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Bandenknall

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Bandenknall

Hanna füllte heute ihre Haut vollkommen aus. Sie war prall. Sie hatte gelacht und so viel geredet wie schon lange nicht mehr, sie trank Bier und die bittere Wärme breitete sich zuerst in ihren Oberschenkeln und dann in ihrem ganzen Unterleib aus. Die Hitze des Sommers brachte sie dazu, die Beine unter dem Tisch zu öffnen, und sie nahm ganz deutlich den schweren Geruch wahr, der von dort hochstieg. Sie stellte sich vor, wie sich ihr Moschusduft im ganzen Raum ausdehnte, langsam, aber hartnäckig, und wie er jedem der fünf anwesenden Männer wie rosa Rauch über die Nase ins Hirn stiege und dort deren Verstand ausschaltete. Ihr Größenwahn belustigte sie und sie kicherte. Schnell würde der Rauch sich dort in purpurnes Blut verwandeln, das rasch in untere Regionen wandern würde. Die Vorstellung von fünf harten, pulsierenden Schwänzen um sich herum verursachte einen angenehmen Krampf in ihrem Bauch und als es wieder etwas zu lachen gab, beugte sie sich vor, so dass ihr Busen schwer auf dem Tisch zu liegen kam.

Endlich schloss die Bar, und es ging Hanna ganz leicht von den Lippen:
"Kommt doch alle noch mit zu mir, ich hab genug zu trinken zu Hause, es ist nicht weit." Als einer nach dem anderen durch ihre Tür getreten war, kam ihr das Umdrehen des Schlüssels wie eine rituelle Handlung vor. Kaum hatte sie das Dosenbier verteilt und sich auf die Couch gesetzt, wich ihre leichte Nervosität einer allumfassenden Trägheit. Von ihren Knien aufwärts stieg süße Entspannung.

Es war zuerst nicht viel anders als im Lokal, die Männer, Studienkollegen, redeten über Vorlesungen, Professoren und fachliche Fragen, sie hörte kaum zu. Neben sie hatte sich der Ruhigste von ihnen gesetzt, der "Engel", wie Hanna ihn für sich nannte, ein schmaler Junge mit wirren blonden Dreadlocks und sensiblem Mund. Sie seufzte. Zuerst begann sie, eine ihrer langen Haarsträhnen immer wieder um den Zeigefinger zu wickeln, dann legte sie sich die Hand in den Nacken und streichelte immer wieder den Übergang zwischen Haaren und Haut, dort, wo es am zartesten und duftendsten war. Immer wieder, wenn sie ihre Sitzhaltung änderte, wedelte sie dramatisch mit ihren Armen, wegen der Hitze, und strich dabei verstohlen über ihre Brustspitzen, die aus ihrem etwas zu kleinen Büstenhalter gerutscht waren und in denen sich nun ihre ganze Energie bündelte. Sie saß mit angezogenen Beinen da, die sie nun leicht öffnete. Wie zufällig legte sie sich die rechte Hand auf die Hosennaht unter ihrem Bauch. Und dann, während die anderen noch vom Gespräch abgelenkt waren, wurden ihre Bewegungen absichtsvoller. Sie ließ den einen Träger ihres Tops über die Schulter fallen, streichelte diese und endlich setzte sie eine Vielzahl kleiner Küsse auf ihren Oberarm und auf ihre Schulter. Nur Tom, der mit dem Rücken zu ihr stand, weil er den CD-Player bediente, sprach noch.

"Komm schon", sagte Hanna rau zum Engel neben sich. Und der tat jetzt nichts Verkehrtes, obwohl er sonst immer mit den Gedanken woanders zu sein schien. Vorsichtig legte er ihr die Hand auf die Schulter und zog ihr langsam das Top auf der einen Seite ganz hinunter. Der harte Saum des Stoffes scheuerte dabei etwas an ihrer Brustspitze, bevor er sie ins Freie ließ, und sie stöhnte auf. Ihre rechte Brust sprang schwer und mit harter Knospe heraus. Tom, der sich gerade umdrehte, brach mitten im Satz ab und grinste.
"Yeah, weitermachen!" Die übrigen lachten. Nur Harald meinte: "Hört auf, da kommt nichts Gescheites dabei heraus!"

Der Engel legte nun ganz zart einen Finger auf die entblößte Spitze und umkreiste sie langsam. Hanna nahm seine Hand, drehte sie um, leckte ihm eine feuchte Linie in den Handteller, um schließlich ihre Zunge zwischen zwei seiner Finger hervorschnellen zu lassen. Dann stand sie auf, wobei sie flüchtig seine Hose vorne berührte, um die Wirkung ihrer Handlung zu überprüfen, und trat vor Harald.
"Du kannst noch gehen", sagte sie, "aber du musst wissen, wenn mir ein Mann meine Brüste wirklich gut massiert, dann kann ich schon allein dadurch kommen." Sie sah auf sein glattes, allzu ebenmäßiges Gesicht herab, auf dem jetzt Schweißperlen standen. "Glaubst du, dass du das bei mir schaffen könntest?" Er wollte noch etwas sagen, wurde aber rot. Nun zog sie sich das Top zusammen mit dem BH ganz herunter, und der Wulst, der dabei auf ihrem Bauch entstand, ließ die harten Nippel spitz nach oben stehen. Sie kniete sich vor Harald hin, nahm seine Hände und legte sie auf ihre Brüste. Ein paar Momente ruhten seine Hände dort, dann begann er sie, gar nicht so ungeschickt, wie sie befürchtet hatte, zu kneten. Plötzlich spürte sie einen weiteren Körper im Rücken. Tom. Er hatte die Hände voller Öl, er musste die Flasche in ihrem Badezimmer gefunden haben.

„Ich zeig´s dir mal, wie das richtig geht, Harry!“ Tom packte ihre Brüste von oben, presste sie fast schmerzhaft zusammen, ließ die von Öl glänzenden Warzen immer wieder zwischen seinen Fingern hervorkommen, wo sie Harald mit der Zunge in Empfang nahm. Sie sah von oben zu. Wie voll und rund ihr Busen aussah! Sie war schön! Geschmeidig beugte sie ihren Oberkörper weit zurück, eine glosende Zündschnur führte in ihrem Inneren von ihren Brustspitzen direkt in ihren Unterleib, ihre Haut brannte, jeder Zentimeter sehnte sich nach Berührung. Sie fühlte, wie sie sich nach außen dehnte, jeder Hand, die da war, entgegendrängte. Aber da war jetzt auch noch was anderes als eine Hand. Auf ihrem nach hinten gelegten Gesicht spürte sie die zarte Haut einer dick geschwollenen Eichel. Joe machte, wie bei allen Dingen des Lebens, auch hier nicht viel Umstände. Mit einer Hand umfasste er ihre Haare, wickelte sie sich um die kräftige Faust, und zog ihren Kopf damit noch weiter nach hinten. Dann wollte er ihr seinen Schwanz in den Mund drängen.
Hanna biss hinein, befriedigt sah sie die Spuren ihrer Zähne auf seiner gespannten Rutenhaut, was ihn zum Rückzug bewegte, ihm aber nicht die Härte nahm.
„Du kleine Nutte“, stieß er hervor, „ich krieg dich noch.“
„Das geht jetzt aber zu weit“, sagte Harald, „ich will keine anderen Schwänze sehen.“
„Nur deinen?“ Tom lachte.

Hanna kicherte. Sie stieß alle Hände von sich und rappelte sich auf. Sie wollte keinen Stoff mehr auf ihrer Haut spüren. Südamerikanische Musik lief und sie drehte sich ein paar Mal um die eigene Achse und stieß kleine Schreie aus. Ihre kreisenden Hüften ließen ihre tief sitzende Hose immer weiter nach unten rutschen.

Dann trat sie wieder zu Joe, dem dunklen Krieger:
„Du darfst sie mir ganz ausziehen.“ Absichtlich schlug sie dabei einen arroganten Ton an.
Sie mochte seine zielgerichteten, raschen Bewegungen, aus denen ersichtlich war, dass er immer genau wusste, was er tat und wollte. Er musste sich hinknien, um die engen Röhren von ihren Beinen zu bekommen. Demütig sah er dabei allerdings nicht aus. Als er mit der Hose fertig war, zerriss er ihr sofort mit einer einzigen gierigen Bewegung ihren String und wollte sie zwischen den Beinen packen. Sie entzog sich ihm aber, indem sie sich umdrehte und ihm die Pobacken ins Gesicht presste.
„Bück dich nach vorne und spreiz die Beine, du Sau!“ Dabei richtete Joe sich wieder auf und drückte ihren Kopf am Hals nach unten. Seine brutale Direktheit sorgte für kleine Explosionen in ihrem Bauch und diesmal folgte sie ihm gehorsam. Ja, sie wollte sich jetzt zeigen, vornübergebeugt ließ sie ihre Hände über ihre Oberschenkelinnenseiten nach oben gleiten und spreizte ihre rosafarbenen Lippen. Sie wollte jetzt, dass jeder im Raum sah, wie nass sie war, wie geschwollen, wie bereit. Joe hatte bereits seinen braunen Dicken in der Hand, als ihn Harald zur Seite schob.
„Hör auf, sie will das doch nicht wirklich, sie hat nur zuviel getrunken!“ Haralds Stimme überschlug sich. Seine teigige Haut hatte rote Flecken bekommen. „Es ist einfach nicht richtig!“
Joe knurrte: „Das ist mir egal, ich will sie jetzt ficken!“
„Sie ist es nicht wert, dass ihr euch wegen der streitet.“ Axel, der als einziger noch nicht aufgestanden war. „Nehmt sie durch, und dann gehen wir wieder!“ Gelangweilt saß er auf ihrem Bürosessel und schaukelte sich hin und her.

Hanna fühlte jede Faser ihres Körpers vor Energie vibrieren. Ihr Rückgrat war eine geschmeidige Schlange, und Wirbel für Wirbel richtete sie sich jetzt langsam auf, sie machte ihren Hals lang und drückte ihre Schultern nach unten, ballte ihre Fäuste. Sie war die Königin hier und niemand würde sich ihrem Willen widersetzen. Der Engel hielt in seinen Wichsbewegungen inne. Hanna begann das Öl auf ihren Brüsten mit langen lasziven Bewegungen über ihren ganzen Körper zu verteilen. Axel hörte auf, mit dem Sessel zu wippen. Ganz ruhig saß er jetzt da, so sauber aussehend mit seinem seitlich gescheitelten Blondhaar und dem dezent gestreiften, hellblauen Hemd.

Sie ging auf ihn zu, setzte sich kurzerhand mit gespreizten Schenkeln auf seinen Schoß und schlang die Arme um seinen Hals. Dann rieb sie sich mit ihrem ganzen Oberkörper an seinem, dankbar nahm der feine Baumwollstoff des Hemdes das Öl auf.
„Du hast mir mein Hemd versaut, und die Hose auch.“
„Du kannst bei mir auch etwas versauen. Sicher riecht dein Saft nach frischen Kastanienblüten im Morgentau!“
„Wirst du nie wissen, an so etwas wie dir mach ich mir nicht mal die Hände schmutzig.“
„Musst du auch nicht.“
Sie kletterte wieder von seinem Schoß, kniete sich vor ihm hin und zog den Reißverschluss seiner Hose auf.
„Heb deinen kleinen verwöhnten Arsch hoch!“ Lässig, sich nur auf einem Arm abstützend, hob er seinen Hintern leicht an. Sie zog ihm die Hose und seine Designer-Boxershorts bis zu den Knöcheln hinunter, saugte sich sofort mit ihrem Mund an seinen Eiern fest und umfasste seinen Schwanz mit beiden Händen. Es dauerte nicht lange, und ein Krampfen seines Bauches kündigte die weiße, dickflüssige Fontäne an. Da ließ sie ihn los, stand auf und schlug ihm mit dem Handrücken fest ins Gesicht.
„Du sagtest ja, ich werde es nie wissen.“
Axel wollte aufspringen, die um seine Knöchel gewickelte Hose behinderte ihn aber. Tom stellte sich zwischen ihn und Hanna, legte ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter: „Sieh´s ein, du bist ein Arsch!“

Da stand der Engel auf einmal vor ihr, der sanfte, der, wenn er etwas sagte, nur über die Natur und die Notwendigkeit ihrer Erhaltung sprach.
„Ich“, setzte er an, „ich will dich sehr wohl anfassen und mich an dir schmutzig machen.“ Die Farbschattierungen seiner Dreadlocks hoben sich kaum von denen seiner Kleidung ab, sie war mit Pflanzenfarben gefärbt. Jetzt begann er, sie Stück für Stück abzulegen und um sich herum auf den Boden zu werfen. Und siehe da, er sah jetzt aus wie ein junger Gott, der einer sandfarbenen Erdspalte entstieg, ein hagerer Faun mit rotglühendem, riesigem Schweif. Sofort waren Tom und Joe bei Hanna, hoben sie in die Höhe, spreizten ihre Beine weit auf und setzten sie auf den Schwanz des Engels. Und alle kamen sie heran, gebannt sahen sie zu, wie sein geädertes, dickes Ding, streifig von ihrem Saft, ihre Schamlippen nach außen zog, um dann wieder ganz in ihr zu verschwinden, wie ihre Scham dabei zu einer atmenden Anemone wurde, dunkelrot, geschwollen, schließlich pulsierend. Jeder betastete sie und prüfte ihr Fleisch.

Sie sah sich selbst von außen. In der Mitte ihr heller, glänzender Körper, umrahmt von herandrängenden Männerleibern, sie war ein Idol, dem feierlich, fordernd und schweigend geopfert wurde. Sie hörte ihr eigenes Stöhnen, das dem Rhythmus der Stöße folgte. Das war nicht mehr sie, deren Körper sich nun wie wahnsinnig unter den Griffen der Männer wand. Das war nicht mehr sie, die jede ihrer Öffnungen darbot, die sich wie ein Ding benutzen ließ, das man, wie man es grad brauchte, in alle Richtungen drehen konnte. Sie wollte sie zum Spritzen bringen, wollte bei jedem einzelnen diesen verletzlichen Moment sehen, wenn sie sich verloren, wollte im bitteren Milchsaft baden.

Sie brauchte nichts mehr tun. Hanna ließ sich fallen. Kein Muskel ihres Körpers war angespannt. Sie wollte fremde Haut an ihrer spüren, sie wollte überall Hände und Schwänze und Münder spüren, wollte aus sich herausströmen, keinen Unterschied zwischen ihrem und den anderen Körpern fühlen, in die anderen übergehen, wollte mit ihnen gefüllt werden.

Im Laufe des Vormittags verschwand einer nach dem anderen aus ihrer Wohnung, ohne dass sie es bemerkte. Einer schämte sich dessen, was passiert war, einer würde für einige Tage seine Gier nach Sex nicht bezwingen können, einer dachte in den rosigsten Farben an seine zukünftige Karriere, einer hatte sich verliebt, einer hakte auf der Liste der Dinge, die er unbedingt noch hatte machen wollen, einen Eintrag ab.
 
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23.01.2007
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Hallo Andrea!

Die Geschichte liest sich flüssig, im Erzählen wirkst du sicher. Ich hab sie gern gelesen.

Ich habe allerdings mit deiner Geschichte, ein paar Probleme. Zum Beispiel die restlichen Männder, die beteiligt sind. Bis zur Hälfte etwa ist das nur ein diffuser Haufen. Dann beginnst du, sie einzeln näher zu beschreiben.

Hier wäre es vielleicht gut, relativ am Anfang ein, zwei Sätze zu verwenden, um die Szene kompletter darzustellen, und auch die Männer miteinzubeziehen.

Denn so, wie du es hast, hat man am Anfang den Eindruck, die Männer spielen keine wirklich wichtige Rolle mehr.

Endlich schloss die Bar, und es ging Hanna ganz leicht von den Lippen:
"Kommt doch alle noch mit zu mir, ich hab genug zu trinken zu Hause, es ist nicht weit." Als einer nach dem anderen durch ihre Tür getreten war, kam ihr das Umdrehen des Schlüssels wie eine rituelle Handlung vor.

Hier springen sie zu schnell zu ihr nach Hause. Ich zumindest war zu träge, und musste den Satz mit der Türe zweimal lesen, bis ich kapiert hatte, dass die Leute woanders sind.

Der Schluss wirkt so lala. Alle gehen heim, sie merkt es nicht. Und was ist mit ihr? Die gesamte Geschichte handelt von ihr, aber am Ende erfährt man nur, dass sie es buchstäblich verschläft.

Da würde ich gerne noch was über sie hören. Schämt sie sich? Ist sie wider nüchtern? Bereut sie es? Oder freut sie sich gar auf den nächsten solchen Abend?

Schöne Grüße,

yours
 
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Hallo Andrea H.

... es hat mich nicht berührt. Zu mechanisch, zu offensichtlich gesteuert, wenn auch lebendig beschrieben.
Zu Beginn las es sich, als trage sie nur einen Rock, später ist es eine furchtbar enge Hose - etwas verwirrend, aber nicht tragisch.
Das Klischee des Automaten Mann wird zu deutlich coloriert; der Zaghafte, der Draufgänger, der Apostel und die Wirkung einer hemmungslos Willigen bedient die Phantasie des Schüchternen.
Ich weiß auch nicht, ob hier jetzt zu viel Porno oder zu wenig Kunst enthalten ist, aber gefallen hat´s mir nicht.
Liebe Grüße
Detlev
 
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Hallo Andrea,

da ich die Geschichte gelesen habe, kann ich auch etwas dazu sagen: Gekonnt geschrieben! Nur an manchen Stellen noch etwas holprig. Sehr gute Passagen (besonders der Anfang) wechseln mit weniger guten. Generell sind stellen, die beschreiben, was Hanna tut, will und fühlt gut geschrieben, aber wenn die "Kamera" zu den Männern schwenkt wird die Geschichte übelst oberflächlich. Charakterisierungen wie "der Engel" oder "der dunkle Krieger" sind kein Ersatz für die Persönlichkeiten richtiger Menschen - die jeder hat, auch ein Mann der pimpern will. ;)

Freundliche Grüße vom

Berg
 
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06.06.2005
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Hallo Andrea,

schwülstige Sommernachts Fantasien servierst du uns hier.

Leider drängten sich mir immer die Bilder aus einem Swingerclub auf, die ich mal bei SPiegel TV oder so gesehen habe und so konnte ich der ganzen Sache nicht wirklich etwas (für mich) erotisierendes abgewinnen.
Beschrieben hast du diese Situation (in der ich mich wahrhaftig nie befinden wollen würde) aber gekonnt. Ich empfand die Stimmung bei ihr in der Wohnung eher als unangenehm.
Sehr interressant finde ich, was dir hier glaube ich schon als Schwäche angekreidet wurde, ich aber als eher stark empfinde, den Kontrast (auch in der Art zu Beschreiben) zwischen ihrer aufkeimenden (nennen wir es ruhig mal) Geilheit und diesen Volldeppen, die sie sich mit nach Hause geholt hat.
Für sie benutzt du fast schon zu blumige Groschenerotik Beschreibungen, wärend die Männer beim Pornotube-Jargon bleiben.

Ich glaube bei der umgekehrten Variante wäre mir beim Lesen wohler gewesen.

Eine Frage noch: Hat der Engel unten auch Rastas?

Schwitzende Grüße
krilliam
 
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13.04.2006
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Hallo Andrea,

mir hat die Geschichte gut gefallen und ich vermisse auch nicht die Charakterisierung der Männer. Hanna ging es um ihre Befriedigung. Sie hat die Männer ausgewählt und wie ich finde, benutzt, um ihre Lust auszuleben.
Es gingen ihr oberflächliche, sichtbare Eigenschaften der Männer durch den Kopf und mehr wollte sie in dem Moment auch nicht sehen. Sie war einfach nur scharf, wollte berührt, gevögelt werden. Ich finde, das kommt gut rüber, für mich nachvollziehbar. Und wenn die Männer vielleicht etwas klischeehaft dargestellt wurden, was soll's? Es schadet der Geschichte in meinen Augen nicht, sie ist atmosphärisch dicht, sehr direkt und sprachlich gut geschrieben. Die einzelnen Reaktionen der Männer sagen sehr viel aus über ihr Wesen und das reicht mir auch für eine kurze Charakteristik der Typen.

Mich hast du erreicht ;), was sicher nicht an diesen tropischen Temperaturen liegt.
Sehr gerne gelesen!
Lieben Gruß,
Jurewa
 
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01.07.2006
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Hallo yours truly!

Die Geschichte liest sich flüssig, im Erzählen wirkst du sicher. Ich hab sie gern gelesen.
Schön, das ist ja schon mal was! :)
Ich habe allerdings mit deiner Geschichte, ein paar Probleme. Zum Beispiel die restlichen Männder, die beteiligt sind. Bis zur Hälfte etwa ist das nur ein diffuser Haufen. Dann beginnst du, sie einzeln näher zu beschreiben.
Nein, eigentlich treten sie nicht alle auf einmal auf. Drei von ihnen werden näher eingeführt, aber einer nach dem anderen, Tom und Harald werden nicht sehr genau beschrieben.
Hier wäre es vielleicht gut, relativ am Anfang ein, zwei Sätze zu verwenden, um die Szene kompletter darzustellen, und auch die Männer miteinzubeziehen.
Ja, das wäre eine Möglichkeit, nur würde dann wahrscheinlich der Anfang zu lange werden.
Denn so, wie du es hast, hat man am Anfang den Eindruck, die Männer spielen keine wirklich wichtige Rolle mehr.
Klar nicht, Hanna steht im Mittelpunkt! ;)
Was den Ortswechsel betrifft, es steht ja ganz klar "ihre Tür", weiß nicht, ob ich das wirklich noch deutlicher machen muss.

Der Schluss wirkt so lala. Alle gehen heim, sie merkt es nicht. Und was ist mit ihr? Die gesamte Geschichte handelt von ihr, aber am Ende erfährt man nur, dass sie es buchstäblich verschläft.
Ja, ist halt schwierig, wie geht´s nach so einer Ausnahmesituation weiter. Ich hab mir erlaubt noch kurz in die Männer hineinzuschaun, ich fand das ganz witzig, am Ende sozusagen ein Rätsel zu machen: Der Leser kann jetzt raten, zu welchen der fünf Männer gehört jetzt die jeweilige Reaktion am Ende ... Ist bei dir wohl nicht so gut angekommen, das ist schade.
Da würde ich gerne noch was über sie hören. Schämt sie sich? Ist sie wider nüchtern? Bereut sie es? Oder freut sie sich gar auf den nächsten solchen Abend?
Nö, das ist eine Kurzgeschichte, kein Roman, das ist nur ein Schlaglicht, ich muss da nicht alles ausbreiten.


Hallo Detlev!

... es hat mich nicht berührt. Zu mechanisch, zu offensichtlich gesteuert, wenn auch lebendig beschrieben.
Jo, ist auch keine Weihnachtsgeschichte ... Mechanisch, aber doch lebendig? Das scheint mir ein Widerspruch zu sein ... Aber ich weiß schon, was du meinst, es gibt keine Brüche in der Geilheit, so gesehen lauft es natürlich wie ein typischer Porno, die zwei Bremser, Harald und Axel, lassen sich ja auch nur allzuleicht überreden.
Zu Beginn las es sich, als trage sie nur einen Rock, später ist es eine furchtbar enge Hose - etwas verwirrend, aber nicht tragisch.
Nein, ich hab nirgends auch nur die leisende Andeutung gemacht, dass sie einen Rock trägt.
Das Klischee des Automaten Mann wird zu deutlich coloriert; der Zaghafte, der Draufgänger, der Apostel und die Wirkung einer hemmungslos Willigen bedient die Phantasie des Schüchternen.
Männer sind manchmal Automaten ...
Ich weiß auch nicht, ob hier jetzt zu viel Porno oder zu wenig Kunst enthalten ist, aber gefallen hat´s mir nicht.
Das ist schade, aber gerade bei einer solchen Geschichte, sind die Geschmäcker sicher sehr verschieden, bzw. beurteilt man vielleicht noch subjektiver als sonst.


Hallo Berg!

Generell sind stellen, die beschreiben, was Hanna tut, will und fühlt gut geschrieben, aber wenn die "Kamera" zu den Männern schwenkt wird die Geschichte übelst oberflächlich. Charakterisierungen wie "der Engel" oder "der dunkle Krieger" sind kein Ersatz für die Persönlichkeiten richtiger Menschen - die jeder hat, auch ein Mann der pimpern will.
Ja, klar, steht Hanna und ihre Gefühle dabei im Mittelpunkt. Vielleicht braucht sie derartige Charakterisierung auch, um die Männer in diesem Moment richtig scharf zu finden, also sie macht ihrerseits aus den Männern auch Idole. Ich weiß nicht, ich glaub, tiefergehende Charakterisierungen der Männer wären hier fehl am Platz.
Freut mich aber wirklich, dass du Hannas Stellen sehr gelungen gefunden hast! :)

Allen Kommentatoren vielen Dank fürs Lesen!

Gruß
Andrea
 
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01.07.2006
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So, weiter geht´s!

Hallo Krill!

Leider drängten sich mir immer die Bilder aus einem Swingerclub auf, die ich mal bei SPiegel TV oder so gesehen habe und so konnte ich der ganzen Sache nicht wirklich etwas (für mich) erotisierendes abgewinnen.
Ja, ich denke es ist überhaupt schwer, hier noch etwas zu schreiben oder zu zeigen, was nicht irgendwer schon irgendwo gelesen oder gesehen hat. Auf der anderen Seite wollte ich aber gerade zeigen, dass das etwas Spontanes ist, was nur aus der Lust der Frau heraus entsteht, und nichts Geplantes - in einem Swingerclub weiß man vorher ja schon, was kommt. Das ist mir wohl nicht recht gelungen, mich da davon abzuheben, obwohl ich das gerne gehabt hätte. Schade ...
Beschrieben hast du diese Situation (in der ich mich wahrhaftig nie befinden wollen würde) aber gekonnt. Ich empfand die Stimmung bei ihr in der Wohnung eher als unangenehm.
Du wärst wahrscheinlich gegangen ;)
Sehr interressant finde ich, was dir hier glaube ich schon als Schwäche angekreidet wurde, ich aber als eher stark empfinde, den Kontrast (auch in der Art zu Beschreiben) zwischen ihrer aufkeimenden (nennen wir es ruhig mal) Geilheit und diesen Volldeppen, die sie sich mit nach Hause geholt hat.
Ja, die waren halt grad da, was soll sie machen ... :D
Für sie benutzt du fast schon zu blumige Groschenerotik Beschreibungen, wärend die Männer beim Pornotube-Jargon bleiben.
Aua, das tut aber weh ... Wo genau siehst du da "zu blumige Groschenerotik"? Und die Sprache der Männer? Ja, gut, glaubst du, dass die da wirklich so viel anders reden würden? Ich wüsste einfach nicht wie.
Ich glaube bei der umgekehrten Variante wäre mir beim Lesen wohler gewesen.
Das ist verständlich :D
Eine Frage noch: Hat der Engel unten auch Rastas?
klar, bis zu den Knien ...


Hallo Jurewa!
Puuuh, bin ich froh, dass sich auch eine Frau zu Wort meldet und dann auch noch positiv! :)
mir hat die Geschichte gut gefallen und ich vermisse auch nicht die Charakterisierung der Männer. Hanna ging es um ihre Befriedigung. Sie hat die Männer ausgewählt und wie ich finde, benutzt, um ihre Lust auszuleben.
Jo, genau! Es ist einfach auch ein bisschen eine Umkehrung der Verhältnisse. Wie bekannt mögen es viele Männer ja sehr, wenn Frauen beim erotischen Spiel Rollen spielen. Und Hanna weist hier eben auch jedem bestimmte Rollen zu. Die Männer näher zu charakterisieren würde über die Intention der Geschichte hinausgehen.
Es schadet der Geschichte in meinen Augen nicht, sie ist atmosphärisch dicht, sehr direkt und sprachlich gut geschrieben. Die einzelnen Reaktionen der Männer sagen sehr viel aus über ihr Wesen und das reicht mir auch für eine kurze Charakteristik der Typen.
Dein Lob freut mich sehr! :)

Euch beiden auch vielen Dank für euren Kommentar!

Gruß
Andrea
 
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02.07.2007
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Hallo Andrea,
erstmal zu den Details:

Die Hitze des Sommers brachte sie dazu
Sommerhitze wär hier griffiger.

Der Übergang erster-zweiter Absatz ist tatsächlich zu plötzlich..


bewegte sie dramatisch ihre Arme, wegen der Hitze,
Was heißt das? Wie genau? Zeigen! ;)

Wie zufällig legte sie sich die rechte Hand auf die Hosennaht unter ihrem Bauch.
Häm, gilt das generell als sexy? Ich kapier da die Funktion der Geste nicht.

Sie ließ den Träger ihres Tops über eine Schulter fallen
Sie ließ den einen Träger ihres Tops über die Schulter fallen.

Vorsichtig legte er ihr die Hand auf die Schulter und zog ihr langsam das Top auf der einen Seite ganz hinunter.
Top kaputt? :D

Der Engel legte nun ganz zart eine Fingerspitze auf die entblößte Spitze und umkreiste sie langsam. Hanna nahm die Hand des Engels,
seine Hand

"Du kannst noch gehen", sagte sie, "aber du musst wissen, wenn mir ein Mann meine Brüste wirklich gut massiert, dann kann ich allein dadurch schon kommen."
Aber du musst wissen… – mäh, das ist aufgesetzt

Nun zog sie sich das Top zusammen mit dem BH ganz herunter, und der Wulst, der dabei auf ihrem Bauch entstand, ließ die harten Nippel spitz nach oben stehen.
Das Wort Wulst stört mich in diesem Kontext – da denk ich an Krankheiten

ließ die von Öl glänzenden Warzen immer wieder zwischen seinen Fingern hervorkommen, wo sie Harald mit der Zunge in Empfang nahm.
Massageöl schmeckt scheußlich.

eine glosende Zündschnur führte in ihrem Inneren von ihren Brustspitzen direkt in ihren Unterleib
glosend? Gibt’s dieses Wort?

„Das geht jetzt aber zu weit“, sagte Harald, „ich will keine anderen Schwänze sehen.“
:D

Dann trat sie wieder zu Joe, diesen dunklen Krieger mit den breiten Schultern, die seine Beine noch kürzer aussehen ließen:
! ;)

Ihre kreisenden Hüften ließen ihre tief sitzende Hose immer weiter nach unten rutschen.
um die engen Röhren von ihren Beinen zu bekommen.
Wichtig: Ist die Hose weit oder eng? ;)

Ihr Rückgrad war eine geschmeidige Schlange, und Wirbel für Wirbel richtete sie sich jetzt langsam auf,
Brrr, das wär was für ne Horrorgeschichte!

Sicher riecht dein Saft nach frischen Kastanienblüten im Morgentau!“
Ich würde mich da kaputt lachen, aber bestimmt keinen hochkriegen. ;) Oder ist das ‚absichtlich ironisch’?

Da stand der Engel auf einmal vor ihr, der sanfte, der, wenn er etwas sagte, nur über die Natur und die Notwendigkeit ihrer Erhaltung sprach.
Boah! Das ist Ironie der subtilsten Art!

Und siehe da, er sah jetzt aus wie ein junger Gott, der einer sandfarbenen Erdspalte entstieg,
entstiegen war

Und alle kamen sie, gebannt sahen sie zu, […]
Jeder betastete sie und prüfte ihr Fleisch.
Und jetzt pathetisch-mythisch.


So, ich mag die Geschichte. Die ist jetzt natürlich nicht eine der hintergründigen Sorte, nix zum Grübeln oder besondere Erkenntnisse vermittelnd, muss sie schließlich auch nicht. Unterhaltsam ist sie aber, das reicht mir hier auch.
Nu ja, der Vorwurf, dass die Männer typisiert sind und tw. als Haufen wahrnehmbar, der ist berechtigt. Ich hab auch ein wenig den Überblick verloren, der ‚Engel’ hebt sich für mich am meisten von der Masse ab (für den scheint sie ja auch ne besondere Vorliebe zu haben. :D) Schlimm hätt ich’s vermutlich empfunden, wenn darunter ein Schwarzer und ein Asiate gewesen wären. :D Aber so ist von der Perspektive, dass es um Hannas Geilheit geht, die Darstellungsweise berechtigt. Den Schluss übrigens finde ich besonders gelungen.

Gruß
Kasimir

PS: Smiley-Grenze erreicht.
 
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Hallo Andrea,
wie immer sind Deine Beschreibungen akribisch gut beobachtet und formuliert. Dieses wilde Weib kann einen schon selbst kribbelig werden lassen!
Für meinen Geschmack macht es aber nicht die Masse der Männer, sondern das feine Erzählen von der Steigerung der Lust; es hätten mir dazu auch zwei Männer genügt, die mit ihr auf die 8erbahnfahrt der Zügellosigkeit gehen.
Doch das ist sicherlich Geschmackssache, ich sage das nur, weil ich denke, Du hast das Handwerkszeug, um aus weniger mehr zu machen.
Habe die Geschichte auf jeden Fall genossen...!!!
LG,
Jutta
 
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06.06.2005
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Hi Andrea,

so hart wars gar nich gemeint. Ich habe ja glaube ich auch darauf hingewiesen, dass ich es gekonnt fand und die Tatsache, dass ich die Situation unangenehm fand, zeugt doch von einer guten Beschreibung. Dass die Gotze uns mit den Freizügigkeiten von Hinz und Cunts überflutet, hat ja mit deiner Geschichte wirklich nichts zu tun.

Bin auch einfach kein Fachman in geschriebener Erotik, darum der für dich etwas hart klingende Begriff Groschen Erotik. Es klingt für mich einfach alles wie eine Parodie.

So long
krilliam
 
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01.07.2006
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Hey Kasi!

Zitat:
Wie zufällig legte sie sich die rechte Hand auf die Hosennaht unter ihrem Bauch.
Häm, gilt das generell als sexy? Ich kapier da die Funktion der Geste nicht.
lol, nein, sie will nicht für die anderen Anwesenden sexy sein, sondern sie will sich einfach selbst da berühren.

Das Top ist nicht kaputt, sondern halt einfach dehnbar.

Aber du musst wissen… – mäh, das ist aufgesetzt
Ich weiß nicht, sollte eigentlich arrogant, so von oben herab klingen.
Zitat:
ließ die von Öl glänzenden Warzen immer wieder zwischen seinen Fingern hervorkommen, wo sie Harald mit der Zunge in Empfang nahm.
Massageöl schmeckt scheußlich.
Du weißt es offensichtlich *zwinker*, aber Harald ist es da wahrscheinlich egal. Muss aber auch gar nicht Massageöl sein hier, sondern irgendein Körperöl.

Klar gibt es das Wort "glosend"!

Wichtig: Ist die Hose weit oder eng?
Eben eine Hüfthose mit engen Röhren, die werden oben beim Bund durchs Dehnen beim Sitzen oft weit und rutschen dann leicht hinunter.
Zitat:
Ihr Rückgrad war eine geschmeidige Schlange, und Wirbel für Wirbel richtete sie sich jetzt langsam auf,
Brrr, das wär was für ne Horrorgeschichte!
Hm, das seh ich nicht so ...
Zitat:
Sicher riecht dein Saft nach frischen Kastanienblüten im Morgentau!“
Ich würde mich da kaputt lachen, aber bestimmt keinen hochkriegen. Oder ist das ‚absichtlich ironisch’?
Ähm, ja, du bist halt ein etwas anderer Mann! *lach*Nein, also sie macht sich mit dieser Bemerkung über seine tadellose saubere Bemerkung lustig, wie schon vorher bei der Beschreibung seiner Person angedeutet. Und auch das Reiben ihres eingeölten Körpers an seinem Hemd geht ja in diese Richtung, dass ihr dieses allzu Saubere seiner Erscheinung ins Auge sticht und sie es zerstören will. Und sie will ihn natürlich demütigen und von seinem hohen Ross herunterholen, klar macht sie sich da über ihn lustig, müsste eigentlich aus dem Kontext hervorgehen.
Zitat:
Und siehe da, er sah jetzt aus wie ein junger Gott, der einer sandfarbenen Erdspalte entstieg,
entstiegen war
Nein, er entsteigt gerade jetzt - die Farben seiner Kleidung, die er um sich anhäuft, lassen diese eben wie eine Erdspalte aussehen.
So, ich mag die Geschichte. Die ist jetzt natürlich nicht eine der hintergründigen Sorte, nix zum Grübeln oder besondere Erkenntnisse vermittelnd, muss sie schließlich auch nicht. Unterhaltsam ist sie aber, das reicht mir hier auch.
Freut mich! :) Der Anspruch ist eigentlich nur die Umkehrung der Rollen.
Was den "Haufen der Männer" angeht, hier gibt es schon eine deutliche Hierarchie, und ich denke, das wär in Wirklichkeit auch so, dass sie da einen anziehender findet als den anderen. Am Ende sind sie natürlich alle eins, da unterscheidet sie nicht mehr.
Und alle kamen sie, gebannt sahen sie zu, […]
Jeder betastete sie und prüfte ihr Fleisch.
Und jetzt pathetisch-mythisch.
Ich hab mal in einem Dokumentarfilm eine Szene mit einer Nackttänzerin gesehen, die sich auch von den Männern rundum anfassen ließ. Und diese Männer hatten einen Ausdruck im Gesicht, als ob sie eine heilige Handlung vollziehen würden. Nicht falsch verstehen, die haben sich keinen Zwang angetan, sie wirklich ÜBERALL zu berühren, und trotzdem hatte diese Szene etwas, was alles Peinliche oder vielleicht auch Sexuell-Gewalttätige überdeckte, etwas was viel tiefer ging, und die tatsächlich etwas Rituelles hatte. Diese Szene hatte ich hier vor Augen.
Schlimm hätt ich’s vermutlich empfunden, wenn darunter ein Schwarzer und ein Asiate gewesen wären.
Warum? Darf man die als Frau aus politisch korrekten Gründen nicht "benutzen"? :D Oder wegen der "Buntheit"?
Aber so ist von der Perspektive, dass es um Hannas Geilheit geht, die Darstellungsweise berechtigt. Den Schluss übrigens finde ich besonders gelungen.
Ja, es geht um die Sicht der Frau dabei. Schön, dass dir der Schluss zusagt.


Hallo Jutta Ouwens!

wie immer sind Deine Beschreibungen akribisch gut beobachtet und formuliert. Dieses wilde Weib kann einen schon selbst kribbelig werden lassen!
Na, das ist ja schon was!
Für meinen Geschmack macht es aber nicht die Masse der Männer, sondern das feine Erzählen von der Steigerung der Lust; es hätten mir dazu auch zwei Männer genügt, die mit ihr auf die 8erbahnfahrt der Zügellosigkeit gehen.
Doch das ist sicherlich Geschmackssache, ich sage das nur, weil ich denke, Du hast das Handwerkszeug, um aus weniger mehr zu machen.
Du wirst lachen, aber konzipiert war die Geschichte zuerst mit sieben Männern! Wahrscheinlich aus magischen Gründen! *lach*
Habe die Geschichte auf jeden Fall genossen...!!!
Das freut mich! :)


Hey Krill!
Danke dir für die nochmalige Rückmeldung. Dass es auf dich wie eine Parodie wirkt, hat sicher was damit zu tun, dass in meinen Geschichten immer eine leichte Ironie mitschwingt, ich kann da gar nicht anders! ;) Und sicher hatte ich diverse Bilder von Gangbangs vor Augen, die ich ein bisschen umdrehen wollte.

Vielen Dank für eure Kommentare!

Gruß
Andrea
 
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Hallo Andrea,

eigentlich eine Geschichte, die einem eine hohe Leserschaft garantiert. Gerne werden sich dann hieran die Köpfe heiß gestoßen. Der Aufschre "Pornografie!" kommt auf et cetera pp
Du bist bisher wohl recht glimpflich davon gekommen weil a) Sommerferien und viele "Aufreger" gerade nciht aktiv sind ;) und b) die Episode sehr gut geschrieben ist. Letzteres enthebt dich natürlich nicht vollkommen der Anklage, du wollest lediglich mit der Geschichte schockieren/ Diskussionen in Gang bringen. Aber wenn man sein Handwerk versteht kann man auch mal Ausflüge in nebulöse Richtungen machen, da sich der leser jedem Thema zum Trotz auch an deiner Sprache erfreuen kann.
So hatte ich beim Lesen deiner kg nicht den Eindruck etwas anderes geboten zu bekommen als was der Titel verspricht (übrigens ein Pluspunkt, die schräge Übersetzung), aber dafür im edlen Kostüm. Will meinen, für dieses "Schmuddelfilmchen" stand ein deutlich höheres Budget zur verfügung als für die meisten anderen Filme aus diesem Metier. Und das wirkt dann natürlich auch wieder anders. Es kommt schon sehr stark auf die Inszinierung an. Klar, wenn man eine Doku über einen Swingerclub sieht, dann hat das in der Regel eine wenig ästhetische Komponente, da die Realität für eine Doku nur schwer zu schönen ist/ bzw der Aufwand sich i.d.R. nicht lohnen würde. Gäbe man dieses Material einem Andrew Blake in die Hand, dann würde er daraus sicherlich etwas ästhetisches machen können (ob einen das anspricht ist wieder eine andere Sache).
Inhaltlich von mir also keine Kritik. Handwerklich habe ich mich an der geschichte erfreuen können und kann damit sagen, dass sie einen gewissen Reiz ausgesondert hat ;)

aussschaltete
da müssen noch zwei s rein :D

grüßlichst
weltenläufer
 
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Kommentier den Text, nicht nur die Überschrift; zum x-ten Mal, verdammte Hacke.
 
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Er hatte die Hände voller Öl, er musste die Flasche in ihrem Badezimmer gefunden haben.
Oh Mann. Jaaaaaaa, klaaaaaaar. ;)

Joe machte, wie bei allen Dingen des Lebens, auch hier nicht viel Umstände.
Hm, durch das Diffuse der ersten Absätze und eigentlich bis hierhin auch entsteht so ein anonymes Bild, wohl auch durch die Gangbang-Nummer, und der Satz bricht dann daraus aus.

Südamerikanische Musik lief und sie drehte sich ein paar Mal um die eigene Achse und stieß kleine Schreie aus.
Hä? Südamerikanische Musik lief? ;) Genauer. Aber ne interessante Überlegung, wenn wir in Südamerika wären, würden wir dann auch schreiben: Europäische Musik lief und was würden wir damit meinen?

Es ist schon ein literarisch-wahrhaftiger Text in seiner Illusion, glaub ich. Es ist aber auch ein Internet-Porno-Text, der nur dadurch möglich ist, denn die Vorstellungen, soetwas getan zu haben oder zu tun, rühren daher. Hanna pendelt zwischen Macht und Ohnmacht und genießt beides. Die Männer: Ja, das ist sowas. Würde man sich wirklich so verhalten? Ehrlich? Würde man gespannt zuschauen wollen und noch dabei assistieren, wie nen anderer sie dann nimmt und sie noch draufsetzen? Würde man sich vor seinen Freunden einen runterholen? Also wenn sie sich so verhalten, dann doch eher, weil sie das bei youporn so gesehen haben. Das wirkt dann eher wie ein feuchter Traum der Frau. Das Verhalten der Männer ist, auch wenn da Brüche drin sind, halt schon so bereitwillig, die Proteste von Harald ("Ich will aber keine anderen Schwänze sehen") werden dann schnell beiseite geschoben, obwohl ich glaube, dass die wesentlich tiefer verwurzelt sind. Aber das passt halt nicht zu einem feuchten Traum. Da lassen sich alle Bedenken mit einem Augenaufschlag und einem ordentlichen Griff ans Gemächt wegblasen.
Wie in einem Porno-Film-Dialog: Nein - Bitte - Nein - Bitte - Nein - Bitte - Na gut.
Zwar auf einem höheren Niveau, aber dennoch aus diesem Geiste entspringt das Verhalten der Figuren hier auch. Es sind dann keine Männer aus Fleisch und Blut, sondern maximal Männer aus Fleisch und Blut, die meinen, sie müssten sich so verhalten, wie sie es in Pornofilmen gesehen haben.
Die Lust der Frau ist mir rational verständlich, das Brechen jeglichen Widerstandes, das sich selbst erniedrigen und sich damit erheben - jaaa, okay. Aber es wird dann auch wieder auf ein durchpoetisiertes Ross gehoben, ich weiß nicht. Das sind schon beackerte Felde. Dass die da im Moment, wenn sie eigentlich besudelt und benutzt ist, die metaphorische Königin der ganzen Szene darstellt und sich über sie alle erhebt und na ja, wie ihr es dabei geht, wird ja auch am Schluss offen gelassen, das ist schon so nen bisschen ... wie kann man sich als reflektierte Frau nach einem Gangbang sehnen und den noch in Einklang mit Welt- und Selbstbild bringen? Man saugt sich halt was aus den Fingern. ;)
Uh, ich blas dir einen und schlag dich danach, damit du merkst, dass ich dir über bin, grade, wenn du auf mich herabblickst - meiomei.
Da geht es nur um die Männer, beziehungsweise, es könnte auch um die Frau gehen mit dem "Liste abgehakt", aber na ja, da steht halt immer nur "einer", nicht "eine". Die Motivation der Frau bleibt dann im Unklaren, auch wenn sie die Hauptperson ist, ist sie am wenigsten Fassbaren hinter der geschwollenen Muschi und den Macht- und Ohnmachts-Phantasien tritt sie zurück.

Ich find den Text unangenehm, vielleicht sollte ich sowas mal mit einem Mann und 5 Frauen schreiben, der wäre mir dann vielleicht genehmer, wohl aber auch aus rein physikalischen Gründen nach zwei Absätzen vorbei, es sei denn ich setze da keinen Mann rein, sondern so eine Art priapistischen Viagra-Gott, aber das schweift jetzt ab.

Gruß
Quinn
 
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Aufgepasst, Diskussion! :D
@Quinn

Es sind dann keine Männer aus Fleisch und Blut, sondern maximal Männer aus Fleisch und Blut, die meinen, sie müssten sich so verhalten, wie sie es in Pornofilmen gesehen haben.
Die Lust der Frau ist mir rational verständlich, das Brechen jeglichen Widerstandes, das sich selbst erniedrigen und sich damit erheben - jaaa, okay. Aber es wird dann auch wieder auf ein durchpoetisiertes Ross gehoben, ich weiß nicht. [...] wie kann man sich als reflektierte Frau nach einem Gangbang sehnen und den noch in Einklang mit Welt- und Selbstbild bringen?
Und Harems (sowie generell sexuelle Orgien) gibt’s auch nur in fiktiven Welten, wie die von Sheherazade, ähm, :google: Schahryâr... Wahrscheinlich konnte ich mich deswegen nicht mehr an seinen Namen erinnern, weil die Unvereinbarkeit von Promiskuität und gesundem Selbstbild zu seiner Charakterschwäche geführt hat. Immerhin ’ne spannende These.
Aber eigentlich will ich da nur sagen, dass es solche Praktiken schon viel früher als Pornos im heutigen Sinne gab (und sie je nach Kulturkreis unterschiedliche Funktion und Stellenwert hatten). Demnach muss diese Fantasie auch älter sein. Wenn du da von „Welt- und Selbstbild“ sprichst, dann handelt es sich dabei auch nur um das westliche, das es so in Deutschland auch erst seit dem Mittelalter gibt.:klug:


vielleicht sollte ich sowas mal mit einem Mann und 5 Frauen schreiben, der wäre mir dann vielleicht genehmer, wohl aber auch aus rein physikalischen Gründen nach zwei Absätzen vorbei
Ich dachte, du guckst youporn… :D
 
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Hallo Andrea,

zum Einen möchte ich dir gratulieren, dich an ein solches Thema gewagt zu haben. Du umschiffst dabei gekonnt die Klippen zwischen Pornografie und Kunst zu umschiffen. Und trotzdem klingt das nicht nach Blümchensex. :)

Die Geschichte ist sehr gekonnt geschrieben. So richtig meinen Geschmack hast du damit - ehrlich gesagt - allerdings nicht getroffen.

Zum Einen hatte ich mit der Vorstellung der Protagonstin ein paar Schwierigkeiten. Sie trifft sich mit ihren Studienkollegen - daraus habe ich geschlossen, dass sie noch relativ jung ist. Ich bringe ihr selbstbewusstes Auftreten allerdings nicht ganz mit ihrer "Jugend" in Verbindung. Was nicht heißt, dass es nicht möglich ist - aber ich müsste sie näher kennen, um es mir vorstellen zu können.

Überhaupt fehlt mir der persönliche Ansatzpunkt in dieser Geschichte - und das ist vielleicht auch das "Problem", dass ich damit habe. Ich weiß - eine solche Geschichte wolltest du natürlich gar nicht schreiben.
Am Schluss drehst du hier doch noch einmal eine Kurve und gehst ein kleines bisschen auf die Protagonisten zu. Ich habe mich gefragt , wer welcher ist - und das ist der einzige Moment, in dem sich die männlichen Protagonisten für mich in irgendeiner Art und Weise unterscheiden.

Viele Grüße, Bella
 
Senior
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10.10.2006
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Was ermächtigt zu solchen Vorschriften? Und wo stehen die andeutungsweise geschrieben?
Keine Ahnung, ob das hier irgendwo in den Regeln steht. Die Kritiker, die ich kenne und schätze, halten das allesamt so. Ganz klar die Stärke dieses Forums. Textarbeit.
Von dir les ich allerdings immer nur sowas, wo ich mir dabei denke: Aha, da hat wieder jemand die Überschrift gelesen und die Möglichkeit genutzt, das, was ihm durch den Kopf ging, irgendwie irgendwem mitzuteilen.
Das ist respektlos dem Autor und jedem, der sich ernsthaft mit dem Text auseinandergesetzt hat, gegenüber.
Nochmal: Textarbeit, nicht Frühstücks-Gedanken-Assoziationen.

Wenn man allerdings von solchen Ladenbesitzern deswegen übelst beschimpft wird, ist es allerdings besser, gleich einen Bogen um solche Boutiquen zu machen.
Entweder sind die sauer, weil man sich nicht sofort voll und ganz auf ihr Angebot einlassen will oder weil das Aushängeschild aus bestimmten Gründen nicht durchschaut werden soll.
Du solltest aufpassen, dass du beim Lustwandeln durch den Garten der Allegorien nicht über Gartenzwerge stolperst.

Gruß
Quinn
 
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Hi Andrea - auch auf die Gefahr hin, dass jetzt hier eher Frühstücks-Gedanken-Assoziationen folgen, wollte ich doch hinterlassen, dass mir dein Text rundum gefallen hat. Du lieferst Phantasie und Erotik und dazu - ganz offensichtlich, wenn man die ganzen Kmmentare in Ruhe liest - weit mehr Gesprächsstoff also 80 Prozent der restlichen Geschichten. Anspruch der Geschichte "Unterhaltung" also gelungen.

Im Falle außerordentlicher Erregung dürfte das Denken bei der Mehrheit aller Menschen weitgehend aussetzen - damit wäre schon sehr viel über die Glaubwürdigkeit deiner Geschichte gesagt. Und da deine Protagonistin nur eines im Kopf hat, reduziert sie die Männer auch nur darauf. Klischees also nicht nur erlaubt, sondern sogar notwendig - die Persönlichkeit der Jungs dürfte ihr vollkommen egal gewesen sein.

Der Schluss ist spitze - weil sich nun jeder fragen darf, wie sie wohl das ganze in der Nachschau sieht. Alles andere hätte nicht funktioniert - weil sie dann entweder in Richtung Schlampe (ich fands toll und mache es heute abend wieder) oder in Richtung politisch korrekte frau (wie konnte ich sowas nur tun?) abdriften muss. Bei diesem Schluss bleibt sie wie in der Geschichte Herrin über das Geschehen.

Ansonsten auch gut und flüssig geschrieben, pornographische Begriffe immer mal hier und da, nicht zuviel und nicht zu wenig und an der richtigen Stelle ausgeblendet. Sehr gut.

grüße, streicher

PS: Das im Bad gefundene Öl muss wirklich raus. Das geht gar nicht.
 
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02.07.2007
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@ Are-Efen
Das macht also schon Bann + denk; fehlt nur noch der Knall
Nein, das kann so nicht stimmen! Weil wenn man 'Bann' + 'denk' hatt, dann fehlt nicht 'knall', sondern 'nall'. Dann würde ich schon eher für 'Bann den Knall!' plädieren.
 

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