Was ist neu

Ein »J« sucht seinen »asper«

(Vor)lese-Alter
6-8
Empfehlung
Wortkrieger-Globals
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02.02.2004
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Liebe @Fliege

Gerne hat sich der kleine dot vom slash gelöst und folgte deinem J auf seiner verzweifelten Suche nach asper. Wie er da bei Meister Eder aufm Hof gestrandet, beim Maulwurf sich rausgemogelt und im Showdowntown mit Katze und Frosch sich alles zum Guten wendet, das ist schon gut gemacht.

Auch mir gefielen vor allem die veränderten Charaktereigenschaften, sobald der Anfangsbuchstabe einen neuen Besitzer fand. Mauwurf/Jaulwurf, Uhu/Juhu, Katze/Fratze. Nur Anfangs beim Bauer Eder, der zum beliebigen Bauer Jeder wurde, war ich leis` enttäuscht, dass der sich nicht veränderte.
Da könnte Bauer Odel aushelfen, weil, als das J bei dem aufn Schoss sprang, fing Bauer Jodel doch glatt zu singen an. Doch jetzt gehen die Pferde mit mir durch ...

»Was? Was? Was? Wer soll das sein? Von einem »asper« habe ich ja noch nie gehört«, sagte der Maulwurf.
Da oute ich mich als Nichtkenner der Szene: Ist das so ein Kinder-Dingens? DIeses dreifache Was? Reicht da nicht ein (- beim Vorlesen erstauntes -) Was? Oder dann eher: "Was? Asper? Habe ich ja noch nie gehört. Wer soll das sein?" Nur weil ich gestolpert bin, Funktioniert natürlich auch mit waswaswas.

Sehr gerne gelesen, Gratulation zur Empfehlung.
Schönen Sonntag,
dot
 
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23.03.2019
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Oh, ja, eine süße Geschichte. Als waschechter Verwachsener habe ich auch die Philosophie in der Geschichte mitgelesen: Wie Namen zu den Dingen und zu den Leuten gehören. Kann mich erinnern, wie ich als Junge hin und wieder mir dachte, dass die Dinge und die Menschen um mich herum mir eigenartigerweise fremd erschienen, wenn ich ihnen insgeheim einen anderen Namen gab, wenn der Schrank Kiharg hieß oder die Oma Tali. So konnte man neu erfinden, was einen umgab, einfach mit einem neuen Namen. Und wenn man seinen Namen so eng bei sich trägt, aber dann ein Buchstaben abhanden kommt, ist das weit einschneidender, als wenn man mal wieder den Turnbeutel irgendwo liegen lässt, oder, frei nach Erich Kästner, seinen Stock oder Hut verliert. Dann ist man eben plötzlich ein Örtherr und kommt sich irgendwie falsch vor.

Wie ging es eigentlich Asper, als ihm das J fehlte, hat er es vermisst? Ich möchte nicht sagen, dass ich diesen Aspekt in der Geschichte vermisst hätte, das fällt mir nur im nachträglichen Denken auf und du wirst natürlich jetzt nicht den noch irgendwie reinfriemeln, untersteh dich. Verbuchen wir das lieber »Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.«

Frage, nicht direkt zur Geschichte. Sag mal, du hast nicht zufällig kürzlich ein Buch über ein bockiges Einhorn angelesen, von einem komischen Kauz von Autor, der es mit altklugen Kängeruhs hat, oder? Hab ich nämlich, angelesen und gekauft, schon mal auf Vorrat, für meine Nichte, die ja auch noch etwas älter wird. Die hinterste Doppelseite enthält so wunderbare Verballhornungen von Tiernamen, verbunden mit der Aufforderung an den Leser, eigene Geschichten dazu zu finden ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wortkrieger-Globals
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Lieber @dotslash,

schön Dich hier zu lesen. Vielen Dank!

Gerne hat sich der kleine dot vom slash gelöst ...
Oh je, nun ist er kaputt. Hast Du denen nicht gesagt, wie schwierig es ist, sich wiederzufinden?

Auch mir gefielen vor allem die veränderten Charaktereigenschaften, sobald der Anfangsbuchstabe einen neuen Besitzer fand. Mauwurf/Jaulwurf, Uhu/Juhu, Katze/Fratze.
Der Juhu hat es ja nun endlich auch geschafft, dass der veränderte Charakter aktiv in die Geschichte eingreift. War ein tolles Couching hier.

Da könnte Bauer Odel aushelfen, weil, als das J bei dem aufn Schoss sprang, fing Bauer Jodel doch glatt zu singen an. Doch jetzt gehen die Pferde mit mir durch ...
Aber wo bleibt denn da die Steigerung? Aber ich verstehe Euch Nimmersatt schon ;). Wenn ich mal in der Muße bin, guck ich mal nach nem neuen Namen. Jodel geht aber schon mal in eine gute Richtung.

Da oute ich mich als Nichtkenner der Szene: Ist das so ein Kinder-Dingens? DIeses dreifache Was? Reicht da nicht ein (- beim Vorlesen erstauntes -) Was? Oder dann eher: "Was? Asper? ..."
Ich mag die dreifache Wiederholung. Nach 40 Jahren habe ich noch immer das nuff-nuff-nuff von Frau Igel im Ohr (Herr Fuchs und Frau Elster vom Sandmännchen) - also muss das bei Kindern was können.

Sehr gerne gelesen, Gratulation zur Empfehlung.
Freut mich sehr.

Ich wünsch Dir was! Und bleib heil!


Lieber @wörtherr,

Du bist ja auch eine treue Seele! Kommst ab und an mal hinter dem Vorhang vor und ich freue mich. Lieben Dank auch an Dich.

Kann mich erinnern, wie ich als Junge hin und wieder mir dachte, dass die Dinge und die Menschen um mich herum mir eigenartigerweise fremd erschienen, wenn ich ihnen insgeheim einen anderen Namen gab, wenn der Schrank Kiharg hieß oder die Oma Tali. So konnte man neu erfinden, was einen umgab, einfach mit einem neuen Namen.
:herz:


Und wenn man seinen Namen so eng bei sich trägt, aber dann ein Buchstaben abhanden kommt, ist das weit einschneidender, als wenn man mal wieder den Turnbeutel irgendwo liegen lässt, ...
Absolut!

Wie ging es eigentlich Asper, als ihm das J fehlte, hat er es vermisst?
Zum einen fehlt hier die Erzählperspektive, zum anderen will ich kein Kind in Angst und Bange versetzen, nur ja ihre Buchstaben nicht zu verlieren. Weil es geht einem damit sicher nicht gut. An den Punkt geh ich nicht ran, da könnt ihr Verwachsenen Euch wünschen was ihr wollt. Aber sagst ja auch selbst:

... und du wirst natürlich jetzt nicht den noch irgendwie reinfriemeln, untersteh dich. Verbuchen wir das lieber »Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.«
Genau.

Sag mal, du hast nicht zufällig kürzlich ein Buch über ein bockiges Einhorn angelesen, von einem komischen Kauz von Autor, der es mit altklugen Kängeruhs hat, oder? ... Die hinterste Doppelseite enthält so wunderbare Verballhornungen von Tiernamen, verbunden mit der Aufforderung an den Leser, eigene Geschichten dazu zu finden ...
Ne, habe ich nicht. Ist aber witzig, dass es drauf passt.

Liebe Grüße und sammle dein W nur schnell wieder ein!

Dank Euch, Fliege
 
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Liebe Fliege

Oh. Eine Kindergeschichte von dir. Und was für eine. Wär ich ein Bandit, würde ich mit schwarzer Maske in deinen Kopf einbrechen und diese geniale Idee stehlen. Mit dieser Idee könnte man Bücherregale füllen.

Es zählte die Hühner auf dem Bauernhof: elf, zählte die Fenster vom Pferdestall: fünf und dort standen drei Apfelbäume. Und als es fertig war mit Zählen, begann es von vorn: elf Hühner, fünf Fenster und drei Apfelbäume. Gleich noch einmal: elf Hühner, fünf Fenster und

Kenn ich auch. Als ich früher krank war. Da habe ich immer die Decken und Wände angeschaut und alles gezählt. Die Anzahl Flecken, Ecken, Schatten, ... egal. Einfach alles gezählt, was sich zählen liess. Schön daran erinnert zu werden.

Bauer Jeder.

Erst habe ich mit geärgert über den Bauer Eder. Das hatte mich zu fest an Pumuckl erinnert. Aber als daraus Bauer Jeder wurde, ist der Ärger verflogen.

»Ein Floh aus Mönchshausen, ließ am liebsten Furze sausen. Erst ein, dann zwei, dann drei, hier lang bin ich frei!«

Boah. Bitte mehr davon. Kinder lieben solches Zeug.

Also rief es: »Put, put, put! Wunder komm!«

Probier ich auch aus! (musste laut lachen an dieser Stelle)
Diese Passage über das Wunder ist äusserst lebendig und gelungen.

Ich habe auch einmal mein »U« verloren. Da war ich nur noch ein »hu«. Es war schrecklich. Mir kam ja nur noch »Huhu, Huhu« über den Schnabel. Als wäre ich ein Gespenst!«

Einfach nur süss. Zum Glück hatte der Uhu das grosse U verloren und nicht das Kleine. Hätte er nur noch "UhUh" gekrächzt, hätte die Geschichte die Unschuld verloren und womöglich das Genre gewechselt.

Das »J« warf das »K« in hohem Bogen auf die Straße.
»Lauf und hole es dir zurück!«, rief es.

Katzen die apportieren! Wow.

Nun, die Katze hatte »asper« nicht überfahren. Und statt eines Unglücks war diesmal ein großes Glück geschehen. Die »atze« nahm sich ihr »K«, der »osch« sein »Fr« und still und leise kletterte das »J« zurück in Jaspers Namen.

Irgendwie ein Happyend. Obwohl mir hier irgendwie noch ein knalliger, kurzer Schlusssatz fehlt. So etwas wie:
"Es zählte noch kurz nach, ob alle sechs da waren, schloss die Lider und nickte ein."
Oder sowas.

Die Geschichte ist witzig, spannend und kurbelt an der Phantasie. Was will Kind mehr.
Hm. Vielleicht werde ich doch noch Bandit ...

Liebe Grüsse
snif
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Lieber @snif,

hab Dank für deinen Kommentar und deine Zeit! Es war mir eine Ehre!

Oh. Eine Kindergeschichte von dir.
Ja ja, ich habe auch früher schon mal, aber die sind jetzt woanders und nicht mehr hier.

Wär ich ein Bandit, würde ich mit schwarzer Maske in deinen Kopf einbrechen und diese geniale Idee stehlen.
Untersteh Dich! Mein armer Kopf. Wer weiß, was der Bandit da drin alles anrichtet. Nachher geht noch was kaputt :D.

Kenn ich auch. Als ich früher krank war. Da habe ich immer die Decken und Wände angeschaut und alles gezählt. Die Anzahl Flecken, Ecken, Schatten, ... egal. Einfach alles gezählt, was sich zählen liess. Schön daran erinnert zu werden.
Ich war auch ein großes Zählkind.

Erst habe ich mit geärgert über den Bauer Eder. Das hatte mich zu fest an Pumuckl erinnert. Aber als daraus Bauer Jeder wurde, ist der Ärger verflogen.
Ich habe auch gedacht, warum ausgerechnet ein Eder - aber dann dachte ich, wird ja klar, warum. Aber ich wollt eh noch mal gucken, ob sich nicht noch ein anderer Name findet.

Boah. Bitte mehr davon. Kinder lieben solches Zeug.
Ich weiß. Und es macht auch so Spaß sich solchen Mist auszudenken. Da werde ich selbst nochmal zum Mini.

Einfach nur süss. Zum Glück hatte der Uhu das grosse U verloren und nicht das Kleine. Hätte er nur noch "UhUh" gekrächzt, hätte die Geschichte die Unschuld verloren und womöglich das Genre gewechselt.
:lol:

Katzen die apportieren! Wow.
Die bringt das doch nicht zurück ... Das K ist wie ne Maus. Da rennen auch Katzen hinterher.

Irgendwie ein Happyend. Obwohl mir hier irgendwie noch ein knalliger, kurzer Schlusssatz fehlt. So etwas wie:
"Es zählte noch kurz nach, ob alle sechs da waren, schloss die Lider und nickte ein."
Oder sowas.
Ich musste erst mal überlegen, was Du mit den sechs meintest. Aber stimmt, so ein Satz kann noch dran.

Die Geschichte ist witzig, spannend und kurbelt an der Phantasie. Was will Kind mehr.
Hm. Vielleicht werde ich doch noch Bandit ...
Nochmals Danke für all die schönen Worte!

Hab einen schönen Tag und liebe Grüße!
Fliege
 
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19.04.2020
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Hi @Fliege ,


Ich möchte gar nicht viel schreiben, Anregungen hast du ja schon viele bekommen, nur das ich mich darauf freue meinen Sohn deine Geschichte vorzulesen wenn er sie endlich versteht :). Alle Buchstaben des Alphabets einmal durch, hätte was finde ich :). Ich würde kaufen für den kleinen!

Sommerliche Grüße und danke!

Hamburg
 
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17.03.2020
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Hallo @Fliege,

Mir gefällt die Geschichte wirklich gut. Würde mich nicht wundern, wenn die mal in einem Kinderbuch erscheinen würde.
Wenn du das Spiel mit diesem Stil zu Ende spielst, könntest du einen Text mit vielen dieser Buchstabenspielchen hintereinander schreiben. Ich wette das würde sich super für den Deutschunterricht an Grundschulen oder im Kindergarten machen.

Die Story ist leicht verständlich. Ich weiß nicht ob es Absicht ist, aber du gehst nicht direkt auf die Vorurteile ein, die Kinder bei den Tieren haben könnten. Zum Beispiel denke ich das Kinder den Maulwurf hilfsbereiter einschätzen würden als den Uhu. Inwieweit es gut ist, dass du nicht auf die Klischees eingehst ist schwer zu beurteilen. Bei Erwachsenenliteratur ist es natürlich gut, wenn man aus dem Muster fällt, aber ob das für Kindergeschichten auch zutrifft, ist so eine Sache.

Ließ sich aber wirklich schön lesen.


Viele Grüße
Murph
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @Hamburg,

und ist doch immer wieder schön, von frisch gebackenen Wortkriegern Kommentare zu bekommen. habe mich sehr gefreut!

... nur das ich mich darauf freue meinen Sohn deine Geschichte vorzulesen wenn er sie endlich versteht :).
Ich weiß ja nicht, wie lange das noch dauert, aber bis dahin gibt es sicher noch viele neue Geschichten, die man auch alle vorlesen muss. Falls Du Dich dann aber doch noch erinnerst, nur zu. Ist auf jeden Fall das beste Feedback für eine Kindergeschichte, wenn man sie Kindern gern vorlesen würde. Ob man nun dafür ein Kind zur Hand hat oder nicht. Es tun zu wollen, wenn man könnte, ist schon ganz viel Miete.

Alle Buchstaben des Alphabets einmal durch, hätte was finde ich :).
Alter Schwede. Damit werde ich im Leben ja nie fertig! Ich glaub, daraus wird nichts. Ich will ja auch noch andere Dinge schreiben, für Erwachsene und so. Das braucht auch alles seine Zeit. Und die Wortkrieger sind eh schon so ein Zeitfresserding. Und die Arbeit! Und die Freunde! Und der blöde Alltag!

Habe mich sehr gefreut!


Hey @murphy_does_his_best,

Mir gefällt die Geschichte wirklich gut. Würde mich nicht wundern, wenn die mal in einem Kinderbuch erscheinen würde.
Glaub, die Chancen sind sehr, sehr gering. Zu kurz für ein Vorlesebuch, zu kompliziert für ein Selbstlesebuch. Der Text passt nicht in die gängigen Normen und der Kinderbuchmarkt ist eh überfüllt, die warten da nicht auf mich. Und da ich nicht malen (illustrieren) kann, ist mit dem Selbstmachen auch schwer.

Wenn du das Spiel mit diesem Stil zu Ende spielst, könntest du einen Text mit vielen dieser Buchstabenspielchen hintereinander schreiben.
Jetzt kommst Du auch noch damit! Siehe oben bei Hamburg und warum auch dies auch nicht in Erfüllung geht.

Zum Beispiel denke ich das Kinder den Maulwurf hilfsbereiter einschätzen würden als den Uhu. Inwieweit es gut ist, dass du nicht auf die Klischees eingehst ist schwer zu beurteilen.
Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber nach dem süßen Maulwurf den wir alle kennen, ist doch gut, dem einen maulfaulen Maulwurf entgegenzusetzen. Können ruhig Kinder schon lernen, dass ein Maulwurf nicht gleich alle Maulwürfe ist. Finde ich sogar richtig gut, falls es diese Klischees bei Kindern tatsächlich schon gibt. Mag die Geschichte nach diesem Aspekt gleich noch mehr :D.

Ließ sich aber wirklich schön lesen.
Freut mich natürlich sehr. Danke für deine Zeilen und Zeit!

Habt einen schönen Sonntag ihr beiden!
Beste Grüße, Fliege
 
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25.05.2014
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Hallo @Fliege,

nein, ich bin kein Geist, hab mich nur wiedermal verlaufen hierher und bin doch gleich über deine Geschichte gestolpert und muss dir meine Meinung dazu sagen.

Was für eine schöne Idee, und für Kinder, die das Lesen lernen, vielleicht eine Geschichte, die ihnen vorgelesen wird. Sie können dann raten, wie sich das Wort mit dem fehlenden, oder neuen Buchstaben anhört.

Beim Lesen kam mir am Schluss noch die Idee, und ich hatte eigentlich darauf gewartet, dass das "K" im Getümmel nicht zur Katze, sondern zu asper springt und damit noch mal alles durcheinanderbringt, da ja der Kasper dann vielleicht gefährliche Kunststücke auf seinem Rad vollführen kann, oder so etwas. Aber das sind nur meine Gedanken gewesen. Ansonsten hat sie mir super gefallen.

Ich wünsche dir eine schöne Woche!
khnebel
 
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10.09.2016
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Liebe @Fliege ,

das hat gedauert ... ich bin spät dran, aber es war und ist viel mit dem Copywrite. Jetzt wird nachgeholt. Diese Geschichte hat die Empfehlung verdient, finde ich. Die ist sehr schön geschrieben und zusammengefügt. Die Idee ist mir so auch noch nicht untergekommen, gefällt mir sehr. Habe mich ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert gefühlt, wegen der atze, hach! Hab nicht viel zu meckern, nur Kleinkram.
Da ist dir eine tolle Kindergeschichte gelungen und ich denke, sie hätte sicher ihren Erfolg bei den ganz jungen Lesern und bei den älteren und alten Vorlesern sicher auch.

den Berg hinab
kullerte ein Stück die Straße entlang

müsste das kleine J dann nicht auch runterkullern?

Kurz schüttelte es sich, stand auf und sah, wie »asper« um die Ecke radelte.

da fängt dieses kleine J mir schon an zu gefallen

Das war ja schrecklich!

sagt es so herrlich aus einem richtigen Bewusstsein heraus. Ich frage mich, was für eine Existenz hat dieses J denn eigentlich vor dem Junfall so geführt?

Traktor wollte es schon immer mal fahren.

haha. Dieses abenteuerlustige J

So wurde aus dem Bauern Eder der Bauer Jeder.

Das hat mir genauso gut gefallen wie meinen VorrednerInnen

Das »J« saß tief in der Erde und schaute nach oben zu dem Loch.

Wenn es nach oben schaut, sieht es doch eher den Himmel, oder? Loch ist so ein abstrakter Begriff und davor verwendest du es ja schon auf eine bestimmte Weise.

»Hilfe! Hiilllffffeeeee! So hilft mir doch wer!«, rief es.

armes J ... ich möchte es am liebsten aus dem Loch heben.

Es war noch gar nicht weit gelaufen, da gelangte es an eine Kreuzung.

da habe ich mich gefragt, wie es eigentlich unter der Erde sehen kann, dass da eine Kreuzung kommt. Fragt sich sicher nicht jedes Kind; aber kann man ja mal drüber nachdenken.

ließ am liebsten Furze sausen

damit hast du sie auf deiner Seite :shy:

hier lang bin ich frei

was ist denn das für ein Reim? :p

weh taten

wehtaten wird empfohlen Link

»Put, put, put! Wunder komm!«

haha, wunderbar. Da habe ich verstanden, warum du da nochmal so breit über die Hühner philosophieren lässt.

»Wunder komm! Das Essen ist fertig!«

auch sehr süß

Es ging also doch, ein Wunder herbeizurufen.

du hast es soeben bewiesen

Es sah aus wie ein Maulwurf.

da würde ich das J nochmal so einen kleinen Aha-Moment erleben lassen. So etwa: Da begriff das kleine J ...
Mir war schon klar, dass es dort in einem Maulwurfgang gelandet ist, aber einem kleinen Kind vielleicht nicht. Also warum die Chance vertun?

»Hast mich aus dem Schlaf geweckt, den ganzen Weg laufen lassen und dann hast du kein Essen«, grummelte der Maulwurf. »So eine Frechheit! «

So weit war es jetzt ja nicht zu laufen. Würde es kürzer halten (außerdem Leerzeichen zu viel hinter Frechheit! und doppelt "hast")

»Weckst mich aus dem Schlaf und hast nicht mal was zu essen dabei«, grummelte der Maulwurf. »So eine Frechheit!«

»Ahhahhahh«, jaulte der Jaulwurf.

Echt toll, diese Idee

Höre damit auf

klingt so thüringisch mit e.

Maisbäume
Maiswald

gefällt mir sehr

Das »J« begann in seiner Not bitterlich zu weinen und zu schluchzen.

das arme J., da tat es mir leid

Mir kam ja nur noch »Huhu, Huhu« über den Schnabel. Als wäre ich ein Gespenst!«

Ein toller Einfall, fand ich beim Lesen

und kuschelte es zwischen die Federn auf seinem Rücken

oh, das kommt auch rüber. Habe mich gleich dazugekuschelt, haha.

»Vorsicht! Windrad voraus!«

hier musste ich lachen, weil das irgendwie so süß ist

Und wie das »J« so drüber nachdachte, wie gern es jetzt auf dem Ederhof wäre, da fuhr ein Fahrrad am Tor vorbei. Es war genau so blau wie das vom »asper« und darauf saß: »asper«! So schnell es konnte lief es über den Hof, kletterte durch das Tor, aber da war »asper« längst schon oben auf der Hügelkuppe und all das Rufen und Winken des »J« konnte »asper« weder hören noch sehen.

schön, wie du hier kurz nochmal Spannung aufbaust, mich zappeln lässt

quakte wie ein Superstar.

herrlich

Nun, die Katze hatte »asper« nicht überfahren. Und statt eines Unglücks war diesmal ein großes Glück geschehen. Die »atze« nahm sich ihr »K«, der »osch« sein »Fr« und still und leise kletterte das »J« zurück in Jaspers Namen.

Und am Ende hast du das wirklich wunderbar zusammengefügt.

Eine tolle Geschichte. Vielen Dank für das Lesevergnügen.
Carlo
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @khnebel,

uns herzlich Willkommen zurück! Sorry, dass Du so lang auf eine Antwort warten musstest, aber ich brauchte dringend deine WK-Pause. War bisschen viel in den letzten Wochen. Gefreut habe ich mich aber trotzdem sehr über deinen Kommentar!

... und muss dir meine Meinung dazu sagen.
Na, denn mal los ...

Was für eine schöne Idee, und für Kinder, die das Lesen lernen, vielleicht eine Geschichte, die ihnen vorgelesen wird.
Ja, so was lese ich natürlich total gern. Und unbedingt zum Vorlesen. Selbstlesen ist doch bisschen schwierig mit der Satzstruktur zum größten Teil.

Beim Lesen kam mir am Schluss noch die Idee, und ich hatte eigentlich darauf gewartet, dass das "K" im Getümmel nicht zur Katze, sondern zu asper springt und damit noch mal alles durcheinanderbringt, da ja der Kasper dann vielleicht gefährliche Kunststücke auf seinem Rad vollführen kann, oder so etwas.
Die Idee hatte ich auch schon. Aber ich finde das Ende auch so schon ziemlich dicht an Infos, und jetzt noch einen drauf - ich habe einfach Schiss die Minis zu überfordern, gebe ich zu.

Ich wünsche dir eine schöne Woche!
Das tut ich auch! Okay, vorerst ein schönes langes Wochenende.
Ich habe gesehen, Du hast auch eine Geschichte mitgebracht. Ich habe hier eine schöne Liste mit vielen Texten zusammengesammelt und irgendwann komme ich zu Dir. Versprochen. Aber ich weiß nicht, wie zeitnah ich dieses Versprechen einhalten kann.


Hey @Carlo Zwei,

das hat gedauert ...
Dem schließe ich mich an. Sorry für die verspätete Antwort.

ich bin spät dran, aber es war und ist viel mit dem Copywrite.
Du sagst es, und ich brauchte dringend eine Pause vom ganzen Trubel hier.

Habe mich ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert gefühlt, wegen der atze, hach! Hab nicht viel zu meckern, nur Kleinkram.
Wie schön und immer her mit dem Kram :).

Da ist dir eine tolle Kindergeschichte gelungen und ich denke, sie hätte sicher ihren Erfolg bei den ganz jungen Lesern und bei den älteren und alten Vorlesern sicher auch.

müsste das kleine J dann nicht auch runterkullern?
Oh, das tut es sicher, das gibt die Physik ja vor. Aber ist auch nicht so von Bedeutung, dass ich das extra noch einmal betonen müsste. Es kullert halt, bis es sich in einem Grasbüschel verfängt.

da fängt dieses kleine J mir schon an zu gefallen
So früh ist gut!

Ich frage mich, was für eine Existenz hat dieses J denn eigentlich vor dem Junfall so geführt?
Ach, ich schätze es hatte es ganz gut bei Jasper. Der hat sicher auch das ein oder andere erlebt, woran das J teilhaben konnte.

So wurde aus dem Bauern Eder der Bauer Jeder.
Das hat mir genauso gut gefallen wie meinen VorrednerInnen
Ich habe die Geschichte inzwischen einem 5jährigen vorgelesen. Und zu meinem Erstaunen sagte das Kind: Aber dann ist der ja wie wir alle! Fand ich sehr cool, dass der Kleine das echt auch so übertragen konnte.

Wenn es nach oben schaut, sieht es doch eher den Himmel, oder? Loch ist so ein abstrakter Begriff und davor verwendest du es ja schon auf eine bestimmte Weise.
Aber es sieht doch nicht nur Himmel ... es sieht doch auch die Öffnung :confused:

was ist denn das für ein Reim? :p
drei - frei - was haste denn dagegen?

das arme J., da tat es mir leid
Das hat es aber auch echt nicht leicht. Mir tat es auch die ganze Zeit leid.

Eine tolle Geschichte. Vielen Dank für das Lesevergnügen.
Ich habe zu danken! Und ich schaue noch bei deinem CW vorbei, irgendwann demnächst.

Habt beide herzlichste Dank! Hat mich wirklich, wirklich gefreut!
Liebe Grüße, Fliege
 

CoK

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24.08.2020
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Ich lese gerne Kindergeschichten und in deine habe ich mich sofort verliebt.
Sorry, ich bin kein Kritiker und auch nicht in der Lage Texte zu zerlegen und andere Gedanken vorzubringen.
Dazu bin ich zu einfach gestrickt.

Doch ich wollte mich bei dir für dieses schöne Geschichte bedanken

Lieber Gruß
CoK
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @CoK,

und Herzlich Willkommen bei den Wortkriegern.

Ich lese gerne Kindergeschichten und in deine habe ich mich sofort verliebt.
Oh wie schön. Und noch schöner, dass Du Dir die Zeit genommen hast, es mir hier hinzuschreiben. So kann ich mich darüber freuen.

Sorry, ich bin kein Kritiker und auch nicht in der Lage Texte zu zerlegen und andere Gedanken vorzubringen.
Dazu bin ich zu einfach gestrickt.
Wenn ich mir die sprachliche Gestaltung deines Komms anschaue, mag ich es gar nicht glauben. Und man muss ja auch keine Kritik üben, wenn man keine hat. Das wäre ja Blödsinn. Für deine persönliche Entwicklung wäre es allerdings sehr von Vorteil, wenn Du Dir überlegen würdest, was und warum hat mir denn gefallen? Denn dadurch wächst das Bewusstsein für Textgestaltung, das kann man ja dann auch für die eigenen anwenden. Das ist der Grund, warum wir hier so auf Begründungen wertlegen und mehr erwarten als nur mag ich oder mag ich nicht. Weil Autor und Kommentierender beidseitig wachsen können. Und keine Scheu, die allermeisten hatten hier anfangs die selben Zweifel wie Du. Und ich freue mich ja total über dein Feedback. Gibt also nur was zu gewinnen und fix zu verlieren.

Doch ich wollte mich bei dir für dieses schöne Geschichte bedanken
Ja gern doch und ich bedanke mich herzlichst bei Dir! Es war mir eine große Freude!

Beste Grüße an Dich, Fliege
 

CoK

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24.08.2020
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Hallo Fliege

Inzwischen habe ich das ein oder andere hier gelesen und erkannt warum ihr hier auf Begründungen Wert legt.
Also habe ich der Fliege das F weggenommen liege hier und versuche zumindest ein paar Stellen zu erwähnen die mir besonders gut gefallen haben. Was mir sehr schwer fällt den ich fand die ganze Geschichte einfach Mega.


Still und leise war das »J« aus seinem Namen gefallen.
Also hier hatte ich ein großes Fragezeichen auf der Stirn und ich wurde neugierig wie soll ein Buchstaben „Geschichte“ machen.
Dann als das J Traktor fahren wollte und für mich zum Kind wurde war ich sofort dabei.
Beim Fall in das Loch fühlte ich die Kälte und ich bangte und fieberte mit.
Die Stelle mit dem Wunsch, (meine persönliche Lieblingsstelle) auf was für eine tolle Idee ,das Wunder mit dem Essen zu locken. Herrlich dann dieser Maulwuf der einfach nur Hunger hatte.
Und wie ich mich mit dem J gefreut habe als es wieder bei asper war Juhu.
Wie man aus einem „langweiligen Buchstaben " eine so herrliche fantasievolle Geschichte machen kann ,einfach toll.

Ich weiß schon auch das ist ausbaufähig, ich bitte um Nachsicht, meine erste Begründung.
Lieben Gruß CoK
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @CoK,

da habe ich schon so einen wunderbaren Komm von Dir bekommen und jetzt legst Du noch paar Kohlen drauf. Mir ist ganz warm im Herzen und im Bauch. Das mit den schönsten Stellen mache ich auch immer, wenn ich so gar keine Kritik habe und ich kenne keinen hier, der sich darüber nicht 'nen Keks freut.

Inzwischen habe ich das ein oder andere hier gelesen und erkannt warum ihr hier auf Begründungen Wert legt.
Ja, kann man eine Menge bei Lernen. Auch aus den Kommentaren der anderen.

Also habe ich der Fliege das F weggenommen ...
Ey!

... liege hier und versuche zumindest ein paar Stellen zu erwähnen die mir besonders gut gefallen haben. Was mir sehr schwer fällt den ich fand die ganze Geschichte einfach Mega.
Ach ... :herz:

Die Stelle mit dem Wunsch, (meine persönliche Lieblingsstelle) auf was für eine tolle Idee ,das Wunder mit dem Essen zu locken. Herrlich dann dieser Maulwuf der einfach nur Hunger hatte.
Ich mag die auch sehr. Und als ich das schrieb, musste ich selbst so lachen. Klingt ein bisschen eitel, ich weiß, aber alles andere wäre gelogen.

Ich weiß schon auch das ist ausbaufähig, ich bitte um Nachsicht, meine erste Begründung.
Ich fand die toll. Und wie ich gesehen habe, übst Du schon fleißig weiter. Ich fand das anfangs ja auch mega schwer. Und auch heute noch ab und an bei so manchen Text, wenn ich nur ein Gefühl habe, es jedoch nicht in Worte packen kann. Man lernt halt nie aus. Und das ist gut so.

Ich wünsche Dir eine schöne Woche.
Lieben Gruß, Fliege
 
Mitglied
Beitritt
14.09.2020
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Liebe @Fliege! Mir hat deine Geschichte sehr gut gefallen. Erst vor Kurzem habe ich den Kurs "Schreiben für und mit Kindern" besucht und daher Einblick in dieses Gerne bekommen. Ich denke, es passt gut in die Altersgruppe, die du angegeben hast. Vielleicht sogar schon ab 5 und sogar bis 10 Jahre. Die Idee, dass Worte mit einem neuen Buchstaben etwas anderes ergeben, spricht Kinder sehr an und regt dazu an, selber mit Worten zu spielen.
Meine einziger Kritikpunkt: ich konnte mir das J nicht genau vorstellen. Vielleicht könnte man hier noch in einem oder 2 Sätzen schreiben, wie es aussah. Hat es Füße oder Arme? Welche Farbe hat es?
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hallo @Schreibwolf,

vielen, lieben Dank für deinen Kommentar und damit auch gleich: Herzlich Willkommen bei den Wortkriegern!
Ich habe mich sehr über dein Feedback gefreut.

Die Idee, dass Worte mit einem neuen Buchstaben etwas anderes ergeben, spricht Kinder sehr an und regt dazu an, selber mit Worten zu spielen.
Das kann ich nur hoffen, aber wenn es bei ein paar Kids funktioniert, dann fände ich das super.

Meine einziger Kritikpunkt: ich konnte mir das J nicht genau vorstellen. Vielleicht könnte man hier noch in einem oder 2 Sätzen schreiben, wie es aussah. Hat es Füße oder Arme? Welche Farbe hat es?
Ja, das muss ich kaufen. Das ich das J nicht weiter beschrieben habe, mag daran liegen, dass ich grundsätzlich meine Protagonisten kaum äußerlich beschreibe. Und bei Kinderbüchern ist der Illustrator auch oft sehr dankbar, in dieser Richtung freie Wahl zu haben. Habe hier aber keinen Illustrator und es ist eine Geschichte für Kinder. Und wenn die Phantasie der Minis da nicht einspringt ... muss ich mal drüber schlafen.

Liebe Grüße und einen schönen Abend,
Fliege
 
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19.09.2020
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Schönen Abend @Fliege,

ich bin hier nun neu dabei und habe leider keine professionelle Ausbildung in diesem Bereich genossen. Aus diesem Grund kann ich kaum etwas zu deinem Stil bzw. zu deinen Satzkompositionen zum Besten geben. Nichtsdestotrotz möchte ich dir mitteilen, dass diese Geschichte unglaublich unterhaltsam ist und ich diese definitiv meinem Patenkind vorlesen werde.
Bitte mach weiter so!

Liebe Grüße,
Jens
 
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Beitritt
07.10.2019
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Guten Abend @Fliege!

Eine herrliche Kindergeschichte hast Du da erschaffen, die Idee zeugt von Witz, fördert Vorstellungskraft und ist sprachlich zweifelsohne in wunderbarem Kinderschnack geschrieben.
Da kann ich mir in Sachen Vokabular für Krümel noch 'ne Scheibe abschneiden:

blitzeschnell
[...]
pipileicht
Inhalt und Sprache entsprechen sich ganz wunderbar.


Fast hätte er die alte Katze nicht gesehen, die sich mitten auf der Straße sonnte. Fast hätte er sie überfahren. Doch in allerletzter Sekunde trat Jasper in die Bremse.
... hätte nicht gesehen ...
Da ich, angeregt durch die gewinnbringenden Kommentare unter meiner Kindergeschichte, gerade sehr streng die Verben überprüfe (Stichwort: beeilen und übersehen, anstelle eines knackigen "stolpern") bin ich an dieser Textstelle selbst kurz gestolpert. Ich hatte gleich im Kopf: Fast hätte er die alte Katze überrollt, die sich mitten auf der Straße sonnte. Doch in allerletzter Sekunde trat Jasper in die Bremse.
Damit erspartest Du dir auch ein fast. Nichts einzuwenden gegen Doppelungen in Kindergeschichten (ich mag sie ja auch sehr in Erwachsenengeschichten), Du arbeitest auch an anderen Stellen sehr geschickt damit:
lauter und dann nochmal lauter
[...]
Und danach an noch einer. Und später an noch einer.
Ein klitzekleines aber will aber doch genannt werden, sonst krieg ich mit ihm Ärger.
Während die erste Doppelung dem Ausdruck von J's Hilflosigkeit dient, steht die zweite sinnbildlich für die Auswegslosigkeit aus dem Labyrinth. Beide gut gesetzt! Nur das Doppel-fast dient mMn höchstens dem Klang beim Vorlesen, aber auch nicht so wesentlich, dass es unverzichtbar wäre.
Aber ob mit oder ohne zweifachem fast: Deine Geschichte ist weit davon entfernt, nur fast eine grandiose Kindergeschichte zu sein. :thumbsup:

aber ein Unglück war trotzdem geschehen. Er hatte es nur noch nicht bemerkt. Still und leise war das »J« aus seinem Namen gefallen.
Oh nein! Das ist schrecklich. Und dann noch so schön gezeichnet: "still und leise aus dem Namen gefallen" :herz: Da hast Du die Dramatik des Geschehens ganz elegant, still und leise dargestellt.

Kurz schüttelte es sich, stand auf und sah, wie »asper« um die Ecke radelte.
Wie putzig! Und wie furchtbar. Das arme J. Hat es den "asper" gar nicht geschüttelt? Ist ihm nicht kalt geworden so ganz ohne windbrechendes J?

»So, so! Ein verlorener Buchstabe bist du also!« Der Uhu landete vor dem »J«. »Ich habe auch einmal mein »U« verloren. Da war ich nur noch ein »hu«. Es war schrecklich. Mir kam ja nur noch »Huhu, Huhu« über den Schnabel. Als wäre ich ein Gespenst!«
:shy: Putzig habe ich zwar schon verwendet, aber egal: Das ist sooo putzig! Ich wette, das finden Kinder zum dahinschmelzen. Und zugleich empörend: ein gespenstischer Uhu, wo gibt es denn sowas? ;) Im Übrigen finde ich es ganz bezaubernd, dass Dein J das große Glück hat, einen Leidensgenossen zu treffen, der ihm hilft. Wieder so ne kleine, hübsch verpackte Weisheit: Zusammen fällt es einfach leichter.

Der Uhu pickte das »J« vorsichtig vom Boden auf und kuschelte es zwischen die Federn auf seinem Rücken. Da riefen die beiden gleichzeitig: »Zusammen sind wir ein Juhu!
In den Komms habe ich gelesen, dass ein "jubelierender Juhu" gewünscht war. Die Idee finde ich gar nicht schlecht. Aber genau genommen jubelieren sie ja, in dem sie "Juchuu!" rufen. Was gäbe es denn noch mit "ju"? Juxen? Juchu, juchhe, juchhei?

Mal flog er nach Norden, mal nach Süden, er drehte Kreise im Osten und schlug Purzelbäume im Westen.
Oh je, bei Purzelbäumen liefe der Juhu Gefahr das J zu verlieren. Purzelbäume in der Luft passt meiner Vorstellung nach auch nicht so richtig. Eher Saltos oder "mit kräftigen Flügelschlägen zog er/zogen sie Schleifen im Westen" (ich würde ja Looping sagen, aber dann wäre der Bezug zum "sch" weg).

Geschwind lief das »J« zum Bauern und sprang ihm auf den Schoß. So wurde aus dem Bauern Eder der Bauer Jeder.
Okay ... neuer Versuch ... wie wäre es mit knuffig!! Ja, das ist wirklich knuffig. So führst Du auch den roten Faden klar verständlich weiter. Ließ mich schmunzeln.

Schnell fuhr so ein Traktor zwar nicht, aber er knatterte und rumpelte so schön.
Ich bin begeistert davon, wie Du mit Verben und Adverben malst. Da entstehen tolle Bilder.
Folgender Vorschlag will aber unbedingt zum Vorschein kommen:
Schnell fuhr so ein Traktor zwar nicht, aber er knatterte und ratterte so schön.
Puuh, jetzt geht es mir besser. Rumpelt gleich ein bisschen weniger in mir.

Wenn ich fliegen könnte, ja dann. Aber Buchstaben haben keine Flügel.
So? Was würde wohl das "F" dazu sagen? :susp:

Also schaute das »J« sich in Ruhe um. Vielleicht gab es noch einen anderen Weg.
Auch das wieder sehr kindgerecht. Bei Problemen erstmal durchatmen und überlegen, wie man es lösen kann.

Ein Floh aus Mönchshausen, ließ am liebsten Furze sausen.
Nicht nur, dass sich die Kleinen hier wahrscheinlich über den Boden kugeln und laut losprusten -
wie Pumuckl uns schon lehrte: Und alles, was sich reimt, ist gut! :D

Erwartungsvoll schaute das »J« sich nach allen Seiten um. Aber es kam weder ein Wunder noch ein Huhn. Also probierte das »J« etwas anders und rief: »Wunder komm! Das Essen ist fertig!«
:lol: Was für ein schlaues J! Meine Oma sagte einst zu mir: "Kindchen, wenn Du Hilfe brauchst: Ruf nicht Hilfe, sondern Feuer!"

Man muss eben nur wissen wie.
Eben. :)
Wer nicht aufgibt, wird belohnt. Und du drängst es niemandem "plump" auf, du flechtest diese Moral fein säuberlich ins Geschehen ein.
Allerdings kribbelt es mir in den Fingern, dem Wissen ein Komma anzuhängen.
Ehrlich gesagt bin ich aber zu müde, um jetzt nochmal die Kommaregeln anzusehen.
"Man muss eben nur wissen, wie man es macht" würde wohl ein Komma nach sich ziehen, weil sich "wie man es macht" als Nebensatz qualifiziert. Da Du es aber aussparst, bin ich unsicher.

Es schnaufte wie »aspers« Opa. Wahrscheinlich war es ein altes Wunder.
:lol: Köstlich!

Wie so ein Wunder wohl aussah? Endlich konnte es das Wunder sehen.
Ja, das ist eine sehr gute Frage. Schade, dass Du sie in J's Vorstellung nicht beantwortest. Stattdessen machst Du die Bühne frei für den Maulwurf, der wiederum gleich selbst sein blaues Wunder erlebt.
Ich fände es witzig, wenn J sich überlegen würde, ob das Wunder grün oder lila oder gepunktet ist, ob es Borsten oder einen Rüssel hat oder ... Hier wäre noch Potential, um die Krümel einmal mehr zum Lachen zu bringen und Fantasien anzuregen.

»Kannst du mir nicht zeigen, wo der Ausgang ist? Ich muss doch zum »asper« zurück.«
Warum die Verneinung?

Da nahm das »J« in seiner Not dem Maulwurf sein »M« fort und setzte sich an dessen Stelle. So wurde aus dem Maulwurf ein Jaulwurf.
»Ahhahhahh«, jaulte der Jaulwurf.
:lol: Da musste ich mir ein Lachtränchen aus dem Augenwinkel wischen. Erstens, weil ich noch nie an einen Jaulwurf gedacht habe, zweitens, weil der Jaulwurf selbstverständlich jault und drittens, weil das J ein ganz schön schlauer, gewitzter Fuchs ist! Erst die Idee mit dem Essen und dann mopst er noch ein M, um sich an den Aulwurf dranzuhängen. Genial!

Das »J« klammerte sich noch fester an den »aulwurf«. Jaulend und schnaufend machte sich der Jaulwurf auf den Weg. Das »M« muffelte allen hinterher.
Hmmm... Die ersten beide Sätze sind ... halt dich fest ... sowas von putzig! :D :sealed: Sind sie wirklich! Nur das muffelnde M lag mir etwas quer im Bauch. Kein Wunder, ist es doch ein recht sperriger Gefährte und wenn er dann auch noch übel riecht ... Klar, Du willst auf die Alliteration hinaus und da habe ich auf Anhieb auch keine Fortbewegung mit M gefunden. Also habe ich überlegt, wie man das M ein wenig charakterisieren könnte und mir vorgestellt, wie es sich wohl bewegen würde, nachdem es seines Platzes verwiesen wurde.
trotten/watscheln/stampfen/stiefeln/trapsen​
Vielleicht trägt es ja an allen drei Beinen seine Dreimeilenstiefel und stampft genervt hinterher?


Und wie das »J« so drüber nachdachte, wie gern es jetzt auf dem Ederhof wäre, da fuhr ein Fahrrad am Tor vorbei. Es war genau so blau wie das vom »asper« und darauf saß: »asper«!
Hehe! Das ist aber ein sehr glücklicher Zufall, braucht es ja auch unbedingt. Kann ja nicht behaupten, dass meine Geschichte keine solchen glücklichen Zufälle beinhaltet. Gestalterisch geht mir das aber einen kleinen Sprung zu schnell. Du greifst ja das Bild des Zählens wieder auf, mit dem Du J's Abenteuer gestartet hast. Und die logische (wie auch herrliche) Schlussfolgerung, dass dies auf gar keinen Fall der Bauernhof vom Bauern (J)Eder sein kann, weil es eben nur zehn, statt elf Hühner sind. Das macht J traurig. Könnte er nicht ein Scharren, Gackern, Flattern hören, sich umdrehen und überaus glücklich feststellen, dass das elfte Huhn nur hinter einem Schwein/Bottich/Trog/Heuballen oder einer Futterstelle versteckt war? Dass es eben doch elf sind und J daraufhin einen Freudensprung macht, bevor zu all dem Glück auch noch das blaue Fahrrad vorbeiradelt ...

Zehn Hühner hin, elf Hühner her, dachte das »J«.
:lol: Ganz schön cool, der kleine Kerl.

»Was hast du getan?«, jammerte die Fratze. »Wenn mich so der Kater sieht …«
Um die hübschen Alliterationen fortzuführen, würde ich die Fratze fragen lassen. Dass sie jammert, geht auch so deutlich hervor "Wenn mich so der Kater sieht ...".

Nun, die Katze hatte »asper« nicht überfahren. Und statt eines Unglücks war diesmal ein großes Glück geschehen. Die »atze« nahm sich ihr »K«, der »osch« sein »Fr« und still und leise kletterte das »J« zurück in Jaspers Namen.
Deine Geschichte endet mit einem Rahmen, indem drei Bilder vom Anfang wieder auftauchen.
Das Überfahren. Das Unglück/Glück. Und die Art und Weise, wie heimlich, still und leise der Buchstabe zu seinem Herrchen zurückkehrt. In meinen Augen und Ohren ist das großes Kino. So schön rund; man "schwelgt" in Erinnerungen an den Anfang, erhält ein versöhnliches Ende und kann zufrieden durchatmen: Geschafft! Abenteuer überstanden, Probleme gelöst. Alles scheinbar beim Alten und doch wurde jeder Beteiligte um ein Abenteuer bereichert (bis auf vllt den Bauern, außer er hat das J bemerkt).
Nur, dass die Katze überfährt empfinde ich weniger stimmig. Kann die Katze, äh ... Verzeihung ... Fratze nicht ihrem K hinterherhechten, mit einem Satz auf die Fahrbahn springen und den "Asper" in letzter Sekunde zum Bremsen zwingen, auf dass er sie nicht überfährt?

Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt. Nicht nur beim Lesen, auch beim Grübeln, überlegen, Verben nachschlagen. Mich hat noch nie jemand dazu bewegt, mir zu überlegen, wie sich ein Buchstabe fortbewegen würde. Dass ein X sicher holpriger unterwegs ist als ein O. Oder dass ein M Meilenstiefel tragen könnte. Ich danke Dir herzlich für diesen Ausflug ins Fantastische.

Liebe Grüße
Frieda Kartell

PS: Beim Lesen Deiner wunderbaren Geschichte dachte ich zwischendurch an eine andere wunderbare Geschichte. Da nicht ganz jugendfrei ein Inspoiler:

"Foitus?" stöhnte der Fönig.
"Kellatio, Funnilingus - was du willst", sagte die Fönigin.
"Hauptsache, ich fomme!"

Aus Walter Moers' "Der Fönig".

Und so verbleibe ich mit einem weiteren Zitat, das ich mir ausborge, um "furz zu kassen", wie sehr mir J's Abenteuer gefiel:
"Oh, flasse", kreute sich der Fönig und flatschte in die Hände.
 
Wortkrieger-Globals
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Liebe @Frieda Kartell,

und Danke für deine sehr intensive Auseinandersetzung mit dem Text. So viel! Und dabei dachte ich doch, ich bin durch mit der Geschichte :). Na gut, ist man ja nie und besser geht immer.

Eine herrliche Kindergeschichte hast Du da erschaffen, die Idee zeugt von Witz, fördert Vorstellungskraft und ist sprachlich zweifelsohne in wunderbarem Kinderschnack geschrieben.
Merci :herz:

Fast hätte er die alte Katze nicht gesehen, die sich mitten auf der Straße sonnte. Fast hätte er sie überfahren. Doch in allerletzter Sekunde trat Jasper in die Bremse.
... hätte nicht gesehen ...
Da ich, angeregt durch die gewinnbringenden Kommentare unter meiner Kindergeschichte, gerade sehr streng die Verben überprüfe ... bin ich an dieser Textstelle selbst kurz gestolpert. Ich hatte gleich im Kopf: Fast hätte er die alte Katze überrollt, die sich mitten auf der Straße sonnte. Doch in allerletzter Sekunde trat Jasper in die Bremse.
Ich bin zwie. Ich sehe zwar die Richtung und habe auch kein Argument, was gegen deine vorgeschlagene Veränderung spräche, aber ich finde, erst nicht sehen und deshalb überfahren - also zwei Schritte (Sätze) statt einen, das gibt den Kindern mehr Raum, die Situation zu erfassen. Geht ja eh alles schon so zackig hier am Anfang. Ob sie den tatsächlich auch brauchen, ... keine Ahnung. Und die Doppelung des »fast« - ich mag sie. Es relativiert das Drama (man denkt, es geht alles gut aus) und leistet damit eine schöne Vorarbeit für diesen Satz:

aber ein Unglück war trotzdem geschehen. Er hatte es nur noch nicht bemerkt. Still und leise war das »J« aus seinem Namen gefallen.
Vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein und kein Mensch/Kind braucht das wirklich. Ich kann mich gerade nicht entscheiden. Aber mit dem Klang des ersten Absatzes bin ich auch noch nicht ganz glücklich. Vielleicht setze ich mich wirklich noch mal ran, wenn es mich zu sehr juckt.

Wie putzig! Und wie furchtbar. Das arme J. Hat es den "asper" gar nicht geschüttelt? Ist ihm nicht kalt geworden so ganz ohne windbrechendes J?
Vielleicht. Aber das kann mein Erzähler nicht sehen oder fühlen. Der steht einsam und verloren am Straßenrand. Und stell Dir vor, manch ein Kind glaubt dann tatsächlich, dass es Buchstaben verlieren kann - war jedenfalls eine große Sorge meines Testkindes - da ist doch besser, es bemerkt es nicht und alles bleibt, wie es ist. Weil, dann ist nicht so schlimm, wenn man einen Buchstaben verliert.

Putzig habe ich zwar schon verwendet, aber egal: Das ist sooo putzig! ... Und zugleich empörend: ein gespenstischer Uhu, wo gibt es denn sowas?
Ich mag das Wort! Kannst ruhig ganz oft :sealed:

Aber genau genommen jubelieren sie ja, in dem sie "Juchuu!" rufen. Was gäbe es denn noch mit "ju"? Juxen? Juchu, juchhe, juchhei?
Aber, aber, sie rufen doch J+uhu, nicht J+uchuu. Das J klettert ja nicht auf einen uchhe oder uchhei. Da ginge doch die schöne Buchstabenlogik kaputt bei.

Oh je, bei Purzelbäumen liefe der Juhu Gefahr das J zu verlieren. Purzelbäume in der Luft passt meiner Vorstellung nach auch nicht so richtig. Eher Saltos ...
Nein, der verliert das J nicht. Nein, nein, nein. Das steckt so tief im Gefieder. Auf gar keinen Fall. Und wenn Du Dir darüber doch Gedanken machst, bei Saltos bestünde die Gefahr ja ebenfalls. Okay, bei Schleifen wäre sie eingedemmt. Mmh ... habe ich gerade keine richtige Meinung zu. Mag auch daran liegen, dass ich hier eigentlich abgeschlossen habe. Ist halt schon paar Tage her, das Ding.

Folgender Vorschlag will aber unbedingt zum Vorschein kommen:
Schnell fuhr so ein Traktor zwar nicht, aber er knatterte und ratterte so schön.
Puuh, jetzt geht es mir besser. Rumpelt gleich ein bisschen weniger in mir.
Das ist wegen des Reimes wirklich nice!

Nicht nur, dass sich die Kleinen hier wahrscheinlich über den Boden kugeln und laut losprusten -
wie Pumuckl uns schon lehrte: Und alles, was sich reimt, ist gut!
Ein ganz großer im kretiven Sprachgebrauch der Pumuckl. Ich habe ja so viel von ihm gelernt!


Man muss eben nur wissen wie.
...
"Man muss eben nur wissen, wie man es macht" würde wohl ein Komma nach sich ziehen, weil sich "wie man es macht" als Nebensatz qualifiziert. Da Du es aber aussparst, bin ich unsicher.
Bin jetzt auch kein Profi, aber da ich ja eben kein Verb nachführe, doch eben ohne Komma. Aber ich habe keinen Schimmer :).

Ich fände es witzig, wenn J sich überlegen würde, ob das Wunder grün oder lila oder gepunktet ist, ob es Borsten oder einen Rüssel hat oder ... Hier wäre noch Potential, um die Krümel einmal mehr zum Lachen zu bringen und Fantasien anzuregen.
Ja, stimmt. Da ginge noch was.

Warum die Verneinung?
Gute Frage. Macht wirklich keinen Sinn an der Stelle, aber die Satzmelodie ist ungleich schöner.

Ich muss mich an dieser Stelle mal zwischendrin für all die Stellen bedanken, die Du als gelungen zitiert hast und so schön drüber lachen konntest. Mich hat das ungemein gefreut, wie oft es bei Dir so fein funktioniert hat.

Das »J« klammerte sich noch fester an den »aulwurf«. Jaulend und schnaufend machte sich der Jaulwurf auf den Weg. Das »M« muffelte allen hinterher.
... Nur das muffelnde M lag mir etwas quer im Bauch. Kein Wunder, ist es doch ein recht sperriger Gefährte und wenn er dann auch noch übel riecht ... Klar, Du willst auf die Alliteration hinaus und da habe ich auf Anhieb auch keine Fortbewegung mit M gefunden.
Ah! Bei muffelndem M habe ich gar nicht an stinkend gedacht, sondern eher im Sinne von eingeschnappt, übellaunig. Und das wäre dann auch eher eine Gefühlsbeschreibung, denn eine der Fortbewegung. Aber klar - muffeln ist auch stinken. Geht aber auch, es stinkt ja ziemlich ab über seinen verlorenen Posten. Passt auch irgendwie.

... Gestalterisch geht mir das aber einen kleinen Sprung zu schnell. Du greifst ja das Bild des Zählens wieder auf, mit dem Du J's Abenteuer gestartet hast. Und die logische (wie auch herrliche) Schlussfolgerung, dass dies auf gar keinen Fall der Bauernhof vom Bauern (J)Eder sein kann, weil es eben nur zehn, statt elf Hühner sind. Das macht J traurig. Könnte er nicht ein Scharren, Gackern, Flattern hören, sich umdrehen und überaus glücklich feststellen, dass das elfte Huhn nur hinter einem Schwein/Bottich/Trog/Heuballen oder einer Futterstelle versteckt war? Dass es eben doch elf sind und J daraufhin einen Freudensprung macht, bevor zu all dem Glück auch noch das blaue Fahrrad vorbeiradelt ...
Aber dann ist ja die ganze Überraschung kaputt! Verstehe, worauf Du hinaus willst, aber ich finde doch so schön, dass das »J« da so eine verquere Logik hat, die die Kinder bestimmt/vielleicht schon selbst durchschauen.

Nur, dass die Katze überfährt empfinde ich weniger stimmig. Kann die Katze, äh ... Verzeihung ... Fratze nicht ihrem K hinterherhechten, mit einem Satz auf die Fahrbahn springen und den "Asper" in letzter Sekunde zum Bremsen zwingen, auf dass er sie nicht überfährt?
Hä? Aber genau so läuft es doch. Nun, die Katze hatte »asper« nicht überfahren. Ich würde doch nie wen eine Katze überfahren lassen ...

Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt. Nicht nur beim Lesen, auch beim Grübeln, überlegen, Verben nachschlagen. Mich hat noch nie jemand dazu bewegt, mir zu überlegen, wie sich ein Buchstabe fortbewegen würde. Dass ein X sicher holpriger unterwegs ist als ein O. Oder dass ein M Meilenstiefel tragen könnte. Ich danke Dir herzlich für diesen Ausflug ins Fantastische.
Hehe! Und ich danke Dir für all diese Gedanken! Es war mir ein Fest.

Und so verbleibe ich mit einem weiteren Zitat, das ich mir ausborge, um "furz zu kassen", wie sehr mir J's Abenteuer gefiel:
"Oh, flasse", kreute sich der Fönig und flatschte in die Hände.
:lol:

Danke, Danke, Danke und liebe Grüße
Fliege
 

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