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Berühr mich nicht
in Quaratäne wegen Einreichung
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- Kopfüber • Lapislazuli • Flügel • Rollstuhl • Zeuge
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Berühr mich nicht
in Quaratäne wegen Einreichung
Liebe @Katla,
Danke für Deinen umfang- und inhaltsreichen Kommentar.
Das hab ich bis hierhin auch fast geschafft.wenn man so einen Text schreibt, ist eigentlich klar, dass man einen Teil der Leser im Regen stehen lässt. Es gibt da keinen echten Kompromiss, eher mainstreamigen Lesern entgegenzukommen und einen authentisch wilden, innovativen Text zu entwerfen. Halb-halb mag dann vermutlich keine der beiden Gruppen lesen. Da kannst du eigentlich nur hocherhobenen Hauptes durch.
Ich sehe das genau so, der Text kann und will es nicht allen recht machen, so wie er aufgestellt ist, geht das nicht.
Dein erster Kommentar war eine Bank. Ich glaub, ohne hätte ich vieles nicht so stehenlassen können.Und eine Umarmung über das kleine Meer zurück, als Dank für die Geschichte. Freut mich natürlich, wenn du dich freust.
Die Jachtgeschichte war auch die erste, mit der ich halbwegs zufrieden war.Als deinen ersten Text hatte ich die Waldgeschichte im Kopf, und dann die mit der Jacht. Hast recht, "Der Riss" hatte ich auch gelesen, aber irgendwie nicht mehr mit dir verbunden. Muss ich echt nochmal neu lesen.
Durch das Gleiche bin ich bei "Petulia" durch, da kamen schon harte Sachen in den Kommentaren wie langweilig oder nicht zu Ende gelesen. Ich stelle aber fest, dass das nur bedingt zu einer Abhärtung führt, mit jedem mutigen Text steht man aufs Neue im Wind.Es gibt mit Sicherheit nicht nur mich, die bei banal erzählten Alltagstexten gleich rausklickt oder mitten drin aussteigt. Das hab ich früher auch kommuniziert, aber irgendwie ist es Quark, Leute für ein gewähltes / bevorzugtes Genre zu rügen. Es melden sich dann eben nur Leute ablehnend-kritisch zur innovativen Form, wenn sie meinen, das Mainstreamformat müsse unbedingt bedient werden, es dürfe keine Irritationen geben. Aber solche Texte haben eben die gleiche "Daseinsberechtigung" wie bieder erzählte Alltagstexte, und ich finde es nicht schlimm, wenn eine Textart bestimmte Leser außen vor lässt - die nimmst du dann wieder mit einem anderen Text mit, das hat ja nix mit Autoren-Arroganz zu tun.
Nein, die Lurker sind nicht draußen und waren sie auch nie.Sind die Lurker draußen, oder hab ich die überlesen? Ich plädiere sehr, die wieder reinzunehmen. Das ist ein so geiles Wort, das so viel trifft. Man kann doch auch mal was googlen, wenn man das nicht kennt. Dabei hatte ich übrigens die Bibliothekare aus Metro 2033 vor Augen, obwohl du sowas nicht meintest. Bissl wie Lurker at the Threshold auch, Horror & Weird der 1920er-50er ... Das war eben eine tolle, vielschichtige Konnotation.
Hab das Metro 2033 gerade mal nachgeschlagen, reizvoll, definitiv. Auch die Lovecraft-inspirierte Horror Novel. Ich bin zu viel im Forum unterwegs und lese zu wenig. Wenn ich mir den Stapel der beleidigten Bücher anschaue, die auf mich warten ...
Okay, angenommen und zurückgesetzt.Ich fand die Bourgeoisie schöner, weil damit auch etwas Elitäres durchkommt, das ja durchaus - im Vergleich zu den normalen Besuchern da - zu dem Prot passt. Hier stört mich auch das V -V bisschen.News: ›Vorbeifucker im Vintagewahn.‹
Habe geschwankt, mal das eine mal das andere drin gehabt. Ich vertraue Dir und tausche ein R gegen ein N.... mache einen auf elektrischen Stuhl, denke ich. Oder du willst es als wörtliche Rede im inneren Monolog so falsch.Für manche von denen setze ich meinen VR-Helm auf und mach einen auf elektrischer Stuhl.
Wobei ist auch gut, genommen.Ich war dabei, das auf ein anderes Genus zu verbessern, sah aber, dass da gar nix ist, auf das sich das beziehen kann. Wie klingt wobei für dich? Das könnte auf alles anschließen.Besonders wenn Palina eingestellt ist, bei der alles, was sie sagt, gleich klingt,
Gelernt und geändert. Ist vermutlich wie mit dem "ebend" statt "eben", bei dem sich mir sämtliche Nägel aufrollen. Vor allem wenn das einmal im Ohr ist, kann man nicht mehr drüber weg hören. Allein, allein, allein.Just saying: Das Wort existiert nur ohne e = allein. Außer in wörtlicher Rede, weil man das e ja hört und viele Leute es so sprechen (mir inklusive).News: ›Alleine im Land der blutsaugenden Raketenmücken‹.
Ich hab so vieles nicht gelesen und die Wunschliste wird immer länger. Falls ich in den Himmel komme, was als Ungläubiger mehr als unwahrscheinlich sein dürfteSo schön!Ich mache das, ich gebe Dingen Namen, manchmal trifft es auch lebende Dinge und ganz selten lebende Dinge, die meinen Puls beschleunigen.
Ich musse bei dem ganzen Text - aber besonders an dieser Stelle - an ein Buch (und den gleichnamigen Film) denken: Stuart, a Life Backwards. Das ist eine ähnliche Sicht der Welt. Klein bissl autistisches Spektrum, finde ich sehr schön, ohne dass du es zu dick aufträgst.
, ist das eine Bibliothek, vollgestopft mit Büchern, die voll meinem Geschmack entsprechen, einer bequemen Relax-Wolke mit schwebender Fußstütze in der Raummitte und einer ständig brodelnden Espressomaschine auf einem Tee(!)wagen in Reichweite. Und Stuart, a Life Backwards wäre ganz sicher dabei.
Geht mir auch so, diese Stärke, diese Schrulligkeiten hatte ich bei Petulia auch schon drin, das Fingerzählen, der Grünkohl, das Zwinkern, die Zahl Tausenddreihundertsiebenundfünfzig und finde, das gibt dem Text viel Leben. Danach habe ich gemerkt, es ist alles andere als einfach, das zu wiederholen und direkt einen ähnlichen Text hinterher zu werfen. Es scheint so, als wäre mir das hier nochmal gelungen und das freut mich über alle Maßen.Ich mag starke Erzähler wirklich wahnsinnig gern. Auch - wenn es passt - welche, die sich so direkt erklären. Es ist durchaus eine Art show don't tell, durch die Art, wie eine bestimmte Sache / Blick so extrem persönlich (fast schon 'mackig') benannt oder erklärt wird, den Charakter indirekt zu zeichnen.
Ich mach mit.– »Adam«, sagt Palina. Es ist falsch und so klingt es auch und auch ein wenig hungrig, wie ›Gib mir den Apfel‹.![]()
Schön, dass der Humor an der Stelle zündet.
Ja, das ist ein wenig willkürlich gesetzt, das sollte schon einheitlich sein, werde ich überarbeiten.Ich finde es nicht so wild und meine auch, da könnte sich schon was geändert haben, aber ich sehe keine 100%ige Linie dabei, wie du kursiv einsetzt. s. auch u.
Hab das probiert und fand es ausgeschrieben zu platt. Jetzt steht daHier müsste das ausgeschrieben werden What the fuck? (oder: !). Sonst sagte sie ja: "Wee tee eff!"»Wtf! Woher kennst du Otchorak?«
Passt mMn auch zu seinem nächsten Gedanken:– »We-Te-Eff! Woher kennst du Otchorak?«
WTF klingt ausgesprochen genau so, blöd und peinlich, passt also. Was meinst Du?Vieles klingt im Kopf smart, mutiert aber schnell zu blöd oder peinlich, sobald Palina das rausblechert.
Hatte zuerst tatsächlich den obligatorischen Frosch im Hals und hab länger nach was Besserem gesucht. Mit dem Hamster als Bild bin ich zufrieden, schön schräg.Hab ich ja schon gesagt, aber das mit dem Hamster finde ich so gut. Auch durch den Kontrast niedlich - störendes Problem.Der Hamster wacht auf und kriecht meinen Hals hoch. Ich tippe fertig.
War gedacht als Ellipse von It is true, she is like that.Das ist immer noch falsch. Siehe irgendeinen der ersten Komms. Ich weiß nicht, was du da im Ohr hast, aber für mich sieht das einfach nur verkehrt aus, sorry.true she is.
Klar, mit Leerzeichen wäre richtig, aber das sieht so kacke aus, das ich das lieber falsch lasse. Denke mal, der zweite Punkt als Satzabschluss gehört dahin, weil der eine nur der Abkürzungspunkt für Otchorak ist?Ich schreib das auch gerne so, aber eigentlich gehört ein Leerzeichen dazwischen. M. O. - genau wie bei v. u. Z. und sowas. (Ist da ein Punkt zu viel oder zu wenig als Abschluss?)M.O. meißeln, nur M.O..
Freut mich riesig, dass ich Dich als Leserin so auf dem Punkt erwischt habe.Übrigens werde ich den Text mit Freude empfehlen (auch wenn er wohl ein klein bissl geglättet ist- oder ist das nur meine Gewöhnung gegenüber dem Erstlesen?)



Ja, finde ich auch besser so, kann ja wartenWollte das schon machen, als ich das erste Mal kommentierte, aber mir wurde gesagt, der Button wird erst nach der Abstimmung kommen. Damit keine Geschichte während der Abstimmung rausgestellt wird. Ist ja ne faire Idee. Es scheint aber, sie schlägt sich auch ohne Empfehlung sehr gut, oder? :-)

Ich finde das auch keine Zumutung, es gibt halt Texte, die bedürfen einer gewissen Aufmerksamkeit, die kann ich nicht so wegkonsumieren, für mich absolut legitim, denn so was will ich selbst auch lesen dürfen.Mich überrascht, wie wenig der Titel bekannt zu sein scheint. Ich finde den grad toll, weil sowas in SF gern eingesetzt wird. Ich denke da an Event Horizon (nun echt kein high brow Film), bei dem der aufgezeichnete lateinische Spruch im akustischen Logbuch ja sogar handlungstragend ist: Rettet uns vs rettet euch. Und Kinozuschauer haben nichtmal wie hier google vor sich. Sowas muss doch mal gehen.
Stimmt, gerade die Wiederholungen im Text wurden hier angemerkt, dabei ist das für mich hier ein Stilmittel zur Verdichtung und nicht so "passiert". Für mich ist da wichtig, den Sound insgesamt im Ohr zu haben und wenn mir das beim Lautlesen nicht aufstößt, lass ich das drin.Echt witzig, wie unterschiedlich Texte gelesen werden - ich habe die meisten Kürzungsvorschläge hier mit absolutem Horror gesehen. Es geht ja nicht immer um die reine, blanke Aussage, die ein Autor aufs Papier bringt. Es geht auch um einen Sound, die Erzählstimme, die einiges vllt. wiedeholt und hin und her wendet. (Grad lese ich mit größtem Vergnügen Antoine Volodine: Mevlidos Träume, und sein Erzähler wiederholt sich ständig, richtig phrasenweise. Er nimmt sich auch als auktorialer / körperloser Erzähler raus und kommentiert das, was er grad neutral erzählt hat, nochmal extra mit seiner abweichenden Meinung. Manchmal funktioniert das super, wenn es eben bewusst eingesetzt ist, und nicht Unvermögen.)
Die auch ein schönes Winterrestwochenende, hier ist Minus drei, peace, linktofink
Moi dear Linktofink,
auf die Gefahr hin, dass ich mich überengagiere (das ist ja gaaaaanz untypisch für mich
) ...
Wo du das sagst: "Petulia" fand ich auch grandios, dabei mag ich eigentlich weder Kindergeschichten noch Geschichten mit Kinderprotas. Hatte ich zwei Mal gelesen und sehr genossen, aber nicht kommentiert, wie mir grad einfällt.Durch das Gleiche bin ich bei "Petulia" durch, da kamen schon harte Sachen in den Kommentaren wie langweilig oder nicht zu Ende gelesen. Ich stelle aber fest, dass das nur bedingt zu einer Abhärtung führt, mit jedem mutigen Text steht man aufs Neue im Wind.
Ja, stimmt, die stark individuelle Sicht ist ähnlich, aber zum Glück die Texte / Figuren selbst sehr unterschiedlich.Geht mir auch so, diese Stärke, diese Schrulligkeiten hatte ich bei Petulia auch schon drin, das Fingerzählen, der Grünkohl, das Zwinkern, die Zahl Tausenddreihundertsiebenundfünfzig und finde, das gibt dem Text viel Leben. Danach habe ich gemerkt, es ist alles andere als einfach, das zu wiederholen und direkt einen ähnlichen Text hinterher zu werfen. Es scheint so, als wäre mir das hier nochmal gelungen und das freut mich über alle Maßen.
Also, ich hab nie gehört, dass jemand W.T.F. gesprochen abkürzt. Als Kurzform kenne ich gesprochen nur The Fuck oder Da Fug. (Letzteres auch von weißen NichtjugendlichenWTF klingt ausgesprochen genau so, blöd und peinlich, passt also. Was meinst Du?
).EDIT: Okay, ja als Getipptes ausgesprochen. Ist durchaus folgerichtig.
Hast du für den englischen Satz eine englische Ellipse verwendet, oder eine deutsche darauf angewandt? Deine Variante erkenne ich nicht als Englisch. (Auch It is true, she is like that. empfinde ich nicht als lebendige Sprache, übrigens.)War gedacht als Ellipse von It is true, she is like that.
Truly trifft es nicht, das ist so schlapp, so mit Füllwortcharakter wie actually und passt nicht zu warrior. Ich weiß auch nicht, beratet mich.
Truly und true ist dasselbe Wort. Ich kann da deinem Gefühl nicht folgen. Es ist ja kein Füller wie literally oder actually. Es ist eine feststehende Phrase, eine Verstärkung: She truly is. -> Ja, das ist sie absolut. So ungefähr. = She's a true hero. (* heroine), nicht abgeschwächt: Actually, she's quite the hero.
Ja, ich finde das völlig okay. Und ja, klar, ich Dussel, mit dem doppelten Punkt. Das hab ich jetzt echt aus dem Englischen im Kopf, wo nur ein Satzzeichen je verwendet werden darf.Klar, mit Leerzeichen wäre richtig, aber das sieht so kacke aus, das ich das lieber falsch lasse. Denke mal, der zweite Punkt als Satzabschluss gehört dahin, weil der eine nur der Abkürzungspunkt für Otchorak ist?
Herzliche Grüße nochmal aus dem Norden,
Katla
Liebe @Katla,
gegen Überengagieren hab ich rein gar nichts, da hab ich selbst auch eine Neigung zu, aber von erwachsenen Leuten erwarte ich auch, dass sie Stopp sagen können, wenn es ihnen nicht passt. Also immer her damit.
Tatsächlich wird das im Handyverkehr oft WTF abgekürzt und das gefällt mir iwie auch, dass Palina das als "We-Te-Eff" rausblechert, weil das wirklich schlimm und peinlich ist und das Mats in seinem Nebel nicht checkt. Passt für mich also, aber ich höre gerne andere Stimmen dazu.Also, ich hab nie gehört, dass jemand W.T.F. gesprochen abkürzt. Als Kurzform kenne ich gesprochen nur The Fuck, oder Da Fug. (Letzteres auch von weißen NichtjugendlichenWTF klingt ausgesprochen genau so, blöd und peinlich, passt also. Was meinst Du?).
Ich finde das in der we-te-ef Form total schlimm und denke nicht, dass ich das erkannt hätte. Mag aber gut sein, dass es da in Deutschland solche andere Varianten gibt, die ich nicht kenne. Vielleicht ist das sogar eine Mobile / Handy-Sache inzw.?
Okay, ich bin restlos überzeugt, gehe in Sack und Asche und nehme She truly is. Punkt.Truly und true ist dasselbe Wort. Ich kann da deinem Gefühl nicht folgen. Es ist ja kein Füller wie literally oder actually. Es ist eine feststehende Phrase, eine Verstärkung: She truly is -> Ja, das ist sie absolut. So ungefähr. She's a true hero. (* heroine), nicht abgeschwächt: Actually, she's quite the hero.
Danke für dein schnelles Überengagement,
peace, l2f
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Moin, lieber @rainsen,
Vielen Dank für Deinen Kommentar, da war erstaunlich viel dabei. Nicht erstaunlich, weil Du es bist
, sondern weil der Text schon so viel kommentiert wurde. Das hier z.B.:
hab ich sofort genommen. Das sind ja die knappen Laufzeilen unten im Nachrichten-Programm. Passt für mich. Ein Witz soll das auch nicht sein, eher ein ironischer Kommentar, ein kurzes Schlaglicht mit einem anderen Gedanken von außen.Ich würde "Breaking News:..." draus machen (weiter unten auch). Ist so in meinem Kopf aus englischsprachigen Nachrichtensendern, und außerdem ist es hier ja so ein spontaner Einspieler, da finde ich, passt es perfekt. Der Witz hat nicht so ganz gezündet bei mir.News: ›Vorbeifucker im Vintagewahn.‹
Und bitter für den Betroffenen.Das gefällt mir, schöner schwarzer Humor.Doch, möchtet ihr. Ihr möchtet von allem den Preis wissen. Immer. Damit ihr vergleichen könnt. Ich kann euch sagen, welchen Preis man bezahlt für einen Freedom-Chair XTR. Der Preis ist, zu wissen, wie beschissen das Leben sein kann.
Drückt? Ich weiß es noch nicht, schau ich mir an. Danke für den Hinweis.Das mag ich auch. Allerdings, müsste es nicht "zieht" heißen? Der Wind treibt ja nicht die Spur, sondern die Träne selbst, die dann die Spur hinterlässt.Der Wind nimmt mir den Atem, treibt eine Tränenspur über die Wange.
Genial, lese ich immer gerne, aber wo Du recht hast ...Verdammt genial, wie du hier mit vollem Tempo auf DAS Wort der Wörter zusteuerst, und dann ganz kurz vorm Ziel (3 Buchstaben vorm Ziel, um genau zu sein...minus 1) hart in die Bremsen gehst und die Kurve nimmst.La Isla azul.
Das ist fast ein Alleinstellungsmerkmal, rainsen, so viele Leute konnten damit nix anfangen.Eine coole Beschreibung.Sie hängt an der Hand, die durch den blauen Ärmel mit einem weißen Bart verbunden ist, über dem braune Augen an mir vorbeistarren.
Ja, weil sie aus der Sprachausgabe kommt. Das soll die Verzögerung zwischen Tippen und Rausblechern zeigen.Wozu der Gedankenstrich? Es ist ja normale wörtliche Rede, auch wenn sie von einem Sprachcomputer kommt.– »Wie kann ich behilflich sein?«,
Weil das Programm in meiner Vorstellung hyperrealistisch ist, wie eine Parallelwelt und solche Empfindungen spürbar machen kann.Was ich mich gefragt habe, bei VR (ich habe null Plan): Wie wird denn Wind simuliert? Sieht man den nur anhand der Umgebung, also zB Blätter/Äste, die sich im Wind biegen, oder wird es grafisch/numerisch angezeigt? Wenn man in VR nicht sein eigenes Gesicht sieht - denn es ist doch die erste-Person-Perspektive - wie kann er dann (jetzt auf die Stelle weiter oben bezogen) wahrnehmen, dass ihm eine Träne über die Wange läuft?Seitenwind beachten.
Nice one, schön zupfig und komplex, der Song. Läuft gerade im Hintergrund, leider als Laptopgeblecher, ich such gleich mal die Kopfhörer. Die Lurker bleiben auf jeden Fall drin und alle, die es nicht googeln mussten, fanden das auch gut.Sorry, ab vom Thema, aber ich muss hier an ein Lied denken von Steve Gunn mit dem gleichen Titel. Kp auf was für Musik du stehst, aber zieh es dir mal rein, ich liebe das Lied!Lurker
Der wäre mir hier zu starke Trennung.Hier würde sich doch eigentlich ganz gut ein Gedankenstrich anbieten.Eigentlich bin ich nicht unsichtbar, ich werde übersehen.
Ja im Vergleich zum sonstigen Duktus ist das eher subtil.Hehe, ich mag das Subtile.und ganz selten lebende Dinge, die meinen Puls beschleunigen.
Da clinch ich noch ein wenig mit mir selbst rum (und KatlaKommt siicher auch gut rüber, das W T F, buchstabiert in deutscher Sprache, ungefähr so gut wie Fickt euch... Stelle ich mir aber tatsächlich witzig vor. (Da fehlt übrigens ein Komma nach der wörtl. Rede.)»Wtf! Woher kennst du Otchorak?« blechert Palina
), wie´s am besten geht.
Hat er recht und Du auch und hab ich gehört auf euch.»Mit sowas solltest du sparsam sein, das kommt aus dem PC ein bissl … cringy.«(Friedel hätte hier übringens angemerkt: sowas=so was, weil so etwas...)
Ich lasse es erstmal so, beim Lautlesen fand ich es okay, Das G wird kursiviert, thanx.Eigentlich bin ich da nicht so drauf fokussiert, aber solltest du das zweite "auch" vermeiden wollen, ginge auch "..es auch und dazu noch ein wenig...".Es ist falsch und so klingt es auch und auch ein wenig hungrig, wie ›Gib mir den Apfel‹.
Das Gi von Gib ist nicht kursiv.
Ansonsten: schöner Humor!
Ich liebe diese Ideen, wenn sie kommen und möchte sie jedes Mal überreden, doch öfter vorbeizukommen, aber sie zieren sich leider sehr.Herrlich, wie das Wortspiel weitergeht!Lapis Luisa Lazuli findet es trotzdem und kommt zurück.
Hab ich ausprobiert, schwanke noch. Auf jeden Fall Danke. Btw. Street Keeper ist auch geil. Lagerfeuermusik ... Scheiß Corona.Hehe. (Einer ihrer Finger!)Triple-L drückt mit dem Finger die warme rote Lippe gegen die Rheinkiesel. Jesus!, gerne wäre ich auch mal ein Finger.
Okay, bevor der Bezug abreißt, nehme ich den Absatz besser raus.Hier habe ich kurz gebraucht, um zu checken, dass du mit Teil den Rollstuhl meintest - wenn das denn stimmt. Ich würde den Absatz rausnehmen, vor Auch, denn es gehört ja sinngemäß noch zu dem Part mit dem Rollstuhl..Auch wenn du dem Game weismachst, du wärst eine Kreuzung aus Jan Frodeno und Caligula, in irgendeinem toten Winkel stolperst du über das verfickte Teil. Natürlich will ihn niemand haben, es ist wie im realen Leben.
Die Brücke führt über den Weiher und befindet sich nicht über dem Weiher, so mein Sprachgefühl, deshalb sträube ich mich gegen das dem.über dem Weiher?Oben auf der Brücke über den Weiher mach ich die Kippe an.
Schöner, stimmiger Rückschluss. Genau so.Hier kommt der Sinn des Titels raus, es bringt plötzlich seine ganze Strategie, seine Pläne durcheinander..Ich will ihre Hand auf mir spüren. Nicht nur geübte Schläge auf den Rücken. Nein, verdammt, ich will, dass sie abhaut, dass sie nie hier gewesen ist.
Hrmpf, Du siehst aber auch alles. Geändert.Hier haste deinen Gedankenstrich vergessen.»Schau es dir mal an …«, sagt Palina laut
Schön, finde ich auch nach wie vor skurril witzig.Nur das Schnappen der Fische bringt sie etwas aus dem Konzept. Ein kleines bisschen Etwas.![]()
Erst war mir nicht klar, was sie sich anschauen soll, aber dann konnte es wohl doch nur eins sein: das Eterny...dingens, die Parallelwelt.
Das ist ein Zusammenhang, auf den man durch all die versteckten Hinweise kommen kann, aber nicht muss und es tut dem Verständnis auch nur bedingt Abbruch. Ich finde immer schön, wenn sich mir Texte nach und nach offenbaren.Dass er selbst Mats ist, habe ich nicht gerafft - habe das grade beim Runterscrollen in deiner eigenen Erklärung gelesen. Dass er in der VR den Rollstuhl begräbt und dann die Initialen des Buchautors draufschreibt, habe ich so interpretiert, dass er ihn quasi liebt, vergöttert, und deshalb seine Initialen nimmt. Klar, jetzt machen auch das Und jetzt? und das Es ist falsch und so klingt es auch... Sinn - dadurch ist es eigentlich eindeutig.
Das ist recht neu als zusätzlicher Hinweis, mit Bindestrich sieht es nicht aus wie ein Name, ich überleg mal, vllt. MatsAdam?Und dann das, was ich tatsächlich nicht geschnallt habe: Matsadam..... Das ist quasi der Schlüssel, um es zu verstehen, dass er Mats ist. Kurz danach kommt der Name Mats das erste Mal vor, aber die Verbindung habe ich irgendwie nicht gemacht. Dass ich Matsadam nicht geschnallt habe, könnte daran liegen, dass du mit der Sprache eh recht viel experimentierst, bzw. verschiedene Sprachen etc reinbringst, das Englische, dann das Lateinische. Kp ob du Mats-Adam draus machen willst, und ob das das letztendliche Klick gebracht hätte bei mir, keine Ahnung.
Finde ich schön, wie Du das sagst, es ist nicht zwingend notwendig, weil es trotzdem funktioniert, wäre aber cooler. Dem schließe ich mich an. Schön auch Deine Überlegungen und Ausführungen zur Themenwahl.Andererseits ändert es nicht so viel am Inhalt, denn selbst wenn ich gedacht habe, dass nicht nur der Klon des Prota Adam heißt, sondern auch er selbst, und er nicht MO ist, dann ist die Message für mich dieselbe. Und dass sie ihn am Ende Mats nennt, funktioniert trotzdem - es zeigt, dass sie seine Vorliebe für die VR versteht. Sie könnte ihn auch Mats nennen, um genau das zu zeigen. Klar ist das ganze noch cooler, wenn rauskommt, dass er der Autor ist.
Danke für Deinen tollen Kommentar, und nicht zu viel Happa Happa denken, wenn Du mit deinem Neffen spazieren gehst.Jedenfalls sehr gerne gelesen, der Humor gefällt mir gut, die sprachlichen Spielereien...sehr cool!
Peace, l2f
Moin @linktofink!
Endlich komm ich zum Rückmelden (leider wurde mir dein Kommentar trotz Verlinkung nicht angezeigt bei der Glocke).
Is klar ;PNicht erstaunlich, weil Du es bist,
Bin ich auch überfragt jetzt..Drückt? Ich weiß es noch nicht, schau ich mir an. Danke für den Hinweis.
Hehe. Also ich musste den Satz auch zweimal lesen, und aufmerksam, aber ich finde das macht nichts. Das sollte man vom Leser erwarten können. Ich mag einfach das Bildliche, die Art, wie man den Arm durch die Beschreibung verfolgt - ich finde solche Stellen sind kleine Schätze, die dann evtl beim Schnellen Lesen übersehen werden...Pech gehabt! (Naja, Unterstellung. Kann ja auch sein, dass es einfach nicht gefällt..)Das ist fast ein Alleinstellungsmerkmal, rainsen, so viele Leute konnten damit nix anfangen.
Alles gut, hast mich überzeugtJa, weil sie aus der Sprachausgabe kommt. Das soll die Verzögerung zwischen Tippen und Rausblechern zeigen.
Dito.Weil das Programm in meiner Vorstellung hyperrealistisch ist, wie eine Parallelwelt und solche Empfindungen spürbar machen kann.
Supergeil - ich konnte quasi im Verlaufe deines Kommentars das Album mitverfolgenNice one, schön zupfig und komplex, der Song. Läuft gerade im Hintergrund, leider als Laptopgeblecher, ich such gleich mal die Kopfhörer. Die Lurker bleiben auf jeden Fall drin und alle, die es nicht googeln mussten, fanden das auch gut.
Schön, dass die Lurker bleiben.
Also das mit dem WTF. Ich habe gesehen du hast jetzt die Lautsprache draus gemacht. Kannste natürlich machen, jetzt ist Katla vermutlich auch zufrieden! Mich hat es gar nicht so gestört, denn durch seinen Gedankengang hinterher wird ja schon klar, dass das dämlich klang, die drei Buchstaben. Er schreibt ja, und damit würde sich auch erklären, dass er das WTF geschrieben hat, aber nicht bedacht hat, dass man das normalerweise so nicht sagt, sondern nur schreibt (tatsächlich habe ich zB schon oft Leute OMG sagen hören, also nicht Oh My God, sondern Oh eM Gee......dass einer double-U tee eff sagt, ist schon unwahrscheinlich, weils einfach genauso lange dauert wie what the fuck. Wobei OMG auch fast so lang dauert wie oh my god....egal, muss man nicht verstehen). Finde es aber auch so gut.Da clinch ich noch ein wenig mit mir selbst rum (und Katla), wie´s am besten geht.
Komma ergänzt, merci.
Hier blecherts vielleicht ein wenig viel. Vielleicht würde sogar "raushaut" gehen...passt ja zumindest in seinen Sprachgebrauch.blechert Palina vor sich hin. Als ich es höre, tut es mir leid, das geschrieben zu haben. Vieles klingt im Kopf smart, mutiert aber schnell zu blöd oder peinlich, sobald Palina das rausblechert.
Hehe ja, diese Kreativität, sie kommt und geht...Ich liebe diese Ideen, wenn sie kommen und möchte sie jedes Mal überreden, doch öfter vorbeizukommen, aber sie zieren sich leider sehr.
Das mit dem Finger war eher so ein Gedanke; das passt auch so.Hab ich ausprobiert, schwanke noch. Auf jeden Fall Danke. Btw. Street Keeper ist auch geil. Lagerfeuermusik ... Scheiß Corona.
Hammer Lied!! Check ma NPR Music tiny desk concert von ihm, da kommt das so gut. Der Drummer ist auch genial... btw.2. Old strange ist auch gut, bissl psychedalic, feines Lied.
Eigentlich finde ich Matsadam auch cooler, aber wenn MatsAdam das Verständnis verbessern würde, warum nicht?!Das ist recht neu als zusätzlicher Hinweis, mit Bindestrich sieht es nicht aus wie ein Name, ich überleg mal, vllt. MatsAdam?
Hahaha, bei mir is immer nur Happa Happa im Kopf und lauter La Isla azul im Rucksack...ääh Lapislazulis mein ich. Ich grüß Wilko von dir, no worries!Danke für Deinen tollen Kommentar, und nicht zu viel Happa Happa denken, wenn Du mit deinem Neffen spazieren gehst.Peace, l2f
Hat Spaß gemacht!
Gruß,
rainsen
Moin @rainsen,
nett nochmal von Dir zu hören. Was mit der Glocke los ist, weiß ich auch nicht, vllt. hat die Brötchentüte im Buchladen die Tür zu gepfeffert und sie ist abgefallen ...
Puh, beruhigendEigentlich finde ich Matsadam auch cooler, aber wenn MatsAdam das Verständnis verbessern würde, warum nicht?!Das ist recht neu als zusätzlicher Hinweis, mit Bindestrich sieht es nicht aus wie ein Name, ich überleg mal, vllt. MatsAdam?
UPDATE: Moment, habe grade nochmal gelesen: Hast du perfekt gelöst wie ich finde! Gut gemacht
, da habe ich echt mit gekämpft, was halbwegs Passendes und vor allem Allgemeinverständliches zu finden.
Ich versteh das als Arbeitsauftrag.Hier blecherts vielleicht ein wenig viel. Vielleicht würde sogar "raushaut" gehen...passt ja zumindest in seinen Sprachgebrauch.blechert Palina vor sich hin. Als ich es höre, tut es mir leid, das geschrieben zu haben. Vieles klingt im Kopf smart, mutiert aber schnell zu blöd oder peinlich, sobald Palina das rausblechert.
Wird erledigt, gib mir nur ein wenig Zeit.
Da bist Du der Einzige, der das hier in Beziehung gesetzt hat, dass La Isla azul in Lapislazuli drinsteckt. Auch das freut mich sehr.und lauter La Isla azul im Rucksack...ääh Lapislazulis mein ich
Schauhör ich mal rein. Bin jetzt übrigens Spotify-Follower von "Contemporary Folk" und "Steve Gunn Radio". Versetzt mich in gute Gedankensortierstimmung, kann ich momentan gebrauchen.Hammer Lied!! Check ma NPR Music tiny desk concert von ihm, da kommt das so gut. Der Drummer ist auch genial![]()
Eins muss mal gesagt sein: Ich finde das total irre, wieviel sich hier nach der Challenge noch abspielt an Kommentaren und Antworten. Die Kugel rollt und rollt und rollt, wer hätte das gedacht. Peace, l2f
Gott ist ein erbärmlicher Wicht.
...Ich mache das, ich gebe Dingen Namen, manchmal trifft es auch lebende Dinge und ganz selten lebende Dinge, die meinen Puls beschleunigen.
…
»Adam«, sagt Palina. Es ist falsch und so klingt es auch und auch ein wenig hungrig, wie ›Gib mir den Apfel‹. Ich gebe ihr die Hand und schaue sie an. Sie zückt keinen Apfel, sie wartet.
…
»Er findet eine Form der Wiedergeburt.«
...
Ich tippe fertig.
Den Anfang macht also hierorts ein Prothesengott, der aber nicht weiß, dass das Wort „ficken“
schlicht und einfach vom Niederrhein kommt und dort – beispielsweise nach der Beschneidung des Fingernagels – das Hin und Her der Nagelfeile meint...., immer wie ein scheiß Navi, ›Fickt euch! Zur Hölle … bitte wenden.‹
Die Welt ist eigentlich sehr einfach gestrickt und mit dem immer komplexer werdenden wirrtuellen Raum vereinfachen sich die Nutzer die Welt noch einmal, weil man ja ggfs. guugeln kann.
Wie @Katla schreibt hier einer, der auch keinen Führerschein hat, schon allein keinen haben will oder braucht, weil er der Auffassung ist, unsere schöne Republik sollte genug Führer gehabt haben - was durch die freie Fahrt für freie Bürger ne ganz andere Bedeutung erhält, da braucht es nicht auch noch einen mit Bakunin & Marx-Bart,
lieber Linktofink,
und vorweg herzlichen Glückwunsch!,
und zu den letzten Flusen
Selbst wenn die Höfe im doppelten Sinne bald abgeschafft sind, sollte Palina (Rojinski?) die Höflichkeitsform wahren ...Besonders wenn Palina eingestellt ist, wobei alles, was sie sagt, gleich klingt, egal ob ›Sie haben ihr Ziel erreicht‹ oder ...
Nicht so fest, dass es weh tutKOMMA und nicht zu schlapp, gerade richtig.
Ich hab noch nie Kaffeebecher blöd gucken gesehen, nur grinsen oder grollen, heute ist es so[...]weit.
K. Mälion
gegrüßet seiest du, lieber K. Mälion, apropos, könnten ruhig mal wieder ...
Gut gefasst, deine wirrtuelle Genesis. Wundert mich selbst, was ich da geschrieben habe. ^^Für mich ist es eine Art Genesis im wirrtuellen Raum, vor dessen Projekt des ewigen Lebens im Tal des Silkons gebastelt wird und dessen größter Kritiker selbst aus diesem wunderlichen Tale kommt – Laron Lanier, der eine durch die Anti-Tod- oder posthumane Bewegung eine buchstäblich langweilende Gerontokratie befürchtet, die m. E. zudem eine Plutokratie wäre.
Tja, muss man nix mehr wissen, muss man nur noch wissen, wo es steht. Wie sagte mein bosnischer Ex-Kollege einmal so treffend: "Nix wissen is wie blöd."Die Welt ist eigentlich sehr einfach gestrickt und mit dem immer komplexer werdenden wirrtuellen Raum vereinfachen sich die Nutzer die Welt noch einmal, weil man ja ggfs. guugeln kann.
Na, Katla hat wohl als Vollmatrosin mehrere (Boots-, Segel-, was auch immer-)Führerscheine, wenn nicht gar ein Kapitäninnenspatent. Was in der Richtung wirst du wohl auch haben bei deinem Seebärenbart? ^^Wie @Katla schreibt hier einer, der auch keinen Führerschein hat, schon allein keinen haben will oder braucht, weil er der Auffassung ist, unsere schöne Republik sollte genug Führer gehabt haben - was durch die freie Fahrt für freie Bürger ne ganz andere Bedeutung erhält, da braucht es nicht auch noch einen mit Bakunin & Marx-Bart,
Da mag ich gar nicht widersprechen, vielen Dank, auch für die Fliesen, äh Flusen.und vorweg herzlichen Glückwunsch!
Feine Sache, dear @linktofink :
Da ist ja jetzt der Empfehlungsbutton freigeschaltet.
Ich hab mir mal erlaubt, davon Gebrauch zu machen ... *gn*
Plutrumpokratie

Jup. Plus Funk-, Brandbekämpfungs- und Seenotkrisenmanagementscheine.Na, Katla hat wohl als Vollmatrosin mehrere (Boots-, Segel-, was auch immer-)Führerscheine
Nope, weit entfernt. Watchkeeping Rating Deck bedeutet zwar eine toll klingende "Wachbefähigung", sind aber die Bottomfeeder-Papiere der Seefahrt. Fürs Patent bin ich zu alt und unerfahren. (Und sehr glücklich mit dem, was ich erreicht hab.)wenn nicht gar ein Kapitäninnenspatent
Jedenfalls hab ich deinen Text grad noch mal gelesen und mich immer noch kindisch gefreut.
Liebe Grüße und danke für die schöne Geschichte,
Katla
Da ist ja jetzt der Empfehlungsbutton freigeschaltet.Ich hab mir mal erlaubt, davon Gebrauch zu machen ... *gn*
Jedenfalls hab ich deinen Text grad noch mal gelesen und mich immer noch kindisch gefreut.





Bin schon ganz dizzy vom wirrtuellen Gehopse, danke, liebe Katla und ahoi, l2f
Moin l2f aka @linktofink!
@Katla schreibt:
Damit gebe ich ihr Recht. Das ist ein Text, der polarisiert, in eine Hälfte, die sehr affin für diese Art von Prosa ist, und eine, die andere Vorzüge hat und ein wenig im Regen steht.wenn man so einen Text schreibt, ist eigentlich klar, dass man einen Teil der Leser im Regen stehen lässt. Es gibt da keinen echten Kompromiss, eher mainstreamigen Lesern entgegenzukommen und einen authentisch wilden, innovativen Text zu entwerfen. Halb-halb mag dann vermutlich keine der beiden Gruppen lesen. Da kannst du eigentlich nur hocherhobenen Hauptes durch.
Weil du das schriebst:
zähle dir mal auf, welche Stellen ich im Text nicht ganz verstand während des Lesens und an denen du noch schrauben könntest, damit dumme Leser wie ich mitziehen können (Meine Frage wäre: An welchen Stellen muss ich beifüttern, damit der Leser das checkt?
):
1. Ich hatte den Text beim Lesen so verstanden, dass der Prot verbittert in einem Buchladen arbeitet, weil er einen Flugunfall hatte.
2. Der Teil mit dem Flugunfall an sich kam mir sehr seltsam vor, aber ob das VR ist, war ich mir nicht ganz sicher. Ich dachte, das kann nicht sein, das muss der Hergang des Unfalls sein, der ihn in den Rollstuhl gebracht hat. Mir kam es vor, als verschwämmen Flugunfall und die virtuelle Welt, in die ein Prot von Zeit zu Zeit eintaucht. Als ob er es dort nachspielen wollte oder als ob er ein wenig psychotisch durcheinander kommt, was real ist und was nicht. Ich konnte mir auch vorstellen, dass ein Flughelm in naher Zukunft mit grafischen Elementen ausgestattet ist, deswegen fiel das als eindeutiger Hinweis auf VR für mich weg.
3. Dass er der Autor des Buches sei, kam mir Null in den Sinn. Der Hinweis ging an mir vorüber. Er ist ja ein Star-Autor, wenn so viele Leute genau sein Buch haben wollen, wenn man mal an die Verkaufszahlen von Büchern im Allgemeinen denkt. Selbst wenn ich publizierter Autor bin, ist die Wahrscheinlichkeit, dass gleich zwei Personen mein Buch an einem Tag wollen, ja äußerst gering. Und: Eigentlich kennt man doch auch das Aussehen des Autors. Gerade, wenn er wie Hawkins im Rollstuhl sitzt, müssten das doch Leute checken. Oder sie müssten von seiner Biografie zumindest teilweise wissen, dass er in dieser Stadt in einem Buchladen arbeitet.
4. Dass das Videospiel eine Art virtuelle Realität ist, die darauf ausgelegt ist, dass man dort v.a. nach dem Tod weiterleben kann, habe ich auch nicht gepeilt.
5. Dass Mats die Dame am Ende zu überreden versucht, mit in diese VR abzutauchen, ging leider auch an mir vorbei
(Das Wichtigste unterstrichen)
An sich möchte ich noch sagen, dass ich die Idee der Geschichte sehr gut finde und auch die Sprache hat mir gefallen. Der Knackpunkt, weswegen die Story bei mir nicht zünden wollte, war tatsächlich, dass ich diese fünf Punkte nicht begriffen habe. Wären diese Punkte bei mir angekommen, hätte ich ein positiveres Leseerlebnis gehabt.
Nimm mit, was du brauchst. Wenn du mehr Leser wie mich erreichen möchtest, könntest du an den einzelnen Plotpunkten noch ein kleinwenig mehr Klarheit schaffen bzw. die Hinweise noch ein kleinwenig offensichtlicher gestalten; allerdings hat der Text ja in seiner Form eine große Anhängerschaft, was bedeutet, dass er durchaus (sehr gut) funktioniert. Your choice!
Alles Beste
zigga
Angestrengt schauen sie durch mich hindurch und gleich die Regale hoch. Vorbeifucker nenn ich die.
Zugegeben, ich bin nicht gerade ein Hingucker. Verdrehte Beine, zuckende Arme, das Gesicht eine Fratze. Ein Häufchen Elend, hineingeschissen in einen Hightech-Rollstuhl. Der Spasti, denken sie. Ich sehe es ihnen an, wie es hinter den Stirnen arbeitet, sehe die Abscheu in ihren Gesichtern, spüre wie die Blicke an mir vorbeiwandern. Und wie sie innerlich abdrehen, weil sie sich nicht aufhalten mögen mit etwas, das nicht repariert oder aufgehübscht werden kann.
Alles danach ist natürlich nah am Kitsch. Ich bin da selber anfällig für, aber der gesamte Absatz, obwohl er gut geschrieben ist, er gefällt mir sehr, ist natürlich einzig ein Gegensatz: er zeigt die Dynamik, das Gesunde. Das ist für mich eine künstliche Erhöhung: So war es, so ist es jetzt. Strenges Urteil, sicher, aber wir wollen ja mehr als Standard, oder?Oben auf der Klippe.
Warum hier keinen echten Dialog? Was ist ein Spasti-Gesicht? Ganz allgemein hier die Frage: Kann man als gesunder Mensch so etwas nachvollziehen, wie ein Gehandicappter fühlt? Wie er sich verhalten würde? Ganz abgesehen davon, dieses Geschreibe, wie geil wäre es, das wirklich zu lesen? Vielleicht hat die Technik noch einen Aussetzer, und es kommt ein totaler Wirr Warr heraus? Verschenkst du schon Potential, finde ich.Kurzen Moment, ich lauf mal eben die Treppe hoch und hol ihn Dir, liegt mir auf der Zunge. Früher hätte ich es rausgehauen, ohne Zögern. Stattdessen ziehe ich ein Spasti-Gesicht, just for you, bunbag, und tippe das übliche Geschwafel.
Verfänglich, die artifizielle Stimme Palina zu nennen. Jeder hat ein Gesicht vor Augen. Das Lippenlecken, diese gefakte Sexyness, wo kommt die her? Wir wissen das, weil das quasi ein popkulturelles Idiom ist, der Fake, die scharfe Stimme, die Präsentation - aber warum muss das hier sein? Was bringt das auch dem Text? Falls es so eine sexuelle Verflechtung sein sollte - er kann eben nicht mehr an diese Frauen bzw an Sex heran, für ihn ist das alles eine weite Entfernung, passe - würde er das nicht anders empfinden? Demütigender? Ich weiß nicht.– »Wie kann ich behilflich sein?«, lasse ich Palina blechern. Sie hat nie einen Hamster im Hals, den sie hochwürgen muss. Immer clean mit diesem Timbre, Hast du schon was vor, schnurr! Dazu Lippenlecken – wenn sie könnte.
Hier ist dir das so ein wenig aufgefallen, denke ich. Der Abstand zur Körperlichkeit. Kann er sie nicht anders programmieren? Ich meine, es ist doch scheinbar die Zukunft, oder? Muss das dann so sein? Und wenn nicht, warum? Also hier im Text ist alles so, wie du es willst, weil du genau diese Wirkung haben möchtest. Da fehlt mir persönlich jetzt eine ganze Menge.Besonders wenn Palina eingestellt ist, wobei alles, was sie sagt, gleich klingt, egal ob ›Sie haben Ihr Ziel erreicht‹ oder ›Blasen zwanzig Euro‹. Btw, schön wär's.
Warum tut es er es nicht? Was hindert ihn? Bis jetzt ist dein Protagonist eine Oberfläche.Ich hasse dieses Gebaren, diese phoney Berührungsängste. Am liebsten würde ich der Welt den Mittelfinger geben und ein Fick dich! dazu. Fickt euch alle!
Noch was. Auf Gott zu kotzen ist immer die letzte Lösung, finde ich. Man mag mir das nachsehen, ich bin ein tiefgläubiger Mensch, ohne auf die organisierten Religionen zurückzugreifen. Was bringt dir hier diese Provokation? Und die Wange ist hier auch das falsche Symbol, weil es nicht das umfasst, was du meinst. Du meinst doch eher ein Schicksal, das bedauert werden soll, und nicht die bewusste Entscheidung, sich nach einem Angriff nicht wehren zu wollen, eben die andere Wange hinzuhalten, aus einer wissenden, demütigen Haltung heraus, gerade diese Gewalt einfach abzulehnen und diese Haltung einzunehmen.Gott ist ein erbärmlicher Wicht. Wenn ich ihn treffe, kotze ich ihm auf die Füße. Wahrscheinlich grinst er noch blöd und will mich umarmen, faselt was von anderer Wange und so. Jesus!, was für ein creep!
Ab hier weiß ich, es gibt einen Twist, egal wie er ausgeht, irgendetwas ändert sich an der Grundsituation. Ich frage mich dann immer, warum das alles vorher erzählen? Puh. Schwierig. Ich finde, ein Twist sollte sich entweder andeuten, durch die Realität der Erzählung durchschimmern als Möglichkeit, ein: es könnte auch so sein. Als etwas, das der Leser begreift, aber auch das er vorbereitet ist, nicht als eine wirkliche Überraschung, oder eben als totaler Mindfuck, als richtige Überraschung. Hier deutet sich ein Twist an, und dann verliere ich als Leser einfach jegliches Interesse. Vielleicht ist es ein Spiel, ein VR, was weiß ich? Warum sollte ich dann noch emotional investieren? Es zeichnet sich auch nicht ab, wo das hinführt und warum.›Visor!‹ Der Sichtkranz und die umgebenden Instrumente blenden sich ein. Mit einem Blinzeln nehme ich die Spitze der Felssäule in den Fokus, aktiviere den künstlichen Horizont und justiere den Kurs auf den richtigen Winkel
Ohren, die etwas verdauen müssen? Die Cochlea hat jedenfalls keinen Dünndarm.Was auch daran liegt, dass meine Ohren erst mal verdauen müssen, was sie gehört haben.
Hier ist dir das aufgefallen, das es technisch möglich sein muss, die Stimme zu ändern. Aber wenn es ihn vorher nervt, warum ändert er es nicht sofort? Das wirkt halt wie eine erzählerische Krücke, konstruiert.Klar nervt das, aber die männliche Sprachausgabe geht gar nicht, da klingt alles nach ›Hasta la ... du weißt schon!‹, und nach zwei Minuten fuckt das so ab.
Puh. Obdachlose etwas dehumanisieren, würde jetzt die woke crowd sagen. Just sayin.Der Kaffeebecher, der vor dem Nachbarladen sitzt, rappelt mit den Münzen darin
Jo, zuende gelesen. Irgendetwas mit Tod, Programmen, Leben danach. Mich hat das ab der Hälfte nicht mehr so richtig interessiert, weil sich der Text geheimnisvoller gibt, als er ist. Du dechiffrierst ihn geschickt, aber es ist halt im Grunde eine rite of passage, also in der Tat ein sehr christliches Motiv, was du hier bemühst. Es ist eine Art Übertritt, ein Neuland, mit dem jemand erstmalig in Berührung kommt. Es kollidiert mit der Realität, soweit ich das verstanden habe, ein anderer Zweig könnte sich auftun, aber ich frage mich eben auch, warum? Weil was stimmt nicht an der Endgültigkeit, am Schicksal? Was sollte ihn zurückbringen, und warum, oder um in der Sprache des Textes zu bleiben: wo ist der motherfuckin reward? Also ist das alles schon eher metaphysisch. Nur hier spielt sich das alles total unmystisch in binären Codes ab, in Simulacren, in Scheinwelten, von denen ich nicht weiß, wie tief sie sind, wie tief der Schmerz wirklich ist.
Tja, keine Ahnung. Für mich ist das eine einzige konstruierte Oberfläche. Die mag zwar durch Pop-Sprech glänzen, aber geht sie wirklich tief, gibt es da eine Ebene, für die ich Empathie empfinden kann? Ich jedenfalls fühle da nichts, so leid es mir tut. Es ist für mich ein Text, der keinen Fokus hat, weil er sich in einer Umgebung erschöpft, die nie physisch wird, die nie echt ist, die immer im Verdacht, nicht so zu sein wie behauptet, und die dadurch auch keine Tiefe erzeugen kann, die nie beim Protagonisten ist, sondern sich in einem Affekt verliert, der hier natürlich Programm ist - Tod, Übergang, aber irgendwie virtuell, dem Echten enthoben, und somit nicht greifbar, eine plane Fläche, auf die man alles projizieren kann, eine Art Spielwiese.
Es gibt da keinen echten Kompromiss, eher mainstreamigen Lesern entgegenzukommen und einen authentisch wilden, innovativen Text zu entwerfen.
Gruss, Jimmy
PS: Der Text ist gut geschrieben, sicherlich, habe ihn heute morgen noch einmal gelesen. Ich empfinde den auch nicht als kompliziert oder überkomplex, man bekommt schon eine Ahnung, auch wenn man nicht genau weiß, was passiert - muss man aber auch nicht. Ich muss ja Kunst nicht verstehen, um sie genießen zu können. Was mich hier, in diesem Text, vielleicht viel eher stört, ist, dass ich nie weiß, was Wirklichkeit ist, was Realität unter den Bedingungen des Textes bedeutet. Da gibt es überhaupt keine Parameter für, alles kann immer alles sein, oder eben auch ganz anders sein, und da kann ich einfach nichts investieren, ich lese das, aber kann keine Empathie empfinden, weil ich nie weiß, ob es sich lohnt. Das meine ich mit Oberfläche. Natürlich muss man das nicht bei jeder Geschichte haben, man muss nicht immer alles und alle mögen, und Empathie muss auch nicht immer das Ziel sein. Das ist wie mit dem Twist, ich hatte da entweder einen Denkfehler oder habe mich falsch ausgedrückt: diese Andeutung im Text, dass es sich irgendwie um eine virtuelle Realität handeln könnte, kommt ja sehr früh. Ab diesem Moment befindet sich der Text meiner Meinung nach im freien Fall, alles wird verhandelbar. Mir geht es, wenn ich wirklich von einem Twist erwischt werde, wie in Fight Club, oder Memento, dann muss er zwingend so inszeniert sein, dass man ihn auf keinen Fall früher bemerkt, dass die Bombe nicht platzt. Er kann auch eine Möglichkeit von Anfang an sein, dann wird das aber im Erzählrahmen bereits irgendwie erwähnt, die Welt und ihre Parameter sind nicht fest gesetzt, hinter der nächsten Tür kann alles ganz anders sein. Dann ist der Rezipient selber mit in einer Entscheidungsfindung eingebunden, obwohl er nicht weiß, was die Wirklichkeit ist, alles kann sein, Pans Labyrinth fällt mir da als Beispiel ein, wir erfahren nicht, ob die zweite Ebene wirklich existiert oder nur ein Spiegel der Realität ist. Wie soll ich das sagen? In deinem Text kommt es nicht soweit, der bleibt bei dieser ersten Unsicherheit stehen, der zuckt einmal, und dann war es das, das ist wie ein Trick, ein Effekt, und dann warte ich aber darauf, dass mir bewiesen wird, wofür der jetzt gut gewesen sein soll. Wo ist der Zweck? Weißt du, was ich meine? Es geht ja gar nicht um das, was du erzählen willst, ich habe mal in den anderen Kommentaren recherchiert, sondern wie. Was war deine Strategie bei diesem Text, warum hast du ihn so geschrieben, wie du ihn geschrieben hast?
Ja, sind noch so ein paar Gedanken, keine Ahnung.
Hallo Linktofink!
Normalerweise bin ich der Meinung, eine Geschichte soll bei der ersten Lesung klicken, deine musste ich zweimal lesen. Macht nichts, ich empfinde sie als gelungen, halte die Empfehlung für angebracht und werde sie noch ein drittesmal lesen. 
Dein Prot, nach meiner Interpretation Buchhändler und unbedeutender Schriftsteller, sitzt im High-Tech-Rollstuhl; zutiefst verbittert straft er seine menschliche Umgebung mit Verachtung, unterstellt ihr, in ihm bloß einen Scheißhaufen am Gehweg zu sehen, dem man am besten ausweicht, höchsten gedankenlos hineintritt,
Absicht?Und wie bei einem Scheißhaufen, der auf dem Gehweg liegt, passiert es manchmal, dass jemand, die es eigentlich besser wissen müsste, trotzdem reintritt.
ja, ihm selbst den Preis seines High-Tech-Rollstuhls schäbigerweise vorwirft.
Für mich zwei der stärksten Sätze im Text!Ich kann euch sagen, welchen Preis man bezahlt für einen Freedom-Chair XTR. Der Preis ist, zu wissen, wie beschissen das Leben sein kann.
Der Unfall, der ihn zum Krüppel macht, wird nicht berichtet, nur die Haltung des Prot, die er vor und auch nach dem Unfall zeigt, kommt über die beiden Beispiele Wingsuit und Mountainbike-Downhill klar heraus: Eierlose Zuseher, fickt euch, ihr feigen Arschlöcher. Hier ist einer, der euch zeigt, wo es lang geht.
Keine Angst vor gar nichts.
Jetzt sitzt er im Rollstuhl, im übertragenen Sinn selbst eierlos, träumt von Sex, den es für ihn nicht mehr gibt, spuckt auf alles und jeden, scheißt selbst Gott vor die Füße, diesem elenden Cocksucker.
Doch dann betritt eine das Parkett, die dem abstoßenden "Geruch dieses Hundehaufens" keine Bedeutung beimisst, die keine Berührungsängste zeigt, die nur der Mensch interessiert, der sich darin vor der Welt versteckt.
Und es gelingt ihr tatsächlich, ihm näherzukommen, ihn in seinem Innersten zu berühren und, wie ich meine, emotional aufzutauen. Und das ist das letztlich versöhnende Element dieser bitterbösen, tragischen Geschichte.
Ein wenig zu hastig wirkt dein kryptischer Text phasenweise auf mich, ein wenig zu gedrängt hageln die Infos in Youngstersprache auf den darin ungeübten Leser herab.
Wie bereits erwähnt, eine Lesung hat bei mir nicht ausgereicht, ich musste mich zweimal darüber hermachen, um ihn inhaltlich - hoffentlich
- ganz zu erfassen.
Gratulation zu diesem gelungenen Text, über den ich noch länger nachdenken werde.
Manuela
Moin @zigga,
mal vorneweggestellt: Es gibt nicht die schlauen Leser, die den Text verstehen und die dummen, wie Du schreibst, die den Text nicht verstehen. Sie gefällt mir nicht, die Zuordnung, auch nicht mit Smiley dran. Grrr, so jetzt zum Kommentar.
Lass uns mal auf die Punkte schauen, wo es Deiner Meinung nach hapert.
Nun, das ist eine Fährte, die sich weiter unten im Text und spätestens beim zweiten Lesen endgültig als Trugschluss erweist. Aber schadet das dem Text, wenn der Leser das erst mal annimmt? Vielleicht liege ich da falsch, aber ich denke, das ist eine Irritation, mehr nicht und wenn es klick macht, fallen die Steinchen an ihren Platz.1. Ich hatte den Text beim Lesen so verstanden, dass der Prot verbittert in einem Buchladen arbeitet, weil er einen Flugunfall hatte.
Auch das eine Irritation, das anfängliche Vermischen VR und RL, wobei der Flugunfall nicht die Vergangenheit des RL ist. Und der Helm gab Dir auch keinen Hinweis, hm. Spätestens nach der Auflösung Challenge completed und dem Zugewinn der virtuellen Währung sollte das aber klar sein. Auch hier erfordert der Text sicher ein abermaliges Lesen, eine Beschäftigung mit dem Plot. Was mich wundert ist, dass das offenbar trotzdem unklar bleibt. Kann ich nur als weiteren Hinweis nehmen, das der Plot nicht jedem Leser eine Auflösung bereitstellt.2. Der Teil mit dem Flugunfall an sich kam mir sehr seltsam vor, aber ob das VR ist, war ich mir nicht ganz sicher. Ich dachte, das kann nicht sein, das muss der Hergang des Unfalls sein, der ihn in den Rollstuhl gebracht hat. Mir kam es vor, als verschwämmen Flugunfall und die virtuelle Welt, in die ein Prot von Zeit zu Zeit eintaucht. Als ob er es dort nachspielen wollte oder als ob er ein wenig psychotisch durcheinander kommt, was real ist und was nicht. Ich konnte mir auch vorstellen, dass ein Flughelm in naher Zukunft mit grafischen Elementen ausgestattet ist, deswegen fiel das als eindeutiger Hinweis auf VR für mich weg.
Ups, da hast du einiges falsch verstanden. Star-Autor, okay, wo steht das? Anfangs ist die Rede von dem Buch, das niemand lesen will und keiner danach fragt, obwohl das Plakat seit Wochen im Fenster hängt?3. Dass er der Autor des Buches sei, kam mir Null in den Sinn. Der Hinweis ging an mir vorüber. Er ist ja ein Star-Autor, wenn so viele Leute genau sein Buch haben wollen, wenn man mal an die Verkaufszahlen von Büchern im Allgemeinen denkt. Selbst wenn ich publizierter Autor bin, ist die Wahrscheinlichkeit, dass gleich zwei Personen mein Buch an einem Tag wollen, ja äußerst gering. Und: Eigentlich kennt man doch auch das Aussehen des Autors. Gerade, wenn er wie Hawkins im Rollstuhl sitzt, müssten das doch Leute checken. Oder sie müssten von seiner Biografie zumindest teilweise wissen, dass er in dieser Stadt in einem Buchladen arbeitet.
Und dass gleich zwei Personen nach dem Buch fragen, steht auch nicht im Text, wundert mich, dass das so gelesen werden kann.Das Thema Augmented Eternity ist gerade ein großes, da passiert viel. In die Zukunft gedacht, habe ich da VR und diese digitale Verewigung verknüpft. AE nicht nur als das Weiterleben reiner Chatbots, die aus den bisherigen Auftritten im Internet realistische neue generieren, sondern als komplexes Programm mit einer neu geschaffenen, digitalen Wirklichkeit. Deshalb der SciFi-Tag.4. Dass das Videospiel eine Art virtuelle Realität ist, die darauf ausgelegt ist, dass man dort v.a. nach dem Tod weiterleben kann, habe ich auch nicht gepeilt.
Er sagt "Schau es Dir mal an", damit ist zumindest ein Türchen offen und sie antwortet vage "Ich überleg´s mir", das ist nicht sehr deutlich, aber es heißt auch erstmal nichts, außer einem kleinen Loch in der Wolkendecke. Für das Verständnis ist das mMn nicht so wahnsinnig wichtig.5. Dass Mats die Dame am Ende zu überreden versucht, mit in diese VR abzutauchen, ging leider auch an mir vorbei
Ich denke, das ist kein Text, bei dem es mit einmal lesen getan ist. Insofern mute ich dem Leser da etwas zu, ich fordere ihn auf, sich zu entscheiden, den Text wegzulegen, oder sich weiter mit ihm zu beschäftigen und in die Zwischenräume einzudringen. Und dazu muss er öfter gelesen werden, soweit die Zumutung, für die ich einstehen muss.An sich möchte ich noch sagen, dass ich die Idee der Geschichte sehr gut finde und auch die Sprache hat mir gefallen. Der Knackpunkt, weswegen die Story bei mir nicht zünden wollte, war tatsächlich, dass ich diese fünf Punkte nicht begriffen habe. Wären diese Punkte bei mir angekommen, hätte ich ein positiveres Leseerlebnis gehabt.
Gegenüber dem eingestellten Text habe ich schon viel nachgelegt, den Anfang komplett umgestrickt, Infos bezüglich der Namen Adam und Mats eingestreuselt, usw.. Zu offensichtlich möchte ich es nicht werden lassen, das soll ein Text zum Knabbern bleiben, aber ich denke mit etwas Abstand werde ich noch ein wenig schnippseln und beifüttern (nicht zu vielNimm mit, was du brauchst. Wenn du mehr Leser wie mich erreichen möchtest, könntest du an den einzelnen Plotpunkten noch ein kleinwenig mehr Klarheit schaffen bzw. die Hinweise noch ein kleinwenig offensichtlicher gestalten; allerdings hat der Text ja in seiner Form eine große Anhängerschaft, was bedeutet, dass er durchaus (sehr gut) funktioniert. Your choice!
).
Danke für Deinen Kommentar, zigga, ich finde es gut, wenn jemand Tacheles redet. Liegt mir persönlich mehr als Rumgeeiere. Hoffe nur, Du hältst mich nicht für beratungsresistent, aber ich habe da schon auch eine Gewissheit in meiner Haltung zu dem Text entwickelt. Peace, l2f
Hey @jimmysalaryman,
danke für Deinen Komm., bist ja ein seltener Besucher meiner Geschichten. 
Ich habe Deine Anmerkungen gelesen und überlege ernsthaft, was ich darauf antworten soll. Um das mal bildhaft auszudrücken: Du sagst mir, das was ich Dir vorgesetzt habe, schmeckt Dir nicht, zu fad, zu süß, du weißt nicht was es ist, noch nicht mal ob überhaupt was auf dem Teller ist, oder alles nur ein gemaltes Bild auf dem Tellerrand, ein Fake, eine Illusion und am Ende fragst Du mich, warum hast Du das überhaupt gekocht? Das ist so eine grundlegende Kritik, die alles infrage stellt, die ist schwer zu beantworten. Ich versuch es mal häppchenweise.
Show don´t tell sehe ich nicht als Dogma. Gutes tell mit einem dezidierten Ich-Erzähler lässt mich ständiges show nicht vermissen. Rollenprosa in Form eines inneren Monologs benötigt kein response, oder sehe ich da was falsch? Der Prota hat auch misanthrope Züge, entmenschlicht seine Gegenüber zu Gegenständen, da spielt Selbstschutz eine Rolle. Er hat kein Interesse an response, weil die aus seiner Erfahrung heraus meistens verletzend ist. Es ist auch bewusst so geschrieben, das der erste Satz, der diese Schale knackt, von Luisa kommt.Ist im Grunde alles eine Behauptung. Wir wissen nicht, ob das wirklich so ist. Das ist, was er denkt. Man kann das so machen. Rollenprosa, etc. Aber es gibt ja null response von der anderen Seite. Hier auch die große Frage der Perspektive: Welche Haltung hat hier dein Erzähler? Wem erzählt er das? Sich selbst?
Ich denke, dass sich grundlegende gesellschaftliche Konditionen sehr langsam verändern, weil da vieles an unseren biologischen Bauplan und unsere Entstehungsgeschichte gekoppelt ist, davon ausgebremst wird, sonst wären wir als Menschheit weiter und es würde vielerorts die Ratio regieren, nicht die ewig alten Muster, die Bedürfnisse Einzelner und ihrer Gruppen. Warum ist im 21. JH die Autokratie best. "Stammesführer" immer noch so attraktiv?Jemand, der in einem Hightech-Rollstuhl sitzt, in der Zukunft, wie ich das verstehe: ist der noch in diesen gesellschaftlichen Zusammenhängen verhaftet? Muss der noch so etwas sagen? Und wenn ja, warum hat sich die Gesellschaft nicht verändert? Warum ist sie so geblieben, wie sie ist?
Das ist die Frage nach der Legitimität, hab ich eigentlich schon früher mit gerechnet. Darf eine Frau über Vergewaltigung schreiben, ohne diese selbst erlebt zu haben, oder gar ein Mann? Darf eine Weiße das Gedicht von Amanda Gorman übersetzen? Darf GoMusic über Kindersoldaten schreiben, ohne selbst einer gewesen zu sein? Darf jimmysalaryman über eine Tochter schreiben, wenn er selbst keine hat? Letztlich ist alles, was wir selbst nicht erlebt haben, Fiktion, nicht wahr? Und wir als Autoren versuchen, uns so gut wie möglich einzufühlen und ein Szenario zu kreieren, von dem wir glauben, es sei nah an der Wirklichkeit. Wer beurteilt das, wenn nicht jeder Leser individuell? Für mich sollte die Frage nicht lauten: Darf er/sie das?, sondern: Hat das, was er/sie gemacht hat, literarische Qualität und ist es glaubwürdig? Ich bin da gegen diese Legitimitäts-Schere im Kopf und halte es mit T.C. Boyle, der in einem Interview zu seinem neuen Buch "Sprich mit mir" sagte: "Als Autor kann ich alles sein."Ganz allgemein hier die Frage: Kann man als gesunder Mensch so etwas nachvollziehen, wie ein Gehandicappter fühlt? Wie er sich verhalten würde?
Kitsch = geschmackloses Kunstprodukt. Finde den Begriff heikel, weil er schlecht objektiv angelegt werden kann, das spielt in den Bereich Geschmack. Ich habe Kitsch in meinen Kommentaren noch nie benutzt, weil er mMn gleich den ganzen Text diskreditiert und das haben die wenigsten Texte verdient.Alles danach ist natürlich nah am Kitsch. Ich bin da selber anfällig für, aber der gesamte Absatz, obwohl er gut geschrieben ist, er gefällt mir sehr, ist natürlich einzig ein Gegensatz: er zeigt die Dynamik, das Gesunde. Das ist für mich eine künstliche Erhöhung: So war es, so ist es jetzt. Strenges Urteil, sicher, aber wir wollen ja mehr als Standard, oder?
Stimmt, habe ich gar nicht dran gedacht, wäre auf jeden Fall eine Möglichkeit, das so zu machen. Ich muss noch nachdenken, ob das einen Mehrwert für den Text bringt, danke für den Hinweis.Ganz abgesehen davon, dieses Geschreibe, wie geil wäre es, das wirklich zu lesen? Vielleicht hat die Technik noch einen Aussetzer, und es kommt ein totaler Wirr Warr heraus? Verschenkst du schon Potential, finde ich.
Für mich ist das eine Frage des Handlings, eine Strategie gegen die Demütigung, und auch ein ironisches Spiel damit, genau wie das Objektifizieren von Menschen.Wir wissen das, weil das quasi ein popkulturelles Idiom ist, der Fake, die scharfe Stimme, die Präsentation - aber warum muss das hier sein? Was bringt das auch dem Text? Falls es so eine sexuelle Verflechtung sein sollte - er kann eben nicht mehr an diese Frauen bzw an Sex heran, für ihn ist das alles eine weite Entfernung, passe - würde er das nicht anders empfinden? Demütigender? Ich weiß nicht.
Ich weiß nicht, ob Dir da die o.a. Erklärung reicht?Hier ist dir das so ein wenig aufgefallen, denke ich. Der Abstand zur Körperlichkeit. Kann er sie nicht anders programmieren? Ich meine, es ist doch scheinbar die Zukunft, oder? Muss das dann so sein? Und wenn nicht, warum? Also hier im Text ist alles so, wie du es willst, weil du genau diese Wirkung haben möchtest. Da fehlt mir persönlich jetzt eine ganze Menge.
Für mich ein Teil des Um-sich-Schlagens gegen Gott und die Welt. Das Die-andere-Wange-Hinhalten ist ja eine zentrale Aussage der Bergpredigt und bedeutet, wenn Dich einer verletzt, reagiere nicht mit Hass, sondern lass ein weitere Verletzung zu. Der Part hier im Text ist eine klare Absage an dieses Prinzip, Verletzungen zu begrüßen. Es ist ein Ausdruck der generellen Zurückweisung: "Ich brauche nichts und niemand."Noch was. Auf Gott zu kotzen ist immer die letzte Lösung, finde ich. Man mag mir das nachsehen, ich bin ein tiefgläubiger Mensch, ohne auf die organisierten Religionen zurückzugreifen. Was bringt dir hier diese Provokation? Und die Wange ist hier auch das falsche Symbol, weil es nicht das umfasst, was du meinst. Du meinst doch eher ein Schicksal, das bedauert werden soll, und nicht die bewusste Entscheidung, sich nach einem Angriff nicht wehren zu wollen, eben die andere Wange hinzuhalten, aus einer wissenden, demütigen Haltung heraus, gerade diese Gewalt einfach abzulehnen und diese Haltung einzunehmen.
Okay, kann ich nur so annehmen, ganz steige ich da dennoch nicht durch. Dadurch, dass sich ein Twist andeutet, verliert der Leser jegliches Interesse, weil er nichts mehr investieren möchte? Ich sage mal, irgendwann muss ich die Kurve bekommen und dem Leser zeigen, wohin es sich entwickelt. Und sobald ich da Hinweise gebe, ist der Leser raus? Hm, krass, dass das so abgeht.Ab hier weiß ich, es gibt einen Twist, egal wie er ausgeht, irgendetwas ändert sich an der Grundsituation. Ich frage mich dann immer, warum das alles vorher erzählen? Puh. Schwierig. Ich finde, ein Twist sollte sich entweder andeuten, durch die Realität der Erzählung durchschimmern als Möglichkeit, ein: es könnte auch so sein. Als etwas, das der Leser begreift, aber auch das er vorbereitet ist, nicht als eine wirkliche Überraschung, oder eben als totaler Mindfuck, als richtige Überraschung. Hier deutet sich ein Twist an, und dann verliere ich als Leser einfach jegliches Interesse. Vielleicht ist es ein Spiel, ein VR, was weiß ich? Warum sollte ich dann noch emotional investieren? Es zeichnet sich auch nicht ab, wo das hinführt und warum.
Ohren, die etwas verdauen müssen? Die Cochlea hat jedenfalls keinen Dünndarm.
, etwa nicht?
Schließt sich der obigen Kritik an und ich würde auf oben verweisen, bewusste Entscheidung, Strategie. Eine andere Erklärung oder auch Rechtfertigung habe ich nicht.Hier ist dir das aufgefallen, das es technisch möglich sein muss, die Stimme zu ändern. Aber wenn es ihn vorher nervt, warum ändert er es nicht sofort? Das wirkt halt wie eine erzählerische Krücke, konstruiert.
Mal andersrum gefragt: Wäre es nicht eine Form der Diskriminierung, wenn er den Obdachlosen anders als alle anderen behandeln würde? Provokativ gefragt: Ist die Separierung nicht erst dann vorbei, wenn z.B. Witze über Randgruppen nicht mehr anstößig sind? Ich habe länger mit Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung gearbeitet und gelebt und kann aus der Erfahrung sagen, dass nichts schlimmer ist als ein von Mitleid getriebenes Schonverhalten.Puh. Obdachlose etwas dehumanisieren, würde jetzt die woke crowd sagen. Just sayin.
Ich stolpere da über: was stimmt nicht an der Endgültigkeit, am Schicksal? Genau hier sortiert es sich, die äußere Erwartungshaltung lautet ja: Mach das beste aus deinem Schicksal, steht ja auch anders formuliert im Text. Kernfrage: Warum sollte ich das tun, mich abfinden, wenn es eine Alternative gibt, die mich das frühere Leben annähernd fortsetzen lässt? Das wäre auch der motherfucking reward, der erhebliche Bonus und klar, das setzt natürlich voraus, dass das Simulacrum nicht eine binäre Scheinwelt bleibt, sondern eine komplexe Parallelwelt wird. Doch dafür gibt es ja Anzeichen im Text.Du dechiffrierst ihn geschickt, aber es ist halt im Grunde eine rite of passage, also in der Tat ein sehr christliches Motiv, was du hier bemühst. Es ist eine Art Übertritt, ein Neuland, mit dem jemand erstmalig in Berührung kommt. Es kollidiert mit der Realität, soweit ich das verstanden habe, ein anderer Zweig könnte sich auftun, aber ich frage mich eben auch, warum? Weil was stimmt nicht an der Endgültigkeit, am Schicksal? Was sollte ihn zurückbringen, und warum, oder um in der Sprache des Textes zu bleiben: wo ist der motherfuckin reward? Also ist das alles schon eher metaphysisch. Nur hier spielt sich das alles total unmystisch in binären Codes ab, in Simulacren, in Scheinwelten, von denen ich nicht weiß, wie tief sie sind, wie tief der Schmerz wirklich ist.
Das ist schade, dass der Text dich nicht berührt hat und Oberfläche bleibt, mehr kann ich nicht sagen.Tja, keine Ahnung. Für mich ist das eine einzige konstruierte Oberfläche. Die mag zwar durch Pop-Sprech glänzen, aber geht sie wirklich tief, gibt es da eine Ebene, für die ich Empathie empfinden kann? Ich jedenfalls fühle da nichts, so leid es mir tut. Es ist für mich ein Text, der keinen Fokus hat, weil er sich in einer Umgebung erschöpft, die nie physisch wird, die nie echt ist, die immer im Verdacht, nicht so zu sein wie behauptet, und die dadurch auch keine Tiefe erzeugen kann, die nie beim Protagonisten ist, sondern sich in einem Affekt verliert, der hier natürlich Programm ist - Tod, Übergang, aber irgendwie virtuell, dem Echten enthoben, und somit nicht greifbar, eine plane Fläche, auf die man alles projizieren kann, eine Art Spielwiese.
Ich finde nicht, dass das ein elitärer Text ist, Du kennst meinen Hintergrund, nichts liegt mir ferner. Über wild und innovativ habe ich mich tatsächlich sehr gefreut, weil das für mich als Autor aus dem Stand ein heftiger Satz war, nach den Texten für Kinder.Nein, natürlich. "Mainstreamige" Leser (was bitteschön soll das eigentlich sein?) verstehen authentische, "wilde" und innovative Texte auf keinen Fall, das ist einfach ein Naturgesetz, das tut nur die auserwählte "Elite", nicht wahr?
Ich finde es fein, dass du ihm noch eine Chance gegeben hast und weiter kommentierst, danke dafür.Der Text ist gut geschrieben, sicherlich, habe ihn heute morgen noch einmal gelesen. Ich empfinde den auch nicht als kompliziert oder überkomplex, man bekommt schon eine Ahnung, auch wenn man nicht genau weiß, was passiert - muss man aber auch nicht. Ich muss ja Kunst nicht verstehen, um sie genießen zu können.
Das wird im Text eigentlich klar gesagt, es ist eine VR-Welt, kein Spiegel der Wirklichkeit, etwas Eigenständiges, nix Verschwommenes. In dem Absatz, wo er beschreibt, was er sich für seine Coinells kauft, wie er die Entwicklung seines virtuellen Klons sieht, wie er den Rollstuhl begräbt und damit symbolisch seine RL-Identität, da wird das deutlich.Pans Labyrinth fällt mir da als Beispiel ein, wir erfahren nicht, ob die zweite Ebene wirklich existiert oder nur ein Spiegel der Realität ist.
Das mag am SciFi liegen. Dass die Welt im Programm tatsächlich existiert, kann ich nur behaupten, aber vom Standpunkt 2021 aus nicht beweisen. Darauf baut die Geschichte auf, auf diesem Wechsel zwischen beinahe gleichwertigen Welten, dadurch wird der Ausbruch aus seiner körperlichen Beschränkung erst möglich. Das ist für mich aber nicht der Kern, nur das Gerüst der story, die Backstory sozusagen. Daran kann man sich abarbeiten, klar, und wenn es dem Leser nicht gelingt, das als gegeben zu akzeptieren, sondern er dabei verbleibt, das Gerüst infrage zu stellen, kann sich das Weitere auch nicht entfalten.In deinem Text kommt es nicht soweit, der bleibt bei dieser ersten Unsicherheit stehen, der zuckt einmal, und dann war es das, das ist wie ein Trick, ein Effekt, und dann warte ich aber darauf, dass mir bewiesen wird, wofür der jetzt gut gewesen sein soll. Wo ist der Zweck? Weißt du, was ich meine? Es geht ja gar nicht um das, was du erzählen willst, ich habe mal in den anderen Kommentaren recherchiert, sondern wie. Was war deine Strategie bei diesem Text, warum hast du ihn so geschrieben, wie du ihn geschrieben hast?
Danke für Deine Gedanken zum Text, peace, l2f
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Hey @Manuela K., vielen Dank für Deinen Besuch.
Ja, das habe ich weiter oben, bei zigga glaube ich, geschrieben, dass das eine der Zumutungen des Textes ist, dass Du ihn öfter lesen musst. Und ich freue mich, wenn LeserInnen bereit sind dazu.Normalerweise bin ich der Meinung, eine Geschichte soll bei der ersten Lesung klicken, deine musste ich zweimal lesen. Macht nichts, ich empfinde sie als gelungen, halte die Empfehlung für angebracht und werde sie noch ein drittesmal lesen.![]()
Yep, gut getroffen, Verbitterung, Verachtung ist ein guter Teil von ihm.Dein Prot, nach meiner Interpretation Buchhändler und unbedeutender Schriftsteller, sitzt im High-Tech-Rollstuhl; zutiefst verbittert straft er seine menschliche Umgebung mit Verachtung, unterstellt ihr, in ihm bloß einen Scheißhaufen am Gehweg zu sehen, dem man am besten ausweicht, höchsten gedankenlos hineintritt,
Einige meinten, ich würde da Äpfel mit Birnen vergleichen, da ist natürlich ein Gedankensprung drin, funktioniert für mich aber trotzdem.ja, ihm selbst den Preis seines High-Tech-Rollstuhls schäbigerweise vorwirft.
Für mich zwei der stärksten Sätze im Text!Ich kann euch sagen, welchen Preis man bezahlt für einen Freedom-Chair XTR. Der Preis ist, zu wissen, wie beschissen das Leben sein kann.![]()
Gut gesehen, die innere Stärke. Er ist einer mit Mumm, der stehenbleibt, wenn alle anderen weglaufen.Der Unfall, der ihn zum Krüppel macht, wird nicht berichtet, nur die Haltung des Prot, die er vor und auch nach dem Unfall zeigt, kommt über die beiden Beispiele Wingsuit und Mountainbike-Downhill klar heraus: Eierlose Zuseher, fickt euch, ihr feigen Arschlöcher. Hier ist einer, der euch zeigt, wo es lang geht.
Keine Angst vor gar nichts.
Ja genauso ist es, ohne die Eine würde der Text nicht funktionieren, er wäre unerträglich.Jetzt sitzt er im Rollstuhl, im übertragenen Sinn selbst eierlos, träumt von Sex, den es für ihn nicht mehr gibt, spuckt auf alles und jeden, scheißt selbst Gott vor die Füße, diesem elenden Cocksucker.
Doch dann betritt eine das Parkett, die dem abstoßenden "Geruch dieses Hundehaufens" keine Bedeutung beimisst, die keine Berührungsängste zeigt, die nur der Mensch interessiert, der sich darin vor der Welt versteckt.
Das versöhnende Element trifft es gut, wie gesagt, ohne wäre der Text nur zynisch und es würde etwas fehlen.Und es gelingt ihr tatsächlich, ihm näherzukommen, ihn in seinem Innersten zu berühren und, wie ich meine, emotional aufzutauen. Und das ist das letztlich versöhnende Element dieser bitterbösen, tragischen Geschichte.
Finde das sehr fein, wenn LeserInnen wie du bereit sind, Zeit in den Text zu investieren und es gelingt, das Kryptische aufzuschlüsseln. Freut mich, das zu lesen. Das Hastige kommt. denke ich. durch die kurzen Dialogschnipsel und den abrupten Wechseln zwischen den Settings VR und RL.Ein wenig zu hastig wirkt dein kryptischer Text phasenweise auf mich, ein wenig zu gedrängt hageln die Infos in Youngstersprache auf den darin ungeübten Leser herab.
Wie bereits erwähnt, eine Lesung hat bei mir nicht ausgereicht, ich musste mich zweimal darüber hermachen, um ihn inhaltlich - hoffentlich- ganz zu erfassen.
Vielen Dank, es gibt solche und solche Stimmen, es ist immer schwer, da den eigenen Kurs zu bestimmen. Peace, linktofinkGratulation zu diesem gelungenen Text, über den ich noch länger nachdenken werde.
Manuela![]()
Das ist so eine grundlegende Kritik, die alles infrage stellt, die ist schwer zu beantworten.
Nein, aber wenn du eine hast, in Form eines Dialogs etc, dann hast du eine Bestätigung von außen, dann wird es echter, weißt du, was ich meine? Dann hängt der Charakter nicht so in der Luft, nicht alles was er sagt, bleibt dann nur Behauptung.Rollenprosa in Form eines inneren Monologs benötigt kein response, oder sehe ich da was falsch?
Ich habe Kitsch in meinen Kommentaren noch nie benutzt, weil er mMn gleich den ganzen Text diskreditiert und das haben die wenigsten Texte verdient.
Gleichwohl besteht die Gefahr, das sehe ich auch, gerade wenn in kräftigen Bildern geschwelgt wird, ist es schnell drüber.
Ich bin da voll bei dir, es geht mir auch immer um die literarische Qualität, das sollte gar nicht despektierlich gemeint sein. Das habe ich mich eher laut gefragt.Das ist die Frage nach der Legitimität, hab ich eigentlich schon früher mit gerechnet. Darf eine Frau über Vergewaltigung schreiben, ohne diese selbst erlebt zu haben, oder gar ein Mann?
Ich meinte das auch eher sarkastisch.Mal andersrum gefragt: Wäre es nicht eine Form der Diskriminierung, wenn er den Obdachlosen anders als alle anderen behandeln würde?
Nicht: Leser. Ich verliere das Interesse. Ich kann keine Empathie zu einem Text oder einem Erzähler aufbauen, wenn ich nicht weiß, ob ich nicht einem Trick aufsitze. Du näherst dich dem Prot, der Gefühlswelt etc, und dann: Pffft! Wars nix. Ist ja alles nicht echt! Ich fühle mich dann betrogen. Ich bin da altmodisch, ich will Blut und Schweiß SEHEN!Dadurch, dass sich ein Twist andeutet, verliert der Leser jegliches Interesse, weil er nichts mehr investieren möchte? Ich sage mal, irgendwann muss ich die Kurve bekommen und dem Leser zeigen, wohin es sich entwickelt. Und sobald ich da Hinweise gebe, ist der Leser raus? Hm, krass, dass das so abgeht.
Vielleicht ist das die beste Art, mein Dilemma zu erklären. Wäre der Sachverhalt, der Plot sozusagen, anders eingeführt, ich benutze das Wort ruhig: konventioneller, dann wüsste ich um die Situation, dann nimmt die Geschichte insgesamt einen anderen Anlauf. Es ist auch so: wenn du hier mit diesen uneindeutig bleibenden Ebenen spielst, wird der Text doch auch unangreifbar gegenüber jeglicher Kritik. Du kannst immer entgegen: Naja, in dieser Welt ist das eben möglich, so what?
Kann schon sein, dass ich grundsätzliche Probleme mit Science Fiction habe.Dass die Welt im Programm tatsächlich existiert, kann ich nur behaupten, aber vom Standpunkt 2021 aus nicht beweisen. Darauf baut die Geschichte auf, auf diesem Wechsel zwischen beinahe gleichwertigen Welten, dadurch wird der Ausbruch aus seiner körperlichen Beschränkung erst möglich.
Dann wäre es eine bittersüße Liebesgeschichte. Die liegt für mich eben leider unter dieser Uneindeutigkeit versteckt. Würde ich wissen, dass der Rollstuhlmann sich in diese VR begibt, würde ich sehen, wie wer das macht, ihn begleiten, wäre dies auch Teil der Handlung, wäre da nicht diese Gleichzeitigkeit der Ereignisse, vielleicht auch mehr Zeit, würde ich die Verlorenheit und die Bitterkeit und auch Schönheit dieser Sache im Text besser verstehen können. Kannst du das nachvollziehen?Und so kommt es zum eigentlichen Twist, dass er sie in seine virtuelle Welt einlädt und ab dem Punkt ist einiges denkbar, der Ausblick öffnet sich.
Ich habe auch nicht dich gemeint, du hast das nicht von dir gegeben. Ich habe auch nie behauptet, dass dein Text elitär ist. Ich habe lediglich eine Schlussfolgerung zuende gedacht. Aber es zeigt leider, wessen geistiges Kind manche Foristen sind, denn da steckt natürlich auch eine Wertung drin, Mainstream vs Avantgarde, Trivial vs Anspruch, und das ist es, was mich ankotzt. Es tut mir leid, dass ich das unter deinem Text platziert habe, aber manchmal gehen auch mit mir die Pferde durch.Ich finde nicht, dass das ein elitärer Text ist, Du kennst meinen Hintergrund, nichts liegt mir ferner. Über wild und innovativ habe ich mich tatsächlich sehr gefreut, weil das für mich als Autor aus dem Stand ein heftiger Satz war, nach den Texten für Kinder.
Link, du musst mir auch gar nicht antworten, ist immer noch ein freies Land, du kannst das auch alles mit einem Kopfschütteln abtun. Aber bei all den Lobliedern verkraftest du doch sicher auch mal eine Meinung, die sich dem nicht sofort und vollumfänglich anschließt, oder?Ich habe Deine Anmerkungen gelesen und überlege ernsthaft, was ich darauf antworten soll. Um das mal bildhaft auszudrücken: Du sagst mir, das was ich Dir vorgesetzt habe, schmeckt Dir nicht, zu fad, zu süß, du weißt nicht was es ist, noch nicht mal ob überhaupt was auf dem Teller ist, oder alles nur ein gemaltes Bild auf dem Tellerrand, ein Fake, eine Illusion und am Ende fragst Du mich, warum hast Du das überhaupt gekocht?
Gruss, Jimmy
Ja, ist einfacher so zu beweisen mit counterpart, aber in dem Fall lasse ich es so, weil der Prota allem, was ihn verletzen könnte, bewusst ausweicht.Nein, aber wenn du eine hast, in Form eines Dialogs etc, dann hast du eine Bestätigung von außen, dann wird es echter, weißt du, was ich meine? Dann hängt der Charakter nicht so in der Luft, nicht alles was er sagt, bleibt dann nur Behauptung.Rollenprosa in Form eines inneren Monologs benötigt kein response, oder sehe ich da was falsch?
Ist eine Frage vom Hintergrund, vor dem das läuft, klar, ist schon krass an der Stelle, haste recht.sondern eben in der Komposition, in der Konterkarierung: das ist wie die Liebesszene nach einer großen Schlacht in einem Hollywoodfilm, weißt du, was ich meine?
Okay, kapiert, bin beruhigt.Ich bin da voll bei dir, es geht mir auch immer um die literarische Qualität, das sollte gar nicht despektierlich gemeint sein. Das habe ich mich eher laut gefragt.
he he, haste mich geleimt, auch gut.Ich meinte das auch eher sarkastisch.
Jimmy-Style haltIch fühle mich dann betrogen. Ich bin da altmodisch, ich will Blut und Schweiß SEHEN!Vielleicht ist das die beste Art, mein Dilemma zu erklären. Wäre der Sachverhalt, der Plot sozusagen, anders eingeführt, ich benutze das Wort ruhig: konventioneller, dann wüsste ich um die Situation, dann nimmt die Geschichte insgesamt einen anderen Anlauf.
, ich denke, du vertraust der Geschichte nicht richtig, weil sie für dich zu wenig greifbar und handfest ist.
Kann ich, denke ich. Was ich da rauslese ist, dass Du mehr Bodenhaftung der Handlung und Klarheit brauchst, dass klarer wird: was konkret passiert denn jetzt. Und nicht als Möglichkeit, sondern als Aktion zum Anfassen. Wieder Thema Vertrauen.Dann wäre es eine bittersüße Liebesgeschichte. Die liegt für mich eben leider unter dieser Uneindeutigkeit versteckt. Würde ich wissen, dass der Rollstuhlmann sich in diese VR begibt, würde ich sehen, wie wer das macht, ihn begleiten, wäre dies auch Teil der Handlung, wäre da nicht diese Gleichzeitigkeit der Ereignisse, vielleicht auch mehr Zeit, würde ich die Verlorenheit und die Bitterkeit und auch Schönheit dieser Sache im Text besser verstehen können. Kannst du das nachvollziehen?Und so kommt es zum eigentlichen Twist, dass er sie in seine virtuelle Welt einlädt und ab dem Punkt ist einiges denkbar, der Ausblick öffnet sich.
Ich lege viel wert auf dein Urteil, dass du dich unter meinem Text tummelst, bedeutet mir was. Deshalb habe ich auch so zu kauen.Link, du musst mir auch gar nicht antworten, ist immer noch ein freies Land, du kannst das auch alles mit einem Kopfschütteln abtun. Aber bei all den Lobliedern verkraftest du doch sicher auch mal eine Meinung, die sich dem nicht sofort und vollumfänglich anschließt, oder?
Und klar, gab auch reichlich Gegenwind, das stecke ich weg, ich versuche nur immer, die Kritik auch zu raffen und das war bei dir jetzt hard work.Peace und tschüss, l2f
Hallo @linktofink,
ich hab die Kommentare überflogen und vermutlich wurde bereits alles gesagt, aber jetzt bin ich schon mal da und dann kann ich mich genauso gut im Chor einreihen.
Ich fand einerseits interessant, wie durch nahezu poetische Ausdrücke die Eindrücke indirekt geschildert wurden. Andererseits finde ich die verwendete Umgangssprache interessant. Nach einer Anmerkung, die ich kürzlich bekommen habe, dass sich die Leute in der Zukunft/Sci-Fi anders ausdrücken als wir heute, war das mit ein Grund, warum ich diese Geschichte lesen wollte. Okay, jetzt verstehe ich, wie das aussehen kann.
Teilweise fand ich es schwierig zu lesen, aber ich meine das auf die gute Art. Man kann dem Leser auch was zutrauen, es muss nicht alles vorgekaut werden. Manche Sätze oder Dialoge haben sich mir erst beim zweiten oder dritten Mal lesen erschlossen. Anspruchsvoll, aber machbar.
Sehr eindrucksvoll. Ich spüre beim Lesen die Gischt mir ins Gesicht spritzen.Oben auf der Klippe. Der Wind nimmt mir den Atem, treibt eine Tränenspur über die Wange. Die nächste Welle bringt das nächste Grollen. Salz auf der Zunge. Durch die Brandung steigen feine Gischtwolken aus dem Kessel hoch.
Ich vermute, der Protagonist hat sich beim Sprung von den Klippen verletzt und ist im Rollstuhl gelandet.
Ups, ich dachte erst, die Brötchentüte wäre ein kleines Mädchen, das an der Hand seines Großvaters hängt. Interessante Methode, zu beschreiben, dass da zwei Leute eintreten ... Aber nein, das ist nur eine Person, nicht wahr?Wir haben kaum auf, da kommt die Brötchentüte rein. Sie hängt an der Hand, die durch den blauen Ärmel mit einem weißen Bart verbunden ist, über dem braune Augen an mir vorbeistarren.
Auf einmal ist mir, als wäre hier eins der Vorgabe-Wörter nochmal eingemogelt worden.La Isla azul
Auf einmal denke ich, dass die Einschübe in Wahrheit seine Erlebnisse in der virtuellen Welt zeigen, nicht die Vergangenheit.Meine Entscheidung, mich im Regen diesen verfickten Trail runterzustürzen, nicht seine. Und EternyCity ist auch meine. Alles menschengemacht. Euch Fuckern wünsche ich einen traumhaften Tag im Freedom-Chair XTR.
Sehr interessant und aufschlussreich jedenfalls, habe ich gerne gelesen.
Viele Grüße
Jellyfish
Hallo @Jellyfish, vielen Dank für deinen Kommentar.
Habe das erste Mal diesen Kontrast zwischen drastischer und poetischer Sprache gesetzt. Ob etwas davon zukunftstauglich ist, wird die Zeit zeigen, manche Zukunftsideen aus der Vergangenheit erweisen sich sich in der Gegenwart ja als recht putzig.Ich fand einerseits interessant, wie durch nahezu poetische Ausdrücke die Eindrücke indirekt geschildert wurden. Andererseits finde ich die verwendete Umgangssprache interessant. Nach einer Anmerkung, die ich kürzlich bekommen habe, dass sich die Leute in der Zukunft/Sci-Fi anders ausdrücken als wir heute, war das mit ein Grund, warum ich diese Geschichte lesen wollte. Okay, jetzt verstehe ich, wie das aussehen kann.
Ja, der Text muss selbst gekaut werden, aber wenn es machbar ist, den zu verstehen und auch ein gewisser Anspruch damit verbunden ist, bin ich zufrieden. Danke für die Rückmeldung.Teilweise fand ich es schwierig zu lesen, aber ich meine das auf die gute Art. Man kann dem Leser auch was zutrauen, es muss nicht alles vorgekaut werden. Manche Sätze oder Dialoge haben sich mir erst beim zweiten oder dritten Mal lesen erschlossen. Anspruchsvoll, aber machbar.
Da scheiden sich die Geister, für manche war es zu viel, an der Grenze zum Kitsch, für andere funktioniert das gut.Sehr eindrucksvoll. Ich spüre beim Lesen die Gischt mir ins Gesicht spritzen.
Bisschen sperrig, die Beschreibung, es ist eine Person, die er zur "Brötchentüte" macht, entpersonalisiert, weil sie an ihm "vorbeifuckt". Interessant, dass Du das als zwei Personen gelesen hast, dass der Text diese Lesart auch ermöglicht.Ups, ich dachte erst, die Brötchentüte wäre ein kleines Mädchen, das an der Hand seines Großvaters hängt. Interessante Methode, zu beschreiben, dass da zwei Leute eintreten ... Aber nein, das ist nur eine Person, nicht wahr?
Sehr spitzfindig, Treffer!Auf einmal ist mir, als wäre hier eins der Vorgabe-Wörter nochmal eingemogelt worden.La Isla azul
Genauso ist es, in Wirklichkeit war es der Fahrradunfall, der ihn in den Rollstuhl brachte. Der Flug mit dem Wingsuit ist eine Challenge im Programm, die virtuelle Währung generiert.Auf einmal denke ich, dass die Einschübe in Wahrheit seine Erlebnisse in der virtuellen Welt zeigen, nicht die Vergangenheit.Meine Entscheidung, mich im Regen diesen verfickten Trail runterzustürzen, nicht seine. Und EternyCity ist auch meine. Alles menschengemacht. Euch Fuckern wünsche ich einen traumhaften Tag im Freedom-Chair XTR.
Vielen Dank, liebe/-er Jellyfish, bis bald und peace, l2fSehr interessant und aufschlussreich jedenfalls, habe ich gerne gelesen.
Hallo @AWM, ich finde das nach wie vor interessant zu sehen, wie unterschiedlich der Text gelesen werden kann und wer was aus dem Text mitnimmt. Beruhigend auch, dass du ihn trotz deines Teilverständnisses gerne gelesen hast, wie du schreibst.Für mich war das jetzt auch ein bisschen eine Challenge, ob ich den Text verstehe, nach den Kommentaren. Deshalb habe ich ungewöhnlich langsam und genau gelesen. Ganz habe ich die Geschichte leider trotzdem nicht verstanden
Die Flügel sind nicht real, sie sind angedichtet. Ich sehe da auch nicht wirklich verschwimmende Grenzen. Das Einzige, was die dargestellte reale Welt von unserer heutigen unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Einbindung der Technik weiter fortgeschritten und noch selbstverständlicher geworden ist. Wenn ich die letzten dreißig Jahre zurückdenke, sehe ich das auch für diese Zeitspanne als größten auszumachenden Unterschied, während viele Konstanten unserer Lebensart weitgehend unverändert fortbestehen.Mein Problem war am Schluss, dass die reale Welt schon sehr anders ist als die unsere und sich deshalb an dieser Stelle zu wenig von der virtuellen abhebt. Sie hat Flügel etc. und ich dachte da verschwimmen irgendwie die reale Welt und die virtuelle und ich konnte mir keinen Reim darauf machen, warum das so ist. Das war mir einfach nicht klar genug abgegrenzt.
Kann man drüber weglesen. Das ist für die Geschichte nicht so essenziell, genauso wie ihre Motivation, die für mich eher in Offenheit und vllt sogar Neugier liegt als in persönlicher Vorerfahrung, wie vorgeschlagen wurde.Zudem finde ich die Ebene, dass der Prota Autor und Protagonist eines Buches ist, zuviel und auch irgendwie unnötig. Ich frage mich auch, warum ausgerechnet Luisa sich für das Buch und diese Thematik interessiert. Ihre Motivation ist mir in der ganzen Geschichte nicht klar.
Sehe den möglichen Vorteil im Weglassen nicht gegeben, außer die Geschichte zu vereinfachen, was ich nicht möchte.Die Geschichte wäre für mich einfacher (im Sinne von besser auch), wenn du das mit dem Buch weglassen würdest.
Ganz praktisch beleuchtet hat eine kleine Buchhandlung ja keinen Vorrat im stillen Kämmerlein, sondern ein paar Exemplare eines Buches und bei erhöhter Nachfrage wird nachbestellt. Nur bei Büchern auf der Bestsellerliste mag das anders sein. Deswegen finde ich die Frage, ob das Buch da ist, nicht obsolet, auch wenn das Plakat im Fenster hängt.Ich finde es naheliegend, dass das niemand fragt, weil ich davon ausgehen würde, dass ein Laden, wo ein Plakat von diesem Buch im Schaufenster hängt, das Buch auch hat.
Ich würde das umformulieren: "Wo steht das Buch von Otchorak?" oder so.
Ja, den gibt es den Punkt mit dem Obdachlosen, dem Kaffeebecher. Scheinbar widersinnig, weil der nicht vorbeifuckt. Für mich ist diese Verdinglichung einerseits Selbstschutz als Teil eines erworbene Habitus´, eine zynische Rüstung aus Gewohnheit. Andererseits schaut der Prota auch ein wenig herab, wie im Dialog deutlich wird, weil er selbst aktiv gegen sein Schicksal kämpft und sich nicht fügt.Mir wurde nicht klar, warum er die Menschen so verdinglicht. Zuerst ist es genau das, was er ankreidet bei ihnen - sie interessieren sich nur dafür, was etwas gekostet hat etc.. Da könnte man natürlich sagen, den Menschen ist nur das Materielle wichtig und sie definieren sich nur dadurch und deshalb macht dein Prota das aus Zynismus. Das passt dann aber nicht zu dem Bettler, den er Kaffeebecher nennt. Dein Prota kann ihm kaum unterstellen, dass der sich über seinen Kaffeebecher definiert.Der Wollmantel steht da und wartet.
Na ja, wenn ich mir anschaue, wie inflationär und gerne das benutzt wird, scheint es schon ein fester Bestandteil junger Kommunikation zu sein, oder?Ne, das klingt auch im Kopf nicht smartVieles klingt im Kopf smart, mutiert aber schnell zu blöd oder peinlich, sobald Palina das rausblechert. Klar nervt das, aber die männliche Sprachausgabe geht gar nicht, da klingt alles nach ›Hasta la ... du weißt schon!‹, und nach zwei Minuten fuckt das so ab.![]()
Das weiß sie alles vorher nicht, sie geht in den Buchladen, um sich das Buch anzuschauen, so mache ich das übrigens auch, und entscheidet nach dem Gespräch (oder zB. nach dem Studium der Klappentexte), ob sie es mitnimmt. Selten kaufe ich ein Buch blind.Fand ich unpassend. Sie geht da zielstrebig rein, will genau dieses Buch, das sonst keiner will und dann hört es sich hier so an, als hätte er sie erst überzeugen müssen, das Buch zu kaufen.»Okay, ich nehm's mit.«
Da fände ich eine andere Reaktion von ihr besser.
Habe ich letztes Jahr gelesen, muss da aber passen und kann dir nicht bestätigen, dass ich mir das gemerkt hätte, um es in eine Geschichte einzubauen. Werde nochmal reinschauen, vllt. finde ich, was du meinst.Tut nichts zu Sache, musste nur dran denken und lasse es daNikotin ist zuverlässig, es tut, was es soll.Gibt einen fast identischen Satz in Serotonin von Houllebecq.
Von den anderen Anmerkungen habe ich einiges genommen, danke auch dafür.
Peace und guten Start in die Woche, l2f
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