Was ist neu

spannung

Genre: spannung

  1. Supercut

    Du hast dein Handy in der Hand und siehst dir einen Bareknuckle-Supercut an. Aber du siehst nicht richtig hin. Mit deinen Gedanken bist du woanders. Deine Nase läuft. Deine Beine kannst du nicht stillhalten und weil du gerade erst eine Line gezogen hast, schiebst du Kiefer. Du zündest dir eine...
  2. Wenn der Schmerz das Einzige ist, was bleibt

    »Warnung! Druckverlust. Außenhülle der Ebene Dreizehn beschädigt«, ertönte aus den Lautsprechern eine Ansage in regelmäßiger Abfolge. Schnelle Schritte hallten durch einen leeren, breiten, endlosen Korridor. Die dürftige Notbeleuchtung der roten Warnlichter warfen blasse Schatten von ihm an die...
  3. Hinterher

    „Verdammt Armin, mach die Tür auf!“ Das Donnern meiner Faust auf die Tür klingt zwischen den hohen Wänden des Treppenhauses nach. Kurz fürchte ich, gehört zu werden, obwohl mir angesichts der Situation wohl niemand einen Vorwurf machen würde. Erneut lasse ich eine Salve an Fäusten auf das...
  4. Die Hand

    „Ich bin 92“, sagte Grete Raither und schenkte sich ein Stamperl Zwetschenschnaps ein. „Trinkst du auch einen?“ „Um Gottes Willen nein!“, lehnte Phillip Fischer dankend ab und verfolgte erstaunt, wie die alte Frau mit zittriger Hand sein Glas füllte. „Der ist hausgemacht, musst keine Angst...
  5. Besuch der Tochter

    Gleis drei. Viertel nach fünf. ICE 1157. Mehr stand nicht in der Nachricht. Der Zug kommt tatsächlich pünktlich. Rudloff steht am Bahnsteig und beobachtet die aussteigenden Menschen. Klappernde Rollkoffer werden an ihm vorbeigeschoben, der rote Sekundenzeiger der Bahnhofsuhr dreht seine Runden...
  6. Störfrequenzen

    Leo wusste, dass ich sie genau dort finden würde. Die Kassette stand auf dem Regal, eingeklemmt zwischen einer Bob-Dylan-Biographie und dem Gitarrenbuch von Peter Bursch. Die Hülle war vergilbt und das Einlegeblatt in seiner schwungvollen, eleganten Handschrift bekritzelt. Oben in der Mitte...
  7. Das Wanderhaus

    Das Wanderhaus von Hanno Berg I Benjamin war auf dem Weg durch die Altstadt zur Universität. Gedankenverloren ging er an den schmucken Fachwerkhäusern vorbei, ohne Einzelheiten wahrzunehmen, denn er dachte nach. Als er aber an die Ecke Gerichtsweg und Rathausplatz kam, schaute er sich um. War...
  8. Auf freier Strecke

    Ein Ruck riss Aaron aus seinem Traum. Die Kinderstimme in seinem Kopf wurde leiser, verschwand. Was war das nur für ein seltsames Lied gewesen? Angsteinflößend! Er hatte es schon einmal gehört, aber wo? Noch halb benommen strich er sich über die Stirn. Der Zug hielt. Als Aaron aus dem Fenster...
  9. Das Rauschen des Stillstands

    Die Kälte biss immer schärfer in ihre Gesichter. Der Wind trieb Papierfetzen über den leeren Parkplatz, die sich in einem Stapel abgenutzter Reifen verfingen. Über allem hing ein dumpfes Brummen: der gleichmäßige, vibrierende Bass des Truckmotors. Timmy fröstelte, schob die Hände tief in die...
  10. Lydias Blutige Gnade

    Lydias blutige Gnade - 31.03.1992 – 22:59 Uhr – Hamburg - Rotlichtviertel "Du bist zu weich für diesen Job! Hab´ ich dir vor Jahren schon gesagt, Harvey!", brüllte ich über das Knallen der Gewehrschüsse hinweg. "Ich bin nicht zu weich, sondern ich habe noch einen kleinen, beschissenen Rest...
  11. Sind Sie ein Sünder, Pfarrer?

    All die müden Pferde liegen in der Sonne und sie öffnen die Augen nicht, um der Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Sie verstecken eher den Kopf vor dem Licht, ihren Verstand vor dem Logischen: Sie werden benutzt und geschlachtet, geritten und erschossen, geliebt und ausgereizt. Sie sind das...
  12. Die Schlacht bei Sempach

    Die Sonne hängt bleiern über dem Feld von Sempach. Ein Tag, der nach Sommer riecht, aber nach Blut schmeckt. Ich stehe zwischen meinen Kameraden, die Schäfte unserer Spieße in der Hand, das Leder der Riemen klebrig vor Schweiß. Ich ziehe den Helm tiefer ins Gesicht, spüre das Gewicht auf meinem...
  13. Schleier

    Die Ampel wollte nicht grün werden. Es war ein verschwommener Anblick von schnellen, lauten, doch lautlosen Strichen, die meine Haare vor meine Augen wehten. Der wirkungslose Kampf, diese zurück hinter mein Ohr zu streichen, ließ mich meine Hand zurück in die Jackentasche gleiten lassen. Die...
  14. Sie kommen

    Solche Schmerzen hatte ich nicht erwartet. "Knie-OPs sind bei uns Routine. Nach ein paar Tagen fühlen Sie sich wieder fit, nach wenigen Wochen können Sie wieder laufen und Auto fahren. Die Schmerzen sind gut erträglich." Ich kann seine Stimme noch hören. Gut erträglich? Von wegen. Mein Knie...
  15. Verschollen am River Mersey

    Es war früher Abend in Liverpool. Ein noch reger Betrieb herrschte auf den Wegen entlang der Hafenanlagen nahe den imposanten Royal Albert Docks, wo immer noch Gruppen von Spaziergängern flanieren, um den ausklingenden Tag zu genießen. Ein spätes, sanftes Licht senkt sich auf die Ufer des River...
  16. Vermisst: Jakob Wenger

    - Der Anfang - »Ich weiß, du willst nicht darüber reden.«, sagte Martin nach etwa zehn Minuten. Seit ihrer Begrüßung, hatte keiner von beiden ein Wort gesprochen. Es war eine sternlose Nacht und die Luft war so kalt, dass einem die Kehle brannte. Jeder Atemzug schmerzte. »Aber kannst du´s mir...
  17. Im Schrank

    Der Regen prasselte gegen die Fenster, während Lia sich ein Kissen unter den Arm klemmte und sich inmitten der Umzugskartons zu Steven auf die alte Ledercouch fallen ließ. Ihr neues Zuhause roch nach frischer Farbe, Holz und diesem leichten, kaum merklichen Duft von etwas, das ... älter war. „Es...
  18. Die Einladung

    Anspannung pur für mich im Taxi auf dem Weg zum Flughafen an diesem regnerischen Tag; die Stadt war im diffusen Licht nur noch schemenhaft zu erkennen. In mir stieg die Aufregung, ich rutschte auf dem Sitz hin und her. Ein Vorstellungsgespräch in der europäischen Zentrale eines multinationalen...
  19. Im Rauschen des Meeres

    ANKUNFT Zum ersten Mal seit Monaten konnten wir wieder Besucher auf unserem Archipel empfangen. Die Behörden hatten um Mitternacht erklärt, dass der Wahrscheinlichkeitswert für einen Sturm wieder bei null lag. Dem Wohltäter sei Dank! Das erste Schiff mit Diplomaten erreichte den Hafen am...
  20. Geheimnisse der Berge

    Winter, 1886. Nachts war ein Sturm über das kleine Bergdorf gefegt. Der Schnee türmte sich einen Meter hoch um die Steinhäuser. Es war noch fast dunkel. Dicke, schwarze Wolken hingen über dem Berg. Heute würde ein dunkler Tag werden. Einer nach dem anderen kamen die Dorfbewohner aus ihren...
  21. Railway

    "Railway" Manche Leute behaupteten, der Tod selbst bedeute Freiheit! Das Schlimmste sei das Sterben. Man stehe der Angst, den eigenen Gedanken schutzlos gegenüber und sei dazu gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Allerdings hatten besagte Menschen nie an jener Schwelle...

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