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Ersteindruck: Würdet ihr dieses Buch im Laden in die Hand nehmen?

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28.02.2026
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Ersteindruck: Würdet ihr dieses Buch im Laden in die Hand nehmen?

Ich arbeite aktuell an einem Buchprojekt und möchte bewusst den „Ladenmoment“ testen.


Also ganz ohne Kontext, ohne Erklärung:


Spricht euch der Einband an – und wenn ja (oder nein), warum?

Aufgrund der Anmerkung von @Salatze vom 14.04.2026:

Ich habe den Backcover-Text nochmal grundlegend überarbeitet.

Die bisherige Version war schon arg konstruiert und hatte nur bedingt Bezug zum eigentlichen Kern der Geschichte.

Die bisherige Version (Backcover) lasse ich bewusst stehen, damit eure bisherigen Rückmeldungen weiterhin nachvollziehbar bleiben.
Die neue Version ist deutlicher aus dem entstanden, worum es im Buch wirklich geht.

Mich würde interessieren, wie sie auf euch wirkt – gerade im Vergleich zur alten.


Mich interessiert vor allem der erste Impuls.

 

Sprich, du willst das Pferd von hinten aufzäumen und damit willkommen bei den Wortkriegern, @Emilias Luc

Bitte lese dir doch noch einmal die Hilfe durch, was, wie und wo hier veröffentlicht werden kann.

Leider bist du mit deiner Anfrage in einer Geschichtenrubrik gelandet, und somit verschiebe ich dir den Text von Experimente nach Autoren.

Gruss dotslash

 

Nein, würde ich nicht. Das Cover sieht billig und ohne jeden Sinn für ästethische Gestaltung bzw Komposition zusammengeschraubt aus. Da ist keine Tiefe, keine Mitte, kein Ausdruck, nichts, was lockt, was einen verweilen lässt. Nimm Geld in die Hand und lass das einen Profi machen, es lohnt sich.

Wenn du keinen Verlag hast (bzw in einem Publikumsverlag publizierst) und das zum Beispiel im Self-Publishing machst, wirst du ohnehin nicht oder kaum in einem offiziellen Buchgeschäft auftauchen, außer du bestichst den Besitzer.

 

Mich würde schon die Schrift abschrecken - dann noch beim Cover „Grau auf Grau“, mit „starren Formen“, die wiederum nicht zu der Schnörkelschrift passen und dann die Frau im roten Kleid. Ich finde grundsätzlich dass man mit rot-schwarz-weiß tolle Kontraste schaffen kann, aber das hier schaut unfertig, nicht aufeinander abgestimmt und mehr wie ein grober Entwurf einer Idee aus, einfach „unfertig“.

Was den Text hinten angeht. Die ersten drei Absätze finde ich nicht schlecht, dann kommt das mit dem Ufer und ich frag mich: bildlich oder versucht poetisch - ich tendiere zu „versucht poetisch“ und finds daher nicht gut, weil es nicht wirklich etwas aussagt. Könnte genauso gut ein fremder Ozean, ein fremder Wald etc. sein - demnach spricht mAn das Bild nicht gut genug, um zu wirken. Sollte es wirklich eine fremde Welt sein, dann find ich wiederum die ersten 3 Absätze dazu nicht passend gewählt und auch das Cover unpassend.

Stilistisch gestolpert bin ich bei „Doch mit jedem Schritt wird klarer, dass manche Fragen tiefer gehen, als Erinnerungen allein sie beantworten könnten.“

Mal abgesehen davon, dass sich mir der Sinn nicht erschließt, weil es ja eine Menge Fragen gibt, die durch Erinnerungen nicht beantwortet werden können - man siehe einfach mal in die Bereiche Mathematik, Philosophie/Ethik etc. - da beantwortet man ja vieles nicht (allein) mit Erinnerungen find ich auch die Satzstruktur irritierend. Aber so ganz festmachen, woran das liegt, kann ich nicht.

LG Salatze

 

@dotslash : Danke für das korrekte Platzieren

@jimmysalaryman & @Salatze : danke für eure Kritiken, die sind sehr wertvoll für mich.

Ich habe den Backcover-Text nochmal grundlegend überarbeitet.

Die bisherige Version war schon arg konstruiert und hatte nur bedingt Bezug zum eigentlichen Kern der Geschichte.

Die bisherige Version (Backcover) lasse ich bewusst stehen, damit eure bisherigen Rückmeldungen weiterhin nachvollziehbar bleiben.
Die neue Version ist deutlicher aus dem entstanden, worum es im Buch wirklich geht.

Mich würde interessieren, wie sie auf euch wirkt – gerade im Vergleich zur alten.

Hier geht´s zur Version 2


Zu den anderen Aspekten nehme ich Stellung, nachdem noch ein paar weitere Kritiken eingegangen sind.

 

Ersteindruck: Würdet ihr dieses Buch im Laden in die Hand nehmen?
Nein.

Zum Text: Klar verliert man irgendwann alles, wenn man älter wird. Zum Beispiel das Leben.
Nicht weitergelesen, weil das eine vollkommen quarkige Aussage ist.

Ich arbeite aktuell an einem Buchprojekt und möchte bewusst den „Ladenmoment“ testen.
Marktforschung kostet eigentlich ganz schön Geld.

 

Leider nein. Das Cover wirkt selbst gebastelt, die "Farben" sind trist und die geometrischen Formen erzeugen bei mir einen Tisch statt einem Weg.

Die 2. Version des Textes ist noch weniger aussagekräftig, als die erste es bereits war.

 

Würde vorschlagen entweder das Cover mit nem KI-Modell zu machen oder nen Freelancer über Fiverr oÄ zu beauftragen. Ist heutzutage echt kein großer Aufwand. Aktuell sieht der Berg mit dem Gebäude drauf so aus, als hätte jemand in Paint dieses Tool für geometrische Formen für sich entdeckt.

 

Ich schaue dann und wann in einem anderen Forum vorbei, das den Namen der eigenen Autorensoftware trägt. Dort ist es Mode geworden, Covers, die vorwiegend mit KI-erstellt wurden, zur Diskussion zu stellen. Gerne kommen auch allererste Absätze "meines geplanten Romanprojekts" oder Klappentexte zur Ansicht. Mehr kommt meistens nicht mehr nach.
Ich bevorzuge Texte, um mir ein Bild des Werks zu machen. Das Cover wäre wohl das Allerletzte worüber ich mir Gedanken machte.
Ach ja. Mir gefällt dein Titelbild auch nicht. Noch weniger der Klappentext. Beide wirken auf mich hölzern.
Anbei: In einem regulären Printverlag sind Cover, Klappentext und Titel Verlagssache. Mit etwas Glück darf man sich aus zwei, drei vorgeschlagenen Titeln einen auswählen.

 

Warum sollte ich das Buch in die Hand nehmen oder gar kaufen? Ich weiß ja nicht, was mich erwartet. Das Cover finde ich persönlich als nicht kriegsentscheidend. Die Grundvoraussetzung ist aber, dass es professionell aussehen muss und irgendwie etwas über die Geschichte im Buch aussagen muss, damit man eine winzige Ahnung hat, was einen erwartet. Beides ist nicht der Fall. Ein sehr gutes Cover erzeugt aus meiner Sicht darüberhinaus auch noch Aufmerksamkeit. Der Rückentext hilft auch nicht weiter, dazu hat er zu wenig Aussagekraft. Das macht alles nicht neugierig, spricht nicht an.

Das wirkt auch sehr unausgegoren. Protagonistin scheint ein fünfjähriges Mädchen zu sein. Aber das Cover sieht nicht nach Kinderbuch aus und die wenigen Andeuten auf der Rückseite sind sicher nicht für kleine Kinder geeignet. Damit bin ich schon raus, weil ich als Erwachsener keine Geschichte durch die Augen einer Fünfjährigen lesen möchte. Schon gar keine, die philosophisch angehaucht ist, was Der Rückentext suggeriert. Das kann - wenn es ernst gemeint ist - eigentlich im Ansatz schon nicht als Erwachsenenbuch funktionieren.

 
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Danke erstmal in die Runde für eure Anmerkungen.

Dann gebe ich jetzt mehr Kontext.

In der Geschichte geht es um eine allmächtige Königin, die allmählich die ganze Welt nach ihren Vorstellungen optimiert. Also auch alles wegrationalisiert, was ihrer Einstellung nach keinen Zweck erfüllt. Das betrifft unter Anderem die Landschaft. In einem Rückblende-Kapitel steht Becci am Fuße eines Hügels auf dem das Schloss sitzt (das ist auch der chronologische Anfang der Geschichte). Die Landschaft ist de facto unnatürlich perfekt geometrisch: das Schloss ist ein großer grauer Quader auf einem sich nach oben verjüngendes Trapezprisma (der Hügel) und mit einem absolut geraden Weg dort hin.

Das Cover zeigt eben diese Szene. Vom Motiv/Konzept her finde ich es daher nach wie vor passend. Es soll/muss hässlich geometrisch aussehen.

Bzgl. der Qualität bin ich ganz bei euch. Dafür werde ich mich an einen Profi wenden. Damit habe ich keine Schmerzen.
@Manuela K. : danke für den Hinweis, dass der Einband Verlagssache ist. Momentan bin ich aber noch auf der Selbstverlag-Schiene.


zum Klappentext:
Mit dem habe ich mir ganz schön schwer getan. Er soll ja aussagekräftig und reizend sein, aber nicht zu viel verraten. Bewerben war noch nie meine Stärke.
Ich habe einen 3. Versuch gewagt auf Basis eines etablierten Schemas. Vielleicht könnt ihr den noch auf euch wirken lassen.

Was würdest du tun, wenn deine Welt von einem allmächtigen Wesen vernichtet wird?

Becci, ein fünfjähriges Mädchen, befindet sich in einer Welt, die dem Willen der schwarzen Königin unterliegt. Effizienzoptimierung ist deren höchstes Ziel.
Dabei duldet sie keine Fehler. Keine Abweichungen von ihren Vorstellungen. Sie beseitigt alles, was keinem Zweck dient - und jeden. Unerbittlich. Unaufhaltsam.

Was würdest du tun?
Dich beugen oder widersetzen?
Aber wie...?

> Aufhänger/Hook: Beginne mit einem spannenden Satz, der die Neugier weckt

Was würdest du tun, wenn deine Welt von einer Allmacht vernichtet wird?
Was würdest du tun, wenn deine Welt von einem allmächtigen Wesen vernichtet wird?

> Hauptfigur/Konflikt: Wer ist der Protagonist und vor welchem Problem steht er/sie?

[Becci(Kind) - schwarze Königin vernichtet die Welt]

Becci, ein fünfjähriges Mädchen, befindet sich in einer Welt, die dem Willen der schwarzen Königin unterliegt. Effizienzoptimierung ist deren höchstes Ziel.

> Atmosphäre: Nutze kurze, wirkungsvolle Sätze, die das Genre wiederspiegeln.

Dabei duldet sie keine Fehler. Keine Abweichungen von ihren Vorstellungen. Sie beseitigt alles, was keinem Zweck dient - und jeden. Unerbittlich. Unaufhaltsam.

> Cliffhanger: Beende den Text offen, sodass der Leser das Buch kaufen muss, um die Lösung zu erfahren

Was würdest du tun?
Dich beugen oder widersetzen?
Aber wie...?


zur Massentauglichkeit:
Meine Geschichte ist sicherlich nicht massentauglich.
Ja, die Protagonistin ist ein fünfjähriges Mädchen. Der Erzähler, ihr Begleiter, ist ein Igel. Zur Truppe stößt noch eine personalisierte Meeresströmung. Der königliche Hofmarschall ist ein mannshoher Papageitaucher.
Das Ganze ist bewusst wie ein recht klassiches Märchen aufgebaut, etwa wie eines der Gebrüder Grimm. Thematisch/psychologisch geht es aber meinem Maßstab nach ganz schön ans Eingemachte.

Ich habe das Buch nicht geschrieben, um damit die fette Kohle zu machen. Es entstand aus der Intension heraus meine Nichte (Becci) gegen die Systemisierung zu wappnen. Ja, dementsprechend ist es mit der Zielgruppe ganz schön speziell, ist mir klar.

Ich gehe noch auf Aussagen ein, die vom bisher Geschriebenen noch nicht abgedeckt werden.

@dotslash : ...du willst das Pferd von hinten aufzäumen...
Wenn ich dich damit richtig verstehe, dann nein. Das Buch ist meiner Auffassung nach inhaltlich abgeschlossen. Aktuell geht es mir eben darum zu einer ansprechenden Hülle zu kommen.

@jimmysalaryman : ... wirst du ohnehin nicht oder kaum in einem offiziellen Buchgeschäft auftauchen, außer du bestichst den Besitzer
Vom örtlichen Hugendubel habe ich die Zusage es dort verkaufen zu dürfen. Ein Mitarbeiter hat die ersten 5 Kapitel (von 29) gelesen und findet es wohl fesselnd genug, um weiterlesen zu wollen (ich hatte dort eine von meiner Person unabhängigen Einschätzung gesucht). Es geht also auch ohne Bestechung oder Vitamin B.

@Salatze : ...dann kommt das mit dem Ufer und ich frag mich: bildlich oder versucht poetisch...
Bildlich bzw. gemäß Plot. Sie wird im ersten Kapitel am Ufer eines Flusses gefunden.
Aber ja, der Klappentext (das bezog sich auf Version 1) greift nicht.

@Geschichtenwerker : Die Grundvoraussetzung ist aber, dass es professionell aussehen muss und irgendwie etwas über die Geschichte im Buch aussagen muss, damit man eine winzige Ahnung hat, was einen erwartet. Beides ist nicht der Fall
Ich bin bei beiden Kriterien für das Cover bei dir. Letzteres ist meiner Auffassung nach zumindest von der Idee her gegeben. Ein Profi kriegt das sicherlich deutlicher hin.

@Geschichtenwerker : Protagonistin scheint ein fünfjähriges Mädchen zu sein. Aber das Cover sieht nicht nach Kinderbuch aus und die wenigen Andeuten auf der Rückseite sind sicher nicht für kleine Kinder geeignet. Damit bin ich schon raus, weil ich als Erwachsener keine Geschichte durch die Augen einer Fünfjährigen lesen möchte. Schon gar keine, die philosophisch angehaucht ist, was Der Rückentext suggeriert. Das kann - wenn es ernst gemeint ist - eigentlich im Ansatz schon nicht als Erwachsenenbuch funktionieren.
Du beschreibst hier das unterstellte Paradoxon [Kind als Protagonistin <=> Erwachsenenbuch]. Du meinst, "das könne im Ansatz schon nicht funktionieren".
Warum nicht?

Mir ist vollkommen bewusst, dass das keine Konstellation für die breite Masse ist. Das war auch nie mein Ansinnen. Aber ich sehe keinen validen Grund so ein Konzept pauschal auszuschließen.
Ich meine mein "Warum" nicht provokativ, deine Gedanken dazu interessieren mich.

Der erwähnte Hugendubel-Mitarbeiter beweist (bis jetzt) das Gegenteil. Meine erwachsene Cousine hat es durchgelesen und war begeistert und ist es jetzt nach ein paar Monaten noch immer - aber ihr unterstelle ich aufgrund unseres Beziehungsgrades eine gewisse Voreingenommenheit.

 

Der erwähnte Hugendubel-Mitarbeiter beweist (bis jetzt) das Gegenteil.
Ja, Bruder. Alle meine Bros finden meine Sachen auch megageil. Meine Mutter hält mich auch sicher für Grass, mindestens.

Hey, niemand sagt: mach das nicht. Du solltest dich fragen: Will ich etwas schreiben, was für mich funktioniert? Habe ich Spass? Oder will ich ein Produkt verkaufen? Warum interessiert dich unsere Meinung zu deinem Cover, ohne das wir den Text kennen? Bist du Mitglied einer Drückerkolonne? Was willst du? Ganz einfache Frage.

 
Zuletzt bearbeitet:

Also, ich bin wirklich nicht die einzige, die sich fragt, warum der Post nicht gleich gelöscht anstatt verschoben wurde.

SPs machen die Verlagslandschaft kaputt, ganz konkret schließen Klein(st)verlage, weil sie gegen Algorithmen-Gepushe und AI slop nicht mehr ankommen. Es schließen also Verlage, die Autoren bezahlen, hand-übersetzen, Künstler, Lektoren, Korrektoren, Setzer und Drucker engagieren. Weil irgendwelche Hirnis meinen, jeder Satz, der geschrieben werden kann, muss auch unbedingt gedruckt werden. Weil die Cousine das dann besser lesen kann als auf einem Blog oder whatever.

Ich werde die Hölle tun, hier auch noch Detailfragen mit Nachtarocken zu beantworten. Befreudeten Schreibenden, die sich seit Jahren oder zumindest Monaten engagieren mal mit was helfen - klar. Aber hierzu fällt mir nur ein: Wo ist mein Kugelschreiber? MaFo-Institute vergeben für ein 5-Min Interview doch zumindest Regenschirme und Kulis.

:rolleyes: Das überschreitet auf jeden Fall die Grenze zur Werbung, ist schlichtweg vanity publishing marketing, selbst wenn das Produkt eigentlich kein richtiges ist.

 

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