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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Die tätowierte Brieftaube

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Hi @svg ,

da kann ich mich den meisten vorherigen Kommentaren nur anschließen.

Hat von Anfang an Spaß gemacht zu lesen, was auch an Wortwechseln liegt wie:

„Werde bitte nicht albern, Papa!“, rügt sie in strengem Tonfall. „Als ob du dir ein wahnsinnig schnelles Postauto leisten könntest. Von deinem Gehalt.“

Kinder sind halt einfach gnadenlos ehrlich :gelb:

Das Thema mit der Brieftaube ist zwar austauschbar, aber das macht ja nichts, der Text gewinnt durch den durchweg gelungenen und witzigen Dialog.

Einen kleinen Fehler hab ich noch gefunden:

Es gibt nicht besseres, als gleichzeitig mit Kreide und Wasser zu spielen
nichts

Danke für den unterhaltsamen Text und viele Grüße,

Rob
 

svg

Senior
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Erst einmal sorry an alle fürs Warten lassen, aber ich organisiere derzeit einen zweiwöchigen Familientrip ins Department Ardeche (Freitag geht es los) und gestern war KInder-Schwimmsachen-Einkaufstag. Mein Gott, ist das anstrengend mit einem 6-Jährigen zu diskutieren, warum man jetzt nicht ein 2,60 langes Surfbord kaufen will - obwohl es doch ein Superspitzensonderangebot ist.

Ach ja... und ein guter Tipp an alle. Zieht euch einfach mal für knapp drei Jahre hier raus, wenn ihr wiederkommt, sind alle überragend freundlich zu euch ;)

Neee, ich freue mich auch wieder hier zu sein.

So, liebe @Novak, freut mich total, dass du der Seite treu geblieben bist. Habe gestern mit @fvg gesprochen und ihm erzählt, dass ich mal wieder was auf kurzgeschichten.de (so wird die Seite einfach für mich immer hießen, sorry Cheffe ;)) gepostet habe, und seine erste Frage war, wer ist den von den "alten Hasen" (sorry ;)) noch da? Novak? Konnte ich bejahen ;)...
Auf jeden Fall ich habe mich echt gefreut, von dir zu lesen. Und dann noch so ein (um es mal in Dieter-Bohlen-Deutsch zu sagen) Hammer-Kommentar.

Die Pause brauche ich übrigens ganz dringend aus privaten Gründen, aber es macht Spaß wieder hier zu sein.

Ursprünglich hab ich mich gefragt, was ich denn bei dieser Challenge kommentieren soll, meine Kinderzeit, liegt ewig zurück, beruflich hatte ich nur mit Jugendlichen oder eher älteren Kindern zu tun, eigene Kinder und Enkelchen hab ich keine. Schwierig, da den richtigen Maßstab zu finden. Und dann sagt der Snif das hier:
Eine Geschichte die auch Väter ihren Kindern gerne vorlesen würden. Und so soll es sein. Kinder riechen es, wenn Erwachsene beim Vorlesen gelangweilt sind. Das passiert hier nicht.
Das kann ich mir verflucht gut als Leitfaden für meine Kommentare nehmen. Ich stell mir einfach vor, ich wäre eine nette weißhaarige Oma, les vor, und wehe, ich kann in der Geschichte nicht wenigstens ein bisschen mitfiebern oder mir vor Freude auf die Schenkel klopfen.
Ich halte dich auch gänzlich ohne Kinder und Enkelchen absolut für kompetent genug, eine Kindergeschichte einzuschätzen und zu kommentieren. Ich habe auch schon Pferdegesichten kommentiert, ohne ein Pferd zu haben. Und ich glaube, ich habe es ganu gut hinbekommen.
Hey, mir fällt ein ich habe sogar schon mal eine Pferdegeschichte GESCHRIEBEN, ohne eins zu haben. Erwähne ich nur, um dir eventuell die letzte Motivation zukommenzulassen, um an der Challenge auch als Autorin teilzunehmen.

In deiner Geschichte hatte ich ein wenig Mitleid mit dem geplagten, armen Vater.
Völlig zurecht!!!!!!

Also ich hab mich bestens amüsiert und kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geschichte kleinen Kindern total gut gefällt, gerade weil die an dem Hin und Her und den Gesprächswendungen Spaß haben können. Sie erkennen sich wieder und sie erkennen den Papa wieder. Das ist total vergnüglich.
Das freut mich total. So war es gedacht. Schön, wenn es funktioniert.
Wie kannst du nur an deiner Eignung als Kommentatorin für Kindergeschichten zweifeln ;)...

Was das Ende betrifft, auf das ja mehrere Kommentatoren ein Löschauge geworfen haben, so muss ich sagen, dass ich es eigentlich ganz witzig finde, gerade weil Jola mit ihrem Einfall am längeren Hebel sitzt. Kann sein, dass das eher Erwachsene erfreut, aber ich weiß nicht, ob nicht auch Kinder so einen kleinen Schalk im Nacken sitzen haben und sich freuen, wenn sie ihre Eltern ein wenig ärgern können. Und das tut sie hier...
So, jetzt bist du endgültig meine Lieblings-Novak :)
Danke auch für die vielen Lieblingsstellen. Ich bin ehrlich gebauchpinselt :)

Okay, ich muss weg. Leider. Eine nette Bergbahn ruft mich nach oben...
Das klingt nach Urlaub. Genieße ihn :)

Aber ich hätte endlos so weitermachen können..
Na ja, wenn es im Urlaub mal so richtig regnet, kannst du gern ....;)

Ganz herzlichen Dank.

Hallo liebe @Fliege
Und noch so ein meganetter Kommentar - und das an ein und demselben Tag. Freue mich total von dir zu hören - bin auch nach drei Jahren immer noch ein großer Fan - manche Dinge ändern sich halt nie. Wie bereits geschrieben, schön wieder hier zu sein.

,
was für eine tolle Überraschung, als ich gesehen habe, svg ist dabei! Ich bin ja förmlich vom Stuhl gesprungen und habe wild mit den Armen in der Luft gerudert. Und dann hatte ich sofort wieder Titelneid, sank huldigend zurück und habe sofort zu lesen begonnen und hatte richtig Spaß. Das eine Dialoggeschichte auch für Kinder funktioniert, das stand für mich außer Frage, aber ob diese Geschichte für Kinder genauso gut funktioniert wie für Erwachsene, da konnte ich mich absolut nicht entscheiden. Völlige Ahnungslosigkeit. Ich konnte mich nicht mal für eine Tendenz entscheiden. Und dann war ich total froh, als ich den Kommentar von wegen gelesen habe. Kindergeprüft - Königssiegel!
Ach, könnte ich irgendwie ewig so weiterlesen ;)... Freut mich total.

Hier noch paar Lieblingsstellen, muss wieder aufpassen, dass ich hier nicht den ganzen Text wiederkäue.
Och, wenn du willst... ich würde es schon irgendwie hinnehmen können ;)

Ach so, zur Frage mit den Absätzen, ja, die sind absolut entbehrlich.
Die Absätze sind draußen. Danke für das hilfreiche Feedback.


„Was darfst du?“
Jola seufzt. Anscheinend muss sie heute alles dreimal sagen.
„Eine Brieftaube haben!“ Und bevor Papa wieder meckern kann, fügt sie schnell hinzu: „Bitte!“
Sicher ist sicher.
Das mochte ich durchgängig sehr, sehr gern - das die beiden hier "praktisch" die Rollen tauschen und Jola den Vater mit Vatersätzen kommt.
Schön, dass das bei dir so gut funktioniert.
„Einen Brief verschicken natürlich“, wiederholt Papa. „Also ich benutze dafür ja den Briefträger.“
„Joaaaa, ein Briefträger geht auch“, räumt Jola ein. „Aber ich finde Brieftauben einfach viel, viel niedlicher.“
„Verstehe“, sagt Papa, dem an der Nasenspitze abzulesen ist, dass er gar nichts verstanden hat.
Und ab hier war ich neidisch auf den Papa. So einen hätte ich auch gern gehabt. So einen Papa und einen Pumuckel!
Pumuckel hätte ich auch genommen. Aber ich fürchte, der trauert immer noch dem Meister Eder hinterher.

„Werde bitte nicht albern, Papa!“, rügt sie in strengem Tonfall. „Als ob du dir ein wahnsinnig schnelles Postauto leisten könntest. Von deinem Gehalt.“
Von wegen Kinder hören nicht zu. Die hören nur genau dann zu, wenn man denkt, sie tun es nicht. Und bei so Sätzen fragte ich mich eben, machen die Kindern genau so Spaß wie uns Altklugscheißer. Aber Kinder ziehen sich eh raus, was ihnen gefällt ... und wer kann das schon vorab mit Bestimmtheit sagen, was das ist? Auf diese Brücke würde ich mich nie einen Schritt zu setzen wagen.
Weiß genau, was du meinst. Ich bleibe definitiv mit dir VOR dieser Brücke stehen.

Und dann sind da noch Penny, die Puppe und ihre Frau, das Lotta-Schwein und Ohsüßohsüßohsüß und…“
Absolut fabelfantastisches Kind! Ja wohl.
Richte ich ihr gern aus. Auch wenn sie gerade ein bisschen pubertär ist. Wegen... hmmm... so ganz wissen wir das gerade alle hier nicht.

„Wenn du alle deine Stofftiere aufzählst, brauchst du keine Brieftaube, sondern einen Jumbojet“, unterbricht Papa Jolas Redefluss. „Weil der Brief dann unendlich lang und schwer wird. Du hast doch so furchtbar viele Stofftiere, Schätzchen.“
Ach komm schon Papa - sei nicht so weltlich. Jumbojet. Ernsthaft? Da braucht Jola keine Brieftaube, sondern Dumbo, den fliegenden Elefanten - nur damit Papa sogleich belehrt werden kann, nicht albern zu werden , weil es den doch gar nicht in echt gibt.
Schöne Idee, Papa denkt drüber nach. Oder stiehlt er damit dem Jölchen dir Show ;)?
„Für dich, Schätzchen. Isabell fragt, ob du rüberkommen willst. Sie hat eine ganze Schachtel Kreide geschenkt bekommen. Und sie sagt, dass ihr den Gartenschlauch benutzen dürft.“
Das habe ich so gefeiert! V.a. aber wieder durch meine Erwachsenenbrille. Habe aber nur diese eine Brille um den Kommentar zu schreiben. Ich würde beim Vorlesen so abfeiern. Weil nachfolgendes sofort schon klar war:
„Cool“, jubelt Jola und springt wie der Wind von Paps Schoß. Es gibt nicht besseres, als gleichzeitig mit Kreide und Wasser zu spielen. Das ist einfach das allerallerbeste. Und jeder weiß das.
Und ich feier das, dass du das feierst. Ist echt schön, wenn ein schriftstellerischer Schachzug so gut aufgeht beim Leser ;)...

Ja, war jetzt voll kritisch und so. Schätze aber, Du wirst damit leben können.
Joa... war okay. Nächstes Mal vielleicht ein bisschen mehr Lob... :lol:

Danke für diesen positiven Gänsehaut-Kommetar. Habe mich wirklich sehr drüber gefreut :)

Moin @Rob, auch dir ganz herzlichen Dank für den netten Kommentar. War schön den zu lesen.

da kann ich mich den meisten vorherigen Kommentaren nur anschließen.

Hat von Anfang an Spaß gemacht zu lesen, was auch an Wortwechseln liegt wie:

„Werde bitte nicht albern, Papa!“, rügt sie in strengem Tonfall. „Als ob du dir ein wahnsinnig schnelles Postauto leisten könntest. Von deinem Gehalt.“

Kinder sind halt einfach gnadenlos ehrlich :gelb:
Nochmals danke. Und ja, Kindermund... ;) manchmal tut es richtig weh!

Das Thema mit der Brieftaube ist zwar austauschbar, aber das macht ja nichts, der Text gewinnt durch den durchweg gelungenen und witzigen Dialog.
Mag merkwürdig klingen, aber es freut mich, dass du das mit der Austauschbarkeit thematisierst. Dar für mich ein Ziel, dieser Geschichte: Etwas ganz alltägliches, belangloses so zu erzählen, dass es a)Spaß macht und b) zeigt, dass es für Kinder in diesem Moment halt dann eben doch wieder nicht belanglos ist bis c) irgendetwas dazwischenkommt, was es dann doch wieder belanglos macht. :)

Einen kleinen Fehler hab ich noch gefunden:

Es gibt nicht besseres, als gleichzeitig mit Kreide und Wasser zu spielen
nichts
Verbessere ich sofort.

Danke euch allen.
LG svg

P.S.: Liebe @Fliege, wenn ich von dir für die Geschichte schon kaum Lob bekommen habe, dann vielleicht, weil ich diesmal schön und regelkonform alle Antworten zusammnegfasst habe? :herz: ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wortkrieger-Team
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31.01.2016
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Hej @svg

also ich zumindest bin total aufgeblüht beim Lautlesen - es gibt hier bei mir weit und breit keine Test-Zielgruppe. Und ich will Jola-Papa-Gespräche bis zum Sanktnimmerleinstag in allen Lebenslagen in Serie!
(Als ich noch ein Krümel war, hörte ich im Rundfunk eine Serie, die hieß, Papa, Charly hat gesagt ... Darin ging es um Vater-Sohn-Rededuelle über lebensnahe Themen, die immer zugunsten des Sohnes ausgingen. Großes Radio...Kino. Wie wäre es mim Potcast :shy:)

Ob ich aber fiktive Krümel an jeder Stelle abhole, weiß ich nicht. Juckt mich auch nicht. Es stört doch im Grunde nicht, ob man jedem einzelnen Satz seine intendierte Bedeutung beimisst, oder sich an anderen Sätzen aufreibt, sich darin suhlt und sich glücklich fühlt, angeregt, amüsiert.
Am Buffett mag ich auch nicht alles, aber der bunte Tisch ist großartig.

Wir, meine fiktive Zielgruppe und ich, hatten jedenfalls einen Heidenspaß.

Vielen Dank dafür, Kanji.
 

svg

Senior
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15.07.2004
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Moin @Kanji, ein schönen Gruß aus Kiel-Elmschenhagen nach Kiel-Woauchimmer ;)...

danke für deinen wunderbaren Kommentar. Ich versuche gerade mit den Fingern, meine derzeit chronisch nach oben gezogenen Mundwinkel wieder nach unten zu drücken ;)...

also ich zumindest bin total aufgeblüht beim Lautlesen - es gibt hier bei mir weit und breit keine Test-Zielgruppe. Und ich will Jola-Papa-Gespräche bis zum Sanktnimmerleinstag in allen Lebenslagen in Serie!
Es ist echt toll, dass ich sogar Zielgruppen erreiche, die ich ursprünglich garn nicht mitgedacht habe. Wobei gelogen... ehrlioch gesagt, ich bin der Meinung, wenn die Eltern, dass, was sie Lesen, keinen Spaß macht, dann wird auch das Vorlesen sch.... Insofern denke ich die Erwachsenen auch immer ein bisschen mit. Freut mich sehr, dass ich das bei dir erreicht.
Ach ja... und ein bisschen Werbung in eigener Sache, mehr von Jölchen (diesmal mit ihrer Mutter) findest du, wenn du diesem Link folgst ;)...
also ich zumindest bin total aufgeblüht beim Lautlesen - es gibt hier bei mir weit und breit keine Test-Zielgruppe. Und ich will Jola-Papa-Gespräche bis zum Sanktnimmerleinstag in allen Lebenslagen in Serie!
(Als ich noch ein Krümel war, hörte ich im Rundfunk eine Serie, die hieß, Papa, Charly hat gesagt ... Darin ging es um Vater-Sohn-Rededuelle über lebensnahe Themen, die immer zugunsten des Sohnes ausgingen. Großes Radio...Kino. Wie wäre es mim Potcast :shy:)
Krass habe ich total verdrängt, kenne ich aber auch noch. Und ich mochte die Sertie sehr. Ging doch immer so, oder?: Papa, Charly hat gesagt, sein Vater hat gesagt…“. :D

Ob ich aber fiktive Krümel an jeder Stelle abhole, weiß ich nicht. Juckt mich auch nicht. Es stört doch im Grunde nicht, ob man jedem einzelnen Satz seine intendierte Bedeutung beimisst, oder sich an anderen Sätzen aufreibt, sich darin suhlt und sich glücklich fühlt, angeregt, amüsiert.
Am Buffett mag ich auch nicht alles, aber der bunte Tisch ist großartig.

Wir, meine fiktive Zielgruppe und ich, hatten jedenfalls einen Heidenspaß.
Hierzu einfach nur.... Aaaaaccccch, schööööön ;)

Wir lesen uns in Kürze bei der - wie ich schon mal vorwegnehme - sehr gelungen Kuh-im-Baum-Geschichte.

LG svg
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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3.634
P.S.: Liebe @Fliege, wenn ich von dir für die Geschichte schon kaum Lob bekommen habe, dann vielleicht, weil ich diesmal schön und regelkonform alle Antworten zusammnegfasst habe? :herz:
:lol: Das hast Du sehr, sehr gut gemacht. Bin wahnsinnig stolz auf Dich!
 

svg

Senior
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15.07.2004
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768
:lol: Das hast Du sehr, sehr gut gemacht. Bin wahnsinnig stolz auf Dich!
Lob für meine Geschichte UND meine Zusammenfassungskünste bei den Kommentaren :eek::lol:

Ist denn schon Urlaub?*









* JA :)
 
Mitglied
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17.08.2019
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51
Hey @svg

Hier hast du ich ein bisschen erwischt. Ich komme vom Theater und ich liebe diese "Regieanweisungen" in Texten. Und ich persönlich habe gerade bei Texten für jüngere Kinder die Erfahrung gemacht, dass diese die auch mögen, weil man damit noch mal humorvoll - und ja, um dierekt die Gegenseite zu nennen, vielleicht auch ein bisschen mit dem Holzhammer - nochmal Stimmungen transportieren kann. Ich mach mir gedanken drüber... Wichtiger Hinweis.
Finde ich spannend. Erst wirkte das auf mich unnötig erklärend. Aber interessant wie du das erklärst. Das muss ich auch mal ausprobieren.

Können die ganz raus? Ich mein, so lang ist der Text ja nun auch nicht. Inhaltlich machen sie keinen wirklichen Sinn. Sind nur fürs Auge.
Die sind weg, die Absätze. Finde ich gut.

Den gibt es übrigens mit exakt diesem Namen genau wie Jola und die Stofftiere wirklich. Inzwischen 14 Jahre alt, stocktaub, halbblind aber immer noch unfrisiert!!!
Das glaube ich dir sofort. In dieser Geschichte ist so viel lebendige Familie. Das kann nur aus einem bunten Leben gegriffen sein. Toll, wenn Kinder so aufwachsen können. Diese überschäumende Fantasie wird ihnen meiner Meinung nach viel Lebensqualität bescheren. Mehr als nur stopfendes Wissen. Ein Löffelchen voll Zucker versüsst bekanntlich so manche bittere Medizin, sang Mary. (Ich mag das Lied zwar nicht, aber es hat eben trotzdem was.)

Schönen Urlaub und bis bald
snif
 

svg

Senior
Beitritt
15.07.2004
Beiträge
768
Lieber @snif,

danke nochmal für die zweite nette Rückmeldug. Antwort hat ein bisschen auf sich warten lassen, da das Ferienhaus hier in Südfrankreich zwar echt traumhaft ist, aber W-Lan-mäßig Schwächen offenbart. (Was ich aber definitiv überstehen werde ;))...)

Ein Löffelchen voll Zucker versüsst bekanntlich so manche bittere Medizin, sang Mary.
Mary Poppings, oder? Ist ewig her, dass ich den Film gesehen habe :)

Finde ich spannend. Erst wirkte das auf mich unnötig erklärend. Aber interessant wie du das erklärst. Das muss ich auch mal ausprobieren.
Wenn du es aussprobiert und KIndern laut vorliest, achte mal auf deren Reaktionen. Da kommt ganz häufig noch bestätigendes Feedback in Form von Nicken, Gelächter etc...
LG svg
 
Wortkrieger-Team
Beitritt
04.03.2018
Beiträge
931
Hey @svg,
mir kommt deine Schreibe überhaupt nicht eingerostet vor, im Gegenteil. Dir ist da eine ganz wunderbare Kindergeschichte gelungen, die mit ihrem Sound Kinder und Eltern gleichermaßen mitnimmt und beglückt. Zudem musste ich an vielen Stellen schmunzeln, weil es zum einen wirklich komisch ist (das eine komisch, nicht das andere) und zum anderen treffend, im Sinne von eine mögliche Realität glaubhaft abbildend.
Das Setting, Tischgespräch zwischen müdem, zeitunglesendem Papa und quirliger Tochter voller Ideen ist simpel und reduziert, aber in deiner Hand ergiebig und was Du nur mit dem Werkzeug des Dialogs daraus machst, ist wirklich klasse. Ich selbst umschiffe Dialoge weitgehend, weil ich es schwer finde, das dahin zu steuern, wo es hin soll und dabei authentisch zu bleiben. Also Hut ab dafür!

„Briefkaninchen? Briefkätzchen? Glitzer-rosa Briefeinhörner?“
sehr schön, ausbaufähig.

„Meinem total coolen Brieffreund“, antwortet Jola wie aus der Kanone geschossen.
Papa zieht erstaunt die Augenbrauen hoch.
„Du hast einen total coolen Brieffreund?“
„Nein“, gibt Jola zu. „Den brauche ich auch noch. Aber eins nach dem anderen.“
Highlight. Eines von vielen.

„Werde bitte nicht albern, Papa!“, rügt sie in strengem Tonfall. „Als ob du dir ein wahnsinnig schnelles Postauto leisten könntest. Von deinem Gehalt.“
Das Letzte ist auch so ein Satz, den Mama immer sagt.
So amüsant, der Rollentausch. Schmunzelstelle.

„Nichts lieber als das“, sagt Papa und schaut sehnsüchtig zu seiner Zeitung. „Zu dumm, dass wir kein Papier und keinen Stift hier haben. Liegt nämlich alles irgendwo in deinem unbeschreiblich unaufgeräumten Zimmer herum. Unmöglich zu finden.“
Komischerweise klingt er gleich ein bisschen fröhlicher.
„Zu dumm, dass wir das alles schon hier haben“, antwortet Jola
Der arme Papa kommt nicht von der Angel ...

ich habe ein rosarotes Monster, das ich Schuuuhubert getauft habe. Und dann sind da noch Penny, die Puppe und ihre Frau, das Lotta-Schwein und Ohsüßohsüßohsüß und…“
„Wenn du alle deine Stofftiere aufzählst, brauchst du keine Brieftaube, sondern einen Jumbojet“
Kinder werden das lieben, ich bin mir sicher. (Leerzeichen vor dem Dreipunkt)

„Erzähl doch lieber ein bisschen von deinem Arbeitsalltag. Das interessiert Brieffreunde für gewöhnlich sehr.“
„Ich bin sechs“, sagt Jola. „Ich habe keinen Arbeitsalltag.“
Hehe, der Papa ist wirklich sehr müde.

Während er spricht, versucht er unauffällig mit dem Ellenbogen, die Zeitung wieder an sich heranzuziehen.
Aber Jola schüttelt wild mit dem Kopf und kickt mit einem geschickten Beinahe-Kung-Fu-Tritt die Zeitung im hohen Bogen auf den Boden.
„Von wegen. Da fehlt noch ganz viel. Wir sind noch lange nicht fertig. Ich habe noch mindestens 1000 wichtige Sachen, die mein neuer total cooler Brieffreund unbedingt über mich wissen muss.“
Es gibt so Momente, wo man das Elternsein im Nachhinein bereut, zumindest für einen Moment, der dann sooo schnell vorbeifliegt. :D

Auch dieses Wasser/Kreide-Ding und wie sich das Verhältnis von jetzt auf gleich dreht, von kolossal bescheuert zu megasuper, und der erwachsene Widerspruch mit einem Kuss auf die Nasenspitze erstickt wird, das meine ich mit authentisch und zugleich komisch.
Da braucht es auch keinen starken Twist, da reicht der Telefonanruf, und auch das eher vorsichtige Ausblenden statt eines Knallerabgangs passt für mich und dient der lebhaften und doch unaufgeregten Geschichte. Ich hab das gerne gelesen.
Übrigens auch die Sonnenblumengeschichte. Fehler sind menschlich, weil wir alle nicht perfekt sind, toll vermittelt. Ich bin schon gespannt auf die beiden weiteren Jola-Geschichten.

Peace, linktofink
 
Senior
Beitritt
12.04.2007
Beiträge
5.652
Tolle Geschichte,

liebe Jola,

und nicht traurig sein über die entlaufene Schnecke! ‘s war bestimmt eine von den weltbekannten Rennschnecken ohne Haus, oft auch nackte Wegschnecken (Betonung auf „weg“!). Die mögen keine nassen Pudel und schon gar keine unfrisierten, wie Rosine (keine Bange, ich mag Hunde - auch als Fisch!). Aber ehrlich, ein nasser Pudel riecht streng, dass manch andere Nase es auch zum Weglaufen finden wird.

So – gibtu mir mal den Papa?

Warum? -
Willstu gar nicht wissen.
Geh mal ruhig zu Isabell,
ist nix schlimmes, hochheiliges Ehrenwort, ganz bestimmt nur ma‘ eben so ...

Tach Papa,

hastu Zeit?

Paar Flüskes, bevor sie im Staubsauger der Zeit verschwinden - wirklich nur‘n paar, wie gleich hier‘n Komma
„Das heißt: Kann ich bitte eine Brieftaube haben“, antwortet Papa[,] ohne von seiner Zeitung aufzuschauen.
(a, weil der Infinitiv von einem Substantiv abhängt, und zugleich b, der Infitivsatz mit der Konjunktion „ohne“ beginnt.)

Und dann sind da noch Penny, die Puppe und ihre Frau, das Lotta-Schwein und Ohsüßohsüßohsüß und[...]…“
direkt am Wort behaupten Auslassungspunkte, dass wenigstens ein Buchstabe fehle – was nicht der Fall ist, da wäre ja auch die Ästhetik des Apostrophs rationeller.
Kommt weiter unten noch mal vor, nämlich hier (halt einmal so gelernt, hängt man halt dran)
„Trotzdem finde ich…“, beginnt Papa und streckt dabei seinen Zeigefinger in die Luft, wie er es immer macht, wenn er einen längeren Vortrag halten will.
„Ok, notiert“, sagt Papa. „Ich habe jetzt geschrieben:
Was sucht denn „Oklahoma“ hier als Abkürzung?
O. K. oder o. k. - eine der beklopptesten und sinnlosesten Abkürzungen überhaupt, die das Prinzip der Abkürzung auf den Kopf stellt, denn was ist kürzer als ein okay – keineswegs eine Abkürzung, die ein Zeichen länger ist: zwo Buchstaben o + k, jeder Buchstabe mit einem Punkt (2 + 2 = 4) und einem Leerzeichen zwischen erstem Punkt und zwotem Buchstaben

„Zum Beispiel?“[,] fragt Papa und sieht auf einmal sehr, sehr müde aus.
Ohne Komma müsste der „Redebegleitsatz“ nach Regeln, die seit der karolingischen Renaissance (kein Scherz von mir!) bestehen, mit Majuskel wie jeder Satzanfang beginnen ...

Sehr, sehr gern gelesen vom

Friedel
 

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