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Im Kerker des Drachen
Wird veröffentlicht.
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Im Kerker des Drachen
Wird veröffentlicht.
Hallo Proof, eine allererste Rückmeldung,weil ichs gerade gelesen habe und mein Eindruck noch ganz frisch ist:
superspannend, unerwartete Wendungen und ein Schluss, den ich so nicht erwartet hätte. Ein wirklich fieses Stückchen, was du da zusammengeschrieben hast.
Gefällt mir sehr gut, weil es gerade die gute Mischung ist zwischen psychologischer Befindlichkeiten einer Protagonistin und dem entsprechenen Horroraufbau, der dann alles nach vorne trreibt, dass dieses merkwürdige atemlose Lesen zustande kommt, das ich so mag.
Du hast Handlung und Spannung immer mehr steigern können bis hin zu dem Finale.
Die Britta fand ich dabei sehr klar und deutlich, da konnte ich mir sofort eine Person vorstellen. Die Maren dagegen kann vielleicht noch etwas Farbe vertragen? Aber da bin ich mir noch nicht mal sicher. Vielleicht ists ja gerade gut so, wie es ist. Ich les es bestimmt noch mal, schon deshalb, weil ich mich so wundere, dass ich dir so auf den Leim gegangen bin und das Ende nicht vorhergesehen habe. Ich saß immer da und hab angefangen diagonal zu lesen, was in dem Fall lediglich bedeuet, dass ich super gefesselt war und wissen wollte, wie es ausgeht.
Eventuell meld ich mich noch mal, wenn ich es ein zweites Mal gelesen habe, aber dieser ganz frische allererste Lesereindruck, ich finde, der sagt einfach verdammt viel aus darüber, wie ein Text ankommt.
Also hat im Horrorsinn mächtig Spaß gemacht, du hast hier eine interessante Figur und viele Haken in die Geschichte gesetzt. Toll.
Viele Grüße von Novak
Hi Proof,
Es blitzte die Dunkelheit einfach weg.
Das klingt so, als sei die Dunkelheit ein ubiquitärer Zustand, aber das ist sie ja nicht. Es erweckt den Eindruck, als würde Maren an black outs leiden oder als sei "die Dunkelheit" eine Metapher für etwas Anderes, einen Zustand oder so. Das finde ich nicht ganz so präzise.
Wahrscheinlich lag sie in diesem Augenblick in den Armen eines männlichen Mitsäufers, der noch betrunkener war als sie selbst. Vielleicht trieb sie auch ertrunken die Weser hinab, die Hand verkrampft und so weiß wie ein Fischbauch um eine Flasche Sekt geschlossen.
Der Leser denkt das mit. Ich finde, es ist redundant, dies zu erwähnen. Das sind typische Gedankengänge, die sich, bei mir jedenfalls, eingestellt haben.
„Es ist ein Haus, Britta“, hatte Maren gesagt. „Da gibt’s immer was zu reparieren, und das kostet Geld.“
Hier finde ich, ist Maren Perspektive viel zu distanziert zu dem Haus. Zuerst wird das Haus ja quasi als eigenes Wesen eingeführt; in dem Haus herrscht Dunkelheit, und die versoffene Mutter ist verschwunden, man hat vermutet ein Eigenleben irgendwie, etwas Metaphysisches. Ich hatte sofort "House" im Kopf, diesen 80er Jahre Horrorstreifen. Und dann sagt sie so locker flockig das Spießbürgerargument, so total rational: Kostet ja Geld!
Der Sekt und die Schnäpse verwandelten sie in etwas, das in schlechten Träumen hinter verschlossenen Türen die Krallen wetzte.
Ich weiß nicht, dieser Satz. Du bist doch sonst ein Stilist, hier aber dachte ich: no way! Das passt nicht in den Text, finde ich, es klingt nicht erwachsen, und ich kenne dich aus deinen anderen Geschichten als sehr souveränen Autoren. Vielleicht liegt dir speziell etwas an diesem Satz, aber ich würde das beim zweiten Lesen rausnehmen wollen.
Sie hätte lieber Prügel in Kauf genommen, als weiter zusammengekauert in der Schwärze zu sitzen, wo sie sich nicht traute, ihre Arme und Beine einen Zentimeter weiter auszustrecken, aus Angst, sie könnte an etwas stoßen, das atmete.
Ich hatte als Kind früher auch Angst in der Dunkelheit, und dieser Satz summiert all das, was ich empfunden habe. Ganz großartig!
Jeder barfüßige Tritt auf jede Stufe verschoss einen brennenden Angstpfeil, der sich in ihr Hirn bohrte.
Auch hier. Der brennende Angstpfeil im Hirn, ich weiß nicht. Ich finde, du musst das gar nicht erklären. Diese Stimmung entsteht auch so, und der Satz danach, mit dem alten Blut an der Wand, der ist viel effektvoller, viel atmosphärischer.
Mir geht das zwischen dem ersten mal Einkerkern (guter Begriff auch) und dieser eigentlich schon psychotischen Angst zu schnell, dieser Schnitt. Sie muss ja viele Male dort eingesperrt gewesen sein, die Mutter hat es sich zur Regel werden lassen, und das würde ich mir mehr wünschen. Im Grunde ist das ja eine total kranke Sache, und diese Transformation, wie aus Maren dieser ängstliche Mensch wird, wie sie sich von ihrer Angst leiten und kontrollieren lässt, da würde ich gerne mehr drüber erfahren.
Im Grunde geht es mir mit dem gesamten zweiten Teil so: Du hast eine Einführung, die Figuren, den Grundkonflikt, und dann geht alles sehr schnell und ist zuende. Mutter im Keller. Ich denke, du hast an entscheidenden Stellen Potential verschenkt: Konflikt zwischen der Mutter und Maren. Will Maren Vergeltung? Ist es ihr das wert? Wenn nein, warum nicht? Mir ist dann auch die Reaktion von Maren auf Brittas Erklärung vielleicht auch ein wenig zu rational. Einerseits ist sie so von Emotion, von Angst geleitet und kontrolliert, andererseits reagiert sich aber dann wie eine gesetzestreue Bürgerin. Würde man nicht eher denken: Verdammt!, die hat es verdient? Im ersten Moment, und dann sickert mit der Distanz zum Geschehen die Erkenntnis durch, dass Rache oder Vergeltung, dass das Heimzahlen nichts bringt. Zweite Stelle: Maren und Britta. Da könnte es eigentlich noch weitergehen, da könnte die Geschichte auf einen retardierenden Moment zusteuern. Ich weiß, ist immer blöde, das zu sagen, weil es deine Geschichte ist, aber wie wäre es denn, wenn sich der Konflikt zwischen Maren und Britta so verschärft in den kommenden Tagen, dass hier ein weiterer Zweikampf entflammt, das grande finale sozusagen? Das wäre eine zweite Ebene, die den plot tragen könnte, eine weitere Wendung.
Ja, Proof, ich bin kein Horrorleser ansonsten, aber dein Text hat mir schon Spaß gemacht. Er ist fies und gemein und auch dreckig, aber ich glaube, er könnte durch Reduktion an Härte gewinnen, und du könntest ihn noch wesentlich länger gestalten. Er würde dadurch nur gewinnen.
Gruss, Jimmy
PS: Siehste! Mir ist erst nach flammberts Komm klar geworden, dass es Britta nicht gibt. Dann überlese diesen Teil doch bitte einfach!
Hallo Proof
Dein Präsent zu Weihnachten hat es in sich. Ich finde es eine sehr gelungene Geschichte. Dass ich mit meiner Lesart auf der richtigen Spur war, wie sich am Ende zeigte, freut mich, mehr noch erzeugt es aber Respekt vor Deiner Fertigkeit der Darlegung von Marens Wahrnehmung. Ein paar mir als kritisch erscheinende Stellen habe ich beim Lesen kommentierend mitgeschrieben und führe sie nachfolgend an. Manche Ausdrücke oder Formulierungen, die mir ebenso auffielen, griff ich nicht auf, da ich sie für tragbar hielt, um den Zustand von Maren dem Leser bildhafter nahezubringen. Eine solche war etwa: „ihren Verstand fiebrig vor Furcht zittern“.
Was sie gerade tat, hätte Maren einst in die geschlossene Abteilung gebracht. Der Berufsverband der Psychotherapeuten hätte es wahrscheinlich gern gehört, wenn sie behauptete, die Sitzungen hätten ihr darüber hinweggeholfen. Aber sie hatten nichts dergleichen getan.
Sie sollte oben masturbieren.
Sie hatten einander zum Höhepunkt geleckt in den Resten eines Badezimmers, in dem eine Mutter ihren Säugling in der Wanne ertränkt haben soll.
Das war nicht möglich. Britta wäre furchtbar wütend, wenn sie gewusst hätte, wie Maren sich in diesem Moment von ihrer Angst kontrollieren ließ.

Oben machte sie den Fernseher wieder an und drehte den Ton immer lauter,
Also doch, das Ende bringt es an den Tag! Diese Erkenntnis für den Leser hatte ich zwar erwartet, aber auch sie kommt noch gut kaschiert daher. 
An sich sähe ich in Gesellschaft und Spannung die treffenden Stichworte für die Geschichte, wobei es für Leser die sich auf Horror und Krimi kaprizieren, dann wohl untergegangen wäre, und deren Ansprüche deckt es doch fiktiv voll ab.
Die hierfür geopferte Nachtruhe war mir ein Lesevergnügen.
Schöne Grüsse
Anakreon
Kurzer Einschub: Danke flammbert! Ich habe die Geschichte erst jetzt richtig verstanden! Das mit dem Spiegel war mir unklar.
Hi proof,
Tolle Geschichte, gerne gelesen, den Schluss habe ich allerdings erst beim 2 en Mal Lesen verstanden. Da war das Bild für mich zu unpräzise.
Auch das Haus selbst bleibt blass, genauso wie Maren selbst, Britta ist im Gegensatz sehr gut und lebendig beschrieben.
Hier finde ich die Zeit falsch. Warum nicht ... angeblich ertränkt hattein den Resten eines Badezimmers, in dem eine Mutter ihren Säugling in der Wanne ertränkt haben soll.
verstehe ich ebenfalls nicht. Sie geht die Kellertreppe hinunter. Warum bringt sie dass in die geschlossene??Was sie gerade tat, hätte Maren einst in die geschlossene Abteilung gebracht. Der Berufsverband der Psychotherapeuten hätte es wahrscheinlich gern gehört, wenn sie behauptete, die Sitzungen hätten ihr darüber hinweggeholfen. Aber sie hatten nichts dergleichen getan.
lg
Bernhard
Hi Proof,
Das ist wirklich eine sehr gelungene Geschichte. Obwohl sie mit Wendungen arbeitet, die man schon oft gesehen hat, habe ich die überhaupt nicht vorausgeahnt. Dabei legt die Geschichte sehr geschickt ein paar Spuren, die ich beim zweiten Lesen dann entdeckt habe. 
Das Ende hat eine Art Enttäuschung bei mir hervorgerufen, was aber nicht als Kritik an dich zu verstehen ist, eher als Kompliment. Ich fand die Britta einfach so toll. Sie wird am Anfang der Geschichte fast lebendiger als Maren, man spürt so richtig, wie wichtig sie für Maren ist und wie sehr Maren sie liebt und bewundert. Als sich herausstellt, dass Britta die Mutter in den Keller gesperrt hat, fand ich das schon schlimm, die Enthüllung, dass sie auch eine dunkle Seite hat, das tat mir schon total leid für Maren.
Und dann wird das noch getoppt von der Erkenntnis, dass Britta ein Teil von Maren ist, dass sie vielleicht ihre einzige Möglichkeit war, sich selbst lieben zu lernen. Das fand ich wirklich gemein. 
Sprachlich sind mir nur ein paar Kleinigkeiten aufgefallen - und das auch nur, weil es bei dieser Geschichte eben lohnt, zweimal zu lesen. 
das klingt komisch, finde ich - sie könnte ihre Mutter von einer weiteren Bestrafung abbringen, oder versuchen, die Bestrafung von sich abzuhalten oder fern zu halten.Ihre Selbstlosigkeit war von der Hoffnung getrieben gewesen, sie würde eine weitergehende Bestrafung von sich abbringen, wenn sie Besorgnis zeigte.
Da müsste meines Erachtens ein Konjunktiv rein, weil es sonst klingt, als wäre tatsächlich in jedem Moment eine kalte Hand dagewesen. Also "war sicher gewesen, sie würde jeden Moment eine kalte Hand spüren, die sich auf ihre Schulter legen würde", oder so in der Art.Sie hatte Flüstern und Kratzen gehört und war sicher gewesen, jeden Moment eine kalte Hand zu spüren, die sich auf ihre Schulter legte.
Einige Kommentare oben haben die Verständlichkeit dieses Satzes bemängelt, aber mir war eigentlich klar, worauf das abzielt: Dass ihre Angst früher noch viel schlimmer gewesen ist als jetzt. Eventuell würde das deutlicher werden mit einem weiteren Satz, dass die Dunkelheit früher einmal richtige hysterische Anfälle ausgelöst hätte oder so. Aber wie gesagt, für mich war es so schon deutlich.Was sie gerade tat, hätte Maren einst in die geschlossene Abteilung gebracht.
Sie hörte ihren Verstand zittern?Zwar hörte sie ihr Herz klopfen und ihren Verstand fiebrig vor Furcht zittern,
sollteSie hatten einander zum Höhepunkt geleckt in den Resten eines Badezimmers, in dem eine Mutter ihren Säugling in der Wanne ertränkt haben soll.
Das Wort Kot klingt angesichts der Situation seltsam förmlich für mich, ich fände "Scheiße" da irgendwie angebrachter.Mutter stolperte zurück und rutschte auf einem Haufen ihres Kotes aus
Das fände ich auch besser mit Konjunktiv: Sie wäre wieder allein, wenn das Licht ausginge.Sie wäre wieder allein, wenn das Licht aus geht, genau wie heute.
Grüße von Perdita
Prosit Neujahr und vielen Dank für eure Kritiken und Vorschläge!
Die Geschichte ist vor so drei Jahren für einen dieser Datenabgreif-Wettbewerbe im Internet entstanden. Gepostet und vergessen ... Schade eigentlich, hab ich bei der Wiederentdeckung auf meiner Festplatte gedacht. Ist nicht ohne Fehler, steckt aber Mühe drin und ich mag die Geschichte, vor allem die Szene in dem alten Haus, in der für einen Sekundenbruchteil das Übernatürliche durch den Vorhang blinzelt. War wahrscheinlich ein Minus im Wettbewerb, da es um eher um straighte Krimis und Thriller ging. Gebt mir den Tatort und ich bau da Zombies rein.
Novak:
Die Pointe passt, aber natürlich hatte ich Bauchschmerzen damit. "X und Y sind ein und dieselbe Person!" provoziert doch spätestens seit Norman Bates "Buh"- und "Hatten wir schon!"-Rufe. Umso schöner, wenn ich damit jemanden überraschen konnte, der sich im Genre auskennt. Figuren-Innenleben vs. Handlung - da verliere ich manchmal das Maß und mich selbst in den Köpfen meiner Charaktere. Deshalb schön, dass es für dich gepasst hat.
Jimmy:
Ubiquitär muss ich erst googeln.
Redundant ... Ich weiß nicht. Die von dir angemerkten Sätze als "Kommt man von allein drauf" wegzustreichen, da würde ich schon sehr viel voraussetzen, denke ich. Wenn ich mich richtig erinnere, wollte ich auch so ein bisschen auf die falsche Fährte hinaus, dass der Geist der Mutter im Haus spukt.
Das mit dem Haus könnte tatsächlich einen Hinweis vertragen, dass Maren das Haus unheimlich ist und sie die Kosten vorschiebt, um sich nicht lächerlich zu machen.
Die Krallen ...
Ich glaube, meine Horrorgeschichten haben insgesamt einen etwas anderen Stil als meine Nicht-Genre-Geschichten. Da gönne ich mir sowas dann einfach.
Mehr ist gut. Ich denke, ich könnte diese Geschichte mindestens mal zur Novelle ausbauen. Und Maren will Vergeltung, sie hat diesen Wunsch nur eben in einen anderen Teil ihrer Persönlichkeit ausgelagert. Aber das weißt du ja jetzt selbst. 
Anakreon:
"Tragbar" klingt ja mal wie der Cousin von "nett".
Deine Vorschläge leuchten ein, bis auf den Badezimmersatz. Durch meine Stellung ist der Einschub vermieden.
Irrealer Freiraum ist mein zweiter Vorname und Psychotisches Kammerspiel ein sehr nettes Kompliment.
Das mit dem Fernseher verstehe ich nicht. Erst habe ich gedacht (man muss bedenken, auch wenn ich vor dem Posten drübergelesen habe, en detail habe ich alles nach zwei oder drei Jahren natürlich nicht mehr auf dem Schirm), er würde einfach wieder laufen, weil der Strom wieder da ist. Aber sie stellt ihn ja zuerst an. Vielleicht braucht's einen Hinweis, dass das Licht wieder geht.
Flammbert:
Die automatische Rechtschreibprüfung will flambiert aus dir machen.
Handlung vs. Innenleben, ja ... gerade bei Spannungsgeschichten brauche ich wohl mehr von Erstgenanntem.
Verbrennen ist ja bei was anderem als Grünschnitt immer auch so ein Statement. Schlussstrich, Missachtung, totale Vernichtung. Auf nem reinen Urnenfriedhof gibt's keine Nacht der lebenden Toten. Ich glaube, ich habe gerade den Titel meines Debütromans gefunden.
Ein Kumpel von mir hat so einen Taschenlampenfetisch. Sollte ich eigentlich auch mal eine Geschichte draus drehen. 3500 Lumen passt meine ich auch in so einen Leuchtstab, das hat mit der Größe nichts zu tun. Glaube ich.
Bernhard:
Auch wenn es keine Spukhausgeschichte im klassischen Sinne ist, sollte ich den vier Wänden in einer überarbeiteten Version vielleicht etwas mehr Raum gönnen. Gerade wenig erfährt man ja nicht über Maren. Kann es sein, dass Britta einfach die schillerndere Persönlichkeit ist und somit besser im Gedächtnis bleibt?
Perdita:
Scheiße statt Kot, Liebesakt statt Ficken, das ist auch immer so eine Gratwanderung. Ich find ja diese gefährlichen Texte immer total schlimm, wo der Autor meint, er atmet so den Sprit von Bukowski, weil er Fotze schreibt und das in der Lesung dann aussprechen kann, ohne loszukichern, was er wahrscheinlich am liebsten tun würde. Kehrseite der Medaille ist Zurückhaltung an der falschen Stelle. Da muss ich dann an den Hausfrauen-Literaturclub denken, über den ich neulich gelesen habe, der sich über die vielen "Gossenbegriffe" irgendwo bei Günter Grass aufgeregt hat. So will ich wohl auch nicht enden. Vielleicht mache ich hier einfach mal Scheiße.
Die anderen von dir angemerkten Sätze können vermutlich tatsächlich noch etwas Feinschliff vertragen.
Freut mich, dass dir Marens Leid so nahe ging.
Hach, es ist schon schön mit euch. Vielleicht schaffe ich es 2015 öfter als ein Mal pro Quartal. Würde mich freuen.
Vielen Dank euch allen
Proof/JC/undnochmindestenszweiandereleute
Hallo Proof.
Ich muss zugeben, dass ich ein Fan von dir bin. Ich stell mir dich beim Lesen immer als den klassischen Film- und Fernsehschreiberling vor - etwas älter als richtig jung, immer eine Zigarette zwischen den Fingern und irgendwie heiß (eigentlich wie Hank Moody) - falls das alles nicht zutrifft, nimm mir bitte nicht die Illusion.
Aber dein Schreibstil vermittelt genau das!
Und da ich ein Fan von dir bin, hat mir auch diese Geschichte sehr gefallen - sie ist spannend, handwerklich großartig und so richtig schön böse. Genau das, was man sich von einer Horror-KG erwartet. Dass es dieses Ende vielleicht schon öfter gab (sicher aber nicht so oft wie "Alles nur ein Traum!"), stört mich nicht.
Neidisch bin ich also auch.
Chapeau!
LG
Tamira
Eins noch:
hihi ...Britta mochte Nick Cave und Fesselspiele.
Yo Tamira,
immer nett, mal wieder was von Leuten aus meinen Anfangstagen hier zu hören. Moody musste ich erstmal googeln, für mich war das immer nur Fox Mulder.
Ich find's spannend, etwas aus Sachen rauszuholen, von denen die meisten sagen: Geht nicht, gab's schon, lass das. Hab mal gelesen, dass der "Walking Dead"-Mensch seinen Comic an den Mann gebracht hat, indem er dem Verlag vorgeflunkert hat, bei ihm sei die Zombie-Apokalypse nur die erste Stufe einer außerirdischen Invasion. Die wollten's nicht haben, wegen Romero halt. Da würde viel fehlen, wenn sich diese "Gab's doch schon"-Mentalität all zu oft durchsetzte. Tut sie wahrscheinlich sowieso schon viel zu oft. Insofern werde ich mir vielleicht die Traum-Pointe mal vornehmen.
Ich sehe übrigens aus wie ... hast du Pickman's Model gelesen?
Grüße
JC
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