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D’Grittiga san mia (Bayerisch)

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D’Grittiga san mia (Bayerisch)

D’Grittiga san mia

"Grias eich God! Heat’s amoi zua, i muas eich wos vazäin. Heid vor a Woch, ja, genau Iadda is’ g’we’n war i bei so’am ‘Casting’, wei’ mei G’schpusi, na, wia hoast’s? Agent! Ja, genau, wei mei Agent g’sogt hod "Wast", hoda g’sogt „Wast, am Iadda host Zeit, do konnst da des ja amoi oschaun." Und i Depp hob ned g’frogt, um wos dass eingle gäht. Blos Deutsch soidat’s sei und koa Feasl soids ned sei. I hob ma hoid dengt, do springt ebba a gloana Aufdrid füa me raus. Wenigsd’ns häds a Brotzeid gem kena, aba wos is’ gwe’n? Nix is gwe’n!
I bi’ oiso do hikemma und earst hod’s so ausg’schaut wia imma: An Hauffa g’schnieg’lte Leid, Oid und Jung, manche sauba z’nervös, and’re ganz ‚cool’, wia ma heid so sogt, naja und dann is glei’ so a Hopfazupfamand’l daheakemma und hod wos vorg’les’n, wos i ma oba ned so genau o’khead hob. Häd i aba um’s Kreizvareck soin, damid i me späda ned häd so eagan miass’n. Sei’s wiea’s wui, danoch is’ a scho losganga. Des Mandl hod so an Radi hi’g’schtellt, so a ‚Mikrofon’ und scho’ hod’s den East’n g’riss’n und ea hod se den Radi gschappt und hod iag’ndwos von seina Strass vazäit, oda i woass ned, war ja ned so schlimm g’wesen, wenn’s dann danoch ned zum dischkudian o’gfanga hättn. Und i hob nimma ausse kenna, wei i iag’ndwo ganz in da Mitt’n g’sessn bi. Des woa wia bei dera deppad’n Sendung im Fernseha, dem ‚Litararisch’n Quadrat’ oda so. Oana hod no ganz groß do, vo’ weng ‚d’Grittiga san mia’. Des hod a freile so ned g’sogt, weil’s a Breiß g’we’n is. Wörtle hod a g’sogt: „Wir sind alle Kritiker."
Da nexde is so a dirra Haring g’we’n, Stucka 14 oda 15 Joa oid, allahächstn’s un’ dea hod iagndwos obabläbbad, wia schlächt’s eam doch geh dad un’ wia sei Säi doch lei’n daad, wei koana eam vastäd. Entschuidigt’s Leid, aba so wos hädda se unta’m Adi ned erlau’m kenna, do häd ma’n glei eikassiad un’ zu de Russ’n g’schickt. Aba i hob’s ja oiwei scho g’sogt, dass mid dera Jug’nd heidz’dog nimma weid hea is… Und dann is de Dischkudierarei wida losganga! I hob dengt me drifft da Schlog! Aba am End hod oam dea Gloane scho fast leid doa kenna. Den hom’s so wos vo’ z’legt. D’rum is a a glei ausse g’loffa und nimma z’ruck kemma. Dann is oana dahea g’kemma, wo i ma bei mia denkt hob, zu dem kannt i eingle a wos song. Vo’ de Auslända hod’a wos vazäid, vo’ dene Nächa, wo’s zu uns eine g’lassn hom, wo’s uns doch nach’m Griach doch ä so haude ganga is. Do hob i g’sogt: ‚Mei, im Grund san’s doch arme Hundt, wei’s doch a weiß sei woi’n, wia alle andan a.’ Da hom’s me alle og’schaut wia’s Moisal wenn’s blitzt und ham me voa d’Dia g’setzt! Ausseg’schmiss’n hod me de Bagasch! Saubreissn, elenddige, allez’amm! Aba froh war i dann doch, ois i wida drauss’n war. Leid i sog’s eich, des oane Moi, des hod ma g’reicht. S’nächste Moi schaug i mia davoa o, wo i hi’geh!"
 
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Luja so I :lol:
Dös host oba schee g`schriam.

Aber ein paar Absätze wären nicht abträglich..
(das war jezt der Preusse in mir)

Lord :D
 
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Ich fände die Geschichte bestimmt ganz toll, wenn ich auch nur ein Wort davon verstehen würde :D
 
Wortkrieger-Team
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Hallo Sebastian,

ich gestehe, ich hatte ebenfalls größte Mühe, den Text zu verstehen.
Als Nordlicht hab ich mich aber durchgebissen so frei unter dem Motto, dass ich auf diese Weise was für die Völkerverständigung leiste, wenn ich versuche den Text zu verstehen.
Mit halblaut Vorlesen gings dann.
Nette kleine Glosse, die ihren Reiz, speziell für mich durch die Mundart bekommt und dadurch urkomisch wirkt.

Ich hab irgendwie immer den Gerhard Polt laufend vor Augen und in den Ohren gehabt...aber das liegt halt daran, dass ich eben in Hamburg nicht grad von Bayern umzingelt bin.
Ich würde dafür plädieren, dass die Geschichte in das Forum Humor gelangt.
Für eine Satire ist es nicht verfremdet genug, denn eine andere Mundart zu wählen, ist noch keine Verfremdung. Eine Satire lebt von inhaltlicher Verfremdung und Verzerrung, deswegen also mein Vorschlag an den Autor, ob er nicht gern in den Humorsektor mit seiner Geschichte möchte.

Gruß lakita
 
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Jetztat kimm i!
Ois eigfleischter Bayer hupft natürli mei Herz wenn i a Gschicht les, de in meiner Muttersproch gschriem is.
No dazua, wenns a wirkli guat Gschicht is.
Du host den Bayern a so dargstellt wia er im nichtbayrischen Deitschland oft gsehng werd.
Oiso ziemli Klischeehaft.
Oba des host echt guat gmacht. Zum lacha host mi zwar net so brocht, oba des werd hauptsächli dadro liegn, dass i den Dialekt Dog ei Dog aus seiba red.
Oba grode der Dialekt machts aus.
War der net, kannst de Gschicht woi vagessen.
Oba des is meist mit Dialektgschichten so, oiso mach dia nix draus.

Und bei der Gschicht muas i doch glatt mein oidn Spruch wieder ausse Krama:

Luja sog i
 
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Ähm... ich versteh kein Wort, auch wenn ich mir Mühe gebe. Außer, dass es vermutlich etwas mit deiner Kritiker-Obsession zu tun hat. Aber Bayrisch (falls das Bayrisch sein sollte) ist eine Fremdsprache, derer ich offenbar nicht mächtig bin.
Was kommt als nächstes? Eine Geschichte auf Klingonisch? :lol:
 
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23.02.2002
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oida na, ihr werds ned glaum owa genauso schreim meine freind und i unsere mehls, ois nua dialekt....ohne schas! do schport ma si des verschlissln glei weuis eh ka aas lesn kau, wos mants ihr? :D

fazit: lustige geschichte, die aber 95% ihres witzes aus der verwendung von dialekt bezieht, durch diesen 'kniff' bekommt der protagonist viel viel mehr farbe als man durch beschreibung jemals erreichen könnte.

für mich nur beschränkt lustig, weil ich tatsächlich fast alle meiner mails in dieser 'sprache' verfasse und die 95% witzigkeit dadurch wegfallen.

grüße,
franzl
 
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... aber der BND hockt ja in Pullach. Der kennt sich also aus mit dem Dialekt. Sind deine Mails also nur für Fischköpfe nördlich des Weißwurstäquators verschlüsselt.
 
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07.04.2002
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N'Abend!

also ich als Schwabe hab dich eigentlich ganz gut verstanden! Fands echt witzig, saukomisch sogar...

Aber hier gehts echt nur um den Dialekt... Wenn der nicht wär, wär die Geschichte nicht annähernd so lesenswert! :)

Gschwätztes Bayrisch verstand i eigentlich gar ed, aber wenn i's läs, no goht's! :D

Griasle, bye bye, Korina. :)
 
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18.06.2001
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kleine anmerkung zur komik und so:
‚Mei, im Grund san’s doch arme Hundt, wei’s doch a weiß sei woi’n, wia alle andan a.’
(übersetzung für ben & co.: ach gott, im grunde sind sie (die farbigen) doch zu bedauern, weil sie doch auch weiß sein wollen wie alle anderen auch)
diesen satz hab ich fast wörtlich von meiner großmutter übernommen...
 
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16.06.2002
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Servus Sebastian,

bin erst jetzt durch einen Hinweis auf die Geschichte gestoßen und hab gelacht bis zum Umfallen. Als Wiener bin ich des Bayrischen nicht wirklich mächtig, aber ich habe, aufgrund gewisser Ähnlichkeiten doch so ziemlich alles verstanden!

Ich hab da so den Bayern gesehen, im Biergarten, dick und selbstzufrieden. Gemütlich. Die Wiener sind hinterfotzate raunzate Grantscherbn. Ich find es paßt zur Satire, da der Urbayer karikiert wird. Hier in Österreich haben wir ganz ähnliche Phänomene.

liebe Grüße aus Wien

Echnaton
 
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04.12.2007
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Hi

Zwar is die Geschichte schon eine Zeitlang her, aber ich wollt trotzdem mal was dazu sagen.

Fand ich echt total witzig, obwohl ich einiges dann nicht mehr verstanden habe (vom Sinn her), weil alles einfach drunter und drüber ging. Ich bin zwar Bayer aber Oberpfälzer und da liest sich dieser Dialekt auch nicht gerade leicht. Aber da kommt einfach die ganze Art der Bayern gut rüber.

Fand ich lustig =)

Lg, Nina
 

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