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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. bisher ohne Titel.

    Genau deswegen sitze ich am Hafen. Ich warte und warte und warte. Kein einziges Schiff fährt an mir vorüber. Der Wind weht mir durch das stumpfe Haar und flüstert mir zu, dass ich es aufgeben sollte. Ich bin auch schon dabei aufzugeben. Allerdings weiß ich nicht was ich mit meinem Koffer machen...
  2. Fucking Höhlengleichnis

    Hart klopfte der Puls in ihrem Hals. Die Lungenkapazität war ausgeschöpft, sie schaffte es kaum noch, genug Luft in die Flügel zu saugen, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Aggressionen explodierten wie Blitze in ihrem Gehirn, fast hatte sie das Gefühl, es müsste literweise...
  3. Mein Haus im Wald

    Mein Haus im Wald << Ich mochte dieses Haus, mitten im Wald, diese wackelige Konstruktion mitten im Nichts, in völliger Abgeschiedenheit. Ich mochte die Abgeschiedenheit. Mochte... >> Ein Teil von mir hat tierische Angst, ein anderer grübelt, vernetzt, verknüpft, spekuliert, rechnet auf...
  4. "Grinser" oder: "von der Selbstauffassung"

    Grinser“ oder „Von der Selbstauffassung“ Wenn ich mich umsehe, sehe ich nichts. Nichts als graue Lichter, harte Gesichter. „Wieso das wohl so sein mag“, frage ich mich selbst, doch eher so wie sich die Spitzmaus fragen mag, wenn sie von der Natter fixiert wird. Denn tief in mir kenne ich die...
  5. Der Einzug

    Irm wachte mit rasendem Herzschlag auf. Sie hatte Angst. Sie hatte Angst zu vergessen. Was sie wochenlang ersehnt hatte, bereitete ihr plötzlich die allergrößte Furcht. Sie wollte Wolf nicht vergessen, kein kleines Stück von ihm! Gestern war sie zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Sinn...
  6. Schrecksekunde

    Manfred Baumann, 42 Jahre alt, Vater von zwei Kindern, saß regungslos hinter dem Steuer seines Mittelklassewagens. Für einen Augenblick schien es, als wäre der Film, den wir das Leben nennen, auf Zeitlupe gestellt worden. Die zahlreichen Stimmen der Vögel, die zu dieser Zeit auf die akustische...
  7. Die falsche Stadt

    Die Bäume verwischen zu einem grünem Strich. Mein Blick brennt sich starr durch die Scheibe, versucht einzelne Bäume zu fixieren. Keine Chance, der Zug ist zu schnell. Meine Hände zittern und halten verkrampft ein Buch. Eine Träne rollt unter der Sonnenbrille hervor und tropft auf Seite 93...
  8. Die Ansichten eines Mörders

    "So", fragte der Komissar, "warum haben sie die Frau umgebracht? Kannten sie sie überhaupt?" "Das spielt doch gar keine Rolle" antwortete ich. "Doch natürlich" entgegnete der Komissar "wir müssen ihr Motiv doch kennen. Außerdem, glauben sie nicht, dass die Angehörigen der Frau ein Recht darauf...
  9. Die Bitte des Erleuchteten

    Oh Tod, mein alter Freund, ich verstehe, wenn du mich jetzt holen willst, doch lasse mir noch ein wenig Zeit, ich habe meine Aufgabe noch nicht erfüllt. Deine Sense senkt sich herab, das sehe ich wohl, und deine blauen Augen leuchten verlangend unter der schwarzen Kapuze, doch ich bitte dich...
  10. Warum es „studentische Selbst-VERWALTUNG“ heißt

    Warum es „studentische Selbst-VERWALTUNG“1 heißt Wir schreiben den 22. September 2009 und ich bin frisch gewählter Referent für Studium & Gremienarbeit. Ein neues Referat, in das viele Erwartungen gesetzt werden. Ich bin voller Tatendrang. Der Bestandsschutz für die auslaufenden Studiengänge...
  11. Krupp

    Krupp klabautert durch die weichen Wellentäler. Sich umblickend, sieht er Figuren diffuse Gasgestalten, ziehen ueber Deck wie zerrissene Schleier aus Gaze. Man sucht und forscht, verlässlich an den falschen Stellen. Die Tradition der Diskontinuität macht sich bezahlt, scharf schneidet der Rumpf...
  12. Sorry aber irgendwie fällt mir kein Titel ein, vielleicht wisst ihr ja einen

    Es war der 13. Dezember als Thomas sich entschloss einfach zu Cara zu fahren. Schon seit zwei Jahren sah er nur noch auf sein Handy, um zu sehen ob sie ihm geschrieben hatte und jeden Abend wenn er alleine zuhause war, las er ihre letzten Nachrichten. Natürlich war er zu stolz gewesen, um sich...
  13. Über den Dächern

    Wieder konnte ich nicht schlafen. Wieder riss mich ein wirrer Traum aus meinem Schlaf. Ich lief diese schmale, hölzerne Treppe hinab in das dunkle Kellergewölbe. Überall waren Spinnweben. Ich lief und lief ohne den Keller zu erreichen. Endlose Stufen, ich konnte sie nicht zählen. Es waren zu...
  14. Der Tag an dem ich den Verstand verlor

    Der Tag, an dem ich den Verstand verlor Mein Kopf dröhnt. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schwirrt ist, dass es jetzt wohl beginnt. Darauf habe ich lange gewartet und doch macht es mir Angst. Bin ich schon bereit dafür? Jetzt direkt? Das hatten wir doch schon! Das Universum ist...
  15. Die fünfundzwanzigste Stunde

    Vor nicht allzu langer Zeit, wanderte ein alter Mann. Er ging schon fast sein ganzes Leben. Bergauf, Bergab. Links und rechts, auch geradeaus, doch nie zurück. Die glühend heiße Sonne stand dem alten Mann stets im Rücken. Er wanderte und wanderte, bis ein Fremder am Wegesrand fragte: "He! Ihr...
  16. Das Ende des Regens

    Hallo. Meine Name ist Lia. Heute ist es genau zwei Jahre her als meine beste Freundin Lucy gestorben ist. Ein Unfall. Wir waren unterwegs mit unseren Fahrrädern. Wie jeden Samstag. Unser Ziel, ein Gasthaus, oben in den Bergen, wie jeden Samstag. Nur jenen Samstag regnete es. Wir dachten uns...
  17. Copywrite Es ist vollbracht

    Sommer. Ein feuchter Film auf der Haut, trotz der dicken Mauern des Gebäudes. Nur noch drei Stunden, dann sind Ferien. Große Ferien, besonders für mich. Ich räuspere mich, bevor ich das Lehrerzimmer betrete, doch es gibt keinen Grund, nervös zu sein. Sie springen nicht hinter dem Sofa hervor und...
  18. Die drei Glasperlen

    Am Anfang war die Kreativität den höheren Wesen vorbehalten. Wie zum Beispiel den Menschen. Doch Romansi, der Hund, lechzte nach der Fähigkeit ebenfalls kreativ zu sein und Geschichten für die Welt zu schreiben, damit auch er weltbekannt wurde. Der Himmelsgott sagte: »Ich bin gewillt, dir die...
  19. Ein Werktag

    Wie jeden gottverdammten Werktagmorgen meldete sich auch heute der Wecker meines Handys lächerlich gebieterisch zu Wort. „Zeit aufzustehen, es ist sechs Uhr dreißig“, krächzte er wortwörtlich mit unendlich langgezogener, qualsüchtiger Betonung und wiederholte sich dabei noch unzählige Male...
  20. An die Front

    Das letzte, woran ich mich aus meinem früheren Leben in aller Deutlichkeit erinnern kann, war der Befehl zum Einzug. Dies war der Moment, ab dem mein zweites Leben begann. Alles was zuvor war, alle Erlebnisse aus Kindheits- und Jugendtagen, alle Erinnerungen an Freunde und Verwandte verblassten...
  21. Der Familientag

    Thomas Eisenkern war Vater von zwei Söhnen. Diese nannten sich Peter und Mongolf. Thomas‘ Frau hiess Elisabeth. Die Familie wohnte in einem Dorf nahe einer Grossstadt. Die beiden Söhne gingen noch zur Schule. Eines Abends kam Thomas von der Arbeit nach Hause. Er war Angestellter im...

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