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Strecke
I Der letzte Müllhaufen der Geschichte
„Assou Chicken Sou“
(Dattel, arabisch tamr, albanisch datël)
Das hat Sahija gesagt
Sahija Housseini
Das Paradox des Nichtlebenmüssens
Es ist so die unerträgliche Grenze zum Perversen, das Waten über unsicheren Untergrund, die Panik vor dem Stürzen und Hingabe
Schelm, Schalk im Nacken, Scharlatan
In der Schweiz verbrannt
Sich an das fragmentierte gewöhnen und immer wieder erschreckt darüber stolpern
Alles in einem Binden
Volkszählung in Banjul
Literarische Reportage, creative non-fiction
Ein ehemaliger Assassine und ein Straßendieb treffen sich im Dönerladen
Hure
Dealing with Lifelong Depression
Dona war eine Hure und sie hatte keinen Mann.
Sie wollte aber einen. Einen netten.
Ruma war Straßendieb, sein Vater war in Rumänien in Knast gestorben und er war nach Deutschland gekommen, auf der Suche nach Arbeit.
Da er körperliche Arbeit scheute und keine gültigen Papiere hatte, verdingte er sich mit der Beutelschneiderei.
Omed hatte im Afghanistankrieg als Söldner gekämpft.
Danach hatte er verschiedene Aufträge angenommen.
Die Zielperson eliminieren.
Von trockenem Gras leben, im Quadrat marschieren,
… Omed kannte das alles.
Alle drei waren auf der Suche nach liebe.
Bei lebendigem Leibe verfaulen.
Der Behinderte war auch in dem Dönerladen.
Er sah die beiden Männer am Tisch Linsensuppe löffeln. Sie kamen miteinander ins Gespräch.
Schwäche
neurotisch
Seit sie in der Herbertstraße angefangen hatte,
träumte sie jede Nacht von der Brandung, an einem Strand in der Dom. Rep., wo sie Josi das erste Mal getroffen hatte.
Schwebende Verletzlichkeit
Sternenmusik
Dona war müde, sie blickte beseelt auf das Tattoo auf ihrem rechten Unterarm, wo in geschwungen Lettern, „muziki wa nyota za angani“ verewigt stand.
Von dort wanderte ihr Blick ihren Bauch hinauf, bis zu ihren wunderschönen, vollen Brüsten.
„ Warum Sexworker, warum Sexworker“ dachte sie.
Irgendwie war sie in dieses Metier Hineingeräten.
Frank wird vermisst. Hoffentlich hat ihn die Police nicht geschrottet
Ruma beobachtete den durchtrainierten Mann, der fast einen Kopf größer war als er, indem er das linke Auge schloss & und nur das rechte aufbehielt. Derart verkniffen, von der Bushaltestelle aus, gewährte er eine gewisse Arglosigkeit, die Weg trainierter Angst entsprang.
Die Wölbung des Portemonnaies in der Tasche der schwarzen Jeans war verlockend.
Der Mann betrat den Dönerladen und orderte ein Kepab mit Kalbfleisch und viel Chili. Draußen, im wehenden Schnee, verzerrte er.
Dann stand Ruma neben ihm. Er wartete einen bestimmten Moment ab,
dann hätte er das Geld auch schon davon.
Omed drehte ihm fast den Hals um.
Der Behinderte saß in der Ecke des Dönerladens, an einem Gameapparat.
Der Junge Rumäne keuchte, im schwitzkasten des türkischen Hünen.
Die Leute guckten.
„Soll ich Polizei rufen, Chef?“
Omed hatte sich wieder im Griff.
Er stach den Dieb mit seinen Augen nieder, wie brennendes Metall empfing Ruma den Blick.
„Listen to me Soldier, recently my father died in prison.
Ich habe nichts, verstehst du, nichts.
Omed sah den jüngeren an. „ Mann, wie heißt du?“
Ruma.
An etwas festgenäht sein
II Der Stachel des Weibes
Später waren die beiden bei Dona
„Sapra“, (russische redewendung: wenn man sich verhält, wie Schleim, der aus der Nase tropft) dachte sich Dona, die beiden Kerle, die ihr gegenüberstanden wirkten fremd, wie sie sich fühlte und verdrießlich.
Wer seid ihr?
„zwei achis aus dem Norden“, antwortete Omed kurz.
III Wohin der Wind uns trägt
Der leere Mann