicht gemacht hast, um ihm eine eigene Stimme zu geben?

„Mein Name ist Willy Smith“
Kleinigkeit: Hier fehlt ein Punkt. Ansonsten fand ich den Namen urkomisch, musste an den Schauspieler denken und das hat meine Vorstellung von ihm beeinflusst.

Mit leichter Missbilligung musste Spencer feststellen, dass Willy seine höfliche Nachfrage offensichtlich mit einer Einladung zum Platz nehmen verwechselt hatte. Tja, das würde sich dann wohl eindeutig zu einer etwas längeren Sache hinziehen.
Mich hat hier verwundert, dass Billy so ruhig bleibt. Sein Gegenüber hat schließlich einen Revolver in der Hand. Mir kam das nicht so realistisch vor und im weiteren Verlauf habe ich die Szene dann als eine Parodie einer Westernszene gelesen. Wie schon gesagt hätte ich dann allerdings doch einen anderen Anfang gewählt, der nicht so seriös und wissenschaftlich ist.

Mit dem Blick einer müden Bulldogge stellte er Bier und Whisky vor Spencer ab. Dann warf er sowohl ihm als auch Willy Smith einen langen, nur schwer zu deuteten Blick zu und schlurfte zurück zur Theke.
Mich wundert auch hier, dass er so locker bleibt und überhaupt nicht eingreift. Realistisch war das für mich nicht, wie hattest du dir das vorgestellt?

Die Wilson-Gang. Erzählen Sie mir davon, wie Sie es geschafft haben, es gleichzeitig mit sieben Männern aufzunehmen? Ich hab gehört, sie haben sich in einem Kirchturm verschanzt? Und haben dann jedes Einzelne dieser Schweine abgeknallt? Wars nicht so?“
Hier baust du die Erwartungen auf, die Billy ja dann später aufgreift und ins Lächerliche zieht.

„Nun, ich ahne es.“
Hier wieder das Nun. Für mich klingt das etwas altmodisch, aber ich kann schon verstehen, weshalb du es ausgewählt hast.

„Mein Name ist Willy Smith. Und ich habe mir vorgenommen, der Größte zu werden! Und sie, Mr. Berry, werden mein vorläufiger Höhepunkt! Billy Hudson und Cold Eye Joe. Sagen diese Namen Ihnen irgendwas?“
Das liest sich für mich wie eine Parodie, das meinte ich weiter oben.

„N ernst gemeinter Rat, Junge.
Das "N" hat mich stolpern lassen, vielleicht kannst du hier mit 'n arbeiten?

Wenn du also wirklich hier bist, um Ernst zu machen, dann ziehs gefälligst auch durch, solange du im Vorteil bist.
Bei dieser Aussage habe ich schon erwartet, dass er am Ende Willy überlisten und besiegen wird. Daher kam mir das Ende dann doch etwas vorhersehbar vor.

… bestand aus genau zwei Personen. Ein Brüderpaar irgendwo aus Oklahoma. Hatten wahrscheinlich genug vom anstrengenden Farmerdasein und wollten mehr vom Leben. Jesses, wer solls ihnen verdenken, eh? Na ja, wir waren jedenfalls in derselben billigen Absteige und haben gelangweilt vor uns hin gesoffen.
Er bezieht sich auf die Wilson-Gang, das hattest du vorher aufgebaut und hat für mich funktioniert.

„Sauteuer.“, murmelte Earl
Kleinigkeit: den Punkt vor dem Komma streichen bei der wörtlichen Rede.

Spencer Berry, der vor einem Duell in die Wüste davonläuft und sich mit Eigenurin am Leben erhält, bis es ihm schlussendlich gelingt, so einem armen Tropf das Pferd abzuluchsen. Spencer Berry, der seine eigene Bande an den Sheriff verkauft. Spencer Berry, der im Vollrausch gleich mehrere Duelle verschläft. Spencer Berry, der sich wiederholt ungebührlich gegenüber Frauen verhält. Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Selbst Earl schien zwischenzeitlich peinlich berührt, mit den Füßen zu scharren.
Hat für mich nicht so richtig funktioniert, nehme an, dass du hier eine Parodie schreiben wolltest? Ich konnte mich da nicht so richtig drauf einlassen (ich habe die Vermutung, dass das stark mit der Erwartung zusammenhängt, die ich nach den ersten Sätzen hatte).

Mit einer einzigen schnellen Bewegung schleuderte er den Bierkrug in Willys Gesicht. Willy brach zusammen. Und nur eine Sekunde später stand Spencer bereits amüsiert grinsend über ihm. Mit Willys Colt in der Hand. Mit dem Fuß hielt er ihn auf dem Boden und zielte in dessen blutüberströmtes Gesicht.
Das hatte ich erwartet.

„Abgesehen von Nikola Tesla natürlich. Der ist uns in der Tat meilenweit voraus. Unter anderen Umständen, könnte ich dir ein paar wirklich kaum zu glaubende Dinge über drahtlose Energieübertragung erzählen.“
Hier gehst du noch einmal auf den Anfang ein, aber das kommt mir nicht realistisch vor. Wieso sollte eine Western-Held sich überhaupt mit Tesla beschäftigen? Ich konnte das nicht unter einen Hut bringen. Bin gespannt auf deine Erklärung.

Insgesamt finde ich deinen Anfang hervorragend, du kannst gut schreiben! Allerdings hat für mich der Bruch nicht gepasst, du hast bei mir einfach andere Erwartungen nach diesem sehr guten Start geweckt. Nimm dir raus, was du brauchen kannst.

Beste Grüße
MRG

 
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Hi @Habentus,
da muss ich mich MRG anschließen - so richtig passen diese beiden Welten hier nicht zusammen. Ich denke auf jeden Fall, dass sich aus der Idee (Verknüpfung von Wissenschaft und Western) einiges machen lässt, aber das kannst du definitiv besser umsetzen. Denn klar ist: Du kannst gut schreiben. :)

"Sie sind es!“
Spencer versuchte sein Glück in der anderen Tasche.
„Sie sind Spencer Berry!“
Ich finde, dass du diese ganze Western-Story überhaupt nicht individuell gestaltest. Es klingt eher so, als hättest du dir gerade einen Film angesehen und Eins zu Eins die Sätze (besonders die Dialoge) daraus übernommen. Das kannst du besser! :)
Hier ist es etwas merkwürdig, dass dieser Willy ihn die ganze Zeit beobachtet, weil er abwägt, ob er wirklich der Mann auf den Plakaten ist und dann mit dieser Überzeugung plötzlich zu ihm geht. Was hat Spencer getan, dass Willy sich plötzlich so sicher ist?
„Erwischt. Spencer Berry, angenehm. Und mit wem habe ich die Ehre?“
„Mein Name ist Willy Smith“
Sorry, da musste ich wirklich lachen. Deine Namen-Auswahl ist recht abgegriffen. Auch die Wilson-Gang ... denk dir doch individuellere Namen aus.
Mein Name ist Willy Smith. Und ich habe mir vorgenommen, der Größte zu werden! Und sie, Mr. Berry, werden mein vorläufiger Höhepunkt! Billy Hudson und Cold Eye Joe. Sagen diese Namen Ihnen irgendwas?“
Das klingt auch recht abgedroschen.
„Solange du dein Bier zahlst, kannst du rumhuren wie du's für richtig hälst.“, erklang es hinter dem Tresen.
„Hach, der gute Earl. Ein echter Pragmatiker.“ Spencer zwinkerte dem am Boden liegenden und stöhnenden Willy verschmitzt zu.
Den Satz kannst du weglassen, da er unnötig ist. Er kann einfach lachen oder so.
Und mit einem letzten, bedauernden Blick schoss er Willy ins Gesicht.
Also den letzten Satz finde ich nicht so gut. "er schoss ihm ins Gesicht" klingt etwas platt.

Aber versteh mich nicht falsch: Ich mag deinen Stil und auch die Idee. Ich glaube einfach nur, dass du es besser gestalten kannst. :)

Liebe Grüße und dir eine schöne Woche,
Waldläufer

 
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Hallo @MRG und @Waldläufer! Freut mich, dass ihr meine Geschichte gelesen habt.

Tja, hätte ich das Ganze doch nur mal mit dem Hinweis Western versehen und vorsichtshalber unter Humor getaggt. Denn das soll es nämlich auch sein, eine Westerngeschichte, die sich nicht so ernst nimmt und mit Klischees spielt. Zumindest den Humortag habe ich nun ergänzt. Dennoch hab ich wohl eure Erwartungshaltung etwas enttäuscht. Tschuldigung dafür.

Aber, der Reihe nach:

Ich finde, dass deine ersten Sätze extrem stark sind. Du hast mich damit total abgeholt und ich habe eine spannende Geschichte erwartet, die mit einem wissenschaftlichen Hintergrund arbeitet, allerdings daraus eine interessante Rahmenerzählung baut.
Freut mich natürlich, dass dir der Einstieg gefällt. Auf der anderen Seite schmerzt es natürlich, dass du dann etwas ganz anderes erwartet hast.

Ich war mir sicher, dass Tesla und die wissenschaftliche Erkenntnis für die Geschichte im Zentrum steht, denn diese Erwartung hat die Einleitung bei mir geweckt. Daher war ich dann erstaunt und leider negativ überrascht, als sich dann plötzlich der zentrale Konflikt als etwas ganz anderes herausstellt:
Der zentrale Konflikt ist ja nicht nur Spencer Berry gegen Willy Smith. Sondern ein Spencer Berry, der nun doch nicht so ganz dem Klischee entsprechen mag. Er interessiert sich für die Errungenschaften eines Nikola Tesla, er hält im Grunde (trotz eigener Profession) nichts vom liberalen Waffenrecht, er ist schwul, er sieht nicht wie der strahlende Westernheld aus und er hat einen fragwürdigen Sinn für Humor. Wollte dem Charakter dadurch einfach ein wenig Fleisch verpassen. Hat nur leider bei euch wohl nicht geklappt. Ich finds einfach irre, dass in derselben Zeit, in der Nikola Tesla sich mit fortschrittlichen Techniken ausprobiert hat, sich woanders irgendwelche Hallodris gegenseitig aus nichtigen Gründen über den Haufen geschossen haben. Darum ging es ein wenig in der Geschichte. Und klar, da wurden (gewollt) etliche Klischees verwurstet. Angefangen bei den Namen, weiter über den abgebrühten Wirt, bis hin zum (klassischen) Ende.

Mein Vorschlag wäre, dass du dementsprechend dann auch den Anfang anpasst, damit ich mich als Leser darauf einlassen kann.
Ehrlich gesagt ungern. Weil sich in meiner Vorstellung ein Spencer Berry nun einmal ehrlich für Nikola Tesla begeistert :)

Mir kam das nicht so realistisch vor und im weiteren Verlauf habe ich die Szene dann als eine Parodie einer Westernszene gelesen.
Ja, im Grunde hat das Ganze was von einer Parodie.

(ich habe die Vermutung, dass das stark mit der Erwartung zusammenhängt, die ich nach den ersten Sätzen hatte).
Wie gesagt, das finde ich schade aber verständlich.

Hier gehst du noch einmal auf den Anfang ein, aber das kommt mir nicht realistisch vor. Wieso sollte eine Western-Held sich überhaupt mit Tesla beschäftigen?
Na ja, warum denn nicht? Wäre doch schrecklich langweilig, hätten die Revolverhelden von damals außer Alkohol und Schießeisen keine anderen Interessen.


Hallo @Waldläufer

Ich finde, dass du diese ganze Western-Story überhaupt nicht individuell gestaltest. Es klingt eher so, als hättest du dir gerade einen Film angesehen und Eins zu Eins die Sätze (besonders die Dialoge) daraus übernommen. Das kannst du besser! :)
Autsch. Das schmerzt natürlich. Denn eigentlich wollt ich da schon was eigenes machen. Ich schwöre, dass es Ewigkeiten her ist, seit ich den letzten Western gesehen habe :) Und das war keine Parodie. Aber wenn das für dich so wirkt, dann hast du da natürlich einen Punkt.

Hier ist es etwas merkwürdig, dass dieser Willy ihn die ganze Zeit beobachtet, weil er abwägt, ob er wirklich der Mann auf den Plakaten ist und dann mit dieser Überzeugung plötzlich zu ihm geht. Was hat Spencer getan, dass Willy sich plötzlich so sicher ist?
Verstehe was du meinst. Hatte das so gemeint, dass er sich sammelt. Aber ja, setze ich mich nochmal dran an die Stelle.

Auch die Wilson-Gang ... denk dir doch individuellere Namen aus.
Ist natürlich einfach, jetzt zu behaupten, dass das gewollt war. Aber so ist es tatsächlich...

Das klingt auch recht abgedroschen.
Auch hier ...


Alles in allem, danke für eure ehrliche Meinung. Werde mich mit einigen Tagen Abstand das ganze nochmal zu Gemüte führen. Grundsätzlich fand ich den Text aber eigentlich ganz witzig. Nun ja , vielleicht fällt es mir in einigen Tagen ja wie Schuppen von den Augen. Auf jeden Fall vielen Dank für eure Zeit und Mühe!

Viele Grüße
Habentus

 
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05.07.2020
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Brat mir doch einer nen Storch. Ist es nicht möglich, die tags im Nachhinein zu verändern? Oder bin ich etwa erblindet?

 
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30.12.2020
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Ganz oben steht doch die Uhrzeit, zu der du das hochgeladen hast und dein tag. Ich glaube, du musst auf den tag oder daneben klicken und kannst es ändern.
Bleib dran und mach so weiter, @Habentus, es ist super, dass du experimentierst. :)
Friede dem Storch! LG Waldläufer

 
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21.03.2021
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Hallo @Habentus,

ich kann mich der Meinung von @Waldläufer und @MRG nicht komplett anschließen. Ich fand ´deine kurzweilige Westernstory klasse. Knackig geschrieben und unterhaltsam. Ja, an einigen Stellen schöpfst Du mit der groben Klischee-Kelle, aber ich habe es rasch als lockere "Grünschnabel will abgeklärten Gunslinger abzocken"-Story verstanden. Hat mir großen Spaß gemacht zu lesen, trotz des einen oder anderen Stolpersteins. Folgend ein paar Beispiele stärkerer und schwächerer Stellen:

Spulen. Patente. Wechselstrom. In was für einer verrückten Zeit er doch lebte. Hier trieben sie Rinder übers Feld, während in New York mit Blitzen herumexperimentiert wurde. Wenn er es richtig verstanden hatte, ging es darum, bald überall elektrisches Licht zu haben. Überall!
Sätze wie dieser haben mir geholfen, mich zeitlich zu orientieren. Der Wilde Westen verändert sich, Elektrizität ist auf dem Vormarsch. Jeden Monat hört man über neue "Wunder", welche von Stadt zu Stadt getragen werden. Unser Held interessiert sich dafür. Fand ich klasse.
Mit dem Blick einer müden Bulldogge stellte er Bier und Whisky vor Spencer ab. Dann warf er sowohl ihm als auch Willy Smith einen langen, nur schwer zu deuteten Blick zu und schlurfte zurück zur Theke.
Die "Müde Bulldogge", gepaart mit Earls genereller Attitüde hat in meinem Kopf ein Bild gemalt und mich zum grinsen gebracht. Vielen Dank dafür.
Spencer machte eine wegwerfende Geste und nahm einen Schluck Bier.
Hier ein Stolperstein. Wenige Zeilen zuvor nahm Spencer bereits schon einen Schluck Bier. Die exakt gleiche Formulierung hat mich ein wenig rausgerissen.
Spencer tat ihm indes nicht den Gefallen aufzuhören. Er reihte eine haarsträubende Wahrheit an die andere. Spencer Berry, der vor dem Feind in die Wüste davonläuft und sich mit fragwürdigen Körperflüssigkeiten am Leben erhält, bis es ihm schlussendlich gelingt, so einem armen Tropf das Pferd abzuluchsen. Spencer Berry, der seine eigene Bande an den Sheriff verkauft. Spencer Berry, der im Vollrausch gleich mehrere Duelle verschläft. Spencer Berry, der sich wiederholt ungebührlich gegenüber Frauen verhält.
Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Selbst Earl schien zwischenzeitlich peinlich berührt, mit den Füßen zu scharren.
Ich glaube zu verstehen, was du zu schreiben versuchst. Eine Art Montage, in welcher Spencer Berry dem aufstrebenden Möchtegern zahlreiche Anekdoten seines Lebens vorlügt. Hat mich irgendwie nicht abgeholt, was - glaube ich - bloß an der Formulierung liegt. Vielleicht kriegst Du das noch lebendiger hin?

Abschließend sei noch gesagt, dass Du besonders durch die Art und Weise, wie du Berry reden, schwafeln und erklären lässt, hat den Charakter in meinem Kopf hast entstehen lassen. Die Dialoge haben mir gut gefallen.

Das war´s von mir, vielen Dank für deine Story Ich mag deinen Stil, gerne mehr solcher Dinger.
Beste Grüße,
Seth

 
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Hallo @Seth Gecko! Danke dir für deinen netten Kommentar. Hat mich sehr gefreut, dass dir meine Western-Story gefallen hat!

Ja, an einigen Stellen schöpfst Du mit der groben Klischee-Kelle
Das stimmt auf jeden Fall! Werde da eventuell an der ein oder anderen Stelle auch nochmal ein wenig entschärfen, bzw. umbauen.

Sätze wie dieser haben mir geholfen, mich zeitlich zu orientieren. Der Wilde Westen verändert sich, Elektrizität ist auf dem Vormarsch. Jeden Monat hört man über neue "Wunder", welche von Stadt zu Stadt getragen werden. Unser Held interessiert sich dafür.
Das freut mich :) Denn darum ging es mir ja auch ein wenig. Spencer Berry ist eben nicht nur abgebrühter Revolverheld, sondern an seiner Umwelt und neuen Entwicklungen interessiert. Kann aber auch die anderen Stimmen verstehen, die dadurch auf eine falsche Fährte gelockt oder zumindest etwas anderes erwartet hätten. Wer weiß, vielleicht gelingt mir irgendwann ja auch mal eine Geschichte, die die Wissenschaft mehr in den Mittelpunkt rückt.

Hier ein Stolperstein. Wenige Zeilen zuvor nahm Spencer bereits schon einen Schluck Bier. Die exakt gleiche Formulierung hat mich ein wenig rausgerissen.
Ja gibt noch ein paar solcher Dinge. Auch einzelne Wortwiederholungen sind mir aufgefallen. Werde ich mich die Tage noch mal dranhocken.

Ich glaube zu verstehen, was du zu schreiben versuchst. Eine Art Montage, in welcher Spencer Berry dem aufstrebenden Möchtegern zahlreiche Anekdoten seines Lebens vorlügt. Hat mich irgendwie nicht abgeholt, was - glaube ich - bloß an der Formulierung liegt. Vielleicht kriegst Du das noch lebendiger hin?
Sehe ich ein. Wollte ich eigentlich zuerst ausformulieren. Dann hatte ich aber das Gefühl, dass das den Rahmen sprengen würde. Werde ich aber überarbeiten. Danke für den Hinweis.

Das war´s von mir, vielen Dank für deine Story Ich mag deinen Stil, gerne mehr solcher Dinger.
Danke dir Seth! Gibt Mut solche Kommentare!

Viele Grüße
Habentus

 
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Hallo @Habentus ,

auch wenn es ja hauptsächlich ein Dialog ist, kommt die Western-Atmosphäre gut rüber, habe ich gerne gelesen!

Inhaltlich hätte ich mir nur ein überraschenderes Ende gewünscht, z.B. dass Spencer etwas sagt wie: "Manchmal ist es auch wichtig, Verbündete zu haben ..." Und dann wird Willy nicht von ihm, sondern hinterrücks von Earl erschossen (ist nur ein spontanes Beispiel, würde aber auch zum Dialog passen).

Aber auch so ist es eine "solide" Situation im Westernumfeld und auch ein geschickter Weg von Spencer, Willy im Gespräch um den Finger zu wickeln.

Noch einige Details:

Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Spencer Berry die zerknitterte Zeitung vor sich.
"vor sich" könntest du streichen, das kommt auch kurz danach nochmal

Während er las, wanderte sein Finger langsam die Zeilen entlang. Stockte.
"langsam" könntest du m.E. streichen ; den nächsten Satz würde ich "Und stockte." schreiben.

Und da das Lesen nicht unbedingt zu seinen vielfältigen Stärken gehörte, brauchte es Geduld und eine Menge Durchhaltevermögen, sich da durchzukämpfen.
er

Aber ...“, der Fremde kramte ein Stück Papier hervor
Kein Komma nach den abschließenden Anführungszeichen, dann groß weiter.

„Erwischt. Spencer Berry, angenehm. Und mit wem habe ich die Ehre?“
Mein Name ist Willy Smith.“
Willys Antwort könntest du kürzen.

Earl, der das kleine Kunststück fertigbrachte, zu gleichen Teilen immer etwas gelangweilt und gefährlich gleichermaßen auszusehen, trat wortlos an ihren Tisch.
"gleichermaßen" streichen, du hast ja zuvor schon "in gleichen Teilen"

Danke Earl!“, rief Spencer ihm hinterher.
Komma nach "Danke"

Vor Begeisterung überschlug sich die Stimme Willys und der Colt, mit dem er unvermindert auf Spencer zielte, erzitterte.
"... überschlug sich Willys Stimme ..." ; zitterte

„Mr. Berry, bei allem Respekt für ihre Person, missverstehen sie offensichtlich ihre Lage und unterschätzen mich. Können sie sich vorstellen, warum ich hier bin?“
Ihre / Sie

„Genau. Im Vergleich zu Ihnen waren das natürlich kleine Fische. Die Betonung liegt im Übrigen auf waren. Denn ich hab die beiden erwischt.“ Willy strahlte sein Gegenüber an.
Die zusätzliche Erklärung ist m.E. nicht notwendig.

„Mr. Berry, ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie sie mir im Moment gefährlich werden sollten, solange ich mit einer Waffe…“
Sie ; "im Moment" streichen ; Leerzeichen vor ...

„Wir sind ja unter uns Willy.
Komma

„Und der ist immerhin mindestens so breit wie hoch.“, ergänzte Spencer.
Kein . vor "

Spencer kicherte und nahm einen weiteren Schluck Bier, während Willy ihn misstrauisch anstarrte. Das passte nun gar nicht zu dem Spencer Berry, den er kannte. Beziehungsweise, von dem er geglaubt hatte, ihn zu kennen.
Vielleicht findest du hier eine Möglichkeit, es weniger tellig zu schreiben?

Ungesund so was merk dir das.
Komma

Und deshalb namens die örtlichen Autoritäten ziemlich gelassen.
Und weiß der Teufel warum, über die Monate ...
Beim Satzbeginn variieren.

Mit einem traurigen Grinsen wand er sich an Willy.
wandte

Willy wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Weil er aber das Gefühl hatte, irgendwie reagieren zu müssen, druckste er unsicher herum.
finde ich auch hier zu tellig

Er murmelte irgendetwas davon, dass die anderen ja diejenigen gewesen seien, die den Streit vom Zaun gebrochen hatten. Und dass er, Spencer Berry im Grund ja nur von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch gemacht hatte. Sein Gestotter war schal und überzeugte weder ihn selbst noch Spencer, der ihn nur mitleidig angrinste.
Warum schreibst du es zusammenfassend und nicht wie sonst als Dialog?

Nichts gegen Hühnerbesitzer aber ...“
Komma

Willy sah sein Idol verständnislos an. Das Gespräch entwickelte sich von Minute zu Minute mehr in eine Richtung, die er weder erwartet hatte, noch sonderlich guthieß.
show, don´t tell ;)

„Mal im Ernst Junge, ich mein, du, ich und Earl da hinten haben ja schon mindestens mal jeder ne Waffe.
Komma

Kann man jetzt natürlich sagen, dass wir zu den vernünftigeren Leute gehören aber trotzdem ...“
Komma

Er wand sich in Richtung Tresen und rief:
„Earl! Wie teuer war noch gleich dein Spiegel hier?“
wandte ; m.E. ist hier kein Zeilenmbruch notwendig

Also, du kannst mir erzählen, was du willst Willy, aber diese ganze Waffensache war unterm Strich ne ziemliche Scheißidee.
Komma

Willy war sich nicht sicher, was genau hier gerade passierte. Hatte er sich etwa verhört? Hatte Spencer Berry gerade kritische Worte über das Waffenrecht verloren? Ja, war denn die ganze Welt verrückt geworden?
Auch hier finde ich, du machst es dir etwas zu einfach, wenn du es als Erzähler so platt erklärst ...

Spencer tat ihm indes nicht den Gefallen aufzuhören.
Komma

Spencer Berry, der vor dem Feind in die Wüste davonläuft und sich mit fragwürdigen Körperflüssigkeiten am Leben erhält, bis es ihm schlussendlich gelingt, so einem armen Tropf das Pferd abzuluchsen.
hält

Selbst Earl schien zwischenzeitlich peinlich berührt, mit den Füßen zu scharren.
Kein Komma

Langsam nahm er einen Schluck. „Schlimmer ists wohl nur, selbst ins Gras zu beißen.“
Mit einer einzigen schnellen Bewegung schleuderte er den Bierkrug in Willys Gesicht.
Das kann ich mir schwer vorstellen:
Gerade noch nimmt er langsam einen Schluck, dann schleudert er den Bierkrug zu Willy. Hierzu ist ja eine entsprechend ausholende Bewegung notwendig, das kann so wie von dir beschrieben m.E. nicht funktionieren.

Mit Willys Colt in der Hand. Mit dem Fuß hielt er ihn auf dem Boden und zielte in dessen blutüberströmtes Gesicht.
Satzbeginn

Lass dich bloß nicht aus der Ruhe bringen. Sonst verlierste am Ende nur den Überblick.
Komma statt dem Punkt, dann klein weiter.

„Solange du dein Bier zahlst, kannst du rumhuren wie du's für richtig hälst.“, erklang es hinter dem Tresen.
Kein . vor "

Unter anderen Umständen, könnte ich dir ein paar wirklich kaum zu glaubende Dinge über drahtlose Energieübertragung erzählen.“
Kein Komma

Soweit meine Eindrücke, viele Grüße,
Rob

 
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Hallo @Rob F und vielen Dank für deinen Kommentar und deine vielen Verbesserungen! Tut mir leid für meine späte Rückmeldung! Bin zur Zeit zeitlich etwas gebunden.

auch wenn es ja hauptsächlich ein Dialog ist, kommt die Western-Atmosphäre gut rüber, habe ich gerne gelesen!
Das freut mich sehr! :)

Inhaltlich hätte ich mir nur ein überraschenderes Ende gewünscht, z.B. dass Spencer etwas sagt wie: "Manchmal ist es auch wichtig, Verbündete zu haben ..." Und dann wird Willy nicht von ihm, sondern hinterrücks von Earl erschossen (ist nur ein spontanes Beispiel, würde aber auch zum Dialog passen).
Ja, ich hatte tatsächlich erst darüber nachgedacht, dass irgendwann seine Bande auftaucht. Vielleicht überlege ich mir da nochmal was in der Richtung ;)

Noch einige Details:
Danke für deine Mühe! Ist einiges sehr hilfreiches dabei. Werde ich aber erst demnächst einbauen können. Aber danke dir!

Warum schreibst du es zusammenfassend und nicht wie sonst als Dialog?
Tja, gute Frage. Vermutlich weil ich variieren wollte und es mir insgesamt zu dialoglastig war. Auch wenn die Geschichte ja zu großen Teilen aus Dialog besteht, mag ich das eigentlich gar nicht so gerne. Ich bin eher so der tellige und erzählende Typ :) Das haben manche sicherlich bereits bemerkt und (zurecht) angemerkt.

Auch hier finde ich, du machst es dir etwas zu einfach, wenn du es als Erzähler so platt erklärst ...
Findest du? Ich finds gerade an dieser Stelle eigentlich so besser. Aber klar, du möchtest es gezeigt bekommen. Tatsächlich finde ich tell aber oft gar nicht so schlimm und störe mich eher am Dogma des show ;) Aaaber ich bin ja auch noch jung und vielleicht lehrt mich die Zeit ja bald eines Besseren und ich blicke kopfschüttelnd auf meinen Kommentar zurück :)

Gerade noch nimmt er langsam einen Schluck, dann schleudert er den Bierkrug zu Willy. Hierzu ist ja eine entsprechend ausholende Bewegung notwendig, das kann so wie von dir beschrieben m.E. nicht funktionieren.
Sehe ich ein. Sollte ich besser/ anders beschreiben.

Soweit meine Eindrücke, viele Grüße,
Rob
Danke dir für deine guten Anmerkungen, auf die ich nicht alle eingegangen bin. Aber werden mir auf jeden Fall bei der Überarbeitung helfen.

Viele Grüße
Habentus

 
Monster-WG
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Hallo @Habentus,

mich hat das Zusammentreffen der beiden Welten nicht gestört, im Gegenteil. Den Einstieg fand ich ebenfalls sehr gelungen und als sich das Ganze zu einem Western entwickelt hat, da war ich überrascht, da der Text aber so flüssig geschrieben ist, bin ich dran geblieben. Die Geschichte liest sich super flüssig, rasant, ich mag den Humor und die spritzigen Dialoge. Obwohl Spencer Berry kein Heiliger ist, ist er mir sehr sympathisch und ich bin natürlich froh, dass er über Willy siegt :D Die Geschichte ist sehr kurzweilig und unterhaltsam.

Hier ein paar Leseeindrücke:

Freilich verstand er nicht mal die Hälfte von dem, was da stand, aber zumindest eine Erkenntnis hatte sich durchgesetzt.

Doppelung.

Aber es kümmerte ihn auch nicht sonderlich.

Streichkandidat.

Wars nicht so?“

War's

Keine Seltenheit hier draußen.
„Und jetzt bin ich hier, um mit Ihnen abzurechnen, Mr. Berry.

Doppelung.

Spencer griff langsam nach seinem Bierglas und blickte traurig in Willys Richtung.
„Ja, es ist wohl so. Ist nicht schön, die eigenen Helden sterben zu sehen, was?“ Langsam nahm er einen Schluck. „Schlimmer ists wohl nur, selbst ins Gras zu beißen.“

Doppelung
ist's (hier und da hast Du als mal ein Apostroph vergessen)

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Silvita

 
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05.07.2020
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Hallo, liebe @Silvita! Freut mich, dass du Spaß mit meiner kleinen Western-Geschichte hattest :)

Die Geschichte liest sich super flüssig, rasant, ich mag den Humor und die spritzigen Dialoge.
Dieses Kompliment nehme ich sehr gerne an! Danke dir dafür und auch für deine Hinweise, die ich gleich einbauen werde. Dir noch eine schönes, verlängertes Wochenende!
Viele Grüße,
Habentus

 

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