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sonstige

Genre: sonstige

  1. Der poetische Funken

    Thorsten fickt meine Freundin. Das Bild ist so falsch und gleichzeitig so stimmig, dass ich von diesem Widerspruch gelähmt bin. Ich stehe einfach nur im Türrahmen und glotze die beiden an, wie sie es auf Patricias Sofa treiben. Patricia liebt dieses pinkfarbene Ungetüm. „Oh, fass mal an, so...
  2. Die Geschichte von Camillo

    Ich war in meiner Box. Ich war glücklich, bis sie gekommen sind. Ich habe den Kopf zur Box rausgestreckt und fröhlich gewiehert, als ich die Leute gesehen habe, die mir "Hallo" sagen kamen. Hinter ihnen habe ich Reitschüler gesehen, die geweint haben. Ich habe Wörter gehört, die ich nicht...
  3. Das Rennen

    Pferde schnaubten, Menschen riefen Befehle und die Sonne brannte unerbittlich. Ich glaubte, in der Hitze umzukommen. Der Schweiß rann mir über das Gesicht. Ich ging noch einmal um den Wagen herum, überprüfte jede Schraube. Alles war dort wo es hingehörte. Das Rennen konnte beginnen. Ich stellte...
  4. Einmal Streuselkuchen mit Salz

    Eine gute Beschäftigung auf Dementenabteilungen ist das Kuchen backen. Demente Menschen können sich noch gut an Tätigkeiten erinnern die sie früher ausübten. Vielleicht bekommen sie, nicht immer als so gut hin. Merken sie das, sollten Demnte nicht unbedingt daran erinnert werden, dass früher...
  5. Hell Yeah, Baby!

    Es hätte eigentlich klar sein müssen, dass ich keiner dieser Männer für eine Nacht bin. Ich meine, seht mich an: ich strahle Klasse aus. Das Hemd von Armani, die Hose von Dolce. Jede Frau, die auch nur halbwegs etwas von Mode versteht, könnte ich mit meinem Auftritt vor Neid zum Platzen bringen...
  6. Rückkehr

    Die Tür fällt ist Schloss. Ein lauter Knall und Einsamkeit. Der Wind heult. Da sind die grauen Mauern. Stein, Holz, Metall, Kälte. Da ist sie. Jung, blond, schön, Wärme. Gegensätze ziehen sich an. Diesmal nicht. Eine laute Begrüßung. Ein „Hallo“ und ein „wie geht’s dir?“. Ja, wie geht’s ihr...
  7. Abendsonne

    Michael wusste: Die Hölle existiert. Sie existierte für einen geliebten Menschen, in einem kahlen Raum, der nach Altenheim riecht. Michaels Großmutter hatte vor sechs Monaten einen Schlaganfall. Vor einigen Jahren konnte er sich noch gut mit ihr unterhalten, doch nun war sie kaum noch in der...
  8. Nach Schmetterlingen haschend

    Leise fluchend zog Maria mit einem schmatzenden Geräusch ihren Fuß aus dem Morast in dem sie bis zu den Knöcheln versunken war. Ihre weißen Lackschuhe, die vor wenigen Augenblicken noch vor Sauberkeit strahlten, waren über und über mit Schlamm bedeckt. Die lavendel farbenen Socken die perfekt zu...
  9. Der Verfolgte

    Es fiel noch kein Schnee, doch der Nachthimmel war mit dicken Wolken bedeckt. Im Osten wurden sie in ein Unheil verkündendes Rot getaucht. Dumpfe Detonationen, wie Gewittergrollen, erklangen in der sonst stillen Nacht. Die Front kam näher und mit ihr, Tod und Verderben. Er lief und unter...
  10. Peng, du bist noch nicht tot

    Breit lächeln! Zu spät. Er steht inzwischen zu dicht vor mir und kann es nicht mehr sehen. Er ist größer als ich und riecht nach Arbeit. Seine Hände liegen auf meinen Schultern. Er schüttelt mich. Dann die Faust. Meine Nase kracht und ich wanke, falle, rückwärts, zu Boden. Flimmern. Seine Augen...
  11. Der Augenblick

    Zwei Elemente. Beide zum Leben benötigt. Luft und Wasser. Nur verschiedene Stoffzusammensetzungen. Lebenswichtig. Ich atmete tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Es bildeten sich Luftblasen im Wasser, die rasch an die Oberfläche traten. Hatte ich das gerade zum letzten mal in meinem...
  12. Der Einzige

    Sie stand in der Küche, die Augen weit geöffnet, der Blick erschrocken. Sie setzte sich und begann, den Brief noch einmal zu lesen. „Ich kann es nicht glauben“, dachte sie, während sie die Worte wieder und wieder anstarrte. Drei Jahre hatte sie auf diesen Brief gewartet. Drei lange Jahre. Und...
  13. Unschuld

    Sanfter Wind blies mir über das Gesicht. Ich öffnete die Augen und stand langsam auf. Wo war ich? Ich sah mich um und merkte, dass ich auf etwas stand, was schwebte. Es war blanker Fels unter mir und er schwebte direkt auf fliegende Berge zu. Hinter den Bergen sah ich die Sonne aufgehen. Es war...
  14. Lehrbuch des Räubers

    Vorwort Dieses Buch widme ich all jenen, die von den geizigen Pfeffersäcken und den brutalen Wachsoldaten tagtäglich geächtet, unterdrückt und gedemütigt werden! Diese Fibel des Räubers soll jenen helfen, die von der breiten Bürgerschaft ausgestoßen und verpönt werden. Jene, die keine...
  15. Angemacht

    Ich fand sie wirklich süß. Sie hatte lange braune Locken, volle Lippen und sie trug eine lässige blaue Mütze, die schief aufsaß. Alles Dinge, die mir signalisierten, dass die in Frage stehende Person weder eine graue Maus noch eine eingebildete Spießertussi war. Sie stand am Rande der...
  16. Personal pro Nomina

    Es war einmal. Es ist nur einmal. Einmal wurde es. Denn es gibt es auch nur einmal. So wie es einmal eben auch nur einmal gab. Es ist angestellt bei Personalpronomina. Dort herrscht ziemliches Chaos. Sie ging mit ihr und wir waren mit uns schon per du. Ich war es, der das eingefädelt hatte. Ach...
  17. Das Leben liebt sie nicht

    „Wer bist du?”, fragte sie ihr Spiegelbild. Eine blasse, magere Gestalt blickte ihr entgegen. Die langen, dunklen Haare umrahmten das knochige Gesicht und sie trug ein dünnes, schwarzes Sommerkleid. In ihrem Blick lag soviel Schmerz. Sie wischte die Tränen weg, die in ihren Augenwinkeln...
  18. Großvaters Konversationsratschläge

    Einige weitschweifige Ausführungen, die sich anfangs um Empfehlungen meines Großvaters in Sachen Konversation drehen, dann aber eine überraschende Wendung erfahren Wir befanden uns in dem alten Wohnzimmer meines Großvaters und verbrachten die Zeit mit Plauderei. Wir lachten viel und nahmen...
  19. Blindgänger

    „Gibt es diese Monster wirklich?“ „Ja, es gibt sie. Sie lauern in den kleinen, dunklen Ecken deines Lebens, sie verstecken sich, damit du sie nicht sofort siehst. Aber wenn der richtige Augenblick gekommen ist, dann springen sie aus ihrem Versteck hervor und schnappen mit ihren spitzen Zähnen...
  20. Geschichtenerzähler

    „Ich möchte noch eine Geschichte hören bevor ich einschlafe. Ließt du mir noch eine vor, Papa?...Bitte!“ „Also gut, aber bloß eine, danach ist Schluss. Es ist schon spät und deine Mutter wird sonst sauer, wenn du noch so lange auf bleibst.“ Er nimmt sich das Buch von der Kommode neben der Tür...
  21. Verlangen

    Nun versuche ich es schon seit vielen Monaten. Immer noch nicht habe ich das, wonach ich mich sehne, genau im Blick. Und der fixiert nun zuallermeist den Bildschirm meines Notebooks. Diesen Weg zu nehmen, erschien mir Anfangs überaus vielversprechend, vor allem aus eigentlich praktischen...

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