Was ist neu

sonstige

Genre: sonstige

  1. Mea

    „Breite deine Arme aus, lass dich nicht fallen in das Tal der Toten, halte fest am Grat der Hoffnung, am dünnen Band auf dem du gehst, und wende deine Augen nie vom“-„Chjachjaa! Du hast doch keine Flügel. Falle, falle in das Tal der Toten, schau vorwärts, ins dunkle Nichts. Wo ist da Hoffnung...
  2. Jagdzeit

    Jagdzeit. Reißzeit. Fleischzeit. Wir jagten. Durch den lichten Wald. Die Beute vor uns in Sichtweite. Noch trieben wir sie nur vor uns her. Wir machten sie müde. Uns auch. Noch war ein deutlicher Abstand zwischen ihr und uns. Wir waren zu dritt. Mein Herz schlug rasch aber nicht zu rasch...
  3. Sie

    Robert saß zusammengekauert in einer Ecke des schwach beleuchteten Schlafzimmers. Seine Arme umklammerten die angewinkelten Beine und das Kinn stützte er auf seinen Knien auf. Sein ganzer Körper schien wie gelähmt und in dieser Position gefangen. Ein immer wiederkehrender Schmerz breitete sich...
  4. Herr R.

    Herr R. trug schwarz. Wie immer. Langsam und unter ohrenbetäubendem Quietschen wurde der Sarg in das Grab gesenkt. Die Menschen standen da, schweigsam, den Blick nach unten, in Trauer. Nur ein Mann in der allerletzten Reihe sah ungerührt zu, wie der Sarg eingelassen wurde. Herr R. Herr R. trug...
  5. Ein Sommer noch

    Nein. So machte das keinen Spaß - das mit dem Leben. Sie hatte schon so oft versucht das zu ändern. Es bunter zu machen, damit endlich der Frühling kommen konnte. Aber es hatte nie funktioniert. Es blieb Winter in ihrer schwarz-weißen Welt. Sie saß in ihrer leeren Badewanne, die Beine angezogen...
  6. Der rote Seeigel

    * * * Seeigel sind keine Stachelschweine. Sie suchen keine Nähe. Das Einzige, was sie tun, ist am Grunde des Ozeans zu leben und dort zu verharren, bis sie eines Tages sterben und ein anderer Meeresbewohner sich ihre Hülle zur neuen Behausung macht. Schuhwerk Der kleine Pfad, der sich...
  7. Der ekelhafte Frei

    Der ekelhafte Frei „Gib mir das Mädchen“, forderte Hans-Jakob Frei und lachte niederträchtig. Er besaß das südliche Landgut, welches ein riesiges Anwesen war. „Hab ich einen Erben mit ihr gezeugt, sind deine Schulden vergessen, Eckbert!“ Frei wirkte wie ein Wildschwein: Ein fetter Bauch, ein...
  8. Sex in the City

    Mir ist es zu laut hier. Mein Herz bummert mit der Basslinie. Die Boxen stehen schwarz und arrogant neben der Bühne, als könnten sie Herzen zerspringen lassen wie die Stimme Gottes. Und ich bin nicht mal mit der Sängerin zusammen, sondern nur mit der Bassistin. Die Sängerin ist ein Derwisch...
  9. Die Höhle

    Es wurde langsam dunkel. Die Sonne senkte sich hinter die Bäume und in unserer Zuflucht kamen die Schatten aus ihrem Versteck. Etwa zwei Meter unter unserer Zuflucht grollte, knurrte und bellte es hin und wieder, und ich spähte hinunter. Die Hunde saßen noch immer auf ihrem Wachposten...
  10. 4 1/2 Minuten

    Ich weiß, John McLean wird gleich kommen und er wird mir den Schmerz nehmen, wie er es all die 9 Jahre zuvor gemacht hat. Wenn er kommt wird alles gut und wenn er geht, werde ich wissen, ob es für mich weitergeht. Es hat eine drückende Hitze an diesem Junitag, ich liege am Rücken und blicke in...
  11. Prolog (Nächtlicher Ausflug)

    Timmy Nolin war sechs Jahre alt, als er den ersten nächtlichen Ausflug seines Lebens machte. Es war Freitagnacht, Timmys Eltern schliefen bereits, er konnte jedoch nicht schlafen. Timmy lag in seinem Bett mit seinem Teddy unter dem Arm und starrte an die Decke. Er beschloss aufzustehen und sein...
  12. Paparazzi

    Schon wieder Blut im Waschbecken. Scheiße. Egal. Weitermachen. Kotzen. Wie lange geht das jetzt schon? Jahre, was sind das? Zeit? Was ist das? Die Zeit vom letzten großen Erfolg bis heute? Welcher große Erfolg überhaupt? Ich taste in der Dunkelheit meiner Handtasche nach meiner Hauptbeschützerin...
  13. Die Klinge

    Die Klinge Als er in den Zug stieg und ein Abteil nach dem Anderen durchquerte, sah er einen Jungen, den er gleich wieder erkannte. Seine roten Haare und die blasse Haut, hätte er auch nach Hundert Jahren nicht vergessen. Der Junge lehnte mit dem Kopf an der Scheibe und die orangefarbenen...
  14. Die letzte Kunst

    "So, ihr Küken. Jetzt könnt ihr fast alles, was ihr zum Überleben braucht. Und es hat euch Spaß gemacht! Oder?" "Ja, Herr Kommandant." "Ich kann euch nicht hören, ihr Hohleier! Lauter! Es hat euch doch Spaß gemacht!" "Jawoll, Herr Kommandant!" "Geht doch!" Gruul zauste an seinem Kopf herum...
  15. Serie Ort: Kreuzung, Opfer: VW Golf Fahrer, Verletzung: Hals, Weapon of Choice: Eiskratzer

    Ich habe mich mehrere Stunden bei IKEA rumgetrieben, auf der Suche nach einem neuen Badezimmerschrank. Am Samstag. Schlechte Idee. Verdammt schlechte Idee. Kurz davor, mir kreischend die Pulsadern aufzubeissen, habe ich die Flucht vor den tausenden hinrtoten Arschlöchern ergriffen, die das...
  16. Eine Geschichte ohne Ende

    Es war einmal ein "Es war einmal...", das nichts rechtes gelernt hatte. Daher wusste "Es war einmal..." auch nur wenig mit sich und seiner Zukunft anzufangen, als sich der bedrohliche Zustand der Volljährigkeit einstellte. Die Suche nach einer ein- und erträglichen Möglichkeit des Broterwerbs...
  17. Serie Ort: Zuhause, Opfer: Callcenterdame , Verletzung: Zähne, Ohr, Weapon of choice: Zange

    "Wir nehmen uns Zeit für unsere Kunden. Haben sie daher Verständnis, wenn es dadurch zu längeren Wartezeiten kommen kann." Seit geschlagenen siebeneinhalb Minuten höre ich mir nun schon diesen Scheißspruch an und wäre mittlerweile ohne mit der Wimper zu zucken imstande die Population einer...
  18. Gespräche im Dunkeln oder: Das Ding

    „Ich weis auch nicht, was passiert ist.“, sagte ich und sah meinen Bruder an, der völlig schockiert drein schaute. „Ich bin auch nur dagesessen und habe gefressen. Dann packte mich etwas von hinten und mit einem Mal wurde alles um mich herum grell und dann wieder dunkel. Jetzt wo ich hier bin...
  19. Serie Ort: Supermarkt, Opfer: Alte Frau, Verletzung: Hals, Weapon of Choice: Zähne

    Milch, Brot, eine Flasche Stolichnaya Vodka, Katzenfutter und Katzensand. Ich werfe einen letzten Blick auf meinen Einkaufszettel um mich zu vergewissern, dass ich auch alles habe, ehe ich mich an einer der endlosen Schlangen an der Kasse einreihe und kurz davor stehe, meine Hirntätigkeit auf...
  20. Risse im Spiegel

    Ich lebe schon lange alleine in meiner kleinen Wohnung. Es ist eine trostlose Stadt. Große graue Häuser, eckige Kästen die in den Himmel ragen. Es gibt nur wenig Farbe, alles ist grau und trübe, hellgraue Straßen, dunkelgraue Häuser, die graue Kleidung der Leute und die grauen Wolken am Himmel...
  21. Karamelldinosaurier

    In einer der ruhigen Straßen der Stadt steht ein Haus aus rotem Backstein. Die quadratischen Kastenfenster schauen auf die überdachten Spielplätze des benachbarten Kindergartens. Ich habe gehört, dass die Ureinwohner von Samoa (einer kleinen Südseeinsel) ihre Häuser zwar mit Dächern, aber ohne...

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