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Wenn Abendessen zur Nebensache wird

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Wenn Abendessen zur Nebensache wird

Das Abendessen ist soweit vorbereitet, der Tisch ist mit zwei schlanken Kerzen hübsch gedeckt und das Dessert befindet sich im Kühlschrank. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig aus der Dusche, ziehe meine Spitzen-Unterwäsche an, tusche mir die Wimpern und noch bevor ich meine Haare trocknen kann, klingelt es. Ich streife mir noch schnell mein Negligé über, und schon ist er bei meiner Tür angekommen. Mist, normalerweise braucht er doch länger für die Treppe. „Hi“, begrüsst er mich, tritt in die Wohnung, bleibt stehen, schliesst mich in seine Arme und küsst mich. Leicht ausser Atem vom Treppen steigen und dem Kuss lässt er mich los und zieht seine Jacke aus. „Ich muss das ausziehen, es ist so warm hier drin“ sagt er. „Hast du Hunger?“ frage ich ihn. „Ja.“ antwortet er. Ich ziehe ihn an der Hand in die Küche. „Was gibt es zum Essen?“ fragt er neugierig. „Das verrate ich nicht.“ erwidere ich und küsse ihn. Wir bleiben einige Augenblicke in der Küche stehen und küssen uns, er drückt mich leicht gegen den Küchentresen. Küchen scheinen eine magische Anziehungskraft auf uns auszuwirken. „Willst du jetzt essen? Soll ich anfangen zu kochen?“ frage ich neckisch, völlig im Bewusstsein dass das Abendessen zurzeit keine Priorität für ihn hat. „Nein, lass uns eine Runde auf die Couch sitzen.“ sagt er. „Oh, du willst reden?“ necke ich ihn. Er schmunzelt, läuft zum Sofa, setzt sich hin und zieht mich auf seinen Schoss. Ich knie über ihm, halte sein Gesicht mit beiden Händen fest und küsse ihn innig. Er lehnt sich zurück und zieht mich mit. Unsere Küsse wechseln sich ab zwischen wild und begierig, und lüstern und zurückhaltend. Ich weiche seinen Lippen aus, lehne mich etwas zurück, er kommt näher und ich lehne noch weiter nach hinten. Hol dir was du willst! Er wartet darauf dass ich mich wieder nähere, macht keine Anstalten sich seinen Kuss zu ertrumpfen und betrachtet mich. „Du solltest dich immer so kleiden, es steht dir gut“ flüstert er. „Danke.“ sage ich und lächle ihn an. Er lässt seine Finger über meinen Rücken wandern, hinauf zu meinem Nacken, dort hält er inne, hält mich bestimmt und zieht mich zu sich und küsst mich. Aus dieser Berührung entwickelt sich ungehemmtes Liebkosen. Ich ziehe sein schwarzes Shirt aus und lasse es hinter mir zu Boden fallen. Dies tue ich auch mit meinem Negligé und meinem BH. Nun habe ich nur noch mein Höschen an. Er sitzt oben ohne unter mir, mit seinen sexy Jeans und dem lüsternen Blick. Er setzt sich aufrecht hin, hält mich fest, erobert meine Zunge mit der seinen und presst sein Becken gegen meines. Ich spüre seine Erektion durch die Jeans und stöhne auf. Ich drücke seinen Oberkörper zurück auf die Liegefläche und versuche seinen Gürtel zu offnen. Wieso kann dieser Mann keine normalen Gürtel verwenden? Ärgerlich sehe ich ihn an. „Wie öffnet man dieses scheiss Ding?“ „Siehst du, hier hat es eine Einkerbung,“ beginnt er mir zu erklären, „dort musst du das vordere Metallteil hochheben und dann kannst du den Gürtel heraus ziehen. Es ist ganz einfach.“ Ich hätte das Metallteil niemals gefunden. Ich lächle ihn belustigt an und erwidere „Das ist das gleiche, wie wir Frauen euch einreden mit den BHs“ ich erhöhe meine Stimme und mache eine willkürliche Frau nach „Es ist ganz einfach, du musst nur hier und hier und das so und schon ist er offen!“ Er lacht. Während einer kurzen kommunikativen Pause die wir mit küssen überbrücken, öffne ich den Knopf und den Reissverschluss seiner Jeans. Er fährt mit den Fingern über meinen Po und mein Höschen und sagt „Du solltest das wirklich ausziehen.“
Ich stehe auf, kehre mich um, laufe zum Bett und ziehe unterdessen die letzten paar Gramm Stoff aus die mich noch bedeckten. Ich höre wie er seine Jeans mit dem Gürtel zu Boden fallen lässt. Ich habe meine Unterwäsche kaum von meinem Bein befreit schon steht er hinter mir, drückt mir sein Glied an den Po und küsst meinen Nacken und meine Schulter. Ich drehe mich um, küsse ihn auf den Mund und er schiebt mich Richtung Bett. Ich lege mich hin und er folgt mir. Ich ziehe ihm seine Boxershorts aus und beginne damit, sein Glied zu massieren. Seine Hand wandert von meiner Wange, über meinen Hals, meine linke Brust, über die Seite meines Bauchs, meinen Unterbauch, dann meinen Oberschenkel und zuletzt ganz sanft auf meiner Klitoris. Behutsam schiebt er seinen Zeigefinger in mich hinein, wieder hinaus und lässt ihn zusammen mit dem Mittelfinger erneut in mich hineingleiten. Sein Daumen kreist über meine empfindlichste Stelle und ich stöhne laut auf. Ich packe fester zu und auch er stösst seinen Atem aus. Wir küssen uns, seine Zunge erobert die meine, wieder und wieder. Er zieht seine Finger aus mir raus, stützt sich mit seiner Hand auf und bewegt sich nach hinten, so dass sein männlichstes Körperteil für mich ausser Reichweite ist. Er legt sich auf mich drauf, küsst mich und lässt sein Glied über meine Schamlippen streichen. Er reibt sich an mir und presst seine Hüften gegen meine gespreizten Beine. Es erregt mich über die Massen und ich will ihn in mir spüren. Doch er quält mich weiter und spielt mit mir. Ich bin im chancenlos ausgeliefert und halte es kaum mehr aus. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es nur eine kleine Bewegung meinerseits benötigen würde, und sein Penis würde wohlwollend in mich eindringen. Doch ich beherrsche mich, ich liebe dieses Gefühl des Nervenkitzelns und der Provokation zu sehr. „Du weißt, dass ich mich nur ein bisschen bewegen müsste, und du würdest hinein gleiten?“ reize ich ihn. „Es ist wunderbar, wenn man soviel Macht hat, nicht wahr?“ Oh, ja! Wir setzen unser Spiel noch eine längere Zeitspanne fort, bis ich mich schliesslich entschliesse, ihm Einlass zu gewähren und auch mich zu erlösen.
Er dringt in mich ein, aber nur etappenweise, er gleitet vor und zurück, tiefer und tiefer, bis er mich ganz ausfüllt. Er bewegt sich nur langsam, gibt mir das Gefühl wieder, nach welchem ich mich so sehr sehnte. Mit kreisenden Bewegungen stimuliert er mich, er hält mein Bein fest, so dass er freien Zugang hat. Ich winde mich unter ihm und strecke ihm mein Becken entgegen. Als er bis zur Hälfte hinaus zieht, stösst er zu. Nicht schnell, aber hart und beständig. Abermals stösst er zu, eindringlich und unerbittlich, und ich stöhne jedes Mal laut auf. Nach unzähligen Malen, erhöht er sein Tempo und lässt nicht von mir ab. Es scheint als wolle er heute zu keinem Ende kommen. Meine Beine beginnen zu zittern und ich fühle mich wirklich erledigt. Ich möchte eine Pause und endlich zu Abend essen. Er steigt von mir runter und legt sich neben mich. Sichtlich erschöpft, jedoch noch ohne Ejakulation. So kann ich das nicht stehen lassen. Ich nehme meine letzte Kraft zusammen, setze mich auf ihn und führe nur die Eichel seines Glieds in mich hinein. Ich bewege mich ganz langsam auf und ab, gewissenhaft nur auf seiner Eichel, er hebt sein Becken und ich hebe meines, um ihn nicht weiter eindringen zu lassen. Ich werde ihn genau so in den Wahnsinn treiben, wie er es mit mir gemacht hat. Ich schiebe mich auf seiner Spitze behutsam nach oben und unten, bis ich ihn stufenweise mehr und mehr in mir aufnehme. Ich rutsche bis zum Beginn seines Schafts und bewege mich stetig und ruhig weiter. Und jetzt bis du dran mein Lieber. Ich drücke meinen Unterleib noch einmal fest auf ihn, bevor ich mich kraftvoll und dynamisch hoch und runter bewege. „Du hast nicht vor zu kommen, habe ich recht?“ keuche ich. „Eigentlich nicht, nein.“ antwortet er. Ich sinke auf ihn herab, ich mag wirklich nicht mehr. „Aber ich kann, wenn du es willst. Du musst mir aber ein bisschen Zeit geben.“ fügt er hinzu. Ich richte mich auf und bin bereit. Er hält mich an den Hüften fest und stösst abermals lebhaft und leidenschaftlich zu, bis er sich schliesslich in mir ergiesst. Mhmn, ich hatte mit mehr Zeit gerechnet. Wir verharren noch einen kurzen Augenblick, bevor ich mich von ihm löse und ins Badezimmer gehe. Ich nehme eine kurze Dusche und beginne mit dem Kochen während er sich duscht. Er zieht sich wieder an, küsst mich von hinten auf die Wange als ich mit dem Badetuch bekleidet das Abendessen vorbereite. Ich gebe ihm einen flüchtigen Kuss und widme mich dem Herd. Ich zünde die beiden Kerzen auf dem Tisch an, serviere das Essen und ziehe mich noch schnell ein Shirt und bequeme Hosen über.
Nach dem Essen legen wir uns auf das Sofa, unterhalten uns und lassen den Fernseher nebenbei laufen. Ich bin wirklich müde und erschlagen, vom Arbeiten, zu wenig Schlaf und dem guten Sex. „Ist es in Ordnung für dich, wenn ich mir noch kurz etwas aus dem Büro ansehe?“ frage ich. „Ja, natürlich. Du musst mich nicht fragen.“ antwortet er. Ich lese mir die Geschichte durch, die ich heute geschrieben habe. Es ist die Geschichte von letzter Nacht. Während ich seinen Arm streichle, korrigiere ich noch einige Passagen und entscheide mich sie ihm vorzulesen. Er legt sich auf meine Schulter und lauscht meiner Erzählung. Zwischendurch schmunzelt er, ich sehe es war nicht, aber ich kann es fühlen. Als ich zu Ende gelesen habe, sieht er mir direkt in die Augen und küsst mich. Ich küsse ihn und rutsche zu ihm hinunter, damit wir auf derselben Augenhöhe sind. „Das habe ich nicht erwartet. Es braucht viel Courage um so etwas zu schreiben und mir vorzulesen.“ bemerkt er. Ich habe ja auch nicht alles vorgelesen. „Vielleicht gibst du mir die Geschichte irgendwann mal.“ Er sieht mich erwartungsvoll an. „Vielleicht.“ entgegne ich und schmunzle.
Wir gehen gemeinsam zu Bett, ich lege mich neben ihn in seinen Arm und schlafe sofort ein.
Der Wecker weckt mich, es ist kurz vor 8. Ich will nicht aufstehen, ich bin müde und seine Nähe ist zu angenehm. Wir bleiben viel zu lange liegen, und ich werde viel zu spät zur Arbeit kommen. Während ich mich frisch mache und die Zähne putze, macht er das Bett und zieht sich an. Ich gebe ihm noch einen Kuss bevor ich mich anziehe und stelle mich vor den Schrank. Er gibt mir einen Schmatzer auf den Po und erschreckt mich damit. Wir müssen beide lachen. Wir verlassen die Wohnung, steigen ins Auto und fahren zum Büro. Es ist das erste Mal, dass wir den Weg nicht laufen, aber sonst wäre ich erst um 10 Uhr bei der Arbeit gewesen. Ich bin erleichtert, dass ich gut geschlafen habe und widme mich meinen Aufgaben. Ich freue mich darauf, ihn bald wieder zu sehen. Ich muss schmunzeln, wenn ich an die vergangene Nacht denke. Dies scheint ein fröhlicher Tag zu werden.
 
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Hallo orangeblume!

Die Geschichte ist missglückt, sie ist weder eine gute Geschichte, noch ist sie eine gute erotische Geschichte. Einerseits hab ich den Eindruck, hier wird ein Szenarium nachgeahmt, wie man es eben sattsam von einschlägigen erotischen Geschichten aus z.B. Frauenzeitschriften kennt. Da ist das typische Inventar: Essen, Kerzen, Neglige usw. Dazu passt allerdings nicht, dass die Ich-Erzählerin anscheinend keinen Höhepunkt hat, ja, sie das Vögeln am Ende nur noch ermüdet, sie lieber essen würde.

Hi“, begrüsst er mich, tritt in die Wohnung, bleibt stehen, schliesst mich in seine Arme und küsst mich. Leicht ausser Atem vom Treppen steigen und dem Kuss lässt er mich los und zieht seine Jacke aus. „Ich muss das ausziehen, es ist so warm hier drin“ sagt er. „Hast du Hunger?“ frage ich ihn. „Ja.“ antwortet er. Ich ziehe ihn an der Hand in die Küche. „Was gibt es zum Essen?“ fragt er neugierig. „Das verrate ich nicht.“ erwidere ich und küsse ihn.
Statt dem Leser zu verraten, wie der Typ aussieht, was so anziehend an ihm ist, kommt diese Nebensächlichkeit mit der Jacke und der belanglose Dialog. Als Leser muss man die erotische Anziehung der Protagonisten in einer Geschichte auch spüren, meine ich, und das muss jetzt nicht der typische blauäugige Cornettotyp sein, sondern das Besondere einer Person, ein Grübchen, eine Geste, ein entzückendes Ohr, was weiß ich.
Das Abendessen ist soweit vorbereitet, der Tisch ist mit zwei schlanken Kerzen hübsch gedeckt und das Dessert befindet sich im Kühlschrank. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig aus der Dusche, ziehe meine Spitzen-Unterwäsche an, tusche mir die Wimpern und noch bevor ich meine Haare trocknen kann, klingelt es. Ich streife mir noch schnell mein Negligé über, und schon ist er bei meiner Tür angekommen.
Ganz wichtig in so einer Geschichte würd ich das Selbstgefühl der Ich-Erzählerin finden. Was sieht sie denn im Spiegel? Spürt sie ihre eigene Attraktivität? Ist sie unsicher? Was wünscht sie sich denn, hat sie Phantasien? Ich bekomm weder eine Charakterisierung des Mannes noch eine der Frau, da wird es schwierig, überzeugend "Erotik" zu vermitteln. Das ist die große Schwäche dieser Geschichte, man sieht nur den Akt und alles rundherum ist abgeschnitten, zum Beispiel in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen, wie lange sie sich kennen, ob sie zusammen wohnen und das hier nur so eine Art Rollenspiel ist usw.
Wir bleiben einige Augenblicke in der Küche stehen und küssen uns, er drückt mich leicht gegen den Küchentresen. Küchen scheinen eine magische Anziehungskraft auf uns auszuwirken.
Warum denn das mit den Küchen? Das ist ein Geheimnis, das die Ich-Erzählerin für sich behält, was bei mir den Eindruck erweckt, dass es sich hier um eine Geschichte mit einem realen Hintergrund handelt, eine Geschichte, die nur den beiden erzählt wird und sonst niemandem, es ist natürlich blöd, wenn man das dann in einem Internet-Forum veröffentlicht ... und genau bei solchen Stellen fühlt sich der Leser dann ausgeschlossen.
„Willst du jetzt essen? Soll ich anfangen zu kochen?“ frage ich neckisch, völlig im Bewusstsein dass das Abendessen zurzeit keine Priorität für ihn hat. „Nein, lass uns eine Runde auf die Couch sitzen.“ sagt er. „Oh, du willst reden?“ necke ich ihn. Er schmunzelt, läuft zum Sofa, setzt sich hin und zieht mich auf seinen Schoss. Ich knie über ihm, halte sein Gesicht mit beiden Händen fest und küsse ihn innig. Er lehnt sich zurück und zieht mich mit. Unsere Küsse wechseln sich ab zwischen wild und begierig, und lüstern und zurückhaltend. Ich weiche seinen Lippen aus, lehne mich etwas zurück, er kommt näher und ich lehne noch weiter nach hinten. Hol dir was du willst! Er wartet darauf dass ich mich wieder nähere, macht keine Anstalten sich seinen Kuss zu ertrumpfen und betrachtet mich.
Es wird eindeutig zu viel geküsst in der Geschichte, das wird langweilig. Es wird zu genau von A bis Z beschrieben, alles scheint der Ich-Erzählerin aufzeichenswert zu sein, als Tagebucheintrag wär das natürlich in Ordnung, aber nicht in einer Geschichte, die öffentlich gemacht wird: Da muss verdichtet, betont, ästhetisiert werden. Und es wird so unsinnlich erzählt: Sie hält sein Gesicht zwischen beiden Händen und sagt uns noch immer nicht, was sie da sieht und warum sie ihn so gerne küsst. Sie weiß es ja, sie muss es sich ja nicht erzählen, aber uns sollte sie es schon sagen! "Sich einen Kuss zu ertrumpfen" kann man übrigens nicht sagen, einen Kuss stehlen oder so, ja.
Aus dieser Berührung entwickelt sich ungehemmtes Liebkosen.
Das geht gar nicht, ich kann mir da nichts vorstellen unter "ungehemmtes Liebkosen". Es distanziert den Leser, und auch das Folgende ist zu sehr auf die "technische" Abwicklung fokussiert:
Ich ziehe sein schwarzes Shirt aus und lasse es hinter mir zu Boden fallen. Dies tue ich auch mit meinem Negligé und meinem BH. Nun habe ich nur noch mein Höschen an. Er sitzt oben ohne unter mir, mit seinen sexy Jeans und dem lüsternen Blick. Er setzt sich aufrecht hin, hält mich fest, erobert meine Zunge mit der seinen und presst sein Becken gegen meines.
"oben ohne unter mir" - das hört sich doch nicht gut an, oder?
Ich spüre seine Erektion durch die Jeans und stöhne auf. Ich drücke seinen Oberkörper zurück auf die Liegefläche und versuche seinen Gürtel zu offnen. Wieso kann dieser Mann keine normalen Gürtel verwenden? Ärgerlich sehe ich ihn an. „Wie öffnet man dieses scheiss Ding?“ „Siehst du, hier hat es eine Einkerbung,“ beginnt er mir zu erklären, „dort musst du das vordere Metallteil hochheben und dann kannst du den Gürtel heraus ziehen. Es ist ganz einfach.“ Ich hätte das Metallteil niemals gefunden. Ich lächle ihn belustigt an und erwidere „Das ist das gleiche, wie wir Frauen euch einreden mit den BHs“ ich erhöhe meine Stimme und mache eine willkürliche Frau nach „Es ist ganz einfach, du musst nur hier und hier und das so und schon ist er offen!“ Er lacht. Während einer kurzen kommunikativen Pause die wir mit küssen überbrücken, öffne ich den Knopf und den Reissverschluss seiner Jeans. Er fährt mit den Fingern über meinen Po und mein Höschen und sagt „Du solltest das wirklich ausziehen.“
Das ist so umständlich und abturnend beschrieben: Da kommt eine technische Anleitung, wie man den Gürtel öffnet und dann auch noch dieses nüchterne "kommunikative Pause". "Mache eine willkürliche Frau nach" kann man auch nicht sagen. Aber auch bei dieser Szene hier hat man das Gefühl, dass die Ich-Erzählerin das wirklich so erlebt hat und dass sie es bis ins Detail aufschreiben will, damit sie es nicht vergisst. Mit erotischer Spannung hat das aber so gar nix zu tun.
Ich stehe auf, kehre mich um, laufe zum Bett und ziehe unterdessen die letzten paar Gramm Stoff aus die mich noch bedeckten. Ich höre wie er seine Jeans mit dem Gürtel zu Boden fallen lässt. Ich habe meine Unterwäsche kaum von meinem Bein befreit schon steht er hinter mir, drückt mir sein Glied an den Po und küsst meinen Nacken und meine Schulter. Ich drehe mich um, küsse ihn auf den Mund und er schiebt mich Richtung Bett. Ich lege mich hin und er folgt mir. Ich ziehe ihm seine Boxershorts aus und beginne damit, sein Glied zu massieren. Seine Hand wandert von meiner Wange, über meinen Hals, meine linke Brust, über die Seite meines Bauchs, meinen Unterbauch, dann meinen Oberschenkel und zuletzt ganz sanft auf meiner Klitoris. Behutsam schiebt er seinen Zeigefinger in mich hinein, wieder hinaus und lässt ihn zusammen mit dem Mittelfinger erneut in mich hineingleiten. Sein Daumen kreist über meine empfindlichste Stelle und ich stöhne laut auf. Ich packe fester zu und auch er stösst seinen Atem aus. Wir küssen uns, seine Zunge erobert die meine, wieder und wieder. Er zieht seine Finger aus mir raus, stützt sich mit seiner Hand auf und bewegt sich nach hinten, so dass sein männlichstes Körperteil für mich ausser Reichweite ist. Er legt sich auf mich drauf, küsst mich und lässt sein Glied über meine Schamlippen streichen. Er reibt sich an mir und presst seine Hüften gegen meine gespreizten Beine. Es erregt mich über die Massen und ich will ihn in mir spüren. Doch er quält mich weiter und spielt mit mir. Ich bin im chancenlos ausgeliefert und halte es kaum mehr aus. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es nur eine kleine Bewegung meinerseits benötigen würde, und sein Penis würde wohlwollend in mich eindringen. Doch ich beherrsche mich, ich liebe dieses Gefühl des Nervenkitzelns und der Provokation zu sehr. „Du weißt, dass ich mich nur ein bisschen bewegen müsste, und du würdest hinein gleiten?“ reize ich ihn. „Es ist wunderbar, wenn man soviel Macht hat, nicht wahr?“ Oh, ja! Wir setzen unser Spiel noch eine längere Zeitspanne fort, bis ich mich schliesslich entschliesse, ihm Einlass zu gewähren und auch mich zu erlösen.
Wie riecht der Typ, was für eine Haut hat er, wie sieht sein Schwanz aus? "Glied", "männlichstes Körperteil", "Penis", "Klitoris" - alles wenig erotische Bezeichnungen. Es ist verdammt schwer, eine gute "heiße" Geschichte zu schreiben, und das liegt nicht zuletzt auch an den Bezeichnungen, die man für die Teile wählt. "Es erregt mich über die Maßen", "ich bin chancenlos ausgeliefert", es werden diese Dinge behauptet, aber wie fühlt sich das denn für die Protagonistin an? Es wird im Prinzip nur das Fummeln und das Rammeln gezeigt, also nur die Mechanik des Ablaufs, und das ist zu wenig. Was läuft denn derweil in ihrem Kopf ab? Welche Bilder tauchen in ihr auf?
Er dringt in mich ein, aber nur etappenweise, er gleitet vor und zurück, tiefer und tiefer, bis er mich ganz ausfüllt. Er bewegt sich nur langsam, gibt mir das Gefühl wieder, nach welchem ich mich so sehr sehnte.
Welches Gefühl war das denn? Sprichst du hier vom Orgasmus? Du schreibst eine erotische Geschichte und klammerst den Höhepunkt der Frau verschämt aus?
Nach unzähligen Malen, erhöht er sein Tempo und lässt nicht von mir ab. Es scheint als wolle er heute zu keinem Ende kommen. Meine Beine beginnen zu zittern und ich fühle mich wirklich erledigt. Ich möchte eine Pause und endlich zu Abend essen. Er steigt von mir runter und legt sich neben mich. Sichtlich erschöpft, jedoch noch ohne Ejakulation. So kann ich das nicht stehen lassen. Ich nehme meine letzte Kraft zusammen, setze mich auf ihn und führe nur die Eichel seines Glieds in mich hinein.
Hier beginnt es zu kippen, es wird zu einer lästigen Aufgabe, die die Protagonistin meint erfüllen zu müssen.
Ich bewege mich ganz langsam auf und ab, gewissenhaft nur auf seiner Eichel, er hebt sein Becken und ich hebe meines, um ihn nicht weiter eindringen zu lassen. Ich werde ihn genau so in den Wahnsinn treiben, wie er es mit mir gemacht hat.
Wo genau war der Wahnsinn bei ihr? Hab ich was überlesen?
Er hält mich an den Hüften fest und stösst abermals lebhaft und leidenschaftlich zu, bis er sich schliesslich in mir ergiesst. Mhmn, ich hatte mit mehr Zeit gerechnet. Wir verharren noch einen kurzen Augenblick, bevor ich mich von ihm löse und ins Badezimmer gehe. Ich nehme eine kurze Dusche und beginne mit dem Kochen während er sich duscht. Er zieht sich wieder an, küsst mich von hinten auf die Wange als ich mit dem Badetuch bekleidet das Abendessen vorbereite. Ich gebe ihm einen flüchtigen Kuss und widme mich dem Herd. Ich zünde die beiden Kerzen auf dem Tisch an, serviere das Essen und ziehe mich noch schnell ein Shirt und bequeme Hosen über.
sehr nüchtern das Ganze!
Nach dem Essen legen wir uns auf das Sofa, unterhalten uns und lassen den Fernseher nebenbei laufen. Ich bin wirklich müde und erschlagen, vom Arbeiten, zu wenig Schlaf und dem guten Sex. „Ist es in Ordnung für dich, wenn ich mir noch kurz etwas aus dem Büro ansehe?“ frage ich. „Ja, natürlich. Du musst mich nicht fragen.“ antwortet er. Ich lese mir die Geschichte durch, die ich heute geschrieben habe. Es ist die Geschichte von letzter Nacht. Während ich seinen Arm streichle, korrigiere ich noch einige Passagen und entscheide mich sie ihm vorzulesen. Er legt sich auf meine Schulter und lauscht meiner Erzählung. Zwischendurch schmunzelt er, ich sehe es war nicht, aber ich kann es fühlen. Als ich zu Ende gelesen habe, sieht er mir direkt in die Augen und küsst mich. Ich küsse ihn und rutsche zu ihm hinunter, damit wir auf derselben Augenhöhe sind. „Das habe ich nicht erwartet. Es braucht viel Courage um so etwas zu schreiben und mir vorzulesen.“ bemerkt er. Ich habe ja auch nicht alles vorgelesen. „Vielleicht gibst du mir die Geschichte irgendwann mal.“ Er sieht mich erwartungsvoll an. „Vielleicht.“ entgegne ich und schmunzle.
Wir gehen gemeinsam zu Bett, ich lege mich neben ihn in seinen Arm und schlafe sofort ein.
Der Wecker weckt mich, es ist kurz vor 8. Ich will nicht aufstehen, ich bin müde und seine Nähe ist zu angenehm. Wir bleiben viel zu lange liegen, und ich werde viel zu spät zur Arbeit kommen. Während ich mich frisch mache und die Zähne putze, macht er das Bett und zieht sich an. Ich gebe ihm noch einen Kuss bevor ich mich anziehe und stelle mich vor den Schrank. Er gibt mir einen Schmatzer auf den Po und erschreckt mich damit. Wir müssen beide lachen. Wir verlassen die Wohnung, steigen ins Auto und fahren zum Büro. Es ist das erste Mal, dass wir den Weg nicht laufen, aber sonst wäre ich erst um 10 Uhr bei der Arbeit gewesen. Ich bin erleichtert, dass ich gut geschlafen habe und widme mich meinen Aufgaben. Ich freue mich darauf, ihn bald wieder zu sehen. Ich muss schmunzeln, wenn ich an die vergangene Nacht denke. Dies scheint ein fröhlicher Tag zu werden.
Den Sinn dieser zwei letzten Absätze sehe ich nicht ganz, bzw. bestärken sie mich in der Annahme, dass es sich hier eher um einen Tagebucheintrag handelt als um eine gestaltete Geschichte.

Das Ding ist ein Zwitter, man hat das Gefühl, dass du schon genregemäß schreiben willst, also eine anregende, heiße Geschichte über guten Sex, aber dann passt die Ermüdung im Mittelteil nicht. Wenn du aber etwas literarisch problematisieren willst, dann bietet die Geschichte zu wenig "Gewebe des ganzen Lebens", ist also zu wenig eingefügt in ein größeres Ganzes.

Gruß
Andrea
 
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Hallo orangeblume

Willkommen hier im Forum.

Hm, ehrlich gesagt hat mich Dein Einstand nicht sehr überzeugt. Es klang mir wie eine Abhandlung, wobei für das Vorspiel und den Geschlechtsakt ein Wörterbuch zum menschlichen Körper herangezogen worden wäre. Die Darstellung davon fand ich auch nicht sehr gelungen, nichts Prickelndes, ja eher unerfahren und ein wenig unfreiwillig komisch wirken die beiden auf mich. Ich weiss es klingt hart, aber wenn ich an erotische Literatur denke, schwingen da Erwartungen von Gefühlen mit, die ich hier nicht wahrnahm. Vielleicht ist es nur meine Wahrnehmung, die bei einem solchen Thema gern mehr Romantisches sehen würde, und andere Leser fühlen sich da eher angesprochen.

Es hat da noch einige Dinge, die das Lesen erschweren. So ist es etwa angezeigt, bei Sprecherwechsel Zeilenschaltungen einzubringen. So klingen die Dialoge sehr gehetzt, als Leser fühlt man sich getrieben. Beispiele kannst Du aus jedem Buch entnehmen, das Dialoge hat.

Im ersten Viertel, nachher hatte ich nicht mehr darauf geachtet, hat es offensichtliche, fehlende Kommas. Du solltest das Ganze nochmals durchsehen. Als Beispiel:

tusche mir die Wimpern[KOMMA] und noch bevor ich meine Haare trocknen kann, klingelt es.

völlig im Bewusstsein[KOMMA] dass das Abendessen zurzeit keine Priorität für ihn hat.

Hol dir[KOMMA] was du willst!

Er wartet darauf[KOMMA] dass ich mich wieder nähere,

Dann sind da Wort- und Satzbildungen, die mich beim Lesen aushebelten:

macht keine Anstalten sich seinen Kuss zu ertrumpfen und betrachtet mich.

Das Wort klingt mir nicht gelungen, auch wenn es in einem Dialekt vielleicht gängig ist.

und versuche seinen Gürtel zu offnen.

öffnen (eher ein Tippfehler)

und dann kannst du den Gürtel heraus ziehen.

herausziehen (Kannst Du in einem Wort schreiben.)

Er sitzt oben ohne unter mir, mit seiner sexy Jeans und dem lüsternen Blick.

Ist seine Hose sexy oder ist es nicht vielmehr so, dass sie enganliegend an ihm derart wirkt?

In einem ellenlangen Satz, ich habe ihn jetzt nicht mehr herausgesucht, wirkt es mir etwas arg durcheinander. Da sind direkte Rede und Erläuterungen, denen eine Entflechtung zumindest durch Satzzeichen gut tun würde. Besser vielleicht, noch mehrere Sätze daraus bilden.

Wenn es Dir gelingt, die Handlung und Dialoge von einer rein technischen Darbietung auf eine sinnliche Ebene zu heben, könnte ich mir da schon eine angenehm lesbare Geschichte vorstellen. Letztlich sollte es aber mehr hergeben, als einfach einen Ablauf. In einer Kurzgeschichte zeichnet sich die Handlung meist dadurch aus, dass sie durch einen Konflikt das Ende anders aufscheinen lässt, als es zu Beginn war.

Ich sah eben, dass Andrea Dir bereits einen ausführlichen Kommentar schrieb. Möglicherweise hat es Überschneidungen, aus Zeitgründen kann ich dies nicht mehr abgleichen, auf jeden Fall hier eine Zweitmeinung.

Viel Spass noch beim Schreiben, Lesen und Kommentieren hier. :)

Schöne Grüsse

Anakreon
 
Wortkrieger-Team
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08.01.2002
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Hallo orangeblume,

ich hatte Mühe, deine Geschichte bis zum Ende zu lesen, habs aber getan und danach sogar noch die Kritik von Andrea.

Der kann ich mich komplett, ohne Abstriche zu machen, anschließen. Andrea hat mir laufend aus der Seele gesprochen und alle wesentlichen Punkte aufgezeigt, die ich dir ebenfalls aufgelistet hätte.

Weshalb glauben so viele Autoren, dass eine erotische Geschichte keine Spannung enthalten darf? Wieso dürfen keine Überraschungen passieren, die die erotische Stimmung anheizen?
Hier läuft alles ab wie am Schnürchen, als seien zwei Marionetten am Werk, er tut dies, dann tut sie das, dann schnell noch küssen, und dann ausziehen, und fix hinlegen und stöhnen und stoßen und und und.

In weiten Teilen deiner Geschichte hatte ich den Eindruck, dass du dich nicht in die Rolle der Protagonisten versetzen konntest. Das ist gewiss auch nicht einfach, weil man ein Stück weit auch in so eine Geschichte legt, was man selbst unter Erotik versteht und weil es sicherlich noch schwieriger ist, sich vorzustellen, wie ein Mann erotisch tickt.

Aber mit ein wenig Mühe hättest du vielleicht erkennen können, dass ein Mann, der zur Tür reinkommt und eine Frau im Negligee sieht, gewiss nicht darüber labert, erstmal seine Jacke aufhängen zu müssen.
Wenn du einen peniblen Typen darstellen möchtest, der nur nach exaktem Ablauf handeln kann, dann hätte ich die Jackenszene vielleicht sogar noch weiter ausgebaut und andere zwanghafte Handlungen hinzu gefügt, aber innerhalb deiner Geschichte setzt sich das ja nicht fort, es geht also nicht um einen zwanghaften Typen.

Deine Protagonistin scheint mir auch selbst schablonenhaft. Wenn sie ein gutes Abendessen zubereitet, was für einen Sinn hat es dann innerhalb der Erotik? Dieses Abendessen ist irgendwie wie ein Paket, das im Flur rumsteht und noch zur Nachbarin eine Tür weiter gebracht werden muss. Bei einer guten erotischen Geschichte hat alles seinen Sinn und dient der Sinnlichkeit, so dann auch das Abendessen.

Du verschenkst leider alle Dialoge. Kein einziger Satz wirkt echt, sondern oftmals eher abtörnend oder steril.

Beispiele:
„Ich muss das ausziehen, es ist so warm hier drin“
unerotisch und plump

„Hast du Hunger?“ frage ich ihn
interessiert das in genau diesem Moment den Leser, ob er Hunger hat oder nicht? Nein! Man möchte wissen, wie er auf ihre Aufmachung reagiert.

„Was gibt es zum Essen?“ fragt er neugierig. „Das verrate ich nicht.“
Wenn du innerhalb deiner Geschichte dies weglässt, würde nix fehlen.

„Willst du jetzt essen? Soll ich anfangen zu kochen?“ frage ich neckisch,
das ist nicht neckisch, sondern bieder.

„Nein, lass uns eine Runde auf die Couch sitzen.“
Hier hätte ich ihn gezeigt, wie er sie wortlos auf die Couch zieht.
Du kommst ja auch nicht auf die Idee deine Protagonisten sagen zu lassen: "ich ziehe jetzt meinen BH aus." "Ich öffne jetzt meine Gürtelschnalle." "Ich ziehe den Slip jetzt aus."
Da würde doch der Leser reichlich irritiert sein, nicht wahr?

. „Du solltest dich immer so kleiden, es steht dir gut“ flüstert er.
Das ist mal ein Satz wie er sein soll.

„Siehst du, hier hat es eine Einkerbung,“ beginnt er mir zu erklären, „dort musst du das vordere Metallteil hochheben und dann kannst du den Gürtel heraus ziehen. Es ist ganz einfach.“
Bitte versuche ganz ehrlich zu dir selbst zu sein: Würdest du als Leser dieser Sätze nun wirklich wissen wollen, wie das Ding aufgeht? Oder ginge es dir eher darum, was sie endlich tun, wenn das Ding aufgegangen ist?
Wenn du so ein Hindernis, wie den Gürtelverschluss mit in eine erotische Geschichte einbauen möchtest, dann darf das kein Killer werden, sondern hat die Aufgabe, die Spannung des Lesers zu erhöhen. Dazu muss der Leser aber zunächst erst Mal das prickelnde Gefühl bei sich spüren, endlich erfahren zu wollen, was.... um ihn dann ein wenig hinzuhalten und damit in Spannung zu setzen.

So, das waren ein paar Beispiele, um dir zu verdeutlichen, was ich meine.

Ansonsten bitte ich dich, nochmals über Andreas Kritik zu gehen, denn ihre Anmerkungen sind genau die, die ich dir auch schreiben würde.

Ich bin mir sicher, dass dir eine erotische Geschichte dann gut gelingen wird, wenn es dir gelingt, dich in beide Figuren vollends hinein zu versetzen und zwar Szene für Szene.

Manchmal hilft es auch, sich einen gelungenen erotischen Text einmal nur unter dem Aspekt vorzunehmen, was genau es ist, was einem ein Prickeln beim Lesen verschafft.

Lieben Gruß
lakita

lakita
 
Mitglied
Beitritt
23.01.2014
Beiträge
216
Hallo orangeblume!
Wolltest du etwas Erotisches schreiben? Warum tust du es dann nicht? Du erzählst uns in großer Ausführlichkeit, was so alles passiert ist. Zuerst das, dann das, dann jenes…
Das ist in wesentlich mehr Kürze schon ok. Aber das ist beileibe nicht das Wichtigste. Wie sah es denn in dir drinnen aus? War es aufregend, erregend, lustvoll, geil? Ja? Aber dann erzähl uns das nicht! Zeig es uns! Was war denn da alles? Was macht Lust aus? Chaos der Gefühle, Widersprüchliches, Mitreißendes, Kontrollverlust, der ganze Wahnsinn…Überleg dir mal, wie du das zeigen kannst. Ich meine Sprachlich. Die Sätze brauchen keine Nebensätze mehr. Die Sprache wird kurz, abgehackt, aufs Wesentliche reduziert, stammelnd….
Was wird uns wohl interessieren? Dass er ihn reinschiebt, rauszieht und wieder reinschiebt? Oder wollen wir vielleicht viel lieber miterleben, wie sich dein Hirn verabschiedet? Ich denke nicht an „Ahhh“ und „Ohhh“. Da fällt dir bestimmt beim nächsten Mal mehr ein. Trau dich!

wander
 

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