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sonstige

Genre: sonstige

  1. Spiel ein Spiel mit mir

    Ein Tisch trennte Sabina von Timo. Sie hatte ihren Salat kaum angerührt und das Dressing weichte Parmesan und Blätter auf, verschmolz beides zur amorphen Masse. „Schmeckt dir dein Essen nicht?“ Timo beugte sich über den Tisch, die Ellbogen aufgestützt, die Haare verwuschelt und braun. „Doch...
  2. Shootingstar

    Ein letzter Blick in den Spiegel. Ein 16-jähriges Mädchen: dick schwarz umrandete Augen, wildes, gestuftes, platinblondes Haar, knallroter Lippenstift und tiefrote Fingernägel. Wie jeden Samstag machte ich mich wieder auf den Weg. Ohne ein weiteres Wort ging ich einfach an meiner Mum vorbei...
  3. Ein netter Abend

    „All-In!“ Stille. „Ich bin raus“ sagte Rick. Da waren es nur noch Big Pro und ich. Verblüfft sah ich ihn an – verblüfft im Innern – nach außen hin wie immer. Was hatte dieser Kerl bloß auf der Hand? Ich sah ihm tief in die Augen. Sein Blick ruhte auf mir, so entspannt, als blicke er in den...
  4. Vogonen

    Vogonen Jetzt sitze ich hier und kann nicht mehr weg, aus diesem mondänen Haus. Die Villa beherbergt unter ihrem Dach: ein Vestibül, marmorne Böden, lange Flure, einen begehbaren Weinschrank, Plastiken und Gemälde berühmter Künstler. Und: Den Abend der Gedichte! Wir müssen ausgewählten Worten...
  5. Das Erbe

    Geistesabwesend starrte er aus dem Fenster und beobachtete, wie der Gärtner seine Abfälle verbrannte. Eine dichte, dunkle Rauchwolke stieg in den Himmel. „Und zuallerletzt möchte ich meinem Grosskind Felix meinen grössten Schatz vererben“, las der Testamentsvollstrecker weiter vor. Total...
  6. Für dich würde ich durchs Feuer gehen

    Der Wind wehte durch die eingeschlagenen Fensterscheiben. Nur mit einer braunen Hose und einem alten, verwaschenen T-Shirt bekleidet lag er auf der schmutzigen Matratze. Es war kühl in dieser regnerischen Nacht, und es fiel ihm schwer, Schlaf zu finden. Ständig musste er an den Streit denken...
  7. Immer und Ewig

    Immer und Ewig Da, dort steht sie, das lange schwarze Haar, streng hochgesteckt mit ihrer Lieblingshaarspange. Wieder betritt sie in ihrem mausgrauen Kostüm das Gebäude, elegant und dennoch unbeholfen durch ihre hohen Absätze. Jeden Morgen, jeden Tag, jeden Monat, von 9 Uhr, pünktlich, bis 18...
  8. Wer liebt, stiehlt auch

    "Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen", murmelte sie halblaut vor sich hin. "Vor allem kann ich mir vorstellen, wie gerne Du Dich hier bei mir mal umschauen würdest!" Seit fast 3 Monaten pflegte sie ihre Internetbekanntschaft, sie hatte sich bei einer dieser Online-Kontaktbörsen für...
  9. Eine strahlende Zukunft

    So hier wäre die überarbeitete Fassung. Hoffe diese kann mehr überzeugen Eine strahlende Zukunft eine Kurzgeschichte von Nik Kogler Als er durch ihre Haare strich, durchströmte ihn ein Gefühl purer Zufriedenheit. Er genoss die wohlig warmen Sonnenstrahlen, die ihm und ihr auf den Bauch...
  10. Der Computer und andere Katastrophen

    Der Computer- Freund oder Feind? Hanna war noch unschlüssig Sie hielt ihn eher für ihren Feind. Im Sommer 2002 schrieb sie mit der Hand ihr erstes Buch, es war ein Versuch. Den ganzen heißen Sommer brütete sie über Satzstellungen und vor allem über die verflixte Grammatik. In der Adventzeit lag...
  11. Störks Ende

    „Wehe dir, wenn die nicht kommen, du hast mir‘s versprochen!“ Julie schmiegte sich an mich. „Für den, der warten kann, nimmt alles ein gutes Ende … hat Tolstoi gesagt“, flüsterte ich ihr ins Ohr und nutzte die Gelegenheit, ihr einen Kuss auf die Wange zu drücken. „Wer?“ Ich steckte mir eine...
  12. Heißhunger.Gier.Schlechtesgewissen

    Heißhunger.Gier.Schlechtesgewissen Schreibteufel und Co Was soll ich zu diesen Thema schreiben? "Heißhunger " Gier" Schlechtes Gewissen" Mein Schreibteufel sitzt rechts am Monitor, schlenkert mit seinen kurzen Beinchen und lacht. Er ist ein kleines, süßes...
  13. 1. Advent

    Die drei Jährige saß am festlich geschmückten Weihnachtsbaum und bestaunte die bunten Lichter. Die Geschenke schienen sie nicht zu interessieren. Auch die Kugeln schienen sie magisch anzuziehen. Ihr sieben Jahre älterer Bruder schaute ihr grinsend dabei zu. Er wollte lieber die Geschenke haben...
  14. Schwärze

    Es war Abend geworden. Es hing noch etwas Sonne am Himmel, viel war es nicht mehr. Nachdem sie die Ketten der Arbeit endlich abgeworfen hat, ging sie nicht nach Hause. Wozu auch. Dort wartete nichts, dem sie Wert zuschrieb. Nutzlose Staubfänger brauchte sie nicht - nicht jetzt. Wie sie nichts...
  15. Die andere

    Die Andere Die Andere dort hinten sieht aus wie ich. Da, in der hinteren Ecke des Restaurants. Nein, sie sieht nicht nur aus wie ich, sie könnte sogar meine Zwillingsschwester sein. Ich lächle ihr zu. Sie lächelt zurück. Zeitgleich. Soll ich hingehen? Vielleicht. Sie macht den gleichen...
  16. Das Warten einer Vergessenen

    Der Balkon bietet eine fabelhafte Aussicht, denkt Annemarie, während sie vom Bett aus den Blick über die Dächer wandern lässt, am Horizont kann sie den Strand erahnen. So viele schöne Erinnerungen verbindet sie mit diesem Anblick. Leicht wehen die Vorhänge im Wind und vollführen einen kleinen...
  17. Erleichterung

    Eine einsame träne ran ihr über das viel zu blasse Gesicht. Sie wischte sie nicht weg, starrte unnachgiebig gradeaus. Immer weiter, in jenes kühle Grau, welches so sehr schmerzte. Minuten vergingen. Stunden. Sie regte sich nicht, die Augen stur auf den Horizont gerichtet, an dem der letzte...
  18. Der Tropfen

    Der Tropfen Ein Tropfen, sich im Mondlicht spiegelnd, bahnte er sich seinen Weg, durch den nicht endenwollenden Wald von gekappten Bäumen, die sich sanft seiner Bewegung anpassten. Er wusste nicht, warum die Höhle, die immer sein Zuhause war, ihn so plötzlich verstoßen hatte, wo er doch...
  19. Merle und die Meuchelmörder, oder eine Mörder ist auch nur ein Mann

    Die blanke Neonröhre an der Decke summte monoton. Es war in mit Metall verkleideter, quadratischer Raum. Der Boden aus gegossenem Beton wies große braune Flecken auf, die man nie wieder herausbekam. Eine weiße Brandschutztür führte als einzige in und aus dem Raum. Ein Raum der seine Geräusche...
  20. Zwei wie Hund und Katz

    Man sagt ja, dass Hunde und Katzen nicht zusammenleben können. Hier eine kurze Geschichte, die das Gegenteil beweist: Wir hatten einen 8jährigen Rottweiler. Durch Zufall kamen wir an eine Katze-ein Fundtier. Der Kater war etwa 6 Monate alt. Rex, unser Hund, war begeistert und wurde plötzlich...
  21. Der feine Herr Focks flüchtet vor der Krise

    Charlotte hieß Charlotte, so wie Marillen Marillen heißen. Als gäbe es in der Sprache einen auserkorenen Platz für Dinge, die in ihrer abstrakten Form ganz wunderbar klingen, und die dann, wenn man sie ans Tageslicht zerrt, wenn man sie einmal mit ihren Doppelkonsonanten aussprechen muss, doch...

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