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Risse

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05.07.2020
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Anmerkungen zum Text

Während des Versuchs, einen meiner Texte zu überarbeiten, ist diese Flash Fiction entstanden. Das ist kein Ersatz für die Überarbeitung des anderen Textes, der ebenfalls hier hochgeladen wurde, sondern ist nebenher entstanden.

Risse

Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren.
Es war sehr heiß und wir standen auf dem Parkplatz der Sporthalle im Schatten einiger Bäume. Ich trank Fanta aus einer grünen Flasche und wir begrüßten seinen Trainer und einige der Jungs aus dem Verein. Die Freundin meines Bruders war mitgekommen. Sie sah sehr schön aus, mit ihren langen schwarzen Haaren und ihrer braunen Haut, dicht an ihn geschmiegt, er locker den Arm um sie gelegt. Unsere Eltern kamen dazu und schüttelten Hände. Wir redeten über das Turnier und alle klopften abwechselnd auf die Schultern meines Bruders, als hätte er den Kampf schon gewonnen.

Am Mittag, nach dem Wiegen und als die ersten Kämpfe begannen, saß ich zusammen mit seiner Freundin auf einer Bordsteinkante. Wir sahen zu, wie er sich bewegte. Langsam und kontrolliert, sorgsam jeden Schritt setzend, mal die linke, mal die rechte Schulter nach vorne gedreht, mit federnden Fußbewegungen, immer um denselben unsichtbaren Punkt herum, den nur er sehen konnte. Ich fand, dass es aussah, als würde er tanzen, aber das sagte ich ihm nicht. Wir sahen zu, sprachen nur wenig miteinander und ich stellte mir vor, wie es wäre, mich zu bewegen, wie er es konnte. Als wir reingingen, wuschelte er mir durch die Haare und wich grinsend aus, als ich nach ihm schlug.

Eine halbe Stunde vor dem Kampf war er verschwunden. Keiner wusste, wo er war. Niemand hatte ihn gesehen und ich ging ihn suchen. Ein paar Kinder wuselten mit ernsten Mienen, angebissene Brezeln und halbvolle Limoflaschen in den Händen, zwischen den Beinen der Erwachsenen herum, und ein kleiner Mann in einem weißen Hemd und mit einem Mikrofon in der Hand stand im Ring und kündigte eine Pause an, bevor es mit den nächsten Kämpfen weitergehen sollte. Meinen Bruder konnte ich nirgendwo entdecken. Ich sah auf den Toiletten nach, suchte bei den Duschen und in den Umkleiden. Dann ging ich zu den Kabinen im hinteren Teil der Halle. Ich öffnete die Tür und dort sah ich ihn auf einer Bank sitzen. Er hatte seine Hände bandagiert und er trug das rote Trikot seines Vereins. Ich dachte erst, er würde lachen, aber dann sah ich, dass er heulte. Weil ich mich nicht bewegte, stand, als wäre ich erstarrt, dauerte es, bis er mich bemerkte. Er sah mich an und öffnete seinen Mund, als wollte er etwas sagen. Aber er schwieg und ich wusste auch nicht, was ich sagen sollte. Dann hob er seine Hand und machte eine Bewegung, als wollte er mich wegwischen, das Gesicht verzerrt, und ich drehte mich um und ging. Den Flur entlang, zurück durch die volle Halle, rempelte mit jemandem zusammen, murmelte eine Entschuldigung, aber drehte mich nicht einmal um.

Später, als wir nach Hause fuhren, ich mit ihm und seiner Freundin auf der Rückbank, und alle laut durcheinander redeten und lachten, sah ich zu ihm herüber. Er hatte seiner Freundin die Medaille umgehängt. Sie grinste und strich mit ihren Fingern über seinen Handrücken. Unsere Blicke trafen sich, aber ich sah schnell wieder weg. Ich versuchte, an den Kampf zu denken. Daran, wie er sich bewegt hatte. Aber es gelang mir nicht.

[WIRD ÜBERARBEITET]

 

Hey @Habentus,

schön, aber so richtig will der Funken bei mir nicht zünden. Der Kern des Textes, der Rückzug vor dem Kampf und die Tränen des "Champion", der steht da irgendwie so sehr isoliert, für mich zumindest, denn für mich erschließen sie sich nicht aus dem davor und danach. Ich kann ihm jede Menge Gründe dafür andichten: Erwartungsdruck zu hoch, keinen Bock mehr drauf, ich tue das nur noch für die anderen, meine Freundin hat gestern meinen besten Freund gefickt, der Hamster ist gestorben ... was auch immer ihm die Tränen in die Augen treibt, ist ja die eigentliche Geschichte und die fände ich schon spannend zu lesen. So ist eher, ja, na ja, geht ja gut aus. Er gewinnt, auch wenn ihn irgendwas umtreibt.

Vielleicht sind andere Leser:innen da feinsinniger als ich und es steht alles da, und ich seh es halt nicht, mag sein.

Beste Grüße, Fliege

 

Hallo @Fliege und @H. Kopper ich würde euch mal zusammen auf eure Kritik antworten, da es ohnehin in die selbe Richtung zu gehen scheint. Ich muss dazusagen, dass ich mir ein wenig albern vorkomme, permanent gegen Kritiken anzuschreiben, die ja alle irgendwo zutreffen. Es fühlt sich dann manchmal so an, als verteidige ich hier etwas, was objektiv nicht zu verteidigen ist. ABER: In anderen Momenten frage ich mich dann wiederum, wie die Sichtweisen auf einen Text so dermaßen voneinander abweichen können. Ich möchte jetzt nicht behaupten, da die Wahrheit gepachtet zu haben. Im Gegenteil: Eure Kritiken (so wertvoll und wichtig sie für mich sind) verunsichern mich massiv.

Ich würde dennoch mal versuchen, einigermaßen selbstbewusst meinen Text zu verteidigen:

was auch immer ihm die Tränen in die Augen treibt, ist ja die eigentliche Geschichte
Das, was Henry in seinem Kommentar ja sehr detailliert ausbreitet, reduzierst du im Prinzip auf diesen Satz. Und ich lese das dann und frage mich: Ja, haben die denn alle einen anderen Text gelesen? Denn ich finde, dass das doch quasi nicht zu übersehen ist. Ich schreibe das hier jetzt bewusst überspitzt. Aber so wie ich es lese (und es scheint so zu sein, dass ich absolut textblind geworden bin ...) gibt der Text doch ziemlich deutlich klar, worum es hier geht. Der erste Satz lautet: Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren, und um mal in der Stimme eines anderen Mitglieds der wortkrieger zu sprechen: Damit ist doch eigentlich alles klar.
Wenn die Kritik wäre, dass das zu plump sei, könnte ich das nachvollziehen. Dass aber nicht klar sein soll, warum der Junge später weint, bzw. dass es austauschbar sein soll, erschließt sich mir einfach nicht. Um noch mal zu betonen: Ich nehme deine Kritik ernst und ich fürchte, dass das Problem desTextes auf meiner Seite liegt und ich mir da grundlegendere Gedanken machen muss.

ich will nicht nerven und nun noch einmal herunterbeten, was ich zum letzten Text schon geschrieben habe.
Das tust du ganz bestimmt nicht! Im Gegenteil, schätze ich deine Kritiken und deine ausführlichen und ehrlichen Rückmeldungen wirklich sehr!

Jetzt kommt vielleicht der Einwand, dass es aber doch eine Kurzgeschichte, ja sogar Flash Fiction ist usw. Ja, dann muss das alles da rein, zumindest als Rückschluss aus Andeutungen, es muss aus dem Subtext sprechen, zwischen den Zeilen stehen, in den Dialogen oder dem Ausdruck der Figuren manifestiert sein oder sonstiges.
Als hättest du es geahnt, schreibst du das, haha. Ich werde nichtsdestotrotz damit argumentieren. Denn zumindest habe ich die Rubrik Flash Fiction so verstanden, dass es eben keine, den üblichen Regeln des Geschichtenerzählens unterworfene Rubrik ist, sondern eben eine Unterrubrik, in der Texte vor allem ein Schlaglicht auf einezelne Momente werfen, ohne davor und danach weiter draufzublenden. Das war mein Anspruch. Ein kurzes Schlaglicht, ein Moment der Verunsicherung beim Erzähler (und beim Leser), ein Riss. Dabei ist der Text nicht autobiografisch. Nicht mal ansatzweise. Was aber autobiografisch ist, ist der Umstand, dass ich mal eine Person habe weinen sehen, von der ich das einfach (in diesem Moment) niemals erwartet hätte. Das hat mich nachhaltig berührt (ist vielleicht nicht das zutreffendste Wort) und das war hier der Versuch, so etwas zu übertragen.
Den Inhalt des Textes kurz heruntergebrochen: Der Erzähler und jüngere Bruder (und alle anderen) himmeln den älteren Bruder (den Boxer) mehr oder weniger an, er ist gewissermaßen ein Überflieger, verliert keinen Kampf und das wird mehr oder weniger auch weiterhin so angenommen. Er wirkt (vor allem auf den Erzähler) wie ein selbstsicheres, nicht aus der Bahn zu werfendes Vorbild, hat eine Freundin, alle haben Respekt usw.
Aber dann: Der Bruder entdeckt einen Moment der Schwäche beim älteren Bruder. Ein Riss in der Wahrnehmung entsteht. Der Kampf wird zwar gewonnen und am Ende sind alle augenscheinlich happy, aber der Zweifel, die verschobene Wahrnehmung bleiben beim Erzähler
.

nüchtern und emotionslos zu berichten
Zunächst würde ich behaupten, dass das schlicht nicht zutrifft. Wir hatten es schon beim letzten Text: Nur weil ich die Emotionen nicht ausschreibe (Ich war so erschüttert, als ich meinen starken Bruder dort so sitzen sah), heißt es doch nicht, dass die nicht vorhanden sind. Die Verunsicherung ist doch zumindest auch am Ende wahrnehmbar. Auch der Boxer reagiert ja nicht emotionslos -> Er scheucht seinen Bruder davon, er verzerrt das Gesicht.
Ich hätte natürlich auch schreiben können: Geh mir aus den Augen, kleiner Bruder, der mich angehimmelt hat! Du sollst mich nicht in einem Moment der Schwäche und des Selbstzweifels sehen! Denn sonst habe ich die Befürchtung, dass du mich in Zukunft vielleicht mit anderen Augen wahrnimmst und ich den Heldenstatus verliere.
Klar, ist überspitzt formuliert, aber in die Richtung geht es doch schon. Ich finde (rein subjektiv) es würde ausformuliert schlicht nicht wirken. Es würde mich ausformuliert eher nerven, ehrlich gesagt.
Ich denke, diese Frage musst du beantworten können und zwar "aus dem Text heraus". Damit meine ich: Stile müssen immer eine Funktion haben.
Das kann ich. Nur werden wir da vermutlich nicht zusammenkommen :/
Ich denke, dass es nicht einfach falsch ist, nüchtern zu schreiben, sondern eine Frage der Schwerpunktsetzung. Was ist der Fokus des Textes? Der Fokus ist, Beobachtung und Subtext, statt eben offen ausformulierter Konflikt. Ich finde, dass das zulässig ist und nicht gegen die Grundregeln des Erzählens verstößt. Es gibt doch eine ganze Menge Texte, die mit Fragmenten, Brüchen, Beobachtungen und Andeutungen arbeiten. Da jetzt einfach zu sagen: Pah, alles Nichtgeschichten weil sie nicht dem klassischen Erzählmuster entsprechen und zu nüchtern bleiben, ist mir zu einfach.

In deinem Text ist der Protagonist in meinen Augen der boxende Bruder, während der Erzähler sprachlich agiert.
Da würde ich schon mal grundlegend widersprechen. Der Protagonist ist doch der Erzähler. Er beobachtet, er nimmt wahr. Später sucht er. Er findet. Er macht eine Beobachtung. Eine Beobachtung einer Situation, die er so nicht erwartet hat. Und daraus ergibt sich ein Bruch für ihn, eine Entwicklung seiner Person, wenn du so willst. Seine Sichtweise auf den Bruder verändert sich.
Ja, alles nicht hundertprozentig auserzählt, aber dennoch vorhanden. Ich würde zudem die steile These in den Raum stellen, dass alles, was ich hier aufgezählt habe, sich auch hundertprozentig aus dem Text ergibt.

ine Geschichte definiert sich so, dass Ereignisse sinnvoll aufeinander bezogen werden.
Ich würde behaupten, dass das hier der Fall ist:
Erzähler geht mit älterem Bruder zu Boxkampf, in der Erwartung, dass er gewinnt. Er bewundert ihn, so wie alle anderen auch. Vor dem Kampf verschwindet der Boxer (eine erste Irritation). Der Erzähler sucht und findet den Bruder. Er wird mit der Unsicherheit und den Selbstzweifeln des Bruders konfrontiert. Ein Bruch tut sich bei ihm auf. Der Kampf wird gewonnen (wird nicht auserzählt - weil es eben keine Bewandtnis hat) und auf der Heimfahrt schwimmt die Verunsicherung beim Erzähler weiter zwischen den Zeilen mit.

Anstatt vom ersten Riss zu erzählen, müsstest du also andeuten, dass es bereits Risse gibt – und dann davon erzählen, ob das Band hält oder komplett reißt
Du schreibst das so absolut, aber warum müsste das denn so sein?

Darauf wiederum reagiert der Bruder entweder beschwichtigend (wäre eine Niederlage für den Protagonisten, weil keine Entwicklung) oder selbstbewusst (Sieg = neues Leben, Entwicklung, Emanzipation). Das wäre zum Beispiel eine runde Geschichte.
Das wäre sicherlich keine Flash Fiction und da es immerhin in dieser Rubrik veröffentlicht wurde, ist das doch der Maßstab. Sicher wäre dein Vorschlag die klassischere Geschichte aber das ist doch kein Schlaglicht auf eine Szene.
Aber mal real talk: Du magst schon einen Punkt haben, dass ich mich zu wenig von erprobten Formen des Geschichtenerzählens leiten lasse. Ich werde das für mich definitiv mitnehmen und versuchen, in weiteren Texten mehr zu berücksichtigen. Mal sehen, ob es klappt.

Du willst bestimmt jetzt einiges entgegnen. Immer gerne! Ich bin nur davon überzeugt, dass keiner hier im Forum gegen Jahrtausende altes Wissen über die Erzählkunst wird argumentativ gewinnen können. Wenn man sich einmal mit den tieferliegenden Mustern vertraut gemacht hat, wird man sehen, dass selbst Dokus und so mancher Zeitungsartikeln, also Sach"texte" diesen Mustern folgen, weil sie funktionieren.
Tja, dann müsste man, würde man deiner Argumentation folgen, bei der Rubrik Flash Fiction doch den Deckel draufmachen, oder nicht? Denn gängige Erzählmuster sind hier doch kaum so anwendbar, wie du sie einforderst?
Außerdem gehe ich einfach nicht mit, mit dem Absolutheitsanspruch, den du hier so selbstsicher vorträgst. Natürlich funktionieren gute Geschichten nach einem bestimmten Muster. Auch oft auf die Art und Weise, wie du sie hier darlegst. Aber zu behaupten, dass es nur so funktioniert, würde ich nicht zustimmen. Aber wie du schon selbst schreibst: Was soll ich hier denn gegen die objektive Wahrheit anargumentieren?

Ob wir jetzt zusammenkommen in der Bewertung oder eben mal wieder nicht: Danke für deinen Kommentar und deine Zeit!
Beste Grüße
Habentus

 

Okay, ... ja, dann will ich mal versuchen zu erklären, warum bei mir nicht ankommt, was für Dich auf der Hand liegt. Zum einen, es ist ja immer die große Frage, wenn ein Text fertig ist: a) Ist die Lücke zu groß - b) der Leser ergänzt ganz problemlos, oder c) erkläre ich die Geschichte zu Tode? Das ist der Balanceakt und man weiß es auch erst, wenn die ersten Rückmeldungen kommen. Jetzt hast Du erst zwei Kommentare, kann sein, für die nächsten drei Leser ist das alles so klar wie für Dich.
Zum anderen hast Du natürlich die Idee zum Text im Kopf und liest den Text auch mit anderen Augen, weil, du hast ja Infos, die ich nicht habe. Und wie gesagt, ich kann nur für mich sprechen. Und für mich bräuchte es auch gar nicht viel, den Leser hier etwas mehr an die Hand zu nehmen, um deiner Textintention näher zu kommen. Entweder, der Bruder wird im ersten Absatz mehr zum Coolboy, den nichts erschüttern kann, den knallharten Kerl - da muss ich ihn aber mehr als Figur wahrnehmen, da reicht die Info nicht, er hat bisher jeden Kampf gewonnen, denn na ja, da könnte er im Prinzip auch bei Liebesfilmen im Kino flennen, das schließt sich nicht aus. Oder er hat Schiss vor dem Zahnarzt oder - oder - oder. Also, für mich ist mit dem Satz - er ist der ewige Gewinner (im Boxen!) noch lange nicht gesagt, das er keine Schwächen an anderen Stellen hat. Das wäre die erste Möglichkeit. Die zweite wäre, den dritten Absatz - den Kern - näher an den Erzähler zu rücken.

Eine halbe Stunde vor dem Kampf war er verschwunden. Keiner wusste, wo er war. Niemand hatte ihn gesehen und ich ging ihn suchen. In der Halle stand die Luft. Ein paar Kinder wuselten mit ernsten Mienen, angebissene Brezeln und halbvolle Limoflaschen in den Händen, zwischen den Beinen der Erwachsenen herum, und ein kleiner Mann in einem weißen Hemd und mit einem Mikrofon in der Hand stand im Ring und kündigte eine Pause an, bevor es mit den nächsten Kämpfen weitergehen sollte. Meinen Bruder konnte ich nirgendwo entdecken. Ich sah auf den Toiletten nach, suchte bei den Duschen und in den Umkleiden. Dann ging ich zu den Kabinen im hinteren Teil der Halle. Ich öffnete die Tür und dort sah ich ihn auf einer Bank sitzen. Er hatte seine Hände bandagiert und er trug das rote Trikot seines Vereins. Ich sah, dass er weinte. Als er wahrnahm, wie ich in der Tür stand und zu ihm herüberblickte, hielt er inne. Er hob eine Hand, machte eine Bewegung, als wollte er mich wegwischen, das Gesicht verzerrt.

4/5 des zentralen Punktes verwendest Du darauf, den Bruder zu suchen. Sehr ausführlich - im Vergleich zum restlichen Text. Klar, der Bruder verzieht sich in die allerletzte Ecke, das kommt damit natürlich sehr deutlich rüber. Aber ehrlich - da stimmt was mit der Textproportion nicht. Das hätte man auch gut in ein - zwei Sätzen abhandeln können.
Aber! und hier der Knackpunkt, es gibt überhaupt keinen Blick auf den Erzähler in dieser Szene.Wie soll ich jetzt im Gesicht des Jüngeren sehen, wie ihn diese Entdeckung aus der Bahn wirft? Da steht nix davon. Dem Großen ist es unangenehm entdeckt zu werden (Handbewegung), deshalb fragt man sich halt auch warum, was da los bei dem - weil der Fokus ausschließlich auf den Boxer gerichtet ist. Ich denke, da fehlt noch ein Schwenk auf den Lütten, wie ihn dieses Bild verstört. Muss ja nicht episch angelegt sein, kann auch später im Auto erfolgen, dass er sich fragt, ob er sich das nur eingebildet hat oder was weiß ich ... Und das der Leser hier noch den ersten Satz parat hat um ihn dagegenzuhalten, wow, darauf wird ich mich in meinen Texten nie verlassen :)

Das wären die beiden Punkte, wo ich (wäre es mein Text, der es nicht ist!) noch mal nachlegen würde und ich glaube, ich würde mich dafür entscheiden, irgendwas im Auto mit dem Erzähler zu machen. Vielleicht riecht der Bruder ja jetzt anders oder so ...

Übrigens - ich finde Texte verteidigen total in Ordnung! :thumbsup:

Hoffe, ich habe jetzt nicht in offenen Wunden gewühlt.
Liebe Grüße, Fliege

 

Also Leute, ich habe noch mal ein paar Dinge verändert und versucht, alles ein wenig deutlicher zu machen. Aber ich fürchte, der Text ist einfach scheiße, ob mit oder ohne Veränderung.

@Fliege und @H. Kopper ihr habt vermutlich mit vielem Recht, was ihr schreibt. Ich werde auf jeden Fall auch noch mal ausführlich auf eure Kommentare eingehen, nur heute nicht mehr. Vielen Dank in jedem Fall für eure Zeit und die Beschäftigung mit dem Text!

Beste Grüße
Habentus

 

Hallo,

Die Story ist gut, bleibt auch wegen der Wein-Szene im Gedächtnis. Scheiße ist sie nicht. Ich mag auch den Eureka-Moment des Erzählers, dass der große, starke Bruder vor dem Kampf weinend heimlich wo sitzt, und er sieht: So stark ist der gar nicht. Der Lack geht ab vom Bruder, er sieht ihn mit anderen Augen. Ich mag auch das Ende, wie der Sieg durch die umhängende Medaille erzählt wird. Ich fände das eine gute Flash Fiction, wenn sie so stehenbliebe. Du könntest noch mehr in die Komprimierung, Verdichtung gehen, womöglich Tell-Elemente reduzieren (z.B. Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren.) und noch mehr ins Showen, in die Szene gehen. Flash Fiction ist eine schwierige Kiste, und oft ist ein guter Weg das maximale Showen, jeden Satz durchzugeheb und zu überlegen: Kann ich das szenisch zeigen, telle ich hier? Beispiel: Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren - du könntest den Bruder zuhause vor dem Glasschrank im Wohnzimmer stehen und die Pokale ansehen lassen, und dein Prot hört seinen Vater im Gang am Handy stolz sagen: „Ja, unbesiegt ist er.“ Als Idee aus dem Bauch geschossen. Dann wäre man gleich bildlich tief drin, und kann sich als Leser selbst eine Meinung bilden, mitraten: Aha, der Bruder ist also ein Box-Ass, der Vater lebt da wohl den eigenen Traum aus. Später wird das Weinen dadurch mit mehr Kontexttiefe versehen, man könnte als Leser empathischer mitfühlen.

Ich glaube, mir würde auch noch mehr Kontext gefallen. wie sieht der Vater und die Mutter das Turnierboxen des Sohns? Ist der Erzähler neidisch? Wie sind die Dynamiken zwischen den Figuren?

Also, ich las es gerne, ich mag den Vibe und deine Sprache, die Sujets auch, ich möchte hier aber auch gerne mehr wissen. Ich verstehe den Text, die Figuren, im Augenblick, aber ich hätte mir noch mehr vom Text gewünscht, die Dynamiken zwischen den Figuren gezeigt zu bekommen. Ich möchte nämlich das Weinen ganz verstehen, ganz nachvollziehen können. Meine Vermutung: Der Bruder hat seine Identität auf dem Boxen aufgebaut, er hat ne schöne Freundin, sein Vater schenkt ihm Zuneigung, aber er weiss, wenn er versagt, ist alles futsch, sie lieben gar nicht wirklich ihn als Person, sondern nur seine Leistung - mit der sie sich selbst schmücken möchten.
Die Idee ist super. Aber das müsste ich noch mehr szenisch ungesetzt sehen, damit die Konstellation richtig weh tut. Dass die Freundin eine Klasse über ihm ist, richtig heiß, und sie ihn irgendwo links liegen lässt, gelangweilt auf der Hinfahrt am Handy hängt und Kaugummi kaut, und später beim Schattenboxen auf der Bordsteinkante himmelt sie ihn an, oder so. Im Grunde tut sie dasselbe wie der Vater. Wie gesagt, das steht so nicht komplett im Text, aber so lese ich die Story, und ich glaube, sie könnte richtig stark werden, wenn du noch mehr ins Zwischenmenschliche investierst, und in die szenische Umsetzung. Die erzählenden Tell-Teile deines Erzählers würde ich entweder verszenlichen oder reduzieren. Wie gesagt, Tell-Sätze in Flash Fiction - da wäre ich vorsichtig. Ist meine persönliche Erfahrung von den Dingen, bei denen ich gesehen habe, die funktionieren richtig geil. Das sind ein wenig die Ballaststoffe der Literatur - viel Masse, wenig Energie. Auf kürzester Strecke ist aber Destillat das Beste.
Das Teil ist gut und hat auch noch Potential.

 

Hallo @Habentus ,
schreibt man Sch... nicht groß oder nach der Neuen Rechtschreibung auch nicht mehr? Mir gefällt der Text. Er ist ja so ähnlich wie der Vorherige, oder er ist der Vorherige, bloß gekürzt. Ich kann nicht nachvollziehen, warum alle so darauf herumhacken. Bis jetzt Dein Bester. Die ewige Herumschreiberei bringt es auch nicht. Das sehe ich bei H.Kopper, denn seine Originale finde ich immer besser als das Endergebnis. Manchmal muss man auch auf seine eigene Stimme hören. Ich hab mal gehört, dass seine Agentin zu J. Baldwin gesagt hat, er soll "Giovannis Zimmer" vernichten, das Manuskript. Er hat es zum Glück nicht gemacht. Mein Lieblingsbuch von ihm. Mit Deiner Boxgeschichte liegst Du im Trend. Sogar Helene Hegemann hat ihre neustes Buch rund um eine Boxerin geschrieben. Die Stellen mit dem Boxen habe ich aber ausgelassen, da mir die Beschreibung der Kämpfe einfach zu langweilig war.
Gruß Frieda

 

Hallo @Habentus,

nun, ich fange mal ganz banal mit Stilistischem an. Hier hat der 'Und'-Teufel dich erwischt:

Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren.

Niemand hatte ihn gesehen und ich ging ihn suchen. Ein paar Kinder wuselten mit ernsten Mienen, angebissene Brezeln und halbvolle Limoflaschen in den Händen, zwischen den Beinen der Erwachsenen herum, Punkt und ein kleiner Mann in einem weißen Hemd und mit einem Mikrofon in der Hand stand im Ring und kündigte eine Pause an

suchte bei den Duschen und in den Umkleiden. Dann ging ich zu den Kabinen im hinteren Teil der Halle. Ich öffnete die Tür und (Gedankenstrich?) dort sah ich ihn auf einer Bank sitzen. Er hatte seine Hände bandagiert und er trug das rote Trikot seines Vereins.
Wir redeten über das Turnier und alle klopften abwechselnd auf die Schultern meines Bruders, als hätte er den Kampf schon gewonnen.

Ich öffnete die Tür und dort sah ich ihn auf einer Bank sitzen.

Weil ich mich nicht bewegte, stand, als wäre ich erstarrt, dauerte es, bis er mich bemerkte.
Unnötig kompliziert: Wichtig ist das Erstarren. (Regungslos/erstarrt stand ich da, er bemerkte mich erst nach einer Weile).

Zum Inhalt:

ein kleiner Mann in einem weißen Hemd und mit einem Mikrofon in der Hand stand im Ring und kündigte eine Pause an, bevor es mit den nächsten Kämpfen weitergehen sollte
Hier ist nicht ganz klar, ob es eine geplante Pause ist oder das Verschwinden dran schuld.

Meinen Bruder konnte ich nirgendwo entdecken. Ich sah auf den Toiletten nach, suchte bei den Duschen und in den Umkleiden.
Welche Gedanken beginnen jetzt im Kopf des Suchenden zu tanzen?
Halte ich für wichtig, um sich mit dem Bruder zu identifizieren, auch um den Absturz zu verdeutlichen, der das (spätere) Weinen für ihn bedeutet. Diese 'Entzauberung' des Bruders, diese plötzliche Erkenntnis ist der zentrale Punkt deines Textes. Hier verschenkst du viel Potenzial Tiefe zu erzeugen.

Dann hob er seine Hand und machte eine Bewegung, als wollte er mich wegwischen, das Gesicht verzerrt, und ich drehte mich um und ging. Den Flur entlang, zurück durch die volle Halle, rempelte mit jemandem zusammen, murmelte eine Entschuldigung, aber drehte mich nicht einmal um.
Dieses "wegwischen" ist gut beschrieben, auch das Verhalten des Protagonisten, dieser Tunnel, in dem er sich befindet konnte ich mir ausmalen (natürlich kann man auch da mehr schreiben, aber du hast dich schließlich für das FF-Format entschieden).

Später, als wir nach Hause fuhren, ich mit ihm und seiner Freundin auf der Rückbank, und alle laut durcheinander redeten und lachten, sah ich zu ihm herüber. Er hatte seiner Freundin die Medaille umgehängt. Sie grinste und strich mit ihren Fingern über seinen Handrücken.
Nun, das kann man als zu liebliches Ende empfinden, auf den zweiten Blick bildet dieser Abschnitt aber einen guten Kontrast zu:

Unsere Blicke trafen sich, aber ich sah schnell wieder weg. Ich versuchte, an den Kampf zu denken. Daran, wie er sich bewegt hatte. Aber es gelang mir nicht.
Die einen machen Party, als sei nix gewesen (glauben das auch, wollen auch glauben - das Verschwinden hätte Fragen aufwerfen können) - der andere kann seinen Bruder nicht mehr so sehen, wie er es gerne weiterhin tun würde (da ist auch etwas Egoismus im Spiel).

Einerseits hat deine Geschichte das Motiv der Epiphanie, andererseits einen Schluss, der den Leser an den Rand des von dir geschaffenen Erzählkontinents führt, ihm dann überlässt, ob und wie er weiter gehen will.
Das führt zu der wichtigen Frage: Braucht der Text mehr Verdeutlichung seiner inhaltlichen Möglichkeiten oder bietet er genug Anregungen für den Leser das Wesentliche zu erkennen?

Wenn man sich nicht weiter mit dem Text beschäftigt (weil das Leseziel ein Kommentar ist) geht sicher einiges verloren, was durchaus in der Geschichte, gewissermaßen im Keim, angelegt ist (vorallem die Nachvollziehbarkeit der Erschütterung, die das Weinen auslöst, kommt für mich zu kurz).

Durchaus interessanter Text, besonders, dass der Protagonist seinem boxenden Bruder kein Verständnis entgegen bringen kann, hat bei mir Nachdenklichkeit bewirkt.

L G,

Woltochinon

 

Huhu, @Habentus

Ich schließe mich Zigga an. Der Text hat Potential. Also Scheiße ist der auf keinen Fall. Die Story steckt da drin. Schlummert noch etwas. Vielleicht muss man sie aber erst in den Ring schleifen und ein bisschen prügeln. Ich fang mal an, vielleicht hilft dir der Anstoß.

Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren.
Streich den ersten Satz.
Es war sehr heiß und wir standen auf dem Parkplatz der Sporthalle im Schatten einiger Bäume.
Fang hier an.

Das wäre mein Vorschlag. Zieh die Story von da auf. Da hast du Platz für Dialoge. Das solltest du nicht so vor sich hin plätschern lassen. Das hier zum Beispiel:

wir begrüßten seinen Trainer und einige der Jungs aus dem Verein. Die Freundin meines Bruders war mitgekommen. Sie sah sehr schön aus, mit ihren langen schwarzen Haaren und ihrer braunen Haut, dicht an ihn geschmiegt, er locker den Arm um sie gelegt. Unsere Eltern kamen dazu und schüttelten Hände. Wir redeten über das Turnier und
...
Dann: Bevor die reingehen klopfen sie ihm auf die Schulter. So als ob er den Kampf schon gewonnen hat. Ok! Starke Geste.

Am Mittag, nach dem Wiegen und als die ersten Kämpfe begannen, saß ich zusammen mit seiner Freundin auf einer Bordsteinkante.
Das hier auch. Wenn die sich nicht unterhalten oder irgendwas machen, ist doch auch egal, ob die Freundin mit da auf dem Bordstein sitzt.

Da muss für meinen Geschmack mehr rein. Das ist noch nicht ausgereift. Der Plot ist da, aber das was da steht, das batscht noch nicht. Da sind die Buletten noch in der Pfanne, aber das Kind isst schon die Brötchen.

Das ist überhaupt nicht bös gemeint, sondern im Gegenteil. Ich hätte richtig Bock das zu lesen. Aber da ist noch keine Short Story. Da kann ich noch nichts anfassen. Du musst dich halt fragen, wie sehr du's willst, und dann musst du rein da in den Ring.

Jahny

 

Hallo! Da sich mittlerweile die unbeantworteten Kommentare mehren, wollte ich eine kurze Rückmeldung geben. Ich lese alle eure Anmerkungen, werde aber erst am Wochenende zum Antworten kommen!

Bis dahin beste Grüße!

Habentus

 

Mahlzeit @Habentus,

da hast du meinen grauen Zellen was zum Knabbern gegeben! Sehr interessante Geschichte!
Ich möchte wohl wissen, wie du auf die Idee gekommen bist!

Mein Bruder trat bei einem Box-Turnier an, und er hatte noch nie einen Kampf verloren.

Ah, mit dem Einstieg hadere ich ein bisschen! Erstens kann ich mir das extrem schwer vorstellen (muss es hier aber wohl schlucken), dass jemand im Box-Verein ist und noch nie verloren hat. Kann es das geben? Selbst das größte Talent muss doch erst mal Erfahrung sammeln und trifft über kurz oder lang auf einen der berühmten "alten Hasen", die noch zu gut sind.
Zweitens stört mich (ohne klar sagen zu können, wieso) die Gegenüberstellung von "Box-Turnier" und "Kampf". Ich glaube es liegt daran, dass du nicht sagst, um welchen Kampf es überhaupt geht. Gibt es eine Vorrunde oder gleich K.O.-Modus und es ist der erste Kampf, oder schon das Finale? Vielleicht wäre es einfacher, wenn er einfach nur einen Kampf austragen würde, aber das ist natürlich nur eine Idee...

als hätte er den Kampf schon gewonnen

hier auch, geht es um das Finale, oder meinen sie das Turnier insgesamt?

ich stellte mir vor, wie es wäre, mich zu bewegen, wie er es konnte

Das finde ich, als Gegenüberstellung für die später folgende Szene, wunderbar.

Eine halbe Stunde vor dem Kampf war er verschwunden.

Ich vermute, es ist doch der erste Kampf, weil sie am Anfang des Turniers zu sein scheinen.

Ich dachte erst, er würde lachen, aber dann sah ich, dass er heulte.

Und dann das! Rätselhaft! Warum? Du gibst keine Erklärungen, und das finde ich gut. Der abgeklärte Boxer, unbesiegt, verkriecht sich vor dem Kampf (noch dazu vielleicht vor einem Erstrundenduell?) und weint. Man kann sich z.B. vorstellen, dass der Druck zu groß ist für ihn. Eventuell wäre es noch geschickter gewesen, wenn du das etwas konkretisiert hättest, damit man sich besser in die Situation hineinversetzen kann, aber ich bin nicht sicher. Das ist eine tolle Szene.

Ich versuchte, an den Kampf zu denken. Daran, wie er sich bewegt hatte. Aber es gelang mir nicht.

Und hier deutest du zart an, wie sich ihr Verhältnis verändert hat, das ist packend!

Ich finde vieles schon rund, mir würde es aber sehr helfen, wenn du das "Setting" noch etwas mehr verdeutlichen könntest. Ein paar Details, um es farbiger und konkreter zu machen, wären nett.

F.

 

Hallo Habentus,

ich hab Deine Geschichte gern gelesen, der Anfang ist vielversprechend, ich konnte mich sofort in die Szene hineinversetzen. Soweit war erstmal alles stimmig, aber irgendwie stand ich ab einem gewissen Punkt auf dem Schlauch. Ich versteh nicht, warum der Bruder geheult hat. Hab ich irgendetwas verpasst? Also den Sinn der Geschichte hab ich nicht begriffen, liegt vielleicht auch an mir. Einen tollen Schreibstil hast Du, man hat super Kopfkino. Neugierig gemacht hast Du mich, ich würde gerne erfahren, was hinter seinen Emotionen steckt. Was mir aufgefallen ist, sind die vieeeelen Wiederholungen des Verbs "sehen". Da würd ich bisschen Abwechslung reinbringen.

immer um denselben unsichtbaren Punkt herum, den nur er sehen konnte. Ich fand, dass es aussah, als würde er tanzen, aber das sagte ich ihm nicht. Wir sahen zu, sprachen nur wenig miteinander

Vielleicht... Er glich einem Tänzer... Wir schauten zu,

Niemand hatte ihn gesehen und ich ging ihn suchen.

Niemand wusste, wo er war...

Ich öffnete die Tür und dort sah ich ihn auf einer Bank sitzen.

Ich öffnete die Tür. Da war er, saß auf einer Bank.

Ich dachte erst, er würde lachen, aber dann sah ich, dass er heulte

... aber dann wurde mir klar/ bewusst, dass er heulte...

Er sah mich an und öffnete seinen Mund, als wollte er etwas sagen.

redeten und lachten, sah ich zu ihm herüber.

Unsere Blicke trafen sich, aber ich sah schnell wieder weg.

Liebe Grüße
Silvi

 

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