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Und jetzt ist es zu spät

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02.02.2021
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Und jetzt ist es zu spät

„Bei dir bin ich zuhause“ möchte ich sagen. „Bei Dir bin ich zuhause, hier ist es gut.“ Das möchte meine Stimme sagen. Und meine Arme möchten ihn an mich drücken und an dem gut gebügelten Hemdkragen möchte meine Nase gern wohnen. Sich festsaugen an dem weichen, tiefen Geruch dieser Haut. Und meine Ohren möchten diese Stimme gern von diesem Platz an der Brust aus hören. Weil sie noch schöner summt wenn man ganz nah ist. So nah, dass man sehen kann, dass der schwarze Kragen ganz leicht ausgewaschen ist.

Ich sehe sein Bild an. Es tut noch weh.

Ich reiße mich los, schüttele den Kopf, um wieder anzukommen im jetzt.

Wie eine Scherbe im Körper, die man immer ein wenig spürt, aber noch mehr, wenn man sich bewegt.

Viele Jahre habe ich dafür gekämpft, dass trotzdem alles seine Ordnung behält. 20 Jahre Haltung bewahrt. Den Kopf hoch.

Hast Du ihn gefunden, diesen besonderen Menschen? Und ist nun jeder Morgen rosa-rot und das Glück greifbar in Eurer Nähe? Ja?

Dann ertrage Dich nicht. Hör auf das hier zu lesen, Du wirst es nicht verstehen. Wirst Deinen Kopf mit den warm leuchtenden Wangen schütteln und sagen „Hach ist das tragisch, die zwei! Ach je! Naja, ich mache dann mal Pfannkuchen.“

Ich kann Dich nicht leiden, Du Glückseliger! Geh bitte picknicken und sieh nicht hier her. Ich kann nichts bekommen von Deinem Glück, so will ich auch meine Sehnsucht nicht mit Dir teilen. Denn sie allein ist mir geblieben.

Oder bist Du noch ein junger Träumer? Ein Schmetterling? Ein Glühwürmchen? Dann liebe ich Dich, weißt Du? Ich sehe Dich, und in Dir träume ich ein wenig mit. Mit Dir will ich teilen. Nur bitte, wenn Du das liest, und wenn Du mit mir fühlst, dann tu es nicht mit Hingabe. Fürchte Dich. Es ist nicht schön. Es ist eine Warnung.

Am Meer

Vor zwanzig Jahren, da saß ich, etwas nervös, aber zuversichtlich auf dem Deck einer Fähre. Neugierig, mit rosigen Wangen, das Abitur beinahe, aber noch nicht ganz in der Tasche. Mit großen Träumen und guten Chancen einen Teil davon auch zu verwirklichen. An Deck der Fähre schaute ich hinunter in das trüb-grünliche Wasser, das in der Ferne faszinierenderweise tief-bau strahlte. Und ich dachte, dass ich hier hin gehöre.

Ich war auf dem Weg zu einem Sommerjob. Etwas für die Zeit „dazwischen“. Nach der Schule, aber vor dem Studium. Vor den großen Entscheidungen, die ich einfach noch nicht treffen wollte. Ein salzig-sonniges Glücksgefühl.

Heute

Heute, mit Ende Dreißig, sitze ich allein in mit meinem Hund in einem viel zu großen Haus. Habe eine interessante Arbeit. Mein Kleiner ist für ein paar Tage bei Oma und Opa, muss viel arbeiten, aber das gefällt mir, so bin ich beschäftigt. Zwar bin ich getrennt von seinem Papa, aber in aller Freundschaft und so entspannt wie es nur sehr disziplinierte und organisierte Menschen schaffen.

Ich habe dafür gesorgt, dass meine Hosen locker sitzen (das ist unter Kontrolle), was bedeutet, dass ich, trotz wunderbar bestücktem Weinkeller (auch unter Kontrolle, wunderbar, man weiß ja nie ob mal Besuch kommt), doch wieder nüchtern ins Bett gehen werde. Wegen der Kalorien, und überhaupt. Ich hab das im Griff. Ich habe alles im Griff.

Es ist alles wunderbar geordnet, aufgeräumt.

Es macht alles keinen Sinn.

Mit 19

„Bei dir bin ich zuhause“ denkt mein junges ich. „Bei Dir bin ich zuhause, hier ist es gut.“ Meine Arme drücken ihn an mich. An dem gut gebügelten Hemdkragen prüft meine Nase, ob sie hier gern wohnen möchte. Es gefällt ihr.

Sie saugt sich fest an dem weichen, tiefen Geruch dieser Haut. Meine Ohren hören diese vertraute, tiefe, warme Stimme von diesem Platz an der Schulter. Wo sie noch schöner summt weil man ganz nah ist. So nah, dass man sehen könnte, dass der schwarze Kragen ganz leicht ausgewaschen ist. Aber ich sehe nichts, denn die Nacht ist dunkel. Und ich schließe meine Augen.

Ich bin neunzehn, gerade weg von zuhause. Herbstwind bewegt die Bäume des Wäldchens, und jetzt küsst er mich. Küsse ich ihn. Im Dunkeln, in einem Wäldchen küssen wir uns. Das Pflaster ist feucht und glänzt im Mondschein, es ist kalt, der Wind kommt vermutlich aus dem Osten. Er hält mich fester. Ich lasse mich halten, verstehe nichts und frage nicht, will nichts wissen, habe keine Fragen.

Beide sind wir vielleicht ein wenig überrascht, dass wir tatsächlich hier sind. Das dieser Moment wirklich passiert.

Vor Monaten haben wir uns das erste Mal gesehen.

Ich bin mit den neuen Kollegen unterwegs. Wir kommen in diesen Raum, ich sehe ihn.

Es ist Liebe auf den ersten Blick. So überwältigend und groß das Gefühl, dass ich mich erschrecke. Es ist ein Gefühl, dass nicht in erster Linie schön ist. Es ist wild, überwältigend. Wie eine Lawine fällt es über mich, schleudert mich hin und her, ich verliere die Orientierung.

Die Menschen, mit denen ich hier bin, verstehen nicht was mit mir los ist. Aber sie verstehen, was ich brauche. Ich werde auf einen Stuhl geschoben und mit einem Getränk versorgt.

Groß, mit dunklen Augen und braunen Locken beherrscht er den Raum. Einige Jahre älter als ich. In einem Alter, in den das noch viel bedeutet. Mit einem breiten grinsen begrüßt er alle und steht bei mir doch ein kleines wenig zu lang.

Seine Nähe irritiert mich. Die Stimme hinter mir verwirrt mich. Es ist ein Gefühl, irgendwo zwischen Panik und Freude. Es ist zu viel. Ich flüchte.

Draußen, an der Luft kann ich mich langsam wieder selbst spüren. Atmen. Langsam nehme ich mein Fahrrad und mache mich auf den Heimweg.

So fing es an.

Den ganzen Sommer über nutze ich jede mehr oder weniger glaubhafte Ausrede um ihn aus sicherer Entfernung zu sehen. Ich musste auf der Hut sein. Nur ein wenig zu nah, und die sorgfältig aufgebaute Fassade einer zumindest mäßig souveränen Person krachte vor Kratzern.

Und jetzt sind ist sie eingestürzt, die Fassade, und ich tanze mit ihm auf den Trümmern.

Endlich dürfen meine Hände wissen, wie sich diese Stelle hinten am Nacken anfühlt. Diese Stelle, an der die Haut immer etwas dunkler aussieht. Endlich fließen meine Finger durch diese dunklen Locken. Er mich fester. Ich rieche, fühle, spüre ihn. So nah. So unvernünftig und gedankenlos. Wild, hoffnungsvoll und sinnlich.

Wenn ich heute daran denke, dann ist es, als wäre es gestern gewesen. Und dann atme ich tief, schließe die Augen, schüttle den Kopf. Dann öffne ich eine Datei und prüfe die Logik einer möglichst komplexen Rechnung. Hier finde ich Halt. Hier ist die Welt logisch und aufgeräumt. So komme ich wieder an in der Welt.

Ende 30

Vor ein paar Monaten noch war ich vernünftig verheiratet. Gut, ja, wir verstanden uns nicht mehr so gut. Wir verstanden uns gar nicht mehr, OK. Aber alles war gut organisiert, und wir kamen schon klar. Kein Grund die Nerven zu verlieren, Romantik wird überbewertet. Wir haben einen wundervollen kleinen Jungen, zwei gute Jobs, ein solides Netz aus Unterstützern. Den Hund.

Romantik hat mir kein Glück gebracht, also bin durch damit.

Das hier war wenigstens solide.

Und heute, heute fahre ich ein Wochenende mit meinen liebsten Freundinnen in die Sonne. Ich will shoppen, Blubberbrause trinken. Ich will das Meer sehen und eine leicht rote Nasespitze haben von der Sonne wie früher. Hallo liebes Wochenende, hier komm ich! Und ich sag es gleich, ich habe keine Toleranz für Abweichungen vom Plan.

Ich sitze auf der Fähre. Während er Wind meine Haare zerzaust mische ich eine Weinschorle aus dem teuersten, verfügbaren Kiosk-Fusel und Mineralwasser im Pappbecher. Ich bin hochzufrieden.

Am Anleger die gleiche Euphorie wie immer. Bei allen. Taschen werden geschultert, Rucksäcke fliegen haarscharf an Mitreisenden vorbei, eine Tür öffnet sich und mit all den anderen stampfe ich von Bord.

Ich gehe zu Fuß zum Hotel, das habe ich damals so gemacht, bei meiner ersten Reise, und so mache ich es heute. Bei jeder Bank ein Schlückchen Schorle, das ist neu. Nach zwanzig Minuten netto Laufzeit, zwei Stunden brutto, erreiche ich den Ort. Mir wird klar, wenn ich so weitermache erlebe ich den Abend nicht.

Schwitzend und etwas angetrunken gönne ich mir also Luxus-Krabbenbrot, und sicherheitshalber noch ein Schlückchen. Das beste an meinem Zustand: Heute will keiner den Tisch mit mir teilen. Das kann ich nämich wirklich nicht leiden. „Is der Platz noch frei?“ „Ne!“

Aber heute fragt keiner. Ich sags wie’s ist, ich stinke. Is mir egal. Es schmeckt fantastisch, und, naja, ich selbst riech nix. Ein Hoch auf Sommer, Sonne, Schorle.

Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Hotel. Der Blick des freundlichen Rezeptionisten bringt mich nun doch dazu vor der Ankunft der anderen Damen zu duschen und die getragenen Klamotten in einer Plastiktüte luftdicht zu verknoten.

Pflichtbewusst kaufe ich für alle Obst und Wasser. Mit Vorfreude, und weil es einfach Sinn macht, kaufe ich außerdem Prosecco und Kekse. Miete Fahrräder. Wieder duftend, aber bedenklicher Weise fast nüchtern öffne ich eine Flasche (sagen wir um die Qualität zu testen) als zwei heiß geliebte Gesichter in der Tür auftauchen um sich im nächsten Moment kreischend und quietschend auf mich, die Kekse und den Prosecco zu stürzen.

Wir fühlen, lachen, sind wie damals mit neunzehn, und es gefällt uns so sehr.

Um nicht wegen Ruhestörung aus dem Hotel geworfen zu werden verlagern wir die Party an den Strand direkt vor dem Hotel. Es ist wundervoll. Alte Geschichten. Möwen, die mehr oder weniger erfolgreich Tagesgästen Eiswaffeln und Fischbrötchen aus der Hand rauben. Prosecco und Kekse. Ein alberner, kichernder Haufen von der Sorte, die man nur erträgt wenn man ein Teil davon ist.

Irgendwann wird es kalt, ein paar dunkle Wolken sind auf dem Weg, müssen irgendwo rein.

Es gibt eigentlich nur einen Ort, der jetzt in Frage kommt. Heimlich habe ich darauf gehofft. Mich davor gefürchtet. Nun ist es soweit. Ob er wohl da sein wird?

„Na komm, das ist alles so lange her, es wäre doch einfach schön sich mal wieder zu sehen.“ denke ich. „Es wäre doch wunderbar zu hören, wie es ihm so ergangen ist.“ Ich werfe mein Herz voran und springe hinterher. Es geht los.

Es ist nicht weit, schon schieben wir die schwere Tür auf und stehen im trockenen.

Wie ich mich freue dieses Gesicht zu sehen. So sehr habe ich ihn vermisst. Es ist alles wieder da: die leichte Panik, die Aufregung, die Freude, die sich warm ausbreitet von der Brust aus in den ganzen Körper. Ich halte mich an einem Tisch fest, rede dummes Zeug und schiebe es auf den Prosecco. Ich bin glücklich.

Was die Mädels jetzt machen? Ich kann es nicht sagen. Meine Welt ist sehr klein geworden.

„Ich bin ja da“, das hat er damals versprochen. Und er ist da. Und jetzt bin auch ich da, wenn auch nur kurz.

Das Problem ist Folgendes:

Wenn eine große Liebe kaputt geht, dann geht sie nicht weg. Das ist eher wie eine kaputte Glasflasche am Strand. Die Scherben fallen in den Sand und bleiben. Meistens kannst Du sie nicht sehen, trotzdem sind sie da. Zuerst bist du vorsichtig, passt auf die Stelle zu meiden, alles zu vergessen.

Aber irgendwann wirst du übermütig und denkst: Das ist lange her. Das ist OK jetzt, alles im Griff. Es ist vorbei.

Dann kommst Du der Geschichte zu nah, und schon steckt eine Scherbe im Fuß, und der Schmerz fährt durch den ganzen Körper.

Mit ihm ist das so.

19 für einen Abend

Mit der Hand am Tisch sage ich brav „Hallo“, erkundige mich nach der Familie, den Kindern. Es ist alles gut, natürlich. Job gut, Wetter gut, Nachbarn wunderbar. Natürlich.

Das meiste ist gelogen. Die Jahre, Sorgen, Arbeit, sind sichtbar. Es rührt mich tief ihn so zu sehen. Tapfer, aber gezeichnet. Ich will seine Hand nehmen. Ihn in den Arm nehmen und den Schmerz aus den Linien im Gesicht streichen.

Aber das darf ich nicht. So halte ich den Tisch mit beiden Händen um sie beschäftigt zu halten und bewahre Haltung.

Bei mir auch alles gut. Auch gelogen. Ein Thema vor allem. Von meinem Mann will ich nicht sprechen. „Lass mal. Kein gutes Thema.“ sage ich als er fragt.

Trotz aller Selbstbeherrschung und süffisantem Tonfall, ich muss kurz wegsehen. Zu viele Gedanken gleichzeitig. Aber trotz Prosecco und all der Gefühle gerade, die Selbstkontrolle ist noch da. Und so schaue ich sehr schnell wieder hoch. Zu schnell.

Und nach 20 Jahren sehe ich es. Zum ersten Mal sehe ich, wie er mich ansieht, wenn ich es nicht bemerken würde. Und wir sehen uns in die Augen. Ganz kurz nur ohne Filter. Eine Sekunde.

Sofort dreht er sich weg, schaue ich weg. Geht er weg, sehe ich ihm nach. Es ist zu spät.

Das hier, das zieht mir die Schuhe aus und drückt die Füße tief in den Sand. Das fühlt sich nicht an wie eine kleine Scherbe im Fuß, es ist der verdammte Flaschenhals, und er bohrt sich tief hinein. Ein stiller Schrei. Ein Stich in die Brust.

Ich schaue im nach wie er den Raum verlässt. Die Zeit läuft merkwürdig langsam. Ich sehe, wie er sich im Gehen auf den Schenkel schlägt, sich schüttelt. Mich nicht mehr ansehen kann als er schließlich zurückkehrt.

Ich habe seine Augen gesehen. Warme, liebevolle Augen. Ein Blick, der Unverständnis hatte, und Wut vielleicht. Ein Blick, der mich beschützen möchte aber nicht kann.

Und langsam, während ich ihm nachsehe, ganz langsam verstehe ich es jetzt.

Er liebt mich.

So wie ich ihn. Von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Seit zwanzig Jahren und für den Rest meines Lebens.

Und ich habe es nicht gesehen. Andere haben es gesagt, ich konnte es nicht glauben. Deswegen habe ich nichts gesagt. Nichts habe ich mir anmerken lassen vor ihm. Er sollte nicht wissen, wie ich fühle. Weil ich dachte es wäre ihm egal. Wenigstens die Chance ihn gelegentlich aus der Ferne zu sehen wollte ich mir halten.

Seit eines Kusses, der jäh unterbrochen wurde.

Verletzt, weil der Mut gefehlt hat verletzlich zu sein.

„Bei dir bin ich zuhause“ hätte ich sagen sollen. „Bei Dir bin ich zuhause, hier ist es gut.“ Denn das ist wahr. Meine Arme möchten ihn noch immer an mich drücken. An dem gut gebügelten Hemdkragen möchte meine Nase noch immer gern wohnen. Sich festsaugen an dem weichen, tiefen Geruch dieser Haut den ich nie vergesse. Meine Ohren möchten diese Stimme gern von hieraus, seiner Schulter aus, hören. Weil sie noch schöner summt wenn man ganz nah ist. Weil sie noch so klingt wie früher, als alles hätte gut werden können mit etwas Mut. So nah möchte ich sein, dass man sehen kann, dass der schwarze Kragen ganz leicht ausgewaschen ist.

Und jetzt ist es zu spät.
 
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30.12.2020
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62
Hi @DerWirbelwind und willkommen im Forum! :)

Zunächst muss ich sagen: Einen interessanten Text hast du da.
Aber an einigen Stellen bin ich gestolpert.

aber noch mehr, wenn man
An manchen Stellen fehlt ein Komma.
Haltung bewahrt, denk Kopf hoch erhoben
Zudem gibt es einige Rechtschreibfehler. Lies den Text vor dem Veröffentlichen genau durch.

Bevor es losgeht, noch kurz zu Dir, lieber Leser:
Ich finde es sehr gut, dass du den Leser einbeziehst. Ich hätte es aber nicht angekündigt, sondern den Leser zusammen mit der ersten Frage angesprochen.

or zwanzig Jahren, da war meine Nase noch einfach Teil meines Gesichts
Du beziehst dich öfter auf den Geruch - deshalb schreibst du hier anscheinend Nase. Aber es klingt trotzdem komisch. Vielleicht weglassen.

Es ist alles wunderbar geordnet und aufgeräumt. Es macht alles keinen Sinn.
Das finde ich sehr gut!

Endlich fühlen meine Hände sein Haar
Nimm doch lieber einen anderen Körperteil. Außer deine Prota steht total auf Haare.

Ich rieche, fühle, spüre ihn. So nah.

Ist es überhaupt wirklich passiert?
Du willst sagen, dass es für deine Prota unwirklich erschien. Ich war aber wirklich nach dem Satz verwirrt, ob es alles gar nicht passiert ist.

Pflichtbewusst kaufe ich für alle Obst und Wasser, mit freudig, und weil
Der Satz macht keinen Sinn.

Ob er wohl?
Ob er wohl ...?

Gerade wenn man sie gerade neu kennenlernt, dieser Zauber, der ist was wunderbar.
Was Wunderbares?

Von meinem Mann will ich nicht sprechen, kein gutes Thema.

„Lass mal, kein gutes Thema“ sage ich.
Von meinem Mann will ich nicht sprechen. „Lass mal, kein gutes Thema“ sage ich.

Und nach 20 Jahren sehe ich es. Zum ersten Mal sehe ich, wie er mich ansieht, wenn ich es nicht bemerken würde. Und wir sehen uns in die Augen. Ganz kurz nur, ohne Filter. Eine Sekunde.
Finde ich super!

Weil es wohl nur alle zwanzig Jahre eine Sekunde zu geben scheint, in nicht zwei Rollen voreinander stehen, sondern zwei Herzen.
Komisch formuliert.

„Bei dir bin ich zuhause“ hätte ich sagen sollen. „Bei Dir bin ich zuhause, hier ist es gut.“ Denn das ist wahr. Meine Arme möchten ihn noch immer an mich drücken. An dem gut gebügelten Hemdkragen möchte meine Nase noch immer gern wohnen. Sich festsaugen an dem weichen, tiefen Geruch dieser Haut den ich nie vergesse. Meine Ohren möchten diese Stimme gern hören wenn mein Ohr auf seiner Brust liegt. Weil sie noch schöner summt wenn man ganz nah ist. Weil sie noch so klingt wie früher, als alles hätte gut werden können. So nah möchte ich sein, dass man sehen kann, dass der schwarze Kragen ganz leicht ausgewaschen ist.
Dass sich diese Sätze an mehreren Stellen wiederfinden, ist gut gemacht.

Also insgesamt finde ich, dass du noch mehr schreiben könntest. Die Emotionen würden dann besser rüberkommen. Es gibt einige Zeichen- und Rechtschreibfehler und ein paar Stellen sind ungelenk formuliert.
Arbeite doch noch ein bisschen daran - die Idee ist gut. :)

Liebe Grüße,
Waldläufer
 
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Beitritt
02.02.2021
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3
Hey Waldläufer, vielen Dank, das ist sehr hilfreiches Feedback! Danke! Werde ich mich heute Abend mal dransetzen!

@Waldläufer , hoffe ich habe das richtig gemacht mit dem Bearbeiten. Hattest wirklich komplett recht, einiges habe ich mir beim gegenlesen zurechtgedreht. Viel besser jetzt. Denke ich. DANKE :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Beitritt
17.12.2005
Beiträge
220
Hallo DerWirbelwind,

interessante Optik auf das beschauliche Leben; nachvollziehbare Gefühle, die tief unter der Oberfläche wie ein Pendel durch die Erinnerungen geistern. Deine Art, sich auszudrücken ist anders und doch leicht verständlich, wenn auch mir an einigen Stellen der rote Faden schlurt. Ihr geht an den Strand und nachdem es regnet mit dem Fahrrad ... naja, gut, okay ... Nebensächlichkeiten, aber ich hätte sie nicht erwähnt, wäre ich nicht gestolpert. Noch ein paar kleine Fehlerlein, aber das gibt sich mit ein bisschen mehr Disziplin. Lass nicht locker, das erste Hufeisen ist geworfen. Grüße - Detlev
 
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02.02.2021
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@Detlev guter Punkt mit dem Fahrrad, das muss ich etwas besser erklären. Danke Dir! In meinem Kopf ist das alles logisch, das ist es tatsächlich, aber ich verstehe warum Du gestolpert bist. DANKE :-)
 

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