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Indegrazioon! (Schwäbisch)

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03.12.2005
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Indegrazioon! (Schwäbisch)

„Dia Heck’ hätt au mal wiedr g’schnitte g’worre g’hört!“

Flüschtert dia oine Boirin zu renere onder. Ihr’ Schürz’ dot scho aweng spanne, ibr em Bäuchle ond d’r Bruscht. Isch hold guat gnärt, no muass mr au zoige, dess mr ebs Gschoits het zom essa. Ihra Händ hän vial gschofft em Leba, des siat mr. On des soll mr au sea! Gonz uffg’schwolla on verhornt sen se.

„Soit r poar Jahr’ sen dia Ausländor jetz’ scho hier em Dorf, on di hen oifach koi Senn für Ordnong et."

"Abr’ dor Merzeedes stott vor dr’ Schoin!"

" Dia Frau isch ja a Doitsche, abr koi Wondr, dess so oine sich oiglassa hätt mit em Ausländer!“

„Dia esch au et besser ols dr Ma. Ond dass boi so ener Konschtelazion koi gschoite Kender naus komme isch au koi Wondr!“
Sogt de Heide, di emmer so gern zoigt, dess se Fremdwörder kenne dot.

D’ Frau Közmir kemmt uss em Haus: „Guten Tag, Frau Schmied! Guten Tag, Frau Gottlob! Schönes Wetter heute!“
„Grüaß Godd! Segt mr’ boi ons! “ segt Heide Goddlob
"Ja, Grüß Gott, also!” Do beeilt se sich om wiadr noi zom komme ens Häusle.

“Weisch Trude, di kennet sich et o’passe. Do schwetzet se doch elle vo. Wie soget se? Indegrazioon!“
Dia boide amüsieret sich köschtlich ond de Trude esch au a bissl neidisch dass die Heide so gebildet isch ond so subber Fremdwörder kenne dot.

„Nächschtes Mol kemmet se no mit `Grüaß Allah´!“ lochet se boide ond stecket die Köpf zamma.

„Noi, wemmr et woiß, wenn o Heck’ g’schnitte ghört, ond net o liaba Godd griaßt zom guate Dog sage, sollt mr au et hier wohna!“

Boide sen sobber zufriada dess se so guat gschwätzt hän ond dia oine nemmt ihr Hack’, dia onder ihr Milchkännle ond dia Oier ond se gonget. On em Vorbeilaufe lasset se no o bessl Mill en de Gorda von derer Loid falle.
 
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Und hier die Übersetzung.
Meinem Schwäbisch fehlt es ein bisschen an Übung, wohne schon seit einigen Jahren im Badner Land und da gewöhnt man sich das Schwäbisch besser ab...

„Die Hecke hätte auch einmal wieder geschnitten geworden gehört!“
Flüstert die eine Bäuerin zu einer anderen. Ihre Schürze spannt schon ein wenig über dem Bauch und der Brust. Sie ist halt gut genährt, da muss man auch zeigen, dass man etwas (Gescheites) Gutes zu essen hat. Ihre Hände haben im Leben schon viel gearbeitet, das sieht man. Und das soll man auch sehen! Ganz aufgeschwollen und verhornt sind sie und dass sie sich oft geschnitten hat, ohne es zu merken, siehst du an den Schnitten in den Fingern.
„Seit ein paar Jahren sind die Ausländer jetzt schon hier im Dorf, und die haben einfach keinen Sinn für Ordnung. Aber der Mercedes steht vor der Scheune!“
„Die Frau ist ja Deutsche, aber kein Wunder, dass so eine sich mit einem Ausländer eingelassen hat." "Die ist auch nicht besser als der Mann. Und dass bei so einer Konstellation keine klugen Kinder rauskommen ist auch kein Wunder!“ Dagt die Heide, die immer so gern zeigt, dass sie Fremdwörter kennt.
Frau Közmir kommt aus dem Haus: „Guten Tag, Frau Schmied! Guten Tag, Frau Gottlob! Schönes Wetter heute!“
„Grüß’ Gott! Sagt man bei uns!“ Sagt Heide Gottlob.
„Ja, Grüß Gott also!“ Da beeilt sie sich um wieder in das Haus rein zu kommen.
„Weißt du, Trude, die können sich nicht anpassen. Da reden doch jetzt alle davon. Wie sagen sie? Integration!“ die beiden amüsieren sich köstlich und die Trude ist auch ein bisschen neidisch, dass die Heide so gebildet ist und so super Fremdwörter kennt.
„Nächstes Mal kommen sie noch mit `Grüß Allah´!“ lachen sie beide und stecken die Köpfe zusammen.
„Nein, wenn man nicht weiß, wann eine Hecke geschnitten gehört, und nicht den lieben Gott grüßt um guten Tag zu sagen, sollte man auch nicht hier wohnen“
Beide sind super zufrieden, dass sie so gut geredet haben und die eine nimmt ihre Hacke, die andere ihre Milchkanne und die Eier und sie gehen. Und im Vorbeilaufen lassen sie noch so ein bisschen Müll in den Garten dieser Leute fallen.
 
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Wortkrieger-Team
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wohne schon seit einigen Jahren im Badner Land und da gewöhnt man sich das Schwäbisch besser ab...
des kaasch glaabe! Sauschwob!
Hi juhulala (a.k.a. Sauschwob),
also erst mal, die letzen zwei Zeilen deiner Geschichtens cheinen nicht übersetzt worden zu sein (ich hab mir fast die augen zerhacklstückt, um euer komisches schwäbisch zu entziffern).
Also, alles in allem gefällt mir die Geschichte eigentlich nicht, weil es is halt nix Neues.
Wow, Ausländerhass, noch nie darüber gelesen!
Sorry.
:heilig: Bruder Tserk
 
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Hallo Tserk!
ja, du hast recht, die letzten zwei Zeilen... das habe ich auch gleich verbessert. Danke!
Noch ein bißchen zu der Geschichte und dem Schwäbisch: eine Geschichte in Schwäbisch zu schreiben, hat bei mir irgendwie ein Bild von Engstirnigkeit hervorgerufen, denn den ersten Satz habe ich tatsächlich einmal jemanden sagen gehört. Deshalb ist daraus irgendwie eine Parodie auf das schwäbische Landleben geworden.
Dass das Thema nichts Neues ist, ist durchaus bewußt so gewählt...
Danke jedenfalls fürs Lesen, du brauchst dich nicht zu entschuldigen!
Jula
 
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Hallo Juhulala,

schwäbisch? Ich komme aus Schwaben, zwar nicht von da, wo Hardcoreschwäbisch gesprochen wird, aber immerhin. :) Ich hab mir echt schwer getan, die Geschichte zu lesen. Bist du dir sicher, dass du da nicht noch ein paar andere Dialekte rein gemischt hast?

Inhaltlich - nun ja, nette Idee. Insgesamt sind mir aber zu viele Klischees in deiner Geschichte. Das hat mich ein bissl gestört, obwohl insgesamt schon klar ist, worauf du hinaus wolltest.

LG
Bella
 
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Hallo Bella,
Es ist ein bisschen schwer zu sagen, was wirklich schwäbisch ist, es gibt so viele Unterschiede - Stuttgarter Schwäbisch klingt ganz anders als zum Beispiel das auf der Schwäbischen Alb - vor allem wenn man so in Richtung Günzburg (gehört ja zu Bayern) fährt - da vermischt sich auch teilweise Schwäbisch mit Bayrisch...
Mein Schwäbisch ist aus Ulm (Olm) und Umgebung, da klingt das Schwäbisch besonders glutteral (... :) ) aber war nie ein wirklicher "Hardcoreschwabe"...
Du schreibst es sind dir zu viele Klischees - kann ich gut verstehen, finde ich auch, aber irgendwie sollte es eine Klischeegeschichte werden....

Danke jedenfalls für's Lesen und Kommentieren!

Fändest du es sinnvoll, ein paar Wörter etwas hochdeutscher zu schreiben, bzw. die kleinen Wörter wie "dr", "au" auszuschreiben?

Würde mich über eine Antwort freuen!
Juhulala
 
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Hallo Juhulala,

eine kleine, runde Geschichte, die Leute sind gut beschrieben, zwischen Neid (Mercedes), Bosheit (Grüß Allah), Besserwissertum (man sagt hier `Grüß Gott) und Unsicherheit (das sich retten in Pseudointellektuelles, die Fremdwörter).
Natürlich könnte man sagen, dies sein ungerechtes Klischee - aber leider zeigt das Leben immer wieder die Aktualität dieser Thematik).

L G,

tschüß… Woltochinon
 
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Hi juhulala!

Nun, es mag vielleicht stimmen, dass es solche hinterwäldlerischen Schwaben gibt, die hardcoremäßig Dialekt sprechen und fies zu allen Ortsfremden sind.
Der Probleme sind da aber zwei:

1. Die Geschichte setzt das Integrationsproblem nicht auseinander, sondern appelliert an das, was Integration gerade verhindert, nämlich die menschliche Neigung, Stereotype zu bilden. Die zwei doofen Schwabentanten mit ihren engstirnigen Ansichten sind so genüsslich klischeehaft gezeichnet, dass man als Leser am Ende nickt und sagt: "Das wusste ich immer. An solchen Leuten scheitert die Gesellschaft." Dadurch begibt sich der Text auf eine Stufe mit seinen Protagonistinnen. Es besteht die Gefahr, dass dadurch Vorurteile gegen Dialekt sprechende Menschen verstärkt werden. Als ob man nicht gleichzeitig weltoffen und heimatverbunden sein könnte.

2. Wenn du die schwäbisch Sprechenden so darstellst, wieso spricht die Erzählstimme dann auch Dialekt? Das ist so, als ob sich jemand selbst diffamieren wollte. In Dialekt zu schreiben ist ja auch mit einer Intention verbunden. Entweder willst du Imagewerbung für diese oder jene Mundart machen oder dich an jene richten, die sie sprechen. Für beides ist dieser Text ungeeignet.

Was die Schreibweise angeht: Es wäre schon hilfreich, einiges auszuschreiben. So wie der Text jetzt ist, empfinde ich es als ziemliche Quälerei, ihn zu lesen. Ich habe ihn zwar im Wesentlichen auch ohne Übersetzung verstanden, aber ich musste mich ständig selbst korrigieren. Man bekommt nicht unbedingt ein besseres Bild von der Sprechweise, wenn der Autor versucht, jedes Wort "lautzumalen".

Zudem:

dess se Fremdwörder kenne dot.

ond so subber Fremdwörder kenne dot.

Wieso muss Dialekt immer im Unterschichtenstil rüberkommen? "Kennen tun" würde ein gebildeter Erzähler nicht sagen, auch nicht im Dialekt. Ich wäre dankbar, wenn mal ein Autor von diesem Klischee abweichen würde.

Ciao, Megabjörnie
 
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18.04.2002
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Hallo Megabjörnie,

ich weiß zwar nicht, ob das von Juhulala so geplant war, aber die Erzählstimme steht doch kritisch `über´ der Schilderung, dies zeigt, dass auch dialektsprechende Menschen sich von dem geschilderten Verhalten distanzieren. Das ist mir fast schon wieder zu politisch korrekt, es geht doch bei dem Text nur um ein Genre-Bild, welches eine Situation herausgreift.

„Dadurch begibt sich der Text auf eine Stufe mit seinen Protagonistinnen.“

Ich überlege gerade, wie viele Texte nach diesem Kriterium ein Problem hätten… Horror?
Letztlich auch Texte die das Folgende erfüllen „Als ob man nicht gleichzeitig weltoffen und heimatverbunden sein könnte“. Würde man sich da nicht auch auf eine Stufe mit den Protagonisten stellen, nur politisch korrekt?

„appelliert an das, was Integration gerade verhindert, nämlich die menschliche Neigung, Stereotype zu bilden.“

Oder dem Leser wird der Spiegel vorgehalten.

„Wieso muss Dialekt immer im Unterschichtenstil rüberkommen? "Kennen tun" würde ein gebildeter Erzähler nicht sagen, auch nicht im Dialekt. Ich wäre dankbar, wenn mal ein Autor von diesem Klischee abweichen würde“

Ich sehe da kein Klischee. In Frankfurt mache mir alles (wenn wir etwas tun) - ganz gleich ob Ober- oder Unterschicht, ob Wurst oder quantenphysikalische Versuche oder ob wir gebildet oder ungebildet wohin gehen.

@Juhulala
Falls ich dir zu sehr vorgegriffen habe entschuldige, war gerade so drin, in der Geschichte.

L G,

tschüß… Woltochinon
 
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22.03.2005
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Ich meine ja nur, wegen juhulalas Antwort auf Tserks Kritik und weil ich gelesen habe, dass Dialekt sprechende Menschen in Bayern diskriminiert werden ... Frag mal Dion.
Dieses Bild bedient einen Stereotyp, der nicht extra hätte genährt werden müssen. Leser dieses Textes sind ja nicht vor allem die Schwaben, sondern Leute im ganzen deutschen Sprachraum.
 
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Hallo Megabjörnie,

zum Glück wird diese Geschichte keinen großen Einfluss auf die Menschen haben...
Danke für deine Erläuterung, dazu muss Juhulala letztlich etwas äußern.

Seit dem ich in Bayern wohne, habe ich auch schon erlebt, das man als nicht Dialekt sprechende Person der fremde Aussenseiter ist. Da gilt dann das Klischee `der will wohl was besseres sein´.

Servus,

(tschüß) ... Woltochinon
 
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03.12.2005
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Da kann ich keinem widersprechen!

Danke, für die kritische Auseinandersetzung zu diesem Thema! Das hat ja in meiner Abwesenheit eine richtige Eigendynamik angenommen... Danke, Megabjörnie dass du Fragen stellst, die man sich manchmal nicht mehr stellt und damit Augen öffnest und Woltochinon dafür, Position genommen zu haben...in die Richtung wäre auch meine erste Rechtfertigung gegangen, wenn ich Woltochinons Kritik gelesen hätte. Aber Megabjörnies Antwort darauf leuchtet mir sehr ein:
Dieses Bild bedient einen Stereotyp, der nicht extra hätte genährt werden müssen. Leser dieses Textes sind ja nicht vor allem die Schwaben, sondern Leute im ganzen deutschen Sprachraum.

die Geschichte stinkt vor Stereotypen, sie bedient sich billiger Klischees und vermittelt ein Bild, das eher Altes bestätigt, als Neues anspricht...

Aber: Zitat Woltochinon:
es geht doch bei dem Text nur um ein Genre-Bild, welches eine Situation herausgreift.
Ich wollte zunächst eben einen "Spiegel vorhalten" wie Woltochinon es schreibt, aber es fällt mir im Nachhinein auf, dass die allzu subjektive Schilderung nicht einfach nur als Situation aufgefasst wird, sondern eben eher Vorurteile bestätigt...

Ich stimme mit dir überein, Megabjörnie, dass dieses Thema nicht unbedingt behandlungwürdig ist und zu einseitig dargestellt wird... mir kommt die Geschichte mit der Distanz die ich mittlerweile habe, vor, wie wenn ich selbst Müll in den Garten der anderen werfen würde... wenn du das nicht gesagt hättest, hätte ich die Geschihte nicht noch mal überdacht...

Wäre es anders herum, also die türkische Familie als einfältig, dumm, hinterwäldlerisch dargestellt, würde die Geschichte als rassistisch kritisiert... und dann gebe ich dir recht, weil ...

Rassissmus fängt da an, wo andere Leute be- und verurteilt werden.



Es ist komisch, irgendwie kann ich weder Megabjörnie widersprechen und mit Überzeugund die Geschichte verteidigen, noch verleugnen, dass es eben die Schilderung eine Situation ist, wie sie so fremd auch nicht scheint... und das heißt für mich, man kann sihc über dem Thema den Kopf zerbrechen und irgendwie stellt man eben doch zwei Polaritäten gegenüber, ohne diese aufzulösen!

Die Geschichte ist ein Schnellschuss gewesen, allerdings auf eine Situation zurückgeführt, wie ich sie selber erlebt habe, bei einer türkischen Freundin, die auf dem Land wohnt... aber das ändert nichts an der Tatsache, dass diese Geschichte eine undurchdachte Aussage macht.
Deshalb möchte ich hier noch mal betonen, dass es nur eine von vielen Situationen darstellt und es auch ganz anders sein könnte, aber dafür ist es wohl zu spät, es sei denn, ich ändere die Geschichte grundlegend... könnte ja auch das Bild der Türken überzeichnen , um einen anderen Stereotyp entgegenzustellen...hmm...

weil ich, wie ich offen zugeben muss beim Schreiben die Aussage nicht überdacht habe, sondern meinte, ein überspitztes Bild zu zeichnen, und sie dabei so einseitig geworden ist...:dozey: überlege ich sie jetzt streichen zu lassen.
Ich denke, dadurch dass der Leser eventuell
am Ende nickt und sagt: "Das wusste ich immer. An solchen Leuten scheitert die Gesellschaft."
kann man auch nihct darauf bauen, dass er sich anschließend tiefer und kritisch mit dem Thema auseinandersetzt...

naja, ihr seht ich bin sehr unentschlossen... die Geschichte ist es meiner Meinung nicht wert noch viel tiefgehender behandelt zu werden und um zu verhindern, dass sie noch von mehr Leuten gelesen wird, sollte sie wahrschienlich elliminiert werden! Bevor ich den nötigen Schritt dazu einleite, werde ich allerdings noch ein bisschen auf Resonanz warten...

Also bis dann,
juhulala
 
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22.03.2005
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Wieso wollen immer alle ihre Geschichten löschen, nachdem ich sie kritisiert habe? Das ist gemein! :heul:
 
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03.12.2005
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Wieso wollen immer alle ihre Geschichten löschen, nachdem ich sie kritisiert habe? Das ist gemein!

Vielleicht leigt es daran, dass du einen Riecher für Schnellschüsse hast!?
Ich denke damit erhöhst du den Anspruch der Geschichten und gibst den Leuten zu bedenken, dass nicht einfach irgendwas gepostet werden soll, nur weil man mal wieder was schreiben wollte... ich denke das ist die Gefahr an dieser Seite - man wird süchtig nach der Resonanz anderer und überdenkt nicht immer, ob man auch wirklich geschrieben hat, was man voll vertreten kann...

wirklich weitergeholfen hat mir dein Kommentar dieses Mal nicht...

Gruß,
Juhulala
 
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12.02.2004
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Weisch, Jula, I bin sobber zufriada mit denne Texscht.

Schwäbisch ist eine weitere Fremdsprache, die ich nicht kann. ;) Verstanden hab ich aber alles.

Der Dialog selbst ist gut geworden. Ein wenig kurz, aber die message kommt gut über den Gartenzaun.
 
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13.03.2006
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Hallo Juhulala,
ich bin ja kein Kurzgeschichtenprofi, aber mir hat Deine Geschichte ganz gut gefallen. Sie zeigt, vielleicht leicht überzeichnet, eine Szene, wie sie , ob es einem z.B. Megabjörni, passt oder nicht, immer wieder mal vorkommt. Leider ist das Leben nicht "politisch korrekt", sonder da gibt es dumme Schwaben, die Dialkt sprechen und dumme Schwaben, die hochdeutsch sprechen und dumme Türken, die..... Um das GAnze zu komplizieren, sind diese "Dummen" dann wenns drauf ankommet manchmal die menschlicheren (im positiven Sinne) als die politisch korrekten. Streichen solltest Du die Geschichet jedenfalls nicht.

Gruß

Pullover
 
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03.12.2005
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hallo Guter Fritz, hallo Pullover!

Vielen Dank für eure ermutigenden Worte und das Feedback!

pullover, ich denke du hast recht, dass diese Szene nun mal eine kleine Episode widergibt, wie sie so realitätsfern gar nicht ist. Wie gesagt: ich habe Elemente eingebaut, die wahr sind - der erste Satz ist aus dem Leben gegeriffen....habe ich deshalb beibehalten, weil mir die Aneinanderreihung der Präterita so gefallen hat... und ich das schon irgendwie witzig fand.
Ich denke, so wie Woltochinon gesagt hat, dadurch dass der Erzähler auch auf Schwäbisch spricht, stehen die Bäuerinnen nicht alleine da... oder wie er es bessr ausdrückt:
die Erzählstimme steht doch kritisch `über´ der Schilderung, dies zeigt, dass auch dialektsprechende Menschen sich von dem geschilderten Verhalten distanzieren.

Also werde ich sie wahrschienlich erst mal nicht streichen - das Thema scheint ja doch irgendwie eher zur Diskussion anzuregen, als Vorurteile zu bestätigen....

Grüßle,
juhulala
 

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