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Heiße Weihnachten

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03.08.2003
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Heiße Weihnachten

George wachte mitten in der Nacht auf. Er hatte Durst und so beschloss er, einen Schluck Wasser zu trinken. Vielleicht auch einen Blick auf die Geschenke unter dem Baum zu werfen. Obwohl es fast Weihnachtsmorgen war, konnte er es nicht erwarten, seine Geschenke zu sehen. Auf leisen Sohlen schlich er zur Schlafzimmertür. Erst da bemerkte George, dass auch Cindy nicht im Bett war. Sie hatte es wohl ebenfalls nicht abwarten können. Ich werde sie überraschen, dachte er. Mich von hinten anschleichen und sie quieken hören. Das machte Cindy immer so schön.
George schlich langsam die Treppe hinunter und ins Wohnzimmer. Da war der Baum mit seinen Lichtern und den Paketen, die sich unter ihm aufhäuften, und der Mistelzweig, der von der Decke hing, und Cindy, die jemanden küsste.
George wurde augenblicklich so wütend, dass er eine Vase vom Tisch nahm und sie mit Wucht zu Boden warf.
Cindy fuhr herum.
"Cindy, du gemeines Biest!", schrie George. "Wie konntest du mich betrügen mit ... mit ..." George verstummte. Hinter Cindy stand der Weihnachtsmann.
"Lass mich erklären", sagte Cindy. "Ich kam runter, um ein Glas Wasser zu trinken, und dann fand ich den Weihnachtsmann hier unter dem Mistelzweig."
"Ho! Ho! Ho! Ho!", sagte der Weihnachtsmann. "Also musste sie mir natürlich einen Kuss geben. Und was für ein toller Kuss das war."
"Na ja, vermutlich", schnauzte ihn George an. "Wenn es unter dem Mistelzweig war."
"Ho! Ho! Ho! Ho!", sagte der Weihnachtsmann. "Warum gibst du mir nicht auch einen Kuss?"
Der Vorschlag schien George vernünftig zu sein. Er trat unter den Mistelzweig und küsste den Weihnachtsmann.
Der Weihnachtsmann war der beste Küsser aller Zeiten und George wurde es ganz schwummerig zumute.
"Siehst du?", sagte Cindy und George nickte. Zu dritt gingen sie nach oben.

Die Geschenke kamen in diesem Jahr alle zu spät.

 

Hehe,

Er hatte Durst und so beschloss er, einen Schluck Wasser zu trinken und vielleicht einen Blick auf die Geschenke unter dem Baum zu werfen. Obwohl es fast Weihnachtsmorgen war, konnte er es nicht erwarten, seine Geschenke zu sehen.

hier könntest du mal in der Satzlänge etwas variieren

Biest!" schrie George

Komma

Der Weihnachtsmann war der beste Küsser aller Zeiten

das ist witzig.

Erinnert mich von der (sinnfrei) Pointe irgendwie an Mat und Norther – zwei Leute die hier auch manchmal schreiben.
Also inspirierend und jetzt stilmäßig schön geschrieben finde ich es zugegebenermaßen nicht und auch inhaltlich ist es schon recht platt. Aber die Pointe am Ende finde ich gut und so gehe ich auf jeden Fall nicht unzufrieden aus dem Text.
LG

 

Hallo Carlo Zwei,

vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren. Die Fehler habe ich beseitigt und auch die Satzlänge zu Beginn verändert. Ich hoffe, so geht's.

inhaltlich ist es schon recht platt
Ich würde das Wort "einfach" bevorzugen :). Ich wollte nur eine einfache Weihnachtsgeschichte schreiben, die hoffentlich ein Lächeln auf das Gesicht der Leser zaubert.
Schön, dass du nicht unzufrieden, also zufrieden warst.

 

Hallo @Sturek

haha :D sehr lustiges Ende. Hier erstmal ein paar Gedanken von mir:

George wachte mitten in der Nacht auf. Er hatte Durst und so beschloss er, einen Schluck Wasser zu trinken.
Erster Satz baut Spannung auf und der zweite Satz nimmt diese direkt wieder weg. Würde an der Stelle versuchen, die Spannung noch ein wenig zu halten. Vielleicht hat George ja was gehört?
George wurde augenblicklich so wütend, dass er eine Vase vom Tisch nahm und sie mit Wucht zu Boden warf.
Eine ziemlich heftige Reaktion an der Stelle...
Die Dialoge fand ich ein wenig hölzern und klischeehaft ("Du Biest!") und stilistisch kann man definitiv hier und da noch nachbessern - aber die Pointe hat mir gut gefallen. Da musste ich ein wenig schmunzeln.

Gruß

Mary

 

Hallo Mary,

ich habe hin und her überlegt, ob ich deine Anregung mit dem ersten Satz aufnehme, mich aber dann doch dagegen entschieden. Es gibt ja einen Spannungsbogen, der zur Pointe hinführt, dann noch einen dazwischen zu setzen, ist bei einer so kurzen Story wahrscheinlich zu viel. Die übertriebene Reaktion und auch die forschen Dialoge wollte ich mit Absicht so darstellen, um die Komik zu erhöhen. Ich denke, ein wenig Klischee ist da nicht so schlimm.

Grüße
Sturek

 

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