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Maruer — Monat des Kriegers: Vergänglicher Ruhm

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28.07.2020
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Maruer — Monat des Kriegers: Vergänglicher Ruhm

Erneut ein glorreicher Sieg. Errungen als mein Schwert in den Hals meines Gegners glitt, an der Schwachstelle zwischen Helm und Brustpanzer eindrang.
Blut verließ ihn mit meiner Schneide, umhüllte meine Hand mit seiner Wärme. Worauf der tosende Beifall tausender Zeugen von den Rängen schallte, meine Tat feierte und ich mich ihrem Applaus ergab. Alleinig noch stehend im Sand der Arena von Heljadstadt, hielt ich die blutverschmierte Klinge sowie meinen Rundschild hoch zu einer triumphierenden Pose, wodurch der Jubel weiter anschwoll.
Nach einem ebenbürtigen Zweikampf hätte ich meinem Gegner den bitteren Kuss des Totengottes Garot erspart, wäre die Menge nicht auf Blut aus gewesen. Es war der Höhepunkt eines umkämpften Tages. König Ferim II. von Heras wusste wonach es dem Publikum verlangte, dem anwesenden Adel und Pöbel. Er befahl es mir mit einer simplen, jedoch entscheidenden Geste: Sein Daumen richtete hier über das Leben der Recken, erklärte diesmal meine Waffe zum Scharfrichter. Es gehörte dazu wie der Tod zum Leben des Gladiatoren. Mehr als zu jedem andern und nie fühlte man sich lebendiger, als wenn man Garot selbst entgangen war. Wiederholt rief das Publikum meinen Namen in einem pulsierenden Rhythmus wie der Schlachtruf einer Armee aus Gaffern, ein Gebet an den Schlächter: „Orian!“, „Orian!“, „Orian!“ Lauter mit jedem Male. Erst ließ ihre Huldigung nach, als ich mich vom Platz zurückzog. Durch dasselbe stählerne Tor, wie ich ihn mit meinem Gegenspieler betreten hatte. Nur einer von uns verließ den Sand heute lebend.

„Ihr seid achtlos.“, sagte Ilmah ernst, spürbar in Sorge um mich. „Wenn Ihr so weiter macht, gebe ich Euch keine fünf Runden mehr.“ Sie reinigte meine Wunden zuerst mit einem Lappen, trug dann sanft ein Kräutergemisch auf, das sie selbst hergestellt hatte.
„Wenn ich mich nicht verletzen würde, hättet Ihr weniger zu tun.“, erwiderte ich trocken. Was sie wenig amüsant fand, mich nicht davon abhielt weiter mit ihr zu schäkern. „Außerdem bezahle ich den Preis für die Nähe zu Euch gerne mit meinem Blut.“
Ihre großen haselnussbraunen Augen schauten auf mich, während sie die Lippen ihres Schmollmunds aufeinander presste. „Dann seid Ihr ein Narr. Todessehnsucht hat nichts mit Eurem Wunsch nach Nähe zu tun, Orian.“
Klatschend machte sich unser Herr dahinter bemerkbar, ein zurückhaltender Applaus. Er tat als wäre er gerade eingetreten. Obwohl wir beide wussten, dass er gelauscht hatte. Ein dürrer Mann mit eingefallenem Gesicht, der drohte unter dem Gewicht seines Schmucks zusammenzubrechen, den er über seiner purpurnen Seidenrobe trug.
„Großartig gekämpft Orian.“, sprach er heiser. „Dein Wert hat sich heute verdoppelt.“ Zufrieden wandte er seinen Blick von mir zu Ilmah. „Sorg dafür, dass er morgen wieder antreten kann.“
„Seine Wunden müssen heilen. In ein paar Tagen vielleicht. Wenn er sich schont.“, widersprach sie. Doch für ihn kam dies nicht in Frage. Was er abwinkend klarstellte.
„Unmöglich! Übermorgen finden bereits die gemischten Runden statt und ich habe eine ordentliche Summe auf ihn gewettet. Fürst Haker hat mich herausgefordert und lässt seinen wertvollsten Recken antreten. Dieser überhebliche Wicht darf keinesfalls gewinnen. Keiner meiner übrigen Krieger ist seinem Davriser Jefred gewachsen. Und da die anderen Kämpfer ebenso große Namen sind, schicke auch ich meinen vielversprechendsten in die Grube. Euch bleibt morgen um zu Kräften zu finden.“ Womit uns keine Wahl blieb, keine Wiederrede vor dem Freiherrn von Nerglis, der uns bald zurückließ. Lieber würde er vor dem übrigen Adel mit meinem Sieg prahlen, heraus aus dem Hintern des Königs. Ich wartete bis ich ihn endlich weg wusste und gab Ilmah einen Kuss.
„Lass und morgen fliehen, Orian!“, sagte sie sehnsüchtig, als sich unsere Lippen trennten.
„Es ist noch zu früh.“, enttäuschte ich sie. „Wir müssen bis nach dem Turnier warten. Sobald die Schiffe aus der Fremde Heljadstadt verlassen. Ich habe uns eine Überfahrt organisiert.“
„Jeder Tag hier ist ein verlorener. Der nächste vielleicht der an dem du dein Leben verlierst.“ Kummer machte sich in ihren Worten bemerkbar. Bevor ihre folgenden leise Hoffnung aufkommen ließen: „Ich kenne jemanden, der uns helfen kann nach Pegan zu kommen. Er ist Angehöriger der Legradin.“
„Sag diesen Namen nicht zu laut. Er könnte uns beide den Kopf kosten. Mehr noch als das Gerede von Flucht. Außerdem traue ich den Peganen nicht über den Weg. Nach dem Turnier verlassen tausende Schiffe die Stadt. In diesem Durcheinander können wir eine Flucht riskieren.“ Eine Entscheidung, die sie widerwillig akzeptierte. Auch wusste sie, dass ich darauf hoffte zu jenen Siegreichen zu gehören, denen König Ferim die Freiheit und ihr Gewicht in Gold zusprach. So pflegte Ilmah mich und ich ruhte, sie verband mich, umsorgte mich bis ich am übernächsten Tage antrat.

Goldene Statuen heritischer Stiere glänzten unter der Sonne. Massive Kohlenbecken verströmten den Geruch von Harz sowie den Bananenduft von Alantwurzeln. Inzwischen hundert Fuß hoher Säulen aus Sandgestein überschäumten die Tribünen mit abertausenden Schaulustigen, verbreiteten ihrerseits den Geruch würziger Speisen, Schweiß und Tabak sowie einen unbändigen Lärm. Vom Sand der Arena aus verschmolzen sie zu einer betäubenden Masse. Über ihren Köpfen spendeten vorgespannte Tücher wenigstens etwas Schatten.
Wo wir standen brütete die Sommerhitze. Fünf Gladiatoren im Kreis, aus unterschiedlichen Klassen, angelehnt an die Götter des hinerischen Pantheons. Um das Spektakel interessanter zu gestalten. Meine nannte sich Anurid, nach Anur, dem Gott der Sonne. Wir kämpften mit Schwert und Schild, in leichter Rüstung aus geschichtetem Leinen sowie Stahlplatten an der schildabgewandten Seite. Ein geschlossener Helm aus hellem Stahl schützte meinen Kopf, wobei das weite Visier meine Sicht kaum beeinträchtigte. Auf meinem Rundschild prangerte die Verzierung einer brennenden Sonne Anurs. Mein Name wurde in seinem gerufen: „Orian!“
Neben mir stand der Hüne Marviak. Er war ein Thironer, nach Thiron, dem Gott des Krieges. Ein Berg gegossen in schweren Stahl, der ihn vollkommen einhüllte. Zwei runde Löcher an seinem gehörnten Helm waren die einzig sichtbaren Öffnungen seiner Rüstung. Darunter musste er in der Hitze zergehen. Der gewaltige Kopf seines Streithammers genügte um jeden Gegner mit einem Streich außer Gefecht zu setzen. Der Name des Recken, der ihn schwang, erklang in jenem des Kriegsgottes: „Marviak!“
Der dritte unter den Kämpfern hieß Niljar. Ein Bakrote, nach Bakros, dem Gott des Himmels, und eine der wohl offensivsten aller Kategorien. Sie mussten Meister des Schwertkampfs sein, wirbelten mit zweien umher, geschützt von einem silbernen Kettenhemd sowie Panzerungen an den wichtigsten Stellen, was ihnen dennoch maximale Beweglichkeit gewährte. Daran waren bunte Federn zur Zierde angebracht.
Beide Schwerter des Bakroten wiesen hoch zum Gott, den er vertrat, als man seinen Namen rief: „Niljar!“
Gelerd, ein Simear, beobachtete das Geschehen, abwechselnd jeden Widersacher, studierte sie wie ich. Er kämpfte mit Pfeil und Bogen. Wobei am oberen Ende seiner Waffe eine Klinge für den Nahkampf befestigt war. Zusätzlich hingen einige Dolche an seinem Körper, über einer äußerst leichten Rüstung aus Stoff. Daher war seine Klasse mindestens ebenso riskant und ihm geraten Distanz zu wahren. Auf seinem Helm aus gehärtetem Leder steckte ein kurzes Hirschgeweih. Ein Zeichen, das Simea gebührte, der Göttin der Jagd. Auch sein Name hallte durch die Ränge: „Gelerd!“
Doch unser aller Namen wurde übertönt von den Schreien nach Jefred, dem Davriser, nach Davris, dem Gott des Meeres. Oft waren sie Favoriten der Armen wie Reichen, da ihre Gesichter klar erkennbar blieben. Sie trugen einen ähnlich leichten Schutz wie die Simear, aber suchten die Nähe zum Gegner ohne jegliche Kopfbedeckung. In ihrer einen Hand trugen sie lange und dünne Speere, in der anderen ein stählernes Fangnetz mit spitzen Haken am einen Ende. Sichtlich genoss Jefred die Bewunderung. Der blonde Schönling sonnte sich lächelnd im Glanz des Volkes. Wir anderen gingen bereits unter, wenn es nach der Lautstärke unserer Anhänger gegangen wäre.

Eine gemischte Runde mit mehreren Gladiatoren konnte bedeuten, dass sich manche von ihnen kurzzeitig zusammentaten. Insbesondere falls sie sich kannten und ich wusste Gelerd und Jefred waren Trinkgefährten. Weniger als meine, seit ich mich einst mit Jefred in einer Schenke geprügelt hatte.
Unter den Sklaven genoss unsereins gewisse Freiheiten sowie Annehmlichkeiten und wir rangen auf dem Kampfplatz selten bis auf den Tod. Die meisten starben eher an den Folgen ihrer Verletzungen. Ein guter Streiter war ein kleines Vermögen wert, deswegen hielt man sich in der Regel zurück. Es wurde nicht nur jedem von seinen Herren und Damen eingebläut, sondern geschah auch aus gegenseitiger Achtung. Die Turniere im Monat des Maruers wiederum waren dafür bekannt, dass sich die Teilnehmer wenig Erbarmen schenkten. Vor allem da sie zu den einträglichsten gehörten. Wie abgekartet die Spiele jedoch waren, offenbarte sich als der Kampf begann. Augenblicklich stürmten Marviak und Niljar auf Jefred zu. Doch der Bogenschütze Gelerd hatte seinerseits schon einen Verbündeten erwählt, wie von mir vorhergesagt. Mit furchterregender Präzision platzierte er aus der Entfernung von fünfzig Fuß einen Pfeil im linken Sockel des hünenhaften Thironers, der sofort leblos zusammensackte. Bevor er mich unter Beschuss nahm. Den ersten Pfeil wehrte ich mit dem Schild ab, dann den zweiten. Während ich auf ihn zuschritt.

Abseits von uns trugen Jefred und Niljar ihren Zweikampf ab. Wiederholt parierte Niljar den Speer seines Gegners mit einer oder beiden Klingen jeder Hand, wich mit Verkrümmungen seines Körpers aus. Wobei der Speer manchmal gefährlich nah an seiner Rüstung vorbei schrammte.
Beeindruckende Geschwindigkeit und Kraft lag in den Speerstössen von Jefred. Er hielt sein Fangnetz in der Rückhand und wartete den richtigen Moment ab, an dem er wie der Kraken zuschlagen würde.

Unweit davon setzte ich mich gegen einen Hagel zur Wehr. Blitzschnell verschoss Gelerd seine Pfeile, sodass ich mich fragte ob er betrog und irgendeine Form der Zauberei am Werk war. Dabei lief er rückwärts von mir weg. Leicht seitlich damit er nicht irgendwann die Wand im Rücken behielte. Den meisten Geschossen streckte ich meinen Schild entgegen, schlug manche mit dem Schwert weg. Allmählich verringerte ich die Distanz zwischen uns. Die Wucht jedes Pfeils, der vom Schild abprallte, ließ mich fürchten der nächste durchdringe ihn. Die Frage war, ob ich aufschließen konnte, bevor er mich traf oder ihm die Projektile ausgingen. Sollten wir eine vollständige Runde vollziehen, würde er bestimmt welche vom Grund aufheben. Also war ich derjenige, der unter Zugzwang stand.

Derweil führten Jefred und Niljar weiter ihren Tanz auf, mittlerweile bedrohlich nahe aneinander. Als der Davriser die Gelegenheit ergriff, plötzlich mit seinem Netz zuschlug, nachdem er den Schwertkämpfer mithilfe des Speers aus dem Gleichgewicht gebracht hatte.
Das Netz umschlang eine Körperhälfte und die Widerhaken krallten sich hinter der rechten Schulter in die Glieder seines Kettenhemds. Anschließend warf Jefred den Teil, den er noch festhielt an Niljar vorbei und wickelte ihn ein. Der Bakrote war darin gefangen wie ein frischer Fischfang.
Zappelnd und windend verstrickte er sich bloß mehr in das stählerne Geflecht. Leichte Beute für den erfahrenen Davriser, der seinen bewegungsunfähigen Widersacher mit dem Speer niedermachte. Ströme der Begeisterung brachten die Tribünen zum Überkochen. Zu ihrem Gefallen spielte sich der Gockel auf, verbeugte sich und warf Luftküsse in die Menge.

Noch entging ich meinem Jäger. Ich konnte nicht beurteilen, ob Jefred seinen Gegner getötet hatte. Aber Niljar war außer Gefecht und ich musste mich dadurch mit zweien herumschlagen. Was bedeutete, dass es Gelerd schnellstmöglich auszuschalten galt.
Gerade hatte ich die Distanz zwischen uns eingeholt. Als er versuchte mit der Klinge an seinem Bogen in Abwehrhaltung zu gehen, rammte ich ihn in vollem Lauf mit dem Schild. Gelerd fiel, der Bogen aus seinen Händen. Aber er rollte sich elegant ab und kam zurück auf die Füße. Sogleich zückte er zwei Dolche und warf mir einen entgegen, der durch gehärtetes Leder und Hartholz des vorgehaltenen Schildes drang und fast an mein Auge reichte. Den Zweiten hielt er umschlungen, um eine letzte Form der Verteidigung zu haben, was ihm wenig half. Ich machte ihn unschädlich, ohne ihn zu töten. Jedoch ging ich sicher, dass er mir nicht in den Rücken fallen würde — er verlor die Zughand.

Eine derart lange Pause wie Jefred war mir nicht vergönnt. Der es vorzog in der Wonne der Zuschauer zu baden, während sein geschworener Partner Gliedmaßen einbüßte.
Oder beide verfügten über mehr Ehrgefühl als ich ihnen eingestand und würdigten den Zweikampf.
Ihr kurzzeitiger Zusammenschluss hätte auch eine Reaktion auf den Angriff der anderen sein können.
Beinahe schon bereute ich Gelerds Verstümmelung als ich seinen Dolch aus dem Schild entfernte. Doch in der Arena blieb kein Platz für Reue. Der Davriser kam schon auf mich zu, hielt Speer und Netz in seiner Angriffsposition.
Sofort nahm ich meine Abwehrstellung ein, wartete sein Vorgehen ab. Was mir erlaubte meine Kräfte länger zu sammeln. Die Widerhaken an seinem Netz hätten mir bei einem gezielten Wurf ganze Stücke meines Fleisches aus dem Leibe gerissen. Auch deswegen entschied ich mich für die defensive Taktik, musterte zuerst seine Bewegungen, hoffend er käme aus der Deckung. Doch auch er blieb vorsichtig, auf Distanz und tastete mich mit dem Speer ab. Immer wieder pickte er mit der Spitze auf mir wie die hungrige Möwe auf einer Schildkröte. Er stocherte und stocherte und das Loch, durch das Gelerds Dolch eingedrungen war, trieb bald einen Riss in den Schild, der ihn entzweite. Jefred sah den Moment für sein Netz gekommen und holte aus. Mir blieb keine Wahl als nach vorne zu stürmen. Das Netz spannte sich um meinen Kopf und nahm mir jede Sicht, die ich zum Zielen hätte brauchen können, als ich auf ihn zu preschte. Zwar wurde ich dabei entwaffnet, aber irgendetwas traf ich. Auch kam kein Stoß seines Speers oder Zug vom Netz. Deswegen konnte ich mich schnell davon befreien. Überrascht erblickte ich Jefred auf Knien. Mein Schwert steckte in seinem Bauch.
Er keuchte, jedoch erstickte das Blut seine Atmung. Womit der berühmte Davriser sowie diese Runde des Turniers ihr Ende fanden. Ein Sieg, der mich mehr kosten würde als ich gewann.

Ein guter Gladiator war ein kleines Vermögen wert. Je besser und siegreicher, desto höher der Preis. Jefred war unter dem Volk dermaßen beliebt, dass Kinder mit einer bemalten, geschnitzten oder getöpferten Miniaturversion von ihm spielten. Sein Herr derartig reich, dass er hunderte, wenn nicht tausende dieser Figuren herstellen ließ.
Eigentlich war sein Herr, Fürst Haker, bekanntermaßen so reich, dass er Dutzende bekannter Gladiatoren sein Eigen nannte. Derart betucht, dass selbst, wenn er in einer göttlichen Wendung des Schicksals alle seine Recken in der Arena verloren hätte, er immer noch stinkreich geblieben wäre. Dennoch brachte ihn der Verlust in Rage. Unter noch mehr Schmuck als mein Herr und azurblauer Robe war Haker ein beleibter und haariger Kerl mit passender Hakennase. „Das ist unerhört und ich verlange Gerechtigkeit für meinen Davriser Jefred!“, klagte er schrill vor meinem Herrn.
„Der Ruhm eines jeden ist vergänglich.“, sprach Nerglis. „Nur manche trotzen dem Verfall besser. Jefred hatte seinen Höhepunkt erreicht und sein Tod war nicht mehr als ein Unfall.“
Haker war neben dem Besitzer einer der bedeutendsten Gladiatorenschulen von Heras ebenso ein wichtiger Angehöriger des heritischen Adels. Als Freund von König Ferim und ein Ziehvater seines Sprosses Prinz Deruen, wusste er vor allem um seine Wichtigkeit. „Das kann ich nicht akzeptieren und ich behalte mir vor mein Anliegen an den König zu bringen.“, drohte Haker unterschwellig. „Diesen Weg müssen wir allerdings nicht gehen, Nerglis. Ich verlange, dass Orian an der Runde der Bestien teilnimmt. Sollte er fallen, werde ich für das Fünffache seines Preises aufkommen. Mir geht es lediglich um den Blutpreis.“ Abschätzig schaute er zu mir. „Sollte er gewinnen, sorge ich dafür, dass Ihr und er fürstlich entlohnt werdet und der Ruhm für Euer Gladiatorenhaus ist Euch gewiss.“
Nerglis verharrte, zögerte meinetwegen nur kurz. „Jetzt reden wir über ein Geschäft.“

Ein Tag verging an dem Ilmah mich wieder pflegte und augenblicklich fliehen wollte. Doch Haker persönlich ließ unsere Zimmer bewachen. Sie störten uns hingegen nicht. Am Tag an dem wir uns vielleicht letztmals liebten.
Bis ich am folgenden Tag antrat. Zur Runde der Bestien, deren Namen wenig Beschreibung bedurfte.
Üblicherweise wohnte unsereins diesem Spektakel eher auf den Tribünen bei, während wir das Gemetzel mitansahen. Auch die Zuschauer schienen teilweise verwirrt, mich in der Grube zu entdecken. Andere hatten davon gehört. Manche dachten sogar ich tat es aus eigenen Stücken. Wieder andere behaupteten, ich sei ein Verräter. Wie meine Leidensgenossen auf dem Platz. Im Gegensatz zu ihnen war ich bei guter Verfassung, in reparierter Ausrüstung. Sie waren Abtrünnige der heritischen Krone und Feinde des Systems. Peganische Verschwörer wie die Untergrundarmee der Legradin. Sosehr wie die Spione der Heriten nach ihnen suchten, hätte es mich nicht gewundert, falls Ilmahs Kontakt unter den armen Schweinen war, die man blindlings ins Schlachthaus führte. Viele von ihnen waren in der Tat bei der Folter geblendet worden mit glühenden Eisen. Oder sonst gezeichnet von den Methoden heritischer Knechte. Einer versuchte sein Kurzschwert zu halten, aber man hatte ihm beidseitig nur den kleinen Finger und Daumen gelassen, sodass ihm die Waffe mehrmals hektisch aus den Händen fiel.

Was sie dann auf uns losließen, gab dieser Runde ihren unmissverständlichen Namen sowie ihren abscheulichen Ruf. Ihren Beinamen: die Fütterung.
Was sie auf uns losließen, hatte man tagelang nicht gefüttert, getränkt aber nicht gefüttert. Gepiesackt mit spitzen Stöcken und Schlägen durch die Gitter ihrer Käfige.
Man hatte sie betäubt, um ihnen das Fell kahl zu scheren. Denn diese Geschöpfe fanden sich sonst nur in der nördlichen Wildnis der großen Weite Bakors. Nun ließen sie drei Raubtiere der Weite in den Ring.
Zwei Ardwölfe wurden aus einem Schacht in der Wand gelassen. Doppelt so groß wie herkömmliche Wölfe, verfügten sie in der Natur über ein gelblich gestreiftes Fell. Ihre Wärter hatten sie diesem entledigt. Nun glichen sie fleischfarbenen, hungrigen Mäulern mit rasiermesserscharfen Zähnen an einem hageren Körper. Der erste Pegane auf dem Feld hatte keine Chancen und wurde von den Bestien entzweigerissen, noch bevor sein Aufschrei kam. Die geblendeten Opfer hörten einzig wie die Wesen frassen. Die Schreie entwichen jenen, die noch etwas sahen. Wie der eine mit den abgetrennten Fingern. Ich beobachtete das Geschehen stillschweigend.

Auf der gegenüberliegenden Seite sprang ein rasierter Kirven aus dem Gemäuer. Ein muskulöser gräulicher Großkater, dem sein dicker Pelz sonst zu schaffen gemacht hätte — ganz nackt, ohne sein Fell und trotzdem immens.
Sie trugen den Übernamen Lachkatzen, wegen dem unheimlichen Gelächter, das sie nachts von sich gaben. Dieser Narben-übersäten Kreatur war das Lachen vergangen. Das Organ welches dafür zuständig war hatte man ihm entnommen.
Ein triefendes Loch an seinem Hals zeugte von dem Eingriff. Der Kirven gab nur kehliges Knurren von sich, tief und grummelnd. Ein Widerhall seines leeren Magens.
Unbemerkt pirschte er sich an. Auf dem offenen Platz mochte dies unwahrscheinlich klingen. Doch seine Beute wurde von Ardwölfen abgelenkt. Von hinten warf sich der Kirven auf einen der geblendeten Verräter, riss ihn in Stücke. Vorläufig würde ich mich den Bestien nicht entgegenstellen, solange ich es vermeiden konnte. Vielmehr wünschte ich, ihnen verginge bald der Appetit und ich wäre in der Lage sie bei einem Nickerchen zu erlegen. Bestimmt würde ich keine aufopfernden Heldentaten vollbringen, immerhin ging es ums Überleben. Ich überließ die restlichen Männer ihrem Schicksal, da sie die Bestien ablenkten für den Moment. Aber ich konnte kaum hoffen, dass die Männer sie satt machen würden. Bestimmt war meine Portion mit eingerechnet.
Jemand hatte mir einmal erzählt, man würde den Tieren ein Mittel verabreichen, welches sie wilder und unempfindlich machte, aus getrocknetem Drakonenpilz. Eine Substanz, die gleichermaßen ihren Hunger unterdrückte. Denn weder die Ardwölfe noch der Kirven hielten sich lange mit ihren Mahlzeiten auf. Zwar verschlangen sie einen eiligen Happen, gingen jedoch augenblicklich, mit blutverschmierten Lefzen, erneut auf die Jagd. Als wäre das Fleisch bloß solange genießbar, bis die Seele ihrer Opfer den Körper verließ.
Nur vier Verräter blieben noch, nahe beieinander. Kauernd im Angesicht der Ungeheuer.

Ihre Schreie und Rufe lockten auch den Kirven an. Er spurtete auf sie zu, attackierte erneut aus dem Hinterhalt.
Ein Gefangener kam dabei um. Ein weiterer wurde von einem Ardwolf zerfleischt. Also blieben mir nur zwei der Todgeweihten. Die mir helfen würden zwei ausgehungerte Ardwölfe sowie einen Kirven zur Strecke zu bringen. Bald wäre ihre Ablenkung aufgebraucht. Ich musste verhindern, dass die Bestien die Überzahl erlangten.
Zum Glück der chancenlosen Sklaven, fing der Kirven an sich mit einem der Ardwölfe um die Beute zu streiten. Jedoch verzögerte dies ihre Misere bloß kurzzeitig. Aber mir gelang es dadurch unbemerkt mich anzuschleichen und einen Ardwolf zu erstechen, der winselnd zu Boden ging.
Einer der Sklaven wurde von der Lachkatze aufgeschlitzt, ein Prankenhieb, nach dem ihm ein Teil seiner Gedärme heraushing. Noch bevor er begriff, dass er auslief, stach er dem Biest durch das Loch in der Kehle. Sein Ende würde nicht vergeblich sein. Ich warf mich Schwert voran in die Bestie und schnitt ihr den Bauch auf, worauf sie ihre Innereien verlor wie ihr vergangenes Opfer.
Der Arm meines letzten Köders wurde von den Kiefern des zweiten Ardwolfes zermalmt, der ihm sein Kurzschwert in den Hals stach. In einem jaulenden und verfluchten Chaos starb der verbliebene Sklave, worauf der Ardwolf sich auf mich warf. In meine entgegengestreckte Klinge. Beinah zerquetschte mich das zweihundert Pfund schwere Tier und verbiss sich aggressiv in meinen Schild. Knurrend und tobend zerrte es daran und riss mir fast die Schulter aus.
Bevor der Wolf der Weite an seinen Verletzungen verschied, hatte ich unter dem Gewicht des Viehs das Bewusstsein verloren.

Ich erwachte mit Ilmah an meiner Bettseite. Erst dachte ich mich im Jenseits, an der Tafel der Götter Hinerans. Doch dann klärte sich mein verschwommener Blick, gab Freiherrn von Nerglis preis und wusste mich in meiner altbekannten Hölle.
„Orian, du Teufelskerl. Du hast mir einen ordentlichen Betrag eingebracht und dein Wert hat sich vervielfacht.“, sprach Nerglis angetan, als er mich wach wusste und es war Imahs Ausdruck daneben, der mir sagte, dass seinem Lob ein saurer Nachgeschmack folgen würde. „Bevor König Ferim dir deine Freiheit und dein Gewicht in Gold gewährt, sollst du noch einen finalen Kampf bestreiten.“ Er lachte als fände er es selbst lächerlich. Allerdings nicht die Tatsache, dass ich ein weiteres Mal in den Ring stieg, sondern gegen wen. „Dein Gegner ist ein unerfahrener Halbstarker und Neuzuwachs aus dem Gladiatorenhaus von Haker. Zudem aus einer neuen Klasse. Sie nennen sich Havresen, nach dem Halbgott Havres. Nur bewaffnet mit einem zweihändigen Schwert. Mehr als ungewöhnlich, aber sie wurde vom Rat der Spiele bewilligt. Der Übermut des Jungen kenne keine Grenzen. Anscheinend hat er darauf bestanden, dass du dich erholst, damit er gegen den gestärkten Orian antreten darf. Daher werdet ihr am letzten Kampf des Turniers gegeneinander antreten.“
Nachdem Nerglis weg war schlug Ilmah vor direkt zu fliehen. Doch ich konnte, wollte mich vor diesem Kampf nicht drücken, der mir Reichtum und Freiheit versprach, genügend Gold um Ilmah freizukaufen.

Bis wir uns drei Tage später gegenüberstanden. Zum letzten Kampf des Turniers am letzten Tag des Monats Maruer. Ich war ausgeruht und in Höchstform. Mein Gegenüber — unerfahren und jung. Aber der Knabe mit dem Namen Wanim schien völlig konzentriert. Von athletischer Statur und praktisch ungeschützt, schwang der neuartige Havrese einen beachtlichen Zweihänder.
Noch nie hatte jemand etwas von Wanim gehört und keiner wusste wie er kämpfte. Was sein Vorteil war und ich würde ihn bestimmt nicht wegen seiner Unerfahrenheit unterschätzen. Sein Verhalten zumindest verströmte nichts von einem Grünschnabel. Im Gegenteil — schon jetzt erkannte ich wie bedacht seine Bewegungen anmuteten, den zutiefst fokussierten, steten Augenkontakt, den er zu mir wahrte. Wie schnell er sich jedoch im Kampf bewegte, hätte jeden erfahrenen Kämpfer erstaunt, der es zuvor nicht mit eigenen Augen sah.
Direkt nach dem Schlag des Gongs legte er, ohne zu zögern, alles in seinen ersten Angriff. Grazil huschte er unter meiner Deckung durch, indem er die Schwertspitze vorausschickte, den Schild zur Seite hebelte und mir sogleich die Klinge an die Kehle hielt. Ein Raunen der Fassungslosigkeit schallte von den Tribünen. Blitzgeschwind war ich überrumpelt worden, realisierte meine Niederlage erst, als der stählerne Geruch seiner Waffe in meine Nase drang.
Bezwungen und erstarrt entließ ich Schild und Schwert in den Sand und ging auf die Knie — ein Zeichen dafür, dass ich aufgab. Wir beide blickten hoch zu König Ferim und seinem Hofstaat, allesamt erschrocken über mein abruptes Scheitern. Fürst Haker flüsterte dem König ins Ohr. Bevor dessen Daumen mein Todesurteil verkündete.
Doch Wanim zagte, ein Vergehen an den Riten der Arena.
„Tu es, Junge!“, befahl ich ihm. „Und sei nicht so töricht wie ich. Jeder Ruhm ist vergänglich. So ist es die Herrschaft der Heriten.“ Worauf er mir den Gnadenstoß gab.

Am folgenden Morgen, dem ersten des Anureds, reiste Ilmah auf einem Segelschiff vom Hafen ab. Ein Kopftuch vermummte ihr Gesicht. Keine Münze hatte sie bekommen, war gezwungen sich die Freiheit selbst zu nehmen. Wie ich es hätte tun sollen, als sich die Gelegenheit erstmals bot. Ihr Kontakt der Legradin würde sie nach Pegan bringen, wo sie gewillt war sich dem Widerstand anzuschließen. Ihr blieb nichts, nicht einmal Zeit mich zu bestatten. Was von mir blieb war das Kind unter ihrem Herzen.
 
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Hallo @Alexander A. Gordon ,

und damit herzlich willkommen hier.

Du zeichnest einen selbstherrlich arroganten Kämpfer - das passt. Wahrscheinlich muss man "in dem Job" so sein, damit man länger lebt.

ein paar Anmerkungen im Detail:
Erneut ein glorreicher Sieg.
Der erste Satz. Meist typisch für die ganze Geschichte - aus meiner Sicht: bei Dir auch. Der erste Satz ist banal - fast langweilig. Als letzter Satz kan ich mir den gut vorstellen ;) Er ist eher abschließend. Er läßt mich nicht neugierig werden. Aber er ist kurz genug, so dass vielleicht der zweite Satz noch was retten kann.
Errungen wie mein Schwert in den Hals meines Gegners glitt, an der Schwachstelle zwischen Helm und Brustpanzer eindrang.
uff. ich bin lost. "wie" ist ein Vergleich - und da kommt kein Vergleich zum "Errungen". Kann es sein, dass Du "Errungen, als ..." meinst? Das würde dem Satz wenigstens etwas Sinn geben. Und das "eindrang" ist zum "in den Hals glitt" igrendwie doppelt gemoppelt. Irgendwie ist der Satz verschrobelt. Ich vermute mal, dass viele Leser an der Stelle aufhören weiter zu lesen.
Nach einem ebenbürtigen Zweikampf hätte ich meinem Gegner den bitteren Kuss des Totengottes Garot erspart, wäre die Menge nicht auf Blut aus gewesen.
Beim Lesen beziehe ich das "hätte" auf den Zweikampf, also derart: "Wenn das ein ebenbürtiger Zweikamof gewesen wäre, hätte ..." - Aber so meinst du das gar nicht. sonder Du meinst: "Nach dem ebenbürtigen Zweikümpf würde ich, aber ..."

Das sind nur zwei Beispiele aus dem ersten Absatz - aber ähnliche Probleme haben Sätze im ganzen Text. Durch diese Unschärfe in den Sätzen liest sich der Text für mich sehr schwer. Dazu kommen einige fehlende Kommas.

„Lass und morgen fliehen, Orian!“, sagte sie sehnsüchtig
...
„Ich kenne jemanden der uns helfen kann nach Pegan zu kommen. Er ist Angehöriger der Legradin.“
„Sag diesen Namen nicht in diesen Wänden. Er könnte uns beide den Kopf kosten.
Für mich ein Logikfehler: Sie unterhalten sich doch gerade über eine Flucht, oder? Also wieso sollte das nennen eines Namens in dieser Unterhaltung gefährlicher sein, als über die Fluch selbst zu plaudern? Oder ist das Absicht und ein Hinweis, dass der Protagonist nicht so der hellste ist? Dann ist die Stelle gelungen. ;)

Worauf er mir den Gnadenstoß gab.

Am folgenden Morgen, ...
Das ist eines der größten Probleme mit Ich-Erzählern. Es macht den Text komplett unglaubwürdig, da er mich nach seinem Tod noch zuquatschen will - das nehm ich ihm nicht ab. Er ist weg - woher weiß er, dass sie flüchtet? Er kann es maximal im sterben erahnen - mehr nicht.

Was von mir blieb war das Kind unter ihrem Herzen.
In Zusammenhang mit dem, was sie da durchmacht: ein sehr trauriges Ende, komplett ohne Hoffnung. Schwanger wäre sie im Gladiatoren-Camp wahrscheinlich "sicherer".

Mein Fazit: Kämpfe, Liebe, Flucht - Da ist Potential für eine spannende Geschichte, welches allerdings in oberflächlichen Kamfszenen verpufft. Wirkt für mich etwas wie ein Action-Fernsehfilm, dem die Charakterdarstellung fehlt.

Soweit mein kurzer Leseeindruck.
Ich hoffe Du kannst mit meinem Kommentar etwas anfangen. Nimm, was Du brauchst ;)
viele Grüße
pantoholli
 
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09.12.2019
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@Alexander A. Gordon

König Ferim II. von Heras wusste wonach es dem Publikum verlangte, dem anwesenden Adel und Pöbel. Er befahl es mir mit einer simplen, jedoch entscheidenden Geste: Sein Daumen richtete hier über das Leben der Recken, erklärte diesmal meine Waffe zum Scharfrichter
Da lässt der Film Gladiator aber ganz kräftig grüßen ;)

Auch diese Geschichte war nur so erfolgreich durch einen Protagonisten, dessen Geschichte berührt hat. Er hat seine Familie verloren, sein ganzes vorheriges Leben ...

Also ich denke auch, da müsstest du mehr in diese Richtung gehen, stelle den Prota und seine Geschichte in den Mittelpunkt, dann werden die Leser bei den Kampfszenen auch entsprechend mitfiebern.

Viele Grüße
Rob
 
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28.07.2020
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2
@Alexander A. Gordon

König Ferim II. von Heras wusste wonach es dem Publikum verlangte, dem anwesenden Adel und Pöbel. Er befahl es mir mit einer simplen, jedoch entscheidenden Geste: Sein Daumen richtete hier über das Leben der Recken, erklärte diesmal meine Waffe zum Scharfrichter
Da lässt der Film Gladiator aber ganz kräftig grüßen ;)

Auch diese Geschichte war nur so erfolgreich durch einen Protagonisten, dessen Geschichte berührt hat. Er hat seine Familie verloren, sein ganzes vorheriges Leben ...

Also ich denke auch, da müsstest du mehr in diese Richtung gehen, stelle den Prota und seine Geschichte in den Mittelpunkt, dann werden die Leser bei den Kampfszenen auch entsprechend mitfiebern.

Viele Grüße
Rob
Zuerst vielen Dank für das Feedback.

Die Geste mit dem Daumen ist historisch belegt. Ich habe sie übernommen, damit der Leser möglichst schnell versteht wie das Ganze funktioniert. Eine Eigenkreation wäre nach meiner Meinung mit unnötig viel Erklärung verbunden gewesen. Insgesamt habe ich versucht nahe an der geschichtlichen Inspiration zu bleiben und der Thematik einen eigenen Twist zu geben.

Zur Tiefe der Charaktere: In dieser Geschichte stehen nunmal die Kämpfe im Zentrum und nicht die Hintergründe der Figuren. Praktisch alles geschieht im Moment.
 
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29.12.2013
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Hallo @Alexander A. Gordon nochmal

Die Geste mit dem Daumen ist historisch belegt. Ich habe sie übernommen, damit der Leser möglichst schnell versteht wie das Ganze funktioniert.
Ich glaube das haben @Rob F und ich schon kapiert, aber danke für die (unnötige) Aufklärung :D

In dieser Geschichte stehen nunmal die Kämpfe im Zentrum und nicht die Hintergründe der Figuren. Praktisch alles geschieht im Moment.
Dann mach doch die Kämpfe spannend.
Ich empfand es nicht so spannend - ich muss gesetehn, ich habe die Kämpfe oft nur überflogen.
Aber das kommt eben daher, dass Du in den Kämpfen neue Leute ind Rassen vorstellst. Da kommt dann als Leser so viel Info rüber, dass der Kampf untergeht und unspannend wird.
Beispiel? jo:
Auf der gegenüberliegenden Seite sprang ein rasierter Kirven aus dem Gemäuer. Ein muskulöser gräulicher Großkater, dem sein dicker Pelz sonst zu schaffen gemacht hätte — ganz nackt, ohne sein Fell und trotzdem immens.
Sie trugen den Übernamen Lachkatzen, wegen dem unheimlichen Gelächter, das sie nachts von sich gaben. Dieser Narben-übersäten Kreatur war das Lachen vergangen. Das Organ welches dafür zuständig war hatte man ihm entnommen.
Ein triefendes Loch an seinem Hals zeugte von dem Eingriff. Der Kirven gab nur kehliges Knurren von sich, tief und grummelnd. Ein Widerhall seines leeren Magens.
Lautlos pirschte er sich an ....
Ich muss mir also in der Fantasy-Welt erstmal die Katze vorstellen, ehe es zum Kampf kommt, - So viel Info, obwohl ich einen Spannenden Kampf lesen wollne würde,
Dazu kommt der Logik-Fehler: Knurrende Katze - und dann "lautlos pirscht er sich an" - Das passt nicht. Zumal die doch in der Arena kämpfen - da ist pirschen doch eher unwahrscheinlich, dass der Gegner das nicht merkt.

^^das mal als "AddOn" zu meinem Kommentar ;)

Gruß
pantoholli
 

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