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Was ich schon immer fragen/wissen wollte...

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Hallo elisabeth,

das Internet finde ich als Quelle ganz hilfreich. Zum einen gibt es z.B. zu fast jeder psychischen und psychiatrischen Erkrankung und zu jedem denkbaren Trauma wie Fehlgeburt, sexueller Missbrauch, Suizid eines Angehörigen mindestens ein Forum, in dem Betroffene sich austauschen.
Wie diese Menschen sich und ihre Umwelt erleben, kann mann dort mE prima herauslesen.

Außerdem gibt es auch einige Webseiten, auf denen zumindest o.g. Erkrankungen für Laien verständlich erklärt werden. Spontan kann ich Dir keine nennen, aber wenn Du auf etwas Konkretes angewiesen bist, könnt ich mal graben gehen.

Allerdings finde ich persönlich Geschichten glaubhafter, die sich mehr am Innenleben der Prot orientieren, und aus diesem heraus das Verhalten entwickeln. Bei manchen Texten habe ich das Gefühl, da hat einer die klassischen Symptome von irgendwas auswendig gelernt, und strickt einen völlig unglaubwürdigen exemplarischen Fall dazu.

Ohne Recherche geht auf jeden Fall wenig. Unrecherchierten Geschichten spürt man es sofort ab, die sind ärgerlich, vor allem für Leute, die es besser wissen, oder schlimmer noch, selbst betroffen sind.

Dazu kannst Du Dich sehr wohl an einen Psychologen, Psychiater oder ähnliches wenden (auch wenn ich nicht weiß, ob er Dir eine Privatberatung in Rechnung stellt ;)) - alternativ werden vielleicht Lehrbücher aus der Unibibliothek etwas hergeben, oder Du fragst den Leiter einer Selbsthilfegruppe, ob Du an ein paar Sitzungen teilnehmen darfst. Wenn Du mit Deiner Geschichte vorurteilsfrei etwas von der Lebenswelt der Betroffenen vermitteln willst, sind sie vielleicht sogar froh, dass jemand sich dafür interessiert. (Wenn Du nur den Psychopathen, der anschließend blutig abgemetzelt wird, glaubhafter gestalten willst, sieht es allerdings anders aus :D)

Die Personen vom Fach, die ich zu verschiedensten Themen gelöchert habe, waren in der Regel immer hilfsbereit, und haben sich gefreut, ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen zu können.

 
Seniors
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01.05.2009
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Bei perversen Vorlieben verlasse ich mich auf meine äh Intuition :D, bei schweren psychologischen Problemen, komplexen Störungen und Traumata recherchiere ich in Sachbüchern oder Dokumentarfilmen (scripts in Auszügen oder vollständig oft kostenfrei bei den Sendern erhältlich).

Augenmerk auf Interviews (und zwar unkommentierte im O-Ton, keine gefärbten Interpretationen) mit Tätern, Betroffenen, Angehörigen, Psychologen/Therapeuten, Ermittlern/Profilern.

Dabei kann man auf Themen schauen, die man gut nachvollziehen kann, oder in denen man sich selbst wiederfindet (gar nicht so selten, wie es klingt). Dann könntest Du einen Mix aus facts und Deiner Intuition versuchen. So kann es auch für Dich beim Schreiben spannend werden.

Willst Du Dich richtig doll in eine Sache reinhängen, kannst Du Prozeßbeobachtung machen - viele sind bis zu einem erschreckend detailreichen Maß öffentlich. Ich rate hier aber, eigene Grenzen nicht zu überschätzen. Etwas 'live' zu hören und zu sehen ist nichts, was sich leicht abschütteln ließe. (Ich kaue seit 20 Jahren an einem einzigen Satz, von dem ich wünschte, ich hätte ihn nie gehört.)

Von Recherche in fiction rate ich grundsätzlich ab.

Das Internet funktioniert für mich eher nach dem blinden Huhn/Korn-Prinzip; wenn, sollte man wissen, nach was genau man sucht - vieles ist unrichtig bis hanebüchen (das gilt auch für Wikipedia).

@Pardus
: Ich widerspreche: gerade Psychopathenstories erforden einen Riesenaufwand an Recherche. Die meisten sind nur so obermies, weil die Autoren sich genau darum drücken, und die üblichen boa-wie-krank-Klischees verbraten. Die bringen mich total auf die Palme.

:)

 
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23.01.2007
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Hey du ... was genau suchst du denn konkret?

Ansonsten .. ja, Selbsthilfegruppen sind immer recht gut, da gibts auch ne ganze Reihe, in denen Betroffene erzählen. Da bekommt mans dann aus erster Hand, sozusagen. Man muss halt recht viel lesen und dann eben viel filtern ... verarbeiten und gucken, dass man für sich was draus zieht.

Und wenn du Fundiertes willst, dann such mal in der Bibliothek deines Vertrauens nach Büchern. :)

Edit: Krass, wer hier alles bereits geantwortet hat ... dabei dachte ich, ich wär erster. Ich schreib wohl zu langsam, hrhr.

 

sim

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Zum einen recherchiere ich viel, zum anderen offen. Gehe ich für eine Fragestellung zum Beispiel in ein Forum Betroffener, gebe ich mich als Hobbyautor zu erkennen, erläutere, was ich vorhabe und frage, ob jemand mir helfen und seine Geschichte erzählen mag. Auch stelle ich von Beginn an klar, dass meine Fragen sehr privater und intimer Natur sein können und werden.
Mehr noch als auf die Foren setze ich dabei auf persönliche Kontakte, auf Interviews und Gespräche. Und in dieser Offenheit bin ich immer wieder erstaunt, wie hilfsbereit auch Psychologen oder andere Fachleute wie z.B. Ergotherapeuten sind.

Katla schrieb:
Von Recherche in fiction rate ich grundsätzlich ab - scheinst Du aber auch so zu sehen.
Ich eindeutig nicht. Mir ist es wichtig, dass selbst das beschriebene Wetter, das Ergebnis eine Bundesligaspiels oder die Markenartikel einer Epoche stimmen.
Ich rate aber dringend davon ab, alle Rechercheergebnisse zwanghaft in die Geschichte zu stopfen, 10 bis 20 Prozent des recherchierten Wissens reichen in den meisten Fällen.

 
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25.02.2010
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Hallo zusammen,

vielen Dank Euch allen für die schnellen Antworten!
Ich habe gerade nichts im Auge, das sich so einfach erklären lässt. Ihr habt mir aber sehr geholfen, auf Selbsthilfegruppen wäre ich gar nicht gekommen. Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht ...

... gebe ich mich als Hobbyautor zu erkennen, erläutere, was ich vorhabe und frage, ob jemand mir helfen und seine Geschichte erzählen mag.
Ah ja, sehr gut. Das hatte ich mich nämlich auch gefragt, schließlich will man bei seiner Recherche niemanden verletzten.

Bei perversen Vorlieben verlasse ich mich auf meine äh Intuition
Da bin ich ganz Deiner Meinung ;)

bei schweren psychologischen Problemen, komplexen Störungen und Traumata recherchiere ich in Sachbüchern oder Dokumentarfilmen (scripts in Auszügen oder vollständig oft kostenfrei bei den Sendern erhältlich).

Augenmerk auf Interviews (und zwar unkommentierte im O-Ton, keine gefärbten Interpretationen) mit Tätern, Betroffenen, Angehörigen, Psychologen/Therapeuten, Ermittlern/Profilern.

Wie findet man denn diese Dokus oder Interviews?
Ich habe zB vor Jahren einmal eine Doku gesehen (ich weiß dummerweise nicht mehr auf welchem Kanal), die hat mich fix und fertig zurück gelassen. Ich hatte Mitleid, war wütend, hatte sogar Angst und hab geweint. Wahnsinn war das. Darin ging es um eine Frau mit mind. fünf Persönlichkeiten (von denen während des Interviews drei "vorgestellt" wurden). Opfer von schwerem Mißbrauch körperlicher und vor allem psychologischer Natur. Ich kann nirgends einen Hinweis auf diese Doku findet. Seit Jahren schau ich immer wieder mal nach.

Am besten ich kündige meinen Job und recherchiere und schreibe ;) Haha

 
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@sim: ich denke, wir meinen dasselbe. :) Jedenfalls sehe ich das wie Du.

Was ich meine ist: Ich rate ab, in anderen fiktionalen Werken nach Fakten/psychologischen Interpretationen zu suchen. Also: wenn jemand ein Thema verbraten hat, dem ich mich widmen will, heißt es ja nicht, daß es realistisch ist, sondern daß es halt eine freie, fiktionale Bearbeitung ist. Vllt für's 'private' Vergnügen spannend, aber nicht Recherche.

@elisabeth:

Wie findet man denn diese Dokus oder Interviews?
Ich glaube fast, ich hab die gleiche gesehen.
Ich nehme sowas oft auf, aus Interesse, ohne speziellen Recherchegrund. Wenn Du dann die Sendezeit & den Sender mitnotierst, kannst Du einfach den Sender anmailen, "zwecks Recherche, nicht kommerziell", dafür haben die meisten sogar eine extra Rubrik auf ihrer Website. Sendemitschnitte, heißt das glaube ich. Die Sachen kommen dann als pdf.

Wenn Du etwas nicht zufällig aufgenommen hast, bzw. keinen Titel oder Datum etc. weißt, such im Net unter dem Thema plus Dokumentation. Darüber kommt man manchmal auf links zu den Katalogen von Filmfestivals (mit Interviewausschnitten), oder auf ausführliche Zeitungsartikel dazu. Für kleinere Infos oder Details kann das bereits reichen.
Der Trick dabei ist, bei google möglichst viele Suchbegriffe auf einmal einzugeben, und nicht so breit zu suchen. Also z.B.: Kinder multiple Persönlichkeit sexuelle Gewalt Mißbrauch Borderline. Das sieht jetzt zynisch aus, aber damit findest Du schneller die genauen Themen.

 

sim

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Dazu erinnere ich mich nur an einen Beitrag in der Reihe 37 Grad im ZDF und an einen, der im Ersten lief, dessen Titel ich allerdings auch nicht mehr weiß.

PS. Ah Katla, dann hatte ich dich in der Tat missverstanden. :)

 
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Hallo elisabeth,

wir haben hier im Forum eine hervorragende Link-Sammlung (Recherche - Links zur Recherche), da findest du fast alles.

Ansonsten finden sich die besten Geschichten im realen Leben, z.B. in Gerichtssälen, allerdings wird dort das Publikum bei heiklen Details meist ausgeschlossen. Um an die zu kommen, muss man schon „Fachliteratur“ bemühen. So habe ich vor Jahren auf dem Flohmarkt für ein paar Euro ein Band der „Enzyklopädie der modernen Kriminalistik“ erstanden (ein Handbuch für Juristen, Verwaltungsbeamte und Ärzte, erschienen 1922), in dem wirklich aus prallen Leben berichtet wird (durch Vernehmungsprotokolle und Ähnlichem). Dem damaligen Kenntnisstand der Psychiatrie entsprechend, steht in den Kommentaren auch viel Unsinn, aber das muss man ja nicht verwenden, sondern sich an den geschilderten Tatsachen halten.

Ich habe irgendwo gelesen, dass diese Bücher früher wegen des teilweise ins Pornografische gehenden Inhalts massenweise auch von Laien gekauft wurden – mein Buch stammt aus der neunten Auflage, die erste erschien wohl 1910. Was wiederum beweist, dass diese Gier nach Absonderlichen bzw. Sensationen eine alte und keineswegs dem (Privat)Fernsehen zu verdanken ist.

 
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Ah, kuhl, danke!
Irgendwie gibt es hier scheinbar etliches auf der Seite, wo man beim besten Willen nicht selbstständig hinfindet (wenn man nichts davon weiß).
Vielleicht wäre eine Sitemap gar nicht schlecht ... (oder ist sowas auch hier irgendwo versteckt? ;) )

Danke ...

 
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Ich hab mal ne Frage für ne Geschichte und weiß nicht, wo gucken. Kennt sich jemand mit (Großwild)Jagd aus, oder guckt so Dokus im TV?

Wenn man relativ nahe - sagen wir weniger als 10m - vor einem Bären stehen würde, worauf würde man zielen, damit er mit dem ersten Schuß zumindest erstmal gestoppt ist, wenn nicht gleich tot?
Ich tippe auf Rachen, falls Maul offen, ist das plausibel?

(Auge zu leicht zu verfehlen, Schädel zu hart ... Herz? Hm. Kehle von außen wenn Kopf hoch?)

Setting: ein eher fiktives 17. bis spätes 18.Jh.
Waffe: Jagdgewehr / Büchse von ca. 1750: ein Lauf, zwei Schuß bzw. Hähne, Kimme & Korn vorhanden. (Waffe ist recherchiert).

Es geht nicht darum, wie schnell der Bär beim Jäger wäre, da sind noch Hunde. Brauche nur das wahrscheinliche Ziel.

Liebsten Dank! :)

 
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Ich habe keine Ahnung :bla:, aber bei der Fragestellung drängen sich mir zwei neue auf: waren die alten Waffen so zielgenau, dass man überhaupt etwas anvisieren konnte? (ich hab mal was läuten hören, Treffer seien eher Glückssache gewesen) Oder hat man einfach den Bauch genommen, weil der die größte Trefferfläche bietet? Und hatte man das Gewehr so schnell schussfertig, dass der bär die Distanz von 10m nicht viel schneller überwunden hat? Ich bin mir relativ sicher, gelesen zu haben, dass ein ausgewachsenes männliches Tier (größeres Kaliber, also Bruanbär, Grizzly, Kodiak o.ä.) über 40km/h schafft.

 
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Schußfertig ist möglich, die Entfernung relativ, wenn von mir aus das Vieh groggy aus dem Winterschlaf kommt, und ein Rudel Bärenhunde steht dazwischen. Soweit ok, zumindest für die story. Da steht der erstmal. Bären rasen auch tatsächlich nicht bei Bedrohung sofort los, allerdings wenn ganz schnell, wie Du sagst, das ist wahr.

Die Zielgenauigkeit, ja hehe, eben. Das ist nämlich meine leise Sorge.

Da es um die Zeit auch Jäger gab, die mit Büchse statt nur Fallen gearbeitet hatten, werden die wohl auch mal getroffen haben. :shy: Nur von wie weit, das weiß ich nicht. In Wald ist Sichtweite ja eh eingeschränkt, also kann es nicht ganz ewig weit weg sein, wenn man anlegt & zielt.

 
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Habe hier was gefunden, das sich allerdings auf Kavalleriebewaffnung Ende 18./Anfang 19.Jh bezieht.
Zitat (aus "Der preussische Kavalleriedienst vor 1806", genaue Angaben s. Beitrag von Kaiserulan, 19.04.09, 20:49): "Der geübte Schütze trifft sicher nur auf 15 bis 20 Schritt."

 
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Wenn man relativ nahe - sagen wir weniger als 10m - vor einem Bären stehen würde, worauf würde man zielen, damit er mit dem ersten Schuß zumindest erstmal gestoppt ist, wenn nicht gleich tot?
Im 17./18. Jahrhundert waren die Waffen noch ziemlich ungenau und zündeten nicht immer. Es wurde von vorn geladen, es gab keine Patronen im heutigen Sinn, das Pulver musste meistens vom Schützen jedes Mal abgemessen werden, d.h. die Ladung schwankte von Fall zu Fall, so dass den Kopf eines Bären selbst aus nur 10 Metern zu treffen zu einer Lotterie würde. Deshalb beide Schüsse hintereinander in die Brust (Herz und/oder Lunge werden auf jeden Fall getroffen), wenn der Bär aufgerichtet auf den Schützen zukommt, was reichen müsste, ihn erst einmal zu stoppen, zumal da auch die akustische Wirkung des Schusses dazu beitragen müsste.

 
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Pardus, wie toll! Liebsten Dank, das reicht mir für die Szene zu, 15 Schritt sind ok (mein Schütze ist super geübt :D, so dachte ich mir das eh).

Hups, @Dion: auch lieben Dank!

Dann nehm ich wohl Brust/Herz.
.............

Pardus: Die site ist klasse, das mit dem Zügel/Gewehr hatte ich mich auch schon lange gefragt, ich finde Galopp schon ohne nebenher zu Schießen ein gewagtes Unterfangen ... "Nachladen im Stehen", was ein Heckmeck das gewesen sein mußte. Puha, mein Jäger ist nicht hoch zu Roß.

:gelb:

 
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Edit: da ist noch was. Die kann man vielleicht auch anrufen bzw. anmailen udn fragen.

 
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Feiner Link, hab ich gefavouritet (jaul)! Die site müßte sogar reichen für meine Zwecke.

Da Geben seliger und so :D setze ich gleich mal was Hübsches in den Recherchetread (Hermann Historica - Waffen aus 5 Jahrhunderten). Tolle Photos & Beschreibungen, aber halt nicht die Anwendung und so'n 'Kleinkram'.
:)

 
Seniors
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27.08.2007
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Sagt mal – beim Schulanfang heutzutage, wie läuft denn das ab? Ist das immer noch am Samstag vor dem Schulbeginn? Trifft man kurz seine Lehrerin und bekommt dann draußen seine Schultüte? Oder ist das jetzt überall anders? Zu meiner Zeit führte uns diese blockwartartige Lehrerin durch die Schule, ermahnte uns, dass wir uns anstrengen sollten, sonst würden wir nie Pionier werden und entließ uns dann mit einem Lächeln, das nichts Gutes verhieß. Dann mussten wir in Zweierreihe durch die anwesende Elternschaft marschieren, bis wir endlich unser Zuckerzeug bekamen, aber ich nehme mal an, die Zeiten haben sich geändert?

 
G

Giraffe

Guest

Hi sammamish,

bei meiner Tochter ist die Einschulung zwar schon wieder 9 Jahre her, aber meines Wissens hat sich (zumindest bei uns im Ort) nicht viel geändert.

Ja, ist immer noch der Samstag vor dem eigentlichen Schulbeginn und eine Woche später als die anderen Schüler.

Die Kinder bekamen ihre Schultüte schon zu Hause, nahmen sie mit in die Aula oder Turnhalle der Schule. Dort fand eine Aufführung der Zweitklässler statt, die dafür Lieder und ein kleines Stück eingeübt hatten, um die Erstklässler zu begrüßen. Die neuen Schüler saßen ganz stolz und aufgeregt mit ihrer neuen Lehrerin in der ersten Reihe.

Danach folgte ein Rundgang durch die Schule und die neuen Schüler durften ca. 1/2 Stunde in ihr neues Klassenzimmer und an die Bänke sitzen (ohne Eltern). Dort durfte sich jedes Kind vorstellen und etwas über sich erzählen und anschließend die Schultüte auspacken.

Es ging alles sehr fröhlich und locker zu, die Kinder sollten ja nicht gleich Angst vor der Schule kriegen.
Montags drauf war dann der erste reguläre Unterricht, aber nur zwei Stunden.

 

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