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sonstige

Genre: sonstige

  1. Kugelblitz

    Kugelblitz Heisser Spätsommer, August 2005, halb acht Uhr abends. Ich sitze mit Monika auf unserem weinroten Sofa. Monika liest ihren Krimi von Mankell und ich knabbere gelangweilt an einigen Kartoffelchips herum. Heute fühle ich mich sehr müde und abgespannt, da ich einen anstrengenden...
  2. Wichtige Nachricht für Helga

    Liebe Helga, ich weiß, daß Du es nicht verstehen wirst - weil Du mich ja nie verstanden hast - aber lies diese Anweisungen bitte bis zum Ende durch (geht auf der Rückseite weiter!) und befolge es GENAU. Mit GENAU meine ich Wort für Wort und nicht wie beim letzten Kühlschrankabtauen, als die...
  3. Die Goldfisch-Methode

    Wissen Sie, wie viel Ihr Leben wert ist? Ich weiß es. Vor zehn Jahren traf ich eine Abmachung mit einem Jungen. Heute ist er vierundzwanzig, Auftragskiller und sitzt mir gegenüber; seine Hand hält eine Magnum, deren Lauf zwischen meine Augen zielt. In seinem Gesicht erkenne ich so etwas wie...
  4. Freiheit

    Es war einmal ein kleines Mädchen, das Lilian hieß. Lilian wohnte in einem großen Haus. Sie hatte ein wunderschönes Zimmer, indem sich die schönsten Spielsachen befanden, die sich ein kleines Mädchen wünschen konnte. Sie hatte sehr liebe Eltern, die jeden Tag lustige Spiele mit ihr machten, ihr...
  5. Der Duft der Professionalität

    Für Juliane, meine gutmütige hübsche Kritikerin Ich arbeite in einem Unternehmen in New York City, das Immobilien kauft und verkauft. Der Job ist gut bezahlt, jedoch muss ich oft Überstunden machen. Mein Büro ist im zwölften Stock eines Hochhauses nahe des Empire State Buildings, von wo aus man...
  6. Ein Tag im Paradies

    Ein Tag im Paradies Hans Volker Holler Das Aluminiumboot, el deslizador, lag am Ufer vor den Hütten. Der Fluß führte in diesen letzten Januartagen nur wenig Wasser, auf dem sich die Nachmittagssonne rot-golden wiederspiegelte. Die grüne Farbe des Schiffsbuges lockte die kleinen zitronen-gelben...
  7. Chelo

    Chelo Hans Volker Holler Vor eineinhalb Jahren lernte ich ihre Mutter kennen. Auf der vom Fluß abgewandten Seite des Hauses war ich mit dem Füttern der Hühner beschäftigt. Wie aus dem Boden gewachsen stand die Indianerin vor mir. „Gringo“, sagte sie „bitte setze mich über. Bring mich mit...
  8. Surfen mit Goethe

    Die großen Magier unserer Zeit sind die EDV-Spezialisten. Wie durch ein Wunder zentrieren sich unsere Texte, geben wir das magische Wort richtig ein. Schon eine kleine Leertaste zuviel, der Zauber verfliegt ins Nichts, und wir sitzen vor dem, was einmal unser Text gewesen ist, halb offenen...
  9. Hochzeit

    Er ist froh, dass die Braut wenigstens fett ist. Als sie mit dem Vater den Gang zum Altar entlang trampelt, wirkt sie jedenfalls ausgesprochen fettleibig. Das Kleid quetscht die Brüste bis zum Kinn, die speckigen Schultern ragen wie eklige Schwimmflügel aus diesem Rüschentraum. Er sieht zu...
  10. Serie Anna Irene: Achterbahn (20)

    … jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage … Rosa Luxemburg, 1918 Anna Irene stellt ihre Schultasche ab und dreht sich zu Uschi um, die mit zwei Plastiksäcken zur Schule gekommen ist. »Was hast du denn da heute mitgeschleppt?« Uschi nimmt grinsend...
  11. Heimweg

    „Die Keenger mösse jetz no hus gohn. Et es schon ärsch spät, on drusse wöddet schon langsam düster.“ Mit diesem Befehl der Bäuerin wurde unser >Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel< jäh unterbrochen. Im Kampf um die Positionen hatten wir doch glatt die Zeit vergessen. Etwas widerwillig räumten wir...
  12. Herr Physik.

    In der Ferne hört man leise eine Turmuhr zum zwölften Mal schlagen. Die fast vollständige Klasse rutscht nervös auf ihren Sitzen herum. Plötzlich stürmt ein Mitschüler in den Klassenraum und schreit: „ER KOMMT!“ Das Licht geht an und die Tür wird zugeschmissen. Mit einem lauten Krachen donnert...
  13. Stefan.

    Man sitzt zufällig in der Mensa an einem Tisch. Durch eine gewöhnliche Frage nach der Uhrzeit kommt man ins Gespräch. Wen hat man vor sich? Einen durchschnittlichen jungen Mann von etwa 20 Jahren, groß, stundentenlike gekleidet, aber nett aussehend. Die Haare wirken etwas dünn.. Eine Tendenz...
  14. Mein Vater

    Manche sagen, mein Vater sei schon immer seltsam gewesen. Schon als Kind. Er habe so eine Art gehabt, einen anzuschauen, sagen sie. Aus diesem hageren Gesicht, mit den dünnen, weizenblonden Haaren. Er hätte etwas an sich gehabt, was nicht in die damalige Zeit gepasst hätte. Etwas Altes. Einmal...
  15. Schlechter Mensch?

    Ich bin kein schlechter Mensch. Ich selbst halte mich für rechtschaffen und habe eine leise Ahnung, dass Vater Staat in diesem Punkt mit mir einer Meinung ist. Ich trenne meinen Müll, parke nur an erlaubten Plätzen und bringe die ausgeliehenen Bücher rechtzeitig in die Bibliothek zurück...
  16. Zirkus

    Es ist der erste Schultag nach den Winterferien. Die Schüler sitzen schon ihrem Klassenraum, als der Mathematiklehrer reinkommt. Gegenseitig wünschen sie sich ein frohes neues Jahr und der Erwachsene erkundigt sich bei den Schülern nach den Ereignissen der Ferien. Katja sitzt hinten mit einem...
  17. Tagebuch

    23. Dezember 2003 Jenny, komm zu mir, bitte. Morgen ist Weihnachten. Verdammt. Wahrscheinlich bekomm ich ein paar Bücher und Filme, dazu noch Schokolade und eine Packung dummes Geschwätz von meiner Oma. Immer die selbe Scheiße. Jedes Jahr, außer letztes. Ich weiß noch, was ich von ihr bekommen...
  18. g

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  19. Unglück

    Bereits seit zwei Tagen kann er nichts mehr essen. Nun liegt er im Bett, hellwach. Viel geschlafen hatte er diese Nacht nicht, denn er musste die ganze Zeit an sie denken. Er schaut auf den Wecker und richtet sich auf. Heute ist es nun soweit, der große Tag, heute wird er sie Treffen. Nach all...
  20. Lösungen

    Er schaute durch das Fenster hinauf zum Himmel. Wolken waren aufgezogen, am Morgen war noch alles klar, doch nun war der Himmel dicht mit dunklen Wolken behangen. Früher hätte es ihn gestört, doch nun konnte er sich damit abfinden. Man kann vieles ändern, das Wetter jedoch nicht, dachte er...
  21. Eden

    Die Straße liegt einsam und verlassen in der kleinen Stadt. Das Wetter ist trübe, die Wolken hängen tief. Häuser säumen den Straßenrand. Es sind Einfamilienhäuser, sauber und gepflegt. Am Ende steht ein besonderes Haus. Es ist nicht größer als die anderen, im Gegenteil: Es wirkt klein und...

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