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sonstige

Genre: sonstige

  1. Serie second chance I- Geständnis

    Second chance I- Geständnis So schnell ich konnte polterte ich die Treppe hoch, rannte den kurzen Flur entlang und blieb dann schließlich vor seiner Zimmertür stehen. Kurz klopfte ich, drückte den Türgriff hinunter. Abgeschlossen. „Tom! Tom, mach die Tür auf!“ Keine Reaktion. Ich klopfte noch...
  2. Monokino

    „Ich gehe ins Kino.“ „Mit wem?“ „Allein.“ „Allein?“ Meine Mutter trat erstaunt aus der Küche in den Flur und blickte mich fragend an. Sie hielt ein Geschirrtuch und eine Bratpfanne in der Hand. „Warum denn das?“ Ich zuckte die Schultern und schlüpfte in meine Schuhe. „Keine Ahnung. Ich habe eben...
  3. Simone

    Er hatte gehofft, es würde aufhören. Hatte, naiv wie er war, tatsächlich daran geglaubt, dass es endlich seine Spuren an ihm hinterlassen würde. Das, was geschehen war wegen seiner einen tödlichen Unachtsamkeit. Doch in dem Augenblick, als das Wasser wieder seine Haut benetzte und von der...
  4. Jedermann ist eine Insel

    Sand lag neben seiner Frau und holte sich einen runter. Sie schlief mit dem Rücken zu ihm, das Fenster stand offen und Nachtluft kühlte Sands Stirn. Er hatte Zeigefinger und Daumen um die Vorhaut gepresst und rubbelte. Dabei dachte er an sie. Das Laken, das seine Beine bedeckte: luftig...
  5. Irre

    Irre I Es ist Samstag. Ein Tag, an dem Frau Schweiger ihren morgendlichen Kontrollgang zu früher Stunde zu vergessen scheint. Trotzdem wache ich bereits um halb sieben auf, nun schon an die frühe Zeit gewöhnt. Regen. Ich stelle mich ans vergitterte Fenster und schaue zu, wie Wasser aus dem...
  6. Eine Stunde und sieben Minuten

    Sanna schrieb. Sie schrieb, ohne über ihren gestrigen Streit mit Tom nachzudenken. Bei dem, was sie ihm alles an den Kopf geworfen hatte, müsste sie jetzt eigentlich vor seiner zugeschneiten Tür stehen und bibbernd vor Kälte darauf warten, dass er sie öffnete. Und obwohl Sanna wusste, dass Tom...
  7. Frühlingsgefühle

    Die Sonne strahlte, die wenigen Wolken, die am Himmel zu sehen waren, schienen ihr freiwillig aus dem Weg zu gehen, und die Vögel zwitscherten. Es war ein wunderbarer Sonntagnachmittag im Frühling. Er spazierte durch die Straßen, schlug den Kragen hoch und vergrub seine Hände anschließend wieder...
  8. Klassentreffen

    19.00 Uhr “Dich hätt’ ich NIE erkannt!” “Mensch, du hast dich überhaupt nicht verändert!” Umarmungen, Schulterklopfen, Lachen. Ein Pulk gutgekleideter Leute Ende Dreißg, die vor ihrer ehemaligen Schule stehen und nach den ersten überschwenglichen Begrüßungen etwas betreten in den Schulgarten...
  9. Vertrau mir

    Ihre Blicke folgen jeder meiner Bewegungen. Sie sagt kein Wort, will keinen Streit riskieren. Ich hole mir aus dem Kühlschrank noch eine Flasche, lass mich dann wieder auf das Sofa fallen. Räuspern. „Stefan, du weißt, dass wir morgen zur Hochzeit fahren wollen?“ „Natürlich!“ Ich schnipse den...
  10. Der letzte meiner Art

    Es war der dritte Abend, an dem meine Frau nicht zu hause war, weil sie bei meiner Tochter im Krankenhaus wachte. Die Arme hatten einen Magen und Darm Infarkt und war an einem Tropf gefesselt. Ich war also daheim und nur das Schnarchen meines treuen Hundes und das Grunzen meines drei Wochen...
  11. Niemand

    weg
  12. Realität

    „Warum, frage ich Sie, wird der Tod in der Populärkultur so sehr mit Bedeutung aufgeladen?“ Professor Tubran legte die Hände auf das Pult und ließ seinen Blick über die dicht besetzten Ränge schweifen. Einige seiner Studenten saßen auf der Treppe. Kein Zweifel, sein Kurs war gefragt. „Ein paar...
  13. Statt

    Wann.
  14. Der Dämon und die Rose

    Der Dämon und die Rose Shinji hatte oft darüber nachgedacht, wie er es ihr sagen sollte. Seufzend liess er sich auf der Strohmatte nieder, die er vor sich ausgebreitet hatte, stützte seine Laute auf einem Knie ab und begann, gedankenverloren einzelne Saiten zu zupfen. Er spielte die Melodie...
  15. Marathon

    Marathon Ich betrachte meine Füsse, meine nackten Füsse (die Schuhe habe ich bereits am Anfang weg geworfen, weil sie mich gestört haben) und siehe den Tränen zu, die hin und wieder nach dem unweigerlichen Gesetz der Schwerkraft darauf tropfen. Noch ringe ich nach Luft, mein Kopf pocht so sehr...
  16. Der Blumengiesser

    Der Blumengiesser Vom sanften Schaukeln und Rütteln des Zuges werde ich schläfrig. Mein Kopf sinkt schwer in die Lehne, die Lider fallen mir zu. Geschafft von den Anstrengungen des Tages strecke ich meine Beine – ich bin die Einzige im Abteil. Die Arme baumeln herunter, von aller Anspannung...
  17. Herpes

    Nun ist sie gegangen. Einfach so. Eines Tages wacht man auf und spürt ganz genau, dass sich etwas verändert hat. Ein schleichender Prozess sei dass, so sagen die Anderen. So etwas kommt nicht von jetzt auf gleich. Probleme, Ignoranz und Eitelkeiten können ein Zusammenleben belasten. Aber warum...
  18. Schnädelbach

    Auf einmal traf ich Schnädelbach. Er zog mich in eine Nebenstraße, drängte mir den Besuch eines kleinen italienischen Cafes auf und ich entschloß mich, ihm nachzugeben. Einige Tische und Stühle standen vor dem Lokal auf der Straße. Schnell setzten wir uns in den Schatten des Hauses hinein. Die...
  19. Von der ordnenden Macht fallenden Schnees

    „Das Haus ist jetzt zu groß für mich allein.“ Die Worte schwebten im Flur, nisteten sich in der Luft ein, hallten von den Wänden wider. Und langsam, schneckengleich, noch während sie weiterredete und weiterging, da kamen sie wieder, verfolgten sie, sickerten in ihr Bewusstsein. Allein. Vollends...
  20. Drive-in

    Detroit – Motor City. Seit Henry Ford ab 1909 hier mit der Produktion seines T-Modells begann, schwang sich die Stadt, an der Meerenge, zur Hauptstadt der US-amerikanischen Automobilindustrie auf. Jeder in dieser Stadt arbeitete entweder selbst in einer der zahlreichen Fabriken oder hatte...
  21. Ein Tag im Juni

    Er schaute durch das Fenster nach draussen, als wär es das einzige auf der Welt. Es war seine zehnte Sitzung, hätte aber auch seine erste sein können, denn alle liefen gleich ab. Er kam drei Uhr nachmittags in den Raum, begrüßte Mr. Stevens und setzte sich auf den Stuhl am Fenster. Eigentlich...

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