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sonstige

Genre: sonstige

  1. Der wahre Traum

    Dichter Nebel zieht sich über mich, ich sehe nichts mehr, ich höre nur deine Stimme wie sie sich weiter und weiter entfernt. Ich sitze da, bin alleine, kann nichts tun. Mir ist kalt, der Nebel wird dichter, es fängt an zu regen und wird kälter. Die Sonne, sie ist schon lange weg, genauso wie der...
  2. Rosen welken. Briefe nicht.

    17.02.2012 Liebe Mami. Ich fühl mich garnicht gut. Alle sind super nett zu mir, aber ich will nur nach Hause. Ich hab nicht mal Schnuffi mitgenommen. Ich hoffe, du passt gut auf ihn auf! Ich will hier nicht mehr sein. Grüße an Papa. Deine Jacky. 19.02.2012 Liebe Mami. Es ist immer noch...
  3. Die jungen Satanisten

    Margo hieß eigentlich Margarita Sergeevna, aber es passte nicht zu ihr. Sie war eine schicke Frau. Fast wie eine Pariserin. Margo arbeitete als Empfangsdame im Hotel „Ukraine“. Das Hotel hatte mit der Ukraine nichts zu tun, es befand sich in Moskau. „Ukraine“ war teuer, groß und unästhetisch...
  4. Arbeit, Mai und Tierschutzprojekt

    Vielleicht gab es auf der Welt zu wenig Tiere, vielleicht gab es zu viel Zeit im Lehrplan, auf jeden Fall organisierte unsere talentlose Jahrgangsstufe ein Tierschutzprojekt. Man konnte freiwillig teilnehmen. Da es während der Unterrichtszeit war, nahmen alle teil. Wir stellten uns auf der...
  5. Immer muss ich mich rechtfertigen

    Immer muss ich mich rechtfertigen. Wieso kommst du nicht mit? Wieso sitzt du nur rum? Wieso willst du schon nach Hause? Ich will mitkommen. Ich will mitfeiern. Und ich will verdammt nochmal auch nicht nach Hause. Das bin ich nicht! Manchmal geht es mir gut. Dann bin ich wieder da. Aber wenn es...
  6. Helle Fenster

    Es war in einer kalten, klaren Novembernacht, als es an meiner Tür klingelte. Mürrisch warf ich einen Blick auf den kleinen Wecker, der neben meinem Computer stand - es war kurz vor halb Drei. Auch, wenn ich öfter um diese Zeit noch wach bin, so kann ich es trotzdem überhaupt nicht leiden, wenn...
  7. Skylla

    Ich war einst sehr schön. Meine Spielgefährtinnen sagten es mir oft und auch meine Familie. Ich war ein liebes kleines Kind, schön wie der junge Morgen. Und doch war mir Glück nicht vergönnt. Ich liebte das Leben. Ich liebte meine Freunde und meine Familie. Wir spielten fangen oder sangen...
  8. Mein Auto

    Am Tag, als ich meinen Führerschein erwarb, bin ich sogleich zum Gebrauchtwagenhändler. Ich hatte nur kleines Geld, aber der Verkäufer legte sich trotzdem mächtig ins Zeug. Er empfahl mir einen gebrauchten amerikanschen Sportwagen. Trotz der Anpreisungen des Händlers fand ich den Wagen nicht...
  9. Happy End

    Meine Sicht ist verschwommen. In mir wechseln unbändige Wut und pure Verzweiflung die Plätze, immer und immer wieder. Ich umklammere das Lenkrad fester, bis sich meine Fingernägel tief in den weichen Kunststoff graben, dann trete ich das Gaspedal bis zum Bodenblech durch und folge der Landstraße...
  10. Das Rennen

    René wachte plötzlich auf. Ein Blick auf die Uhr: „Scheiße! In acht Minuten beginnt das Rennen! Ich habe verschlafen!“ Sofort sprang er aus dem Bett und zog sich auf dem Weg nach draußen die Motocrosskleidung an. Vollcross aus der Garage und starten. Am liebsten wäre er querfeldein gefahren...
  11. Weiter

    Hinter ihr ist dieser Junge auf dieser Schaukel, die quietscht. Der Junge schaukelt nur ganz leicht, immer hin und her und jedes Mal schreit die Schaukel. Hin und her – quietsch, knarr – wieder hin… Er soll still sitzen, die Schaukel ruhe geben! Es ist Frühsommer und alles ist ihr irgendwie...
  12. Sterne des Meeres

    Sterne des Meeres Abenddämmerung lag über der Insel. Es war, als würde der Himmel den rötlich schimmernden Spalt zwischen der dunklen Horizontlinie und der grauen Wolkenkante mit aller Macht schließen wollen. Nur sehr langsam wurde er schmaler, bis das Meer und der Strand in völlige Dunkelheit...
  13. WunschTraumBegehrung

    Sie wollte gerade das dreizehnte Geschenk öffnen, als es erneut klingelte. Ihr Mann begrüßte die Nachbarn, sie nahm das Geschenk an und bat die zwei Personen, denen sie keinen einzigen Blick würdigte, hinein. Der Diener holte auf Anweisung des Mannes den neuen Champagner aus dem Keller. Nachdem...
  14. Die seltsame Brücke

    Ich erwache und finde mich liegend auf einer Brücke. Die Brücke ist sehr schmal, gerade genug Platz für einen Fußgänger bietet sie. Ich spüre den warmen Asphalt und frage mich sofort nach der Ursache dieser Wärme, denn – es ist zwar Tag – die Sonne ist nicht auszumachen; sie ist nicht...
  15. Lauf.

    Lauf, wenn du willst. Du kannst auch gerne rennen, ich habe nichts dagegen. Ich glaube sogar, es wird meine Laune erheblich verbessern, wenn ich dich wie ein verängstigtes, hilfloses Reh davonspringen sehe. Du wirst mir sowieso nicht entkommen. Das weiß ich, und ich weiß auch, dass du es weißt...
  16. Wieder vereint

    Kalter Schweiß stand auf seiner Stirn und ein leichtes Zittern begann von ihm Besitz zu ergreifen. Es hatte die Hände noch nicht erreicht, die er zu Fäusten ballte. Als würde sich ein unsichtbares Gewicht gegen seinen Nacken drücken, langsam schwerer werdend, während die Pein es nicht...
  17. Serie Guten Morgen Welt

    "Guten Morgen Welt" denke ich um 0:00 Uhr heute Nacht. Willkommen in meiner Abriss-Birne. Ich bin bei Krischa, habe eine Flasche Pastis mitgebracht und wir trinken seit etwa 2 h. Junge wie das ballert... kommt langsam aber heftig wie ein guter Orgasmus. Benebelt sehe ich zu Krisch rüber, die mit...
  18. Der Verlust

    Ich saß neben meiner Freundin auf dem Bett, sie schlief. Das wurde mir jedenfalls gesagt, aber das glaubte ich nicht. Sie war blass, sehr, fast weiß. Ich wusste nicht was passiert war, denn ich kam gerade von meinem Berlin-Trip zurück. Das Einzige, was mir gesagt wurde, war: „Sie schläft, ihr...
  19. 42, neureich, mit schlechtem Karma

    "Wo bleibt denn mein Tee, Mädel?", kam Mrs. Bremers Ruf aus dem Esszimmer, "Und vergiss nicht das Futter für die Mieze." Mit Tabletts beladen betrat ich das Esszimmer und stellte Mr. und Mrs. Bremer ihr Frühstück auf den Tisch. Mr. Bremer saß noch mit blutiger Metzgerschürze am Tisch und Mrs...
  20. Blaues Leuchten

    „Du kannst es nicht, du kannst es nicht.“ Lachend liefen die Kinder davon und ließen die Kleine zurück. Sie starrte auf die Hüpfkästchen. So groß waren sie. Kästchenriesen! Wenigstens die ersten paar musste sie schaffen, sonst ließen die Kinder sie nie mitspielen. Entschlossen warf sie die...
  21. Schicksalsfahrt

    Fjodor Smirnow war im Sommer 1988 einer der letzten nach West-Berlin einschleusten KGB-Spione. Der Enddreißiger lebte einfach und zurückgezogen in einer modrigen Einzimmer-Wohnung in Steglitz. Sein Deckname war Thomas Lorenz. So nannten den Physiker auch Kollegen von der Forschungsgruppe an der...

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