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Friedrike, nimm dich in acht

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11.07.2021
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Friedrike, nimm dich in acht

Wir befinden uns auf einem Filmset, das gerammelt voll ist mit Weihnachtsdekoration. Ein Mann kommt auf den Regisseur zugestürmt, ein Filmskript in der einen Hand, die andere ballt er zur Faust. Dabei stürzt einiges an Tannenbäumen um.

“Sie sind gefeuert.”, schreit er ihn an.

Was war geschehen? Herr Augustus, so hieß der Produktionsleiter, hatte sich die Szenen, die sie die Tage davor gedreht hatte, angesehen, und war in Wut geraten. “Was haben sie gemacht. Ich hatte ihnen doch gesagt...”

“Das hast du nun davon Lukas”, sagt seine Produktionsassistentin zum Regisseur, die gleichzeitig seine Freundin ist, und außerdem, um Kosten zu sparen, auch noch eine Weihnachtselfe spielt.

“Ich konnte nicht anders handeln”, rechtfertigt sich der Regisseur. “Ich habe von einem Experiment gehört, bei dem zwanzig Studenten, die sich freiwillig dafür gemeldet hatten, einen Monat lang jeden Tag zwei Weihnachtsfilmen ausgesetzt wurden. Nach einer Weile entwickelten neunzehn davon schwere psychische Probleme und mussten eingewiesen werden. Ich habe gehört, dass nach einem halben Jahr fünf von ihnen noch immer auf der Geschlossenen sind.

Und stellen sie sich vor. Der eine, der keine Auffälligkeiten zeigte, ist ein gesuchter Serienkiller, dessen DNS schon bei achtundzwanzig Opfern nachgewiesen wurde. Er steigt zu Weihnachten in die Fenster der Häuser ein, und massakriert ganze Familien vom Großvater bis zur Katze. Er ist immer noch auf der Flucht.

Aber auch von den als geheilt Entlassenen hört man Beunruhigendes.

Einer der vierzehn hat sein Studium aufgegeben und sein Leben dem Zen-Buddhismus verschrieben. Er lebt jetzt in einem Tempel in Indien, wo er wegen seiner strikten Auslegung der Schriften, und der Härte gegen sich selbst von den andern Mönchen sehr geachtet wird. Er isst oft wochenlang nichts, sondern schiebt nur einen Kieselstein mit der Zunge von einem Mundwinkel in den anderen.

Die Strenge, die er gegen sich selbst richtet, fordert er auch von andern ein. Er steht in dem Ruf, Wunder zu bewirken. Die Kunde von ihm hat sich weitverbreitet, und von überall her kommen die Menschen, um sich Rat zu suchen und Heilung zu finden.

Einer hält sich jetzt selbst für den Heiland, und wandert, in einer sehr wortgetreuen Auslegung der Bergpredigt, barfuß, ohne Hemd durch die Lande. Nachdem er sein gesamtes Eigentum verschenkt hatte, versammelt er eine immer größer werdende Jüngerschaft um sich. Handwerker lassen den Bohrer fallen, um sich ihm anzuschließen, Verkäuferinnen stehen einfach von ihrem Stuhl an der Kasse auf, und folgen ihm. Liebesdienerinnen vertauschen Netzstrumpfhose und Ledermini mit einem handgewebtem Hippiekleid, und gehen hinter ihm her.

Ein anderer dagegen aus der Gruppe der angeblich Geheilten, ist selbst im Rotlichtviertel als Zuhälter unterwegs. Die Frauen, die für ihn laufen, nennen ihn den Professor, denn er ist studierter Altphilologe.”

Seine Freundin stellte sich auf die Zehenspitzen, denn er war ein großer Mann, und strich dem Regisseur das Lametta aus dem Bart.

“Ich wollte mich nicht mitschuldig machen. Mein Bruder und ein Onkel sind ebenfalls in der Psychiatrie”, sagt Lukas, der Regisseur, zu Herrn Augustus, der die Produktion leitete.

“Das erklärt manches”, dachte dieser. Aber auch er wurde etwas nachdenklich, und sagt: “Das mit der Kündigung überlege ich mir noch mal.” Und fügt versöhnlich hinzu: “Vielleicht kriegen wir den Film ja noch in den Independentkinos unter.”

Was war geschehen? Statt dem Geforderten, war eine Art Weihnachtspersiflage zustande gekommen.

“Es war doch geplant gewesen, dass man Schülern zusieht, die dabei sind, ein Weihnachtsstück einzustudieren, und dass dabei die Deutschlehrerin und der Mathelehrer und außerdem noch das hübscheste Mädchen der Schule und der Computernerd zusammenkommen”, sagt der Produktionsleiter, Herr Augustus, zu seinem Regisseur.

“Gehen wir der Reihe nach”, sagt er und blättert im Skript. “Die Szene, als alle um den Weihnachtsbaum herumstehen, und der Kinderchor Stille Nacht singt, haben sie als Orgie gedreht.

Ein oder zwei Sexszenen zwischen dem Freak und der Platinblonden hätte ich ja noch durchgehen lassen, aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus.

Das ist ja ein Bacchanal, bei dem man nicht mehr weiß, welche Gliedmaßen zu wem gehören. Ich selbst sehe mir so was ja auch mal ganz gerne an, aber das kriegen wir nicht durch die Freiwillige Filmkontrolle durch. Wo haben sie eigentlich während der ganzen Zeit die Kinder gelassen? Die müssen das ja nun wirklich nicht mitkriegen, was sie da verzapft haben.”

“Die waren natürlich dabei”, erwidert Regisseur Lukas.

“Ich bin der Meinung, dass man mit Aufklärung nicht früh genug anfangen kann.” Als er bemerkte, wie Herr Augustus, der Produktionsleiter, blass wurde, und sich schon wegen Gefährdung Schutzbefohlener in Handschellen vor Gericht sah, lachte er, und fügte hinzu:

“Natürlich nicht ernst gemeint. Sie sind in dieser Zeit mit meiner Freundin auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs gewesen. So war es doch Mandy?” Sie nickt zustimmend.

Herr Augustus fährt fort: “Und was ist mit dem Obdachlosen, der vor einem Hut im Schnee sitzt, seinen Hund neben sich. Das Pärchen sollte an ihm vorbeigehen, und das Mädchen ihm ein Geldstück geben. Plötzlich dreht sie sich nochmal um, und leert ihr gesamtes Portemonnaie in seinen Hut aus. Der Mann sagt: “Danke Mädchen.” und streichelt ihr das Haar. Das ist die Stelle, wo dem Computernerd klar wird, dass sie doch nicht so eine oberflächliche Tussi ist, wie er immer gedacht hat, und er sich in sie verliebt.

Und was haben sie daraus gemacht? Bei ihnen wirft er dem Pärchen eine leere Schnapsflasche hinterher und ruft Obzönitäten.

Und dann die Werwolfgeschichte, die sie als Nebenhandlung eingebaut haben, auch wenn sie gar nicht im Roman steht? Ich rolle ihren Handlungsstrang mal kurz auseinander.

Drei Transvestiten, Barbara, Melanie und Carola, der eine davon der Bruder des Deutschlehrers oder war er Mathelehrer, der sich mit ihm unter dem Weihnachtsbaum in einer Berghütte versöhnen möchte, was der letzte Wunsch ihres alten Vaters war, fahren mit dem Auto in den verschneiten Pyrenäen umher.

Der Sprit geht ihnen aus, und sie stöckeln in ihrem glitzernden Ornat von dannen, auf der Suche nach einer Tanke.

An ihnen zieht eine Prozession vorbei, die von einem schönen jungen Mädchen, dem die langen, schwarzen Locken bis zur Hüfte wallen, angeführt wird. Sie läuft barfuß in Sandalen durch den Schnee, trägt, trotz der Kälte, nur ein weißes, einem Nachthemd ähnlichem Gewand und hat ihre langen Haare mit einem Spitzenschleier bedeckt. In dem Blick ihrer schönen brauen Augen, denen sie den dreien zuwirft, liegt Würde, Einsamkeit und Traurigkeit.

Da kommt ihnen ein Mann entgegen, der einen langen Kapuzenmantel trägt, und unhöflich ihre Fragen nach dem Weg einfach ignoriert.

Sie erblicken ein altes Kastell, und wollen anklopfen, um nach dem Weg zu fragen.

“Sollten wir das nicht lieber sein lassen?”, fragt Barbara die anderen. “Das hier erinnert mich irgendwie an Blending Castle aus “Der unheimliche Pfeiffer” von Edgar Wallace.”

“Ach was, du siehst nur die falschen Filme”, erwidern die anderen, und sollen Recht behalten. Ein freundlicher junger Mann öffnet. “Felice Navidad. Bienvenido. Yo soy Jesus”.

Carola, deren Vater aus Lateinamerika stammt, sieht die verblüfften Blicke der anderen. “Jesus ist hier ein sehr gebräuchlicher Vorname.” Sie übersetzt: “Die Familie lädt uns zum Weihnachtsessen ein”. Langsam spüren sie, dass sie hungrig sind. Als sie Platz nehmen, packt der Hausherr, jedem eine große Portion Paella con carne de conejo auf den Teller.

Mit am Tisch sitzen seine vier Schwestern, die alle auf den Namen Maria hören und sein Bruder Angel. Eine der Frauen reicht eine Platte mit Muslos de pollo con habas y champioñes rum. Nehmt euch auch von den Condornices con uvas, die habe ich selbst gemacht.

Ihre Schwester will auch nicht zurückstehen. “Von mir sind die Albondigas con guisantes.” Nachdem sie auch noch von dem Cordero asado con ajo y romero probiert haben, sind unser drei Divas pudelsatt. “Aber unsere berühmten Albaricoques al horno con miel haben noch Platz?, sagt Jesus, ihr Gastgeber. Er, dem man die nur mühsam verhehlte Enttäuschung ansieht, als sie von seinen Salchichas merguez con lentejas nur noch winzige Häppchen essen, sie sind einfach schon zu satt, lässt endlich die Schüsseln abräumen.

Ihr Deutschen kennt wohl nichts anderes als Kartoffelsuppe, sagt er mit brüskierter Stimme.

Zum Abschluss des Weihnachtsmahls sitzen alle da, trinken Café con leche und knabbern dazu Galletas de almendras. “Packe unseren Gästen noch ein paar Dátiles rellenos de melindres ein”, bedeutet der Gastgeber Jesus derjenigen der Marias, die den Beinamen Consuelo, was die Tröstende heißt, trägt.

Melanie deutet auf einen verblichenen Wandfries, der sich an der Wand des Kastells befindet. “Der eine darauf kommt mir bekannt vor.” Es ist ein spitzbärtiger Mann mit einer Halskrause. Jesus erwidert ihr: “Das ist Don Gonzalo Ruiz de Toledo, genannt der Gottlosentöter, der Erbauer und erste Besitzer dieses Kastells. Man sagt ihm, der 1327 starb, nach, das er jedes Jahrhundert einmal aufersteht. Nun wird auch Carola aufmerksam. “Ist das nicht der Mann mit der Kapuze, den wir nach dem Weg fragen wollten, und der uns keine Antwort gegeben hat. Wisst ihr noch, wie er nach Moder gerochen hat?” Auch Barbara kann sich noch gut in den Mann mit dem hageren, asketischen Gesicht erinnern, und auch an seinen strengen Geruch.

“Wer war das?,”fragt Carola ihre Gastgeber, und erzählt von der Prozession und dem schönen jungen Mädchen, das an ihnen vorbeigelaufen ist. “Bei uns wird Jesus in Gestalt einer Frau verehrt”, antwortet eine der vier Marias. Einer aus unserem Dorf, ein Professor der Geschichte, hat bei der Bergung der Qumranrollen mitgewirkt. Unter den Fragmenten einer Rolle, die er eigenhändig am Toten Meer, wo die Sekte der Essener lebte, ausgebudelt hat, will er ein fünftes Evangelium entdeckt haben, in dem mitgeteilt wird, dass Jesus eine Frau war. Ich glaube da aber nicht dran. Wenn ihr mich fragt, ich halte ihn für einen Spinner.”

“Das hätte ich Onkel Paul in Altenessen ja gar nicht zugetraut, dass er heimlich Papyrusrollen im Garten vergräbt”, scherzt Barbara.

“Was ist mit ihm?”, fragt Melanie, beißt genüsslich in ein saftiges Stück Conejo rein, und zeigt auf einen merkwürdigen Mann unbestimmbares Alters mit einem schwarzem Oberlippenbärtchen. Vor ihm, auf dem Teller, liegen nur ein Kanten Graubrot und ein paar Möhren. “Er isst kein Kaninchen, da er Vegetarier ist und trinkt auch keinen Alkohol.” antwortet ihr spanischer Gastgeber. “An wen bloß erinnert er mich?”, fragt sich Melanie.

Eine andere der vier Marias, Maria Pilar, was die Fromme heißt, wie Carola übersetzt, erzählt: “Wir wissen gar nicht, wer er ist. Wir haben ihn schon von unsrem Großvater mit übernommen, dem er zugelaufen ist. Unser Großvater war ein Heiliger, der jeden bei sich aufnahm.

Der Mann ist Deutscher. Auf alle Fragen antwortet er nur mit: “Ab fünf Uhr fünfundvierzig wird zurückgeschossen.” Mehr ist aus ihm nicht rauszukriegen. Er wohnt in der Gruft unter unserem Haus. Er ist den Leuten unheimlich. Jetzt traut sich keiner mehr, bei uns einzusteigen, wenn wir nicht da sind.”

Unsere drei Freundinnen sehen sich bedeutsam an. Alle haben denselben Gedanken. Als sie wieder vor der Tür stehen, und der Spanier ihnen den Weg zur Tankstelle gewiesen hat, und es sich nicht nehmen lässt, ihnen nach dem Abschiedsgruß: “Hasta la vista” noch ein paar Mantecados y Polvorones El Santo mitzugeben, und sie sich Sorgen machen, ob sie ihn nicht verletzt haben, weil sie seine Pimientos del piquillo rellenos de ensalada de cangrejo nicht mehr essen konnten, platzt es aus Carola raus: “Er ist wieder da.”

Melanie darauf: “Sagt mal, seid ihr sicher, dass die Russen damals an der Neuen Reichskanzlei in der Wilhelmstraße wirklich die richtigen Gebeine ausgegraben haben? Man munkelt ja so einiges.”

Barbara erwidert: “Macht euch keine Sorgen. Ich habe sogar erst vor kurzem gehört, dass man nach neuesten wissenschaftlichen Methoden daraus Erbsubstanz extrahiert haben soll, die mit der seiner Angehörigen übereinstimmt.”

“Dann bin ich ja beruhigt”, meint Carola, aber völlig sind ihre Zweifel immer noch nicht ausgeräumt, und sie setzen ihren Weg fort.

“Wohin sind wir hier geraten? Wiedergänger von “Ihm”, weibliche Messiasse, ein fünftes Evangelium. Seid ihr euch sicher, dass auf dem Ortsschild nicht Golgatha stand?”, fragt Carola die anderen.

Aber ihnen sollten noch weitere Abenteuer bevorstehen.

Hier unterbricht Lukas, der Regisseur, die Ausführungen von Herrn Augustus, seinem Produktionsleiter. “Sie müssen mir aber zugute halten, dass ich meine ursprüngliche Idee verworfen habe, nach der in dem unterirdischen Gang unter dem Kastell unsere drei Freundinnen, das schöne Mädchen, das die Prozession angeführt hat, und den weiblichen Jesus darstellt, der Mann mit dem Schnauzbart, und Don Gonzalo aufeinandertreffen, wobei die letzteren beiden sich gegen die anderen verbünden. Gerettet werden sie in letzter Minute von den vier Marias und Jesus, ich meine natürlich nicht den aus der Bibel, sondern den, dem das Schloss gehört.”

Herr Augustus schnauzt ihn an: “Aber gerade das hätte uns doch die Zuschauer gebracht. So einen genialen Einfall schmeißen sie in die Tonne. Sex und Crime zieht immer. Ich könnte mir die Haare raufen, wenn ich daran denke. Was sollte übrigens dieser spanische Hidalgo, mir ist der Name entfallen, war es nicht Don Carlos oder so ähnlich, den sie einfach erfunden haben. Lukas erwidert darauf: “Der sollte für General Franco stehen.

Hier hat er bei Herrn Augustus eine Grenze überschritten. Der tobt: “Politik in Weihnachtsfilmen. So weit kommt es noch. Sie bringen mich an den Bettelstab. Nächstes Weihnachten sitze ich vor einem Hut und warte auf Spenden.” Ich hätte gewarnt sein müssen, als mir zugetragen wurde, dass sie an der “Konrad Wolf” in Babelsberg in der AstA gesessen haben sollen. Aber schon etwas ruhiger: “Lassen sie uns jetzt weiter der Filmhandlung folgen.

Ein merkwürdiges Heulen erklingt. Alle Dorfbewohner, die sie danach fragen, sehen bleich und in sich gekehrt aus, und statt einer Antwort kommt nur: “Hobre Lobo.”

Die drei, von denen nur Carola spanisch spricht, die durch ihren südamerikanischen Vater auch eine dunklere Hauffarbe hat, finden endlich die Tankstelle. Der Mann dort redet mit besorgtem Gesicht auf sie ein.

“Was wollte er?”, fragen die anderen Carola.

“Hütet euch vor dem Werwolf. In Nächten wie dieser geht er immer um, hat der Tankwart gesagt.”

Sie machen sich auf den Rückweg zum Auto. Vor einer einsamen Hütte bricht Melanie plötzlich der Absatz im Schnee ab, und sie klopfen an die Tür. In diesem Haus lebt ein Eremit zusammen mit seinem Esel und einer Kuh, der mit der Welt über eins ist, und der von den Dorfbewohnern verdächtigt wird, ein Werwolf zu sein.

Die alte Tür öffnet sich knarrend vor ihnen, und ein bitterböse Stimme fragt sie von innen in lupenreinem Deutsch mit Thüringer Einschlag: “Was wollen sie von mir?”

Es passiert, was sich jeder ausmalen kann. Sie werfen die drei lustigen Mädels, von denen nur noch ein lila Pumps im Schnee bleibt, einfach den Hobre Lobos zum Fraß vor. Das wird uns die quere Community, unter der viele Fans von Weihnachtsromanzen sind, die uns unseren Lebensunterhalt sichern, schwer ankreiden.

Und außerdem hat mir die Geschichte viel zu wenig Biss.

Friedrike von Schnack, die Verfasserin vieler Romanvorlagen für Weihnachtsfilme, wird ja in manchen Kreisen regelrecht als Schwulenikone verehrt.”

“Marlene Dietrich kann ich mir ja noch vorstellen, aber Friedrike?”, antwortet ihm Lukas, der Regisseur.

Darauf Herr Augustus, sein Produktionsleiter.“Täuschen sie sich nicht in der Schnacken. Das war früher ein ganz schön scharfes Gerät. Mir sind da Sachen zu Ohren gekommen. Früher, wenn wir Vertragsabschlüsse gefeiert haben, hat sie mich öfter unter den Tisch getrunken.”

Darauf Regisseur Lukas: “Mir hat man auch schon davon erzählt, dass besonders ihr “Heiße Frostnächte” sehr auf eigenem Erleben beruhen soll.”

Herr Augustus fragt ihn:

“Hätten es nicht wenigstens so drehen können, dass die drei mit ihren spitzen Absätzen den Werwolf gegen seine Nase treten, was ja bekanntlich der empfindlichste Teil des Hundes ist, einem Nachfahren des Wolfes

- ich erinnere mich noch gut daran, wie unserem armen Hund mal eine Katze ihre Krallen in die Nüstern geschlagen hat -

und das Untier in die Flucht jagen, worauf sie, zugegebenermaßen etwas derangiert, zu Fuß die verschneite Serpentinenstraße zur Bergbaude des Mathelehrers hochlaufen?

Nach dem Originalskript sollten sie eigentlich zusammen mit dem Einsiedler, der sich Männern gegenüber als nicht abgeneigt entpuppt, im Gegenteil, sein trauriger Blick hellt sich erheblich auf, als er sieht, wer vor ihm steht, nach Sirtakiklängen im Schnee tanzen, wobei sie ihre Beine so hochwerfen, dass man sogar ihre Strapse sieht. Anthony Quinn und Alan Bates würden vor Neid erblassen.

Auf die Idee des Drehbuchautors, eine Regenbogenfahne im Schnee einzupflanzen, habe ich dann doch verzichtet. Das sah dann nun doch zu sehr nach Einkratzen aus.”

Regisseur Lukas wunderte sich. Er hätte Produktionsleiter Augustus gar nicht zugetraut, dass er den alten Schwarzweißfilmklassiker “Zorbas the Greek” kannte. “So kann man sich in einem Menschen täuschen.” denkt er. “Mit solchen Filmen kann man unsterblich werden.” geht ihm durch den Kopf. Zum Produktionsleiter gewandt sagt er:

“Apropos Beinehochwerfen. Verwechseln sie da nicht etwas mit John Houstons Meisterwerk*, das er in den Fünfzigern gedreht hat, wo ein Tanz drin vorkam, den man Can-Can nennt?”

Aber dieses Mal hatte er seinen Chef, Herrn Augustus, bei einer cineastischen Bildungslücke ertappt, denn unwirsch, weil er schon wieder unterbrochen wurde, erwiderte der: “Was ist das? Tanzen den nicht die Massai, wenn sie die bösen Geister austreiben wollen? Und wer ist eigentlich John Houston?”, und fährt weiter damit fort, ihm seine Wünsche, was die Handlung des Films betrifft, auseinanderzusetzen.

“Wo bin ich hier gelandet?, denkt Regisseur Lukas frustriert. “Ja, Tarantino müsste man heißen, dann könnte einem keiner vorschreiben, wie man einen Film zu drehen hat”, und hört zähneknirschend weiter den Ausführungen seines Bosses zu.

“Carola und Barbara halten den Einsiedler fest und kitzeln ihn ab. Melanie stopft ihm Schneebälle unters Hemd und in die Hose, worüber er sich vor Lachen kringeln will. Aber mehr passiert eigentlich nicht, denn just als es in der Hütte gemütlich wird, die drei Grazien den Einsiedler erfolgreich davon abbringen konnten, sein berühmtes Atún asada con naranja y anchoas für sie zuzubereiten, und alle vor einem Grog sitzen, pocht es an die Tür. “Das geht ja heute zu hier wie auf dem Bahnhof.”, murmelt der Einsiedler.

Ein Pärchen klopft an die Tür der Hütte an, das sich auf einer Gebirgswanderung verlaufen hatte.

Natürlich versteht es sich von selbst, dass die Frau hochschwanger ist. In diesem Zustand bieten sich Gebirgswanderungen im Schnee ja geradezu an. Der Eremit, der schon jahrelang oder noch nie eine Frau ohne Kleidung zu Gesicht bekommen hat, entpuppt sich als fähiger Geburtshelfer. Man sieht zum Schluss, das Baby in der Krippe liegen.

Carola will sich nicht lumpen lassen, und angelt aus ihrer Tasche ein Fläschchen Chanel No. 5. Melanie legt großzügig einen Geldschein daneben. Und Barbara nimmt aus einer Pappschachtel mir der Aufschrift Weihrauch eine Kerze, und zündet sie an, worauf stinkender Qualm durch die Hütte zieht.” beendet Herr Augustus, der Produktionsleiter, seine Ausführungen.

Aber dann bricht es noch zornig aus ihm: “Was mache ich jetzt eigentlich mit dem Sirtaki? Wenn sie wüssten, was es mich gekostet hat, die Rechte dafür zu besorgen. Eigentlich hat es nur deshalb geklappt, weil Fräulein von Schnack, unsere Autorin, früher, als sie noch jung und schön war, ein Verhältnis mit dem Komponisten hatte.”

Regisseur Lukas erwidert schüchtern: “Sollte es nicht eigentlich ein Flamenco sein? Wir befinden uns doch in Spanien und nicht in Griechenland.”

“Papperlapapp”, sagt darauf sein Produzent, Herr Augustus. “Denken sie denn, die, die unsere Filme sehen, können Flamencomusik von Rembetika unterscheiden?”

Regisseur Lukas schüttelt zweifelnd das Haupt, und ist erstaunt, ob seiner niedrigen Meinung über ihre Zuschauer.

Sein Chef fährt fort mit seinen Vorwürfen: “Und dann die Schlussszene, die sie auch verhunzt haben. Die beiden Paare, bestehend aus Mathelehrerin und Deutschlehrer auf der einen Seite und Klassenschönste und Computergenie auf der anderen, stehen vor einer Bergbaude im Schnee und beobachten, wie am Himmel der Stern von Bethlehem aufleuchtet.

Und was ist bei ihnen daraus geworden? Der Mathelehrer und der Bill Gates in spe stehen zitternd im Schnee, und in der Bergbaude treiben es die Deutschlehrerin und die blonde Schönheit mit zwei gutaussehenden muskulösen Skifahrern.”

Lukas darauf: “Ich musste das tun, denn genau bei dieser Stelle, wo der Stern von Bethlehem vor den Liebenden aufleuchtet, sollen bei dem einen Studenten aus der Testgruppe der Studie zum ersten Mal Symptome aufgetreten sein, die der paranoiden Schizophrenie ähneln.

Vor den Probanden lief die fünfte Neuverfilmung von “Liebe und Leidenschaft im Schnee” nach dem Buch der Autorin Friedrike von Schnack, dasselbe, das auch die Vorlage für unseren Film ist. Sie soll übrigens auch auf der Mordliste des Psychokillers stehen, und hält sich deshalb versteckt. Nur wenige Leute wissen, dass sie jetzt Goethestraße 8 wohnt. Das Weihnachtsromanschreiben soll ihr inzwischen vergangen sein.”

Sein Produktionsleiter, Herr Augustus, erwidert: “Aber wir haben uns doch schon die Filmrechte an ihrem neuesten Buch, “Kalter Schnee und heiße Küsse”, gesichert, in dem es darum geht, dass in das Nachbarhaus vom kleinen Petja und seiner alleinerziehenden Mutter ein gutaussehender junger Mann zieht. Den Rest kann man sich denken. “

“Ich habe gehört, Frau von Schnack soll den Plot von dem Roman jetzt dahingehend geändert haben, dass den jungen Mann ein dunkles Geheimnis umwabert”, sagte Regisseur Lukas.

“Langsam wird die alte Dame wunderlich. Sie müsste doch schon neunzig sein.”

“Das könnte hinkommen.” meinte sein Chef, Herr Augustus.

“Ihr Erstling “Winterglück und Schneeballschlacht” ist wohl noch von der Ufa verfilmt worden und die große Elisabeth Flickenschildt spielte darin die wahnsinnig gewordene Frau des Stollenbäckers, die sich zum Schluss wieder einklinkt, als sie ihr Enkelkind im Arm hält.”

Lukas, der Regisseur, wusste gar nicht, dass er durch sein Querulantentum gerade dem ganzen Team das Leben gerettet hatte. Die ganze Zeit über hatte dem Gespräch unbemerkt ein junger Mann zugehört, ein Komparse, der als Obdachloser verkleidet, derjenige war, der die Flasche geworfen hatte. Jeder, der schon mal den einen oder anderen Thriller gelesen hat, kann sich denken, um wen es sich handelt.

Als er gehört hatte, dass hier “Liebe und Leidenschaft im Schnee” zum siebten Mal wiederverfilmt wurde, hatte er sich um einen Job als Kleindarsteller beworben und wurde auch genommen, weil er keine finanziellen Ansprüche stellte.

Eigentlich hatte er vor, am Ende des Drehs das ganze Filmset auszulöschen, überlegte es sich jetzt aber anders, nachdem er das Gespräch mit angehört hatte. Irgendwie war seine Wut verraucht.

“Euer Glück, dass ihr euch das Krippenspiel verkniffen habt, sonst hätte ich rot gesehen, und mich nicht mehr zurückhalten können. Niemand wäre entkommen”, dachte er bei sich. Wenigstens wusste er nun die Adresse von Friedrike von Schnack. “Noch einen Weihnachtsroman lässt du nicht auf die Menschheit los.”dachte er.

*Ich meine “Moulin Rouge” aus dem Jahre 1952 / Regie John Houston.

 

Hey @Frieda Kreuz

ich empfehle ganz dringend, Dir mal die Regeln für die wörtliche Rede anzuschauen und es im Text nachzubessern. Da stimmt ja nix ;)

Hau rein! Und ein schönes Wochenende wünscht Dir
Fliege

 

Hallo Fliege,
ich wollte gerade den Tag für die Challenge einfügen, bekomme es aber nicht hin, obwohl ich Deine Antwort an Jimmy S. gelesen habe.
Gruß Frieda

 
Zuletzt bearbeitet:

Soll der Text denn in die Challenge? Dann müsste ich den erst mal darüber schieben ...

Edit: Da ich keine Antwort von Dir bekomme, verschiebe ich den jetzt in die Challenge. Zurück geht ja auch immer ;)

 

Hallo @Frieda Kreuz

Da sich noch niemand dazu erbarmt hat, Dir etwas zu deiner Weihnachtsgeschichte zu schreiben, mache ich mal den Start.

Wir befinden uns auf einem Filmset, das gerammelt voll ist mit Weihnachtsdekoration. Ein Mann kommt auf den Regisseur zugestürmt, ein Filmskript in der einen Hand, die andere ballt er zur Faust.
Das liest sich wie aus einem Drehbuch. Es passt natürlich insofern, als das wir uns auf einem Filmset befinden, wie es der erste Satz ausdrückt. Allerdings weiss ich nicht so recht, ob das als Start, also in dieser Form, für eine Kurzgeschichte so geeignet ist. Es schafft gleich mal Distanz.

Dabei stürzt einiges an Weihnachtsbäumen um.
Liest sich für mich komisch. Dabei stürzen einige Weihnachtsbäume um wäre vielleicht runder.

“Sie sind gefeuert.”, schrie ihn der Produktionsleiter an.
Kein Punkt nach gefeuert, denn der Satz geht ja noch weiter. @Fliege hat Dir da ja eine gute Seite verlinkt, die Dir sicherlich behilflich sein wird. Da müsstest Du den gesamten Text nochmal durchgehen und den auf solche Fehler abklappern. Ich werde deshalb darauf nicht mehr eingehen und bin mir sicher, dass Du das allein packst! :-)

Was war geschehen? Er, der sein Chef war, hatte sich die Szenen, die sie die Tage davor gedreht hatte, angesehen, und war in Wut geraten.
Die Frage liest sich für mich so, als würde sie mir vom Erzähler/der Erzählerin in den Mund gelegt. Finde ich etwas ungünstig.

seine Produktionsassistentin, die gleichzeitig seine Freundin ist, und außerdem, um Kosten zu sparen, auch noch eine Weihnachtselfe spielt
Das fand ich lustig :thumbsup:

"Ich habe von einem Experiment gehört, bei dem zwanzig Studenten, die sich freiwillig dafür gemeldet hatten, einen Monat lang jeden Tag zwei Weihnachtsfilmen ausgesetzt wurden.
Wer redet denn so verschachtelt? :lol:

Er lebt jetzt in einem Tempel in Indien, wo er wegen seiner strikten Auslegung der Schriften, und der Härte gegen sich selbst[KOMMA] von den andern Mönchen sehr geachtet wird.
Frage: Wird dieser Typ von den anderen Mönchen geachtet oder geächtet?

Nachdem er sein gesamtes Eigentum verschenkt hatte, versammelt er eine immer größer werdende Jüngerschaft um sich.
Das geht für mich von der Zeitform nicht auf. Müsste versammelte lauten, oder nicht?

Ein anderer dagegen[KOMMA] aus der Gruppe der angeblich Geheilten, ist selbst im Rotlichtviertel als Zuhälter unterwegs.
Seine Freundin, stellte sich auf die Zehenspitzen, denn er war ein großer Mann, und strich dem Regisseur das Lametta aus dem Bart.
Komma nach Freundin löschen.

“Das erklärt manches.”, dachte sein Chef.
Das liest sich wegen der Gänsefüsschen wie direkte Rede und hat mich dann verwirrt, dass er das nur denkt und nicht laut ausspricht. Du könntest Gedanken deiner Protas vielleicht kursiv schreiben, dann kann man das besser auseinanderhalten.

“Das erklärt manches.”, dachte sein Chef. Aber auch er wurde etwas nachdenklich, und sagte: “Das mit der Kündigung überlege ich mir noch mal.” Und fügt versöhnlich hinzu: “Vielleicht kriegen wir den Film ja noch in den Independentkinos unter.”
Hier wechselst Du auch die Zeitform. dachte, wurde, fügt. Würde ich auch mal noch im ganzen Text abklappern, ob das passt oder nicht.

Was war geschehen? Statt dem Geforderten, war eine Art Weihnachtspersiflage zustande gekommen.
Wieder diese Frage. Was war geschehen? Kein Komma nach Geforderten.

sagte er und blättert im Skript
...

Das ist ja ein Bachanal
Bacchanal, oder? Geiles Wort.

Als er bemerkte, wie der Produktionsleiter blass wurde, und sich schon wegen Gefährdung Schutzbefohlener in Handschellen vor Gericht sah, lachte er, und fügte er hinzu:
Du müsstest Dich für eine Zeitform entscheiden. Hier ist Vergangenheit, gestartet hast Du den Text im Präsens, obwohl sich das alles nahtlos aneinanderreiht und keine Zeitsprünge macht.

Und was ist mit dem Obdachlosen, der vor einem Hut im Schnee sitzt, seinen Hund neben sich.
Den Satz mit Fragezeichen abschliessen anstelle Punkt.

sie sich nochmal um, und leert ihr gesamtes Portemonnaie in seinen Hut aus. Der Mann sagt: “Danke Mädchen.” und streichelt ihr das Haar. Das ist die Stelle
Direkte Rede innerhalb der direkten Rede. Glaube nicht, dass das geht. Was der Mann sagt könntest Du kursiv stellen.

Liebe Frieda, ich höre hier mal auf. Ich habe mir zwar vorgenommen, alle Texte der Challenge zu lesen, und zwar komplett, aber ich komm da einfach nicht mehr mit. Also erstens wegen der Fehler aber hauptsächlich auch auf der Handlungsebene, das scheint mir alles wild durcheinandergewürfelt und ich hab keinen Plan mehr, wer da was macht und warum mir das erzählt wird und wie das alles in Verbindung zueinander steht. Sorry, ich geb's auf! *Kopf explodiert*

Trotzdem viel Glück und eine gesegnete Weihnacht für Dich!

Verzeihung erbittende Grüsse,
d-m

 

Mahlzeit @Frieda Kreuz,

ich lasse alles weg, was mit Rechtschreibung und Zeitenwirrnis zu tun hat. Nein, sorry, ein paar Dinge muss ich anmerken:

Er steigt zu Weihnachten in Fenster ein
Das Fenster könnte auch ausgebaut am Straßenrand stehen. Korrekterweise: Er steigt durch Fenster in Häuser ein. Oder einfach: Er steigt in Häuser ein.

Wehrwolfgeschichte
Das 'h' kann weg. Es sei denn, du meinst diesen ... ich schreibe es nicht, denn das möchte ich vermeiden.

In diesem Haus lebt ein Eremit zusammen mit seinem Esel und einer Kuh, der mit der Welt über eins ist, und der von den Dorfbewohnern verdächtigt wird, ein Werwolf zu sein.
... der mit der Welt eins ist ...
oder
... der mit der Welt uneins ist ...
oder
... der sich mit der Welt überworfen hat ...
oder
... der mit der Welt übereingekommen ist, dass ...

Da ich nicht weiß, was du meinst, musst du es mir sagen.

Die Idee ist völlig in Ordnung. Erinnert mich irgendwie an einen Film, weiß aber nicht mehr welchen (jedenfalls alt, 50er oder 60er). Leider muss man sich sehr konzentrieren, der wechselnden Zeiten wegen. Doch es ist kurzweilig und ich habe es gerne gelesen. Eventuell lohnt sich eine Überarbeitung was Komma, Zeiten und Dialogregeln betrifft. Zum abrunden der Sache ...

Griasle
Morphin

 

Hallo Dessert Monkey, Hallo Morphin,

Ist eigentlich jemandem ein Licht aufgegangen, warum die drei Grazien, die hochhackig durch den Schnee stiefeln, ausgerechnet Barbara, Carola und Melanie heißen?

Übrigens nach <Baccanal> habe ich gegoogelt, beide Schreibweisen scheinen geläufig zu sein. Bei der Schreibweise von Werwolf ist mir natürlich ein Fehler unterlaufen.

Wegen der Zeitformen kucke ich nochmal.

“Mit allem über eins sein”, sagt man wenn man mit sich mit allen entzweit hat, ist jedenfalls bei uns so eine Redewendung.

Die genialste deutsche Weihnachtsstory ist in meinen Augen “Nicht nur zur Weihnachtszeit” von Heinrich Böll. Da kann ich natürlich nicht mithalten.

Stattdessen habe mich bei dem Text von einem Film inspirieren lassen, der der abgedrehteste Weihnachtsfilm von der Welt ist. Man fällt unter den Tisch vor lachen. Leider weiß ich den Titel nicht, glaube aber der Film spielt in Brüssel. Auf alle Fälle haben die dort handelnden Personen französische Namen. Alles dreht sich um Geschehnisse in einem Büro der Telefonseelsorge am Abend des 24. Dezembers. Die ehrenamtlichen Seelsorger melden sich immer mit: “SOS Freunde in Not”.

An Heilig Abend tauchen dort allerhand Leute auf, unter anderem eine hochschwangere Frau, die einen Einkaufswagen schiebt, ihr Mann, ein Alkoholiker und Psychopath, eine Transe mit Liebeskummer, und dann bringt auch noch ständig ein Grieche ungenießbare Plätzchen vorbei. Alles herrlich politisch unkorrekt aber saukomisch.

Noch mal zur wörtlichen Rede. Ich habe mich schlau gemacht, und hoffe, dass es jetzt richtig ist.

Es ist vielleicht manchmal für den Leser schwierig, in der Geschichte auseinanderzuhalten: soll das nun das Originaldrehbuch sein, aus dem die Filmszene stammt, über die der Produktionsleiter gerade spricht, oder geht es um einen Einfall des Regisseurs, den er auf eigene Faust ausgeführt hat. Aber wenn ich es idiotensicher erkläre, wirkt alles irgendwie öde.

Grüße aus Berlin Frieda

 

Hallo @Frieda Kreuz

Kann es sein, dass du Weihnachtsfilme nicht so magst?;) Der Regisseur handelt verantwortungsbewusst und ist sicher ein Anhänger des Neorealismus. Ich mag die skurrilen Einfälle, besonders diesen Mönch, der Kieselsteine in seinem Mund hin und her schiebt. :D
Es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, dass der Produktionsleiter dem Regisseur seinen ganzen Film nochmal erzählt, aber das gehört vielleicht zum Skurrilen dazu. Ich wüsste auch nicht, wie man das anders lösen könnte.

Der Einstieg in die Geschichte war aber schwierig für mich. Welcher Mann stürmte da auf den Regisseur zu? Und dann tauchte plötzlich der Produktionsleiter auf. Warum nicht gleich schreiben: „Der Produktionsleiter stürmte auf den Regisseur zu.“

Grüße
Sturek

 

Moin @Frieda Kreuz,

aufgrund der Challenge habe ich mir vorgenommen wirklich jedem Beitrag einen Kommentar dazulassen. Wäre dem nicht, so hättest Du nichts von mir gelesen, denn so leid es mir tut: Die Geschichte holt mich (im jetzigen Zustand) nicht ab.

Das liegt zu großen Teilen bloß am chaotischen Aufbau, bzw. der fehlenden Struktur und dem Ignorieren der Regeln für wörtliche Rede.
Die eigentliche Story, einen Produzenten, der sich mit dem Regisseur aufgrund kreativer Differenzen bei einem Weihnachtsfilm überwirft, halte ich für hervorragend geeignet, um mit dem Florett der Satire gezielte Stiche zu verteilen.
Leider liest sich der Ausflug in die Traumfabrik momentan derart durcheinander und unstrukturiert, dass es mir nicht gelang, ihn konzentriert bis zum Ende zu lesen.
Ab dem Moment, wo die Werwölfe auftauchen, habe ich nur noch überflogen. Nichts für ungut.

Aber wenn ich es idiotensicher erkläre, wirkt alles irgendwie öde.
Ich scheine einer der Idioten zu sein, denen klarere Verhältnisse helfen würden. Dass der Text dadurch an Schwung und Tempo verliert und öde wird, glaube ich nicht.

Noch mal zur wörtlichen Rede. Ich habe mich schlau gemacht, und hoffe, dass es jetzt richtig ist.
Leider muss ich Dir mitteilen, dass da noch immer zahlreiche Baustellen offen sind:

“Sie sind gefeuert[.]”, schreit er ihn an.
Weg mit dem Punkt

“Was haben sie gemacht. Ich hatte ihnen doch gesagt[...]
Leerzeichen zwischen dem letzten/ ersten Wort, wenn es eine Sprechpause darstellen soll. Wenn mitten Wort unterbrochen wird, lass das Leerzeichen weg.

“Ich konnte nicht anders handeln”, rechtfertigt sich der Regisseur. Ich habe von einem Experiment gehört, bei dem zwanzig Studenten,
Hier setzt Du die Anführungszeichen, dann folgt ein langer Monolog/eine Erklärung, bei dem durch chaotische Absatzstruktur unklar ist, wann die wörtliche Rede endet, da auch die ganze Zeit keine Anführungszeichen oder Inquits gesetzt werden.

“Ich wollte mich nicht mitschuldig machen. Mein Bruder und ein Onkel sind ebenfalls in der Psychiatrie.”, sagt der Regisseur.
Weg mit dem Punkt.

“Es war doch geplant gewesen, dass man Schülern zusieht, die dabei sind, ein Weihnachtsstück einzustudieren, und dass dabei die Deutschlehrerin und der Mathelehrer und außerdem noch das hübscheste Mädchen der Schule und der Computernerd zusammenkommen.”, sagt der Produktionsleiter.
Weg mit dem Punkt.

“Die Szene, als alle um den Weihnachtsbaum herumstehen, und der Kinderchor Stille Nacht singt, haben sie als Orgie gedreht.
Hier wieder wie oben, es folgt ein Monolog/eine Erklärung. Man erkennt nicht sofort das Ende der wörtlichen Rede.

“Die waren natürlich dabei.” erwidert der Regisseur.
Weg mit dem Punkt.

Mal bis hierhin, Du siehst, da geht noch was.
Wenn meine Anmerkungen Dir weiterhelfen, freue ich mich

Beste Grüße
Seth

 

Moin, moin @Frieda Kreuz !
Wer abstimmen will, muss lesen und kommentieren - also auf geht es.

Friedrike nimm dich in acht
Ich habe die Vorkommentare nicht gelesen, nehme aber stark an, dass schon etwas zur doppelten Titelnennung und der recht eigenen Kennzeichnung der wörtlichen redegesagt hat. Eventuell könntest du hier tatsächlich mal ganz auf die Anführungszeichen verzichten, da mann eh nur schwer erkennt, was wörtliche Rede und was erzählt ist.

Wir befinden uns auf einem Filmset, das gerammelt voll ist mit Weihnachtsdekoration. Ein Mann kommt auf den Regisseur zugestürmt, ein Filmskript in der einen Hand, die andere ballt er zur Faust. Dabei stürzt einiges an Tannenbäumen um.
Als Verortung okay, aber wer erhählt das?

Der Produktionsleiter, der sein Boss war, hatte sich die Szenen, die sie die Tage davor gedreht hatte, angesehen, und war in Wut geraten. “
Gefühlt machst du einige unnötige Sprünge. Ist aber wohl Geschmackssache.

“Ich konnte nicht anders handeln”, rechtfertigt sich der Regisseur. “Ich habe von einem Experiment gehört, bei dem zwanzig Studenten, die sich freiwillig dafür gemeldet hatten, einen Monat lang
Hier war ich dann doch erst verwirrt - was hat er getan? Ich bin unsicher, ob dieses springen sinnvoll ist.

Und stellen sie sich vor. Der eine, der keine Auffälligkeiten zeigte, ist ein gesuchter Serienkiller.
Hier habe ich dann hochgescrollt - ah! Satire! Okay, mach weiter.

Handwerker lassen den Bohrer fallen, um sich ihm anzuschließen,
Kleinkram: die Bohrer sind ja in der Bohrmaschine, eventuell doch den altvertrauten Hammer oder ähnliches wählen.

Altphilologe.” Seine Freundin, stellt sich auf die Zehenspitzen, denn er war ein großer Mann, und strich dem Regisseur das Lametta aus dem Bart.
Grammatikalisch unsauber.

der Computernerd zusammenkommen”, sagt der Produktionsleiter. “Gehen wir der Reihe nach”, sagt er und blättert im Skript. “Die Szene, als alle um den Weihnachtsbaum herumstehen, und der Kinderchor Stille Nacht singt, haben sie als Orgie gedreht.
Und ab hier bin ich wohl einfach nicht das Zielpublikum. Für mich nur noch Klamauk.

Die müssen das ja nun wirklich nicht mitkriegen, was sie da verzapft haben.”

“Die waren natürlich dabei”, erwidert der Regisseur. “Ich bin der Meinung, dass man mit Aufklärung nicht früh genug anfangen kann.”
Bei so allgemeinen "die" oder "sie" verliert man leicht den Überblick, wer gemeint ist. Vielleicht etwas verdeutlichen.

Sie sind in dieser Zeit mit meiner Freundin auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs gewesen. So war es doch Mandy?” Sie nickt zustimmend.
Hier auch.

wo dem Computernerd klar wird, dass sie doch nicht so eine oberflächliche Tussi ist, wie er immer gedacht hat, und er sich in sie verliebt.
Häh! Das"Mädchen" ist doch Teil eines Pärchens?

In diesem Haus lebt ein Eremit zusammen mit seinem Esel und einer Kuh, der mit der Welt über eins ist, und der von den Dorfbewohnern verdächtigt wird
Hier bin ich unsicher, was du sagen möchtest: mit der Welt eins - hieße übereinstimmend. Uneins wäre auseinander.

ihr “Heiße Frostnächte” sehr auf eigenem Erleben
Reden sie hier über Pornos oder Weihnachtsfilme?

Der Regisseur wunderte sich. Er hätte dem Produktionsleiter gar nicht zugetraut
Ich gestehe, die beiden Protagonisten klingen für mich absolut gleich, sind nicht unterscheidbar. Da ließe sich nachschrauben.

John Houstons Meisterwerk*,
Da waren vorher schon soviele Namen und Titel, die ich entweder ignorieren oder googeln kann - der eine * verwirrt dann eher.
(Und ausgerechnet den hätte ich gewusst)

Hier habe ich abgebrochen, dass Ende überflogen und bekenne mich als Weihnachtliebender Mensch.
Also nehme ich dies hier nur als anderen Blickwinkel.
Dennoch eine schöne Weihnachtszeit
Witch

 

Hallo @Frieda Kreuz ,

das ist jetzt die letzte Geschichte, zu der ich ein Feedback geben möchte, aber ich muss leider passen.
Ich habe an die fünf Versuche hinter mir, mich durch deine Geschichte zu arbeiten, denn lesen kann ich dazu nicht sagen. Ich stocke bereits nach ein paar Sätzen, weil ich nicht weiß, was da grad im Zusammenhang gesehen passiert und dann habe ich ein paar Male gedacht: 'ach, lies einfach mal weiter, der Plot wird sich schon entwickeln und dir erschließen', aber dann bin ich doch am Ende gescheitert.
Du hüpfst als Autorin wie ein Floh hin und her und viele der einzelnen Sätze, die ich da lesen konnte, haben durchaus Esprit und wirken zum Teil witzig, sogar ironisch, was ich besonders gern mag, aber es fehlt der Zusammenhang, der Zusammenhalt, der Spannungsbogen, überhaupt der Plot.
Ich bin auch gern bereit, wenn du mir bescheinigen möchtest, dass ich einfach zu blöde bin, die Geschichte zu erkennen. Jo, dann ist das so.
Ich finde es ziemlich schade, dass ausgerechnet bei dieser Geschichte, bei der aber nicht nur ich irgendwie auf dem Schlauch stehe, von dir kaum eine Antwort erfolgt, damit man mal ein wenig mehr auf den Pfad der Erkenntnis gelangen kann. Aber vermutlich bist du verhindert. Das soll jetzt auch kein Vorwurf sein.

Ich hätte dir zum Beispiel wenigstens, quasi als Ersatz dafür, dass ich zu deiner Geschichte so rein gar nichts Einschätzendes sagen kann, grammatikalisch ausgeholfen. Aber auch hier stelle ich fest, dass du nur marginal ein paar Punkte aufgegriffen hast und meine Vorkritiker längst schon lange Listen all der Punkte angefertigt haben, die zu ändern sind.
Da muss ich dann nicht auch noch mit einer Liste hintendran kommen.

Es tut mir leid, dass ich da so wenig hilfreich sein konnte. Vielleicht ein anderes Mal.

Alles Gute und habe angenehme Weihnachten!

Lieben Gruß

lakita

 

Hallo Witch, Lakita, Sturek, Seth Gecko,
finde ich ja nett, dass ihr Euch so viel Mühe gegeben habt, meinen Text durchzulesen. Ich habe schon überlegt, die wörtlich Rede vielleicht fett zu schreiben, damit man sie besser von von dem Rest unterscheiden kann.

Wegen den Film mit dem Sirtaki. Eigentlich hatte ich angenommen, dass jeder "Alexis Sorbas" kennt. Wenn nicht, unbedingt nachholen! Ihr werdet mir ewig dankbar sein für den Tipp, besonders der Tanz von Anthony Quinn mit Alan Bates ist die Messe. Ich dachte, wenn ich den Namen mit in die Geschichte schreibe, ist das, wie Eulen nach Athen tragen.
Na ja, der Film, der Kult ist, ist ja auch schon von 64.

Die Titel von den Weihnachtsfilmen sind natürlich fiktiv. Das soll eine Veralberung von den nervigen Weihnachtfilmen sein.
Auf die Idee bin ich gebracht worden, weil entweder Sat 1 oder RTL den Monat vor Weihnachten jeden Tag am Abend zwei Weihnachtfilme bringt. Ich habe mich ab und zu mal eingeschaltet, habe aber nie lange durchgehalten. Es war mir einfach zu schwachsinnig. Soviel heile Welt auf einmal, macht ja den Härtesten mürbe.

Bei einem Streaminganbieter, wo man auch Hörbücher hören kann, habe ich mal in die Weihnachtsbücher reingehört. Schlimm, schlimmer, am schlimmsten. Ist das ein verlogener Quatsch. So habe ich mir die Figur der Autorin Friedrike von Schnack ausgedacht.

Es gibt natürlich auch gute Weihnachtsfilme. Bei uns hat sich "Fanny und Alexander" als Lieblingsfilm herauskristallisiert und natürlich "Da graust sich ja der Weihnachtsmann", eine herrliche Persiflage. Gruß Frieda

 

Hallo Frieda

Da ich nach dem Lesen aller Texte nun versuche, beim Kommentieren chronologisch vorzugehen, bist du dran.
Jo, leider konnte mich deine Weihnachtsfilmpersiflage nicht abholen und schon beim ersten Lesen nach dem Einstellen musste ich mich geschlagen geben.

Auch jetzt beim erneuten Versuch wills nicht klappen. Die Einleitung mit der Psychiatrie zieht sich wie Kaugummi und ab "Was war geschehen?" wird's chaotisch, kam ich überhaupt nicht mehr mit, wer jetzt wie, wo und weshalb.

Nachdem du auf diesen Kommentar von Fliege

ich empfehle ganz dringend, Dir mal die Regeln für die wörtliche Rede anzuschauen und es im Text nachzubessern. Da stimmt ja nix ;)
nicht gross (re)agiert hast, nehme ich an, Textarbeit interessiert dich auch nicht und so bleibt mir nur dir frohe Festtage zu wünschen und thank you for the fish.

Liebgruss, dotslash

 

Moin @Frieda Kreuz,

mit einem @ vor dem Namen, werden die Markierten automatisch benachrichtigt beim Anmelden. Sprich, sie sehen sofort, ob ihnen z.B. jemand geantwortet hat.

Originelle Idee und auch interessant in Deinen Kommentaren, wie du darauf kamst.

Einen Plot konnte ich nicht wirklich erkennen. Sprich, Aufbau, Spannung, Konflikte etc. Dadurch fehlt Deiner Geschichte die Lebendigkeit, dass sich der Leser nach ihr verzehrt. Einzelne Aspekte oder Abschnitte fand ich wirklich unterhaltsam. Sie stehen aber da wie eine Punkte auf einer Einkaufsliste, aber ohne Rezept und den eigenen Kochkünsten wird daraus keine feines Essen. So empfinde ich Deine Geschichte.

Die Geschichte wird dem Leser erzählt, also vorgekaut und in den Mund geschoben. Meiner Meinung wird es für den Leser attraktiver, wenn er es in seinem Kopfkino selber erleben muss. Lass den Leser mit Protagonist leiden und feiern. Sprich, statt dass der Regisseur einem alles erklärt, wären wir mit ihm auf die Reise gegangen. Hätten mit ihm das Skript geändert, seine Motivation verstanden, und danach ihm geholfen, bei den Dreharbeiten seine Vorstellungen umzusetzen mit all den kleinen und großen Pannen und Peinlichkeiten. Ist nur meine subjektive Meinung.

Unterhaltsam und originell war es! Und würde mich freuen, wenn du daraus noch ein feines Weihnachtsessen zauberst.

Beste Grüße
Kroko

 
Zuletzt bearbeitet:

Wir befinden uns auf einem Filmset, das gerammelt voll ist mit Weihnachtsdekoration.
Jetz’ kommt der auch noch mit seinen ollen Kamellen, magst Du denken,

liebe Frieda,

aber warum die aufgeblasene Befindlichkeit, wo ein bescheiden sich gebendes „wir sind …“ sparsamer ist und besser zu Dir passte - wobei nicht vergessen werden darf, dass das substantivierte „sein“ weltbewegende Philosophien bestimmt.
Aber auch die „Tannenbäume“

Dabei stürzt einiges an Tannenbäumen um.
haben und müssen „einiges“ bei einem durchaus natürlichen Vorgang – sie bleiben entwurzelt halt einfach nicht ohne Hilfe stehen -umständlich ertragen – und der erste schlichte und einfache Satz
“Sie sind gefeuert.”, schreit er ihn an.
ist mehr als eine gewöhnliche Aussage und dürfte ruhig mit einem Ausrufezeichen statt Punktes versehen werden und ein Ausrufezeichen wäre sogar regelkonform, während der Punkt nicht der Notiz wert ist zum Abschluss wörtlicher Rede und deren Begleitsatz.

Und sag mal – sprichstu so verschachtelt? -

Der Produktionsleiter, der sein Boss war, hatte sich die Szenen, die sie die Tage davor gedreht hatte, angesehen, und war in Wut geraten.
- abgesehen davon, dass „die Szenen“ plural auftreten – also besser „… hatte sich die Szenen, die sie die Tage davor gedreht hatten, ...

und die bürgerliche Höflichkeit gebietet immer noch eine besondere Behandlung der Personalpronomen

“Was haben sie gemacht. Ich hatte ihnen doch gesagt…”
nicht zu vergessen, dass Auslassungspunkte direkt am Wort behaupten, da fehlte (Konjunktiv II!) zumindest ein Buchstabe – was nicht der Fall ist. Solltest den gesamten Text nochmals durchschauen.

Und ab hier

Seine Freundin, stellt sich auf die Zehenspitzen, denn er war ein großer Mann, und strich dem Regisseur das Lametta aus dem Bart.
gehts lustig durch die Zeiten ...

Und obwohl ich die Stille Nacht fern von der ursprünglichen Bedeutung heutigentags eh für eine Konsumorgie halte, brech ich hier ab, nicht ohne Dear ruhige und schöne Tage in diesen bewegten Tagen zu wünschen (und allen andern natürlich auch!)

Friedel

Nachtrag, ohne sonderlich nachtragend zu sein -
hab ich doch das wichtigste vergessen - warum ich überhaupt mich bemüßigt fühlte, genau bei Dear hineinzuschauen: Gönn' dem Titel ein Komma direkt nach dem Namen (ein Ausrufezeichen würd' der Titel auch gefahrlos verkraften).

 

Hej @Frieda Kreuz

Im Grunde eine feine Idee mit dem Weihnachtsfilm. Im Text wird eine andere Zeit lebendig, gepaart mit präzisen Beobachtungen, wie es auch schon weiter oben erwähnt wurde. Ich habe zuvor schon Texte von dir gelesen. Du verwendest eine Art Reportagetechnik, was durchaus legitim ist, aber doch verhindert, dass man sich in das Setting und die Figuren versenkt. Was schade ist, weil da vieles vorhanden wäre, das großartige Texte brauchen. Ich habe den Text dennoch gern gelesen, aber eben mit kaltem Herzen. Vielleicht hilft dir der Gedanke.

Dass sich der Text sprachlich auf gutem Niveau befindet, muss ich nicht gesondert erwähnen, aber damit lässt sich mehr machen.

Na ja, so weit!

Ach und irgendwann dachte ich beim Lesen jetzt wäre es hübsch, wenn Leni Riefenstahl auftauchen würde und am besten den Sirtaki tanzte. :D

Viele Grüße aus dem Vorvorweihnachtsfilmschautag
Isegrims

 

Hallo @dotslash, Hallo @Isegrims, Hallo @Friedrichhard, Hallo @Kroko, Hallo @Henry K.,
das Fest liegt ja lange hinter uns. Zum Glück. Ich weiß auch nicht warum, aber so nervig wie dieses Jahr fand ich Weihnachten schon lange nicht mehr. Ich habe es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen, unter Beachtung Eurer Hinweise, alles noch Mal umzuschreiben. Vielleicht liest das Ende des Jahres mal jemand, denn jetzt kann ja keiner mehr Weihnachtsstorys sehen, genauso sehr wie Lebkuchen.
Gruß und zum Glück nicht Frohes Fest sendet Frieda

 

Hallo @Henry K.,
Du klagst über Dein Weihnachtsfest auf hohem Niveau. Wenn Du in der Ukraine leben würdest, hättest Du im Schützengraben gelegen. Das mit der Ukraine und die Geschehnisse in Israel und im Gazastreifen haben mir dieses Jahr das Weihnachtsfest verhagelt. Ich hatte irgendwie ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht auch in Awdijiwka mit einer Kalaschnikow im Schlamm liege. Die russischen Soldaten tun mir aber genauso leid. Wie soll das bloß enden in Israel und der Ukraine? Und was macht das mit den Menschen, wenn der Krieg eines Tage zu Ende ist? Ich denke da an die Vietnamkriegsveteranen. Du kennst doch bestimmt den Film "Coming Home" von Hal Ashby mit Jane Fonda? Ähnliches wird auch auf die überlebenden Soldaten zukommen.
Gruß Frieda

 

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