Was ist neu

sonstige

Genre: sonstige

  1. Am Tomasee

    „Und du gehst mit ihm!“, schrie ihr Stiefvater. Ein Gefühl der Freude überkam Helen, als sie in das Gesicht ihres erzürnten Stiefvaters blickte. Nie hätte sie gedacht, dass ihr Vergehen eine solch wunderbare Folge haben würde! Noch nie hatte sie ihren Stiefbruder auf den Piz Badus begleiten...
  2. Kei

    Kei schlief. Zumindest hoffte er, dass das, was er erlebte, einem Traum entsprang, denn alles andere hätte für ihn bedeutet, sich bereits in der Hölle zu befinden. Zitternd fuhr er aus dem Schlaf. Schweiß rann seine Stirn herunter und brannte in seinen Augen, während er schwer und unregelmäßig...
  3. Am Ende der Träume

    Maurizio ist tot. Noch sind sie sich nicht sicher, wie sie die Spuren in seinem Haus deuten sollen, dort, wo man kürzlich seine Leiche entdeckte. Es muss so ausgesehen haben, als hätte der Teufel mit ihm eine Abschiedsparty gefeiert. Maurizio war schon immer anfällig für die dunkle Seite...
  4. Armin, das Nilpferd

    “Guck dir den Fettsack an.” Der Kellner nickte zum anderen Ende der Theke, wo Armin saß. “Stopft sich das Schnitzel in die Backen, wie eine Mastsau im Pullunder. Ich wette in einem Jahr holt ihn die Feuerwehr mit einem Kran aus seiner Wohnung.” Seine Kollegin mit dem Pferdeschwanz, die neben ihm...
  5. Weckruf (neue Version)

    Zu Ende? Yes; das war sie, die erste Vorlesung des Tages. Ich strecke mich und sehe zur Uhr: Zwölf, High Noon; Okay, es reicht. Hab nicht viel mitbekommen von Harzers Theorien, bin groggy und beschließe, zu türmen. Weg vom Schweißgeruch der Anderen, raus aus dem muffigen Hörsaal und rein in den...
  6. Ein Sack Kartoffeln

    An Tagen wie diesen hättest du etwas Schönes erleben können, denkst du. Sie ziehen weiter und kommen niemals wieder, diese Tage, diese rasend schnell dahinziehenden Tage. Du bleibst, wo du bist, breitest dich auf deinem Sofa aus und denkst darüber nach, was du Schönes erlebt haben könntest. Ja...
  7. Der Wesenstest

    Ich mache mich bereit – der Ablauf sitzt. Ich gehe die Geschichte noch einmal durch. Ich wiederhole die Fragen – worauf muss ich achten? Signale, kurze Momente, ein Augenblick der Ablenkung und alles ist vorbei. Einkaufen ist nur etwas für Psychopathen denke ich mir. Aber so ist die Welt –...
  8. Pädagogen unter sich

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  9. Miewie, Tüti und das Dobbitop

    „Miewie, es hat geklingelt.“ „Ja, hab ich gehört.“ „Wer ist das?“ „Weiß nicht.“ „Gehst du?“ „Nö.“ „Dann geh ich.“ „Miewie !“ . . . „Mliewie!“ „Jaha!“ „Es ist ein Paket gekommen!“ „Guhut!“ . . . „Hast du ein Dobbitop bestellt?“ „Was?!“ „Hast du ein Dobbitop bestellt?!“ „Nein!“ „Was?!“...
  10. Die erste Grosse Liebe

    Alles begann mit dem Salatdressing. Französisches Salatdressing, welches ich noch schnell hätte mitbringen sollen, was ich aber nicht konnte, weil ich mal wieder kein Geld dabei hatte. Die Zeit wäre ohnehinn knapp gewesen. Ich war gerade am Bahnhof angekommen als er mich per SMS darum bat...
  11. Warum eigentlich nicht, Egon?

    "Wenn alle Menschen ein glückliches Leben führen wollen, warum tun sie es dann nicht einfach?" Meine 10-jährige Neffin schaut mich fragend und zugleich fordernd an. Der Himmel liegt in anonymen Weiß über der Stadt. Es ist nass. Wir besuchen den Weihnachtsmarkt. Und ich weiß nicht, was ich ihr...
  12. Nachlassverfahren 238709k014

    Ein Todesfall - grauenvoll. Die Beerdigung – grauenhaft. Ein Martyrium das höchstens ein stattliches Erbe lindern kann. Und bei den meisten Erbschaften steht am Anfang ein Testament, in diesem wiederum ein Erbe steht. So auch bei Witwe B. . „Hans B., verstorben. Er hinterlässt zwei Kinder, 12...
  13. Kopflos in London

    Mystery-Krimi Es war eine regnerische Nacht im Mai, und die Straßen waren nahezu leer. Kaum ein Mensch war in der großen Stadt unterwegs. Die Glocke des Big Ben hallte durch die Dunkelheit. Plötzlich ertönte zwischen dem Klang ein fürchterlicher Schrei. Eine junge Frau hatte in einer...
  14. Sperling

    Sperling Auf ihrem Dach sitzt jeden Tag, abends kurz vorm Abendbrot, ein Spatz. Er hockt dann da und piepst nicht, oder tut sonst irgendetwas Nennenswertes. Eigentlich, so scheint es, ist er nur damit beschäftigt an den Abenden auf ihrem Dach zu sitzen und Spatz zu sein. Aber es ist kein Spatz...
  15. Fluch der Schönheit

    Es ist noch früh. Sie steht mit verschränkten Armen und hochgeschlagenem Kragen am Bahnsteigrand und schaut auf die stillen Schrebergärten hinunter. Die Schläfrigkeit macht ihr Gesicht sinnlich – es wirkt, als würde sie permanent genießen. Unter der Mütze quellen ihre braunen Haare mit dem...
  16. Eine kurze Geschichte

    Déjà-vu Wenn ich in die Verlegenheit komme, mir in einer Buchhandlung ein Buch anzusehen, lese ich immer den ersten und den letzten Satz. Die beiden müssen stimmen, mich sofort höchstpersönlich ansprechen – nur dann bekommt das Werk Gelegenheit, von mir gelesen zu werden. Das geschieht sehr...
  17. Scherben und Fragezeichen

    Retrospektiv hätte ich niemals gedacht, dass die Scherben meines zerstörten Lebens so messerscharf und zahlreich sein würden. Scharf wie ein Messer – so glitt auch dieser alles verändernde Tag durch das, was ich neunzehn Jahre lang MEIN Leben genannt hatte. Ein lächerliches Possessivpronomen aus...
  18. Wie jedes Jahr

    Sie sitzt am Fenster und starrt hinaus, sieht den Schneeflocken beim Tanzen zu. Wie gerne wäre sie eine von ihnen, wie gerne würde sie all die Last abwerfen und endlich wieder frei sein. Seit seinem Tod ist sie nicht mehr dieselbe. Alles, was sie noch fühlt ist diese unbeschreibliche Leere und...
  19. Erklär mir zwei

    Die kleinen Füße tapsten barfuß über den kalten Steinboden. Der kleine Körper war in eine hellblaue Plüschdecke gehüllt, die mit weißen Punkten übersäht war. Es war definitiv zu viel Plüsch für zu wenig kleine Arme und kleiner Körper, deshalb schleifte ein Großteil des Plüsches hinter ihr her...
  20. Der einsame Wanderer

    Es war Samstagnacht. 1.25 Uhr. Der einsame Wanderer ging durch die Strassen der Stadt auf dem Weg zum Nachtkiosk an der Kreuzung 500m von seiner Wohnung entfernt. Er war alleine, wie immer. Seit seine Freundin ihn verlassen hatte war er allein gewesen. Wann sie ihn verlassen hatte wusste er...
  21. Und doch eine Todesart vom Wühltisch

    Das singende Licht entfernt sich. Das Schwarz des Tunnels wird zu dem diffusen Rotbraun, das man sieht, wenn die Sonne auf die geschlossenen Augen scheint. Aus dieser Dunkelheit schält sich allmählich das verkrampft gefasste Gesicht einer Frau. Eine tapfere Träne klettert über ihre Wange und...

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