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sonstige

Genre: sonstige

  1. Kalt und Schwarz

    Er sah es an, dieses mattschwarze, kalte Ding. Es lag schwer in seiner Hand. Er umschloss den Griff mit seiner rechten Hand, das Gewicht fühlte sich gut an. Es war ein Ding, eine Waffe. Sie konnte keine Probleme haben, so wie er. Er war sich nicht sicher, ob er es wirklich tun sollte. Was würde...
  2. Eine kleine Geschichte von der Liebe

    Es war einmal ein kleines Mädchen welches Tiere so sehr liebte und immer die Nähe von diesen suchte. Sein größter Wunsch seit es denken konnte war ein eigener Hund. Seine Eltern wollten aber keinen Hund und schenkten dem Mädchen zwei Wellensittiche. Es liebte die beiden Wellensichttiche sehr und...
  3. Die Fahrt

    Kraus blickte aus dem Fenster, als der Zug sich in Bewegung setzte. Es war ein großer Bahnhof, das war ihm zuvor noch nie so aufgefallen. Kinder, Frauen und Alte, auch ein paar Männer winkten im lichten Qualm der Dampflock. Es waren viele gekommen, um sie zu verabschieden, viele gekommen, die...
  4. Wolfsleben

    Wolfsleben Ich wusste nicht genau, warum dieser Mensch da stand, mir war nur klar das ich mir lieber woanders mein Fressen suchen sollte. Ich ging zu meiner Partnerin und sagte ihr das wir hier weg mussten und wir mussten vorsichtig sein. Menschen bedeuteten Gefahr. Sie jagten uns und wollten...
  5. Ich

    „...like you’re less than, fu...” Mit einem Mal höre ich auf zu singen. Ich drehe die Musik leiser und schaue von meinem Computer auf. Ich muss grinsen, als ich aus dem Fenster sehe. Es schüttet wie aus Eimern. Ein Donnergrollen hat meinen Gesang eben unterbrochen und nun ist ein weiterer Blitz...
  6. Kein Ausweg

    Kein Ausweg Von draußen ertönen Sirenen. Polizeiwägen wo man auch hinsieht. Es regnet. Die Regentropfen prasseln nieder wie kleine Geschosse. Der Schweiß läuft mir den Rücken runter. Nervosität breitet sich aus. Die Geiseln wimmern auf dem Boden vor sich hin. Die Wachleute tot. Zwei von drei...
  7. Dumme Kuh

    Als ich klein war, nahm man mich meiner Mutter weg. Keiner von uns beiden verstand wieso. Sie kamen am hellichten Tage, packten meine Mutter bei den Schultern und zogen mich von ihr weg. Sie brüllte und trat um sich, doch sie hatte keine Chance. Zuerst war ich viel zu verschreckt um etwas zu...
  8. Kein Wolf in Sicht

    Zum Abschied stand ihre Mutter in der Wohnungstür. Im Hintergrund lief der Fernseher, das Lachen einer Sitcom spülte ins Treppenhaus. „Meinst du nicht, dass das etwas übertrieben ist?“, fragte Michelle. „Ich fahr nicht in den Urlaub.“ „Pass auf dich auf.“ „Ich bin sechzehn.“ Michelle stieg die...
  9. Leer

    Kurze Szene. ________ Du bist so kaltherzig, hinterhältig und manipulativ. Die Worte seines Kollegen hallten in Lians Kopf. Es stimmte, wie er zugeben musste. Alles, was die Leute in seinem Umkreis an Vorurteilen über ihn hatten, entsprach der Wahrheit; dass er launisch und reizbar war, keine...
  10. Der Clown

    Kurze Szene. _____ „Clowns sind glücklich!“ Das hatte ein Bekannter mal zu ihm gesagt. Der Clown starrte auf das bunte, hässliche Kostüm, das vor ihm ausgestreckt in all seinen unerträglichen Einzelheiten auf dem Boden lag. Zuvor hatte er es wutentbrannt durch den Wohnwagen geschleudert und...
  11. Augenblick

    Das Auge, das ein wenig verloren auf seiner Fußmatte lag, schaute ihn vorwurfsvoll an. Beinahe hätte Jonas es mit seinem Fuß zerquetscht, als er seine Morgenzeitung aus dem Briefkasten holen wollte, doch zum Glück ließ sein nackter Zeh es nur ein kleines Stückchen kullern. „Wie groß es ist!“...
  12. Leberkäs und Tod

    Es war einer jener Apriltage in München, der viele Bewohner mit Kopfweh überfällt: Blauer Himmel, stechende Sonnenstrahlen, warme Südwinde und verbliebene Winterkälte mischten sich zu einer Atmosphäre in der die Zahl der Ehestreits, der Autounfälle und der Arztbesuche hochschnellt. An so einem...
  13. Nachbar mit Fernrohr

    In der Küche stieg Dampf auf. Claudia kochte Nudeln, briet Zwiebeln und Knoblauch, schmolz einen Käse in der Pfanne. Sie trug ein Sommerkleid, aber ihre Arme waren winterblass – zierliche Arme mit einer Uhr am Handgelenk und Pigmentflecken auf der Schulter. Jenseits der Straße saß Thore am...
  14. 2011 - Das Jahr der sauren Worstje

    Das Jahr 2011 fing auch für mich überraschender Weise im Januar an und endet nun ebenso unabsehbar mit dem 31.Dezember – so wie alle anderen Jahre zuvor auch. Wie Schnee der fällt, wenn ihn schon lange keiner mehr will, fallen Fragen auf meinen unermüdlichen Kopf. Eine davon gehört wie die...
  15. Rettich und der schwebende Hund

    Der Hund gehörte Rettichs Schwester Beeke. Er war klein. Zu klein für Rettichs Geschmack. „Sieht irgendwie aus wie’n Meerschweinchen, dat Vieh“, lautete sein erster Kommentar. Als Beeke aus ihrem Golf geklettert war und ihren Bruder freudig in die Arme geschlossen hatte, war das Tier bellend um...
  16. Der Mann, der im letzten Kapitel den Dritten Weltkrieg auslösen wird

    Der Mann, der den Dritten Weltkrieg auslöste ERSTES KAPITEL Begegnung und Gespräch mit dem Mann, der den Dritten Weltkrieg auslösen wird Da sind die Opfer und die Gaffer. Und eine Mischform. Ich nenne sie die Neutralen. So ist es immer in einem Café. Es benötigt keinen Saal mit Wandschränken...
  17. Ethanollatenz

    Wissen Sie, ich bin an einem Punkt angekommen in meinem Leben, an dem ich Ihnen das ruhig erzählen kann. Die Ärzte geben mir noch sechs Monate. Vielleicht neun. Ich trage mit Vorliebe häßlich-grell-karierte Polohemden und dazu häßliche Polyesterhosen. Meine Schließmuskeln neigen dazu, mir...
  18. Pokerface

    Anja Schmidt war gerade auf dem Schulhof angekommen und schaut sich um. Der Schulhof war leer. Ist auch klar die letzte Stunde war noch nicht vorbei. Sie hatte noch etwas Zeit bis ihre Enkelin aus hatte, deshalb setzte sie sich hin. Da sah sie sie. Das Mädchen saß im Schatten auf einer Treppe...
  19. Immer da

    Ich saß auf der Musikfreizeit in meinem Bett. In meinem Zimmer waren auch die anderen. Wir redeten und tranken, als mein Handy klingelte. Es war meine Stiefmutter. Sie klang anders als sonst, ruhig und trotzdem gestresst und angespannt. Sie fragte wie es mir geht und alle im Raum unterhielten...
  20. Kurz und schmerzhaft

    „Ey wat meinsse – wat is dat härteste, watte je gesehn hass?“ „Härteste? Meinsse Film? Oder jetz echt?“ „Wat hass du denn schon für harte Sachen gesehn …“ „Logo hab ich haate Sachen gesehn. Ich hab ma gesehn, wie se am Affenstrich ein Typ plattgemacht ham. So richtich. Mit allem...
  21. Liebe

    Es ist wie ein dunkles Loch, das alles aufsaugt, das keinen Raum zum Leben lässt. 
Sie sitzt da, die Arme fest um sich geschlungen. Festhalten, damit die Welt nicht auseinander bricht. Eine einzelne Träne fließt über ihr Gesicht. Wie ein zarter Kuss, der, kaum da, schon wieder verklungen ist...

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