Was ist neu
  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

horror

  1. Flieg Vogel, flieg!

    Seine Blicke hafteten knapp unter dem Minirock der jungen Frau mit dem frechen Sidecut. Ihre hochhackigen Stiefeletten und diese anmutige Haltung ließen seinen Mund offen stehen. Ihre langen, gebräunten Beine weckten seine Gier und in Gedanken wanderten seine verschmutzten Hände schon an ihrem...
  2. Deep Fears

    Ein Krankenzimmer, in einem verlassenen Krankenhaus, in einer Stadt, die auf keiner Karte verzeichnet war. Feine Staubpartikel tanzten in fahlem, grauen Licht vor dem Fenster. Die verdreckte Fensterbank bot ihr Dasein für ein Glas, trüb, voller Fettflecken. Auf einem schmalen, hohen Tisch lagen...
  3. Der dicke Hermann

    Anne und ich waren über das Geländer der Kanalbrücke geklettert. Wir saßen auf dem Rand und ließen die Füße baumeln. Fünf Meter darunter lag das Wasser. Ich hatte Schiss, aber ich wollte nicht, dass sie es merkt. „Auf drei?“, fragte ich. „Warum ist eigentlich immer alles auf drei?“ Manchmal...
  4. Der Grabräuber

    Heute war kein guter Arbeitstag, dachte er, als er sich über den Friedhofszaun schwang. Im Rucksack hatte er sein heutiges Gehalt. Hart erarbeitet und von sich selbst ausgezahlt. Vier Goldzähne und genau so viele Eheringe. Fünf Löcher hatte Simon gegraben und zugeschüttet. Er sah auf die Uhr...
  5. Der Gesang von Knochen

    Im Wald geschah ein Mord. Dort, weit im Norden, wo die Dunkelheit stärker war als die Sonne, dessen Licht spärlich, noch lange nicht unter die Nadeln der Bäume reichte. Dort, wo der Schnee das Blut trank. Rosenrot, wo es keine Rosen gab, weil sie zu fragil waren, zerbrechlich und blutrünstig...
  6. Die Witwe

    Der 16. November war ein trister, grauer und früh-winterlicher Tag. Es war einer dieser Tage, an denen es schwer fällt aufzustehen und die Energie aufzubringen, sich anzuziehen. Mein Blick war auf mein Fenster gerichtet und ich sah die Dächer der Häuser aus meiner Nachbarschaft. Rechts neben dem...
  7. Der Weg

    Vier Uhr morgens. Eine Landstraße im amerikanischen Staate Virginia sei vermutlich nichts besonderes um diese Uhrzeit. Kein Verkehr, keine Tiere die einem zufällig über den Weg laufen und kein Handyempfang. Doch für Leute wie Lloyd Beck, waren Landstraßen schon immer Orte die auf ihn beruhigend...
  8. Gute Nacht

    Juli schreckte hoch und lenkte den Wagen reflexartig nach links, zurück auf die Fahrbahn. Fast wäre sie in dem Graben neben der Landstraße gelandet. Sie würde nicht mehr lange durchhalten, warum hatte sie sich nicht im vorherigen Ort ein Hotel gesucht? Nun lag Synhai hinter ihr und sie war...
  9. Die Wanderung

    (überarbeitete Version) „Komm schon, du Lahmarsch“, rief mir Joleen mit einem frechen Grinsen im Gesicht zu. Sie sah so verdammt scharf aus in ihrem bauchfreien Top und der kurzen Jeans, die ihren Arsch wirklich wunderbar zur Geltung brachte. Die langen braunen Haare hatte sie zu einem...
  10. Freund und Helfer

    … und Vorsicht bei der Einfahrt." Die kühle, trockene Herbstluft blies mir vorsichtig ins Gesicht und obwohl ich nicht wirklich gute Laune hatte, belebte sie doch ein wenig meinen immermüden Körper. Der Bahnsteig war kaum besiedelt, bis auf ein paar wenige Figuren, die auch darauf warteten...
  11. Der ertrunkene Mann

    Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, weshalb ich beschloss, mit meinen Freunden an den Strand zu fahren. Nun, da es endlich Sommer war, war die Gelegenheit perfekt, um unseren Schulabschluss zu feiern. Für mich würde es auch der Tag sein, an dem ich Tess meine Liebe gestehe. Dieser Tag würde...
  12. Schattenspiele

    Es war ein Ende. Es war der Tag nach seinem Geburtstag. Der Tag, an dem er eigentlich aus einem komatösen Schlaf aufwachen sollte, um sich dann einen Liter Wasser in die brennende, von Alkohol ausgetrocknete Kehle zu schütten. Doch er war immer noch wach. Saß die ganze Nacht unter dem klaren...
  13. Die Festigkeit des Äthers

    Wir fangen mit den Beinen an. Denn ich arbeite gern mit den Händen. Die Befestigungen unserer “hängenden Gärten” habe ich selbst geflochten, den Couchtisch eigenhändig gezimmert, auch die Regale im Bad bemalt. Dieses Leben von Projekt zu Projekt passt mir gut. Dafür übernimmt Stefan meistens...
  14. Manta Raya

    Sonntag, 16.2.20 Urlaub mit meinen Brüdern Alex und Werner und meinen Opa in Nicaragua auf Durchreise. Etwa 16:30 Gemeinsam mit meinen 2 Brüdern und meinem Opa waren wir gemeinsam am Strand namens 'Las Peñitas' in der Nähe von León. Es war wohl unsere letzte Möglichkeit in dieser Reise noch...
  15. Die Schaukel

    Er fuhr über die verlassene Autobahn, der Regen unerbitterlich gegen die Windschutzscheibe und den schwarzen Teer prasselnd, und war fast am Ziel, als er in einiger Entfernung einen roten Schimmer wahrnahm, der sich nach einiger Zeit als das Ende eines Staus entpuppte. Auch das noch. Der...
  16. Die Geschichte mit dem verlorenen Ende

    I Der Schriftsteller Der gelbe Vollmond strahlt sanft durch das Fenster und taucht das Zimmer in Inseln aus mattem Licht und Schatten. Es ist angenehm auf dem Bett zu liegen, in einem halbwachen Zustand zu verharren und die dunklen Gegenstände einzeln zu beobachten. Das Glimmen meiner...
  17. Friedlich einschlafen

    Vorwort Dies ist eine Gutenachtgeschichte: Im Abschnitt, in dem Liv mit Joshua einschläft, soll eine endlose Pause gelassen werden. Der Vorleser tut so, als sei die Geschichte bereits zu Ende. In den darauffolgenden Abschnitten werden Pausen weniger Augenblicke eingebaut. Die Geschichte endet...
  18. Das Geisterkind

    Keiner von uns hatte Lust auf den Wochenendausflug. Tante Dagi feierte Geburtstag und wollte uns alle gern dabei haben. Wir Kinder übernachteten nebenan in einer Ferienwohnung, die über einem kleinen Museum lag. Das war immerhin spannender als in Tante Dagis Wohnzimmer, wo meine Eltern...
  19. Rote Flut

    Der Investor war ein junger Mann. Jünger als Günther, aber was hieß das schon? Günther war alt. Aus grau wurde weiß, Strähne für Strähne. Wenigstens hatte er sie behalten, seine Haare. Wer wusste, wie lange noch? Manche erzählten, die Termiten sammelten Skalps. „Es freut mich, Sie endlich mal...
  20. Entkommen

    Entkommen Der stechende Schmerz hinter seinen Augen raubt ihm den Atem. Er will schreien, doch aus seinem Mund dringt nur ein klägliches Wimmern. Er ertrinkt in Verzweiflung. Was kann er noch tun? Wo ist der Ausweg aus dieser sengenden Hölle, die sich über ihn ergießt und ihn verschlingt wie...
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