Was ist neu

Epilog-Nachbearbeitung

Mitglied
Beitritt
14.02.2007
Beiträge
21

Epilog-Nachbearbeitung

Epilog
Er spürte den stechenden Schmerz hinaufziehen, spührte, wie sich Nervenbahnen fast wanden, um der Flüssigkeit auszuweichen, die den Schmerz verursachte. Eigentlich eine unlogische Analogie, aber sie war zutreffend. Er nahm das Pad wieder von seinem Knie und sah das Blut, das es aufnahm.
Jahal Corraeth bemerkte die Wunde an seinem rechten Knie erst, als er in dem frisch getauften Raumfrachter Jägerglück seine Hose hochkrempelte, um die Mechnopothese, die seit dem Solaren Krieg sein Gliedmaß ersetzt, von dem Schmutz, dem Schweiß und den Pilzwucherungen zu befreien, die sie ergriffen. Glücklicherweise erwies sich die Quadranium-Mischung als widerstandsfähig genug, sicherlich auch dank der Behandlung mit dem klebrigen, formbaren Ginoh-Bernstein, der dafür sorgen sollte, dass die zahlreichen auf dem Mars heimischen Baktieren und Pilze, die Metallverbindungen nicht zerfraßen, um sich dann dem elektronischen Inneren zu widmen, an diesem Vorhaben gehindert werden sollten.
Seit den fehlgeschlagenen Koloniesierungsversuchen des Planeten im ausgehenden 23. Jahrhundert und dem späteren Solaren Krieg, der zum Niedergang der Eurasischen Föderation führte, verkam der rote Planet - einst das Ziel aller alten Menschen, in der EF, der Zentralasiatischen Republik oder dem Anglokanadisch-Amerikanischen Bündnis - zu einer Dschungelwelt. Die CO2-Dampfer, große Kohlendioxid ausstoßende Maschinen, die die Atmosphäre des Planeten soweit verdicken sollten, dass eine Erwärmung stattfinden konnte, wurden unbeaufsichtigt gelassen und stieben weiterhin ihren dreckigen Inhalt in die Luft und den Orbit, während die Grünen Keime für Sauerstoffentwicklung sorgten. Nach dem Ende des Krieges vor inzwischen siebenundzwanzig Jahren, wurde der Planet leicht kolonisiert und vor allem von afrikanischstämmigen Farmern betrieben. Die allgegenwärtigen Buschbrände waren eine Konstante des Planeten, wie die Kriege der nordwest-europäischen Inselgruppen Terras gegeneinander.
Ihn kümmerte es jedoch nicht. Er wollte nur sein Erz und dann weiter nach Ceres, um den Profit dafür vom Gürtel-Konsortium einzustreichen. Aber zunächst gab es ein ... argh, schmerzlicheres Problem zu überstehen als mir den Gürtlern zu verhandeln, die ihm sowieso nur für ein Drittel bezahlen würden.
Irgendein Insekt muss in der Nacht zugestochen haben. Jahal biss sich auf die Unterlippe als er in dem primitiven MedBereich der Jägerglück ein weiteres in Alkohol getränktes Tuch über die Wunde legte, um sie genügend zu desinfizieren, damit die Medi-Pads wirken konnten. Ein äußerst fieses Insekt - hat wahrscheinlich vorher einen Politiker gebissen!

Als sich der gebürtige Europäer verarztet hatte, sah er auf sein Armbandchono und erkannte, dass nur noch eine halbe Stunde bis zum Treffen mit diesem übergewichtigen und übel riechenden Hafenmeister verblieb, der nun seine Liegegebühr einstreichen wollte.
Nein, ein übergewichtiger, übel riechender und Mond-Staub abhängiger Hafenmeister, verbesserte er sich noch
Er sprang von der Behandlungsliege auf den harten Metallboden der Glück, eines alten Erzfrachters der Himmelsstürmer-Klasse, eines der letzten hochwertigen Produkte von Boeing. Aber für ihren - Janas und seinen - Zweck reichte es vollkommen, wenngleich er nicht wusste, für welchen Zweck es reichen sollte.
Chiams und sein Treffen auf dem Mars beinhaltete die Suche nach dem Adonis-Wrack und dessen Ladung - und danach? Tja, jetzt heißt es wohl Lebensplanung.
Sein gesundes - in Jahals Definition nicht amputiertes Bein - schmerzte etwas, als er in Richtung Hauptfrachtraum aufbrach. Nachdem er um die Ecke bog, sah er bereits etwas Blaues auf der Andruckliege sitzen und gegen den Bordcomputer eine Runde Halma spielen: Jana Leer, eine Lunarerin, von der Jahal sonst nichts wusste - oder wissen wollte. Aber würde er in Zukunft - nach Chiams bedauerlichem Ableben - mit der neuen Eignerin der in Jägerglück umgetauften Alte Dame klarkommen wollen, dann musste er seine Vorurteile gegenüber der Faschistin überwinden. Auch wenn sie eine Lunarerin war - aber eben war.
Als er näherkam, blickt sie mit ihren leeren Augen zu ihm auf - ihr Kopf wand sich in seine Richtung, aber ihre Augen starrten ins Nichts. Ein herzzerreißender Anblick.
"Euro", begann sie grimmig. "Was wollen Sie von mir?"
"Nur reden - und wir sollten es bei Jahal und ... Jana belassen. Ich bin kein Offizier der Euraischen Föderation mehr und Sie keine ... was auch immer Sie auf Luna waren."
Die darauffolgenden Minuten waren erfüllt von Schweigen, unterbrochen von den Positions- oder Zug-Ansagen des Computer, mit dem sich Jana im Halma maß. Schließlich brach die junge Frau die Stille. "Sie meinen: wer. Key ... ich war Key Lah."
Die rechte Augenbraue Corraeths zog sich unmerklich an, als er den Namen der Frau vernomm, die jedes Kind in der EF zu hassen lernte - er auch. Nur war er inzwischen achtundvierzig und die vor ihm sitzende Frau hätte seine Tochter - oder zumindest jugendliche Gebliebte - sein können.
Dann begann sie mit ihrer Geschichte ...

 

Hallo Jahal,

auch wenn ich selbst noch Neuling hier bin, so heiße ich dich dennoch auf kurzgeschichten.de willkommen. Immerhin bist du mit dem Posten deiner ersten Geschichte schon einen Schritt weiter als ich.

Doch leider habe ich den Eindruck, deiner Geschichte wäre es vielleicht besser bekommen, wenn du dir mit diesem Schritt noch etwas Zeit gelassen hättest. Sie krankt meines Erachtens an einigen Problemen. Zuvorderst: sie hat keine Handlung. "Ein Mann kratzt sich einen Mückenstich auf, geht dann ins Nebenzimmer und spricht zwei Sätze mit einer Frau, die ihm dabei ihr dunkelstes Geheimnis offenbart." Das ist eigentlich alles was die Geschichte hergibt, und das ist nicht genug.
Geschätzte 85% sind historisch-politischer Hintergrund, der erzählt wird, aber in dieser Konzentration nur langweilt. Das sollte geschickter eingebaut werden (wozu aufgrund des Mangels an Handlung natürlich kaum Gelegenheit ist).
Desweiteren finde ich deinen verschachtelten Satzbau sehr kompliziert. An deiner Stelle würde ich es mit einfachereren Sätzen versuchen, da es mir als Leser oftmals schwerfiel, den Sinn des Gelesenen im ersten Anlauf zu erfassen.
Ferner ist da die Psychologie der Figuren. Warum offenbart die Frau sich so schnell? Warum reagiert er nicht? Auch die Logik bereitet mir Probleme: er ist 48, sie im Alter seiner Tochter oder jugendlichen Geliebten, also maximal Mitte 20. Was kann sie dann im Krieg vor 27 Jahren getan haben, wofür sie gehasst wird?

Und schließlich der Titel, dem ich so gar keinen Sinn entnehmen kann - wozu ist dies der Epilog? Zum Krieg? Oder meintest du Prolog?

Bitte lass dich aber nicht von mir entmutigen. Lass vielleicht die ganzen Erklärungen in der ersten Hälfte weg und bau die Interaktion zwischen den beiden aus, so dass klar wird, warum sie schließlich ihr Geheimnis offenbart.

Viel Erfolg,
Teetrinker.

 

Moin Jahal

Ja, das riecht verdächtig nach einer Einstiegsgeschichte für ein Rollenspiel. Du bist X, hast dir die Krankheit Y zugezogen, sitzt mit Z im Raumschiff... ach verdammt, jetzt sind mir die Buchstaben ausgegangen. Egal. Hab ich richtig geraten;) ?

Der Stil hat mir ja durchaus gefallen, aber ich muss mich dem Teetrinker anschließen, zuwenig Handlung, zuviel Hintergrund, zumindest zuviel für so 'nen kurzen Text. Dabei würde ich doch gerne wissen, was es mit dieser ominösen Frau auf sich hat:confused: .

Also tu uns den Gefallen den gefallen und verpass den Ding einen ordentlichen REST, damir es zu einer Kg wird.

Ach ja, und bevor ich's vergesse: Auch von mir ein herzliches Willkommen:shy: !

Salute!

omnocrat

 

Teetrinker schrieb:
Immerhin bist du mit dem Posten deiner ersten Geschichte schon einen Schritt weiter als ich.

Schmeichel mir nicht, indem du es als Geschichte bezeichnest. Versuch ist angebrachter, würde ich denken. ;)

omnocrat schrieb:
Ja, das riecht verdächtig nach einer Einstiegsgeschichte für ein Rollenspiel.

Ja, erwischt. Ich geb's zu, das war eine Geschichte aus einem Rollenspiel.


Ich bin Teetrinker übrigens dankbar für seinen Beitrag. Mir gefiel die Geschichte in ihrem ursprünglichen Zustand so gut, dass ich mir eben dachte, mit einigen Änderungen bzw. Anpassungen sei sie auch gut hierfür geeignet. Falsch gedacht.
Ich denke allerdings, dass das auch gut so ist. Der eigene Stolz wurde erstmal angekratzt. Bei der nächsten Geschichte dürfte ich mir also ein paar zusätzliche Gedanken machen und eine eigene Geschichte schreiben; und nicht nur altes Material recyclen.

 

Hi Jahal,

Auch von mir ein Willkommen.

Den Text kann ich leider nicht anders, als missraten bezeichnen.
Von stilistischen Patzern (wenn sogar mir so was auffällt, will das schon was heissen!), über eine, sorry, schwachsinnig-gedankenlose (und leider im Bereich der SF allzu übliche) Geschichtsvorlesung zieht es sich wie ausgekauter Kaugummi dahin.
Das ist genau die SF die bewirkt, dass ausserhalb des Ghettos niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, dieses Zeug in die Hand nimmt.

So werden wir hier keine Freunde, deshalb der Rat: lies erst mal die empfohlenen Storys (keine Angst, von mir ist da nur eine dabei und die kannst Du getrost vergessen) – vielleicht bekehrt Dich das ja.

Proxi

 

Proproxilator schrieb:
[...]Das ist genau die SF die bewirkt, dass ausserhalb des Ghettos niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, dieses Zeug in die Hand nimmt.

Zunächst: Welches Ghetto? Dann: Ich bin froh, dass dieses Machwerk nirgendwo anders, als hier publiziert wurde und von derart vielen Personen verdammt. :D
Ich weiß, dass das keineswegs eine Meisterleistung war ... nicht einmal eine Lehrlingsleistung.

Alternativ zu diesem zusammengeklaubten ... nunja, Mist, den ich hier schrieb, versuch folgenden Link: Klick mich.

PS: Für andere, die hier posten: Lasst es. Diese Geschichte bedarf keiner weiteren Kritik, die beweist wie unnütz und überflüssig der dafür verbrauchte Webspace ist. :schiel:

 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Zurück
Anfang Bottom