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Meer der Stille

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03.08.2003
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Meer der Stille

Frank steht am Küchenfenster und sieht auf den immer gleichen Sturm, der draußen vorbeirast, ohne je eine Pause einzulegen. Gelb-rote Sandwirbel, die hin und her schwanken wie betrunkene Riesen und Sand gegen das Fenster schleudern. Trotz der Heftigkeit des Sturms dringt kein Laut in die Wohnung und wenn Frank sich nicht bewegt, ist die Stille vollkommen. Er wendet sich vom Fenster ab und hört das Tappen seiner Schritte auf dem gefliesten Fußboden, das die Stille nur noch mehr betont. Deshalb bleibt er stehen und lässt sich wieder einmal dazu hinreißen, sich die Ohren zuzuhalten, doch so leicht lässt sich die Stille nicht überlisten, der er Tage, Wochen, Monate, Jahre ausgesetzt ist. Die mit Stille vermischte Zeit umgibt ihn wie ein Meer mit spiegelglatter Oberfläche. Schlafen, umhergehen, dösen, ab und zu ein Versuch, dem Haus zu entkommen, den er jedoch mit immer größerem Widerwillen unternimmt. Er müsste sich durch die Stille des Treppenhauses kämpfen und könnte auf das Mondgesicht treffen. Er zapft aus der gläsernen Leitung seine tägliche Dosis, die ihm zugebilligt wird, hebt das Glas gegen das Licht, weidet sich an dem Anblick der grünlich schimmernden Flüssigkeit. Schon jetzt, obwohl er noch keinen Schluck getrunken hat, durchströmt ihn ein warmes Gefühl. Dann setzt er das Glas an die Lippen und trinkt, schließt die Augen, öffnet sie wieder, Sterne im Blick. Er ist bereit für einen neuen Versuch. Im Kampf gegen die Stille wählt Frank heute den Schuhanzieher mit dem Teleskopschaft.

***

Im Treppenhaus lässt er den Schuhanzieher hinter sich her schleifen. Klack, Klack, Klack. Versuchsweise kantet er den Schuhanzieher etwas an, was die Wirkung sofort noch steigert. Der Klang ist metallischer, härter, in die Stille einbrechend und je nach Neigungswinkel höher oder tiefer. Klick, Klick, Klick. Jetzt erhöht er das Tempo. Stakkatoklicks und -klacks. Zwischendurch lässt er sein Musikinstrument am Geländer entlang schnarren. Drrrrrrrr. Ein schöner Kontrast. Nicht so schnell, sagt er sich, variieren. Die Stille ist besiegt. Eine Melodie entsteht, scheinbar einfach und doch ist keine Sequenz wie die andere, die Töne formen eine Stadt mit hoch aufragenden Türmen, Gebäuden mit blinden Fenstern, nadelspitzen Säulen, Brücken, die ins Nichts führen. Die Stadt wächst auf unvorhersehbare Weise, hat Tunnel und Treppen mit zahllosen Stufen, die zu dunklen Plätzen innerhalb ihrer Mauern führen. Manchmal stürzen Treppen ein, nur um gleich darauf durch neue ersetzt zu werden.
Obacht. Da fehlen vier, fünf Stufen, die gestern noch da waren. Frank lässt die Musik pausieren, nimmt den Schuhanzieher in den Mund und klettert am Geländer entlang über den Abgrund hinweg, bevor er seine Stegreifkomposition wieder aufnimmt.
Als Frank an der Wohnung des Mondgesichts vorbeigeht, klopft sein Herz schneller. Hoffentlich hat er es nicht zu sehr gereizt. Die Wohnungstür öffnet sich mit einem Knarzen und das Mondgesicht erscheint. So ruhig sieht es aus. Ein mildes Licht geht von ihm aus und die nur ansatzweise vorhandenen Gesichtszüge wirken friedlich, doch der Schuhanzieher hebt sich wie von selbst und richtet sich langsam gegen Frank. Das Mondgesicht deutet ein Lächeln an, während es ihm ins Gesicht scheint, und Frank ist es, als wolle sein Herz verstummen. Mit einer letzten Kraftanstrengung wendet er den Blick ab und flüchtet die Treppe hinunter.
Er hört Schritte hinter sich und wäre vor Schreck fast gestolpert. Nach einer Weile hört das Tapsen auf. Erleichtert und beklommen zugleich nimmt Frank seine Komposition wieder auf. Noch wenige Stufen, dann steht er unten. Das ist nochmal gut gegangen.
Von oben hört er ein Klappen, also hat das Mondgesicht sich zurückgezogen.
Da er noch immer Sterne im Blick hat, denkt er, es könne heute gelingen, und tritt auf die schwere Flurtür zu, die ins Freie führt. Die Tür ist aus dunklem Holz und weist Schnitzereien auf, die fremdartige Tiere und Fabelwesen darstellen. Frank holt tief Luft, spannt die Muskeln an, drückt die Klinke nieder, stemmt sich gegen das Gewicht der Tür. Vergeblich. Nur die bekannte Stimme – es ist weder die eines Mannes noch die einer Frau – ertönt: „Warnung. Grenzwert überschritten. Hundertfünfzig Stundenkilometer.“ Er lehnt den Kopf gegen das Holz. Warum?, denkt er. Was bedeutet das? Nur die Stille gibt ihm Antwort.

***

Und jetzt? Was bleibt ihm übrig, als in seine einsame Wohnung zurückzukehren. Dort wird er im Meer der Stille schwimmen, solange, bis er untergeht, sinkt bis auf den Grund, nur um irgendwann wieder aufzusteigen, von Gasen aufgebläht.
Frank schultert den Schuhanzieher und geht wieder nach oben. Als er an dem Loch im Mauerwerk vorbeikommt, riskiert er einen Blick nach draußen. Im tristen Gelb-Rot des üblichen lautlosen Sandsturmes ist die Ruine auf der gegenüberliegenden Straßenseite kaum zu erkennen. Etwas huscht unten an dem Gebäude vorbei, mit blauem Blinken, ebenfalls völlig lautlos. Frank wendet den Blick ab.
Es wäre gut, das Mondgesicht nicht noch mehr zu provozieren, überlegt er. Es lauert vielleicht schon hinter seiner Tür, um ihm den Schuhanzieher wegzunehmen oder sogar noch weit mehr. Sein Leben? Hat Mondgesicht es darauf abgesehen? Wenn es ihn erst hat, kann es ihm mitten ins Gesicht scheinen und jedes Geräusch aus ihm heraussaugen, bis er entleert ist, still für immer.
Für dieses Mal will er darauf verzichten, eine Melodie zu erschaffen. Zu viel Musik tut auch nicht gut. Sie stiftet im besten Fall Frieden, im schlimmsten Fall Verwirrung und Schrecken.
Durch seine Gedanken abgelenkt stolpert er und durch den Ruck wird ihm der Schuhanzieher aus der Hand gerissen und fällt über das Treppengeländer hinweg ins Nichts. Schmerz durchzuckt sein Knie, fast so schlimm wie bei dem … Hinter Franks Rücken scheppert es, als ob ein führerloses Motorrad auf den Asphalt stürzt und über die Straße rutscht. Als er sich umwendet, sieht er eine Tür, die er vorher nicht bemerkt hat. Die Tür steht offen und er geht in die Wohnung hinein.
„Hallo Brüderchen!“, sagt der Junge. Eine blonde Haarsträhne fällt ihm in die Stirn und seine Augen glänzen.
„Heiner!“ Frank geht auf den Jungen zu und umarmt ihn, presst ihn fest an sich. „Heiner, es … es tut mir so leid“, stammelt er.
„Schon gut, ist ja gut“, sagt Heiner und klopft ihm auf den Rücken, bevor er sich aus der Umarmung löst.
„Aber was machst du denn hier?“, fragt Frank.
„Dasselbe könnte ich dich fragen? Ich dachte, du wärst im Meer der Stille. Auf dem Grund.“
„Auf dem Grund?“, fragt Frank zurück.
„Ja“, antwortet Heiner, „ich dachte, da wärst du.“
„Nein!“ Frank schüttelt den Kopf. „Du spinnst mal wieder.“ Ihn überläuft es kalt.
„Schau, was ich dir mitgebracht habe“, sagt Heiner und deutet in die Ecke der Küche. Dort, neben dem Kühlschrank, lehnt etwas an der Wand.
„Mein Schuhanzieher! Woher wusstest du …?“
„Ach, ich weiß eine ganze Menge. Zum Beispiel, dass du Angst hast. Angst vor dem Mondgesicht.“
Es stimmt. Woher kann Heiner das wissen?
„Danke, Heiner“, sagt er und nimmt den Schuhanzieher an sich. Dann folgt er Heiner in die Küche. Wie kam Heiner dazu, zu behaupten, dass er auf dem Grund des Meeres der Stille ist?
„Brüderchen, woran denkst du?“, reißt ihn die Stimme Heiners aus seinen Gedanken. Frank sagt es ihm, nachdem er sich an den Küchentisch gesetzt hat.
Heiner zieht die Stirn in Falten. „Ich hab‘s nur vermutet. Entweder ich oder du. Du am Leben, ich …“
„Nein“, ruft Frank, „sag‘s nicht!“ Tränen schießen ihm in die Augen, doch Heiner fährt fort: „… tot oder umgekehrt, ich am Leben, du tot. Keine Ahnung, was stimmt. Aber wenn du tot bist, ist sofort klar, dass ich am Leben bin.“
Frank nimmt den Schuhanzieher, den er zwischenzeitlich beiseitegestellt hat, wieder in die Hand. Als er sich nach Heiner umsieht, ist der nicht mehr da. Ein, zwei Mal schluchzt Frank noch, dann ist es auch wieder gut.
Er schultert seinen Schuhanzieher und verlässt die Wohnung. Nun gibt es kein Zögern mehr.

***

Fast beschwingt steigt Frank die Treppe nach oben. Zu seinem Plan gehört es, wieder ein Musikstück erklingen zu lassen, und diesmal hofft er sogar, dass Mondgesicht es hört.
Er lässt also sein Musikinstrument auf die Treppenstufen gleiten und geht, rennt, schreitet die Treppe nach oben.
So sinkt er nach unten auf den Grund des Meeres und nähert sich allmählich dem Ende aller Geräusche. Vor tausend Jahren wird er wissen: Das Mondgesicht hat bereits sein Ohr an der Tür. Noch einen Treppenabsatz, noch drei Stufen, noch eine. Jetzt wird sie sich öffnen. Das Mondgesicht wird im Türrahmen stehen und eisige Ruhe ausstrahlen. Dann wird Frank doch bange sein, aber er wird an Heiner denken und entschlossen auf das Mondgesicht zugehen. Es wird gar nichts sagen müssen, die Geste genügen. Es wird seine Hand gegen ihn ausstrecken und Frank wird seinen Schuhanzieher in sie hineinlegen. Er erinnert sich auch in diesem Augenblick daran, da er nach unten sinkt, damit das Mondgesicht alle Geräusche aus ihm heraussaugt, und daran, wie das Mondgesicht ein Lächeln andeutet. Mit der freien Hand wird es Frank an der Nase packen und ganz in seine Wohnung hineinziehen. Die Tür schließt sich oder hat sich geschlossen wie ein Sargdeckel. Das Mondgesicht sah ihn an und sein Gesicht ließ keine Regung erkennen. Nachdem es Franks Nase aus seinem Griff entlassen hat, hebt es den Schuhanzieher und weist damit auf eine Tür am Ende des Flurs. In der Kammer dahinter sperrt ihn das Mondgesicht nun ein. Frank will auf sich zurückfallen, doch etwas wird ihn daran hindern. Es ist die Berührung einer Hand. Sie tastet über sein Gesicht.
„Frank!“, flüstert eine vertraute Stimme. „Was tust du hier?“
„Was schon.“ Frank wird seinem Bruder auf keinen Fall verraten, weshalb er hier ist.
„Du verrennst dich da in was. Es war nicht deine Schuld.“
Darüber will Frank nicht diskutieren und schweigt hartnäckig. Nach einer Weile fühlt er nur noch Leere neben sich. Sicherheitshalber tastet Frank den Raum ab. Da ist nichts. Das Mondgesicht scheint irgendwann zur Tür herein und er kneift, ob der Helligkeit geblendet, die Augen zusammen. So schnell, wie das Licht gekommen ist, verschwindet es wieder. In den nächsten Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren? wiederholt sich der Vorgang. Neben sich hat er irgendwann eine Flasche ertastet. Der Inhalt schmeckt genauso wie der aus dem Nahrungsspender in seiner Wohnung. Hat ihn das Mondgesicht zwischendurch aus seinem Gefängnis entlassen? Es muss wohl so gewesen sein, denn Frank entsinnt sich einiger Nachmittage, an denen sie in dessen Wohnstube gesessen und Tee getrunken haben. Dabei hat Franks Wärter sich bemüht, ihm nicht ins Gesicht zu scheinen, und deswegen eine Maske aufgesetzt. Frank kann jedoch nicht sagen, dass ihm sein wahres Gesicht mehr missfallen hat als sein aufgesetztes, denn es war ein Meeresteufel, der ihm gegenübersaß und durch einen Strohhalm seinen Tee in sich hineinsog.
Stets schwieg sein Wärter, grinste nur. Der Tee schmeckte Franks Erinnerung nach ausgezeichnet. Nachdem er die Tasse ausgetrunken hatte, forderte das Mondgesicht ihn mit einer eindeutigen Geste – es zeigte auf seinen Mund – auf, zu reden und Frank begann, um nicht gleich wieder in sein Gefängnis zu müssen, zu erzählen.
Doch nie kam er an ein Ende.
Das Mondgesicht beendete regelmäßig schon vorher Franks Erzählungen, indem er ihn an seiner Nase packte und wieder zu seinem Verschlag führte.
Es ist im Anschluss an einen dieser Teenachmittage, als das Mondgesicht Frank einer Folter unterwirft. Es bedeutet ihm, in eine große Papiertüte zu steigen, und Frank gehorcht. Die Papiertüte ist innen mit einer schwarzen Folie ausgekleidet, so dass Frank sich, als das Mondgesicht die Tüte dicht verschließt, wie in einem schwarzen Loch vorkommt. Dass der Verschluss dicht ist, merkt Frank daran, dass ihm das Atmen immer schwerer fällt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem er buchstäblich nach Atem ringt, als ob er am Grund eines Meeres ist, in einer verzweifelten Anstrengung den Brustkorb hebt und senkt und in blinder Panik gegen die Wände seines Gefängnisses trommelt, aber die beulen sich nur aus, ohne dass der ersehnte Zugang nach draußen, zum Nachschub nach Luft, sich öffnet. In diesem Stadium der Folter durchbohrt plötzlich eine lange dünne Nadel die Papiertüte. Ein ums andere Mal sticht Mondgesicht sie in die Tüte hinein ohne Rücksicht darauf, ob die Nadel Frank trifft. Ganz allmählich beruhigt sich der Atem von Frank, Luft tritt durch die winzigen Öffnungen in sein Gefängnis ein, begleitet von den nadelspitzen Stichen in Franks Körper. Den Kopf schützt Frank instinktiv mit seinen Armen und Händen, die ebenfalls nicht verschont werden. Zu hören sind nur die Schreie von Frank, sein Peiniger schweigt sich wie immer aus. Nach einer Weile hört das Mondgesicht auf. Licht strömt von oben auf Frank hinab und er ist aus seinem papiernen Gefängnis entlassen.
Von nun an muss Frank jedes Mal, wenn das Mondgesicht ihn zu einer Teestunde in sein Wohnzimmer holt, darauf gefasst sein, dass sich die Prozedur mit der Papiertüte wiederholt. Sein Körper ist nach einiger Zeit überall von punktförmigen verschorften Stellen übersät, die unerträglich jucken. Lange kann er das alles nicht mehr aushalten. In der Stille seines Gefängnisses, die in seinen Ohren pulst, wirbeln seine Gedanken um ein Zentrum, das er nicht kennt, doch plötzlich erinnert sich Frank an die Maschine.
Als er dem Mondgesicht während der nächsten Teestunde davon erzählt, registriert Frank zum ersten Mal eine Reaktion bei ihm. Das Mondgesicht beugt sich vor und Frank hat das Gefühl, als würden ihn die Augen hinter der Meeresteufelmaske hypnotisieren wollen. Es kann gut sein, dass es wirklich so ist, denn anders als bei seinen vorherigen Geschichten ist es Frank fast so, als erlebte er diese, während er sie erzählt.

***

Der Bauernhof liegt im Schwarzwald auf einer Hochebene und er hat eine mehrstündige Wanderung hinter sich. „Schwarzwald“, „Bauernhof“ – bis vor kurzem hätte Frank mit diesen Worten nichts anfangen können. Auf der Suche nach jemandem, der ihm den Weg zur nächsten Stadt erklärt, sieht Frank sich um, doch da ist niemand. Er öffnet ein Scheunentor und dort präsentiert sich seinen Augen im Dämmerlicht ein unglaubliches Wirrwarr.
Zahnräder, Glühlampen, der Trichter eines Grammophons, Telefonhörer, Drähte, Klingeln, Porzellanelefanten, Rollen, Uhren in allen Größen, Stahlreifen, Keilriemen sind zu einem kafkaesken Ganzen verwoben.
Einem inneren Zwang gehorchend drückt Frank auf einen Knopf an der Wand.
Zahnräder fangen an, sich quietschend zu drehen, Uhren ticken, aus dem Grammophon knistert und rauscht es. Glühbirnen flackern, Klingeln schrillen und es scheppert, als ob ein führerloses Motorrad auf den Asphalt stürzt und über die Straße rutscht. Die Porzellanelefanten nicken dazu. Frank wird schwindlig, umso mehr, je länger er hinsieht. Vor ihm erwacht eine bizarre Kreatur zum Leben. Die Zeit selbst scheint den Takt vorzugeben und die Maschine tanzt dazu, wirbelt um Frank herum, und das Letzte, das Frank vernimmt, ist seine eigene Stimme aus dem Grammophon, dann sitzt er wieder vor dem Mondgesicht.
„So war das also“, flüstert es, nickt und nimmt über den Strohhalm einen Schluck von seinem Tee.
Das Mondgesicht hat zum ersten Mal gesprochen und Frank weiß nicht, ob das ein gutes Zeichen ist oder ein schlechtes.
„Zu laut“, flüstert das Mondgesicht. „Verschwinde!“
„Aber wie?“, fragt Frank.“
„Geh zurück an den Anfang“, ist die Antwort.
Während Frank sich zurückerinnert, verblasst das Mondgesicht mit der Teufelsmaske vor ihm, die Wohnstube mit dem Teetischchen verschwindet und wird ersetzt durch ein Zimmer, das ganz in hellen Weiß- und Grüntönen gehalten ist. Frank liegt in einem Bett und ist an einen Tropf angeschlossen. In seinen Nasenlöchern steckt ein Schlauch. Als er den Kopf dreht, sieht er: Neben ihm liegt noch ein Patient, ebenfalls an einem Tropf angeschlossen, dessen Kopf mit Verbänden umwickelt ist, so dass sein Gesicht unkenntlich ist. Aber Frank weiß, wer es ist. Das Piepsen des Gerätes geht in einen Dauerton über.

 

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