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sonstige

Genre: sonstige

  1. Was über Malta gesagt werden muss

    Malta. Hier gibt es jede Menge Mülltonnen, aber man sucht vergeblich nach einer Müllverbrennungsanlage. Auf dieser Insel im Mittelmeer landete der Apostel Paulus im Jahre 61 eher unfreiwillig, ein Schiffbruch war die Ursache dafür. Im März 2012 hatte es mich zum ersten Mal für drei Wochen...
  2. Landstraße

    Der Mond verschwand gerade hinter einer dunklen Wolke. Niemand war mitten in der Nacht unterwegs. Nur ein einsames Auto versuchte sich seinen Weg über die abgeschiedene Landstraße zu bahnen. Die Scheinwerfer leuchteten durch den aufkommenden Nebel. Eine Kurve, dann noch eine und … Vollbremsung...
  3. Hanna Schanks

    Gestern an der Tankstelle, habe ich Gerit getroffen. Er war gerade dabei ein paar Kaugummis aus dem Regal zu suchen und roch ein bisschen nach Wein. Die Verkäuferin stand dabei, spielte mit ihrem Scanner und lächelte mit lilafarbenem Lippen, falls Gerit sich gleich umdrehen sollte. Er sah immer...
  4. Was die anderen über mich denken

    Mein Lehrer sagt: „Schreiben Sie auf, wie Sie Ihrer Meinung nach von anderen gesehen werden!“ Ich nehme meinen Stift und starre auf das weiße Blatt Papier, das vor mir liegt. Ich weiß nicht, was die anderen über mich denken. Wahrscheinlich nicht mehr, als sie über andere denken. Und der eine...
  5. Holly

    Es war wie eine Sucht. Eine Begierde, welche immer stärker wurde. Ich konnte nicht aufhören. Ich verspürte weder Schmerz noch Mitleid, nur Macht, welche meinen Körper berauschte wie eine Droge, die mich unbesiegbar machte … Als ich Holly das erste Mal sah, erinnerte sie mich irgendwie stark an...
  6. Auf der Suche

    Das Rauschen der Bäume im Wind und das Knacken der Äste übertönte beinahe jeden anderen Ton, den er hätte vernehmen können. Es dämmerte und die Bäume standen wie kahle Säulen eng aneinander gedrängt, als würden sie jeden Eindringling von vornherein vertreiben wollen. Er passte jedoch überall...
  7. Der Krebs

    Weil du eine Antwort geben willst, die jedem weiterhilft, hilfst du niemandem weiter. Ich liebe es, wie du jedes Wort bedächtig wiegst und prüfst, bevor du es aussprichst, wie du mit andächtig-nachdenklichem Gesicht dastehst, deine hohe Stirn in Falten wirfst, und eine Wahrheit nach der anderen...
  8. Sinnen und Trachten

    Eine junge Hobbyautoren aus Klingenstadt, die allen nur als Lisa bekannt gemacht wurde, war unentwegt auf der Suche nach inspirativen Anekdoten gewesen. Für diese Ideen, die ihr niemals selbst in den Sinn gekommen wären aufzuschreiben, bediente sie sich aufs Geratewohl bei denjenigen Kollegen...
  9. High on ground

    Ein Summen im Kopf begleitete mich seit Wochen. Zuerst war es nur sehr gedämpft zu hören, nahm jedoch täglich an Lautstärke zu. Seit gestern ist es unglaublich laut! Zu meinem Erstaunen erkannte ich eine Melodie … so alt wie ich selbst - Tetris. Es ist unglaublich, wie schnell sich alles...
  10. Der Charakter der Musik

    Er verlässt den Raum. Blickt nach vorn. Sein Ziel ist ungewiss. Er weiß nichts. Er läuft los. Seine Kopfhörer sind sofort in seinen Ohren und die Musik beginnt. Seine Gedanken beginnen sofort zu fließen. Seine Emotionen werden vom Takt der Musik bestimmt. Sein Herz schlägt im Beat. Er ist...
  11. Zu zweit und doch allein

    Jetzt sitze ich wieder hier. Ich bin allein. Der starke Regen prasselt an mein Fenster. Die Blitze, die mich im Minutentakt immer wieder zucken lassen, folgen einem lauten Donner. Genau so sieht es in diesem Moment in mir aus. Ich fühle mich leer. Eine gefühlte Stunde sitze ich nun schon hier –...
  12. Beschwerlicher Heimweg

    Ich erwachte an einem Strand, noch angeschnallt in meiner Maschine. Mit leicht verschwommenem Blick fing ich langsam an, mir meiner Umgebung bewusster zu werden. Ich befand mich an einem abgelegenen Ort, weit und breit keine Ansiedlung, nur leise plätschernde Wellen, Sand und völlige Ruhe. Ich...
  13. Dunkelheit

    Dunkelheit. Nichts als allumfassende Dunkelheit. Du spürst sie regelrecht, spürst, wie die Finsternis dich förmlich erdrückt. Kein Geräusch durchdringt sie. Du fühlst dich taub, aller Sinne beraubt und verloren in der Finsternis. Zeit hat keine Bedeutung. Die Stunden vergehen, es könnten auch...
  14. Die Legende von J. M.

    „Opa, wer ist J. M.?“, fragte der Enkel seinen Opa beim Betrachten eines alten Fotos. Auf dem Foto waren zwei männliche Personen abgebildet, die vor einem Schiff standen. Den Mann auf der rechten Seite erkannte der Enkel, auch wenn dieser jetzt viel älter war. Doch er kannte den Mann, der an...
  15. L & R ll

    Rico kletterte die letzten Streben des metallenen Turmes hinauf. Von oben hatte er einen herrlichen Ausblick über die Brachlandschaft der umliegenden Industrieruinen. Er drückte seinen Körper eng an den kalten Stahl, spürte die angespannten Muskeln unter seiner Trainigsjacke. Die Fingerkuppen...
  16. Tagtraum Nr. 1

    Es liegt etwa drei Wochen zurück, als ich das letzte Mal einen dieser Träume hatte. Das besondere an dieser Sache ist, dass sie nicht nachts stattfinden sondern hauptsächlich am Tage. Es machte mich wahnsinnig. Verdammt, warum kommen diese verfluchten Träume mich immer dann holen, wenn ich am...
  17. Dienstagmorgen, elf vielleicht

    Zu lange schon, und ich will das nicht, weil ich es jetzt sowieso nicht kapieren werde und sie mir einfach die Unterlagen geben sollen und ich hier raus kann, und ich brauch das auch nicht, und wenn doch, ist es dann immer noch früh genug. Alle paar Minuten klicke ich den Bildschirmschoner weg...
  18. Whisky, Zigarettendunst und Jazzbesen

    Meine Finger krallen sich in die zerrissenen mit Leder überzogenen Armlehnen meines Sessels. Diese seltsame Unruhe, eine Art Aufgewühltheit, beschleicht mich schon seit Monaten. Seit dem ich die Miete nicht mehr zahlen kann, klingelt jede Woche mein glatzköpfiger, nach Bier stinkender Vermieter...
  19. Elena, meine Freundin

    Elena, meine Freundin Wild schlug ich um mich. Die Friseuse musste ihre spitze Schere in Sicherheit bringen. Mein Geheul und Gekreische drang durch die Schaufensterscheibe nach außen. Beruhigende Stimmen, deren Bedeutung ich in meiner Rage nicht wahrnahm, Hände, die mich auf dem Stuhl zu halten...
  20. Ballettschuhe

    Ballettschuhe Eine Kurzgeschichte aus meiner Kindheit Einleitung Wir schreiben das Jahr 1959 in Rumeln Kaldenhausen, ein kleiner Ort am Niederrhein, viel Milchwirtschaft, mehr Kühe als Einwohner und in einigen Kilometern Entfernung Rheinhausen mit den Krupp-Hüttenwerken, das war der Ort, in...
  21. Wehmeyers Reise

    „Niemand ist unersetzbar, Wehmeyer. Vergessen Sie das nicht.“ „Nein. Natürlich nicht, Chef.“ Wehmeyers Chef wippte in seinem Bürostuhl langsam vor und zurück. Er hielt einen Plastikkugelschreiber zwischen den Zeigefingern und blickte Wehmeyer darüber hinweg finster an. „Ich weiß nicht, ob Sie...

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