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Der taube Hort.

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30.11.2001
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Der taube Hort.

Er tauchte so plötzlich auf wie ein verschwommener Scheinwerfer im nächtlichen Nebel.
Irgendwo fernab hinter den hohen Bäumen der Allee, eine unscheinbare schwarze Gestalt die mit hinkenden Schritten, von einer Seite zur anderen wiegend wie ein Seekranker, wie eine einsame Laterne die im Wind schwingt.
Der Junge konnte ihn nur unscharf ausmachen, mußte seine Augen so weit zusammenkneifen bis schon Nebelschwaden zwischen seinen Lidern zuckten dicht und undurchdringlich wie der Nebel selbst der ihn umhüllte, der die gesamte Stadt einlullte, eine bauschige, graue Decke die sich geschmeidig an die Häuserdächer schmiegte und beobachtete was zwischen ihnen vorging.
Was verbarg das Grau?
Welch dunkle Gestalt verbarg sich in seinem Schatten?
Der Junge setzte weiterhin maschinell einen Fuß vor den anderen, fuhr wie von selbst durch den Nebel der Stadt, den Kopf gesengt, die Hände vor der Kälte vergraben.
Ein zweiter Schatten wuchs neben dem fernen Mann, ließ sein Schwarz durch die Schwaden gleiten und gesellte sich dazu, ein etwas kleinerer, unscheinbarer Schemen der sich schnurgerade durch den Nebel zwängte und mit ruhiger Bahn neben den regelmäßigen Schwenkern seinen Weg fortsetzte den er im Nichts begonnen hatte.
Dem Jungen rieselte eine Gänsehaut den Rücken hinunter als er den Kopf hob.
Durch enge Schlitze stierte er den beiden Schatten entgegen, versuchte eine kleine Unregelmäßigkeit in ihrem Schwarz auszumachen, etwas anderes als das gleichmäßige Schlenkern und den ruhigen Punkt daneben.
Langsam aber sicher wuchsen die Punkte an, nicht nur in Größe, auch gröbere Einzelheiten wurden langsam sichtbar.
Es war ein Mann in schwarzen Mantel gehüllt, seine bleiche Haut hob sich kaum von der Farbe des Nebels ab, schien mit ihm zu verschmelzen und seine Augen standen scheinbar frei schwebend in der Luft.
Langsam tauchten Gesichtszüge hinter den Nebelschwaden hervor, ein alter Mann stand vor ihm, mit eingefallenen Wangen, einem schwarzen Schlapphut und einem wehenden schwarzen Mantel der sich mit jedem Windstoß aufbauschte wie ein Segel im Wind.
Knapp hinter ihm pfiff ein keuchender Atem durch den Nebel, benagelte Pfoten die über den Asphalt klapperten.
Doch daneben standen unscheinbare, wispernde Geräusche die sich verzerrt an den Ohren des Jungen mengten, dumpf und heißer als hätten sie sich jeden Zentimeter durch den dichten Nebel hart erkämpfen müssen, wie ein Schwarm Fliegen die sich durch zähen Honig zerren müssen und im Angesicht der hoffnungslosen Anstrengung wehklagend vor sich hin summten.
Doch diese Geräusch ähnelte vielmehr einer Handvoll Nägel die langsam über Glas kratzten wenn doch etwas menschliches darin lag, etwas rationales das dem Klang einer menschlichen Stimme glich oder eher einem ganzen Chor halbtoter Sänger deren Hälser vom Kehlkopfkrebs zerfressen waren.
Keuchend tapste die Kreatur die hinter dem alten Mann hergegangen war hinter dem Fremden hervor, rasselnd, mit einem Atem aus dem Krankheit sprach.
Und als das Tier schließlich von Nebel entblößt vor ihm stand, trafen sich ihre Blicke und entfachten ein unsichtbares Feuer in der feuchten Luft.
Die Augen des schwarzen Hundes schienen hervorzutreten, förmlich in ihren Höhlen zu explodieren, ausbrechen zu wollen vor glühender Gier, der winselnde Chor der bis jetzt nur aus dem Hintergrund leise vor sich hin flüsterte, stieg plötzlich und mit einem Mal wie ein Messerstich hervor, unmenschliches Geschrei unbekannter Stimmen kreischte durch die Luft, zerpeitschte die kühle Stille.
Und neben all diesem akustischen Wirrwarr stand unberührter als ein Berg der alte Mann und stierte in den Nebel als suche er nach irgendetwas.
Der Hund fletschte seine Zähne und weitere Fragmente des säuselnden Chores klagten zwischen seinen Zähnen hervor, glasige Augen saßen darüber und leuchteten dem Jungen mordlüsternd entgegen.
Hoch darüber hing der knochige Kopf des Mannes und drehte sich langsam dem Boden entgegen, fleischige Poren schienen aus ihren Fugen zu geraten und bewegten sich taumelnd im Rhythmus der wimmernden Totenklänge.
Das schlaffe Fleisch um seine Wangen dehnte sich um ein bösartiges Totengrinsen und der Junge stellte mit zitterndem Entsetzen das langsam und sauer in ihm hochstieg fest, dass seine Augenbrauen wie die Augen darunter fehlten und nackte Löcher unter der Stirn des Fremden klafften.
Faulige Zähne ragten wie Grabsteine aus verrottetem Zahnfleisch und modriger Geruch von Verwesung sickerte durch den dichten Nebel.
Es war der Geruch von löchrigen Pestleichen die in längst vergessenen Gruften und Gruben ihre Körpersäfte den kriechendem Getier zur Nahrung preisgaben.
Der Mann öffnete seine zerfressenen Lippen und mit einem Mal schwoll der säuselnde Chor an und peitschte dem Jungen entgegen, heulender Wind stieß ihm entgegen, er hielt seinen Ärmel schützend vor sein Gesicht, doch die dünnen Arme des kleinen Sturmes huschten durch jede Lücke, Zähne wie von hunderten winzigen Nagetieren schienen alles zu zerkratzen und zu zerkauen was sie erreichen konnten.
Der Junge ächzte, vergrub sich von dem fliegenden Schmerz, hielt sich die Ohren zu vor dem schrecklichen Gesang, der jetzt heimtückisch und triumphierend klang.
Er wurde zu einem winselnden gequälten Knäuel das auf der Straße kauerte, ein Haufen zitternden Stoffes.
Es schien als hätte der Junge keine Beine, keine Gliedmassen, so sehr verkroch er sich in sich selbst, Blut sickerte an unbekannten Stellen aus dem Stoff hervor und wurde sofort vom Wind fortgetragen, rötlich fuchtelten Schlieren durch den Nebel, wie der Saft den sein Schmerz hervorbrachte, so verloren sich die Schreie des Jungen im Wind.
Scheinbar fern konnte er zwei Gestalten auf sich zukommen, die grauen Wände lichteten sich und er konnte seine Eltern Arm im Arm als strahlende Helden auf ihn zulaufen sehen.
Seine Kehle brannte erneut als er sie anschrie, sie sollten ihm helfen, sollten all die unbekannten Gefahren die über ihn hereingebrochen waren vertreiben, doch es war vergebens.
Sein eigen Fleisch und Blut, der Hort von Zuneigung und Schutz wanderte unbesonnen und plaudernd an ihm vorbei.
Sie sahen weder auf den Boden, noch beeindruckte sie die faulige schwarze Gestalt und der grausige Chor.
Weiter nagte der Sturm als sie langsam verschwanden.
Verschwommen und fern lachte der Mann.
Er schien versuchen zu sprechen, doch alles was hervorkam war ein gurgelndes Röcheln und Krächzen, als sich das Fleisch von den jungen Knochen löste, die Haut zerfetzt vom Wind zerrieben wurde, und nichts übrigblieb unter dem Haufen Stoff, der eben noch Leben enthalten hatte.
Die Schreie waren kaum verstummt als alles lebendige aus ihm verschwand und der Wind erstarb.
Das Säuseln flüsterte wieder um den Kopf des alten Mannes, und wenn man genau hinhörte, konnte man die Stimme des kleinen Jungen vernehmen.

 

hmmm...es liest sich aufgrund vieler grammatischer fehler sehr schwer :(

Der Junge setzte weiterhin maschinell einen Fuß vor den anderen
Terminator?

Ein zweiter Schatten wuchs neben dem fernen Mann
Aber trotzdem nciht vergessen, weiter zu gießen.

Dem Jungen rieselte eine Gänsehaut den Rücken hinunter als er den Kopf hob.
El Ento? Es regnet Gänsehäute?

Doch daneben standen unscheinbare, wispernde Geräusche
Kann mal bitte jemand einen Stuhl holen? Die Geräusche können nciht mehr stehen

Und als das Tier schließlich von Nebel entblößt vor ihm stand, trafen sich ihre Blicke und entfachten ein unsichtbares Feuer in der feuchten Luft.
Oh ja. Nimm' mich..das Fegefeuer der Lust

ihre Körpersäfte den kriechendem Getier zur Nahrung preisgaben.
Ich hab's ja gesagt. Das Fegefeuer der Lust.."Gib mir deinen Saft ich gib dir meinen..aha"

Was will uns der Autor mit dieser Geschichte sagen?

[Beitrag editiert von: Ernest P. Teclar am 29.12.2001 um 00:56]

 

Danke, Danke, Danke!
Aber hey, ich erkenne eine miserable Geschichte wenn ich sie vor mir habe, und das ist eine.
Ich habe sie bei mir im Computer widerentdeckt, das Ding hab ich vor drei Jahren geschrieben.
Sie war aber noch nicht ganz fertig, also hab ich ein Ende dazu geschrieben, und zwar hab ich meinen Stil absichtlich extrem aufgebauscht und ins lächerliche Treiben lassen.

Ich hab das ganze gepostet weil ich wissen wollte wie weit ich gehen kann mit meinen, ... naja stilistischen "Eigenheiten".

Wenn du's mir nicht glaubst, ich habe eine zweite Geschichte auf dieser Seite, und die is grundverschieden von der hier.

Danke dass du mir gezeigt hast WAS an meiner Geschichte beschissen ist, denn das war der Zweck des ganzen Riesendrecks an Text der da oben hängt.

Würde mir übrigens nix ausmachen wenn jemand die Geschichte löscht, ehrlich gesagt wär mir das sogar lieber.

 

Hmmm, das mit

"Ein Schatten wuchs neben dem Mann" - oder so
finde ich trotz allem nicht schlecht.

 

Hä? :rolleyes:
Seit wann postet man denn BEWUSST Schwachsinn??? Das erfüllt ja den strafschärfenden Tatbestand des Vorsatzes. :mad:
Also, ich meine :eek: :eek: :eek:
*sprachlos*
Gruß
Oliver

 

Aber hey, ich erkenne eine miserable Geschichte wenn ich sie vor mir habe, und das ist eine.

Ich bewundere es, wenn Leute zu ihrer Geschichte stehen...

Sie war aber noch nicht ganz fertig, also hab ich ein Ende dazu geschrieben, und zwar hab ich meinen Stil absichtlich extrem aufgebauscht und ins lächerliche Treiben lassen.

Hervorragend! Ich lobe mir Autoren, die ihre eigenen Geschichten absichtlich mies schreiben. Das kommt an, wie du an meiner begeisterten Reaktion siehst.

Ich hab das ganze gepostet weil ich wissen wollte wie weit ich gehen kann mit meinen, ... naja stilistischen "Eigenheiten".

Schön - und was genau willst du damit austesten?

Danke dass du mir gezeigt hast WAS an meiner Geschichte beschissen ist, denn das war der Zweck des ganzen Riesendrecks an Text der da oben hängt.

Wenn der Autor seine eigene Geschichte als "Riesendreck" bezeichnet, glaubst du, dass ich dann noch Lust habe sie zu kommentieren? Gehst du auf ein Konzert wo der Leadsänger der Band sagt: "Leute, wir spielen jetzt unsere beschissensten Lieder, ich werde auch nicht singen sondern reingröhlen und unser Gitarrist hat heute seinen freien Tag"?

Würde mir übrigens nix ausmachen wenn jemand die Geschichte löscht, ehrlich gesagt wär mir das sogar lieber.

Hoffentlich wird sie NICHT gelöscht - damit wir uns weiterhin an deiner vorbildlichen Einstellung dem Schreiben gegenüber ergötzen können... :(

 

Also nochmal: ich HABE hier nicht bewusst "Schwachsinn" gepostet, ich habe lediglich mit diesem Experiment herauszufinden versucht, was passiert wenn ich meinen Stil frei auslebe, den text nicht durchlese und nicht auf ungereimtheiten achte.
Ums einfach zu machen: ich habe damit versucht meinen Stil zu verbessern und mehr darüber herauszufinden indem ich unvorsichtig schreibe - und das ist mir auch gelungen, ich weiss jetzt ziemlich genau wie weit ich meinen Stil ausleben darf und was schon zu weit geht.

Und ums auch noch kurz zu machen:
Ich bin nichts anderes als ein Feigling der aus seinen Fehlern lernen will ohne sich zum kompletten Idioten zu machen.
Und ich mache mich lieber mit einer derartigen Aktion zum Idioten als mit einer verdorbenen Geschichte die ich noch dazu ernst gemeint habe.

Ich weis das war absolut idiotisch, unvertretbar, frivol und bietet fruchtbaren Boden für humorvolle und betroffene Parolen aber für mich hat es seinen Zweck erfüllt also ist es mir ehrlich gesagt egal.
Also dann, Feuer Frei!

 

Schade, lieber Matthias,

ist, dass sich Ernest die Mühe gemacht hat und auf Deine Geschichte eingegangen ist. Schade, lieber Matthias, bist Du Dir selbst anscheinend auch. Zu schade, genauer gesagt, um die lästigen Überarbeitungen eigenhändig vorzunehmen. Schade ist ebenfalls, dass eine Menge gute und ernst gemeinte Geschichten dank Deiner unverschämten "Experimente" nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und schade, lieber Matthias, ist auch meine Zeit. Die nämlich, Du wirst es kaum glauben, ist mir viel zu schade, um sie weiterhin an einen respektlosen Autor zu verschwenden. Ich weiss, das ist absolut arrogant, überheblich und maßlos. Aber, Du hast es wahrscheinlich erraten, für mich erfüllt es seinen Zweck, also ist es mir ehrlich gesagt egal.

 

Und übrigens: Ich habe mich schon bei Ernest dafür bedankt, dass er auf meine Geschichte eingegangen ist, das war wirklich NICHT ironisch gemeint wie du vielleicht gedacht hast.

 

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