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Kakophonie

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Kakophonie

Kakophonie oder wie heißt die Kunst der Klingeltöner? –
Fassung letzter Hand


"Die Love Parade war keine Naturkatastrophe,
sondern Menschen haben Fehler gemacht."
Rainer Sch.​

Nach Informationen durch gemeinhin wohlinformierte Kreise verweigert ein schuldbeladener Gully jede Aussage zum Unglück vom 24. Juli gegenüber den ermittelnden Beamten.

„When you're alone and life is making
you lonely you can always go
Downtown
…”, dröhnt’s mittags aus dem Radio,
dass Alice gackert’: „Frau Mama,
ich geh weg und du bleibst da!“,
um begeistert hinterm Rattenfänger her zu tänzeln. Freilich pfiff der nicht auf einer Flöte, sondern bediente sich modernen Instrumentariums. Folglich klang seine music auch gänzlich anders als die Musi der Ältern. Gebar diese manch’ liebes Mal feuchte Augen, so ergriff die Musi doch immer die Herzen, während der Rhythmus des Elektrophons in Blut und Bein überging – wie eben bei Missy Alice. Die hatte ihr Gehirn abgeschaltet und folgte innerem Drang. Trippelte hin, tapperte her als irgend ein niedlich tanzender Bär. In Trance, in kleinen Schritten und im Eiermarsch.

Bis s’e gerade jetz’ – has’de nich’ gesehn!? – weg is’.
Einfach weg!
Einfach so.
So einfach?
Und wat is’ dat da?
Ich werd nich’ mehr!
Hat doch wahrhaftig die Kanalisation geöffnet!

Wer zum Teufel mag den Kanaldeckel entfernt haben?
War et der da oder war’n’t die da?
War et die da oder war et dat da? –
Als könnte das Blag allein den Deckel tragen!

„Upwards!“, gaukelts Elektrophon und Petula Clark: „Just listen to the rhythm of the gentle bossa nova / you'll be dancing with 'em too before the night is over happy again / the lights are much brighter there / you can forget all your troubles forget all your cares …”, als Alice bereits abwärts flieht. Saust durch im Hully Gully. Je finstrer es wird, desto greller ihr Schrei. Was Alice als Sendung einer Rohrpost sieht, wirkt bedrohlich. Was sie erfährt, kann ihr nicht gefallen. Sollte niemand gefallen!

Ungleichzeitig krümmen Rücken sich vor Koprolithen. Zahnlose Mäuler betteln, Wärme zu spenden und gerecht zu verteilen. Ein wenig tröstlicher Gedanke des Wärmetodes, der alle gleich träfe, ließe sich nicht dieser und jener lebendige Kadaver einfrieren. Wenn auch niemand davon so recht satt wird, so wird er doch dem Mineralstoffwechsel letztlich wieder zugeführt, spätestens jetzt ein nützlich’ Glied der Gesellschaft, es sei denn, er wäre Koprolith.

„Behaupten Sie immer noch, der Tod wär ein Meister aus Tiutschiulant?!“, bellt das Alphatier, Koprolith eines planetarischen Reviers mit Hierarchien, die den Underdogs umso höher erscheinen müssen, je flacher die Hierarchen sich gäben.
„Historisch gesehn, ja“, antwortet gesenkten Blicks der Gefragte mit eingezogner Rute. „Prinzipiell aber …“
„Wissen Sie überhaupt, welche Schande Sie über unsern Planeten bringen mit Ihrer Todesunfuge?!“, schlägt das Alphatier theatralisch mit einem Donnerwetter in die andre Rede ein.
„Lassen Sie mich bitte ausreden, Euer Hoheit!“, bittet der Gefragte vorsichtig.
„Bitte“, knurrt es drohend zurück und übertrieben freundlich und umso gefährlicher: „Ich bitte doch recht herzlich darum, mein lieber Freund!“
„Historisch gesehn, ja“, hebt der Gebetene an, um anzufügen, „prinzipiell aber birgt jede Gesellschaft dieses Talent, was Sie schon mit dem Konjunktiv irrealis korrekt ausdrücken, Euer Hohlheit. - Man bräucht’s nur zu fordern und zu fördern.“

Also läutet das Gesetz: Ein Ziel habe jeder vor Augen, wenn er gleich blind wäre.
Doch schränkt das gleiche Gesetz ein: Wenngleich jeder sein Ziel vor Augen sehe, erreiche es doch nicht jedermann, wisse doch nicht jeder seinen Ellenbogen zu eignem Nutz’ und Frommen effizient und vor allem effektiv einzusetzen, um den im Wege Stehenden wegzuräumen, was vom Gesetz nicht weiter geläutet oder gar erläutert werden müsse, sollte doch der blödeste Hund einsehen, dass nur immer einer ganz oben ankommen kann, die große Masse aber das Fundament der Pyramide abgibt und in seiner Tragfähigkeit den Sinn ihres Daseins findet.

Da ruft erfreut das Alphatier und wedelt zugleich begeistert die Rute: „Fördern und fordern!“, dass keckfrech ein Welpe spottet: „Dem Schönen und Reichen ein Schonen und Schmeicheln. Dem Harten reichlich, kein Erbarmen dem, der zu weichlich!“, dass sich Nackenhaare sträuben und die Rute zum Sturme wedelt. Zum Dank wird der Welpe mit den knorrigen Worten „wer hat dich Würmchen denn gefragt?“ vom Alphatier fest im Nacken gepackt und geschüttelt, dass einem das Lachen vergeht. Geht mir weg mit’m Welpenschutz!

Der eine träumt.
Traumlos der andre.
Der Welpe hat ausgeträumt.
Ein unnützer Fresser weniger in Rudel, Meute und Revier.
„Musste das sein, Euer Hohnheit?!“, hört Alice sich selbst.

Ziellos streben die Geschwister Angsthaas und Mutwilli auf den Gemeinplatz, ins Vergnügen oder in die Leichenhalle. Ficken, bis die Leibeshülle weich wird. Zungen verstummen vor der Zeit. Gebettet unter weinenden Kerzen, fremden Blumen, Kränzen und Düften, doch vor allem liebevoll gestreichelt, erfährt mancher im Zerfall Zuneigung, die ihm im Leben versagt geblieben ist. Der Tod ist der Meister des Lebens.

Selten stinkt ein Fisch allein. Die Gemeinschaft der Alpha- und Betatiere klingelt bis dato unerhörte Töne: Die Wiedergeburt des Requiems aus der Unfähigkeit zu trauern.
Horror wohl bekannter Orte.
Wie viel Kunst steckt eigentlich in Klingeltönen?
Dass Schmerz sie bereiten, verspürt besonders das hündische Ohr.

„Musste das sein, Euer Hohnheit?!“, vernimmt Alice nicht allein - dem widerspräche die Meute der Höllenhunde, welche hinter ihr her stürzt als lärmend-fröhliche Korona. Alle getrieben von innerer Kraft, aus Wut und vor Angst, dass Opfer und Meute eins werden. –
Oder wär es doch ein Vakuum, das diese kleine unfriedliche Gesellschaft in die Rohrpost hineinzöge, dass es nie zu einem Ende käme? Da weitete sich die Röhre schier unendlich, nur um sich gleich wieder zu verengen und dieses Mal bis hin zum Punkt. Weitete sich wieder und wieder, um sich jedes Mal zu verengen, als stürzte die Meute in ein atmendes Wesen.

Die schönste aller Welten in wabernden Wolken schwülwarmen Dampfes täte sich auf, darinnen auf meckernden Schäfchenwolken frohlockend zerstreute Engelein nicht nur Hosianna sängen, sondern

„Singt ein fröhlich Liedchen
für’n Appel und’n Ei!
Läg der Apfel offen,
kämen die Larven frei.
Wär’ das Ei zerbrochen,
würd’s Spiegel oder Rühr -
sängen gleich der Amsel
zwanzig stumm – wofür?“

Wissen S’e überhaupt, dat alle Engel niedlich sind, ausgenommen natürlich die Wache vorm Paradies oder –das?

Die spielten die Harfe im Hafenkonzert mit Bläsern, Pauken & Trompeten, dazu Ma’janne & Michel + die stampfenden Stinkstiefel volkstümelnder Shitparadierender, die zudem den Rhythmus durch Händeklatschen verstärkten.

„Fünfhundert nackte Seelen
käm’n gerade noch davon.
Doch niemand knippste’n
Strom ab dem Elektrothron.
Aberwitzig viele
stürben tausendmal den Tod,
der auf aengstem Raume
mit Berührung droht.“

Hinwiederum ritten andere Engelchen blöde grinsend oder verlegen lächelnd, je nach Standpunkt des Betrachters - wer mag das entscheiden? - auf rosig quiekenden Schweinchen und hielten, da sie verkehrt herum rittlings auf dem prallen Leben säßen, verkrampft an den aufrechtstehenden, quasi entringelreihten Schwänzen sich fest
(oder - jetzt stockt der Traum, stolpert übern Einwand - steuerten die Putten mittels der Schwänze die Schweine?, oder wären es Joysticks von schweineähnlichen Maschinen? Aber nein, nein, drei Mal nein!, es gibt kein Grübeln während des Albtraums).
In den rosafarbenen Bäuchen der Schweine steckte jeweils ein Dreizack, gehalten von je zwei Teufeln - den geklonten Söhnen Luzifers, wäre das die Hölle im Zeitalter der Reproduktion?,
der darum doch auch Herr der Unterwelt wäre, mit allen Wassern & Feuern der Himmel & Höllen und allem was dazwischen läge,
darum dass Menschen immer Furcht vor der unbekannten Weite, Tiefe und Wildnis der Gewässer haben - deren Mäuler Feuer speien in dieser dunstig düstern Welt –
und die Reittiere allmählich in Spanferkel verwandelten und kraftvoll in Richtung Fegefeuer und Hölle drängten, einen feuchtfröhlichen Grillabend zu gestalten.
Das Fegefeuer erkenne ich als eine Imbissstube, die Hölle hingegen als ein bekanntes Fastfoodrestaurant mit Pampe aus der Pampa und panierten Meeresfrüchten. Dazu betörte uns der Klassiker „… So go downtown things will be great when you're / downtown no finer place for sure / downtown everything's waiting for you …”

Endlich! käme Alice auf einem stinkenden Haufen Mistes zu liegen.

Nur langsam gewöhnten sich die Augen ans spärliche Licht, das durch eine kleine Öffnung hoch oben in den Schacht hineinfände – der fehlende Kanaldeckel? Auf dem Boden vermeinte sie zwischen Pfützen aus Urin und Haufen aus Kot, - und also schmeckte die Luft auf der Zunge, neben der Bitternis der Gebrüder Schimmel und Pilz, - (erb-)ärmliche Gestalten zu erkennen, die stumpfsinnig in ihren abgetragenen und zerfetzten Stoffen hockten oder lägen, lallten oder stöhnten, seufzten oder heulten. An die hundert Leute oder auch mehr, soeben noch stolz erhobenen Hauptes und doch schon kopflos, Wohlhochgeborene und doch in den niederen Stand gestürzt und verwesend, Reiche und Edle vereint mit lichtscheuem Gesindel, Bürger, Bauer, Bettelmann, dass Lichtenbergs Physik der Gesellschaft verifiziert würde: Nicht jeder, der Hochwohlgeboren, sei Hochwohlgestorben,
die Armen liefen barfuß, die Reichen und Schönen barbusig.
Alle fänden Einlass und doch nicht den Ausgang, würden auf bekannte Weise hinein- & hinabbefördert, Gesunde wie Kranke, Starke, Schwache und Gebrechliche, Männer, Frauen und auch Kinder, Schwuchteln und Tunten, Hünen und Zwerge, Dicke und Dünne, Breite und Schmale. Alle würden sie zu Hungerleidern und auf diese Weise gleich skelettiert. Skelettiert fänden sie die Solidarität der Sumpfblüten und Pissnelken. Auf den Haufen und zwischen den Pfützen krabbelte so mancherlei Getier, welches für gewöhnlich das Licht meidet und die Sicherheit der Düsternis sucht. Kakerlaken, La cucaracha klappernd, krabbelten über Händ‘ und Gesichter. Ratten fräßen nicht nur die spärliche und zerfetzte Kleidung, sondern offensichtlich auch die Gliedmaßen einiger Gestürzter an. Es handelte sich in all der Kakophonie um einen Kerker, in den Alice während des Albtraums blickte. Da stänk' es durchs Fensterlein zum Himmel, dass Gottvater sich Nase und Ohren verschlösse – nicht aber den Schacht. Dessen ist Alice nun sicher.

„Ums arme Licht der Seelen
schwirr’n die Motten schon,
zerfräßen die dürft’gen
Stoffe der Klarheit.
Versprächen nur die reine
und volle Wahrheit
und sich im Stillen
größtes Lob und höchsten Lohn.“

Aus dem Elend aber ragte die Gestalt eines ellenlangen Kerls mit breiter Brust, der trüg’ einen verreckenden Freund auf den Armen. Eben der hätte das letzte Geheimnis entdeckt. Mit den Worten „Ich kann es Dir nicht sagen, Freund. Künde ich Dir das Gesetz der Erde, so setztestu Dich nieder, um zu weinen“ würd’ er zu Erde.

„Doch schon die Videoten
klärten das Problem –
Vielhundertmal liefs und
keiner hätt’s je gesehn?
Der Lemming schritt’ inmitten
allzu großer Zahl!
Bildet sich die Masse,
wirds Denken reine Qual.“

Fröhlich pfiff der Pied Piper als die Meute der Schnauzer und Pinscher ihrer Bestimmung folgte und über die Ratten herfiele - wobei sie anderes Fleisch, selbst Aas nicht verachteten. Da reckte sich der Riese zu einer Höhe von elf Ellen, dass die Breite der Brust an die neun Spannen gäbe. Zugleich ergösse sich ein Sturzbach aus Tränen hinab, um Not und Elend dieser Welt zu ersäufen. Nach einem gewaltigen Schrei aber wäre seine Rede: “Us two bin get hard time killin’ dog but now feelin’ like nothin’ on earth”, bevor er Alice seinen Namen gäbe “who go down first is loser. So ya wanna be high up on da wall take ma piggyback service ’n’ call me Gil” – dass Alice antwortete “eye’m miss Liddell, but call me pleasance”, bevor sie Huckepack genommen würde.

„Wofür säng wer ein Liedchen
für’n Appel und’n Ei?
Den Apfel fräßen Motten
und wir ständ’n blöd dabei.
Vor gespielter Rührung zum
bezahlten Trost gibts
Nur die starke Lösung,
die alles Leben achtet
und alles Leben liebt.“

Auf ginge es, dem Licht entgegen.

Ein jeder träumt.
Keiner ist traumlos.
Einige vergessen ihren Traum.
Andere verraten oder verkaufen ihn.
Mancher geht daran zugrunde.

„… abwärts“ hört Alice wen rufen, „upwards!“ antwortet Gil und erklimmt mit seiner Last den Lichtschacht, dass sie mit der Oma träumt „.And you may find somebody kind to help and understand you / someone who is just like you and needs a gentle hand to guide them along / so maybe I'll see you there / we can forget all our troubles forget all our cares …”

Am Rand stehn Leute. Sind tief bewegt, doch dann erschrocken und entsetzt als der Riesenkerl mit der Frau im Gepäck heraussteigt aus dem Schacht. Kopfschütteln ist und einer zeigt auf den andern, dass es plappert:
„War es der da oder war’n es die da? – Ich war’s nicht!“ –
„War es die da oder war es das da?“ – als könnt’ ein Kind den Kanaldeckel entfernt haben!

Gil aber interessiert die Schuldfrage nicht. Ihn zieht’s in die ferne Heimöde Uruk – wie auch Alice sich nach der Mutter sehnt. Brav dankt sie Gil und erhofft ein Wiedersehen, als ein schwarzer Vogel herniedersteigt und ihr in die Nase pickt, dass Alice zusammenschrickt. Gil aber weiß es besser, sagt ihr aber nicht, dass dieser Wunsch unerfüllt bleiben muss. Aufgebracht flattert die Amsel davon.

Zuhaus sitzt derweil die Frau Mama:
„’s Kind ist weg und ich bin da …“,
als das Radio gestört wird „So go downtown / things'll be great when you're / downtown don't wait a minute more / downtown everything's waiting for you // Downtown…town’s down … downwards”

dass sie vom Schlag getroffen wird, als eine unbekannte Missus den Raum betritt und gagat: „Mummy more better than canalis over here get plenty kaukau“, um schließlich zu gackern:
„Freue dich, oh Frau Mama,
bin immer fort, doch immerdar.“

Derweil erzählen Forschung und Lehre vom upward trend nicht nur der city und eine Motte schwingt sich auf zur Anwältin der Gebrechlichen, denn wer könnte sich leisten, einen Deal sausen zu lassen?

«Cry baby cry
Make your mother sigh
She's old enough to know better.»

The Beatles, Cry Baby Cry

Nachtrag

Der Geist der Weihnacht weht übern Burgplatz und der Schultheiß hält ein Grußwort, worinnen es heißt: „Ich möchte die Möglichkeit wahrnehmen, mich persönlich bei den Betroffenen zu entschuldigen und zeigen, dass ich mich meiner moralischen Verantwortung stelle. … Es tut mir unendlich leid, ich kann es nicht rückgängig machen ...“ Er werde sich „einer eventuellen Verantwortung stellen“, schließt das Grußwort des ehrenwerten Mannes - und was sagt dieser Mensch damit? Hat er sich mit dieser Sammlung von Allgemeinplätzen überhaupt entschuldigen können oder nur seine Hände in Unschuld reinigen wollen? Und kann eine Tat nicht nur vom Betroffenen entschuldigt werden? Kann nicht der Schuldige allein um Entschuldigung bitten?

„Ich möchte die Möglichkeit wahrnehmen, …“ eine gedoppelte Möglichkeit, er möchte etwas tun – warum tut er’s nicht endlich? Wird da nicht wieder gekränkt und beleidigt durch „möchte“ und „Möglichkeit“, beide vom Verb „mögen“ abgeleitet, das eine sein Konjunktiv II, wir können hier getrost Konjunktiv irrealis sagen, das andere seine Substantivierung. Der Konjunktiv verrät, wenn ich könnte, würde ich mich entschuldigen …, die Substantivierung, dass etwas sein kann (aber nicht muss) im Gegensatz zu Wirklichkeit und Notwendigkeit. Da schließt sich nahtlos die größte Lüge an, wenn er „WAHR“nehmen möchte: „… wahrnehmen, mich persönlich bei den Betroffenen zu entschuldigen“. Persönlich! Hätt' er's mal besser „unpersönlich“ durch einen Sprecher verlautbaren lassen, dann hätten wir wenigstens die Vorstellung, dass er außer seiner Geschäftsphilosophie noch eine andere Moral und Verantwortung kennt. Die Scham.

Wie immer geht die Lüge mit der Übertreibung hausieren: „Es tut mir unendlich leid, …“ Nicht für fünf Minuten tut’s ihm leid. Leid tut ihm, dass vielleicht der Umsatz nicht mehr stimmt. Oder gerade deshalb stimmt, weil die Leute so blöde und neugierig sind, auch eine geschallert zu bekommen.
Leid tut ihm, dass sein guter Ruf, sein Name beschädigt wird.

Schön, dass er nix rückgängig machen kann - ist er doch nicht der liebe Gott … Aber es muss ja eh noch alles geklärt werden: Schuld und Sühne, quatsch: Schuld und Schande!

 

CoK

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Lieber Friedl,

denn auch in der bloßen Unterhaltung(sindustrie) lauern Gefahren, wenn „man“ sein Gehirn beurlaubt oder gar entlässt.
Ich würde mir etwas mehr Gehirn wünschen.
Z.B. weiß ich nicht was Herr Mursk vorhat.
Viele deiner Texte überfordern meinen Kenntnisstand und meinen Intellekt.
Ich würde mir etwas leichtere Kost und etwas mehr Erklärungen von dir wünschen, denn ich lese deine Texte sehr gerne.
Mir ist schon klar, du hast es gerne schwierig. (So ein Forum ist eben kein Wunschkonzert.)

Man sieht es ja auch am Internet und ich fürchte, wenn der Freiheitsbegriff des Herrn Musk sich durchsetzt, werden gewollte Verblödung und Verrohung der Leichtgläubigen fröhlich Urständ’ feiern.
Meine Befürchtung bezüglich Herrn Murks bezog sich auf die vielen beantragten Satelliten. Das es zu dem gefährlichen Kessler- Syndrom führen könnte.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche
Liebe Grüße Conny

 
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Ah - schöne Namenswandlung,

liebe Conny,

da feiert bei mir mit dem Dr, Murke nebst gesammelten Schweigens ein Geplapper und Geklapper auf des Musk/enhaften

Herrn Murks

 

CoK

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Lieber Friedel,

klar, jenes höhere Wesen, das wir verehren“. Vor Jahren gelesen.
:bonk:

 

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