Was ist neu
  • Da es bei dem letzten Update zu größeren Code-Änderungen kam, ist es empfehlenswert, dass ihr euren Browsercache einmal vollständig leert, um die reibungslose Funktion der Seite zu gewährleisten. Tipps dazu findet ihr hier: Anleitung zum Leeren des Browsercache.

Leinen Los

Mitglied
Beitritt
25.09.2020
Beiträge
1
Anmerkungen zum Text
Eine grobe Idee, für eine Geschichte.
Auf Rückmeldung, Kritik, oder Feedback würde ich mich sehr freuen.

Leinen Los

Und ich breche auf, mit meinem alten Freund dem Ruder in der Hand.
Mit freudestrahlenden Augen und brennendem Herz, stoße ich unter wehender Flagge in mein Horn. Die Wellen günstig und Wind von hinten weht, meine Segel stramm. Riemen fliegen, Seile fallen. Takelagen werden bestiegen und die Männer mit kräftigen Zügen die Leinen spannen. Meine Mannschaft vereint in einem Ziel. Ich höre sie lachen und singen, an der Küste jedoch noch die Frauen wehen. Ihre Männer sie einige Zeit nicht mehr beglücken werden. Der Schiffsbauch voll Rum und die Wänste bersten mit bestem Wein.

Endlich fahren wir, die See ruft.


Als Sohn von Wirten, wurde ich in einer Schenke groß, in welcher ich nicht nur einmal mit den merkwürdigsten Gestalten bekannt gemacht wurde. Einer blieb mir besonders in Erinnerung.
Seine Haare so lang wie ein Tau, schon fast den Boden fegten. Stiefel schwarz wie Kohle, schlenderten gemächlich und mit vielen Löchern geplagt, im Haar das auf sie fiel umher. Sah man weiter nach oben, ungefähr auf meiner Augenhöhe, die für einen 8 Jährigen relativ nieder war, sah man seinen fetten Wanst hervorstechen. Umrahmt wurde dieser von großen Armen, welche mit noch größeren Händen bestückt waren.
Jener Kerl mit tiefbraunen Augen und Säbel in der Scheide blieb mir deshalb so gut in Erinnerung, weil er uns über Jahre hinweg jeden Tag beiwohnte und mein Vater war.
Mit großem Abstand die merkwürdigste Gestalt in diesem dunklen Loch und ein Raufbold oben drein.
In braunen, modrigen durch Kerzenlicht beschienenen Wänden und Luft die nach Seemännern stank, war mein Zuhause.
Mit älteren Jahren und wachsendem Herz, mein Vater verstarb.

Ich müsste gerade 17 Jahre alt gewesen sein. Meine Mutter mit Müh und Kraft die Schenke in den Händen zu halten versuchte, doch der Schmerz des Verlusts sie zu sehr plagte. Langsam konnte ich in ihr den Glanz und das Licht verschwinden sehen. Ihre grünen Augen, mir fast schon grau zu werden schienen und ihre Sanftheit sowie ihre Albernheit langsam verblassten. An ihre Stelle sich tiefer Nebel senkte und die Nacht in ihr anbrach. Trauer war ständiger Gast und besetzte alle Tische.
Selbst mit meiner Hilfe es nicht gelang die Taverne und mein Mutters Herz am schlagen zu halten.
Auf mich gestellt und von 2 Schwertern die tief in mich drangen getroffen, weilte ich mein Dasein, als diese beiden Herzen zu schlagen aufhörten.


Lange Zeit verging, weite Wege ich beschritt. Ein Wandersmann ich war, der Schmerz mein Antrieb und das Unbekannte mein Ziel. In ihr, dem Ungewissen, das weder Form noch Raum, fand ich mein Feuer. Der Morgen brachte immer neues und jedes mal konnte ich den Wind von woanders her spüren.
Auf einen Herbst folgten viele andere bis ich mich eines Abends, während goldroten Sonnenuntergangs in einem Örtchen am Meer einfand. Es zog mich dorthin, in wieder eben jenes Städtchen und wieder eben jene Schenke, die ich einstmals mein Heim nannte.
Wehmütig mich die Flagge am Eingang grüßte. Efeu umrankte das steinerne Gemäuer und die Fenster von ihm ganz überwachsen. Ich trat durch den großen Holzbogen an dem ein Tuch als Tür fungierte, ins Innere ein. Meine Augen staunten nicht schlecht, als tief im Gewölbe, wo vor ach so langer Zeit nur Trauer Gast war, Leben herrschte. Tanzende Beine auf kaltem Boden, Musik die von einer Ziehharmonika kam und Männer mit vollen Krügen, die sich um die Frauen dort kämpften.
Auch staunte ich nicht schlecht, als ich dort später ein neues schlagendes Herz fand.
Welches Schlagen mich mit langsamen doch stetigen Schrittes auf dieses Schiff führte.
Wo ich nun mit 30 Männern und einem Hund ein Land suche, das es nicht geben soll.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wortkrieger-Team
Beitritt
05.01.2015
Beiträge
628
Und ich breche auf, mit meinem alten Freund dem Ruder in der Hand.

Der erste Satz in einer Geschichte ist sehr, sehr wichtig. Hier hast du direkt meine Aufmerksamkeit, aber nicht aus dem Grund, den du dir scheinbar denkst.

Jetzt stell dir mal vor, dass der Kapitän auf dem Schiff steht und das Ruder in der Hand hat.

"Leute?"
"Aye?"
"Es könnte kleinere Probleme geben."

Egal, ich bin jetzt dabei. Da musst du jetzt durch.

Ihre Männer sie einige Zeit nicht mehr beglücken werden.

Ich weiß nicht, warum du es versuchst, aber diese altbackene Sprache klingt ein wenig albern. So hat damals keiner geredet oder gedacht, außerdem macht es den Text schwer lesbar. Das ist nicht so artsy wie die Leute es sich vorstellen.

Der Schiffsbauch voll Rum und die Wänste bersten mit bestem Wein.

Im Fass wäre das Zeug besser aufgehoben gewesen, aber wer bin schon ich. Vielleicht machen Seeleute das wie Dagobert Duck? Ich weiß es nicht. Meine Erfahrung mit der Schiffsfahrt beschränkt sich auf Ye Banished Privateers und irgendwas sagt mir, dass die nicht die beste Quelle darstellen.

Stiefel schwarz wie Kohle, schlenderten gemächlich und mit vielen Löchern geplagt, im Haar das auf sie fiel umher.

Das ist fast komplett unverständlich. Hier gerät diese ... eigenwillige Art der Sprache in Konflikt mit Lesern, die nicht mit Allongeperücke und Monokel vorm PC sitzen.

Jener Kerl mit tiefbraunen Augen und Säbel in der Scheide blieb mir deshalb so gut in Erinnerung, weil er uns über Jahre hinweg jeden Tag beiwohnte und mein Vater war.

Okay?

In braunen, modrigen durch Kerzenlicht beschienenen Wänden und Luft die nach Seemännern stank, war mein Zuhause.

Auch das ist wieder sehr schwer verständlich.

Mit älteren Jahren und wachsendem Herz, mein Vater verstarb.

Elson, das liest sich wirklich nicht schön. Das ist ja wohl der prätenziöseste Mensch aller Zeiten. Das hier versucht auf Biegen und Brechen künstlerisch zu klingen, ist aber unfreiwillig komisch.

***

Worum geht es in deinem Text? Irgendein Hampelmann, der zu früh von der Schauspielerschule gegangen ist, redet schwülstig daher und passieren tut nichts. Eine Schifffahrt wird angefangen und dann werden wir mit Hintergrundgeschichte geplagt. Das steht bei Kurzgeschichten, aber ich bin mir sicher, dass da noch was hinzukommt. So kann das nicht stehen bleiben, Kumpel. Das ist nix - vielleicht magst du mir noch erklären, was hier los ist? Wird das ein Roman? Dann wäre diese Rubrik die falsche. Schreib mich da bitte mal an, damit wir drüber sprechen können - bis dahin mach ich das hier mal dicht.
 
Wortkrieger-Team
Beitritt
05.01.2015
Beiträge
628
Das Thema ist bis auf Weiteres wieder geöffnet.
 
Wortkrieger-Team
Beitritt
02.09.2015
Beiträge
807
Hallo @Elson und willkommen hier!

Dein Einstand ist ungewöhnlich und sehr experimentell. Ich gehe fast davon aus, dass Du mit Sprache noch experimentierst und Deine Schreibe noch nicht ganz gefunden hast.
Dieser Versuch taugt jedenfalls für mich allenfalls zur Büttenrede. Ich gehe nicht auf jedes Detail ein. Jedenfalls solltest Du den Text einmal auf Zeichensetzung durchgehen:


Und ich breche auf(,) mit meinem alten Freund, dem Ruder, in der Hand.

Mit freudestrahlenden Augen und brennendem Herz(,) stoße ich unter wehender Flagge in mein Horn.

Und dann stimmen die Verben nicht immer. Hier z. B.
Ich höre sie lachen und singen, an der Küste jedoch noch die Frauen wehen.

Das soll vermutlich literarisch klingen, verfehlt aber den Zweck, weil vollkommen falsch und der Leser sich wehende Frauen ohne Absurditäten nicht vorstellen kann.

Hierauf wies schon NWzed hin:

Der Schiffsbauch voll Rum und die Wänste bersten mit bestem Wein.

Auch schief, weil der Schiffsbauch allenfalls mit Rumfässern gefüllt ist und auch nicht die Wänste bersten, sondern die Kleider.

Jener Kerl mit tiefbraunen Augen und Säbel in der Scheide blieb mir deshalb so gut in Erinnerung, weil er uns über Jahre hinweg jeden Tag beiwohnte und mein Vater war.
Hier wird es dann na ja, beiwohnen hat etwas Sexuelles und ich hoffe doch, er wohnte nur der Mutter bei.

Auf mich gestellt und von 2 zwei Schwertern, die tief in mich drangen, getroffen, weilte ich mein Dasein, als diese beiden Herzen zu schlagen aufhörten.

Zahlen bis mindestens zwölf werden ausgeschrieben. Man wird auch von Kugeln getroffen, aber nicht von Schwertern oder wurden sie nach ihm geschmissen?

Sieh das einfach als Übung und gehe Deinen Text einfach mal nach so Unstimmigkeiten durch. Aller Anfang ist schwer.

LG
Mae
 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Neue Beiträge

Anfang Bottom