Was ist neu

sonstige

Genre: sonstige

  1. High on ground

    Ein Summen im Kopf begleitete mich seit Wochen. Zuerst war es nur sehr gedämpft zu hören, nahm jedoch täglich an Lautstärke zu. Seit gestern ist es unglaublich laut! Zu meinem Erstaunen erkannte ich eine Melodie … so alt wie ich selbst - Tetris. Es ist unglaublich, wie schnell sich alles...
  2. Der Charakter der Musik

    Er verlässt den Raum. Blickt nach vorn. Sein Ziel ist ungewiss. Er weiß nichts. Er läuft los. Seine Kopfhörer sind sofort in seinen Ohren und die Musik beginnt. Seine Gedanken beginnen sofort zu fließen. Seine Emotionen werden vom Takt der Musik bestimmt. Sein Herz schlägt im Beat. Er ist...
  3. Zu zweit und doch allein

    Jetzt sitze ich wieder hier. Ich bin allein. Der starke Regen prasselt an mein Fenster. Die Blitze, die mich im Minutentakt immer wieder zucken lassen, folgen einem lauten Donner. Genau so sieht es in diesem Moment in mir aus. Ich fühle mich leer. Eine gefühlte Stunde sitze ich nun schon hier –...
  4. Beschwerlicher Heimweg

    Ich erwachte an einem Strand, noch angeschnallt in meiner Maschine. Mit leicht verschwommenem Blick fing ich langsam an, mir meiner Umgebung bewusster zu werden. Ich befand mich an einem abgelegenen Ort, weit und breit keine Ansiedlung, nur leise plätschernde Wellen, Sand und völlige Ruhe. Ich...
  5. Dunkelheit

    Dunkelheit. Nichts als allumfassende Dunkelheit. Du spürst sie regelrecht, spürst, wie die Finsternis dich förmlich erdrückt. Kein Geräusch durchdringt sie. Du fühlst dich taub, aller Sinne beraubt und verloren in der Finsternis. Zeit hat keine Bedeutung. Die Stunden vergehen, es könnten auch...
  6. Die Legende von J. M.

    „Opa, wer ist J. M.?“, fragte der Enkel seinen Opa beim Betrachten eines alten Fotos. Auf dem Foto waren zwei männliche Personen abgebildet, die vor einem Schiff standen. Den Mann auf der rechten Seite erkannte der Enkel, auch wenn dieser jetzt viel älter war. Doch er kannte den Mann, der an...
  7. L & R ll

    Rico kletterte die letzten Streben des metallenen Turmes hinauf. Von oben hatte er einen herrlichen Ausblick über die Brachlandschaft der umliegenden Industrieruinen. Er drückte seinen Körper eng an den kalten Stahl, spürte die angespannten Muskeln unter seiner Trainigsjacke. Die Fingerkuppen...
  8. Tagtraum Nr. 1

    Es liegt etwa drei Wochen zurück, als ich das letzte Mal einen dieser Träume hatte. Das besondere an dieser Sache ist, dass sie nicht nachts stattfinden sondern hauptsächlich am Tage. Es machte mich wahnsinnig. Verdammt, warum kommen diese verfluchten Träume mich immer dann holen, wenn ich am...
  9. Dienstagmorgen, elf vielleicht

    Zu lange schon, und ich will das nicht, weil ich es jetzt sowieso nicht kapieren werde und sie mir einfach die Unterlagen geben sollen und ich hier raus kann, und ich brauch das auch nicht, und wenn doch, ist es dann immer noch früh genug. Alle paar Minuten klicke ich den Bildschirmschoner weg...
  10. Whisky, Zigarettendunst und Jazzbesen

    Meine Finger krallen sich in die zerrissenen mit Leder überzogenen Armlehnen meines Sessels. Diese seltsame Unruhe, eine Art Aufgewühltheit, beschleicht mich schon seit Monaten. Seit dem ich die Miete nicht mehr zahlen kann, klingelt jede Woche mein glatzköpfiger, nach Bier stinkender Vermieter...
  11. Elena, meine Freundin

    Elena, meine Freundin Wild schlug ich um mich. Die Friseuse musste ihre spitze Schere in Sicherheit bringen. Mein Geheul und Gekreische drang durch die Schaufensterscheibe nach außen. Beruhigende Stimmen, deren Bedeutung ich in meiner Rage nicht wahrnahm, Hände, die mich auf dem Stuhl zu halten...
  12. Ballettschuhe

    Ballettschuhe Eine Kurzgeschichte aus meiner Kindheit Einleitung Wir schreiben das Jahr 1959 in Rumeln Kaldenhausen, ein kleiner Ort am Niederrhein, viel Milchwirtschaft, mehr Kühe als Einwohner und in einigen Kilometern Entfernung Rheinhausen mit den Krupp-Hüttenwerken, das war der Ort, in...
  13. Wehmeyers Reise

    „Niemand ist unersetzbar, Wehmeyer. Vergessen Sie das nicht.“ „Nein. Natürlich nicht, Chef.“ Wehmeyers Chef wippte in seinem Bürostuhl langsam vor und zurück. Er hielt einen Plastikkugelschreiber zwischen den Zeigefingern und blickte Wehmeyer darüber hinweg finster an. „Ich weiß nicht, ob Sie...
  14. Am Tomasee

    „Und du gehst mit ihm!“, schrie ihr Stiefvater. Ein Gefühl der Freude überkam Helen, als sie in das Gesicht ihres erzürnten Stiefvaters blickte. Nie hätte sie gedacht, dass ihr Vergehen eine solch wunderbare Folge haben würde! Noch nie hatte sie ihren Stiefbruder auf den Piz Badus begleiten...
  15. Kei

    Kei schlief. Zumindest hoffte er, dass das, was er erlebte, einem Traum entsprang, denn alles andere hätte für ihn bedeutet, sich bereits in der Hölle zu befinden. Zitternd fuhr er aus dem Schlaf. Schweiß rann seine Stirn herunter und brannte in seinen Augen, während er schwer und unregelmäßig...
  16. Am Ende der Träume

    Maurizio ist tot. Noch sind sie sich nicht sicher, wie sie die Spuren in seinem Haus deuten sollen, dort, wo man kürzlich seine Leiche entdeckte. Es muss so ausgesehen haben, als hätte der Teufel mit ihm eine Abschiedsparty gefeiert. Maurizio war schon immer anfällig für die dunkle Seite...
  17. Armin, das Nilpferd

    “Guck dir den Fettsack an.” Der Kellner nickte zum anderen Ende der Theke, wo Armin saß. “Stopft sich das Schnitzel in die Backen, wie eine Mastsau im Pullunder. Ich wette in einem Jahr holt ihn die Feuerwehr mit einem Kran aus seiner Wohnung.” Seine Kollegin mit dem Pferdeschwanz, die neben ihm...
  18. Weckruf (neue Version)

    Zu Ende? Yes; das war sie, die erste Vorlesung des Tages. Ich strecke mich und sehe zur Uhr: Zwölf, High Noon; Okay, es reicht. Hab nicht viel mitbekommen von Harzers Theorien, bin groggy und beschließe, zu türmen. Weg vom Schweißgeruch der Anderen, raus aus dem muffigen Hörsaal und rein in den...
  19. Ein Sack Kartoffeln

    An Tagen wie diesen hättest du etwas Schönes erleben können, denkst du. Sie ziehen weiter und kommen niemals wieder, diese Tage, diese rasend schnell dahinziehenden Tage. Du bleibst, wo du bist, breitest dich auf deinem Sofa aus und denkst darüber nach, was du Schönes erlebt haben könntest. Ja...
  20. Der Wesenstest

    Ich mache mich bereit – der Ablauf sitzt. Ich gehe die Geschichte noch einmal durch. Ich wiederhole die Fragen – worauf muss ich achten? Signale, kurze Momente, ein Augenblick der Ablenkung und alles ist vorbei. Einkaufen ist nur etwas für Psychopathen denke ich mir. Aber so ist die Welt –...
  21. Pädagogen unter sich

    dd

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