Was ist neu

spannung

Genre: spannung

  1. Caldera

    Xaver beobachtete eine Fliege auf dem alten Papier. Sie war auf der Tastatur der mechanischen Schreibmaschine gelandet und dann über die Typen auf die Walze gekrabbelt, wo sie jetzt hektisch am Papier schnüffelte. Oder was auch immer diese Biester mit ihren Rüsseln machten. Er hasste Fliegen. Er...
  2. Auf dem Großflecken

    Die Stadt lag noch schlaftrunken im Dunkel unter dichten, regenschwangeren Wolken. Er kam von Südosten in die Stadt im Norden, als er an die große Kreuzung trat. Still und leer lag sie da, nur untermalt von einem leisen Rauschen aus der Ferne, das beständig zunahm, kurz aufbrüllte und...
  3. Nächtliche Angst

    Am Wochenende gehe ich immer gern mit ein paar Freunden weg. So auch heute und der Abend war wie meistens wunderschön. Da wir uns schon lange nicht mehr treffen konnten, war er sogar noch schöner als sonst. Meine Freunde brachten mich noch bis zur Straßenbahn, weil Nachts auf dem Markt oft viele...
  4. Heidrackchens tapferste Stunde - Die Stadtwache - Nachtschicht

    Es war eine ruhige und entspannende Nacht in der Kaiserlichen/Imperialen Hauptstadt. Kersa und sein Kumpel Hjödrik waren wie immer bereits eingeschlafen. Der gute Heidrackchen stand doch immer noch auf Wacht. Er wagte es nicht alleine das Fronttor zu bewachen also patrouillierte er durch die...
  5. Das Meer

    Genau wusste das Mädchen nicht, was Mutter ihr um den Bauch schnallte, aber es drückte ihren kleinen Körper so fest zusammen, dass sie nur schwer atmen konnte. Das braune, rechteckige Ding an dem Gurt um sie, war ihre Bestrafung. Beim Spielen war sie hingefallen und der Bordstein hatte ein...
  6. Rudi, die Feministin und die Priesterin in Doc Martens!

    Emma Blume war gerade 31 Jahre alt geworden. Sie lebte in einer 2-Zimmer-Wohnung in der Nähe von Berlin. Beruflich war sie mit dem Studium der Soziologie beschäftigt, ihr Fachgebiet war aber der Feminismus! Entsprechend war sie in ganz vielen Bewegungen aktiv, um die Gleichberechtigung der...
  7. Der Mann im Fenster

    Sie saß am Fenster. Einige schwache Strahlen der aufgehenden Sonne durchbrachen die dicke graue Wolkenschicht am dämmernden Himmel und kitzelten ihre Wangen. Mit verschwommenem Blick beobachtete sie, wie eine kleine Glasscheibe ihr Schutz vor vereinzelten Regentropfen bot, während einzig und...
  8. Die Tropfen

    „Uihh!“, rief das kleine Mädchen, als es die Tropfen an der Scheibe entdeckte. Erst waren sie klein, wie Pünktchen, dann wuchsen sie und liefen schlussendlich wie kleine Bäche die Scheibe hinab. Sie versuchte vergeblich mit der Zunge die kleinen Tröpfchen aufzufangen aber sie stellte sich vor...
  9. Mission accepted!

    Sein Herzschlag ging langsam und stetig. Kein Adrenalin schoss durch seine Adern. Doch er hatte eine Situation vor sich, welche er mit seinem Leben bezahlen konnte. Das surren der Rotoren waren beruhigend für ihn. In dem Helikopter H145M glitten sie in 300 Meter über dem Boden mit über 200km/h...
  10. Borealis

    Guck woanders hin. Es war das erste, was Silvia durch den Kopf ging, nachdem sie am Schreibtisch gegenüber Gerdes Platz genommen hatte. Bine hatte ihr versichert, der Laden suche nicht nur frisches Fleisch. So ein Quatsch. Alle wollen frisches Fleisch. In Gerdes' Grinsen lag keine Geilheit. Eher...
  11. Die Flucht

    Eines stand fest. Hartmut Samuel Ockelbeck, genannt Mutz, war heute nicht bereit, zu sterben. Es blieb ihm keine andere Wahl, als sich schnellstens zu beruhigen. Aber wo war Foster? In eine solche Lage hatte er sich in seinen ganzen vierzehn Lebensjahren noch nie begeben. Doch er musste hier...
  12. Serie (3) 01.10.1980

    Schweißgebadet schreckte Tom Bradley hoch. Die Dienstmarke um seinen Hals baumelte aufgeregt auf der muskulösen Brust im Takt seiner schweren Atmung. Verwirrt suchte er das beruhigende Leuchten seines Radioweckers: 6.20 Uhr, Mittwoch, 01. Oktober 1980. Er fuhr sich durchs Haar und ließ sich in...
  13. Ein Stern entsteht

    Die Wesen der unsichtbaren Welt, mit sich selbst beschäftigt und von immer währenden Frieden geblendet, waren unvorbereitet und leicht zu überrumpeln. Sie erhoben sich nicht einmal zum Kampf. Viele Monde hatte die Eine gelauert und an ihrem Plan gearbeitet. So brachte sie das magische...
  14. Sein Kampf

    Der Baseballschläger neben dem alten Sofa war umgefallen. Wie so oft. Der Holzgriff hatte schon erste Spuren in der vergilbten Blumentapete hinterlassen. Quer durch eine stilisierte Blüte in altrosa verlief eine lange, gebogene Schramme, wie ein verrutschtes Komma. Sven hatte nicht einmal mehr...
  15. Der verlauste Affe

    Mit einem Affenzahn raste ich den Gang entlang auf die große Glastür zu. Im Schlepptau hatte ich Mo, der nur wenige Meter hinter mir rannte. Mit einem kräftigen Ruck riss ich den linken Türflügel auf und wartete ungeduldig auf meinen Freund, der offenbar mal wieder glaubte, dass Eile keineswegs...
  16. Hausfriedensbruch

    Unsere Sommerferien waren ein Trauerspiel. Schlechtes Wetter, schlechte Laune. Keine Kohle, wenig Ideen. Darum vertrieben Jimmy und ich uns mal wieder die Zeit beim wöchentlichen Baseballspiel der Amateurliga. Meistens, wenn wir den richtigen Zeitpunkt erwischten, konnten wir uns an den...
  17. Der Riss

    Das schrille Klingeln des Weckers zerriss die Spannung im Schlafzimmer, sofort brachte ihn eine knöcherne Hand mit einer wachen, präzisen Bewegung zum Schweigen. Stephen hatte es an diesem Morgen nicht nötig geweckt zu werden, er hatte sich schon vor einer guten Stunde aus dem ruhelosen...
  18. "Hey, du"

    Ich liebte unsere jährlichen Ausflüge in die Berge. Mein guter Freund Robert und ich pflegten diese mittlerweile als eine Art heiliges Ritual und ich war schon Wochen bevor wir uns in meinem alten, klapprigen VW Golf auf den Weg machten, erfüllt von kindischer Vorfreude. Wir genossen das...
  19. Wir haben doch nur uns

    Neonröhren sind als Leuchtmittel gänzlich ungeeignet. Dennoch strahlen sie mich an mit diesem leichten Flackern, das eigentlich gar kein Flackern ist, sondern die normale Funktionsweise dieser Scheißdinger, die immer ein bisschen flackernd wirken, auch wenn alles in Ordnung ist. Ich schaue an...
  20. Tequila, Tod und Meuterei

    Es dauert nicht lange, bis der Staub sich legt, die Sicht wieder klar ist. Was für eine Scheiße, aber Job ist Job und Geld ist Geld und Hauptsache, das Paket findet seinen Empfänger. Schulterzuckend blicke ich in die Runde. "Also los." Ein Fingerzeig nach vorn, der Trupp gerät in Bewegung, leise...
  21. Glücklicher Zufall

    JFK, 31. Januar Interessanter Typ, dachte Olivia. Den könnte man auch mal wieder treffen. Ihr Sitznachbar der letzten acht Stunden, ein Belgier namens Pascal, war gleichzeitig an der Passkontrolle angekommen und sie setzten das sporadische Gespräch aus dem Flieger fort. An der Kontrollstellen...

Neue Texte

Neue Kommentare

Zurück
Anfang Bottom