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Der Eindringling

HPL

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09.03.2008
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Der Eindringling

Ein Donnerschlag riss mich aus meinen Gedanken, als ich - schon fast eingeschlafen - heimwärts fuhr. Das Wochenende hatte ich im 30km entfernten Kingsport verbracht, wo es mir als Vertreter nicht gelang ausreichend Krimskrams zu verkaufen. Meine Provision war demzufolge lächerlich, gerade genug um mich für eine weitere Woche zu ernähren.

Ich nahm den bitter schmeckenden Zigarettenstummel aus dem Mund, kurbelte eilig das Fenster herunter und schnippte ihn nach draußen, wo er im strömenden Regen sofort verlosch. Es schüttete schon seit Tagen, was meiner Stimmung nicht gerade zuträglich war. Die letzte Woche war eine Hölle mit 16 Arbeitsstunden am Tag. Augenringe, 3-Tage-Bart, schlechter Atem - ich war dem Tod näher als dem Leben, als ich schließlich draußen auf meinem Landsitz ankam. Müde schleppte ich mich die drei Stufen zur Eingangstür hoch - die leicht offen Stand.

Oh Gott, nicht auch noch das!, schoss es mir als erstes durch den Kopf. Ich hatte schon von Einbrüchen hier in der Gegend gehört, doch das es mich treffen würde ... was gab es denn bei mir zu stehlen - die alten, scheusslichen Möbel? Die geschmacklose Einrichtung welche ich günstig erstanden hatte? Geld, Schmuck ... das gab es bei mir nicht zu holen. Aber offensichtlich wusste das der Holzkopf nicht, der sich hier zu schaffen machte.

In der Hoffnung das der Schaden nicht allzu hoch war, betrat ich das Haus und wollte gerade das Licht anmachen als ein Geräusch aus dem Keller nach oben drang. Er muss noch hier sein, schlussfolgerte ich. Meine eben noch lethargische Stimmung schlug blitzartig in ihr genaues Gegenteil um - ein heftiger Adrenalinstoß versetzte mich in höchste Anspannung. Die stickige Luft vermochte es kaum meine Lungen zu füllen, als ich mich, langsam und darauf bedacht keine Geräusche zu verursachen, in den Eingangsbereich schob.

Ich horchte in die von einzelnen Lichtstrahlen durchzuckte Dunkelheit ... Stille. Keine Schritte, kein Rascheln, kein Poltern. Nichts. Ich versuchte mich zu erinnern woher das Geraschel kam, das ich vor wenigen Momenten noch vernahm, doch gelang es mir nicht. Der dunkle Parkettboden stammt noch von den Vorbesitzern und machte es eigentlich nahezu unmöglich sich lautlos fortzubewegen. Also zog ich meine Schuhe aus um mich nicht zu verraten und so lauschte ich noch einmal in die Dunkelheit die sich wie ein schwerer Teppich auf die kolonialen Möbel legte und der Szenerie eine Stimmung verlieh, die unheimlicher nicht sein konnte. Diesmal waren meine angestrengten Versuche nicht umsonst: Kaum vernehmbar drang aus dem Keller ein Geräusch an mein Ohr. Es war ganz so als würde Geschirr klimpern.

Fest entschlossen, der Sache auf den Grund zugehen, schlich ich also Richtung Kellertür, welche weit offen stand. Nun stand es außer Zweifel das sich der Eindringling dort unten aufhielt. Und dem Lärm nach zu urteilen machte er sich an einigen Flaschen Wein zu schaffen die ich dort zu lagern pflegte. Meine Müdigkeit war schon lange einer Art panischer Erregung gewichen; und so kam es das ich mich die einzelnen Treppen in den alten Keller vortastete, aus dem mir ein fauliger und morscher Geruch entgegenschlug.

Die kalten Schweißperlen die sich auf meiner Stirn gebildet haben, lösten sich nun und rannen über mein zerfurchtes Gesicht. Ich schlich mich vorsichtig in eine Art Rumpelkammer, direkt neben dem Weinkeller wo ich den Kerl vermutete. Jetzt war das Klirren von Flaschen deutlich zu hören. Etwas zögerlich schob ich meinen Kopf um die Ecke und konnte einen dunklen Schemen erkennen der sich am Weinregal zu schaffen machte, indem er ständig irgendwelche Flaschen herausnahm, sorgfältig beäugte und wieder hineinstellte. Wollte der sich besaufen und hatte dabei auch noch Ansprüche!? Zumal mir auch unbegreiflich war wie er in dieser Finsternis überhaupt etwas erkennen, geschweige denn ein Etikett lesen konnte. Kaum ein Lichtstrahl drang bis hierher herunter. Ich hielt den Atem an - jeder Muskel war gespannt.

Um ehrlich zu sein... - ich wusste nicht was ich jetzt, in dieser Situation, tun sollte. Etwa wie ein Wilder über ihn herfallen? Abwarten, um nachher die Polizei zu benachrichtigen? Ich zog den Kopf wieder ein und starrte eine Weile vor mich hin, bemüht einen klaren Gedanken zu fassen. Doch es gelang mir nicht - die Situation war zu absurd, als das sie wirklich passieren konnte. Hier stand ich nun, den Einbrecher im Raum neben mir. Kurz vor Mitternacht. In der dunkelsten aller Dunkelheiten. Die anfängliche Erregung wich nun schnell einer Art von Unruhe, die wohl aus der Verunsicherung resultierte welche nun Besitz von mir ergriff. Ein leichtes Frösteln durchzuckte meinen Körper, als ich meine geschlossenen Augen wieder öffnete.

Mit einem Mal schlich der Schemen an der offenen Tür der Rumpelkammer vorbei Richtung Treppe. Ich fuhr erschrocken zusammen, doch bemerkte er von meiner Anwesenheit nichts. In seiner Hand, so erschien es mir, hielt er eine Flasche Wein. Hatte sich unser Feinschmecker also endlich entschieden! Ich entschloss mich, entgegen meines schlechten Bauchgefühls, ihm nach oben zu folgen. Um mich allerdings im Falle eines Kampfes ausreichend verteidigen zu können, griff ich schnell nach der Axt die hier unten irgendwo liegen musste.

So kam es schließlich das ich mich aus meinem improvisierten Versteck heraustraute und nun selbst die Treppen erklomm. Es war eine Wohltat wieder durchzuatmen, da mir die stickige Luft hier oben im Foyer jetzt erstaunlich frisch vorkam, im Vergleich zum Keller, in dem schon zu lange kein frischer Hauch zu spüren war. Angestrengt presste ich mich an die Wand und lauschte in die Dunkelheit hinein. Da ging er! Der Eindringlich schlich förmlich Richtung Wohnzimmer, die Flasche fest umklammert. Das Herz pumpte nun unnachlässig Blut durch meine Adern. Ich spürte jeden Schlag an der Schläfe. Mir blieb nur zu hoffen das mich meine Herzschläge nicht verrieten, so laut kamen sie mir vor. Vorsichtig heftete ich mich an seine Fersen. Circa fünf Meter lagen zwischen ihm und mir. Der Schweiß war inzwischen unerträglich auf meinem Gesicht. Er schmerzte in den Augen so das ich unablässig blinzeln musste. Die Axt fest mit beiden Händen umschlossen ging ich auf ihn zu. Die Spannung durchzuckte meinen Körper, es war wie in einem Opiumtraum. Vier Meter. Meine Knie wurde weich. Ich brachte es kaum noch fertig geradeaus zu gehen. Drei Meter. Noch wurde ich nicht entdeckt. Mein Kreislauf brach kurz ein, so dass ich ein wenig taumelte. Zwei Meter. Zu meinem Unglück stieß ich mit dem Fuß gegen eine kleine Bodenvase, die nun geräuschvoll umfiel. Überrascht drehte sich mein Gegenüber um. In meiner Anspannung, nein - Entsetzen, holte ich mit der Axt aus und ließ sie auf ihn herniedersausen. Unter ächtzen ging er zu Boden, bevor das Licht im Wohnzimmer anging. Das grelle Licht blendete mich zunächst und ich konnte nur ein großes Banner erkennen. Von allen Seiten tönte es kakophonisch "Happy Birthday" das jedoch auf halbem Wege erstickte und entsetzten Schreien wich. Ich blickte noch nach unten, bevor mich eine gnädige Ohnmacht übermannte. Was ich unten sah, war das leblose und zu einer entsetzlichen, blutigen Fratze verkommene Gesicht meines besten Freundes Walther...

 

So, ich möchte die Gelegenheit auch gleich nutzen um mich Vorzustellen. Ich heiße Rainer, bin 23 Jahre alt :> Ich intesseriere mich Literatur-mäßig hauptsächlich für Horrorgeschichten aus vergangenen Zeiten, sprich H.P.Lovecraft, A. Bierce, ETA Hoffmann, C.A.Smith, usw. usf.
Ich habe die vergangenen Tage schon damit zugebracht hier im Horrorforum ein wenig herumzustöbern und mcih ein wenig einzulesen. Teilweise wirklich schöne Geschichten dabei.
Da ich auch gerne schreibe ( *überraschung* ) habe ich mich dazu entschlossen auch eine zu Veröffentlichen.
Ich hab lange ber eine gute Pointe für eine Geschichte nachgedacht und denke eine ganz gute Gefunden zu haben :)

 

Hi

Also ich finde, dass du einen guten und sehr klaren Stil hast, würde mich interessieren, welcher Autor dir am meisten imponiert. Die Geschiche ist insgesamt gemein. Das Ende ist erschreckend! Was mir nicht so gefällt, ist die ellenlange Beschreibung des inneren Zustands der Figur und der unten angeführten Stelle. Ich habe den Eindruck, dass du dadurch die Spannung steigern willst - aber ich finde, dass du da genau das Gegenteil bewirkst. Aber mach auf jeden Fall weiter!

Grüsse Arkadius

Die kalten Schweißperlen die sich auf meiner Stirn gebildet haben, lösten sich nun und ronnen über mein zerfurchtes Gesicht. Ich schlich mich vorsichtig in eine Art Rumpelkammer, direkt neben dem Weinkeller wo ich den Kerl vermutete. Jetzt war das klirren von Flaschen deutlich zu hören. Etwas zögerlich schob ich meinen Kopf um die Ecke und konnte einen dunklen Schemen erkennen der sich am Weinregal zu schaffen machte, indem er ständig irgendwelche Flaschen herausnahm, sorgfältig beäugte und wieder hineinstellte. Wollte der sich besaufen und hatte dabei auch noch Ansprüche!? Zumal mir auch unbegreiflich war wie er in dieser Finsternis überhaupt etwas erkennen, geschweige denn ein Etikett lesen konnte. Kaum ein Lichtstrahl drang bis hierher herunter. Ich hielt den Atem an - jeder Muskel war gespannt.

 

Hi HPL und herzlich willkommen.

Ja, für den Anfang gar nicht so übel; du schaffst es durchaus Spannung zu erzeugen, wobei doch schon recht klar war, auf was es hinauslief. Das liegt aber wohl daran, dass ich zuerst dein Posting unter der Geschichte gelesen habe, und da "warnst" du uns ja schon vor der überraschenden Pointe (ich würde also besagten Hinweis streichen).

Insgesamt schwimmt die Handlung noch arg an der Oberfläche, aber ich denke, mit ein wenig Übung traust du dich auch, mal tiefer hinabzutauchen. Denn schreiben kannst du.

Zwei Dinge habe ich dann noch: Ändere bitte das "nix" in "nichts" (haste zweimal drin). Und schreibe die Zahlen aus ;)

Paar Rechtschreibfehler sind auch noch drin.

Hm, klingt jetzt schlimmer, als es ist. Wie gesagt: Gern gelesen.

Gruß! Salem

 

Hallo HPL und herzlich willkommen hier! :)

Ein Donnerschlag riss mich aus meinen Gedanken, als ich - schon fast eingeschlafen - heimwärts fuhr. Das Wochenende hatte ich im 30km entfernten Kingsport verbracht, wo es mir als Vertreter nicht gelang ausreichend Krimskrams zu verkaufen.
Ja, Kingsport, wo auch sonst. :D
Hinter das "gelang" gehört ein Komma.

Die letzten Woche war eine Hölle mit 16 Arbeitsstunden am Tag.
"Die letzte Woche war eine Hölle ... gewesen." <- Plusquamperfekt, also Vorvergangenheit, da die Woche ja vor der eigentlichen Geschichte, die im Imperfekt steht, war.

die alten, scheusslichen Möbel?
scheußlichen

Die geschmacklose Einrichtung welche ich günstig erstehen konnte?
Hier wieder Plusquamperfekt: "... welche ich günstig hatte erstehen können?" (oder einfacher: "... welche ich günstig erstanden hatte?")

Das lethargische Gemüt das mich vorhin noch so fest im Griff hatte, wich nun einem, dem Adrenalin zuzuschreibenden, intensiven Gefühl höchster Anspannung.
Der Satz wirkt auf mich ein bisschen verunglückt. Ein lethargisches Gemüt kann er nur haben, es kann ihm nicht im Griff haben. Vielleicht eine lethargische Stimmung? Der Rest mit dem Adrenalin wirkt viel zu distanziert und erklärend, um die Spannung auf den Leser zu übertragen.
So ungefähr hielte ich's für besser:
"Meine eben noch lethargische Stimmung schlug blitzartig in ihr genaues Gegenteil um - ein heftiger Adrenalinstoß versetzte mich in höchste Anspannung." So oder so ähnlich halt, 'n bisschen knackiger...

Die stickige Luft vermug
Vielleicht ist "vermug" ja tatsächlich irgendeine altertümliche Wortform - "vermochte" ist aber in jedem Falle geläufiger.

Ich horchte in die von einzelnen Lichtstrahlren durchzuckte Dunkelheit ...
Ich verstehe die Szenerie nicht so ganz... Was für Lichtstrahlen zucken denn da? :confused:

und so lauschte ich noch einmal in die Dunkelheit die sich wie ein schwer Teppich auf die kolonialen Möbel
Hinter "Dunkelheit" ein Komma; schwerer

Fest entschlossen der Sache auf den Grund zugehen
...entschlossen"Komma"...

Nun stand es ausser Zweifel
"außer" - außer du bist Schweizer. ;)

lösten sich nun und ronnen über mein zerfurchtes Gesicht.
rannen; Solche unmotivierten Selbstbeschreibungen, wie das "zerfurchte Gesicht" wirken beim Ich-Erzähler immer unangebracht.

Jetzt war das klirren von Flaschen
das Klirren <- groß, da substantiviertes Verb

Etwa wie ein wilder über ihn herfallen?
Wilder

die Situatuion war zu absurd

Ein leichtes frösteln durchzuckte meinen Körper
ein Frösteln <- groß, da substantiviertes Verb

Das Herz pumpte nun unnachlässig Blut durch meine Adern.
Da kann er aber froh sein, sonst wäre er tot. ;)


Weniger Fehler wären natürlich erfreulich, besonders über die Großschreibung von substantivierten Verben/Adjektiven solltest du dir noch mal Gedanken machen.
Ansonsten: Die Charakterisierung des Protagonisten eingangs ist durchaus gelungen, wobei man sich aber fragen muss, warum ein abgebrannter Vertreter auf einem Landsitz mit Weinkeller wohnt... Nun ja.
Der Plot, der so neu übrigens nicht ist, hinkt für mich an zwei Stellen. Zum einen fällt die Bereitschaft des Protagonisten, jemandem, der ihm eine Weinflasche stehlen will, hinterrücks mit der Axt nieder zu hauen auf. Zum anderen bleibt so ein wenig unklar, was die Versammlung oben wann wollte/wusste/gesehen hatte. Sie haben ja offenbar gemerkt, dass der Protagonist Walther gefolgt war. Seine Absicht aber haben sie erst hinterher bemerkt. Und: War es der Plan, den Protagonisten zunächst in den Keller und anschließend wieder hinauf zu locken? Wenn ja: reichlich gewagt. Er hätte ja auch unten schon versuchen können, den Einbrecher zu stellen. Wenn nein: Woher wussten sie dann, in der Dunkelheit, die auch oben herrschte, dass er Walther dicht auf folgte. Das passt nicht so recht.
Also wie gesagt: Der Plot wackelt stark. Deinen Stil finde ich aber, von den Fehlern und Holperstellen abgesehen, nicht übel, kurzweilig.
Trotzdem, glaube ich, dass du noch eine ganze Menge Gemecker auf dieser wunderbaren Internetseite gebrauchen kannst. ;)


Gruß,
Abdul

 
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So, will ich mal Feedback auf euer Feedback geben:

shineorrain schrieb:
Also ich finde, dass du einen guten und sehr klaren Stil hast, würde mich interessieren, welcher Autor dir am meisten imponiert.

Mein Lieblingsautor ist mit Abstand H.P.Lovecraft. Eigentlich bin ich nur über ihn zu den anderen Autoren gekommen. Lese auch gerade die Biographie von L. Sprague de Camp über ihn. Aber ich denke nicht das ich einen Lovecraft-Stil habe. Um ehrlich zu sein bin ich noch dabei einen Stil zu entwickeln - ich kopiere ungern einen schon bekannten und sehr speziellen Stil. Meine Lieblingsstoy von Lovecraft ist im übrigen "Der Flüsterer im Dunkeln".

Salem schrieb:
Insgesamt schwimmt die Handlung noch arg an der Oberfläche, aber ich denke, mit ein wenig Übung traust du dich auch, mal tiefer hinabzutauchen. Denn schreiben kannst du.

Danke. Ja, das mit der Oberflächlichen Handlung ist mir auch aufgefallen. Ich denke da werd ich mich in Zukunft verstärkt dransetzen.

AbdulAlhazred schrieb:
Ja, Kingsport, wo auch sonst.

Hey!, erst wollt ich Dunwich nehmen ;) Aber Spaß Beiseite: Ich streu' immer gern ein, zwei Mythos-Begriffe rein.

AbdulAlhazred schrieb:
Ich verstehe die Szenerie nicht so ganz... Was für Lichtstrahlen zucken denn da?

Ich hatte da einige verlorene Mondstrahlen im Kopf, die zwischen den Wolken hervorbrechen.

AbdulAlhazred schrieb:
aber fragen muss, warum ein abgebrannter Vertreter auf einem Landsitz mit Weinkeller wohnt... Nun ja.

Ja, das habe ich mir da auch gedacht. Deshalb habe ich versucht das ganze etwas verfallen und "billig" aussehen zu lassen, da er sich keine entsprechende Ausstattung leisten kann. Der Weinkeller war schon da als er das Haus gekauft hat. ;) Aber danke für den Hinweis, ich werde versuchen in Zukunft solche Dinge genauer herauszustellen.

AbdulAlhazred schrieb:
Der Plot, der so neu übrigens nicht ist

Hast du Beispiele? Ich finde die Pointe sehr gut und mich würden brennend andere Geschichten interssieren die auf eine ähnliche setzen.

AbdulAlhazred schrieb:
Zum einen fällt die Bereitschaft des Protagonisten, jemandem, der ihm eine Weinflasche stehlen will, hinterrücks mit der Axt nieder zu hauen auf.

Auch dies ist mir währen dem Schreiben aufgefallen. Ich dachte ich hätte es aber genügend herausgestellt, das der Prot sehr, sehr angespannt ist. Das zuschlagen war eher eine Reflexreaktion, da sich der "Eindringling" umgedreht hat.

AbdulAlhazred schrieb:
Zum anderen bleibt so ein wenig unklar, was die Versammlung oben wann wollte/wusste/gesehen hatte. Sie haben ja offenbar gemerkt, dass der Protagonist Walther gefolgt war. Seine Absicht aber haben sie erst hinterher bemerkt. Und: War es der Plan, den Protagonisten zunächst in den Keller und anschließend wieder hinauf zu locken? Wenn ja: reichlich gewagt. Er hätte ja auch unten schon versuchen können, den Einbrecher zu stellen. Wenn nein: Woher wussten sie dann, in der Dunkelheit, die auch oben herrschte, dass er Walther dicht auf folgte.

Hö?
Warum sollten sie es gemerkt haben. Der Prot hat ja keine Geräusche verursacht, woher sollten sie also merken der der Prot wieder im Haus war. Und sie wussten auch nicht der er dicht auf Walter folgt. Sie wurden durch die umgestürzte Vase aufmerksam und sahen zwei Schemen in der Tür und wussten das der eine Walther und der andere der Prot war. Das Licht anmachen, der Hieb mit der Axt, geschah fast Zeitgleich.

AbdulAlhazred schrieb:
Der Plot wackelt stark. Deinen Stil finde ich aber, von den Fehlern und Holperstellen abgesehen, nicht übel, kurzweilig.

Hmm, ja ... ich find meinen Stil noch nicht so berauschend. Mal schauen wohin er sich entwickelt.

@All:
Danke an alle so weit. Ich weiß es zu schätzen ;)


€: Ach ja noch was:

Ich dachte das "ß" wurde abgeschafft und soll nun durch "ss" ersetzt werden. Und auch sollen, soweit ich weiß, so wenig wie möglich Kommas gesetzt werden. Ich der neuen Rechtschreibung fallen die meisten weg. Weiß da jmd was genaueres?

 

Hallo Namensvetter,

Hast du Beispiele? Ich finde die Pointe sehr gut und mich würden brennend andere Geschichten interssieren die auf eine ähnliche setzen.

Da kann ich dir sogar eine meiner Geschichten anbieten:
http://www.kurzgeschichten.de/vb/showthread.php?t=37220

Davon abgesehen: Eher leidlich spannend. Der Anfang ist noch vielversprechend, aber gegen Schluss hin knickt das Ganze ziemlich ein.
Nun sollte man ja von einer Horrorgeschichte keinen beinharten Realismus verlangen, aber dass der Protagonist gleich mit einer Axt (!) auffährt, halte ich für völlig übertrieben.
Auch stilistisch gäbe es meiner Ansicht nach noch einiges zu feilen - meine Vorkritiker haben diesbezüglich bereits einiges moniert. Es überrascht auch, dass jemand, der Lovecraft oder Bierce zu seinen Lieblingsautoren zählt, einen dezitiert schnoddrigen Stil wählt. Ginge es da nicht etwas feiner, als zB:

Es pisste schon seit Tagen
?

Und, nein: Das ß wurde nicht abgeschafft. Wie kommst du darauf?

 

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