Was ist neu

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Lieber @Friedrichard ,

oh je, da hatte ich einen Dreher drin und habe den guten Bas vorgezogen. Und dann in der Zwischenzeit bist du einfach mit dem zweiten sehr schönen Kommentar angerückt. Danke, Friedel. Es steht auch sehr weit oben auf der Weihnachtsliste: nochmal zu Armin, der ahlen Pippinide, zurückkehren. Aber jetzt zu deinen Kommentaren und vorab noch ein großes Dankeschön!! :gelb:

aber wir kennen uns jetzt lange genug, dass Du weißt, dass ich zur Ironie neige

Tät ich nie denken. (Das müsste mit KonjunktivII sogar richtig sein.)

in ich beim Svenska Knæckebrød (also bisschen Loriot) und dann in Bullerbyn (oder Villa Kunterbunt, die sich auf schwedisch – ich hab mal nachgeschaut – wieder wie Loriot und laut“malerisch“ anhört: „Villa Villekulla“ und dann ist es doch eine „bierernste“ Angelegenheit und arg viel Beschreibungsliteratur

hehe, ja. Ich habe manchmal noch so ein Bild wie aus alten Pippi Langstrumpf und Michel Lönneberga Filmen. Warme, sommerliche Farben. Hier wurde ich auch stutzig beim Lesen: 'Beschreibungsliteratur'. Das klang für mich erstmal nach scharfer Kritik. So wie 'Heimatfilm' bloß für Literatur. Ich habe das nachgeschaut und nicht viel gefunden. Proust soll ein Vertreter sein und dann aber auch so jemand wie Stifter (also doch bieder-erbaulich?). Sehr konträr, dachte ich (also Proust und Stifter). Kannst du was dazu sagen (also zur Beschreibungsliteratur oder was du darunter verstehst. – nur wenn du Lust hast, ich schreib auch zurück, hehe)?

Nun, ich fahre nicht gerne Auto, werd auch nie einen "Führer"schein brauchen, aber da entsteht der falsche Eindruck, dass eine überrollte, „zerquetschte“ Nacktschnecke oder ihre ganze Verwandtschaft ein rumpelndes (Synonyme zu „rumpeln“: poltern, grollen, bullern [Bullerbyn halt], rumoren) Geräusch von sich gäben.
Ich behaupte mal, trotz tauben Ohres, der/die zerspritzende/n Körper schmatzte/n bestenfalls ...

Ja, das muss ich wohl ändern, weil da irgendwie alle dran zweifeln. Dabei kann ich das förmlich hören, wenn ich es mir vorstelle. Naja, es gibt ja schon einen Widerstand kurz vor dem Zerplatzen, es ist vielleicht wie bei einer Frucht, die man überfährt. Weiß auch nicht ...

Vllt liegts an mir – aber kann man Feuchtigkeit „riechen“? Eherwird ein anderer Sinn angesprochen, ein "Fühlen" auf der Haut.

Auch das ist von einigen angesprochen worden. AWM fands gut. Aber ich verstehe schon, dass das etwas gewagt ist. Etwas synästhetisch. Vielleicht werde ich da in einer Überarbeitung noch etwas genauer.

feuchtes Holz, die Lagerfeuer und Feuer in den Kohten hab ich als Pfadfinder gemocht ... Kann auch ne berauschende Wirkung haben.

Haha, wie das? Klingt auf jeden Fall gut.

Es brauchte keine Worte, um einen Eindruck von ihrem und Sophies Verhältnis zu gewinnen.
Ich komm da gern als Vergleich mit der Frage „haben sie Kinder?“, die ich nur verneinen kann, ohne zu lügen - es sei denn, man rechnete zumindest einen Enkel mit ein ...

ich habe lange über diese synaptische Verkettung gegrübelt, aber bin nicht schlau daraus geworden :D

Hier der Wechsel zwischen Konj. I und II
Die Anfangszeit wäre einsam gewesen, aber nach und nach habe sie gelernt, dass man selbst hier draußen eine Familie finden könne.
besser "sei" statt "wäre"

Ja, habe die Regeln nochmal nachgeschlagen (warum jetzt erst?). ist geändert. Vielen Dank dafür. Dass du als Einziger darauf kommst, deutet darauf hin, dass nicht viele da so sensibel Fehler aufspüren (oder es zumindest nicht zeigen).

Birgit hatte ein unfreiwilliges Talent[,] Witze zu erzählen.
(Abhängigkeit des Infinitivs vom Substantiv!)

Hab ein Komma gesetzt, danke! Durch die Abhängigkeit hat es natürlich mehr was von einem eigenständigen Satz, was wahrscheinlich die Argumentation ist.

Ihre drallen, zugleich runzeligen Händen klatschte Birgit ineinander, als ob sie nach Fliegen schlug.
Typische als-ob-Situation, un-wirklich, besser also Konj. irrealis „schlüge“ (oder als würde-Kostruktion)

Habe ein 'schlüge' daraus gemacht. AWM hat das auch schon kritisiert.

Indikativ vs. Konj. ...
Er erzählte, dass er als Maler in Kopenhagen gelebt hatte, seine Wohnung, zugleich Atelier aber momentan untervermiete.
Okay, „dass“ lässt den Indikativ zu – aber das zwote Vollverb verrät doch die indirekte Rede ...

ändere ich in 'habe'. Danke (vor allem für den Anlass, die Regel nochmal nachzuschauen).

Mit lockerer Handbewegung verstrich ich den letzten Rest Farbe, sah[,] wie die anderen Stellen nach und nach zu einem kreidigen Rot antrockneten.
(deutlicher würde das vllt. als "...verstrich ich den letzten Rest Farbe und sah[,] wie

Komma ist gesetzt. 'Und' habe ich aber nicht eingefügt. Mir gefällt es mit Doppelkomma besser.

die mich ein wenig anstieß in meiner eigenen Biografie, als ich unentschlossen war,

Was für ein schöner Nebensatz. 'Als ich unentschlossen war'. Ja, das beschreibt es ganz gut.

sechs Wochen während der Semesterferien statt daheim in einem erlernten Beruf (und folglich nach Tarif bezahlt zu werden) in Norwegen nördlich von Bergen verbringen zu können in der fünf-Tage-Woche und sechs-Stunden-Arbeitstag im Straßenbau.

Ich meine, du hast das mal erzählt. Spannend jedenfalls. Solche Geschichten/Anekdoten sind oft die besten, finde ich.

Was ich ausschlug und stattdessen im nördlichen Ruhrgebiet in einer Baumschule arbeitete, in der Hoffnung, bisschen mehr über die heimische Flora zu erfahren und tatsächlich den Umgang mit der Sense an der Böschung der Hollandbahn lernte,

Tja, aber etwas bekommen, hast du ja scheinbar. Wäre ja auch komisch, wenn alles so romantisch wäre, wie man es sich ausmalt.

dass ich mir heute immer noch einbilde, auf dem steilsten Weinberg der Welt zu Cochem ganz gut zurecht zu kommen oder gar arbeiten zu können.

Das ist doch ein schönes Gefühl. Und dafür ist die kleine Enttäuschung es sicher wert gewesen :-)

bei dem ich nicht sicher bin aufgrund der anfänglichen Adjektivitis, ob ich bei einem Debütanten durchgehalten hätte.

O Jott. Das doch nochmal umschrauben. Aber so richtig sehe ich es nicht ein. Aber das knöpfe ich mir definitiv in einer Überarbeitung nochmal vor!

Aber im Verlauf der Geschichte stellten sich die Ansätze zur Beschreibungsliteratur als begründet heraus als nützliche Ergänzungen.

Ja, nochmal die Frage, wie du das mit der Beschreibungsliteratur verstehst :-) und weshalb als 'nützliche Ergänzung'. Ich wittere hier spannende Erkenntnisse.

Dafür gingen dann ziemlich viele Versuche im Konjunktiv in die Hose (wenn ich das mal so sagen darf)

:crying:

»Andersch«, antwortete Birgit tonlos
Bezug genommen wird, denn es bedeutet trotz seiner Form kein „Schweigen“ oder gar „lautlos“, sondern dürfte von der „Betonung“ abgeleitet sein und evtl. eine leise, wenn auch nicht unbedingt flüsternde Stimme meinen. Die Stimme ist „unbetont“ und bietet keinen dramaturgischen Wechsel (lohnt sich, in einer Theatergruppe mitzumachen).

Ohne Betonung ist ja schon eine Akzentuierung, wenn alles andere Singsang hat.

Der erste Versuch im Konj. gelingt
Sie sei nie in Berlin gewesen, meinte sie.
wenn es auch sicherlich weniger eine Meinung als eine Behauptung ist („behaupte“ ich mal)

ja, das stimmt. Ich wollte 'behaupten' nicht verwenden, weil dann (für mich) die Gültigkeit noch mehr infrage steht.

Erste Flüchtigkeit
Sophie befragte mich mit einer Neugier, die ihr den Anschein verlieh, sich mindestens so sehr für die Lebensentwürfe[...] anderer zu interessieren wie ich.
reine Flüchtigkeit
Eigentlich ziemlich früh für Flüchtigkeiten wie gerade und jetzt hier
Ihre drallen, zugleich runzeligen Hände[...] klatschte Birgit ineinander, als ob sie nach Fliegen schlug.
Un

die tun mir sehr leid, sind ausgebessert. Ich glaube, die sind bei der Überarbeitung entstanden. Hier die Verbform geändert und da die Endung etc. nicht angepasst.

Kleines Zwischenlob, denn die Regel mit den „komplexen“ Prädikaten gelingt
»Ich hab auch mal versucht zu zeichnen, aber das hier ist wirklich was.
Sie lassen sich oft (vllt. sogar immer) auch umgekehrt formulieren „… hab auch mal zu zeichnen versucht ...“

Juchhu, danke! :-)

Vor dem Essen hatte ich Zeit[,] in einem meiner mitgebrachten Bücher zu lesen.
Birgit dank[t]e es mir, indem sie …
»Ich dachte[,] du wärst vielleicht mit Andersch.«
Ich würde so[...]weit gehen, zu sagen, dass das hier ist ein Paradies für Langweiler ist.«

Mehr Unsauberheiten. Unfassbar, wie gut du das siehst.

das Beispiel am Bauplan meiner Einleitung) empfehl ich im Zweifel immer auseinander und die Fehlerquote sinkt von 0,9 auf 0,1. Nun – was wäre also hier zu tun oder zu unterlassen
Soweit es ging, wich ich Gesprächen mit Birgit aus.

Ja, ist wohl eine gute Idee. Das wird noch brauchen, bis das ganz intuitiv sitzt (vielleicht bis zur nächsten Rechtschreibreform?).

er konjunktiefe Elternblock aus I und II
Sie erklärten, ich habe die Rückmeldephase verpasst, stehe kurz vor der Exmatrikulation. Es wäre schon gut, wenn ich nächste Woche zurückkäme und alles regele, ich müsse solche Angelegenheiten im Übrigen so langsam selbst in die Hand nehmen. Es war mir peinlich, auch wenn es das sicher nicht musste.
Worinnen ich allein das „wäre schon gut“ als Wunsch und Bitte im Konj. II stehen ließe. Und es geht weiter

"konjunktief":cool:;)

also meinst du, weil da ein Wechsel drin ist? Es ist ja indirekte Rede. Das heißt grundsätzlich müssten 'habe' und 'stehe' passen. 'Wäre' passt auch, weil es Wunsch oder Möglichkeit ist(?), 'zurückkäme' in der Fortsetzung dieses Wunsches ja vielleicht auch(?). Dann müsste aus 'regele' wahrscheinlich 'regelte' werden(?) und 'müsse' müsste ja als indirekte Rede eigentlich wieder richtig sein(?). Ich fasse zusammen: regele --> regelte (?)

Danke, dass du das Thema auf den Tisch bringst. Mit Kompetenz!

Birgit wollte, dass die Dusche wie ein Totempfahl aussähe, aus dem geschnitzten Maul eines Frosches solle Wasser fließen.
Modalverben wie „wollen“, aber auch die Konjunktion „dass“, aber auch „sollen“ lassen in diesem Fall sogar den Indikativ zu

also 'aussehe'? Würdest du das denn wählen, weil es sauberer ist?

Es gab eine Dusche, eine Sitzecke und einen Schrank aus Pressspa[...]nplatte.
Das wars für heute.

auch super, danke dir! Die Jensspahnplatte. Okay, 'das wars für heute'.

Mein Tipp, gelegentlich das Institut für deutsche Sprache unter
grammis - Institut für Deutsche Sprache (IDS)
nutzen, Frage eingeben und schauen. Geht schneller, als mühselig übers Stichwortverzeichnis im Duden rumzuwühlen.

Friedrichard: Mein Tipp – Der Duden.
Carlo: ... :)

hehe, ist es ja nicht. Das schaue ich mir mal an und erspare mir dadurch vielleicht ja mal künftig (wahrscheinlich nicht) das ein oder andere Fettnäpfen. Vielen Dank, dass du noch ein zweites Mal drüber gegangen bist. Und das bei einem so langen Text. Und dass du immer so viel Geduld hast! :gelb:

Gern gelesen vom

Danke, Friedel. Ich deinen Kommentar auch.

der vorsorglich ein schönes Wocenende wünscht

Und dir eine schöne, restliche Woche.

Lieben Gruß
Carlo
 
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Tät ich nie denken. (Das müsste mit KonjunktivII sogar richtig sein.)

Naja, möcht ich ma‘ sagen,

lieber Carlo,

aber „Beschreibungsliteratur“ ist alles andere als negativ gemeint und kann man durchaus buchstäblich nehmen, beginnend bei Äußerlichkeiten von Personal und Inventar. Da ist dann auch die Gefahr groß, von Adjektivitis befallen zu werden. Gerne nehm ich die „Gartenlaube“ und „Groschenromane“ als Beispiel, die aber in meinen Augen immerhin Bevölkerungsschichten ansprechen, die halt einfach gestrickt sind und so immerhin ans „Lesen“ kommen. Nicht jeder mag James Joyce und in der Gartenlaube hat übrigens auch Theodor Fontane veröffentlicht – frag mich aber nicht, was … Ganghofer fällt mir dann noch ein. Von den Frauensleuten die Marlitt.

Es brauchte keine Worte, um einen Eindruck von ihrem und Sophies Verhältnis zu gewinnen.
Ich komm da gern als Vergleich mit der Frage „haben sie Kinder?“, die ich nur verneinen kann, ohne zu lügen - es sei denn, man rechnete zumindest einen Enkel mit ein ... soll heißen, warum Pluralbildung („keine Worte“), wo ein (einziges) Wort reicht?

Hab ein Komma gesetzt, danke! Durch die Abhängigkeit hat es natürlich mehr was von einem eigenständigen Satz, was wahrscheinlich die Argumentation ist.
Vor der Reform der RS gabs den „Infinitivsatz“, Warum der Ausdruck nicht mehr verwendet wird, ist mir ein Rätsel ...

Birgit wollte, dass die Dusche wie ein Totempfahl aussähe, aus dem geschnitzten Maul eines Frosches solle Wasser fließen.
also 'aussehe'? Würdest du das denn wählen, weil es sauberer ist?
nee, nicht unbedingt indirekte Rede durch den Konj. I, sondern Indikativ, sie will, dass die Dusche so aussieht! Beim "sollen" noch deutlicher, sozusagen das 13. Gebot, aus seinem Maul "soll Wasser fließen"
Mit Konj. irrealis bringt der Autor Zweifel hinein. Wollen und sollen lässt wie können nur zwo Werte zu: Entweder man kann's oder eben nicht.

Sollt' ich was vergessen haben - meld Dich ruhig. Sieht auf einmal (ich hatte Deine Antwort hierrein kopiert) so kurz aus ...

Tschüssikowski

Friedel
 
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Lieber @Christophe ,

danke, dass du dich nochmal zu Wort gemeldet hast. Jetzt weiß ich, was du meins und muss mir überlegen, ob ich das Lob annehmen kann :D

"Kritisch": Ich meine das ganz positiv

Das freut mich.

Der Text ist vielschichtig und lässt unterschiedliche Lesarten zu.

Ich glaube, dass so ein psychologischer Konflikt Leerstellen produziert. Und die guten Lesenden füllen das dann. Im Sinne: Wenn sich schon jemand hinsetzt und in sortierter Sprache so etwas hinschreibt, dann wird es da schon einen doppelten Boden geben. Es gibt aber auch noch so Geschichten, wo diese Lesarten ganz deutlich ausgeprägt sind (ohne das sie dabei plakativ wirken). Sowas kann @Peeperkorn richtig gut. Und die Geschichte Roth von Achillus kann das auch. Dagegen sind die Lesarten hier eher fadenscheinig. Trotzdem freue ich mich über deine Aussage. Vor allem weil sie behauptet, dass man selbst in so einem 'realistischen', wenig symbolischen Setting so etwas haben kann.

"Eskapismus": Okay, erwischt, hier schwingen meine eigenen Vorstellungen mit. :Pfeif: Ich finde, dass dein Protagonist eher eine Weg-von- als eine Hin-zu-Motivation hat: Er weiß, dass er mit seinem Studium usw. unzufrieden ist, und also baut er sich eine Idee von einem einfachen Leben in Skandinavien zusammen.

Das ist schon richtig. Hier verläuft der schmale Grad: ist man bereit, die Prämisse der Geschichte anzunehmen oder ist man eher genervt davon. Ich weiß es nicht. Ich kann das, was du schreibst auf jeden Fall verstehen. Viele, nicht alle Geschichten von mir haben solche Anteile.

Will er die nächsten 40 Jahre auf dem Dach sitzen? :sconf: Das meinte ich, als ich schrieb, er sei mir unsympathisch geworden - er kommt, zumindest für mich, rüber wie ein verkrachter Mittzwanziger, der sich ziemlich naive Lösungen für seine beneidenswerten Luxusprobleme ausdenkt.

Ich musste erstmal ‘verkracht' nachschlagen :D Ich hatte auch überlegt, ihn etwas jünger zu machen, vielleicht sollte ich das auch tun. Aber eigentlich passt es ja auch ganz gut, weil er dadurch ebenso 'verkracht' ist, wie die übrigen Hofbewohner. Aber da hängt auch schon etwas dran, was Peeperkorn auch beschrieben hat. Die Frage nach der Fallhöhe des ganzen.

Das macht deinen Text nicht schlecht,

Danke dir :-)

Schön, dass du dich nochmal gemeldet hast.
Viele Grüße und bis bald!
Carlo


----


Jetzt zu dir, @Peeperkorn . Vielen vielen Dank für deinen Kommentar!

Hab ich gerne gelesen, das verspricht viel.

Dankeschön. Ich merke natürlich auch, dass die Texte länger werden. Da sind die übrigen Anmerkungen, gerade das mit der Fallhöhe, wichtig. Es freut mich aber natürlich sehr, dass dir das vom Rhythmus und Tempo zusagt.

Es zeigt meines Erachtens, dass du bereit bist für den längeren Text, das atmet gut

Das nehme ich gerne an :D Ich habe auch wieder Lust, den Twiggy-Text weiterzuschreiben, obwohl mich dein Kommentar nochmal zum Nachdenken gebracht hat, eben die Sache mit der Fallhöhe. Am liebsten würde ich eine Kurzgeschichte schreiben und versuchen, das umzusetzen, was du schreibst, anstatt mit viel Zeitaufwand lange, passable und ein kleines bisschen langweilige Erzählungen zu Romanen auszuschreiben. Gleichzeitig macht es ja auch einfach Spaß solche längeren Texte vorzuplanen und mit langem Atem umzusetzen.

1. Sinnlichkeit

Erstmal als Rückmeldung: mir hat dieser Kommentar nach deinen drei Kriterien viel gegeben und ich höre mir von dir sehr gerne umfassende Amerkungen an.
Alle drei Punkte, Sinnlichkeit, die Unterscheidung der Tell-Passagen und die Fallhöhe habe ich für mich übersetzt und versucht mir das einzuprägen (auch weil ich gerade an nichts Neuem schreiben kann, weil ich erstmal an anderen auch unliterarischen Baustellen fertig werden muss). Aber dieses Einprägen wird sich bemerkbar machen, glaube ich.

Die Sinnlichkeit ist ein ganz wichtiger Punkt für mich. Diesmal will ich es mir wirklich einprogammieren. Beim (Be-)Schreiben immer innehalten, an alle Sinne denken; wie riecht das, wie liegt das im Ohr, in der Hand, unter den Füßen. Was sehe ich wirklich. Wie schmeckt das.
Das ist für jeden Text nur bereichernd, denke ich. Also ein ganz wichtiger Punkt.

2. Tell

Bevor ich's vergesse:

Dunkle Farben, die abstrakte Bildräume eröffneten, dennoch einen Sinn für Figürlichkeit sowie ein technisch überzeugendes Raum- und Körpergefühl verrieten.
Vorsicht auch bei abstraktem Bildungstell!
:lol::lol: sehr gelacht.

Ich muss mich sortieren. Bislang sehe ich drei Unterschiede.
1. Ein Tell, dass tief ins emotionale Empfinden der Figur dringt (das waren die Stellen, wo du das Tell für angemessen hältst).
2. Ein Tell, dass Befindlichkeiten herausstellt, die in einer Szene nur mit viel gestischem Aufwand (oder eben durch Dialog) zu zeigen wären (diese Sachen hast du als legitime Abkürzungen wahrgenommen).
3. Emotionale Zuschreibungen jeder Art, die Befindlichkeiten auf einzelne Adjektive reduzieren. Da benutze ich Verbindungen mit 'sein' – das schwächste und zugleich praktischste Verb überhaupt. Kann mit jedem Adjektiv zu einer großen Aussage aufgebauscht werden. Einfacher geht es nicht. Ähnlich ist dieses objekthafte Zuschreiben von Eigenschaften. "Sophies Freundlichkeit und Interesse sind offensichtlich". Das ist etwas geschickter als die Sache mit 'ist + Adjektiv', aber trotzdem nicht gut. Hier liegt auch der Zusammenhang von Adjektiven und Tell bzw. der Grund für die allgemeine Furcht vieler Schreibender vor Adjektiven.

Der Unterschied zwischen 1. und 3. liegt im Detail bzw. der Innerlichkeit in den Beispielen zu 1. und der Abstraktheit und Äußerlichkeit deiner Beispiele zu 3.

2.
ist der Kompromiss. Das hat etwas mit Textökonomie zu tun. Ist zwar nicht wirklich etwas anderes als 3., aber es dient eben zum Beispiel dem Tempo und Rhythmus.

Das heißt, es sollte mir gelingen, 3. zu entlarven bzw. zu vermeiden. Adjektive und 'große', 'bedeutungsbreite' Substantive sind da sicher gute Hinweise. Das tritt in Beschreibungen auf, wird vom Prot. oder Erzähler anderen Subjekten zugeschrieben. Gut funktioniert das Tell in den präzisen, innerlichen Momenten, den verräterischen Selbst- und Fremdanmerkungen. Eine unvermittelte Backpfeife, mehr nicht. Besser mehrere solche Backpfeifen.

Und jetzt nehme ich mir eine Minute, um das zu verinnerlichen :D

Selbstverständlich werde ich den Text nochmal nach solchem Tell des dritten Typs durchsuchen und Tell erster Güte draus machen oder Dialog oder Handlung. Es sei denn, es ist doch das Tell vom Typ 2 (ich merke, das ist jetzt schon eines dieser schön verkorksten Systeme). Und immer schauen, ob man nicht mal im Nebensatz zu einer kleinen Backpfeife ausholen kann.

3. Fallhöhe

Auch darüber habe ich nachgedacht. Da habe ich auch ein bisschen was verinnerlich. Gut, nochmal zwei drei Sachen dazu zu schreiben.

Ich kann das sehr verstehen. Manchmal nutze ich Bilder, auch Situationen, die ich kenne, um genauer beschreiben zu können. Jetzt denke ich, ich muss mehr lügen. Natürlich dürft ihr das dann nicht merken :D Aber ja, es gibt hier wenig oder so gut wie kein Sex, keine Roughness, keine Gewalt. Da wird ein bisschen reflektiert und ich denke, dass ist auch ganz schön. Aber es darf natürlich auch mit höheren Einsätzen gespielt werden. Das würde ich jetzt so gern, damit zurück zum Anfang, in einer neuen Story umsetzen. Gleichzeitig bin ich dem Twiggy-Text, finde ich, die Fortsetzung schuldig. Außerdem habe ich gerade eh viel zu viel anderes zu tun. Was immer ein 'leider' ist und ja trotzdem auch wichtig, wenn man nicht irgendwann unter der Brücke schreiben will :lol: (da kommt dann wenigstens die Roughness ganz von selbst ...).


Lieber Peeperkorn, vielen vielen Dank für deine Zeit und den schönen Kommentar.
Viele Grüße und bis dann!
Carlo
 
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Monster-WG
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Hey @Carlo Zwei

Ein Tell, dass tief ins emotionale Empfinden der Figur dringt (das waren die Stellen, wo du das Tell für angemessen hältst).
2. Ein Tell, dass Befindlichkeiten herausstellt, die in einer Szene nur mit viel gestischem Aufwand (oder eben durch Dialog) zu zeigen wären (diese Sachen hast du als legitime Abkürzungen wahrgenommen).
3. Emotionale Zuschreibungen jeder Art, die Befindlichkeiten auf einzelne Adjektive reduzieren. Da benutze ich Verbindungen mit 'sein' – das schwächste und zugleich praktischste Verb überhaupt. Kann mit jedem Adjektiv zu einer großen Aussage aufgebauscht werden. Einfacher geht es nicht. Ähnlich ist dieses objekthafte Zuschreiben von Eigenschaften. "Sophies Freundlichkeit und Interesse sind offensichtlich".
Diese Tell-Geschichte (nicht die von Schiller, sondern das vorliegende Problem) beschäftigt mich schon auch sehr, weshalb ich froh bin, von dir noch ein paar Gedanken dazu zu lesen. Ja, vielleicht ist es eine Frage der Intensität und der Innerlichkeit, das ist schön formuliert.

Mein Ansatz war eigentlich eher ein anderer: Tell ist meines Erachtens dann gut, wenn es ins Allgemeine tendiert. Beispiel: "Mit einer Wärme, die nur Menschen eigen ist, die viel gelitten haben, nahm sie mich bei sich auf". Ist jetzt nur so dahingeschrieben und nicht wirklich toll. Aber für mich wäre das ein Kandidat für gutes Tell, weil dieser Nebensatz "die nur Menschen eigen ist ..." einerseits etwas Allgemeines über das Menschsein aussagt, anderseits etwas darüber, wie der Erzähler die Welt sieht. Hier steht nicht die Wärme im Vordergrund (und muss daher auch nicht gezeigt werden), sondern die Art und Weise, wie der Erzähler über menschliche Wärme denkt. Und - ich versuche das mit dem zu verknüpfen, was du schreibst - dadurch entsteht eine Innerlichkeit, da spannt sich ein Innenraum im Erzähler auf, den es nicht gäbe, wenn man ihn die Wärme der anderen Person einfach zeigen liesse. Hier wäre das ein Innenraum hinsichtlich der Sicht- und Denkweise des Erzählers. Und wie gesagt: Wichtig finde ich, dass das Tell über die Szene hinausweist, in die es eingebettet ist.

Die Sache mit dem "Sein". Ich weiss gar nicht, ob das zu dieser Tell-Geschichte notwendig dazu gehört. Ich denke, es hat eher grundsätzlich mit erzählerischer Eleganz zu tun. Wie verpacke ich Informationen? "Demian ist gross." ist halt immer plumper als z.B. "Demians Grösse stand in keinem Verhältnis zu ..." oder "Mit seiner Grösse hätte Demian ..." etc. Aber das gilt ja nicht nur für Tell, sondern auch zum Beispiel für Beschreibungen. "Das Kleid hatte rote Punkte" vs. "Die roten Punkte auf ihrem Kleid tanzten ..." etc. Ich denke grundsätzlich, dass Adjektive / Tell weniger auffällig daherkommen, wenn sie von starken Verben begleitet werden. Ist eine Frage der Gesamtkomposition, der die einfachen Gegenüberstellungen von Show/Tell oder adjektivlastig/schlicht nicht gerecht werden. Es kommt darauf an, welche Wörter da sonst noch im Text herumstehen.

Lieber Gruss
Peeperkorn
 
Monster-WG
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Birgit hatte ein unfreiwilliges Talent, Witze zu erzählen.
Vielleicht "Birgit hatte dieses unfreiwillige Talent, Witze zu erzählen" ?
Nebel hing in den Wipfeln der Tannen, troff von Fensterscheiben und Hauswänden.
Vielleicht "troff an Fensterscheiben" ?
Auf dem Weg zur Scheune und ins Bett schmunzelte ich noch immer, schmeckte den klebrigen Wein auf der Zunge. Im Duschraum neben Sophies Quartier im Erdgeschoss wusch ich mir das Gesicht, freute mich über das Wimmeln der Spinnen, die mit leeren Netzen fetter Beute harrten; es bedeutete, auf dem Land zu sein. Andersch war noch nicht zurückgekehrt. Ich warf mich ins Bett, knipste das Licht aus und schlief so fest wie lange nicht.

*​
Die Melodie des Handyweckers trällerte mich aus dem Schlaf. Ich hörte ein Schnarchen. In dem zuvor leeren Bett lag nun der Rückkehrer, mir sein breites Kreuz zugewandt. Schnell zog ich mir etwas über, schlich mich hinaus in die Kälte. Nebel hing in den Wipfeln der Tannen, troff von Fensterscheiben und Hauswänden. Am Himmel hinter einer Wand aus Grau leuchtete die Sonne, ein fast weißer Kreis. Ich spazierte zur Villa Kunterbunt, als lebte ich hier schon seit langem. Die Türglocke erklang, an der Anrichte stand Birgit, die mit ihrem Kopf beinahe die niedrige Decke der Küche berührte. Gemeinsam deckten wir für vier Personen ein. Sophie, das blaue Stirnband im Haar, stieß mit zwei Tassen voller Himbeeren dazu. Wie sich herausstellte, war das Pflücken ihr morgendliches Ritual, für das sie gern etwas früher als alle anderen aufstand.

Ich zitiere mal eine längere Passage, da sich die Stimmung, der "vibe" der Szene ändert. Der Abend endet gut gelaunt. Der nächste Morgen beginnt mit Nebel, Nadelwald und weißer Sonne. Vielleicht macht es mehr Sinn, mit der Landschaftsbeschreibung, Beschreibung der Atmosphäre, zu beginnen. So verdeutlichst du einen Stimmungswechsel. Die jetzige Beschreibung empfand ich, eingerahmt von den Verben "trällern" und "spazieren" unpassend, das bleibt aber subjektiv.

Spontan, glaube ich, wäre ein Einstieg im reduzierten Stil angebrachter. Nebel in den Tannenwipfeln, Nebel an Scheibe, Scheune, Villa ... Andere Frage: Wie ist der Nebel? Drückt er gegen die Häuser, drückt er gegen den Protagonisten an? Oder schwebt er einfach, nicht störend sondern akzeptiert als morgendlicher Standard der lokalen Witterung? Aber Nebel ist keine Tür, der kann nicht nur ziehen oder drücken

Sophie geht im Wald Beeren pflücken. Hier könntest du die Witterung wieder aufgreifen: Vielleicht ein banaler Satz wie "dachte, ich werde nicht nass, aber bei dem Nebel hier." Dementsprechend würde ich Andersch in die Szene nicht "hineinpoltern" lassen. Dein Ich-Erzähler könnte sich eher wundern, warum Andersch plötzlich anwesend wirkt, sowas wie Sein Eintreten hatte ich nicht bemerkt. Er saß vertraut zwischen den dreien, seinen riesigen Oberkörper über eine Schüssel Müsli gebeugt und roch herb, herb und männlich, männlich und ....
Mit einem Rundholz rührte Andersch im Brei, der den Namen Ochsenblutrot verdiente. Die alte Farbe trugen wir mit improvisierten Schleifklötzen ab, kamen im Rhythmus der Arbeit ins Gespräch.
»Wo bist du gewesen?«, fragte ich.
»Ich mach einen Film«, sagte Andersch. »Hier oben gibt es viele Hobos, die in den Wäldern leben. Alte Leute, die sich von Beeren und Pflanzen ernähren. Ich mach eine Doku über ein paar von ihnen. Einige kennen mich und machen mit. Ich glaub, das schauen sich eine Menge Leute an.«

Das Beeren-Wald-Motiv könntest du weiter aufgreifen. Vielleicht kann Andersch noch ein bisschen selbstüberzeugter wirken. Dein Ich-Erzähler besitzt ja eine besondere fachliche Kompetenz in der ganzen Geschichte, er weiß, wie unglaublich aufwendig ein kleiner Dokumentarfilm sein kann. Das könntest du stärker betonen und den Oberkreuzkörper Andersch ziemlich lächerlich aussehen lassen. "Hab' schon einen Kurs gemacht, Dokumentarfilm für Anfänger, voll gut. Am wichtigsten ist das Frontallicht", sagte Andersch. So hatte mein Vater nie über seine Filme geredet. Ich glaube, er konstruierte sie mehr, weit weg von seinem emotionalen Ich. Eher Filmtechniker als Künstler.
Den Nachmittag hatte ich frei. Ich setzte mich in den Garten, genoss die vom Tag übrigen Sonnenstrahlen, wanderte mit ihnen wie eine Kompassnadel, bis auch sie hinter den Tannen verschwunden waren.
Der Nebel hat sich aufgelöst. Vielleicht kannst du das noch erwähnen?
Bereits vor einer Woche hatten Andersch und ich den Schuppen fertiggestrichen. Nun arbeitete ich auf dem Dach der Villa Kunterbunt, legte die Beine links und rechts über den Dachfirst, hatte mal Glück, mal Pech mit dem Wetter.

Zur nächsten Szene folgt ein Sprung von einer Woche. Das könntest du länger einleiten, wie sich das Wetter entwickelt hat, ob Nebeltage folgen ... irgendwie sowas.

Das Gespräch hatte einen Eindruck davon hinterlassen, dass die Verhältnisse selbst in einer so kleinen Gruppe komplizierter waren, als es auf den ersten Blick erschien. Birgits Hof war ein Rückzugsort, aber deshalb noch lange kein Paradies.
Ich mag diese Stelle, sie leuchtet auf eine analytische Denkweise des Ich-Erzählers. So eine analytische Art tendiert oft zum Auflösen des subjektiven Blickwinkels, sie strebt ins Objektive. Das könnte er über das Studium erlernt haben, andererseits könnte das auch ein Wesensmerkmal sein.
Für den nächsten Tag gab Birgit uns frei.
Vielleicht gehe ich ein Stückchen zu weit, aber Birgit ist die Herrscherin des Alltags. Sie bestimmt, was gemacht wird, wann es gemacht wird und wer was wie macht. Ausgerechnet die Unentschlossenheit des Ich-Erzählers greift Birgits Macht aber an. Birgit versucht, ihren Willen über die Sehnsüchte des Erzählers durchzudrücken (Ich glaube du bist mutiger -> Erzähler will ja mutig sein, da er unter seiner Unentschlossenheit, seinem Schweben-in-der-Wolke leidet). Dass der (legendäre) Mineralienmarkt in Falköping nicht unbedingt in seinem Interessensgebiet liegt (analytischer Wesenszug), könntest du länger skizzieren.


Der Sonntag war wie dafür gemacht, meine Angelegenheiten zu sortieren.
Warum? (Fiese Frage, ich weiß)

orientierte mich an einem Schild mit Runenzeichen, das hier auf Sehenswürdigkeiten hindeutete, nicht wie bei uns zu Hause. So kam ich auf einen Hof, wo eine Frau in Gummistiefeln und Holzfällerjacke die Hand zum Gruß hob.
Vielleicht assoziiere ich hier sehr krummschiefig, aber "Runenzeichen" + "nicht wie bei uns zu Hause" + "Hand zum Gruß", das verweist auf Nationales, Völkisches. Hm, aber vielleicht assoziiere ich da zu stark.

Griesgrämig und mit der Frage, ob der Zyniker in mir wieder einmal gesiegt hatte, schlief ich ein.
Hm, so zynisch empfand ich deinen Erzähler nicht. Im Grunde beschreibt er sich selbst als Zyniker, oder besser, er etikettiert sich selbst als solcher, ohne dass ich beim Lesen letzteren Eindruck bestätigt bekam.
Soweit es ging, wich ich Gesprächen mit Birgit aus. Ich bekam einen Anruf von meinen Eltern. Sie erklärten, ich habe die Rückmeldephase verpasst, stehe kurz vor der Exmatrikulation.
Hm, aber weiß er das selber nicht? Oder gab es keine E-Mail von der Universität? Oder sind die Eltern so freundlich und überweisen die Gebühr an die Universität?
»Wir lange bleibst du?«, fragte Birgit
Die Gäste kamen am Nachmittag.
Ich frage mich, ob die Idee mit dem Fest schon früher eingeführt werden könnte. Sozusagen als Spannungs-Endpunkt. Das erinnert mich zwar an Asterix und Obelix, andererseits entsteht für den Leser ein Orientierungspunkt. Irgendwas wird ja auf dem Fest passieren; irgendeine Entscheidung wird zu treffen sein. Einige Kommentatoren hatten ja kritisiert, dass die Geschichte orientierungslos wirkt, man weiß nicht, in welche Richtung sie führt. Einerseits könnte man das als Spiegel der inneren Befindlichkeit interpretieren; andererseits empfand ich deine Geschichte leichtgängig zu lesen, da könnte das Fest als Endpunkt ganz gut passen.

***

Lieber @CarloZwei, mein Kommentar klingt kritischer als er ist. Ich zweifle nicht an der Geschichte als solche, ich habe sie gerne gelesen. Nimm' dir einfach, was du gebrauchen kannst.

Lg
kiroly
 
Mitglied
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10.09.2016
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Hey Leute,

tut mir sehr leid, dass ich mich bislang noch nicht gemeldet habe. Es ist gerade so viel zu tun, dass jede freie Minute eine Einladung zum Aufholen liegengebliebener Arbeit ist. Jammer, Jammer, Jammer. Jedenfalls habe ich eure Rückmeldungen sehr genossen und freue mich sie alle ausführlich zu beantworten und mich hier auch wieder unter euren Geschichten blicken zu lassen. Ich hoffe, ihr könnt es mir nachsehen.

Liebe Grüße
 

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