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Das kleine Einhorn Schmu

CoK

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Das kleine Einhorn Schmu

In dem Land der Fantasie leben viele magische Tiere. Diese Geschichte handelt vom Einhornkind Schmu. Er besaß in seinem Hörnchen schon ein bisschen Zauberkraft, die jeden Tag stärker wurde. Das kleine Einhorn hatte sich fest vorgenommen mit seinem Horn vorsichtig umzugehen, da er sonst einen Zauber auslösen könnte, ohne es zu wollen. Schmu war heute alleine unterwegs. Fröhlich galoppierte er durch den Wald. Seine weiße Mähne flatterte mit dem langen Schweif um die Wette. Übermütig sprang er über umgestürzte Bäume, kleine Bäche und Baumwurzeln, dabei streckte er seinen Kopf hoch in die Luft. Schmu sah den Eichhörnchen zu, die geschickt von Ast zu Ast hüpften. Wie schön war es doch, einfach mal loszulaufen, schneller und schneller zu werden.

Mama Dachs und ihre beiden Kinder krochen gerade aus dem Bau, sie wollten eine Pipirunde drehen, als etwas Großes, Weißes auf sie zukam. Voller Angst starrten sie auf das rasende Ungetüm. Mama Dachs stieß ein warnendes Brummen aus. Sofort blieben die beiden Dachsjungen stehen. „Kinder, zurück!“, rief Mama Dachs und versetzte den beiden mit ihrem Hinterteil einen Schubs, so dass sie kopfüber in den Bau purzelten.

Schmu hörte den Schrei und schaute jetzt auf die Erde. Die Dachsmama stand mitten auf dem Weg. Schmu stemmte beide Vorderfüße in den Waldboden und bremste gerade noch rechtzeitig, verlor aber das Gleichgewicht und landete unsanft neben dem Dachsbau.
Mutter Dachs, die kurzsichtig war und das Einhorn erst jetzt erkannte, fauchte es wütend an: „Pass doch auf, wo du hinläufst, du Tollpatsch!“
Dabei wusste sie selbst nicht, ob ihre Beine vor Schreck oder Wut zitterten.
„Es tut …“- Weiter kam Schmu mit seiner Entschuldigung nicht. Was war das? Ein unbekannter Schmerz in seiner linken Pobacke ließ ihn erschrocken aufspringen. Mit lautem Wehgeschrei bog er den Hals weit nach links, äugte auf sein Hinterteil und drehte sich dabei mehrmals um die eigene Achse. Vergeblich versuchte er sich die Stelle anzuschauen.
Diese Verrenkungen belustigten die Dachskinder so sehr, dass sie aus der Höhle sprangen und mit ihm noch ein paar Po-Begutachtungsrunden drehten. Zu dritt sahen sie nun, wie da eine riesige Beule mitten auf der Pobacke wuchs.
„Was ist das? Hilfe! Mama, ich sterbe!“, rief Schmu. Da seine Stimme immer kläglicher wurde, legten sich die Dachskinder neben ihn und jammerten mit ihm: „Mama, ich sterbe!“
„Nix, da!“, rief die Dachsmama, „Blödsinn, hier wird nicht gestorben! Dich hat nur eine Biene gestochen.“
Dann erklärte sie ihm, dass er bei seinem Sturz fast eine Biene zerquetscht hätte, die gerade Nektar aus Löwenzahnblüten sammelte. Verärgert stach die Biene ihn in den Hintern.
Das aber hörte Schmu nicht mehr.
Voller Panik stürmte er los. Er bemerkte vor lauter Schreck nicht, dass er mit seinem Zauberhorn Äste und Baumstämme streifte. Die verwandelten sich bei der Berührung sofort in riesige Bienen.
Nun war ein unheimliches Summen im Zauberwald zu hören und das kleine Einhorn wurde von gigantischen Honigbienen verfolgt. Schmu rannte und rannte. Tränen sammelten sich in seinen Augen, was passierte da? Wo sollte er sich verstecken, immer wieder rief er verzweifelt nach seiner Mama.

Mama Einhorn saß gerade mit ihrer Freundin, der Fee gemütlich auf der kleinen Waldlichtung, als sie das bedrohlich laute Summen vernahmen. Erschrocken sprangen beide auf. Nun hörten sie auch die Hilferufe des kleinen Einhorns. „Was hat Schmu jetzt wieder angestellt?“ Kaum hatte Mama Einhorn den Gedanken zu Ende gedacht, sah sie, wie ihr Sohn in Zickzacksprüngen auf die Lichtung galoppierte, verfolgt von einem Schwarm riesiger Insekten. Mit Entsetzen beobachteten sie, wie eine Biene, aus deren Hinterteil ein großer spitzer Stachel ragte, Schmu einholte.
Mama Einhorn stand vor Schreck wie gelähmt, sie wieherte entsetzt auf.
Die Fee des Waldes reagierte blitzschnell und wirbelte ihren Zauberstab durch die Luft.
Die Bienen erstarrten mitten im Flug. Der Bienenstachel blieb einen Millimeter vor Schmus Popo in der Luft stehen. Schmu, der das gar nicht mitbekam, galoppierte weiter, als ob der Teufel hinter ihm her wäre.
„Bleib stehen!“, rief seine Mutter. Das kleine Einhorn gehorchte zögernd. Vorsichtig drehte es sich um. Was war das? Verwundert sah es, dass die Bienen stumm und bewegungslos in der Luft hingen.
Seine Mutter trabte mit der Fee auf dem Rücken näher zu ihm heran.
Besorgt neigte Mama Einhorn ihren Kopf zu Schmu. Sie rieb ihren Hals an der Stirn des Kleinen, der bebend vor Angst, kleine weiße Dampfwölkchen aus seinen Nasenlöchern blies.
„Was ist denn passiert?“, fragte ihn die Fee.
Stockend erzählte Schmu, wie er der Dachsfamilie ausgewichen war und dabei das Gleichgewicht verloren hatte, dass plötzlich sein Po sehr wehtat und genau an der Stelle jetzt etwas herausgewachsen war, groß und rund, vielleicht sogar ein Doppel-Popo.
Warum dann auf einmal so viele Riesenbienen hinter ihm her waren, wusste er nicht.
Die Fee und Mama Einhorn blickten auf die Bienen und schauten in den Wald, aus dem sie gekommen waren. Schnell erkannten die beiden, was passiert war. Es standen keine Bäume mehr rechts und links des Waldpfades. Offensichtlich hatte Schmu mit seinem kleinen Horn versehentlich alle Tannen in Bienen verwandelt.
„Oh, Schmu!“, seufzte Mama Einhorn, die ihren kleinen Tollpatsch kannte . „Du hattest Glück, dass die Fee des Waldes gerade bei mir war. Wer weiß, was passiert wäre, wenn diese Riesenbiene dich gestochen hätte.“
Ganz tief senkte das kleine Einhorn den Kopf, es wusste, dass seine Mama recht hatte.
„Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert!“, lenkte die Fee des Waldes ein. „Ich bringe das wieder in Ordnung.“
Sie hob ihren Zauberstab, richtete ihn auf die Bienen, und mit einem leisen Flüstern drehte sie ihn einige Male in der Luft. Siehe da, nun flogen die Bienen artig in den Wald zurück, eine nach der anderen.
Kurze Zeit später war kein Summen mehr zu hören, alle hatten sich wieder in einen Baum verwandelt. Erleichtert wieherte das kleine Einhorn auf. „Danke, dass du mir geholfen hast, liebe Waldfee!“
Diese blickte Schmu ernst an, dann sagte sie zu ihm: „Versprich mir, vorsichtiger zu sein, wenn du wieder unterwegs bist. Schau bei deinen Ausflügen immer auf den Weg, denn es sind viele kleine Tiere unterwegs. Die größeren Wesen des Zauberwalds müssen auf die kleineren Acht geben.“
Schmu versprach, in Zukunft besser aufzupassen.
Doch der besorgte Blick seiner Mutter zeigte, dass sie daran noch nicht so ganz glaubte.
Dann pustete Mutter Einhorn einmal kräftig aus beiden Nüstern auf die mächtig geschwollene Stelle am Hinterteil ihres Sohnes. Und siehe da, augenblicklich hatte der Po seine alte Form wieder und schmerzte nicht mehr.
Auch bei Einhörnern wirkt das Pusten der Mama auf schmerzende Stellen schneller und besser, als es ein Wunderhorn könnte.
 
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CoK

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Ganz lieben Dank an @kathso60
Sie hat mir die Geschichte vor ab korrigiert, damit sie forentauglich wird.
Ihre Verbesserungsvorschläge haben für mich die Geschichte richtig schön werden lassen.
 
Monster-WG
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Hallo liebe @CoK

ach, was für eine niedliche Geschichte! Ich bin zwar eigentlich kein Kindergeschichtenfan, aber ich dachte, ich guck mal ein, und da ich Einhörner liebe, bin ich drangeblieben. :) Mir ist aufgefallen, dass Du sehr viele Adjektive benutzt, aber in dieser kindlichen Geschichte passt das irgendwie. Ich musste beim Lesen schmunzeln und hab mich köstlich amüsiert.

Hier einige Anmerkungen:
In dem Land der Fantasie leben viele magische Tiere. Diese Fabelwesen haben die Kraft, mit Magie Pflanzen, Tiere und Menschen zu verzaubern.

Doppelung.
Vorschlag: Diese Fabelwesen haben die Kraft, Pflanzen, Tiere und Menschen zu verzaubern.

Eines davon ist das Einhorn. Einhörner bekommen zuweilen auch Kinder.

Ich liebe Einhörner. Einer meiner Lieblingsfilme ist "das letzte Einhorn". Weiß gar nicht, wie oft ich ihn angeschaut hab.
Schön, dass die Einhörner in Deiner Geschichte Nachwuchs bekommen :thumbsup:

Mit lautem Wehgeschrei bog er den Hals weit nach links um, äugte auf sein Hinterteil und drehte sich dabei mehrmals um die eigene Achse.

Da entsteht herrliches Kopfkino :)

„Was ist das? Hilfe! Mama, ich sterbe!“, rief Schmu. Da seine Stimme immer kläglicher wurde, legten sich die Dachskinder neben ihn und jammerten mit ihm: „Mama, ich sterbe!“

Sooo herzallerliebst. Ich muss schmunzeln :)

Stockend erzählte Schmu, wie er der Dachsfamilie ausgewichen war und dabei das Gleichgewicht verloren hatte, dass plötzlich sein Po sehr weh tat und genau an der Stelle jetzt etwas herausgewachsen war, groß und rund, vielleicht sogar ein Doppel-Popo.

Sooo lustig :)

„Versprich mir vorsichtiger zu sein, wenn du wieder unterwegs bist. Schau bei deinen Ausflügen immer auf den Weg, denn es sind viele kleine Tiere unterwegs. Die größeren Wesen des Zauberwalds müssen auf die kleineren Acht geben.“
Natürlich versprach das kleine Einhorn, in Zukunft besser aufzupassen.

Wortwiederholung
Vorschlag: Schmu versprach, in Zukunft besser aufzupassen
Die Aussage des Textes finde ich sehr schön :thumbsup:

Auch bei Einhörnern wirkt das Pusten der Mama auf schmerzende Stellen schneller und besser, als es ein Wunderhorn könnte.

Sehr schöne Aussage

Ganz liebe Grüße,
Silvita
 

CoK

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Liebe@ Silvita

Herzlichen Dank fürs Lesen und die Verbesserungsvorschläge.
Habe ich geändert.


Schönen Abend und ganz liebe Grüße von der schwäbischen Alb
CoK
 

Bas

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Hallo @CoK,

ich steige gleich ein:

In dem Land der Fantasie leben viele magische Tiere.

Geschmackssache, nehme ich an, mir hätte "Im Land der Fantasie" aber besser gefallen.

Schmu sah den Eichhörnchen zu, die geschickt von Ast zu Ast hüpften.
Mama Dachs und ihre beiden Kinder waren gerade aus ihrem Bau gekrochen, ...

Hier hätte ich einen deutlicheren Absatz gemacht, also eine Leerzeile. Dann, wenn die Perspektive wechselt und man plötzlich bei Mama Dachs ist.

„Kinder, sofort zurück!“, rief Mama Dachs und versetzte den beiden mit ihrem Hinterteil einen Schups, so dass sie kopfüber in den Bau purzelten.

Ich kenne das als "Schubs" - habe gerade gegooglet, geht wohl beides, kommt aber vom "schieben", von daher ... Tolle Szene aber, der Hinterteilschubs :)

Schmu hatte den Schrei gehört und schaute jetzt auf die Erde. Vor ihm versperrte die Dachsmama den Weg.
Schmu stemmte beide Vorderfüße in den Waldboden und bremste gerade noch rechtzeitig, verlor aber das Gleichgewicht und landete unsanft neben dem Dachsbau.

Auch hier hätte ich wieder eine Leerzeile gesetzt oder zumindest einen Absatz gemacht, also da, wo die Perspektive wieder gewechselt wird und Schmu den Schrei hört.

An der Stelle hatte ich aber noch ein anderes Problem: Mir war da nicht wirklich bewusst, dass Schmu in vollem Galopp angeprescht kommt, so schnell ist, dass er beide Vorderfüße in den Weldboden stemmen muss, um abzubremsen - wieder ein schönes Bild übrigens, sehr ... cartoonig, irgendwie. Sehe richtig den Dreck spritzen. Aber ja, "da kommt was auf sie zu", das klingt eher ruhig an der Stelle, und dann die Vollbremsung - vielleicht kannst du das noch verdeutlichen.

Um Ihre Jungen zu schützen, verdrängte Mutter Dachs die Angst vor dem weißen Ungeheuer und fauchte wütend

Die "verdrängte Angst" erscheint mir hier sprachlich nicht ganz passend, da könnte ich mir etwas bildlicheres vorstellen. Vielleicht schluckt sie die Angst herunter, hält kurz die Luft an, als hätte sie Schluckauf, plustert sich auf wie ein Taubenmacho, der seiner Angebeteten imponieren will, irgendwie sowas. Die verdrängte Angst klingt so ... erwachsen. Passt nicht zum kindlich-schönen Klang der Geschichte.

„Pass doch auf, wo du hinläufst, du Tollpatsch!“
Dabei wusste sie selbst nicht, ob ihre Beine vor Schreck oder Wut zitterten.

Hier hingegen hätte ich mal keinen Absatz gesetzt :shy:

„Es tut …“ Weiter kam Schmu mit seiner Entschuldigung nicht.

Hätte hier vielleicht geschrieben: "„Es tut …“ - Weiter kam Schmu mit seiner Entschuldigung nicht."

Mit lautem Wehgeschrei bog er den Hals weit nach links um

"bog ihn weit nach links um" klingt unrund, finde ich, vielleicht das "um" einfach weglassen?

Diese Verrenkungen belustigten die Dachskinder so sehr, dass sie aus der Höhle sprangen und mit ihm noch ein paar Po-Begutachtungsrunden drehten.

Hier verstehe ich nicht ganz, wie das gemeint ist. Drehen die sich jetzt auch im Kreis?

Er bemerkte vor lauter Schreck nicht, dass er mit seinem Zauberhorn Äste und Baumstämme streifte. Die verwandelten sich bei der Berührung sofort in riesige Bienen.

:D

Nun war ein unheimliches Summen im Zauberwald zu hören und ein panisches kleines Einhorn wurde von gigantischen Honigbienen verfolgt.

Der Leser kennt das Einhorn ja schon, deshalb fremdel ich hier mit dem unbestimmten Artikel. Außerdem: Dopplung. Warum nicht einfach: "und das kleine Einhorn"?

Mama Einhorn hatte es sich gerade mit ihrer Freundin, der Fee des Waldes, in einer kleinen Waldlichtung gemütlich gemacht, als sie ein bedrohlich lautes Summen vernahmen. Erschrocken sprangen beide auf.

Nun hörten sie auch die Hilferufe des kleinen Einhorns.

Jaja, die Absätze ... Hätte hier die Leerzeile vor "Mama Einhorn" gesetzt, die andere dafür weggelassen. Macht mehr Sinn.

Der Bienenstachel blieb einen Millimeter vor Schmus Popo in der Luft stehen.

:D

der wie Espenlaub zitterte.

Hm, das ist ein wahnsinnig ausgelutschter Vergleich. Lass deine Fantasie spielen, die du ja offensichtlich hast: Vielleicht zittert er ja wie ein Bienenstock, um den gerade ein honighungriger Bär streift?

weh tat

wehtat, denke ich

vielleicht sogar ein Doppel-Popo.

:D - was ein Blödsinn - love it.

Versprich mir vorsichtiger zu sein

Hätte hier ein Komma nach "mir" gesetzt

Schmu versprach in Zukunft besser aufzupassen.

Und hier nach "versprach"

Ja, wie du anhand der vielen grinsenden Smileys vielleicht schon ahnst, hatte ich meinen Spaß an den Ausflug ins Land der Fantasie. Das lag auch daran, dass du dich nicht zu sehr verzettelst, in dem Sinne, dass du die Sache zu groß anlegst: Das findet alles in einem eher engen Rahmen statt, so einem, den auch Kleinere schon nachvollziehen und überblicken können.

Das und die fantasievollen Einfälle sind das, was die Geschichte trägt, finde ich. Sprachlich ist da noch Luft nach oben, klar, du schreibst kindergerecht, aber auch da darf man meines Erachtens ein wenig mehr mit der Sprache selbst spielen, Rhythmuswechsel, etc., das würde der Geschichte guttun, noch wirkt das stellenweise doch sehr ... simpel.

Vielleicht könntest du hier und da auch ein bisschen mehr auf die Emotionen eingehen, wenn der Schmu zum Beispiel so verzweifelt nach seiner Mama ruft, dann glaube ich das noch nicht richtig, das steht da zwar, ich fühle es aber nicht so, wie ich es gerne täte. Wie fühlt sich ein Kind, wenn es von einer Biene gestochen wird, wenn es Schmerz empfindet, den aber nicht versteht? Da hätte ich mir noch einen Ticken mehr Tiefe gewünscht, aber vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich kein Kind mehr bin.

Wie auch immer - hat mir Spaß gemacht! Jetzt schau ich mal, ob du auch schon was für die Großen geschrieben hast :)

Bis bald,

Bas
 

CoK

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Hallo @Bas
danke fürs einsteigen und deine Verbesserungsvorschläge.
Ich bin @kathso60 @Silvita und dir dankbar, dass ihr euch meiner Einhorngeschichte angenommen habt.
Geschmackssache, nehme ich an, mir hätte "Im Land der Fantasie" aber besser gefallen
Jetzt wo du es schreibst!
Hier hätte ich einen deutlicheren Absatz gemacht, also eine Leerzeile. Dann, wenn die Perspektive wechselt und man plötzlich bei Mama Dachs ist.
Geändert
Ich kenne das als "Schubs" - habe gerade gegooglet, geht wohl beides, kommt aber vom "schieben", von daher ... Tolle Szene aber, der Hinterteilschubs :)
Okay Schubs!
Die "verdrängte Angst" erscheint mir hier sprachlich nicht ganz passend, da könnte ich mir etwas bildlicheres vorstellen. Vielleicht schluckt sie die Angst herunter, hält kurz die Luft an, als hätte sie Schluckauf, plustert sich auf wie ein Taubenmacho, der seiner Angebeteten imponieren will, irgendwie sowas. Die verdrängte Angst klingt so ... erwachsen. Passt nicht zum kindlich-schönen Klang der Geschichte.
Anders gelöst:
Mutter Dachs, die kurzsichtig war und das Einhorn erst jetzt erkannte, fauchte ihn wütend an : „Pass doch auf, wo du hinläufst, du Tollpatsch!“
"bog ihn weit nach links um" klingt unrund, finde ich, vielleicht das "um" einfach weglassen?
um, ist weg.
Hier verstehe ich nicht ganz, wie das gemeint ist. Drehen die sich jetzt auch im Kreis?
Diese Verrenkungen belustigten die Dachskinder so sehr, dass sie aus der Höhle sprangen und mit ihm noch ein paar Po-Begutachtungsrunden drehten. Zu dritt sahen sie nun, wie da eine riesige Beule mitten auf der Pobacke wuchs.

Der Leser kennt das Einhorn ja schon, deshalb fremdel ich hier mit dem unbestimmten Artikel. Außerdem: Dopplung. Warum nicht einfach: "und das kleine Einhorn"?
einfach, gelöst.
Hm, das ist ein wahnsinnig ausgelutschter Vergleich. Lass deine Fantasie spielen, die du ja offensichtlich hast: Vielleicht zittert er ja wie ein Bienenstock, um den gerade ein honighungriger Bär streift?
. Sie rieb ihren Hals an der Stirn des Kleinen. Der bebend vor Angst, kleine weiße Dampfwölkchen aus seinen Nasenlöchern blies.

Habe Absätze eingefügt.
Mit dem Emotionalen habe ich mich auch befasst.

Wie auch immer - hat mir Spaß gemacht! Jetzt schau ich mal, ob du auch schon was für die Großen geschrieben hast :)
Ich freue mich dass du es gelesen hast und es dir Spaß gemacht hat. Ich nehme an, das Judenhaus hast du auch entdeckt.
Vielleicht darf ich dazu auch einen Kommentar von dir lesen.

Lieben Gruß CoK
 
Senior
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Hallo CoK,

es gibt einige Mythen, wie das „Einhorn“ in die Welt gekommen sei, und alle haben sie mit der Entstehung des Alten Testaments während der babylonischen Gefangenschaft zu tun. Die älteste Schöpfung kann durch die Wandmalereien an den Stadtmauern Babylons entstanden sein, wo „eigentlich“ ein Nashorn in der Seitenansicht abgebildet war und da es an den Wassern von Babylon kein „lebendiges“ Nashorn gab wie auch nicht in der Levante und dem gelobten Land, war das Bild des Einhorns in der Literatur angekommen.

Nach einer anderen Mär war es ein Übersetzungsfehler vom hebräischen ins griechische, wo der Übersetzer mit dem Wort für „Ur“, das wir heute noch als Kurzwort für den „Auerochsen“ kennen, nicht zurecht kam und - kurios genug und darum erwähnenswert - in der Folge Luther das Horn verdoppelte: „seine hörner sind wie einhörners hörner. 5 Mos. 33, 17:“ (Grimmsches Wörterbuch, Stichwort „Einhorn“; Wörterbuchnetz - Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm).

Es ist also buchstäblich so, wie Mathias Claudius es sagt: Wenn jemand eine Reise tut, und sei es träumend, schreibend und/oder erzählend, ob freiwillig oder nicht, real oder in Gedanken bei der Übersetzung von der anderen in die eigene Sprache, so kann er was erzählen.

Und dann erst stieß ich mich an dem Namen „Schmu“-

sagt man doch gemeinhin, „man solle keinen Schmu machen oder reden“-

und dann verraten mir die Brüder Grimm so ganz nebenbei, dass „der Schmu“ tatsächlich vom „schmusen/Schmusen“ kommt (Wörterbuchnetz - Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm) »schmu, m., auch schmuh geschrieben, gewinn, vortheil, besonders wenn er auf nicht ganz rechtlichem wege gewonnen wird, zumeist in der verbindung schmu machen, auch einen schmu machen ... jüdischdeutsches wort, wahrscheinlich aus hebr. (gerücht, gerede) entlehnt; daher im nassauischen schmu machen auch in der bedeutung 'unwahres sprechen oder thun' ... seltener in der form schmus, die auf den plur. des genannten wortes zurückgeht und gewöhnlich die bedeutung 'gerede, gewäsch' hat, s. ... in der schreibung schmuhs. ich verschaffe euch neunzig dublonen für den ring. was ihr ihn wohlfeiler bekommt, ist euer schmuhs. Hebel ... auch zu schmuhl entstellt ... in niederd. form smu: he wett sinen smu to maken, er weisz auf seinen vortheil zu lauern ... in dieser form auch ins dänische aufgenommen. nach Kluge studentensprache .... zuerst 1749 in dieser bedeutung bezeugt; dagegen schon 1745 schmuh machen 'ist ein Wittenberger terminus und heiszt so viel als charmiren'. der ausdruck der gaunersprache schmu(e) 'vulva, uterus', den ...* anführt und als deutsch und umgestellt aus musche betrachtet, gehört wol nicht hierher. ein vom schneider zurückbehaltener lappen zeug heiszt schmufleckchen Albrecht a. a. o. oder schmulappen Kehrein a. a. o.«

Aber warum bekommen Einhörner nur „zuweilen“ Kinder?, frag ich mich. Bevölkerungspolitik?

Hier ein noch kleiner Schnitzer, bei dem ich aber selbst nachschauen musste. Es ist eh ein Krux mit den deutschen Zusammensetzungen (wusste schon Marc Twain zu berichten)
Wie schön war es doch, einfach mal los zu laufen, …
„loslaufen“

Wo sollte er sich verstecken, (i)mmer wieder hörte man ihn auf seiner Flucht verzweifelt „Mama," rufen.

Ach gäbe es doch eine Fee, die Glyphosat und seine Familie wegzauberte! Frau Julia K. ist ja eher eine gute Fee für die Industrie ob chemisch oder landwirtschaftlich ...

Gern gelesen vom

Friedel


* die Quellenangaben hab ich durch ... weggelassen; zumeist sagen die Namen uns heutigen nichts.
 
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CoK

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Hallo @Friedrichard

interessant deine Erklärungen über die Herkunft des Einhorns.
und dann verraten mir die Brüder Grimm so ganz nebenbei, dass „der Schmu“ tatsächlich vom „schmusen/Schmusen“ kommt

Ja, ich halte mich mit meiner Namensgebung an die Brüder Grimm.
Es ist ja auch ein Märchen.

Aber warum bekommen Einhörner nur „zuweilen“ Kinder?, frag ich mich. Bevölkerungspolitik?
Ich denke Nein! es sind kluge Tiere.
„loslaufen“
geändert
, (i)mmer wieder hörte
schon so oft gelesen und trotzdem übersehen.

Vielen Dank, ich lese deine Korrekturen und Erläuterungen sehr gerne.
Viele Grüße CoK
 
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Hi @CoK,

auch mir gefällt deine Geschichte sehr, obwohl ich kein großer Einhorn-Fan bin!

Habe noch ein paar kleine Anmerkungen, hoffe dass da nichts doppelt ist von den vorherigen Kommentaren:

Wie schön war es doch, einfach mal loslaufen,
schneller und schneller zu werden.
Beim Lesen hat mein Kopf "..., einfach mal loszulaufen, schneller und schneller zu werden." gemacht... Ist vielleicht nicht falsch, aber liest sich für mich richtiger.

(Update: Habe grade gesehen, dass Friedrichard genau die Änderung vorgeschlagen hat...ich fand demnach also das Original besser und passender)

Sie starrte voller Angst auf das rasende Ungetüm und stößt ein warnendes Brummen aus.
"stößt" müsste "stieß" heißen.
blieben die beiden Dachsjungen stehen.„Kinder, sofort zurück!“,
Da fehlt ein Leerzeichen zwischen . und „
Was war das ein unbekannter Schmerz, in seiner linken Pobacke ließ ihn erschrocken aufspringen.
Da ist irgendwas falsch, oder?
Vorschlag:
Was war das für ein unbekannter Schmerz in seiner linken Pobacke, der ihn erschrocken aufspringen ließ?
die Hilferufe des kleinen Einhorns.„Was hat Schmu jetzt
Da fehlt nochmal ein Leerzeichen.
Sie rieb ihren Hals an der Stirn des Kleinen. Der bebend vor Angst,
Die Sätze würde ich verbinden (...des Kleinen, der bebend vor Angst...), das klingt komisch und ist etwas unflüssig.
Doppel-Popo
Find ich super :)

Hat Spaß gemacht zu lesen!

Viele Grüße,
rainsen
 
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Wie schön war es doch, einfach mal loslaufen,
schneller und schneller zu werden.
Beim Lesen hat mein Kopf "..., einfach mal loszulaufen, schneller und schneller zu werden." gemacht... Ist vielleicht nicht falsch, aber liest sich für mich richtiger.

(Update: Habe grade gesehen, dass Friedrichard genau die Änderung vorgeschlagen hat...ich fand demnach also das Original besser und passender)

Hallo @CoK , hallo @rainsen , ich klinke mich hier nur einmal ein, weil ich vermute, dass das ein Missverständnis ist. Ich glaube @Friedrichard wollte nur anmerken, dass das zusammengeschrieben wird: "loszulaufen"

Gruß, Chutney
 

CoK

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Hallo @rainsen hallo @Chutney

loszulaufen
verbessert.
Danke für das Lesen meiner Geschichte.
"stößt" müsste "stieß" heißen
verbessert.
Leerzeichen x2 gemacht.
Die Sätze würde ich verbinden (...des Kleinen, der bebend vor Angst..
Sätze verbunden
Da ist irgendwas falsch, oder?
Vorschlag:
Was war das für ein unbekannter Schmerz in seiner linken Pobacke, der ihn erschrocken aufspringen ließ?
Ich habe versucht es jetzt so zu lösen: Was war das? Ein unbekannter Schmerz

@rainsen lieben Dank für deine Korrektur und ich freue mich, dass dir die Geschichte Spaß gemacht hat.

Liebe Grüße CoK
 
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05.09.2020
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Hallo nochmal @CoK!

Wie erstarrt blieben die beiden Dachsjungen stehen .„Kinder, sofort zurück!“,
Da hat sich das Leerzeichen an der falschen Stelle reingemogelt :D
Es müsste heißen: Wie erstarrt blieben die beiden Dachsjungen stehen. „Kinder, sofort zurück!“,
, fauchte es wütend an : „Pass doch auf, wo du hinläufst, du Tollpatsch!“
Hier muss es heißen: , fauchte es wütend an: „Pass doch auf, wo du hinläufst, du Tollpatsch!“
(Also das Leerzeichen vor dem : löschen)
Was war das? Ein unbekannter Schmerz, in seiner linken Pobacke ließ ihn erschrocken aufspringen.
Finde ich besser! Allerdings würde ich da das Komma weglassen, da es den Satz unnötig aufspaltet (vielleicht sogar inkorrekt ist..).

Liebe Grüße,
rainsen

Achso, und Danke @Chutney für den Hinweis!
 
Wortkrieger-Globals
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Liebe CoK,

In dem Land der Fantasie leben viele magische Tiere. Diese Fabelwesen haben die Kraft, Pflanzen, Tiere und Menschen zu verzaubern. Eines davon ist das Einhorn.
Den zweiten Satz würde ich weglassen, da in den magischischen Tieren ja irgendwie schon die Zauberei drinsteckt. Außerdem klingt er mehr nach Lexikon als nach Geschichte ;)

Einhörner bekommen zuweilen auch Kinder. So gab es eines Tages im Zauberwald den kleinen Einhornjungen Schmu.
So gab es eines Tages - ist auch so ein Verb, dass alles und nichts besagt. Es ist schwach, es hat keine Power. Überhaupt sind die beiden Sätze auch eher Lexikastil. Klingt so lehrmeisterlich. Man könnte auch sagen:
Und vom kleinen Einhorn Schmu handelt diese Geschichte.

Schmu besaß in seinem Hörnchen mitten auf der Stirn schon ein bisschen Zauberkraft, die jeden Tag stärker wurde.
Ja, da sitzen sie immer die Hörnchen, das weiß man, das muss man nicht extra ausführen. Und schöner klingt: die mit jedem Tag ...

Doch er war sehr tollpatschig und Mutter Einhorn musste ihn ständig ermahnen, mit seinem Horn vorsichtiger umzugehen, da er sonst einen Zauber auslösen könnte, ohne es zu wollen.
Konstruktionen mit Hilfsverben ... kann man gut und oft vermeiden und dann wirken Sätze gleich viel unmitelbarer.
Doch er war sehr tollpatschig und Mutter Einhorn ermahnte ihn ständig, mit seinem Horn vorsichtiger umzugehen, da er sonst einen Zauber auslösen könnte, ohne es zu wollen.

Eines Tages war der kleine Schmu alleine unterwegs.
Ja, oder: Der kleine Schmu war heute alleine unterwegs.
Das ist auch so - nicht an irgendeinem Tag, sondern heute - das ist viel direkter und direkt ist immer gut ;).

Mama Dachs und ihre beiden Kinder waren gerade aus dem Bau gekrochen,
Auch wieder so eine unschöne Hilfsverbkonstruktion mit PPQ. Brauchts eigentlich gar nicht.

Mama Dachs und ihre beiden Kinder krochen gerade aus dem Bau, sie wollten ein Stück spazieren, als etwas Großes, Weißes auf sie zukam. Voller Angst starrten sie auf das rasende Ungetüm. Mama Dachs stieß ein warnendes Brummen aus. Sofort blieben die beiden Dachsjungen stehen . „Kinder, sofort zurück!“, rief Mama Dachs und versetzte den beiden mit ihrem Hinterteil einen Schubs, so dass sie kopfüber in den Bau purzelten.

Schmu hatte den Schrei gehört und schaute jetzt auf die Erde. Vor ihm versperrte die Dachsmama den Weg.
Hier auch PPQ, was es nicht braucht.
Schmu hörte den Schrei und schaute jetzt auf die Erde. Die Dachsmama stand mitten auf dem Weg.

„Es tut …“- Weiter kam Schmu mit seiner Entschuldigung nicht. Was war das? Ein unbekannter Schmerz, in seiner linken Pobacke ließ ihn erschrocken aufspringen. Vergeblich versuchte er sich die Stelle anzuschauen.
Mit lautem Wehgeschrei bog er den Hals weit nach links, äugte auf sein Hinterteil und drehte sich dabei mehrmals um die eigene Achse. Vergeblich versuchte er sich die Stelle anzuschauen.
Ich würde den Satz verschieben. Erst versucht er und dann stellt er fest, das es vergeblich ist, nicht umgekehrt.

Zu dritt sahen sie nun, wie da eine riesige Beule mitten auf der Pobacke wuchs.
Hehe :thumbsup:

„Was ist das? Hilfe! Mama, ich sterbe!“, rief Schmu. Da seine Stimme immer kläglicher wurde, legten sich die Dachskinder neben ihn und jammerten mit ihm: „Mama, ich sterbe!“
Die Dachskids sind super ...

Dann wollte sie ihm erklären, dass er bei seinem Sturz fast eine Biene zerquetscht hätte, die gerade genüsslich Nektar aus Löwenzahnblüten sammelte. Verärgert habe die Biene ihn in den Hintern stechen müssen.
Das ist auch so dreimal im Kreis gedreht ... Hilfsverben sind keine guten Verben :teach:
Dann erklärte sie ihm, dass er bei seinem Sturz fast eine Biene zerquetscht hätte, die gerade Nektar aus einer Löwenzahnblüte sammelte. Verärgert stach die Biene ihn in den Hintern.

Voller Panik stürmte er los. Er bemerkte vor lauter Schreck nicht, dass er mit seinem Zauberhorn Äste und Baumstämme streifte. Die verwandelten sich bei der Berührung sofort in riesige Bienen.
Ach Herr je!

... immer wieder hörte man ihn auf seiner Flucht verzweifelt „Mama," rufen.
... immer wieder rief er verzweifelt nach seiner Mama.
Gerade in Kindergeschichten für die Kleinen: Sätze einfach und direkt halten.

Mama Einhorn hatte es sich gerade mit ihrer Freundin, der Fee des Waldes, in einer kleinen Waldlichtung gemütlich gemacht, als sie ein bedrohlich lautes Summen vernahmen.
Auch wieder PPQ ohne es wirklich zu brauchen.
Mama Einhorn saß gerade mit ihrer Freundin der Fee gemütlich auf der kleinen Waldlichtung, als sie das bedrohlich, laute Summen vernahmen.

Ja, die Geschichte ist niedlich. Allerdings wäre sie noch viel schöner, wenn Du ohne die Moraleinschübe auskommen könntest. Die drückt dem Text so einen Pädagogikstempel auf und der wirkt immer etwas eklig im Abgang. Versuch doch mal, die Belehrungen rauszutreichen, das dürfte zu machen sein hier, ohne, dass die Geschichte irgendwas verliert. Im Gegenteil, sie würde gewinnen. Kinder hören doch eh schon den ganzen Tag - tue dies nicht - mach jenes nicht - pass auf ... Auch die wollen mit Geschichten mal eine Pause vom Alltag machen. Gönne sie ihnen ;).

Liebe Grüße!
Fliege
 

CoK

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55
Hallo @rainsen

Lieben Dank nochmal, habe es verbessert.

Hallo @Fliege

Danke, für das Lesen und korrigieren meines Textes.
Finde es super, dass du einem Kindergeschichtenlaienschreiber wie mir, so wertvolle Verbesserungsvorschläge machst.
Du hast natürlich Recht mit dem erhobenen Zeigefinger. Ich habe die heftigsten Stellen heraus genommen.

Hilfsverben sind keine guten Verben :
Ja, ich möchte versuchen ohne sie auszukommen.
Ich habe die Stellen verbessert.

... immer wieder rief er verzweifelt nach seiner Mama.
Gerade in Kindergeschichten für die Kleinen: Sätze einfach und direkt halten.
Schon bekannt. Nicht nur wissen, es auch tun! Nicht so einfach!
ausführen. Und schöner klingt: die mit jedem Tag ...
Verbessert. Stimmt mit jedem Tag klingt schöner.
Doch er war sehr tollpatschig und Mutter Einhorn ermahnte ihn ständig, mit seinem Horn vorsichtiger umzugehen, da er sonst einen Zauber auslösen könnte, ohne es zu wollen.
Ich hab das mit dem ermahnen ganz raus gestrichen.
Ich würde den Satz verschieben. Erst versucht er und dann stellt er fest, das es vergeblich ist, nicht umgekehrt.
Jetzt ist die Reihenfolge richtig.

Auch wieder PPQ ohne es wirklich zu brauchen.
Mama Einhorn saß gerade mit ihrer Freundin der Fee gemütlich auf der kleinen Waldlichtung, als sie das bedrohlich, laute Summen vernahmen.
Ich habe die Stellen mit dem PPQ verbessert.
Verstanden habe ich, dass PP: Präposition + Präpositionphrase ist.

Allerdings nicht was PPQ ist?
Ich habe gegoogelt : Abkürzung PPQ steht für Police-Pistol-Quick-Defense
Sogar mir klar, du meinst was anderes !

Vielen lieben Dank für deine Zeit und fürs Richtig machen.
Ganz liebe Grüße
CoK
 
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3.720
:lol:

Ich habe gegoogelt : Abkürzung PPQ steht für Police-Pistol-Quick-Defense
Sogar mir klar, du meinst was anderes !

Witzig! Ne, das meint Plusquamperfekt. Eine furchtbare Krücke der deutschen Grammatik um die Vergangenheit in der Vergangenheit anzuzeigen.

Z.B. Gestern kam Lilly zum Tee. (Präteritum) - Vergangenheit
Am Abend zuvor, hatte ich extra für Lilly Kekse gebacken. (PPQ) - Vorvergangenheit

Und weil das PPQ immer mit hatte oder war daherkommt, wirkt das immer bisschen wie ein aufgeblasener Kugelfisch ;). Manchmal kommt man nicht drumrum, aber wenn es machbar ist, unbedingt vermeiden - weil - nicht schön ;).

Liebe Grüße!

Nachtrag: Hehe, habe ich doch schön für Verwirrung gesorgt. Plusquamperfekt kürzt man natürlich sinniger Weise mit PQP ab. Mache ich das tatsächlich seit Jahren falsch und merk das nicht. Gut, dass es hier Leute gibt, die auf mich aufpassen. Kurz - mein Fehler :huldig:
 
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